Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 18. Januar 2009

Anatomie der männlichen Sexualität

Das Folgende ist wieder aus dem Online -Buch "Sexual Power for Women - A Real-World Guide to Sexually Enslaving Your Man" von Georgegann Cross übersetzt. Dieses Mal hat einer unserer Leser, Rick, übersetzt, hier ist das Original.
Kapitel 4 heisst: 'In which we examine the anatomy, the physiology, and some of the psychology of male sexual response, from a practical point of view',
das ist also die Untersuchung der Anatomie und der Psychologie der männlichen Sexualität.... Wir fahren also fort:

Kapitel 4:

Wenn du einen Mann sexuell hörig machen willst, solltest du zunächst ein genaues Verständnis davon haben wie männliche Sexualität funktioniert

Höchstwahrscheinlich verfügst du bereits über den größten Teil des Wissens, das du benötigst: du hast andere Bücher gelesen, ziemlich viel praktische Erfahrung gesammelt und deine Geschicklichkeit als Liebhaberin kultiviert.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich glaube erwähnen zu müssen – Dinge die nicht in den anderen Büchern stehen, weil deren Autoren meinen Standpunkt nicht teilen – Dinge, die unter Umständen deiner Aufmerksamkeit entgangen sind, während du deine Erfahrungen gesammelt hast, vielleicht weil die Männer in deinem Leben versucht haben zu verhindern, dass du Sie zu gut kennen lernst.
Ich werde das ergänzen, was die anderen Bücher ausgelassen haben und ich werde versuchen das zu tun, ohne zu viel von dem zu wiederholen was in anderen Büchern steht.

Lass uns damit beginnen, einen Mann in dem üblichsten seiner sexuellen Zustände zu betrachten: Es ist schon eine Weile her seit seinem letzten Orgasmus, aber nicht so lange, dass er beginnt wieder „scharf“ zu werden, er denkt nicht an Sex. Dennoch ist es lange genug her, so dass er positiv auf sexuelle Stimulation reagiert; Er fühlt sich dadurch nicht belästigt oder unter Druck gesetzt, vielmehr wird er diese genießen und es wird ihn anmachen.

Den Hals seiner Blase und den oberen Teil seines Harnleiters umgebend befindet sich die Prostata. Sie produziert langsam eine der unterschiedlichen Flüssigkeiten die zusammengemischt und herausgepumpt werden wenn er das nächste Mal einen Samenerguss hat. Die Prostata ist schwammig (aber dennoch fest) und die Flüssigkeit, die sie produziert verbleibt in ihr bis sie abgesondert wird.

Eine andere Flüssigkeit wird von den Hoden abgesondert. Diese Flüssigkeit enthält Spermien und wird, solange der Mann nicht sterilisiert ist, durch zwei Röhren (Vasa Deferentia) in zwei Reservoirs, die sogenannten Nebenhoden transportiert, um dort das nächste „Erdbeben“ abzuwarten. Die Nebenhoden liegen oberhalb der Prostata und hinter der Blase, ihr Ausgang verläuft durch die Prostata und hinein in den Teil des Harnleiters, den die Prostata umgibt. Neben der Speicherung der in den Hoden produzierten Flüssigkeit sondern sie noch eine eigene Flüssigkeit ab.

Im Laufe der Zeit füllen sie sich, es entsteht Druck im Inneren und sie dehnen sich aus. Entleert werden sie nur beim Samenerguss. Solange der Mann keine sexuelle Stimulation erfährt, erfolgt die Produktion der sexuellen Sekrete in der üblichen, langsamen Geschwindigkeit. Wenn genügend Zeit vergangen ist und sich ausreichender Druck in den Nebenhoden gebildet hat, beginnt der Mann sexuelle Gefühle und Phantasien zu entwickeln. Er wird “spitz” – vielleicht nicht extrem, aber definitiv “spitz”.

Was zu passieren scheint (obwohl das nach den wissenschaftlichen Standards der Medizin nicht bewiesen ist), ist dass der Druck in den Nebenhoden als Bedürfnis nach sexueller Erleichterung empfunden wird, als Lust.


Wenn du, anstatt darauf zu warten, dass das von selbst passiert, den Mann sexuell anregst, wird dieser Prozess beschleunigt. Wenn er erregt ist, wird in kürzerer Zeit mehr Sekret produziert und die Nebenhoden füllen sich schneller. Ausgiebige Stimulation führt außerdem zu einem Gefühl des Staus im Fortpflanzungssystem und einem stumpfen Schmerz in den Hoden. Der Mann wird hoffnungslos „spitz“, häufig innerhalb von weniger als einer Stunde, und er wird dann fast alles tun, um seine Lust befriedigt zu bekommen. Wenn er ist wie die meisten Männer, wird er sich von dir festbinden lassen, unabhängig von seinen Befürchtungen was du vorhaben könntest, solange das auch die Entleerung seiner Samenspeicher bedeuten könnte.

Wenn du aufhörst ihn zu stimulieren, vielleicht weil die Anforderungen des “wahren Lebens” Euch trennen, und falls er Dinge zu tun hat, die ihn vom Sex ablenken, wird das Staugefühl und der Schmerz in den Hintergrund treten, aber seine Nebenhoden werden immer noch voll sein und er wird bereitwillig auf Reize reagieren, die auch nur annähernd sexuell sein könnten. Wenn er z.B. eine Skizze sieht, die an eine nackte Frau erinnert, wird er den Anflug einer Erregung spüren, bevor die Ursache in sein Bewusstsein vordringt. Er wird ohne Umstände in sexuelle Phantasien abschweifen, die ihm die nächste Erektion „bescheren“, erneut die Überfüllung seiner Nebenhoden beschleunigen und, falls sie länger anhält (was wahrscheinlich ist), das Gefühl von Stau und den Schmerz zurückbringen.

Ausgedehnte Stimulation oder Phantasien verursachen zusätzlich die Produktion einer klaren, schmierenden Flüssigkeit in der Bulbourethraldrüse (Cowpersche Drüse), die sich in der Nähe der Peniswurzel befindet. Diese Flüssigkeit wird nicht gespeichert, sondern in den Harnleiter abgegeben und läuft, sobald genug davon da ist, aus der Penisspitze aus, ohne dabei irgendeine Empfindung hervorzurufen.

Männer neigen im hohen Maße dazu, Erregung durch psychologische Reize, inklusive ihrer eigenen Phantasien und der „Schleife“ (auch „Schlinge“, siehe hier, Anmerkung des Übersetzers-) zu entwickeln.
Trotzdem ist nahezu keiner in der Lage alleine durch psychologische Stimulation einen Orgasmus zu bekommen. Darüber hinaus haben Männer wenige erogene Zonen und deren Stimulation wird, obwohl sie erregend ist, keinen Orgasmus verursachen. Ein Orgasmus wird zuverlässig nur durch eine bestimmte Form der Stimulation des Penis hervorgerufen.

Dennoch, es macht Spaß mit den erogenen Zonen zu spielen und deswegen sind sie einer Betrachtung wert: Die gebräuchlichen sind der Hodensack, der Damm, der After und die Brustwarzen, Der Hodensack wird am besten durch leichtes Streichen mehrerer Finger über die Oberfläche, parallel zur Körpermitte, in eine oder beide Richtungen stimuliert. Falls die Dammregion erogen ist, kommt die gleiche Technik zum Einsatz, ebenso am After.

Der Effekt einer Stimulation der Brustwarzen ist individuell sehr unterschiedlich. Die meisten Männer zeigen eine intensive erotische Reaktion wenn ihre Brustwarzen mit der Hand „bespielt“, an ihnen gesaugt oder geleckt wird. Einige reagieren gar nicht darauf. Einige wenige empfinden jede Stimulation als schmerzhaft. Einer meiner Liebhaber konnte nur das leichteste Lecken ertragen, fand das aber erotisch. Auf der anderen Seite gibt es Männer, die es erregt wenn in ihre Brustwarzen gezwickt, an ihnen geknabbert, oder sie sogar mit Klammern versehen werden. Der Versuch wird dir zeigen, was bei deinem Mann am Besten funktioniert und du wirst jede Menge Spaß dabei haben es herauszufinden, fange nur nicht am harten Ende des Spektrums an, um nicht das Vertrauen deines Partners zu verlieren.

Obwohl die Stimulation der erogenen Zonen, mit Ausnahme des Penis, fast nie von alleine einen Orgasmus bewirkt, kann sie das bewirken wenn sie mit einem Grad der Penis-Stimulation kombiniert wird, der für sich alleine genauso unzureichend wäre.

Wenn du, z.B. deinen Mann langsam und mit kurzen Stößen vögelst – so, wie du aus Erfahrung weißt, es ihn nicht kommen lassen würde, es sei denn du machst es lange Zeit-
dann könnte das gleichzeitige Lutschen an seinen Brustwarzen ihm innerhalb von Sekunden den Rest geben.

Der Penis ist dazu geschaffen durch Reibung mit der Vagina effektiv zum Orgasmus stimuliert zu werden, aber die Details dieser Konstruktion sind überhaupt nicht einfach. Der Penis ist ein großes Organ und nur zwei kleine Teile seiner Oberfläche verfügen über ausreichende, sexuelle Empfindlichkeit, deren Stimulation zuverlässig einen Orgasmus bewirkt.

Der eine Teil ist das Frenum, dort wo die Eichel auf die Unterseite des Schaftes trifft und scheinbar durch die Fortsetzung des Schlitzes in der Spitze in zwei Teile geteilt ist. Der andere ist die Corona – der vorstehende Grat an der Kante der Eichel, wo sie übergeht in den oberen Teil des Schaftes, diametral entgegengesetzt zum Frenum. Während des Geschlechtsverkehrs, unabhängig von der gewählten Stellung, werden diese beiden Bereiche von der Scheidenwand stimuliert. Diese Stimulation ist es, die den Orgasmus des Mannes auslöst.
Wenn du oben bist, kannst du die Intensität dieser Stimulation dadurch kontrollieren, dass du die Länge und Geschwindigkeit deiner Stöße und die Anspannung deiner vaginalen Muskulatur variierst.

Vom körperlichen Standpunkt her macht es keinen Unterschied, ob du diese Stimulation mit deiner Vagina oder mit deiner Hand verabreichst, die Stimulation von Frenum und Corona verursacht einen Orgasmus, und das zuverlässig.

Das ist etwas Anderes als die Frage, wie ein Mann seinen Penis behandelt haben mag.
Das variiert. Der eine mag fest gepackt und grob „gepumpt“ werden, die Vorhaut mitgezogen, so dass Sie am darunterliegenden Gewebe reibt, der andere mag nur eine Berührung mit den Fingerspitzen an der Unterseite. Für alle Abstufungen dazwischen gibt es Männer, die sie mögen. Wenn ich mit einem Mann zusammen bin, versuche ich seine Vorlieben diesbezüglich herauszufinden. Tatsächlich spielt das aber nicht wirklich eine Rolle, denn der Großteil der Stimulation, die ich anwende ist eher psychisch als körperlich. Wenn ich bereit bin, ihn kommen zu lassen wird eine meiner eigenen, bevorzugten Techniken immer funktionieren.

Die wirkungsvollste davon –verlässlich selbst wenn sie an einem Mann angewandt wird, der nur mäßig “spitz“ ist – ist mit einer Hand sanft die Unterseite des Penis so zu massieren, dass sie bei jedem Streich über das Frenum streicht und gelegentlich mit den Fingern über den Hodensack zu gehen, während die andere Hand sanft die Oberseite so massiert, dass sie bei jedem Streich über die Corona streicht. Das entspricht ungefähr der Stimulation, die sein Penis in deiner Vagina erfahren würde. Deine Hände können die Bewegung gleichzeitig oder nicht ausführen, oder nur gelegentlich gleichzeitig, je nachdem wie ungewöhnlich du es gestalten willst.

Eine andere Technik – eine wirkungsvollere Variante von Rena (wird in Kapitel 2 erwähnt, welches noch nicht übersetzt ist- d.Redaktion)- ist es, das untere Glied deines Daumens diagonal auf der Oberseite des Penisschaftes zu positionieren, gerade unterhalb der Corona, deinen Zeige- und Mittelfinger locker um den Schaft zu legen, und deine Hand sanft auf und ab zu bewegen, so dass bei jedem Streich der Daumen über die Corona streicht und die Ballen der unteren Glieder von Zeige- und Mittelfinger über das Frenum gleiten. Zusätzlich zu dieser Stimulation wird das Hautgewebe zwischen deinem Daumen und Zeigefinger von selbst die Tendenz haben über die eine Seite des hervorstehenden Rands der Eichel zu streichen, während deine Fingerspitzen das gleiche auf der anderen Seite tun werden. Wenn du Rechtshänderin bist und der Mann auf dem Rücken liegt, last sich diese Technik am Leichtesten von seiner rechten Seite anwenden, falls du Linkshänderin bist von der linken Seite.

Bei beiden dieser Techniken kann die schmierende Flüssigkeit, die der Mann absondert, lästig sein. Sie trocknet teilweise weg, wird klebrig und behindert die freie Bewegung deiner Hand. Das ist kein Problem wenn es so wenig ist, dass es nicht auffällt, oder so viel, dass sie nicht eintrocknen kann, aber die meisten Männer produzieren genau die Menge die problematisch ist. Es gibt zwei Möglichkeiten damit umzugehen: Du kannst die Flüssigkeit aus der Harnröhre herausdrücken und wegwischen, bevor sie beginnt zu trocknen, oder du kannst ein Schmiermittel verwenden, das sie kompensiert, so etwas wie Mineralöl. (Mineralöl verpackt als Baby-Öl hat einen Geruch, selbst wenn auf dem Etikett steht es hätte keines, der manche Männer anregt und andere ab törnt, es gibt nur sehr wenige, mit denen es egal ist.)

Wenn dieses Sekret zum Problem wird und du kein Mineralöl verwenden willst, kannst du es mit einem feuchten Tuch oder mit deiner Zunge entfernen. (Das ist eine gute Gelegenheit zu erklären, warum ich so wenig zum Thema Fellatio zu sagen habe: Ich betrachte Fellatio als nur für wenige, spezielle Zwecke hilfreich, so wie eben halb getrocknetes, männliches Sekret zu entfernen oder eine Erektion zu bewirken. Ansonsten vermeide ich es, weil es die Kommunikation einschränkt, du kannst nicht sprechen, du kannst das Gesicht deines Liebhabers nicht sehen, und er deines nicht, du hast noch nicht einmal eine gute Aussicht auf seinen Schwanz.)

Meine dritte Technik um mit der Hand einen Orgasmus zu bewirken, ist die am wenigsten verlässliche. Sie funktioniert nur an einem Mann, der sehr „spitz“ ist und auf dem Rücken liegt, hat aber zwei Vorteile. Der eine ist, dass sie Klebrigkeit seines trocknenden Schmiermittels nicht zum Hindernis wird. Ich reibe dabei mit meiner Handfläche über das Frenum und die umliegenden Bereiche auf der Unterseite des Penis. Die Bewegung meiner Hand erfolgt dabei – natürlich- parallel zur Penis-Achse, nicht diagonal. Was diese Technik so reizvoll macht, ist dass durch die fehlende Führung des Penis dessen Reaktionen sichtbar sind. In Momenten besonderer Erregung nimmt seine Härte zu und er presst sich gegen meine Hand, was mich sehr belustigt und meinen Partner im gleichen Maße in Verlegenheit bringt, besonders wenn ich ihn deswegen hänsele. Und da haben wir sie wieder, die Schleife (oder auch „Schlinge“, wird später erklärt. Anmerkung des Übersetzers).

Sobald sich ein Mann dem Orgasmus nähert, zieht sich die Muskulatur in seinem Beckenboden zusammen und sein Schwanz wird steifer. Wenn ihm die Stimulation entzogen wird sobald sich das anbahnt, wird der Mann normalerweise, aber nicht immer, vom Rand des Orgasmus zurückrutschen, die Muskeln werden sich entspannen und sein Schwanz wird seine extreme Festigkeit verlieren und nur gewöhnlich hart werden. Wenn die Stimulation dennoch fortgesetzt wird beginnt der Orgasmus. Die Flüssigkeiten die in der Prostata und den Nebenhoden gespeichert sind werden in den oberen Bereich der Harnröhre gepresst. Der Mann fühlt ein innerliches Kribbeln und weiß dass er kommt, er wird gleich seinen Samenerguss haben und es gibt keine Möglichkeit mehr das zu verhindern. Der Samen beginnt in den unteren Bereich der Harnröhre zu laufen –der Bereich, der von der Peniswurzel zur Spitze verläuft. An einem gewissen Punkt entspannt sich die Muskulatur im Beckenboden für den Bruchteil einer Sekunde und löst die extreme Festigkeit des männlichen Penis. Dann zieht sie sich wieder zusammen und versetzt dabei der Harnröhre einen kräftigen Druck.
Sein Schwanz versteift sich wieder und spritzt gleichzeitig.

Das Pressen der Komponenten des Ejakulates in den Harnleiter hält an bis nichts mehr da ist oder bis die rhythmischen Kontraktionen der Muskulatur aufhören, je nachdem was zuerst eintritt. Die rhythmischen Kontraktionen der Muskulatur halten für einige wenige Spritzer an wenn die Stimulation sofort endet, oder bis die Stimulation entzogen wird (was nicht sein sollte bis der Vorrat an Flüssigkeit vollständig aufgebraucht ist) oder bis, in extremen Fällen, Erschöpfung einsetzt.
Die Krämpfe erfolgen im Abstand von vier Fünfteln einer Sekunde. Nach dem ersten Spritzer entspannt sich die Beckenbodenmuskulatur wieder, exakt vier Fünftel einer Sekunde nachdem sie sich zum ersten Mal entspannte, dann zieht sie sich wieder zusammen und das dritte Versteifen des Penis fällt mit dem zweiten Spritzer vier Fünftel einer Sekunde nach dem ersten zusammen.

Falls der Mann versucht hat nicht zu kommen, aber die Kontrolle verliert und fühlt, wie sich der obere Teil des Harnleiters zu füllen beginnt, kann er den Samenerguss nur so lange verzögern, wie er die Beckenbodenmuskulatur angespannt halten kann, um die erste kurze Entspannung zu verhindern. Das wird nicht besonders lange sein
Manchmal kann er das lange genug tun, so dass etwas Samen die komplette Länge des Harnleiters durchläuft und vor dem ersten Spritzer aus der Penisspitze herausläuft. Trotzdem bedeutet das keine starke Bemühung sich zurückzuhalten, es sei denn du weißt, dass das ungewöhnlich für diesen Mann ist. Sobald die Beckenbodenmuskulatur ihre erste kleine Pause nimmt, folgen die Krämpfe unkontrollierbar im Abstand von vier Fünfteln einer Sekunde einander. Der Mann kann den zweiten Spritzer nicht verzögern wie er es beim ersten kann.

Jeder dieser ersten, wenigen Spritzer verursachen dem Mann ein intensives, prickelndes Gefühl des Behagens. Es spielt keine Rolle wie verzweifelt er versucht haben mag nicht zu kommen oder warum, er wird trotzdem dieses prickelnde Gefühl mit jedem Spritzer erleben. Und (außer er ist sowohl ungewöhnlich gehemmt als auch in der Position fortgesetzte Stimulation zu verhindern), sobald der erste Spritzer ihn überwältigt hat, kann er nichts mehr dagegen tun, sondern will den Rest herauspumpen. Auch das passiert unabhängig davon wie verzweifelt er versucht haben mag nicht zu kommen oder warum.
Das heißt, er hat sich selbst in Schwulitäten gebracht wie dieser Junge in Maryland, aber er hat mehr Erfahrung.

Er weiß, was geschehen könnte und fixiert die Bestimmtheit die Kontrolle zu behalten in seinem Bewusstsein, um sich ein Mindestmaß an Würde zu bewahren. Zuerst versucht er nicht zu kommen und natürlich scheitert er. Als sich sein Schwanz versteift und er das Prickeln spürt. beschließt er einen möglichst unbeteiligten Ausdruck aufzusetzen und so ruhig wie möglich zu bleiben während er seinen Samenerguss hat. Mit dem ersten Strahl jedoch ist sein Vorsatz ausgelöscht. Er krümmt seinen Rücken und streckt seine Hüften nach oben, überwältigt von der versessenen Begierde zu tun was er muss, egal wie unangenehm oder peinlich ihm das ist. Diese Begierde ist unabhängig vom Reflex des Zusammenziehens seiner Muskeln zur Ejakulation und unabhängig vom Vergnügen bei jedem Strahl. Es ergreift vollständigen Besitz von ihm, eine Urkraft die länger existiert als Pelz oder Federn, die aber immer noch in ihm ist und daher aufrichtiger ist als die komplexe Persönlichkeit, die sie verdrängt.

Nicht nur, dass der Versuch des Manns seinen Orgasmus zurück zu halten dessen Intensität nicht vermindert, es macht ihn tatsächlich noch intensiver. Es ist wie einen größeren Damm zu bauen. Wenn der schließlich bricht, wird alles was den Wassermassen im Weg ist, verwüstet. Wen ein Mann sich einen Orgasmus gewünscht hat, so wie er eine juckende Stelle kratzt, wird dieser sich auf wenig mehr als ein „Niesen“ in seinem Penis belaufen. Ein Orgasmus dem er versucht hat zu widerstehen, wird ihn überwältigen. Sein kompletter Körper wird beben, seine Gefühle werden überschnappen, sein Verstand wird weggewischt sein. Das muss man erlebt haben!

An einem bestimmten Punkt im Verlaufe des Orgasmus eines Manns, werden die Flüssigkeiten nicht mehr in den Harnleiter gepresst. Bei manchen Männern beendet das den Prozess des Samenergusses und die fortgeführte Stimulation des Frenum und der Corona hat wenig oder keinen Effekt. Bei den meisten allerdings bringt das nur das dringende Bedürfnis den Prozess der Ejakulation zu beenden und die fortgesetzte Stimulation lässt die reflexartigen Krämpfe weiter gehen, begleitet von einem Gefühl der Verzweiflung ob der Unfähigkeit sie zu stoppen.

Wenige Frauen haben die Gelegenheit, dieses Phänomen bei einem Mann zu beobachten. Ein Mann, dessen Orgasmus lange genug gedauert hat, ist normalerweise in der Position die Stimulation zu beenden ohne seine Partnerin seine Verwundbarkeit bemerken zu lassen.
Manche Männer hingegen werden so empfindlich, dass, wenn sie vögeln, sie ihren Penis sofort nach dem Samenerguss herausziehen müssen. Der fortgesetzte Druck der Scheidenwände auf das Frenum und die Corona, sogar völlig ohne jede Bewegung, ist unerträglich. Falls du einen solchen Liebhaber hattest, hattest du die außergewöhnliche Gelegenheit, das männliche Bedürfnis den Penis vor verlängerter Stimulation zu schützen, zu beobachten, obwohl er nie erklärt haben dürfte was passiert ist. (Männer tendieren, wie wir gesehen haben, dazu ihre Verwundbarkeit zu verbergen, und es gibt manch einen Mann der dich eher in einem Gefühl von Verwirrung und Zurückweisung zurücklässt, ob seiner Eile etwas Abstand zu dir zu bekommen, als dir zu offen zu sagen, dass sein Schwanz zu empfindlich ist, um ihn in deiner Schnecke zu belassen.)

Die meisten Männer werden nicht ganz so empfindlich, aber fortgesetzte, aktive Stimulation des Frenums und der Corona verursachen ihnen Qualen. Du wirst das beobachten, wenn du auf ihm sitzend einen Mann vögelst, seine Handgelenke festhältst, deine Scheidenmuskulatur anspannst und fortfährst ihn zu stoßen nachdem er gekommen ist, oder wenn du seine Arme festbindest, so wie ich es mit Patricks Armen getan habe und fortfährst das Frenum und die Corona mit deinen Händen zu reiben nachdem der Ausstoß von Flüssigkeit beendet ist.

Wenn du deinen Mann in diesem Zustand halten willst -und ich empfehle, dass du das tust, zumindest gelegentlich – gibt es vier Dinge die du wissen solltest.
Erstens: Es kann keinen Schaden anrichten. Die Qual fortgeführter Stimulation ist kein richtiger Schmerz (obwohl manche Männer es so nennen) und es verursacht keine Schädigung am Gewebe, noch nicht einmal vorübergehend.
Zweitens: Wenn du aufhörst, enden die Qualen deines Partners augenblicklich. Wenn du aufhörst, sogar nur für ein paar Sekunden, enden die Krämpfe auch. Wenn du die Stimulation wieder aufnimmst, wird das wenig oder keinen Effekt mehr haben, also mach keine Pause bis du sicher bist, dass du fertig bist.

Drittens: muss die Stimulation, die du verabreichst spezifisch am Frenum und der Corona geschehen. Die Nervenenden an diesen Stellen sind die einzigen, die verlässlich die Fortsetzung der ejakulatorischen Krämpfe erzwingen, wenn du nur den Schaft „melkst“ werden die Krämpfe enden, sobald der Vorrat an Flüssigkeit erschöpft ist. (Wenn dein Mann eine Ausnahme ist, toll! Aber du kannst nicht davon ausgehen.)
Viertens: wird dir der Schwanz deines Mannes selbst einige Hilfestellung geben. Du kannst die anhaltenden Krämpfe spüren und das benutzen, die Bewegung deiner Hände zu „timen“, was zu einer wesentlich effektiveren Stimulation führt als nur ein zufälliger Takt. Und für die Zeit in der du seine Krämpfe anhalten lässt, wird der Prozess des Abschwellens verzögert, was dir genug Widerstandsfläche gibt, gegen die du reiben kannst. Normalerweise kannst du ihn sogar weiter vögeln, wenn du deinem Partner verweigerst, sich herauszuziehen.


Für eine Zeit lang, nachdem ein Mann einen Orgasmus hatte, ist er körperlich nicht mehr in der Lage auf sexuelle Stimulation zu reagieren. Dieser Zeitraumes variiert dabei von Mann zu Mann und ist nicht immer gleich, nicht einmal bei ein und demselben Mann. Er tendiert dazu bei jüngeren Männern kürzer zu sein und reicht von Sekunden bis zu Stunden. Nach meiner Erfahrung sind fünf bis zwanzig Minuten typisch. Während dieser Zeit hat ein Mann keinerlei sexuelles Verlangen und wird wahrscheinlich jeden Versuch, ihn zu stimulieren, unangenehm finden, sowohl körperlich als auch emotional.

An diese Refraktärphase (Erholungsphase) schließt sich ein Zeitraum an, während dessen eine Erektion körperlich zwar wieder möglich ist, eine Stimulation aber wahrscheinlich noch als Belästigung wahrgenommen wird. Der Mann will einfach keinen Sex. Selbst wenn er festgebunden ist und Dich normalerweise unwiderstehlich findet, wirst du möglicherweise nicht in der Lage sein, ihn kommen zu lassen. Wenn er nicht festgebunden ist und du entsprechende Vorstöße unternimmst, wird er wahrscheinlich einen schweren Anfall von Versagensängsten entwickeln

Er wird sich Sorgen machen, dass deine weitere Akzeptanz seiner Person von der Erfüllung deiner sexuellen Forderungen in diesem Moment abhängt, und dass, da er nicht „spitz“ ist, er versagen wird. Diese Sorge tötet jegliche Fähigkeit zu reagieren, die er gehabt haben mag. Vielleicht wird bricht er einen Streit vom Zaun, über irgendein belangloses Thema, um dich zurückweisen zu können, bevor er selbst als „sexuell unzulänglich“ zurückgewiesen wird.

Ich habe immer darauf geachtet, dass meine Liebhaber nicht in diesen unbefriedigenden Zustand verfallen.
Meine Methode ist einfach.
Ich versuche, nicht einen Mann zu erregen, der dafür
nicht bereit ist. Ich werde liebevoll sein, ich werde kuscheln, ich werde ihn wissen lassen, dass ich ihn liebe und dass ich seine Liebe für mich wertschätze. Aber ich werde nicht an seinen Brustwarzen lecken. Ich werde seinen Schwanz nicht ergreifen. Ich werde meine Schnecke nicht in sein Gesicht halten oder auch nur vorschlagen, dass er damit spielt. Ich werde nichts tun das ihm sagt, ich will jetzt Sex, solange bis ich weiß, er ist bereit dazu.

Meine Gründe gehen weiter als das Bedürfnis ihn vor Versagensängsten zu schützen.
Ich will, dass mein Liebhaber immer an Sex mit mir denkt, als etwas, wonach er sich sehnt.
Daher halte ich das „Angebot“ immer zumindest ein wenig geringer, als die „Nachfrage“.
Das hält ihn in einer Abhängigkeit mich zu begehren und es kommt ihm nicht in den Sinn, mich nicht zu begehren, obwohl ich weiß, dass es Zeiten gibt, in denen er das nicht tut.


Was würde passieren, wenn ich ihn z.B. dazu bringen wollte mich zu lecken, wenn er sexuell übersättigt ist? Er würde den Anblick, Geruch und Geschmack meiner Schnecke sozusagen objektiv erleben, als sexuell neutral.
Ich will aber nicht, dass das passiert. Ich will, dass er sich immer auf die Gelegenheit freut, mich zu sehen, zu riechen und zu schmecken und mich jedesmal aufreizend zu finden. Ich will ihm die Chance nicht geben, meine Schnecke objektiv zu sehen, weil ich nicht will, dass er sie objektiv wahrnimmt.


Die offensichtliche Frage dabei ist: Wozu ist es gut, einen Liebessklaven zu haben, wenn du ihn nicht benutzen kannst, wie es dir beliebt? Die einfache Antwort ist, dass ich ihn zwar benutzen könnte, wie es mir beliebt, aber die Beziehung wird besser laufen und länger andauern, wenn ich rücksichtsvoll, realistisch und vernünftig in meinen Anforderungen bin.

Die ausführlichere Antwort ist, dass die sexuelle Versklavung meines Partners mir erlaubt die Beziehung zu leiten, und ich kann sie besser leiten als er es könnte, gerade weil ich zu klug bin, um ihn ohne Rücksicht auf seine Gefühle zu benutzen. Einer der Gründe, weshalb ich für weibliche Vorherrschaft eintrete, ist, dass die meisten Frauen, denen die Gelegenheit dazu gegeben wird, ihre Beziehungen besser leiten als Männer das tun.
Wir Frauen haben einen ausgewogeneren Ansatz.
Wir sind aufmerksamer für die Bedürfnisse und Wünsche unserer Partner, ohne dabei unsere eigenen aus den Augen zu verlieren.
Meine Rücksicht für das Bedürfnis meines Liebhabers, sich vom Sex zu erholen ist ein Beispiel dafür. Wenn ich ihn sexuellen Anforderungen ausgesetzen würde, wenn er es braucht in Ruhe gelassen zu werden, würde er es übel nehmen, genau wie viele Frauen das ihnen ungelegene sexuelle Verlangen ihrer Männer übel nehmen.

Eine Beziehung, die von einer Frau kontrolliert wird, die es aber versäumt auf die Bedürfnisse ihres Mannes einzugehen, wird sich rasch in den gleichen, tiefen Zustand des Elends verschlechtern, wie eine Beziehung es tut, die von einem Mann kontrolliert wird.


Mit der Macht kommt die Verantwortung.
Unweigerlich.


© by permission of Georgeann Cross 1997 - Sexual Power for Women
Übersetzt von 'Rick'- Vielen Dank für diese gute Übersetzung!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Obwohl es in erster Linie wie eine medizinische Abhandlung aussieht möchte ich doch empfehlen, die Texte von Frau Cross als sehr seriös zu betrachten. Sie erklärt uns Männern, wieso und warum die Sexualgefühle mit unseren körperlichen Wünschen zusammen hängen und warum Körper und Geist unzertrennbar sind. Sie stösst hier vor auf die ganzheitliche Medizin, welche den Zusammenhang zwischen Körper und Geist als wichtigsten Faktor betrachtet.

Natürlich kann man sagen, es interessiert mich nicht, wichtig ist dass Samen fliesst. Und trotzdem sollte man sich Gedanken hierüber machen.
Die Prostata ist ein wichtiger Faktor im Sexualbereich. Seien Sie dankbar, wenn Ihre Prostata im fortgeschritteneren Alter noch gut funktioniert. Ich habe einige Freunde, die ihre Prostata schon verlieren mussten. Vor allem im dem Bereich der Sexualität ist das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist ungemein wichtig. Bitte, Achatz, wenn Du möchtest, leite meine Ansicht an Frau Cross weiter. Ich denke mancheiner kann froh sein, sie gelesen zu haben.

Mit liebem Gruss Richard

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank an der Stelle für den Aufwand der Übersetzung, damit Interessierte wie wir, die Vorbilder aus der Theorie in die lebendige Form münzen können, verbunden mit einem sonnigen Gruß vom Osterurlaub in der Schweiz – sendet wieder mal Roswitha. Weil ich gerade Zeit und Lust habe, nutze ich die Gelegenheit für einen vielleicht längeren Kommentar:
Diese Übersetzungen über die männliche Sexualität haben ja beinahe wissenschaftlichen Charakter. Sie erklären wirklich sehr tiefgehend, wie man einen Mann nicht nur sexuell aufwühlen, sondern ihn regelrecht manipulieren kann. Ich meine allerdings jeder Mann hat individuell seine ganz persönlichen Reizzonen und erregt sich an den für ihn speziell wirksamen Phantasien. Deshalb gibt es wohl kein Patentrezept, wie man einen Mann sofort schussbereit in Fahrt bringt. Freilich sind gewisse Handgriffe und Fertigkeiten für jede Frau grundsätzlich hilfreich und es ist gut, wenn man entsprechende Kenntnisse hat, wo man am besten hinfasst, damit das Ergebnis möglichst Erfolg versprechend ist. Man bekommt im Leben ja alles gelehrt, eines jedoch nicht: wie man guten Sex macht. Und das will doch jede Frau für sich beanspruchen, ihren Liebsten rundum bestmöglich zu befriedigen. Nicht nur aus Liebe, sondern auch aus dem Selbstzweck heraus, dass man sein eigenes Ego bestätigt und der Mann nicht nach anderen (besseren) Frauen trachtet. Die gängigen Sexratgeber sind meist im Stil einer Gebrauchsanleitung für einen Wasserkocher geschrieben und meiner Meinung nach unbrauchbar.

Die Sexualität des Mannes zu erforschen und letztendlich bis ins kleinste Geheimnis zu kennen ist schon für eine normale Partnerschaft bzw. Ehe von existentieller Bedeutung. Das trifft noch mehr und für mich ganz besonders für eine weiblich dominierte Ehe zu. Hier sind die Wurzeln und der Ausgangspunkt des späteren Beziehungsgeflechtes einer Femdom-Ehe. Wo kann oder muss ich als Frau ansetzen, damit die gewünschte feminine Dominanz sofort und spürbar wirkt.

Aber wie kann ich den Mann in seiner Sexualität durchschauen, damit ich die richtigen Hebel in Bewegung setze und mich wie Gift in sein Gehirn schleiche. Viele Männer schweigen sich darüber aus und führen lieber ein Doppelleben. In diesem höchst persönlichen Freiraum stillen wohl viele verdeckt jene sexuellen Gelüste, die sie meinen vor ihrer Partnerin verbergen zu müssen. Ich glaube nicht, wie ich es hier irgendwo gelesen habe, wonach sich alle Männer mehrfach am Tag selbst befriedigen, oder bzw. jeden Tag. Das ist sicherlich nicht die Realität. Fest steht, sie tun es ab der Pubertät und sie tun es wohl auch noch wenn sie eine Partnerin haben und längst verheiratet sind, mehr oder weniger, manche vielleicht gar nicht mehr. Wer weiß das schon so genau. Es ist ein Tabuthema und es hat wohl noch immer so einen unterschwelligen Verbotscharakter. Das Onanieren des Mannes zählt gewiss zum üblichen Verhaltensmuster des besagten Doppellebens neben anderen Aktivitäten. Mancher Gemahl geht wohl heimlich ins Bordell, andere gehen während der Mittagspause in den Sexshop Heftchen schauen und auch auf Dienstreise im Hotel schauen die einsamen Männer natürlich ausgehungert den Pornokanal vor dem Einschlafen. Das alles hinter dem Rücken der gutgläubigen Frau. Seitdem ich mich mit Femdom auseinandersetze, habe ich mir mein Bild davon gemacht. Die Triebhaftigkeit steuert dieses Doppelleben und die vermeintlich braven, tugendreinen Bieder- und Mustermänner haben es faustdick hinter den Ohren. Getrieben von der Fleischeslust, genährt von selbst gesponnenen Phantasien befriedigen sie sich in aller Heimlichkeit vorbei am Schoß der eigenen Frau. Die wiederum gibt sich mit der gekünstelten Pflichtübung zufrieden und müht sich mit Leibeskräften ab, um die Müdigkeit des Gatten in erotische Höhenflüge zu verwandeln. Sie hat keine Chance, denn sie bekommt lediglich die längst verpuffte Lust zu spüren und hinterher sagt ihr der Mann noch heuchlerisch, wie wunderbar sie war. Ich kenne diese Geschichten von Freundinnen und von Kolleginnen zuhauf. Wie bin ich froh, mit Manfred vor Jahren einen anderen Weg gegangen zu sein.
Ein besonders düsteres Doppelleben führen vermutlich die unterwürfigen Männer, ähnlich wie die Heimlichkeit bei der Homosexualität. Ich habe das in meiner Lebensgeschichte mit meinem Mann Manfred erst allmählich begriffen. Er konnte seine devote Veranlagung nicht besiegen. Ich musste lernen, wie machtlos man(n) als triebgesteuerter Mann gegenüber den Reizen der Frauen ist und wie abhängig sein Glück von weiblicher Gunst und Zuwendung ist. Auch er führte anfangs ein Doppelleben neben mir. Ich reagierte lange nicht, bis mir irgendwann der Kragen platzte. Manfred schaute heimlich Magazine und vor allem Videos, später DVD’s mit Dominafilmen. Mit dem Internet kam heimliches Pornosurfen dazu. Ich wusste spätestens ab da von seiner Neigung aber wehrte mich standhaft, mich mit dem „Schweinkram“ auseinander zu setzen. Vielleicht wollte ich es nicht wahr haben. Es war ein Leidensweg, den ich mir selbst erschwerte, anstatt die von ihm so sehnsüchtig erwünschte weibliche Herrschaft ganz selbstverständlich zu leben. Ich war zutiefst eifersüchtig auf seine Sexualität und dachte nicht daran, die Sache buchstäblich selbst in die Hand zu nehmen. Dabei ist es doch der viel einfachere Weg aus bekannten vertrauten Sachverhalten etwas zu entwickeln, als sich eigene Experimente auszudenken. Sicher, es sind sehr spezielle und gewiss übersteigerte Vorstellungen, wenn ein Mann sich nach unbarmherziger Strenge und autoritärer Erziehung von seiner in hochherrschaftlicher Eleganz schwelgenden Ehefrau ersehnt. Das ist keine normale Freizeitbeschäftigung mit dem Mann Nachhilfestunden mit Rohrstock oder Reitgerte abzuhalten oder ihn für Belanglosigkeiten spontan übers Knie zu legen. Im Nachhinein muss ich jedoch heute ganz ehrlich sagen, welch großartiges Geschenk die Veranlagung meines Mannes für unser gemeinsames Lebens- und Liebesglück geworden ist.
Die dominante Seite hat mir letztendlich die vormals verwehrte Tür zu seiner Sexualität geöffnet. Manfred selbst hatte zu Beginn immerzu gesagt, er möchte die devote Haltung auch in den Alltag übernehmen und nur mit Aussagen gestützt, die ich bereits wusste - alles so wischi waschi - also nichts konkretes. Eines Tages habe ich ihm eine Aufgabe gegeben, mir eine Liste mit seinen geheimsten Träumen und Wünschen, Sachen die er weniger mag, oder die absolut tabu für ihn sind, zu erstellen. Nun wurde die Sache schon klarer. Seine heimliche Vorstellung konnte mir zu einem schlüssigen Konzept verhelfen, wie unsere Femdom-Ehe ausgestaltet werden konnte. Gewiss nicht als gestiefelte Domina in Lack und Leder, stattdessen als ein rassiges resolutes Eheweib, Typ verwöhnte und anspruchsvolle Madame, diabolisch und konsequent in der Strenge. Das ist eine vitale und auffällige Weiblichkeit, die sich als forsch, stark und durchsetzungsstark erweist. Freilich auch warmherzig und gütig, schließlich darf als Kontrast zu der spröden unbarmherzigen Distanz auch die liebevolle Ehefrau nicht verschwinden. Das normale Leben muss ja weitergehen. Um sich der Sexualität des Mannes zu nähern und sich letztendlich ihr zu bemächtigen, musste ich selbst die Herausforderung annehmen und die Zauberfee werden, die seine Phantasien beherrscht. Gleichzeitig musste das Versteckspiel aufhören, jenes Doppelleben, und Manfred sollte sich nur noch mit mir sexuell beschäftigen. Gleichwohl, bei Femdom handelt es sich nicht nur um harmlose Inhalte.
Es brauchte eine Festigkeit der Frau, von mir, in allen Belangen. Also sagte ich zu mir, stehe aufrecht, wie die Bäume, sei stark, wie die Berge, und sanft wie der Frühlingswind. Ich begann mich mit gefasstem Vorsatz und Überzeugung nach seiner „sexuellen Verwundbarkeit“ zu verändern, was meine äußerliche Erscheinung betraf. Das Thema extrem hochhackige Schuhe, enge Röcke, Spitzenwäsche, Nylons und derlei Extravaganzen rückten in den Vordergrund. Alles das, was man zuvor als sexistischen Männerkram eifersüchtig verteufelte, wurde zu wichtigen Verbündeten und nicht länger kategorisch abgelehnt. Ganz im Gegenteil, es wurde ein täglicher Dresscode daraus. Zumindest stets in seiner Gegenwart als Dame des Hauses (12 cm Absätze im Büro ging nicht, Hin- und Rückweg und die kurzen Wege zu Hause – das sehr wohl, das gehörte nun zu mir und ich fand es auch todschick). Die täglichen Wege mit Manfred zusammen erfuhren somit eine stetige Brisanz. Insoweit ist die Bezeichnung Schlinge oder Schlaufe in den Übersetzungen ein wunderbar treffender Ausdruck. Ich hatte es immer als Teufelskreis bezeichnet. Wenn man einmal die Sexualität des Mannes erforscht hat und sie sich zunutze macht, kommt der Mann aus diesem tückischen Kreislauf nicht mehr heraus. Es ist in der Tat wie eine Schlinge, wie bei einem jungen Pferd, dem das Lasso um den Hals geworfen wird damit es gezähmt und schließlich dressiert werden kann. Femdom funktioniert genau auf diese Art. Es ist eine Männerdressur, nichts anderes.
Mit dem Wissen über seine Triebhaftigkeit war es im Grunde genommen nicht mehr schwer, Situationen zu schaffen und diese in den Alltag hinein zu inszenieren, die ihm damals meine neue Position als seine Gebieterin authentisch werden ließ. Weil ich als die nun leibhaftig gewordene dominante Zauberfee, in persona seiner Ehefrau, Manfred immer einen Schritt voraus war, hatte ich sofort das Gefühl, die Situation zu beherrschen und sie bzw. den Mann steuern zu können, ein Gefühl, welches er ohnehin besonders liebt. In erster Linie wenn ich ihn mit strengen Worten zutexte und anleite.
Weibliche Dominanz setzt bei der Verwundbarkeit des Mannes an, wo es ihm peinlich ist und es hebelt das Versteckspiel auf beschämende Weise für ihn auf. Dominieren hieß deshalb in erster Linie, ihn mit Worten entlarven, Strenge durch Sprache. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, das ist nicht irgendein geistloser Dirty Talk, sondern sehr bewusstes tief gehendes Ansprechen der individuellen Schwächen des Mannes. Spitzfindigkeiten werden breit getreten mit einer bewusst spröden, liebevollen Kaltschnäuzigkeit. Ich gehe freudlos um mit seiner Triebhaftigkeit, als wäre es eine Ungezogenheit, eine Frechheit und ein persönlicher Makel, den ich keinesfalls dulden kann. Dabei bin ich nun das raffinierte Luder, das die Triebhaftigkeit nährt und immerzu füttert, die Schwächen gnadenlos und pausenlos nutze, schließlich weiß ich über meinen Mann Bescheid. Manfred geht mir verlässlich und instinktiv in die Falle. Wenn ich eine Reaktion feststelle, weil er einfach wie magnetisiert auf spezielle weibliche Reize anspricht, zieht sich die Schlinge zu, die ihn zum bekennenden lüsternen Büßer abstempelt. So ist und wird er immerzu leicht straffällig auf die immerzu gleichen Lock- und Fangmittel, von A wie Ausschnitt bis Z wie Zehennagellack. Da genügt tagsüber ein kurzer Rock, ein kurzes Kleidchen, ein Paar super hohe Pumps, dazu ein bisschen Spitzenwäsche mit feinen Strümpfen…. Manfred ist schon deshalb in größter Verlegenheit, weil ich seine manischen Vorlieben kenne, seine Besessenheit nach Straps und Highheels etc. Das gilt im Prinzip Tag und Nacht, das ganze Jahr. Doch das tut seinen Untugenden und Lasterhaftigkeiten keinen Abbruch. Manfred ist ständig auf Entdeckungsreise und begeht dabei eben seine kleineren und größeren Sünden.
Ja, ich gehe ihm gegenüber freudlos um mit seiner Sexualität, lasse ihm seine lüsterne Ungezogenheit und alle erdenklichen Nebenerscheinungen spüren. Meine Strenge ist eine real existente und somit unangenehme Angelegenheit für ihn. Ich tue so, als wäre es eine unerfreuliche Notwendigkeit, ihm seine Flausen auszutreiben. Freudlos ist mein Tonfall, meine Sprache, ab da, wo ich weiß dass Manfred meine Reize wahrgenommen hat und nicht widerstehen kann. Wenn ich ihn bei irgendwas ertappe, seine heimlichen Blicke spüre, reagiere ich gereizt und giftig. Seine wunden Stellen werden also mit brennender Schärfe zunächst mündlich behandelt. Femdom ist in erster Linie auch, sich um seine Triebhaftigkeit zu kümmern, sich seiner sexuellen Gefühle anzunehmen, ob gütig oder wenn nötig auch auf resolute und drastische Art und Weise. Manfred ist darin das unvollkommene, ich nenne es sogar lümmelhafte Objekt, ein unreifer Knabe, während ich als hochmoralisches Wesen auftrete und deshalb legitimiert bin, den Erziehungsauftrag über meinem Mann zu vollziehen. Dieser Wunsch nach Erziehung stammt so letztendlich von Manfred selbst und er basiert wiederum in seiner eigenen Triebhaftigkeit. Dieser Wunsch nach Strenge ist im gleichen Maß so stark, wie seine teilweise zügellose Lüsternheit nach weiblichen Reizen. Dabei ist die Sehnsucht so beherrschend, dass sie sogar den Schmerz beinhaltet und er mir in seiner Unterwerfung seinen Körper anvertraut, damit ich ihn züchtige. Selbst da schließt sich dann auch wieder der besagte Kreis (oder die Schlinge), weil es gleichermaßen peinlich wie erregend für ihn ist, wenn ich auf die besagt freudlose Art mit seiner sexuellen Begierde umspringe und ihn notgedrungen erziehen muss. Er liefert sich mir aus, legt mir damit seine Verwundbarkeiten vor die Füße und erhofft sich von seiner intimsten Vertrauten eine dauerhafte Erziehungstherapie, damit er sich bessert und ich ihn dafür sexuell beglücke. Meinen strengen Maßnahmen opfert er sich mit tiefer Scham und hofft am Ende dennoch abspritzen zu dürfen, denn diese Strenge ist für ihn phänomenal erregend.
Für mich war es deshalb schon immer klar, dass es ihm peinlich sein musste, vor den Augen der eigenen Frau masturbieren zu müssen (ich habe darüber geschrieben und kritische Kommentare von Männern erhalten, wie demütigend dieser Vorgang doch ist – war die Heimlichkeit nicht auch demütigend für mich). Klar - wie peinlich, wenn die eigene Frau nun auch das noch weiß, wie er ist, wenn er onaniert, wie er außer Rand und Band gerät, wenn sich der Samenerguss ankündigt, ihn zu beobachten während ihm der Samen heraus spritzt. Welch vermeintlich freudlose Vorführung für mich, weil ich dieser Selbstbefleckung, wie es früher hieß, natürlich mehr als kritisch gegenüberstehe und es als seine „Erziehungsberechtigte“ als verwerfliche Schandtat verurteile. Und welch in der Tat beschämende Demonstration männlicher Lust für ihn, als Ausfluss der übermannenden Unbeherrschtheit, der er sich seit seiner Pubertät ergeben hat. Aber welch pikante und prickelnde Situation zwischen Ehegatte und Ehefrau im Rahmen einer erzieherischen Zusammenkunft. Das letzte sexuelle Geheimnis wird der Frau offenbart. Er muss es gehorsam vorführen, weil die Folge von Ungehorsam fatal wäre. Befehl ist Befehl, anders funktioniert Femdom nicht. Den Mann dabei zu sehen es ist wieder eine weitere grandiose Information für das Wissen der Frau über seine Sexualität. In der Folge jedoch ebenso ein Grund mehr, dem Mann zu drohen oder ihn zu bestrafen, auch wenn der Anlass dieser Lust von den eigenen und höchst persönlich dargebotenen weiblichen Reizen stammt. Der wahre Triumph der Frau hingegen ist das Resultat, einen Mann so erregen zu können, dass er sich notgedrungen seiner Lust erleichtern muss, weil sie ihn soweit bringt. Gleichwohl ist diese Erregung ein wunderer Anlass für ein Verbot, dieses Onanieren als größte Unverschämtheit, zur ehelichen Straftat gleich einem Seitensprung zu erheben, die schlimmste Rohrstockhiebe erwarten lassen. Vollstreckt von der provozierend reizvollen Ehefrau in einer zartbitter zelebrierten Lektion. Da sie selbst dieses Kapitel seiner Lustbefriedigung nun kennt, kann es immerzu als Anfangsverdacht sexueller Heimlichkeiten herangezogen werden. Die Frage danach ist dem Mann ewig peinlich. So wie früher können nun dem Flegel mit einer konsequenten Rohrstockzüchtigung die Flausen ausgetrieben werden (sicher nicht mit Phantasiezahlen an Hieben, die mancher glaubt aushalten zu können, nur weil er ein ausgewachsener Mann ist). Den glühenden Hintern gibt es nicht nur als Sanktion für Getanes, sondern auch vorbeugend. Aus der Erinnerung soll er sich bereits hüten, sich jemals wieder heimlich zu befriedigen. Und schon der leiseste Verdacht ist strafbar. Nicht nur das. Das Verbot umfasst viel mehr und die weiblichen Reize werden durch das Verbot für den Mann noch interessanter als je zuvor. Die Scham verstärkt den Drang verbotenes zu tun und die Erinnerung an die Hiebe, oder allein die Drohung, hindern ihn – vielleicht. Wenn die Schlaufe einmal zugezogen ist, kann man über den Mann die sexuelle Kontrolle erfolgreich ausüben. Nur noch ich die eigene Gattin ist ermächtigt, sich mit der Sexualität des Mannes zu befassen. Nur mir also ist es vorbehalten, ihn an seinen intimsten Stellen anzufassen, zu erregen, zu erlösen. Die totale Überwachung und Bevormundung also. Manfred musste und muss sich bis heute mir anvertrauen, ob ihm das schmeckt oder nicht. Der Mann hat rasch diese ausweglose Schlinge um den Hals, wo er sich mit seinen Schwächen vertrauensvoll der Frau offenbart. Ab der Einführung meiner Dominanz kam bald das Instrument des intimen Verhöres dazu, wo sich Manfred mir noch weiter als bekannt offenbarte und meiner innerehelichen Untersuchung Rede und Antwort stehen musste. Es gibt für den Mann außer Flucht keinen Ausweg mehr, wenn man als Frau diese sexuellen Verwundbarkeiten erforscht hat. Einer wie Manfred, der sich die autoritäre Unterwerfung ersehnt, will trotz der Scham, dass die Frau über sein Innenleben genau Bescheid weiß und ebenso genau mit diesen für ihn schmachvollen Schwachstellen umgeht, sie aufrührt und treuhänderisch behandelt. Ich kann ihn dadurch bloß stellen, nahezu blamieren in seiner Triebhaftigkeit, ihn schlimmer verletzen als irgendwas – wenn ich wollte. Hier bewegt man sich meiner Meinung genau an der Grenze zwischen dem Erträglichen und der höchsten Lust und steht am Scheideweg von Erniedrigung und größtem Vertrauen.
Nun mag so mancher einwerfen, im heutigen Zeitalter von tabuloser Pornografie allerorten jederzeit und ausschweifenden Swingerclubs, wäre das Masturbieren in Gegenwart vor jemand anderen gewiss nichts Ungewöhnliches mehr, egal ob sich eine Frau oder ein Kerl oder beide voreinander selbst befriedigen. Das mag sein. Doch was bleibt denn den Leuten mit der allzu freizügigen Sexualität an menschlicher Intimität. Was bleibt noch an persönlichen Geheimnissen, die man zur Lust benötigt. Nichts bleibt.
Bei einem unterwürfigen Mann hat dieser Bereich der persönlichen Sexualität zum Glück einen enorm hohen Schutzfaktor. Und mir, der dominant gewünschten Frau ist es vorbehalten, diese Geheimnisse lustvoll aufzudecken und mit der ersehnten Strenge Glücksmomente zu schaffen. Gerade in diese persönlichen Tabuzonen vorzudringen macht Lust am Dominieren. Wissen heißt Macht, dieser Grundsatz ist bei einer Femdom-Ehe mehr denn je zum Leitsatz geworden. Schon bevor ich mich anschickte, irgendetwas in der Richtung zu unternehmen, versuchte ich meinen Mann gründlich zu durchleuchten, welche Dinge in seiner Sexualität überhaupt vorkommen, wie sie verstrickt und verwoben sind und wie sich nach außen hin offenbaren, oder im Geheimen stattfinden. Manfreds Doppelleben mit dem Wunsch nach weiblicher Dominanz musste zu einem gemeinsamen Leben mit mir werden, oder schlimmstenfalls beendet werden. Da letzteres nicht möglich war, machte ich mich daran, den Wandel zu einzuleiten. Nach der Analyse folgte meine Metamorphose. Als Antwort auf die gewonnenen Erkenntnisse, strickte ich nun das Seil für die Schlinge, wie Georgeann Cross, es so treffend bezeichnet. Manfred wurde davon bereits verunsichert und kaschierte seine Verlegenheit mit einem unterdrückten Freudegefühl. Er wusste nicht so recht was er davon halten sollte, als ich mich plötzlich täglich aufdonnerte. Es schien ihm nicht geheuer zu sein, mich plötzlich auf hohen stählernen Stilettoabsätzen zu sehen, mich morgens und abends beim Hantieren mit Strapsen beobachten zu können und dergleichen mehr. Es war mir ein Vergnügen, ihn dabei stumm zu belauern, während ich die Schlinge auslegte. Mir kam es so vor, als fürchtete er sich regelrecht vor der bevorstehenden Erfüllung seines größten Lebenswunsches, weil er damit auch die Aufgabe seines Doppellebens und seiner geheimen sexuellen Aktivitäten verbunden sah. Ich ließ nicht mehr locker. Auch wenn es allein seine gewünschte Form unserer Ehe mit weiblicher Dominanz war, war ich nun die treibende Kraft. Je mehr ich über das Thema und insbesondere über Manfred in Erfahrung brachte, wuchs meine Dominanz auf natürliche Weise allein durch das „know how“. Da wusste Manfred noch gar nicht was ich vorhatte. Irgendwann ließ ich die Katze aus dem Sack und unterbreitete ihm meinen ohnehin unübersehbaren Entschluss, der ihm künftig mich als seine Herrin und Madame verhieß. Und das mit allen Konsequenzen. Gehorsam, Hausarbeiten, Erziehung, Manieren, Strafen, sexuelle Kontrolle. Dies alles akzeptierte er mit einem Gefühl aus Freude, Lust, Scham und Angst. Was mich betrifft, klingt das nun alles so einfach. Auch ich musste mich erst an die Rolle gewöhnen. Ich musste zunächst diesen freudlosen, autoritären Wesenszug in möglichst verträglichen Portionen in unser normales Eheleben einflechten. Schnell sah ich, dass sich mit dem Erhöhen der Distanz unvermutete Nähe erzeugen ließ. Immer mehr Wissen hieß Macht und die Macht machte mir zusehends Spaß. Meine eigene Unsicherheit kaschierte ich mit der Freudlosigkeit über sein abwartendes aber voyeuristisches Verhalten. „Hast du noch nie eine Frau in Strümpfen gesehen“ tadelte ich ihn schroff oder „Was schaust du so. Hast du so etwas noch nie gesehen?“ Insgeheim dachte ich jedoch, ich weiß doch wie sehr du meine Nylons liebst, mein lieber Manfred. Gleiches galt für meinen Busen, wie für alle meine bewusst zur Schau gestellten Reize. Mit derlei Redensarten überzog ich ihn immer häufiger und tadelte ihn für jegliche Zuwiderhandlungen, die gewiss kein Versehen waren. Manfred konnte vielleicht erahnen, was da noch alles kommt.
Bei meinen ersten Erziehungsstunden hielt ich ihm seine Sexualität wie einen persönlichen Makel vor. Weil jedes Lachen störend gewesen wäre, empfing ich Manfred anfangs immer am Fenster stehend und durch die Vorhänge hinaus auf die Straße blickend. „Zieh dich aus“ kam dann meine freudlose Aufforderung, wenn er das Zimmer betrat, ohne ihn dabei anzusehen. Manfred wusste, was die Stunde geschlagen hatte. Das war nicht ein normales Hühnchen, das ich mit ihm zu rupfen hatte, sondern der Beginn seiner gewünschten Dominanz. In meine Befehle steckte ich immerzu gleich gewisse Erwartungen und wenn Manfred sie nicht erfüllte, woher auch, hatte ich immer gleich einen Grund zur Strenge. So wie beim Ausziehen, wo ich verlangte, dass er alles ordentlich gefaltet auf einen Stuhl legt und die Unterhose oben auf. So ging es Schritt für Schritt immer weiter und unsere Femdom-Ehe nahm ihren Lauf. Die Schlaufe zog sich immer mehr zu, will heißen, die Erziehung wurde immer mehr ausgeweitet und vertieft. Manfred bekam das gewünschte Konzept einer weiblich dominierten Ehe und ist in der Schlaufe gefangen wie ein Tier in der Falle. Dieser Käfig ist zugleich sein Paradies. Sein Versteckspiel ist seit einigen Jahren aufgehoben und es ist nicht nur gut zu wissen, dass man als Frau immer am längeren Hebel sitzt, sondern auch wie man diese Macht nutzen kann. Das Doppelleben findet nun als unser gemeinsames Geheimnis statt, wo wir nach außen hin als ganz normales harmonisches Ehepaar gelten, während es innerhalb unserer vier Wände doch zu höchst sonderbaren Begegnungen und Ablaufen auf unseren täglichen gemeinsamen Wegen kommt. Manfred hat seine sexuellen Aktivitäten völlig ein meine Obhut gegeben und er muss sich kontrollieren lassen (sein leichter Widerstand wurde gebrochen, als es ihm peinlich war, wenn ich ihm beim Ejakulieren zuschaute). Durch sein Vorexerzieren seines Onanierens und anhand vieler Verhöre habe ich mir meine eigene Gewandtheit zugelegt, ihn rasch in Fahrt zu bringen, wobei es in meiner Entscheidung liegt, ob und wann er kommen darf. Es ist eine Sache des Verdienens, Nein gilt als Strafe und ein Ja heißt Belohnung. So weit ich weiß, dürfen die Kunden von unberührbaren professionellen Dominas am Ende der Quälerei ihren Samen auch „selbst holen“. Eine weitere zynische Variante, die ich recherchiert habe, ist die Prozedur „tease & denial. Wer es kennt, weiß, dass dabei der Mann aufgegeilt wird, sprich die Partnerin stimuliert ihn bis kurz vor dem Samenerguss und bricht dann, wo es am schönsten wäre, unvermittelt ab. Ich denke, in dem Moment könnte man einem Mann alles abnötigen, wenn nur die Hand weitermacht. Ich mag übrigens die Bezeichnung Schwanz nicht. Ich nehme das Wort nicht in den Mund und auch nicht das nach ihm benannte Körperteil. Als Herrin brauche ich mich mit dem Thema Blasen und den all den Techniken (Anatomie des Penis, Reizzonen) dazu - nicht - beschäftigen. Ich bestimme, was gemacht wird. Und Manfred akzeptiert es, dass ich an meinem Untergebenen keine derartigen sexuellen Dienste oral ableiste. Das wäre für meinen Rang und Manfred’s Respekt schädlich. Femdom ist schon eine gute Entscheidung gewesen. Feststeht aber für mich, dass Männer schon den Typ „erfahrene Frau“ besonders schätzen, also eine Partnerin, die in diesem Sinne psychisch und physisch gewandt und souverän mit dem Mann umgehen kann, mal rein das Bett betreffend.
Gerade morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen wurde mir vertraulich enthüllt, sei die beste Zeit in der die sexuellen Phantasien durch den Männerkopf geistern. Wenn man das weiß, kann man den Mann dabei wunderbar stimulieren und sozusagen nachhelfen. Die Hände unter das Gesäß befohlen hat Manfred mit mir so manche Fragestunde im Bett über sich ergehen lassen müssen. Die psychologischen Auslöser der männlichen Erektion zu erfahren, waren entscheidend für unser gemeinsames Sexleben. Sex beginnt nun mal im Kopf, da können noch so raffinierte Handgriffe oder die gezielte Stimulation erogener Zonen nicht so viel bewirken wie ein spezieller Impuls im Gehirn. Durch die erhaltenen Informationen war und ist es bis heute für mich eine wesentliche Erleichterung, bei Manfred die richtigen Knöpfe zu bedienen, um ihn spontan erregen zu können. Mit dem (zwangläufig) gewährten Einblick in seine Phantasiewelten lösten sich vielerlei Rätsel, die sich mir zur Thematik weibliche Dominanz gestellt hatten. Es erleichterte mir, die Initiative zu ergreifen, weil ich mir selbst ein Bild davon machen konnte, welche Filme in Manfreds Kopfkino abliefen. Ich hatte eine konkrete Vorstellung über seine ersehnte weibliche Dominanz mit allen Eigenarten, Charakter und Aussehen jenes speziellen Frauentyps, der ihn schon seit seiner Pubertät so maßlos erregte. Mit ein bisschen Gespür, kamen dann auch die Abläufe im Alltag dazu, wo er mir zu Diensten sein muss, die ganze Palette der Erziehung und Ausbildung zum Gehorsam bis hin zu den Strafaktionen. Zuvor war ich immer nur auf etwas Unbekanntes eifersüchtig und je weniger ich wusste, umso wütender hatte es mich gemacht. Es war nun kein unbekannter Gegner mehr, gegen den ich es aufnehmen wollte. Ich konnte mir vielerlei stilistische Dinge abschauen, so wie man sich früher von einer guten Freundin deren Frisur oder Modestil nachmachte. Sex ist der Klebstoff zwischen Mann und Frau, Rosi, so sagte schon meine Mutter, wenn ich fragte was das denn ist. Es war mir immer wichtig, mit dem Mann meines Lebens sexuell aktiv zu bleiben. Insoweit war mir Manfred’s Doppelleben ein Dorn im Auge. So entschied ich mich schließlich für Manfred, damit allerdings auch, den Stier bei den Hörnern zu packen und mich mit weiblicher Dominanz vollends vertraut zu machen. In meiner Lebensplanung war diese Form der Beziehung nie im Entferntesten vorhanden. Ich bin von Natur aus weder herrschsüchtig, noch quälerisch zu meinen Mitmenschen. Doch mir schien es auch nicht gerade beschwerlich, künftig einen Mann zu haben, der mir aus sexueller Begierde allerlei Bequemlichkeiten zuerkennt und mir dabei noch die Füße küsst. So stellte ich mich auf meine neue durchaus komfortable Stellung ein, das strenge Luxusweibchen zu werden, verbunden mit allen skurrilen sexuellen Ausschweifungen. Es waren sicher einige gewöhnungsbedürftige Umstände, wo ich mich nicht von heute auf morgen gleich wohl fühlen konnte. Wenn ich an die ersten Tage mit den immerzu mörderischen Absätzen denke, rebellierte ich innerlich, doch jedes Geschimpfe hätte meinem Unternehmen „Herrin“ geschadet. Andererseits mochte ich es ganz gern, ausgeflippt als Madame Cruella del Vil auf extremen Stöckelschuhen und mit Pelzkragen zu lustwandeln. Aber Übung macht den Meister und der Zweck heiligt allemal die Mittel, also was solls (vor ein paar Tagen saß ich in Karlsruhe im Zug und draußen am Bahnsteig ging stolz eine Frau in meinem Alter an den Waggons gegenüber entlang: schmales dunkelblaues Kostüm mit gewagtem Minirock und schwarze sicher 12cm hohe Pumps, fester Haarknoten und rote lange Krallen; der Typ aus dem Manfreds Träume sind – ich bewundere das mittlerweile und bin nahezu wie eine Doppelgängerin der Unbekannten mit einem anerkennenden Lächeln auf den Lippen im Abteil gesessen).
Mein Aufwand für meine überfeinerte Schönheit wuchs mit jedem Tag. Ab da, wo ich Manfred mein Vorhaben eröffnet hatte, kamen dann immer mehr Phasen und Situationen im Alltag, die meine radikale Änderung als Herrin im Haus verdeutlichten. Auch im Bett.
Ich habe durch das Ausforschen der männlichen Sexualität selbst meinen Genuss der sexuellen Befriedigung erst richtig erlernt, wenn ich Manfred sozusagen als Erfüllungsgehilfen benutze. Ich kann ihn heute zwischen meine Beine befehlen wie wenn ich ihn danach schicke, mir einen Tee zu kochen. Manfred ist von mir einigermaßen gut ausgebildet im Fach Cunnilingus. Übrigens auch eine empfehlenswerte Möglichkeit, Femdom anzuwenden. Wenn er mich bedient, wache ich wie eine Klavierlehrerin auf einen falschen Ton und wenn ich meine, dass etwas falsch war, gibt es nicht auf die Finger, sondern auf den Arsch. So lange bis er es kann. Überhaupt ist die gesamte Anatomie der weiblichen Sexualität ein wunderbares Anwendungsgebiet für meine Dominanz. Manfred ging bei mir sozusagen in die Lehre und weiß wo meine erogenen Zonen zu finden sind und wie ich es gerne liebkost oder berührt zu werden – doch nur auf Erlaubnis bzw. Anweisung und mit der anerzogenen Selbstbeherrschung. Wenn Blicke schon tabu sind, dann erst recht die Berührung. Wenn Manfred etwas nicht kann, dann ist es Disziplin. Er kann es nicht lassen. Im Gegensatz dazu habe ich jederzeit und uneingeschränkt Zugriff auf seinen Schambereich, besser gesagt seinen ganzen Körper, seine ganze männliche Anatomie. Sie zu kennen, ist ja auch für den Akt der körperlichen Züchtigung von größter Bedeutung.
So bewegen wir uns seit Jahren in dem Teufelskreislauf, wo Scham, Lust und Erregung, gepaart mit Strenge, Unterordnung und Gehorsam, aber auch mit unvergleichbar viel Liebe und Vertrauen rundum fließen. Unser Sexualleben bestimmt viel Alltägliches und so haben wir unseren eigenen kleinen Kosmos, der unsere gemeinsame Ehe unter einem sehr glücklichen Stern erstrahlen lässt.

Leider hat sich niemand in meinem Kommentar unter der Überschrift Probezeit getraut, die begonnene Handlung weiter bzw. zu Ende zu schreiben. Wäre echt neugierig gewesen, was andere aus der Situation gemacht hätten.

Gruß, Roswitha

Rick hat gesagt…

Richard,Du hast sicher Recht mit dem Zusammenhang zwischen Körper und Geist. Ich möchte aber auf einer technischeren Ebene argumentieren: Der Mensch kann komplexe Mechanismen nur dann ohne (unbeabsichtigte) Schäden für sich und den jeweiligen Mechanismus, nutzbringend für seine Zwecke verwenden, wenn er ihre Wirkungsweise und ihren Aufbau wenigstens einigermaßen kennt und verstanden hat.
Dss ist ein Grund dafür, dass mich der Text schon bei der Übersetzung fasziniert hat, zumal mir die geschilderten Zusammenhänge, zumindest in dieser Tiefe, selbst nicht so transparent waren Ich empfehle also allen sexuell interessierten Frauen (auch denen, die mit dem eigentlichen Thema dieses Blogs keine Berührung haben)die Lektüre dieses Kapitels.

Achatz hat gesagt…

Roswitha hat uns wieder jede Menge Lesestoff gegeben. Und es kommen, wie immer, auch wider jede Menge 12cm -heels vor- ihr Markenzeichen.
Es ist schon interessant, wie sehr sich Forschung und Medien zunächst nur auf das weibliche Sexualleben und - Verhalten gestürzt haben (Männer eben…), während 'man' vermied, das männliche Sexualverhalten weiter zu dokumentieren, eben, weil es den Männern Angst macht es zu präsentieren.

Nun, das wird jetzt wohl langsam aufgearbeitet. Und Macht wechselt entsprechend...
Amèlie meint, ich solle deshalb einmal hier schreiben, dass es für mich eine Qual ist, 'es' vor ihren Augen tun zu müssen; eine schlimme Strafe, die sie manchmal verlangt. Der Widerspruch zwischen dem Wesen, welches sich wehrt und der Ur- Sexualität, die nicht letztlich widerstehen kann, bewirkt die Peinlichkeit/ Blosstellung und besondere Intimität, die ihr Macht verleiht.
Ich fürchte dies besonders, einfach weil es sich so anfühlt, als wenn eine Maus unter den Blicken eines Adlers eine freie Fläche überqueren muss.
Auch wenn Roswithas Variante mit ihrem Manfred etwas von unserer Praxis differiert, so stimmt doch vieles im Grundsätzlichen überein.
Dass unsere Beziehung nicht ganz so konsequent ist, wie die von Manfred und Roswitha, liegt daran, meint Amèlie, dass sie -großzügig- darauf verzichtet, ALLES von mir wissen zu wollen. Sie verzichtet aus verschiedenen Gründen auf komplettes Monitoring, obwohl sie weiß, dass dies eigentlich erforderlich wär. Ein Grund ist ihre Bequemlichkeit. Aber: sie könnte das jederzeit ändern, meint sie, ich solle mich da nicht so sicher fühlen.

Dies dazu.

Danke für Eure Kommentare Richard und Roswitha!!

Achatz hat gesagt…

@Rick,
Danke!.. ja, auf jedenfall sind dies Texte, die für jede Beziehung gelten, nicht nur für die FemDom- Beziehungen. Es ist dringend Zeit, mehr über die paradoxen Zusammenhänge er erfahren. Erst dann kann man das Widersprüchliche z.B. 'im Mann', verstehen und .... sich zu nutze machen.

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz, ich wollte doch noch mal auf Deine Kommentierung reflektieren: Zum einen: Welch brillante Schlagfertigkeit von Amelie. Und zum anderen: welch entzückender Vergleich mit Maus und Adlerauge. Manfred und ich haben zusammen wohl wissend geschmunzelt. Ist es nicht wunderbar, wie herrlich ironisch man mit der Intimität des Mannes umgehen kann, wie machtvoll und doch liebevoll zugleich, weil man eingeweiht ist über sein sexuelles Befinden. Der Mann entfaltet erst in der Bindung an einer Herrin seine wahre Natur und es obliegt der Frau die Früchte zu ernten. Die Zerrissenheit des Mannes zwischen der schäumenden Lust und der quälenden Scham zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Liebeslust. Er taumelt hin und her voller Sehnsucht nach weiblicher Dominanz, die ihm vorgibt, und zwar strikt vorgibt, was er zu tun und zu unterlassen hat. Und wenn er nicht spurt, dann weiß er genau, was ihm blüht. Das klingt ziemlich hart für ein eheliches Zusammenleben, das über weite Strecken jedoch nicht anders ist als jede andere Ehe. Doch meine ziemlich straffe Führung und mein rigoroses Durchgreifen lassen mich für Manfred notfalls recht energisch erleben. Im Grunde genommen sind bei uns alle Tätigkeiten, das ganze Verhalten des lieben Gatten unter meiner ständigen Beobachtung und Aufsicht. Wie stellt er sich an, mein angetrauter Proband, macht er es gut oder schlecht. Natürlich gibt es dabei eben die ganz besonders delikaten Tätigkeiten und es macht mir Spaß, derlei prekäre Situationen immer wieder neu zu schaffen und mich dann innerlich zu weiden, wie hilflos und abhängig er ist und wie er nervös wird dabei. Wenn ich ihn etwa ausgerechnet meine Unterwäsche und Nylons draußen im Garten aufhängen lasse, dann hat das seinen tieferen Sinn. Manfred hantiert mit meinen intimsten Dingen, allerdings nur als die ihm übertragene Verrichtung im Rahmen seiner Haushaltstätigkeit. Es ist wie Nitroglyzerin in seinen Händen und ich wache vom Fenster aus, ob er es ordentlich macht und sich keinen Ausrutscher leistet. Und es ist eine wirklich prickelnde Angelegenheit, die den Mann in Bedrängnis bringt, in ein Dilemma zwischen Lust und Frust. Die Begierde, die Besessenheit ist ihm untersagt, dafür aber muss er ausgerechnet meine durchsichtigen Slips, Büstenhalter und Nylons auf die Leine spannen. Das ist oftmals die einzige und frustrierende Tätigkeit für ihn, mit den Dingen hantieren zu müssen, so auch, wenn er mir beim An- und Ausziehen assistieren muss, oder wenn er all diese Dinge aufzuräumen oder herbeizuholen hat. Das ist bis heute eine heikle Angelegenheit für ihn, die ich stets gern auch mit maßregelnden oder mahnenden Worten oberlehrerhaft noch zusätzlich unterfüttere. Damit schüre ich bewusst seine Verlegenheit und lege den Finger in seine Verwundbarkeit, in dem ich eine besondere Schärfe für derlei Tätigkeiten wähle. Klar, ich weiß ja wie sehr ihn dies und das aus dem Fundus der Frauenwelt in seinen Phantasien seit seiner Pubertät beschäftigt. Dadurch löse ich dann erst recht seine Befangenheit und Scheu aus, wenn er, aufgefordert oder gemaßregelt von meiner freudlosen Tonlage, mit Nylonstrümpfen und derlei brisanten Gebrauchsgegenständen hantieren muss. Das ist so eine liebevolle intime Häme, die ich dabei ausgieße, wenn ich ihn damit beschäftige. Sie ist nicht lieblos, ganz im Gegenteil, aber trotzdem träufle ich Manfred mit verächtlicher Sprache, meine Medizin zartbitter in seine Schwachstellen ein, als wäre ich verärgert über seine Besessenheit. Seine Lust muss er dabei diszipliniert zurück stellen und darauf warten und hoffen oder sogar fürchten, was ich mit ihm anstelle. Mein Ansinnen ist es indessen, Manfred diese Disziplin so schwer wie möglich zu machen, weil er dadurch ungemein zuvorkommend ist. Ich wedle mit der Verlockung und verordne ihm zugleich Keuschheit, lasse ihn dabei für mich dienen und dressiere ihn. So war ursprünglich auch seine Vorstellung.
Oftmals haderte er selbst mit den Konsequenzen, wenn ihm etwas nicht in den Kram passte und ich ihm dann mit trockener Entschiedenheit einfach nur seine selbst gewünschte Situation verdeutlichte: „Du tust was ich dir sage.“ Und das mit einem Ton, der keine weitere Widerrede mehr duldete. Alles andere als die „Basta-Methode“ wäre meinerseits inkonsequent, wenn ich schon in seinem Sinne die Femdom-Ehe aktiv praktiziere. Das gilt genauso für die Bestrafung. Wenn es beginnt weh zu tun und Manfred gleich postwendend jammert, sage ich, „du willst doch meine Strenge“. Freilich stimmt er mir da zu, jedoch muss er dann auch seinen Mann stehen. Der Entscheidungspunkt liegt für Manfred in der Notlage und Zwangslage zugleich. Manfred muss es tun, weil es ihm seine zwanghafte Besessenheit nach all den weiblichen Reizen diktiert und weil mittlerweile (seit etlichen Jahren) mein Machtwort zählt, das heißt Gehorchen, ohne Widerrede und zwar sofort. In seiner Not weiß er auch, dass keine Einwände und Ausflüchte fruchten. Er verschlimmert es nur. Anfangs lächelte Manfred oftmals noch misstrauisch über meine fragile vorsichtige Autorität, wenn ich ihm etwas auftrug und wenn er fadenscheinige Vorwände und Scheingründe gebrauchte. Manchmal schwindelte er sogar, um sich aus der Situation zu winden, wenn ihm etwas zu unbequem oder gerade unpassend war. „Muss ich Dir alles zweimal sagen“, reagierte ich oftmals schroff oder zählte bis drei wie bei einem aufsässigen Kind. Mir machte es zu schaffen, mehr oder weniger Gouvernante als Ehefrau für meinen Gatten zu sein, dessen Sexbesessenheit ich nun selbst bestärkte und dafür seine Symptome einer nie endenden Pubertät mit strenger Erziehung behandeln sollte. Dieses Lächeln in seinem Gesicht machte mich wütend. Irgendwann machte ich es ihm im Rahmen der Erziehung begreiflich und übte mit ihm Gehorsam, legte ihn jedes Mal spontan übers Knie. Ich haute ihm den Arsch bis zum Abwinken, bis er versprach sich zu bessern, zu gehorchen und was eben gerade der Grund war. Natürlich missbrauche ich ihn nicht und setze auch heute meine Macht nicht gefühllos und unverhältnismäßig gegen den eigenen Ehemann ein, ich bin doch kein Unmensch. Mit der Gewaltherrschaft einer Despotin habe ich nichts im Sinn. Aber ich lasse meinen Gatten, so wie er es wollte, für mich und meine Bedürfnisse und Bequemlichkeiten schaffen, ähnlich einem Butler der mir Tag und Nacht zur Verfügung steht und mich bedienen muss. Innerhalb unserer vier Wände gelten diese Regeln und Manfred muss jederzeit vor mir knien, wenn ich das will. Von Selbstaufgabe sind wir jedoch weit entfernt, weil ich mir eigene Grenzen ziehe. Manfred ist noch immer ein eigenständiger und ebenso eigensinniger Mann und so soll es und wird es ewig bleiben. Aber er kennt auch genau die Folge von Widerwillen, die ich ohne große Erklärung sofort mit einem Instrument vollstrecken kann. Er bekommt dann hinterher nur zu hören, “das kommt davon, wenn man seiner Frau nicht gehorcht“. Und er errötet noch heute jedes Mal vor Scham über meine gewachsene Autorität, die ihn mühelos zu überwältigen scheint, weil ich einstweilen rigoros von einem meiner Instrumente Gebrauch mache. Das heißt noch lange nicht, dass ich Manfred regelrecht verdresche, wenn er mir die Füße nicht gleich küsst, freche Antworten gibt, mit der Wahrheit nicht heraus will, oder mich nach 30 Minuten nicht länger massieren will. Verdreschen geht schon mal gar nicht, aber es ist auch kein gehaltloser leerer Dunst, wenn ich sage Schluss jetzt, wenn mir mein Geduldsfaden reißt. Da braucht es dann schon auch das nötige Quäntchen Verantwortungsbewusstsein für die Gefühle meines Mannes für die psychische und physische Unversehrtheit sowie dem gegenseitigen Respekt, wenn Manfred seine Lektion erhält.
Wir bewegen uns da beide immer in Grenzbereichen, wo letztendlich ich dann das Sagen habe, was weiter passiert. Bevor ich zum Strafinstrument greife, kommt zuerst immer auch die nötige Abwägung zwischen Strenge und Güte, wo ich in erster Linie um Manfred’s Befinden schaue und im zweiten Schritt erst prüfe, ob ich etwas noch dulde oder nicht. Oftmals amüsiert mich diese innere Häme und stimmt mich mild, wenn ich seine intime Notlage sehe. Ich empfinde sehr wohl Wärme und Güte für seine Erregtheit, bin aber trotzdem zunächst unerbittlich streng in meinem Ausdruck, schließlich ist seine Erregtheit immer auch der alarmierende Befund seiner Besessenheit. Es ist also so, dass ich es durchweg als romantisch und wohltuend empfinde, wenn Manfred mir beispielsweise über einen längeren Zeitraum die Füße liebkost, ihn aber trotzdem anschnauze und mit eisiger Miene darüber wache, anstatt lieb und nett zu ihm zu sein für seine mühevolle Aufopferung. Genau so ist es wenn ich von Manfred einen Tee wünsche oder er mir ein Schaumbad vorbereiten soll, wenn ich dies oder jenes bräuchte. Sobald ich mit einer bestimmten Tonlage seinen Namen sage, horcht er auf und weiß, dass ich etwas möchte. Ich schikaniere ihn nicht, aber er ist für mein Wohlbefinden prinzipiell zuständig. So lautet die Regel und deshalb frage und bitte ich nicht, seitdem ich die Herrin im Hause bin, sondern ordne beliebig an und fordere Manfred auf, dies oder das zu tun, wonach mir gerade ist. Es war anfangs ungewöhnlich für mich, immerzu ihn zu schicken, ihn zu rufen, für alles wo ich sonst ohne Frage selbst aufgestanden und gegangen bin. Manfreds devote Fantasien beschäftigten sich weniger mit den ausschließlich erotischen Aspekten eines dominant-devoten Spieles zwischen ihm und mir, dann und wann im Schlafzimmer. Da lag ich absolut daneben mit meiner Denkweise, so hier und da eine Domina im verschärften Businesslook zu verkörpern. Viel mehr strebte er ein reales Abhängigkeitsverhältnis zu einer (eingeschränkt skrupellosen, unnahbaren) von ihm glorifizierten Frau, an. Die Vergötterte sollte zum Glück ich sein. Damit er mir aber seine Vorstellung nahe bringen konnte, musste er selbst die Angst ablegen, sich vor mir, seiner Frau zu öffnen, zu offenbaren, sich hinzugeben, möglicherweise auch die Angst sich lächerlich zu machen oder gar ausgenutzt zu werden, sonst wäre das Vorhaben total gescheitert. Alles andere zuvor war Zeitvergeudung. Selbst nach mehreren Jahren, da wir nun doch schon eine Femdom-Ehe führen, sind da bei ihm immer noch Hemmungen zu spüren, gerade bei Frage-und Antwort-Situationen, wo es um für ihn unangenehme Inhalte aus seinem intimen Bereich geht. Manfred kennt meine eindringlichen Fragestellungen sehr gut, wenn ich ganz allgemein nachforsche „hast du mir was zu sagen“, oder so konkretes wie: „Wann hast du das letzte Mal onaniert?“ (das unterstellt bereits die Tatsache, dass er es nebenher immer noch macht). Seine Antworten hierzu sind immer noch die gleichen. Schüchtern und scheu höre ich dann zuerst grundsätzlich die Standardantwort: „Ich weiß es nicht“ oder er zuckt gar nur mit den Schultern. Aber es ist ganz leicht, nachzubohren, wenn man ein paar Fangfragen stellt. Kurz nachgehakt, was denn sein schönstes Gefühl und sein größter Wunsch wäre (und dazu ein paar hilfreiche Handgriffe) kommt Manfred natürlich auf das beseligende Abspritzen. Und an dieses höchste Gefühl will er sich plötzlich nicht erinnern können. Also. Damit hat sich die Schlinge zugezogen. Jetzt werden andere Seiten aufgezogen, bis er spricht und zwar die ganze Wahrheit. Die gleiche Methode lässt sich anwenden, wo er zugeben muss, dass er es bis heute nicht lassen kann, anderen Frauen oder natürlich auch mir auf den Busen oder auf die Beine oder sonst was zu starren. Auch hier tappt er rasch in Falle, wenn ich darauf anspreche, ob ihm gefällt, was er (gerade von mir) zu sehen bekommt, bzw. gesehen hat. Natürlich sagt er Ja! Da kann er mich schlecht belügen. Dazu kenne ich ihn zu gut und habe auch Augen im Kopf. Ich lasse ihm das dann spüren. Beispielsweise lasse ich ihm den Satz wiederholen bei jedem Hieb oder während ich ihn übers Knie gelegt habe: „Ich werde nicht mehr anderen Frauen (oder meiner Herrin) auf den Busen (Beine, sonst was) starren. Wenn es beginnt weh zu tun, gibt er diese Versprechen von sich aus ab, dies und das nicht mehr zu tun. Das bringt mich jedes Mal zum Lachen.
In gegenseitigem Einvernehmen durchschreiten wir in solchen alltäglichen Episoden unterschiedlichste emotionale Ebenen und verbinden diese miteinander. Das Spektrum beinhaltet Gefühle wie Macht und Ohnmacht, Kontrolle und Hingabe, Hilflosigkeit und Vertrauen, Angst und Geborgenheit, Wärme und Distanz, Lust und Schmerz, Erotik und Ekstase. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wie auch im Ganzen unserer Beziehung.
Noch ein Wort zu meinen 12cm Heels, deren Menge und die als das Markenzeichen von mir extra von Dir angemerkt wurden. So wie ich aufgrund meiner für mich so unglaublichen und ungewöhnlichen Ehe alle Umstände und Fakten gerne niederschreibe, weil ich all diese verrückten Geschehnisse hier in diesem Forum gefahrlos nach außen dringen lassen kann, stelle ich natürlich die bedeutungsvollen Gegebenheiten ausdrücklich heraus. Da wiederhole ich mich dann eben, auch wenn es vielleicht dem einen oder anderen langweilig erscheint. Für unsere Praxis gehören unbedingt meine hochhackigen Schuhe dazu. Ich muss mich allerdings etwas korrigieren, denn nur meine allerhöchsten Absätze sind 12 cm hoch, schätzungsweise 20 Paar. Die trage ich wenn ich Lust habe schon auch, ohne Frage, aber ich bin keine Höhenakrobatin. Meine Standardhöhe liegt bei 10 und 10,5 cm, während ich im Büro auf zweckdienlichere Schuhe umsteige, die ich so nur am Arbeitsplatz trage (6 cm bis max. 8 cm). Oh ich höre schon das Geschrei der Gesundheitspäpste und ehrlich gesagt, habe ich auch schon viele Male das gesundheitliche Leid meiner Füße bedauert. Aber heute bekenne ich mich aus reformierter Überzeugung dazu: ICH liebe es MEINE Dominanz, unterstrichen durch die passende Kleidung, vor allem diese hohen Schuhe, nach außen zu tragen. Das war nicht immer so. Gut, ich muss sagen, ich bin von Natur aus kein Turnschuhtyp. Ich wollte schon immer gerne in einem gewissen Maß ladylike sein. In der Vergangenheit, bevor ich Manfred kannte und vor der Femdom-Geschichte, trug ich schon immer auch die angesagten Stöckelschuhe passend zum aktuellen Modetrend. Und ich hasse jegliche Art von Schlabberlook oder diese Trendsetterei mit Pseudo-Fitness-Look und dem geländetauglichen Trekkingcharme. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man auch im Berufsleben, beim Stadtbummel und bei sämtlichen Terminen nicht auf ein gewisses Maß an Mondänität und Luxus verzichten muss. Schon seit meiner Lehrzeit in der Bank und meinem bis heute gültigen Job, bin ich an einen feineren femininen Dresscode gewöhnt. Der Femdom-Dresscode, wie ihn Manfred konkretisierte, damit er überhaupt diesen dominanten Effekt erhält, hatte alles Bisherige nur noch verstärkt und verschärft. Insoweit bin ich heute der lebende Beweis, dass selbst hohe Absätze einen Wohlfühlfaktor haben können und wenn man es sich zeitlich überlegt einrichtet, auch im Alltag tragbar und sogar nicht unbedingt unbequem sind. Es gibt für mich was das betrifft mittlerweile kaum ein schöneres Gefühl, als selbst in nur schlichten, alltäglichen Kleidern zusammen mit besonders hohen Absätzen die Blicke auf sich zu ziehen, ob Alltagsmode, in Jeans, oder Business-Look. Die Geschichte mit der Femdom-Ehe brachte hier wie erwähnt natürlich neue Maßstäbe und völlig neue Aspekte in der Bedeutung. Es war ja nicht nur irgendeine Schwärmerei von Manfred. Nicht nur die Gesetzmäßigkeiten von Schönheit, gestreckter Grazie und profunder Weiblichkeit waren nun ausschlaggebend für die Höhe der Absätze. Manfred hat mir das versucht so zu erklären: Für einen devoten Mann wie ihn sind die paar Zentimeter mehr von großer Wichtigkeit. Die hohen Bleistiftabsätze sind wie Zeichen nach denen er Ausschau hält und er ist wie paralysiert, wenn er eine Dame damit sieht. Sie sind Richtungsweiser zur Orientierung, ein Signal und Symbol, wie das auch in der Schwulenszene mit Schmuck gemacht wird – wer ist aktiv, wer ist passiv. Soweit verstand ich das schon. Das mörderische Schuhwerk ist eine Erkennungsmarke, ein Symbol weiblicher Potenz und Entschlossenheit. Hohe Absätze gelten als Fundament für weibliche Stärke und Dominanz gilt als Stärke. Ein devoter Mann, zumindest Manfred, sieht darin Vitalität und Stabilität, letztendlich eine Autorität der Frau, die als Geste für all diese Eigenschaften diese hohen Schuhe bewusst für sich auswählt und trägt. Sie vermitteln eine Botschaft ultimativer Weiblichkeit für alle diese feinsinnigen Männer, die sich von einem Übermaß an Weiblichkeit bedroht fühlen und sich lieber gerne unterwerfen, genau so wie vor einem großen Busen. Manfred ist ein Paradebeispiel hierfür und er ist seinem Schönheitsideal, mit all seinen Zutaten völlig ausgeliefert.
Es geht nicht darum aufgrund der 10 oder noch mehr Zentimeter mehr, dadurch eine optisch erhöhte Position gegenüber irgendeinen anderen zu haben. Das ist nur beiläufig. Die innere Größe ist die wahre Größe und festigt die Position. Deswegen sind für ihn die hohen Hacken eine Unvermeidbarkeit im ganzen Gefüge von Femdom. Da macht so ein feinsinniger Mann keine Kompromisse und kennt keinen Spielraum für Low-Heels.
Für ihn ist die Kleidung der Frau mehr denn je ein Spiegel der Seele und somit sind hohe Absätze das Symbol für die von ihm ersehnte weibliche Stärke, Potenz, Vitalität, ja Dominanz. Es ist eine strotzende, pralle Weiblichkeit die auf hohen Absätzen daher kommt, sagt Manfred. Er glorifiziert sie und ordnet sich der Trägerin unter. Was soll ich machen, sagt er.
Ich habe nicht ohne Mühe Schritt für Schritt stufenweise meine Absatzhöhen gesteigert und die Tragezeiten verlängert bzw. abgestimmt. Eine wackelige Angelegenheit war es zum Glück eigentlich nie so richtig, sprich ich kam ganz gut zurecht. Manfred starrte auf mich wie auf eine heilige Madonna, als ich mehr und mehr meine Waffen schärfte. Mehr noch. Wie auf einem Laufsteg konnte ich nach der Eingewöhnungsphase schon auf dem Weg zur Arbeit das Gefühl genießen etwas Besonderes zu sein so mit Kopf hoch, Brust raus, Schultern nach hinten unten ziehen, Schritt für Schritt geradeaus wohlüberlegt nach vorne. Ich schaute mir heimlich die Technik der Models ab, um mit diesen mörderischen Absätzen möglichst anmutig zu laufen und ebenso fix wie leichtfüßig von der Stelle zu kommen. Je gewandter und sicherer ich wurde, um so nahezu aufdringlicher waren die Blicke auf mein Gangwerk gerichtet. Auch daran musste ich mich gewöhnen, mich darüber zu freuen, anstatt mir die Lust von den wimmelnden Gaffern nehmen zu lassen. Ich habe in der Zeit des Umbruches viel über meinen persönlichen Stil nachgedacht, um das Klischee der weiblichen Dominanz für Manfred zu erfüllen. Ich konnte mich ganz gut damit einrichten, um nicht zur reinen Entertainerin für Manfreds Phantasien zu werden. Mit der Zeit hat sich diese ultimative Weiblichkeit bei mir gefestigt. Dieser persönliche Stil in der Kleidung worin sich eben diese Strenge stark und vorrangig über Äußerlichkeiten und Vorlieben definiert, macht sich seitdem auch in meiner Körperhaltung, Gestik und eigentlich im ganzen Auftreten bemerkbar. Wie ich gehe, wenn ich mich an- oder ausziehe, wenn ich mich setze, schwingt immer eine gewisse Selbstgefälligkeit mit und rundet jede Bewegung ab. Bei uns gehört alles das unweigerlich zum Spiegelbild weiblicher Dominanz und ist Ausdruck dieser eigenen speziellen Persönlichkeit, dem aktuellen Lebensgefühl von mir. Für Manfred verrät es den strengen Charakter meinerseits und dann ist dieses Verhalten auch nicht aufgesetzt, sondern authentisch, wenn man kompromisslos diesen Weg geht. Dieser Stil bedeutet vor allem aber auch Qualität und gehobener Anspruch. Im Vergleich zu meinen Freundinnen oder Bekannten wurde mein Wandel so ausgelegt, als müsste ich durch die neue besondere Eleganz mit meinen besonders hohen Hacken mein vermeintlich unterentwickeltes Selbstwertgefühl aufpolieren und auf meine viel zu gering erachtete soziale Stellung hinweisen. Ich galt bei manchen hinter vorgehaltener Hand als eingebildeter Emporkömmling, die plötzlich meinte, etwas Besseres zu sein und die ihrem fleißigen Mann auf der Tasche liegt. Aber ich machte mir nichts aus dem dummen Zeug. ICH, die Trägerin wirkte souverän und schien über die anderen, die meine Freundschaft nicht wert sind, erhaben, was nicht wahr war, aber sollten sie mich ruhig als überheblich wahrnehmen, oder als eine Frau, die bei Männern leichtes Spiel hat. Für mich und Manfred signalisierte mein Outfit eben auch die gewünschte Strenge und Geradlinigkeit und es half mir, mein Selbstvertrauen zu demonstrieren. Das Entscheidende war, dass Femdom zu der Zeit mein Gefallen gefunden hatte. Und was einem gefällt, macht bekanntlich Spaß und wenn wir Spaß haben, strahlen wir das auch durch uns selbst aus und auch durch unsere Kleidung. Die Länge des Rocks, die Offenherzigkeit der Bluse, die Absatzhöhe der Schuhe – das alles machte mir nichts mehr aus, meine dominante Weiblichkeit öffentlich zu tragen. Manfred musste fortan nicht mit mir in den Wald gehen, um mit Stöckelschuhen und Straps unter meinem Rock zu flanieren. Erstaunlicherweise war es dann er selbst, der sich mehr unwohl fühlte dabei, weil er glaubte jedermann könne nun an meiner ultimativ verkörperten Weiblichkeit seine untergeordnete Stellung ablesen. Ganz aufgeregt war er in meiner Begleitung und wenn ich mich dann auch noch halbwegs resolut benahm in der Öffentlichkeit, war er ziemlich konsterniert, auch wenn ich nur schmachvoll flüsterte. Das ist bis heute so. Da verspüre ich dann auch diese vergnügliche aber liebevolle Häme, wenn ich mit Manfred beispielsweise in eine Dessousabteilung gehe und ihn beim Betreten wie aus heiterem Himmel mein plötzlicher Wandel zu einer beängstigenden Strenge trifft. Mir fallen dazu auch Besuche im Schwimmbad ein, wenn ich ihn nicht bitte, sondern ihm Befehle, meinen Bikini zu öffne oder zu schließen, oder mir dies oder das zu machen. So war es vor kurzem auch am Swimmingpool des Hotels, nachdem wir gerade von einen Kurzurlaub in der Schweiz zurück sind. Manfred lag neben mir auf der Liege und musste mir zur Hand gehen, wenn ich den Bikini wechselte oder nach Handtuch, Haarbürste, Handspiegel, Trinkflasche usw. verlangte. Er fürchtet die Öffentlichkeit. Ich auch, aber ganz lässt es sich nicht vermeiden, wenn ich die Befehlsgewalt rund um die Uhr habe. Meine Gewohnheit bedient zu werden, lässt sich natürlich nicht ausblenden, sobald jemand zuschauen kann. „Sei still“, sage ich oft zu Manfred, „hat doch keiner bemerkt, du machst es doch gerne, oder? Na also.“
Diese Trennung bzw. Mischung zu finden zwischen lustvoller Dominanz und der Durchsetzung von Gleichberechtigung im wahren Leben eines an sich normalen Ehepaares, hat mich und Manfred einige Zeit und Gewöhnung gekostet, um hier das richtige Maß für unsere Beziehung zu finden. Für Manfred war das eine nie völlig losgelöst vom anderen und das macht es schwieriger, im Alltag eine Femdom-Ehe zu praktizieren. Für mich hieß das, nicht nur mit regelmäßigen dominanten Auftritten eine leicht absehbare Abwechslung zu schaffen, sondern unser ganzes Zusammenleben entsprechend meiner Dominanz neu zu ordnen. Es sollte ja zur Dauereinrichtung werden. Nun gut, das Ergebnis ist bekannt. So ist seit meiner Entscheidung für meine dominante Rolle meine Strenge immerzu möglich, flammt aber nur auf, wenn ich mich dazu veranlasst sehe. Manfred muss sie dann aber auch akzeptieren und darf sich nicht irgendwo verstecken oder flüchten. Er muss sich meiner Autorität stellen, mit allen Konsequenzen. Wenn ich es verlange, muss er gehorchen, dienen, vor mir knien, sich meiner verordneten Strafe unterziehen. Die meiste Zeit läuft ohnehin alles im Normalzustand, ich würde sagen 85 Prozent am Tag. Der ganze Rahmen dafür hat sich aber verändert. Unser Alltag ist gewissermaßen sexualisiert. Bei uns ist es seit langem normal, dass ich beispielsweise täglich nach dem Bad, frisiert und geschminkt in einem kurzen Seidenmantel am Kaffeetisch sitze, nur mit Unterwäsche, Strümpfen darunter und dazu meine Hauspantoletten, während ich die Tageszeitung oder eine Zeitschrift durchblättere. Oder ich verbringe den halben Sonntag so in diesem halbfertigen Outfit. Manfred erlebt mich zu Hause wie ein verwöhntes eingebildetes Frauenzimmer, wie eben Peggy Bundy in „Eine schrecklich nette Familie (Married…with children) oder damals die Mama Jolanthe in „Klimbim“ als die urkomische Verkörperung eines mannstollen Eheweibes mit offenherzigen Mieder, Strapsen und Dekollete. Das ganze Ambiente erinnert etwas an Filme aus vergangenen Zeiten, worin die Chefin eines Rotlichtetablissements, passend zu den plüschigen Salons in aufreizender Bekleidung ihre Autorität rundherum verströmte. Meist rasante Frauen mit überkandideltem Gehabe, passend zu ihrer frivolen Eleganz. Ähnlichkeiten mit mir sind nicht rein zufällig, sondern meinerseits übernommen, weil ich in dieser Zeit der Filme aufgewachsen bin. Das ist auch die Weiblichkeit, die Manfred zum Schwärmen bringt. Hier geht es um das Vermitteln weiblicher Dominanz und nicht von Grund auf eine höchst dominante Person zu sein, also eine geborene Sadistin. Er genießt das, mich zu Hause so zu erleben und ist meist mit irgendetwas beschäftigt, Hausarbeiten, die er an meiner Stelle erledigt. Für diesen Augenschmaus muss er mich ganztägig und durchgängig als Dame behandeln. Wie unser Zusammensein oder unser Umgang sich dabei jeweils gestaltet, bestimme allein ich. Ich entscheide zwischen Normal und Spezial. Das wechselt oft von einer Sekunde auf die andere und wieder zurück. Manfred beklagte sich anfangs, weil er mehr gab, als er dafür bekam. Es ist wirkliche Hingabe, Liebe und Aufopferungsbereitschaft, die er mir schenken will und dazu ist es wichtig ein entsprechendes Pendant zu haben. Er will nicht meine lebende Fußmatte oder Toilette sein und genauso wenig schwinge ich auch nicht schreiend die Peitsche. Manfred ist eher ein Ritter und Gentlemen soll es sein, der tut was ich wünsche und tief im Herzen ganz mir gehört.

Herzlichst,
Roswitha

Anonym hat gesagt…

Vorab, ich will keine Werbung machen für meine Tätigkeiten. Ich übe nämlich seit ein paar Jahren in meiner Berliner Wohnung professionell weibliche Dominanz aus und lese interessehalber regelmäßig hier die Seiten von Minervas Juwelen. Selbst für mich ist es eine wirklich amüsante Lektüre und ich bekomme scheinbar noch immer nicht genug, obwohl ich dauernd mehr oder weniger damit konfrontiert bin. Erstaunlicherweise finde ich hier viele Parallelen, die mich im wahrsten Sinne des Wortes beschäftigen und gerade was über die Männer hinsichtlich ihrer sexuellen Anatomie hier alles aufgedeckt wurde, stimme ich vollkommen überein. Ich kenne den Typ feinsinnigen Kavalier der in Wirklichkeit ein übler Schürzenjäger ist, der jedem Rock verfallen ist (diese Manfreds, kenne ich, und ich bin ganz bei Ihnen - weiter so, verehrte Roswitha).

Ich hatte auch von Natur aus keine dominante Ader, bin nie Domina aus Berufung gewesen, wie sich das manche auf die Fahnen schreiben. Es geht nach meiner Auffassung um die Vermittlung von Dominanz und nicht um echte despotische Gewaltherrschaft über das männliche Geschlecht. Weibliche Autorität bedeutet Steigerung der Geilheit und fast immer kommen die Männer mit einem Wunschzettel im Kopf, wie ein Katalog verschiedener Muster, sehr konkreter Fetische und Abläufe. Die „Traumherrin“ wurde lange Zeit immer wieder bis ins allerletzte Detail in ihren Gedanken durchgespielt wird und hat sich regelrecht im Gehirn festsetzt. Irgendwann ist dann endlich der Zeitpunkt gekommen, wo die Fantasien nach Realisierung drängen. Der Mann ist im Zwiespalt, öffnet er sich seiner Partnerin, oder geht er zu einer professionellen Behandlung Jedenfalls muss diese Frau die Erfüllung seiner lang ersehnten Träume sein.

Aufgrund der mehrmaligen Kundenachfrage habe ich mich also dazu entschlossen mit diesen Seminaren mein Betätigungsfeld zu erweitern und versuche dabei, interessierten Frauen, dass Selbstbewusstsein und den Einstieg in die weibliche Dominanz zu vermitteln. Da ist zunächst die Frage, was ist eigentlich weibliche Dominanz. Wie unterstreiche ich meine weibliche Dominanz, wie lebe ich sie aus. Wie gehe ich mit meinen „Sklaven“ richtig um. Für viele Frauen sind das völlig unbekannte Terrains und sie staunen, mit welchen primitiven Details sie die Fantasien der Männer eigentlich ganz nebenbei aber doch vereinnahmen können. Vielen ist es nicht nachvollziehbar, dass die meisten Männer mit Unterwerfungsfantasien erst einmal in einen Konflikt mit sich selbst geraten und ihre Bedürfnisse oft jahrelang vor der Partnerin unterdrücken. Umso schlimmer ist dann das späte Erwachen.
Zu mir kommen nach wie vor Männer, die sich zu ihrer Devotheit zwar bekennen, dies aber heimlich machen, obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, Kinder haben und ein sorgloses Leben führen. Meine Seminare sind ausschließlich für Frauen und Paare, wo diese Devotheit zum offenen Thema geworden ist. Beide Seiten möchte ich auf dem Weg begleiten, sie von meiner Erfahrung profitieren lassen, egal welche speziellen Rolle sie bevorzugen, ob strenge Herrin, unterwürfiger Sklave oder demütiger Diener. Bei einem Paar frage ich zu Beginn immer auch den Mann: „Wie steht es also um dich? Suchst du tatsächlich eine Eheherrin? Und was bist du bereit dafür für sie zu tun?“ Denn dem Mann muss klar sein, dass die Realisierung seiner Fantasien mitunter einschneidende Folgen, nicht ohne fühlbare Nachwehen und Katzenjammer bedeuten. Seine Macht und andere Freiheiten abzugeben, heißt zweifellos Verschlechterung seiner Stellung. Ist er am Ende tatsächlich glücklich, wenn die Partnerin sozusagen handgreiflich wird und ihn als erwachsenen Mann übers Knie legt oder ihm mit einem entsprechenden Instrument den Hintern verstriemt. Hier habe ich schon den einen oder anderen die Friedensfahne schwenken sehen, wenn sie die Wirkung von Rohrstock und Co. nicht kannten und ihre eigene Schmerzgrenze überschätzten. Schließlich soll es Strafe sein und nicht nur ein wirkungsloses Wehwehchen, wenn die Frau sich seiner annimmt. Noch vor der richtigen Unterwerfung kam gelegentlich schon die Kapitulation… Nur ungut, wenn die Partnerin es dann wieder Erwarten eigentlich ganz wunderbar findet, den Mann zu dominieren. In aller Regel findet das Ganze bei Paaren aber schon eine gemeinsame Zustimmung und beide wollen ja neue Dinge erfahren. Ich kann freilich die Rückkehr von Leidenschaft, Intimität und Glück durch diesen alternativen Lebensstil mit weiblicher Dominanz sicher nicht garantieren, doch wenn ich Rückmeldungen bekomme, sind sie bislang sehr erfreulich für alle Beteiligten. Frauen erlebe ich oft gehemmt und ängstlich, wenn sie anfragen, gehen dann aber am Ende deutlich lockerer an die Sache und sind bestärkt in ihrem Unternehmen, dem Manne zu geben, was er braucht.

Ich biete meine Seminare für Frauen an, deren Männer genau so feinsinnig und versessen wie Roswithas Ehegatte auf genau das abfahren, worüber bei ihr oft die Rede ist. Das ist ganz typisch. Ich kenne diese Sorte Mann, weil es oft genug haargenau das gleiche ist, womit sie bei mir landen. Es ist schon so, genau das sind die Weichmacher, hohe Hacken, Straps, Nylons, schwarze Spitzenunterwäsche… Das sind auf den ersten Blick die allmächtigen Auslöser für devote Fantasien, wo einfachste stereotype Details eine ganz normale Frau zum affektierten Weib erheben und bei ihr diese ultimative Weiblichkeit ausmachen, die den Mann später auf die Knie zwingt. Diese prunkvolle und zugleich herbe Dominanz gegenüber den so feinsinnigen Männern ist durchaus eine komplexe Angelegenheit, wo Scham und Lust zur Obsession werden. Es ist weniger das handwerkliche, das kann jede Frau erlernen. Freilich muss man das auch wissen, wie man mit den speziellen Hilfsmitteln umgeht, damit es nicht zu einem Desaster führt, doch der schwierige Teil ist die psychische Seite. Das ist die große Kunst, den richtigen Nerv beim Gegenüber zu treffen, die Psyche des Mannes zu kontrollieren und zu beherrschen. Im Allgemeinen bevorzuge ich selbst die ruhige, souveräne Art mit einem Schuss Ironie, Sarkasmus und provozierende Erotik, um meine Probanden gefügig zu machen. Jene Feinsinnigkeit, die mir die Männer gleichermaßen offenbaren. Der Wunschzettel erleichtert es, das maßgeschneiderte Pendant zu sein, weshalb ich es nicht verurteile, wenn mir ein Mann klipp und klar offenbart, was ihn so teuflisch anmacht. Und genau das möchte ich meinen „Praktikantinnen“ nahe bringen. Diese leibhaftige Verkörperung der vielen Facetten von Fetischismus, die der devote Klient bei mir als gewohnheitsmäßiges Erscheinungsbild vorgeführt bekommt, kann jede Frau auch bei sich zu Hause einrichten. Man schafft mit Busen und Beinen eine bedrohliche Kulisse und der Mann ist von nun an dauernd umgeben von dieser drastischen Weiblichkeit. Er soll sich dem nicht entziehen länger können, was sich vor seinen Augen abspielt, wenn man als Frau bewusst die unbewussten Reizmittel einsetzt. Ich empfehle diese Weichmacher mit dem Ziel, zunächst auszudrücken was Männer wirklich wollen und brauchen, nämlich liebevolle weibliche Autorität, also sanfte “weibliche Dominanz“. Männer brauchen die Geborgenheit und auch Trost für ihre Besessenheit und das so sehr, dass sie ihren Willen der Frau dabei treuhänderisch und gutgläubig übereignen. Hier ist der Kern ihrer devoten Natur. Ich bin im Prinzip eine unberührbare Frau für meine devoten Männer, alles erfolgt nur mit ausdrücklicher Erlaubnis und wenn sie mir zudem artig Gehorsam und Respekt zeigen. Um sich mir nähern zu dürfen, durchschreiten sie ein tiefes Tal gemischter Gefühle. Ich bin angezogen, er ist nackt, damit sind Macht und Ohnmacht schon mal verteilt. Sein Drang nach ein bisschen mehr von mir ist in diesem ersten Kontrast der Auslöser für seine Unterordnung und auch die Scham, schutzlos meinen Blicken ausgesetzt zu sein. Ich lasse dem Mann genau das küssen, was er liebt und als wäre es eine zufällige Begebenheit, fällt er dabei zugleich in die tiefe demütige Haltung - automatisch. Wenn jemand etwas zutiefst begehrt kniet er nieder. Es ist nicht schwer, nun zu erkennen, wonach der Mann sich heißhungrig sehnt, schließlich habe ich das Menü sorgfältig erstellt. Er will es anfassen, berühren, so sind Männer, wenn sie etwas anschauen. Viele Frauen kennen diese Unart grapschender Männerhände. Hier gelten andere Gesetze - wehe. Er muss dem Anblick standhalten, wenn er mich da sitzen sieht, die Beine übereinander, mit Nylons und hohen Hacken. Er muss der Neugier widerstehen, mir auf den Busen zu starren, der vielleicht verhangen durch den dünnen Stoff meiner Bluse in greifbarer Klarheit und Größe abgebildet wird, sowie die kleinen Höcker die am Rock die Strapse verraten. Die Vorspeise ist das demütige Liebkosen als Lobpreisung meiner Weiblichkeit und als symbolische Geste der Verehrung und Unterordnung. Alles Weitere baut auf die Besessenheit des Mannes auf, die Folgen, die sich als Unarten erweisen, die seine Schwächen offenbaren. Die unverschämten Blicke, das Grapschen, bis hin zum gebeichteten Onanieren, all dies verwerte ich nun als wäre ich empört über die enthüllte Sexualität. Die Wichtigkeit und sein Interesse für alles ausschließlich Weibliche, Busen Beine Wäsche, Stöckelschuhe wird ihm zum Verhängnis. Meine ruhige, souveräne Art, meine Ironie, mein Sarkasmus und meine zerfressende Verführungskunst, beschämen ihn und erregen ihn gleichermaßen. In diesem Zwiespalt setze ich nun die Spritze mit dem Wirkstoff der Strenge an, wo ich es durchsetze dass der Mann der Untertan seiner Herrin sei, der sie vergöttert, ihr dient und gehorcht. Damit sich das festigt, dienen die althergebrachten Erziehungsmethoden mit körperlicher Züchtigung. Als personifizierte Verfechterin der ultimativen Weiblichkeit bin ich legitimiert und berufen, dem Manne Zucht und Ordnung beizubringen. Damit befreie ich ihn gewissermaßen von seiner Besessenheit, wenn ich ihm gehörig den Arsch haue und gleichzeitig erteile ich ihm die Absolution, weil er so sehr auf meine Reize abfährt. Es sind im übrigen erfolgreiche Männer, die es verstehen sich einer Frau unterzuordnen, die sie verehren und ihr die ihr gebührende Wertschätzung erbringen. Es sind oftmals verkannte kultivierte Biedermänner, freilich gelenkt von der starken Hand einer Frau. Ich mag den Kavalier der “alten Schule“ und bin es mir Wert dies auch für meinen privaten Bereich durchzusetzen.

Das handwerkliche zeige und übe ich mit den Frauen im praktischen Teil der Schulung. Das ist oftmals recht lustig, weil es doch eine urkomische Ähnlichkeit mit dem Abschlagstraining beim Golfunterricht hat. Für eine zweckdienliche Züchtigung sind genauso die Positionen der aktiven Frau und ihres passiven Probanden wichtig. Mein Sortiment an klassischen Therapieinstrumenten umfasst Rohrstock, Reitgerte, Teppichklopfer, Kochlöffel und Haarbürste. Jedes wird in seiner Handhabung und Wirkung erklärt. Ich habe zur Vorführung selbst ein paar willige Versuchsobjekte, die sich gerne und jederzeit zur Verfügung stellen, wenn eine Frau ohne ihren Partner kommt, oder gerade keinen hat. Wenn alle Vorkehrungen getroffen sind, der Mann komplett nackt erscheint, spreche ich die möglichen Stellungsvarianten durch, stehend, über den Stuhl oder die Bettkante gebeugt, Kerze, auf dem Bauch liegend, gebückt, Hände auf den Knien, auf allen Vieren. Die Bestrafung mit der flachen Hand ist der Einstieg, also den Mann übers Knie legen und ihm den Hintern versohlen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Mann zu positionieren und zu fixieren, wenn er zu zappeln beginnt. Es dient zum Aufwärmen, kann aber bei entsprechender Schlagkraft, Schnelligkeit und Ausdehnung schon eine so satte und ausreichende Wirkung haben, dass alles weitere zuviel wäre. Unsere Männer sind in ihrer Leidensfähigkeit auch unterschiedlich. Für das Schlagtraining mit Instrumenten wird dem Mann ein Papiertaschentuch mit ein bisschen Handcreme an den Ecken auf die Mitte seines Hinterns geklebt. Das ist jedes Mal eine Lachnummer. Doch so kann ich die Wichtigkeit der richtigen Zielfläche optisch gekennzeichnet aufzeigen und dafür sorgen, dass am Ende nicht ungewollte Verletzungen zu beklagen sind. Das am Ende zerfetzte Tissue ist der Beweis für eine gute und ungefährliche Trefferquote.
Daneben zeige ich den Frauen auch noch die eine oder andere Verschnürungstechnik um Hodensack und Peniswurzel, die bewirkt, die Erektion des Mannes einerseits zu konservieren und die er somit dauerhaft beschämend dem Gegenüber präsentiert, ob er will oder nicht. Andererseits wird ihm durch die Isolierung seiner abschussbereiten Rakete eine hohe Empfindlichkeit durch die erzwungene blanke Eichel verpasst. Die sexuelle Anatomie des Mannes bietet so manche Angriffsfläche. Auch diese empfindlichsten Stellen zu finden erkläre ich und wie man sie am besten bearbeiten kann. Viele Frauen sind erstaunlich unkundig über das männliche Geschlecht. Die Eichel wissen sie, doch besonders der Kranz um die Eichel, das Scrotum, der untere Penisschaft – großes Erstaunen. Das ist alles keine Hexerei, einen Mann zur Raserei zu bringen. Rein handwerkliches Repertoire ist echt nicht groß erforderlich, nur das Wissen Wo und Wie.
Viel schwieriger ist für die Newcomer der Umgang mit dem Klienten, also mache ich eine wenig Anschauungsunterricht über richtige Umgangsformen und Konversation. Was sage ich, was soll ich tun. Was soll der Mann für mich alles tun, gehorchen, dienen, knien, Füße küssen lernen, alles das. Wie repräsentiere ich eine weibliche Autorität und Strenge im sexuellen Lebensbereich und was Inhalt. Man muss ja nicht gleich einen Feldzug gegen das Männliche führen, wenn ich (im sexuellen Bereich) den dominanten Part übernehme, sage ich immer in meinem Seminar. Man muss gewiss nicht versuchen, sich jeden Tag neu zu erfinden. Der Beziehungsalltag geht nach dem Seminar weiter und wird lediglich um ein paar Dinge ergänzt, die freilich nicht unwesentlich sein können. Das müssen die Leute für sich selbst entscheiden. Am einfachsten ist es, wenn man weiß, wie denn weibliche Dominanz in den Augen des (eigenen) Mannes aussieht. Ich drehe den Spieß mal um: Was wäre eine dominante Frau ohne die Phantasien eines Mannes, welche sie überhaupt erst zum geeigneten Objekt dieser Phantasien macht. Was macht es denn aus, damit ich in seinen Augen die Göttin bin, die er verehrt und demütig bedient. Machen wir doch diese strotzende pralle Weiblichkeit zu unserer Selbstbestimmung und legen uns das Selbstbewusstsein zu, das uns so sexy in den Augen des Mannes macht. Wer hat schon mal miterlebt hat, wie so manche Italienerin agiert, wie sie einen Mann herumkommandiert, frage ich die Frauen in meinem Seminar. Dieses feurige Wesen in Kombination zu dem rassigen Weib, das sich als solches auch präsentiert, knappes Kleidchen oder enger Rock, stramme Busen, stramme Beine, Haare kräftig und Stimme fest. Warum sind die meisten Südländerinnen überhaupt mit solcher Leichtigkeit zur Strenge fähig, laut und energisch. Sie wissen oft als heranwachsendes Mädchen schon um die Macht des gerade wachsenden Busens, sehen sie doch wie der eigene Vater dem wogenden Brüsten der Mutter verfallen ist und ihr nichts entgegen zu setzen hat, als sich ihrer resoluten Art zu fügen. So zu sein macht die weibliche Lust im Bereich Femdom aus, schließlich funktioniert das Unternehmen weiblich dominierte Partnerschaft ja nur, wenn die Frau auch ihren Spaß hat dabei. Diese Kombination aus Gelassenheit und Überlegenheit, die Sicherheit über den Sieg meiner weiblichen Reize, ist der erste Schritt zur Dominanz. Das Ziel vor Augen, den Triumph, den Mann jederzeit beherrschen zu können, bringt einen selbst dazu, dies am Ende auch mit aller Macht und Genugtuung zu tun. Ich rate meinen Frauen immer, betrachtet eure Männer nur noch mit hochgezogenen Augenbrauen, nach dem Motto, ich sehe in deinen Kopf und weiß, für dich genügt ein Stück von meinem Busen, eine Berührung meiner Strümpfe, vielleicht ein Gedanke an meine Unterwäsche, der Klang meiner hohen Absätze - und ich habe dich in der Hand. Alle diese Weichmacher werden zum Teil meiner Person und sind lediglich ein Werkzeug, das man als Frau benutzt, um die verborgenen Bereiche im Kopf eines Mannes auszuforschen, auf der Suche nach dem Auslöser, der einen Mann dazu bringen kann, seinen Willen an sie abzugeben.

Ich kann nicht sagen, wie viele Seminarbesucherinnen und Paare nun zu Hause tatsächlich die von mir vermittelten Erkenntnisse 1:1 oder zumindest teilweise in einer Partnerschaft mit Dominanz der Frau anwenden. Es in den Alltag zu aufzunehmen ist sicherlich nicht leichter, als wenn ich mit meinen männlichen Klienten eine Stunde mit strenger Erziehung abhalte. Jedenfalls geht jede Frau mit deutlich gestärktem Selbstvertrauen heraus, das weiß ich.

Lieber Achatz, Sie haben recht, paradoxer und widersprüchlicher als die Zusammenhänge der Sexualität eines Mannes kann es kaum etwas geben, sieht man, dass so gegensätzliche Elemente wie Liebe und Hiebe hier ein unzertrennliches Paar bilden. Weibliche Dominanz wurde ja nicht etwa von dominanten Frauen oder Feministinnen erfunden. Es waren die Männer, die diesen Begriff geprägt haben, entsprechend ihrem Verlangen, sich dem weiblichen Geschlecht unterzuordnen. So wollen die Distanz und Strenge, die sie dann mit ihrer Unterwerfung erweichen wollen und um Trost und Güte für ihre Schwächen vor den weiblichen Reizen bitten. Unverständlich und abwegig ist es gewiss nicht, denn Frauen können unglaublich raffiniert sein, wenn sie ihre Möglichkeiten erkennen und diese klug einsetzen. Deswegen ist man noch lange keine Sadistin oder ein Tyrannin, viel mehr vielleicht eine kleine Koryphäe in dieser Wissenschaft der männlichen Sexualität.

Die Meisterin gibt sich wie sonst auch nur mit ihrem Vornamen zu erkennen:

Fräulein Gabriele

ritterlicher Diener hat gesagt…

Hallo,


dieser Text und die damit verbundenen Kommentare haben mir noch einmal bildlich vor Augen geführt, mit wie viel Liebe, Hingabe und Einfühlungsvermögen viele „dominante“ Frauen auf Ihre Partner eingehen.
Ich denke das eine FLR in den wenigsten Fällen im wahren Leben durch die Frau in die Beziehung eingebracht wird. Vielmehr scheint es mir so (bitte korrigiert mich wenn ich da falsch liegen sollte) das zumeist das Verlangen nach einer starken Weiblichen Hand vom Mann sehnlichst herbei gewünscht wird. Sich mit diesem „absonderlichen“ Wunsch seiner Partnerin anzuvertrauen ist sicherlich eine große Hürde und (aus eigener Erfahrung) oft mit großen Ängsten verbunden. Und das auch aus gutem Grund! Das die Frau die Hosen in einer Beziehung an hat, ist zwar heute oftmals unbewusst gelebte Realität, wiederspricht aber offen ausgelebt dem gesellschaftlich geprägten Rollenbild! Ganz zu schweigen von dem durch die Sexindustrie geprägten Bild einer dominanten Frau als Männer vernichtender Vamp. Alleine diese beiden Vorurteile dürften vielen Frauen die Vorstellung eine solche Beziehung zu führen nahezu unmöglich machen. Die Angst als perverser Spinner von der eigenen Partnerin angesehen zu werden kann somit sicher nicht als belanglos angesehen werden. Zumal ich mir sicher bin das schon die ein oder andere Beziehung an einer solchen Beichte zerbrochen ist! Als Mann und dem damit anerzogenen Rollenverhalten kommt dann sicherlich auch nochmal eine gehörige Portion Scham gegenüber den eigenen Gefühlen hinzu.
Was bleibt ist eine meiner Meinung nach einfache Gleichung:
Solange die Angst und die eigene Scham dem Verlangen nach Dominanz überwiegen, kommt es zu dem zuvor durch Roswitha beschrieben Doppelleben.
Wird der psychologische Leidensdruck also das Verlangen nach Dominanz irgendwann zu Groß bleibt kein vernünftiger Ausweg mehr außer sich der Partnerin an zu vertrauen.
Und da steht sie nun… und die bislang gültige Welt scheint auf den Kopf gestellt. Was dann (hoffentlich) folgt ist die meiner Meinung nach eigentliche herausragende Leistung für die jede Frau innerhalb einer FLR verdient auf Händen getragen zu werden!!!! Sie setzt sich über gesellschaftliche Konventionen und eigene Befürchtungen aus Liebe hinweg und fängt an sich in Ihren Partner hinein zu fühlen. Ein Vorgang der so überhaupt nicht mit dem in der Öffentlichkeit geprägten Bild der gefühlskalten, sadistischen Männer-mordenden Domina zu vereinen ist. Sie lehnt Ihren Partner nicht einfach als pervers ab, eine Wendung in der Paarbeziehung die allein für sich schon das Vertrauen stärken wird. Sie fängt nun an Ihr Selbstbild den neuen Gegebenheiten anzupassen. Sie lernt die Vorteile dieser Art der Beziehung zu schätzen und die ohnehin bestehende Neigung Ihres Mannes zu Ihrem eigenen Vorteil aber nicht als Selbstzweck zu nutzen. Plötzlich scheint Ihr Partner zufriedener, entspannter und Glücklicher als je zuvor. Situationen die früher Konfliktpotential hatten ( Hausarbeit, Ausgehen, Kinderbetreuung etc. ) stellen plötzlich kein Problem mehr dar. Ausgelöscht durch die neue, bewusst herbei geführte Hierarchie innerhalb der Partnerschaft. Ihre eigene Lebensqualität steigert sich stetig. Anfangs gesetzte persönliche Grenzen werden sich mit der Zeit erweitern oder gar auflösen. Es ist Ihr ein Bedürfnis sein sexuelles Verlangen als Motor dieser wahrhaft symbiotischen Beziehung stets mit „Triebstoff“ zu versorgen. Dazu bedient Sie sich experimentierfreudig der verschiedensten Techniken und hat so ganz nebenbei die Möglichkeit Ihre eigene Sexualität ganz neu zu entdecken und für sich zu sorgen.
Ich möchte hier einfach mal ein anders Bild der Frau innerhalb einer FLR zeichnen. Eine Art Hommage an die tiefe Liebe und das unendliche Vertrauen das für eine solche Partnerschaft notwendig ist. Dominanz ohne Liebe, ist letztendlich nicht mehr als ein leidenschaftsloses Rollenspiel.
Hut ab vor all den Frauen, die sich dem Bedürfnis ihrer Männer geöffnet haben! Ihr seid keine Gefühlskalten Vamps, sondern emotional intelligente, einfühlsame Wesen.

Anonym hat gesagt…

Guten Tag, sehr interssanter Artikel, Danke. Es scheint aber ein kleiner Fehler unterlaufen zu sein. Es heisst im Artikel "Die Nebenhoden liegen oberhalb der Prostata und hinter der Blase", das stimmt aber nicht, denn sie befinden sich an den Hoden, gemeint ist wahrscheinlich die Samenblase.

Achatz hat gesagt…

@anonymus. Danke für die Korrektur, völlig zur recht! Im Artikel zeigt es auch die Zeichnung wo alles an der richtigen Stelle liegt!