Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Mittwoch, 20. September 2017

FLR - Ich möchte dich auf Händen tragen


Heute unsre herzliche Buch- Empfehlung: „FLR - Ich möchte dich auf Händen tragen“ von Lilith van Leuwen, erschienen im Tredition-verlag:
In diesem Buch berichtet die Autorin recht unterhaltsam von ihren Erlebnissen auf dem Weg zu einer neuen Beziehung. Sie hat ihre Suche nach einem passenden Mann trotz Enttäuschungen und einem langen Singledasein nicht aufgegeben. Ihre Offenheit für ganz unterschiedliche Begegnungen hilft ihr dabei ungemein. 
So trifft sie schliesslich auf einen Typen, der ihr gut gefällt, der aber besondere (wie wir heute wissen: sehr häufig anzutreffende…) Neigungen und Erwartungen hat. Da sie ihn mag, hat sie den Mut, seinem Verlangen nach handfester weiblicher Dominanz zunächst nachzugehen. Sie kann sich aber erst auf diese besondere Beziehung einlassen, als sie die Hintergründe seiner Wünsche hinterfragt und versteht. Sie erleben dabei gemeinsam eine tiefe Veränderung ihres gewohnten Rollenverständnisses. 
Sie entdeckt dabei ihre ureigene weibliche Kraft, die ihr die besondere Power in der Beziehung verleiht, eine Macht, die beide wollen und akzeptieren.
Das Motto: „Hast du den Mann beim Schwanz, so hast du ihn ganz“ ist vielleicht so alt wie die Menschheit, aber erst als sie dieses auch ‚schamlos’ und jenseits patriarchaler Verhaltensprägungen buchstäblich selbst umsetzt, wird ihr klar, dass sie endlich frei agieren kann. Sie beginnt die Beziehung selbstbewusst zu führen, mit einem Mann, dessen selbstgewählte Position -zu ihren Füssen- eine andere, aber nicht weniger befreite Rolle ist, als die hergebrachte.

Ungewöhnliche, gar strikte Methoden, bei denen das, was sie tut, nicht „das ist, wonach es aussieht“, eröffnen ihr und ihrem Mann neue und geradezu wunderbare Szenarios in denen sie ihre Liebe zueinander gegenseitig ausdrücken und ausleben können. Dabei wirkt Lilith’s Offenheit für Neues mächtig ansteckend für die Leser und die Hingabe ihres Mannes an ihre Weiblichkeit berührend. Einmal schreibt sie, es „..erinnert mich ein bisschen an Mary Poppins, die mit den Fingern schnippt und alles ist plötzlich dort, wohin es gehört.“ Das glaubt man ihr gerne.

Sie kommen einander näher, intensiver, intimer und tiefer als es bei üblichen Verbindungen möglich scheint (die nicht zuletzt auch deshalb allzu oft und immer öfter getrennt werden). 
Die Frau hat also hier das Heft in der Hand und der Mann vertraut und folgt ihr. Fügt sich ihr.
Er tut, was sie sagt. Ein tolles Konzept!
Letztlich aber sind auch hier Offenheit, Vertrauen und Liebe die Grundlage, sowie auch die Früchte eines Prozesses „der bewusst gestaltet werden muss, solange die Beziehung lebt“. 
Es geht Lilith nicht darum, den Spieß im Unterdrückungsspiel auf’s Neue einfach umzudrehen, sondern sie schreibt -einfach wunderbar!- :„Die Voraussetzung für Frieden ist das Ende des Geschlechterkrieges“.
Vielleicht ist das so, weil es keinen Kampf mehr gibt.
Denn eine solche Beziehung weist Mann und Frau unterschiedliche Plätze in der Beziehung zu, die ‚nach aussen hin‘ nicht unbedingt gleichwertig erscheinen. Bedenkt man aber, dass diese Plätze ‚Wunschrollen‘ sind, ist auch Augenhöhe im Miteinander nicht ausgeschlossen, sondern auch nötig. Wie das ausbalanciert ist hängt von jedem einzelnen Paar ab und seiner Fähigkeit, die Dinge zu kommunizieren und
umzusetzen. Das ist nicht ganz einfach. 
Dieses Buch ist ein Erlebnisbuch, kein ´Rezeptbuch, auch wenn Lilith anschaulich darstellt, wie sie es möglich macht, dass er sie tatsächlich ‚auf Händen trägt‘. 
Dabei findet er endlich seine eigene Natur… und sie bekommt genau das, was sie von einem Mann erwartet hatte.
Ein MUST READ für jede „FLR - Beziehung“, oder einfach für Frauen und Männer, die ‚etwas anderes‘ suchen.

Montag, 31. Juli 2017

Elisabeth Steinhaus - Blog und Buch

(Text ist noch in Bearbeitung, d.h. er kann noch verändert werden) 
Längst überfällig ist unsere dringende Empfehlung für die Arbeit von 'Elisabeth Steinhaus' - zum Beispiel in ihrem Blog flrsteinhaus oder besonders auch in ihrem Kindle E-Book: "FLR -Häufige Fragen zur weiblich geführten Beziehung".

Das regte auch uns wieder zum Nachdenken an.
Vieles in einer FLR (female led relationship) kommt dem Naturell von Frau und Mann entgegen; das kommt gut zum Ausdruck in dem Leitbild, welches Elisabeth Steinhaus  ihrem  Blog gesetzt hat.
Dort präsentiert sie das Bild der Königin mit ihrem Ritter.
Jeder kann für sich herausfinden , inwieweit hier Rollen gezeigt werden, die ‚urtypisch Frau‘ und ‚urtypisch Mann‘ sind. Hier ist der Mann überhaupt nicht 'unmännlich', weil er vom patriarchalen  Rollenverständnis abweicht, sondern er erscheint als einer, der seine Gefühle kennenlernen möchte und der den Mut hat, sich seiner Frau, seiner Königin, ganz zu zeigen und sich ihr unterzuordnen. Er verehrt, unterstützt und liebt sie auf hohem Niveau.

Uns gefällt der Gedanke und dieses Rollenbild.

Inzwischen wissen wir, aufgrund von so vielen positiven Zuschriften, dass für eine FLR ein Riesenbedarf / Potential besteht. Es gibt eine große Zahl an Männern, die diese Fähigkeit in sich spüren, den Willen und Wunsch, Frauen auf diese Weise zu lieben und zu dienen.
Und immer mehr Frauen, die die Vorteile für sich und ihre Beziehung erkennen und nutzen.
Eine FLR könnte also als Beziehungsmodell eine große Zukunft haben.
Für eine solche FLR werden in dem angesprochenen Buch und Blog Möglichkeiten und Techniken dargestellt.
Dabei wird das Thema deutlich von BDSM abgegrenzt. Eine FLR kann Elemente von BDSM oder D/s enthalten, nicht aber notwendigerweise, da es im Prinzip etwas völlig anderes ist, nämlich
eine  Beziehungsform im 'partnerschaftlichen Miteinander'.
Dabei ist gut, dass Elisabeth Steinhaus ‚zeigt’, aber nicht ‚vorgibt’ - z.B. wie Fähigkeiten des Mannes unterstützt bzw. provoziert werden können, eine solche ‚verehrende‘ Leidenschaft in der Beziehung dauerhaft lebendig zu halten, so dass er weder auf 'Abwege' gerät, noch zu Nachlässigkeit und Leidenschaftslosigkeit in der Beziehung tendiert -so zumindest könnte es idealerweise gehen.

Für Frauen ist zunächst Verständnis und Aufgeschlossenheit dem Thema gegenüber erforderlich, um dieses ‚Feuer‘ in Gang zu halten,  dabei ist eine FLR kein fertiger Zustand sondern bleibt ein andauernder Prozess.
Dass hierzu das Selbstbewusstsein des weiblichen Partners und ‚erzieherische‘ Konsequenz eine gewichtige Rolle spielen wird klar.
Dazu, als quasi wichtigste  Basis, kommt unter anderem die Kontrolle des männlichen Sexualverhaltens infrage, etwas, was manche Frauen zunächst abschrecken mag und von den Männern meist begrüßt wird.

Elisabeth meint, es lohnt der Versuch manche Dinge einfach auszuprobieren. Die Disziplinierung des Mannes bringt neue Kräfte hervor,  die beiden gut tun, von beiden gewollt sind und das Selbstbewusstsein der Frau unweigerlich stärken.
Mit der Zeit bekommen beide Seiten was sie sich wünschen. Etwas, von dem beide Seiten vorher nicht gewusst hatten wie gut es ihnen tut.

Dies legt Elisabeth Steinhaus völlig unprätentiös dar, mit vielen praktischen Anregungen, wie solch eine Beziehung laufen könnte, was es dazu braucht, welche Elemente die wichtigste Rolle spielen, ohne dass es ein 'muss' für jeden gäbe. Denn, dies liegt in der Natur der Sache, 'die Frau bestimmt' schließlich, auch weil der männliche Part es explizit so will.
Die Ausgestaltung dieser 'etwas anderen' Beziehung obliegt eben jedem Paar selbst; die Variationsmöglichkeiten sind ungezählt.

• Darüber hinaus verweisen wir auch gerne wieder auf das Forum 'Minervasforum.de' . Auch dieses ist kein Seite zum 'Anmachen' und auch keine Kontaktbörse. Das Forum ist auch völlig unabhängig von Minervasjuwelen. Dort tummeln  sich zur Zeit wieder einige Leute mit Köpfchen und Temperament und das Thema FLR kann dort von vielen unterschiedlichen Seiten betrachtet werden.

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