Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Samstag, 8. Juni 2013

Der Goldene Moment

Das 'Was- starrst- du- so'- Prinzip ( What are you staring at? by Tomomi Kumakura, PhD) findet sich im Originaltext bei 'Dream-lover-lab' hier.

Er ist für uns von besonderem Interesse, weil Tomomi hier ein sehr gutes Bild/ Analyse submissiver Strukturen bei einem Mann zeigt, ähnlich wie Georgeann Cross es auch tat (siehe hier) . Wir haben deshalb für die Interessierten unter Euch gerne übersetzt:

Es gibt aus psychologischer Sicht zwei unterschiedliche Sehweisen mit denen Männer die Schönheit einer Frau wahrnehmen. Es sind zwei unterschiedliche Selbstbilder, die dadurch unterstützt werden. Bei der ersten Haltung handelt es sich um die des Jägers. In diesem Fall wird die Erregung des Mannes begleitet von etwas was wir 'aktives Verlangen' nennen, worunter der Wunsch, die Frau zu dominieren verstanden werden kann: er will sie sich durch den Geschlechtsakt zu eigen zu machen.

Die zweite mögliche Haltung ist freilich sehr viel
interessanter für unsere Ziele.
Sie zei
tigt die gleiche intensive Erregung, diesmal jedoch verbunden mit dem Gefühl von Anbetung, Verehrung, Bewunderung, ja manchmal Ehrfurcht.
Ich nenne dieses das '
passive Verlangen'. Ein Mann des passiven Verlangens sehnt sich nach Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse, indem die Frau zur Akteurin und er zum Objekt wird, mit dem etwas getan wird. 'Weißt du, was ich mit dir machen werde?' - das könnte ein Mann des aktiven Verlangens fragen oder 'Was kann ich für dich tun?' Ein Mann des passiven Verlangens jedoch würde sagen wollen: 'Was willst du mit mir machen?' - und es ist klar, dass das leicht in ein 'Was kann ich für dich tun' verwandelt werden kann.
Ich glaube wir (Frauen) können alle auf verschiedene Arten von Verfolgern zurückblicken und ihre Erregbarkeit der einen oder der anderen Kategorie zuordnen und da scheint wirklich nicht viel Gemeinsamkeit bei diesen beiden exklusiven Gegensätzen zu sein.
Die '
Trance der Anbetung' des begehrenden und verführten Mannes ist ein sehr wünschenswerter Zustand, in dem wir seinen freiwilligen Gehorsam erlangen können.
Die Erziehung der meisten von Natur aus folgsamen Männer ist einfach und erwächst aus deren psychologischer Position der Schwäche, die sie immer dann bei sich spüren, wenn sie der Gegenwart weiblicher Schönheit ausgesetzt sind. Wenn dieses Gefühl der Verletzbarkeit vor oder während der Pubertät auftritt, verankert es sich tief in dem neuralen Kreislauf, der für die sexuellen Vorlieben verantwortlich ist, und wir bekommen dann manchmal einen 'perfekt- gehorsamen' Submissiven, der seine Unterwürfigkeit als eines seiner höchsten selbstgewählten Ziele verinnerlicht hat, so dass viele der schwierigen Erziehungsmethoden für Männer überflüssig werden.

Diese Art von 'eingeschlossen sein' in seinem passiven Verlangen, macht unsere Verführung so einfach, da dieser Mann keine Umdeutung seiner Identität benötigt. Seine Identität ist bereits richtig eingestellt: er sieht sich von Natur aus dem Weiblichen unterlegen. Dies kann sich dadurch offenbaren, dass alles, was er tut- wie sehr er auch versucht, es zu verbergen- darauf abzielt, die Weiblichkeit zu beeindrucken, oder darauf, von seiner selbst erkannten, untergeordneten Position sich auf ein Niveau aufzuschwingen, auf dem wir mit ihm reden würden. Mein 'Was-starrst-du-so?" -Prinzip schafft Bedingungen, unter welchen lernfähige Männer ihre untergeordnete Position in sich wahrnehmen können und zwar so, dass ihre Unterwerfung in der Regel keinen Widerspruch mehr für sie darstellt.
Um das fertig zu bringen, müssen wir sicherstellen, dass Erregung stattfindet, entweder durchgehend oder in herausragenden und erinnergungswürdigen Episoden, und zwar dieses im Verband mit der Wahrnehmung von Autorität und möglicherweise auch einer Art von Furcht.
Der schüchterne Teenager - der 'natur- gehorsame Mann im Entstehen'- geht normalerweise durch eine Reihe von Erfahrungen während seiner Kindheit, die sein sexuelles Selbstbild prägen. Vielleicht indem er von einer attraktiven Klassenkameradin brutal zurückgewiesen wurde und die nächsten Jahre danach im Gedanken an sie masturbiert hat. Oder indem er von einem weiblichen Wesen in aller Öffentlichkeit besiegt wurde (entweder physisch oder in einem Streitgefecht), ein typischer starker psychologischer Stimulus, bei dem intensive Erniedrigung mit sexueller Attraktion irreversibel verknüpft wird.
So oder so werden bestimmte Erfahrungen die Psychologie des
Submissiven in Gang setzen: Die Schönheit der Frauen wird für ihn eng mit Macht assoziiert und die Anerkennung dieser Schönheit wird auf natürliche Weise die Form von Bewunderung, Lob, Wohlwollen, Gehorsam annehmen- alles, was die Gunst der stärkeren Partei gewinnt.

Der 'Goldene Moment'

Ich möchte, dass Sie auf den 'Goldenen Moment' achten, ihn entdecken lernen und ihn dann kreieren können. Der 'Goldene Moment' ist ein vorübergehender Zustand der Konfusion im Mann, in dem Erregung und Verletzung seines Stolzes eine verwirrende Wechselwirkung haben. In einem solchen Moment wird der Mann nicht mehr wissen, wie er reagieren soll. Eine Seite in seinem Charakter will gewinnen, (den Streit, die Situation) und tritt maskulin intakt in Erscheinung; die andere Seite aber ist betäubt und verwirrt durch die weibliche Power - und geniesst gleichzeitig irgendwie den erregenden Effekt den dieses Phänomen auf ihn hat.
Laß uns daran erinnern, dass in der Evolution Männer Macht über Dinge bekamen, während Frauen Macht über die Männer durch ihre Sexualität bekamen. Eine powervolle Frau jedoch hat, abweichend von der üblichen Ausprägung ihres Geschlechts, einen komplett unabhängigen Kern!
Deshalb hat eine powervolle und attraktive Frau einen doppelt aphrodiesischen Effekt, weil sie für den Mann geradezu eine Verkörperung der Macht an sich darstellt.
Deshalb hat die 'femme fatale' eine zunehmende Beliebtheit in Filmen und im Fernsehen und die Zuschauer sind unvermeidlich verzaubert durch die Mechanismen, die ich gerade beschrieben habe. Egal was am Ende bei einem solchen 'Goldenen Moment' der Konfusion herauskommt; wenn Sie ihn hervorrufen können, dann haben sie erfolgreich eine Szene des passiven Verlangens erschaffen und dem Mann ermöglicht, eine bezaubernde Mischung von Erregung und Ehrfurcht zu erleben. Und das ist der Schlüssel zur Definition seiner Rolle in der Beziehung. Dass die weiblichen Reize auch zum Fürchten sind, ist natürlich seit Menschengedenken bekannt, folglich gibt es drastische Massnahmen in einigen Religionen, diese Waffe zu neutralisieren, indem man den weiblichen Charme vor den Blicken verhüllt.

Ich bringe diese Prinzipien natürlich in meinen Alltag mit
meinem Mann; er befolgt, wie jeder gut erzogene Mann, eine gute Enthaltsamkeits- Diät, die Wunder gewirkt hat für sein Benehmen und seine gute Führung. Ich will ihm jedoch garnicht jeden sexuellen Stimulus entziehen. Lieber mache ich das Beste aus seinem Zustand des Verlangens. Er darf auf viele Arten sein Verlangen demonstrieren - wenn er es aber ausagiert, führt das zu strenger Bestrafung. Mein Anspruch ist nicht, vollständig seine Sexualität zu unterdrücken- schliesslich ist das der Teil des Mannes der sich gut in Besitz nehmen lässt und sie ist ein ganz wichtiges Element seines angeborenen Wesens, das es ihm ermöglicht überhaupt so auf diese Erziehung/ Training anzusprechen.
Das Ziel ist, seine Erregbarkeit auf einem letztendlich gesunden und massvollen Level mit Abhängigkeit und Furcht zu verbinden, wobei sichergestellt ist, dass er sowohl versucht, als auch sehr vorsichtig mit dem Ausagieren seines drängenden Verlangens ist.
Aus diesem Grunde achte ich nicht speziell darauf, meine Brust in seiner Gegenwart vollständig zu bedecken. Ich kann auch mal einen Knopf auslassen bei meinem Hemd, wenn es warm ist oder ich könnte auch mal nur mit einem Handtuch aus der Dusche kommen. Ich trage oft durchsichtige Hemden im Haus, oder sehr enge Sachen. Es ist seine Verantwortung ein bestimmtes Grundniveau an Respekt und Ehrerbietung zu zeigen, indem er niemals seinen Blick auf meinen Körper fallen lässt (oder den irgend einer anderen Frau). Er hat gelernt, dass wie nachsichtig und mild meine anderen Bestrafungen auch sind, das eine, was er nicht tun darf ist: auf meinen Körper starren. Das schliesst meine Beine ein, wenn er nicht gerade das Privileg hat, mich zu verwöhnen. Solche Vergehen sind ganz einfach aufzudecken. Er weiß mittlerweile das 'Augen herunter' die einzige Direktive für seinen Blick ist in der Gegenwart von jeder Frau und wenn er von sich aus einen Blickkontakt mit einer Frau aufnimmt ist das eine Respektlosigkeit und wird als ein schweres Vergehen bestraft. Ich fand heraus, dass sein Benehmen mit dieser grundsätzlichen Regel auch sonst auf natürliche Weise korrigiert wird, selbst wenn ich selbst nichts dazu tue. Es ist oft ausserordentlich schwierig für einen Mann diese Regel zu befolgen, speziell wenn er längere Perioden der Enthaltsamkeit durchlebt und sein Testosteronspiegel entsprechend hoch ist. Aber glücklicherweise müssen diese Regeln nicht unbedingt gehorsam befolgt werden um effektiv zu sein; in der Tat anderes als andere Trainingsmethoden wächst die Effektivität, wenn der Mann nicht gehorsam ist.
Wenn ich meinen Mann beim Hinstarren erwische, dann gebe ich ihm eine Ohrfeige, heftig und so schnell, dass er erst einmal garnicht weiß, wie ihm geschieht. Ich begriff, dass es bei diesem Training darauf ankommt, dass Sie entschlossen zuschlagen, wie ein Donner, so dass Sie diesen 'Goldenen Moment' der Verwirrung kreieren können, Erregung und Furcht- gerade nachdem er angefangen hatte den Anblick zu geniessen, aber bevor er realisierte, was er eigentlich da tat, oder welche Konsequenzen das hat.
Ich liebe diesen Ausdruck von vollständiger Verwirrung mit diesem 'was habe ich denn gemacht'- Ausdruck im Gesicht, wenn seine Wange berührt und dann plötzlich den Ausdruck von 'meine Güte, was habe ich getan' - annimmt. Das ist der Goldene Moment.
Das ist nicht sehr kompliziert, meine Damen! Selbst junge Mädchen wissen, wie sie einen Mann in eine unterlegene Position bringen können, indem sie ein sexuelles Verlangen wecken und später so tun, als tadelten sie ihn für seine Unanständigkeit. Alles was wir tun, ist, sein drängendes Verlangen mithilfe von Enthaltsamkeit für ihn unwiderstehlich zu machen und dieses opportunistisch offen legen und anschliessend ein bisschen strenger sind mit der Bestrafung.

Ein Schritt über die Enthaltsamkeit hinaus. Wir haben gesehen, dass das 'was starrst du so"- Prinzip sehr nützlich ist, um in einem erwachsenen Mann die 'Goldenen Momente' zu schaffen, die so typisch sind für die Kindheit und von Natur aus folgsame Männer. Aber es gibt auch noch andere Gründe, warum dieses meine Lieblings- Erziehungsmethode ist.

Auch wenn ich offen zugebe, dass in dieser Art von Training der Mann mehr lernt, wenn er ungehorsam ist, als wenn er gehorcht, bleibt doch das langfristige Ziel -wie bei jeder anderen Erziehung - die perfekte Fügsamkeit zu erreichen.
Wenn ich an einen Mann denke, der während längerer Enthaltsamkeit, nur aus Furcht und Ehrerbietung seine mächtigen Triebe beherrscht und aufopferungsvoll meine Privatsphäre respektiert- selbst wenn ich leicht bekleidet durch das Haus renne, wobei er seine Augen auf keinen Teil meines Körpers richten darf, das macht mich an!

Wie er seine Augen zu Boden lenkt und in Hingabe und in unterwürfiger Dienerschaft mir das Handtuch reicht, wenn ich aus der Dusche komme oder er mir und den Mädchen ein Getränk reicht. Ich denke, diese Form 'mentaler Kastration' geht noch einen Schritt weiter als einfache Enthaltsamkeit bei der sexuellen Kontrolle eines Mannes, insofern als vollständige und freiwillige Folgsamkeit gefordert ist, ebenso wie seine ständige Wachsamkeit.
Nur so kann die Übergabe seiner Sexualität an meine Laune vollständig und aufrichtig sein. (von / by Tomomi Kumakura, PhD)
Originaltext

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Welch wunderbar zutreffender Text ist hier wieder wie aus dem Nichts erschienen, der die sexuelle Unterwerfungslust des Mannes so herrlich leicht zu enträtseln hilft.
Es sind in der Tat dinghafte, greifbare und meist banale Schwächen des Mannes, die das Prinzip „Was starrst Du so“ es den Frauen ganz einfach macht, weil es mich einschüchtert, wenn die Frau meiner(n) Schwäche(n) sozusagen entspricht. Diese Einschüchterung ist die erste Stufe hin zu meiner Unterordnung bei der Gegenwart einer Frau mit den gewissen Extras. So funktioniert das von Beginn an und geht dann immer weiter. Geradezu demaskierend sehe ich mich in der Übersetzung ertappt von der Autorin. Deshalb denke ich, ist die Übersetzung gerade für Leserinnen besonders interessant, klärt sie doch in verständlicher Weise auf, wie man passiven Männernaturen am besten zu Leibe rücken kann. So weit so gut.
Viele Male wurde hier schon von der ungeheueren Bedeutung hoher Absätze gesprochen. Stimmt alles haargenau. Gleiches gilt aber auch für einen Klassiker in der Familie der weiblichen Unterwäsche, der (zum Männerglück) scheinbar niemals aussterben wird und immer wieder neu seine Wiederauferstehung feiert. Jeder weiß, wovon die Rede ist – der Strumpfhalter, oder landläufig mit der lapidaren Bezeichnung Straps geführt. Auch so ein Reizthema im wahrsten Sinne des Wortes.

Schon die Klangmalerei dieses urweiblichen Dessous hat etwas Reizvolles weil es das Bewusstsein des Mannes sofort beunruhigend erschüttert, sobald es kurz und prägnant ausgesprochen auf seine Ohren trifft. Straps. Ich denke, ich kann hier durchaus von der Mehrheit der Männer reden, die bei dem Ausdruck zusammen zucken. Wir reagieren wie vom Schuss aus einem Hinterhalt getroffen, wenn eine Frau das Wort vollmundig und rollend ausspricht, womöglich noch im Zusammenhang mit einer Standpauke „was starrst Du mich so an, hast Du noch nie eine Frau im Straps gesehen“, oder verbunden mit Aufgaben des Mannes – „mach mir meinen Straps zu“ oder „räum den Straps auf!“. Messerscharf spricht sie es mutmaßlich mit einer gewissen Verächtlichkeit aus, weil sie weiß, wie der Mann davon besessen ist, wenn eine Frau Straps trägt und sie lässt ihm dabei spüren, wie unanständig, ja ungezogen es ist, sich als Mann dafür zu interessieren. In der Tat kommt die Schwäche geradezu spürbar an den Tag wenn eine Frau mit einer natürlichen Entschlossenheit und routinierter Geschicktheit sich einen Straps anzieht, die Nylons graziös und zugleich in flinker Geübtheit befestigt. Welch verrückt machendes Schauspiel. Oder wie prickelnd ist die Gegenwart einer Frau mit dieser aufregenden Gewissheit ihres besonderen Untendrunters. Ich erlebte das öfters schon bei Theater- und Vernisagebesuchen. Geradezu beunruhigend und lähmend zugleich beschleicht mich der Gedanke und lässt mich nur noch an das eine denken: Ich will ihr gehören und von ihr angeleitet, dressiert und abgerichtet werden. Ich bin ein empfindsamer ruhiger Mann, ein Schöngeist angeblich, und doch liebe ich die harte Gangart mit Strenge und Schärfe. Apropos, das Gangwerk einer Frau kann einen Mann wie mich wahnsinnig machen. Hörbar zurückschnellende Pantoletten, leicht federnde Brüste, wogende Hüften, alles Attribute einer Entschlossenheit und Festigkeit. Sehnsüchtig verfolgt mein Blick die Frau mit dem Gefühl von Anbetung, Verehrung, Bewunderung, sogar Ehrfurcht. Mein Blick ist triebhaft, er lechzt lüstern nach diesem kraftstrotzenden Weib. Ich spüre ihre Autorität und sogleich meine Unterlegenheit. So leicht wäre ich verführbar für sie, lenkbar und regierbar. Die Frau hat Macht über mich, wenn sie mich erst einmal durchschaut hat und meine Sexualität benutzt. Ja ich übergebe meine Wollust ihrem Willen, ihrer Lust, ihrer Laune. Markerschütternd und betäubend sind die vorwurfsvollen Worte „was starrst du so“ und in der Tat tritt genau das ein, was hier als „Goldener Moment“ beschrieben ist.
(muss leider meinen Text hier aufteilen)

Anonym hat gesagt…

Die Kapitulation gegenüber der Frau voller Scham und Respekt, aber auch voller Verlangen und Sehnsucht, Begierde und Demut. Ich ergebe mich der Weiblichkeit, bin bereit zu dienen und zu gehorchen, nackt und auf Knien, akzeptiere die Regeln und selbst die Strafen, so sehr bestimmt mein drängendes Verlangen nach den Reizen der Frau mein Tun. Ja - mein Blick senkt sich demütig und auch eine Züchtigung ertrage ich ohne Widerspruch, so sehr bin ich besessen von meiner liebsten Attraktion – schöne Frau.
Diesen Anspruch auf diese attraktiven Besonderheiten kann man allerdings nur rechtfertigen, wenn auch selbst als Mann bemüht ist für die besondere Frau etwas Besonderes und ebenso attraktiv zu sein. Ohne die eigene Kultiviertheit, auch im Benehmen, wie man sich korrekt kleidet, wie man eine Dame behandelt, geht es jedoch nicht. Den letzten Schliff allerdings sollte die Dame vornehmen.
Ich bin zwar gepflegt, studiert und weiß mich zu benehmen, doch in meinem Innersten habe ich keine Disziplin, hinsichtlich meiner sexuellen Gelüste. Ich neige zum Voyeur gegenüber weiblichen Reizen heimlich masturbiere ich, ich konsumiere Sexfilme und Pornoseiten im Internet. Derzeit bin ich wieder auf der Suche, nachdem vor kurzem eine längere Affäre ziemlich erloschen ist. Ich war der Liebhaber einer allein stehenden Cellistin. Sie teilte mit mir einige Vorlieben und es entsprach von Anfang ihrem eigenen Geschmack nur exquisite Nylonstrümpfe zu tragen und dies geradezu kultmäßig mit Straps. Ich war natürlich Feuer und Flamme. Oft besuchte ich ihre Konzerte. Wenn sie mit ihrem Orchester immerzu im schwarzen Kostüm auf die Bühne kam und sich vornehm setzte, waren meine Gedanken nur noch unter ihrem Rock. Sie wusste um meinen Notstand, den sie ganz ohne besonderes Zutun auslöste und wir liebten uns leidenschaftlich bei ihr zu Hause bei jeder Zusammenkunft. Es entsprach ihrem eigenen Geschmack, elegant mit Rock und dazu eben überwiegend Straps und meistens auch mit teuflisch hohen Schuhen zu gehen, nein sie stolzierte. Allerdings konnte sie mit ihrer Macht nicht umgehen. Sie verstand es nicht, wenn ich ihr meine Bereitschaft zur Unterordnung suggerierte, in dem ich für sie alles tat. Ich kochte für sie, ich kaufte ein, chauffierte sie, begleitete sie zum Arzt, zu Konzertproben, zum Kosmetiker. Sie wurde nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, aber sie nahm es einfach hin, war immerzu erfreut darüber, ohne selbst im Geringsten aktiv zu werden. Der erhoffte „Goldene Moment“ blieb immerzu aus, kein strenges Wort, kein Kommando, keine Aufgabenzuweisung, keine Machtausübung. Ich versuchte es herauf zu beschwören. Bei unseren Begegnungen in ihrer Wohnung fuhr ihr frech unter den Rock, fasste ihr an die Brüste, verhielt mich bewusst disziplinlos und lüstern. Sie wand sich immer nur geschmeidig und sanft aus der Situation, wenn ihr nicht nach Sex war und hielt mich sanft auf Distanz. Für mich wurde das allmählich frustrierend, da ich doch auf einen scharfen Ton wartete, auf raffinierte Anordnungen, Verbote, Drohungen, Ermahnungen, Befehle. Sie sah zum Verrücktwerden aus, aber machte von sich aus keinerlei Aktionen, worauf ich mit Demut hätte reagieren können.
(Teile vorsichtshalber nochmal auf, weil Fehlermeldung)

Anonym hat gesagt…

Also kein „was starrst du mich so an“ oder „was erlaubst du dir“. Wie gerne hätte ich ihr unterwürfigst Schaumbäder zubereitet, die Füsse geküsst, ihre Nylons aufgeräumt, ihre Reißverschlüsse auf- und zugemacht. Ich konnte mit ihr ins Bett wann und wie ich wollte. Wenn ich sagte, warum ziehst du heute keinen Straps an (was selten genug vorkam) antwortete sie, „soll ich? Na gut“. Anstatt mich zurechtzuweisen, lenkte sie auf meine Dreistigkeiten ein, vermutlich um es mir recht zu machen. Dabei wünschte ich mir insgeheim, sie möge sich samt ihrem Straps dann vor mir aufbauen, energisch und erbost und dann mit einem Rohrstock genauso virtuos umgehen können wie mit dem Bogen ihres Cellos. Ich wollte und hoffte so sehr, dass sie mir die Richtung vorgibt beim Sex, dass sie mich benutzt als ihren ergebenen und gefügigen Lover, den sie mit Leichtigkeit um ihren Finger wickelt, nachdem sie sich äußerlich so damenhaft und souverän präsentierte. Eigentlich kannte ich sie nur in ihren dutzendfach vorhandenen Kostümen und sie mochte das auch nur so im stets sehr weiblichen Stil. Insoweit hatte ich meine absolute Traumfrau gefunden - beinahe. Doch das romantisch verträumte Drumherum passte nicht zu dem was sie nach außen und speziell für meine Betrachtungsweise verkörperte. Die Frau mit Straps und resolut ist meine mich unabdingbare Kombination. In mir steckt das passive Verlangen, das eine Akteurin braucht, eine die entschlossen und fest ihren Willen durchsetzt, gerade im Bett und davor. Und eine die mich konsequent bei meiner Besessenheit packt, die mir zeigt wo es lang geht und mir Disziplin und Ordnung beibringt in all meinen sexuellen Zügellosigkeiten. Zeitweise hatte ich überlegt, ob ich sie nicht heiraten sollte, schließlich ist sie ein Juwel unter den Frauen. Welche geht heutzutage schon dauernd mit Kostüm und Straps auf die Straße. Bei ihr zu Hause sind mir dauernd die Augen übergelaufen, diese Beine, oh Mann was ich da zu sehen bekam, das sehen andere nur im Fernsehen oder nie. Bedingt durch so manche Konzertreise, konnte ich meine göttliche Cellistin oftmals eine Woche lang nicht sehen, doch bei ihrer Rückkehr stand ich immer schon wartend parat und schleppte ihr Instrument und ihre Koffer. Ich benahm mich wie ihr Bediensteter, übereifrig und gewissenhaft. Ich hoffte von einem Mal aufs andere, sie würde mich streng drannehmen, wenn ich ihr Gepäck hineingetragen hatte. Wie gerne hätte ich ihr zur Begrüßung die Füße geküsst, ihre Stöckelschuhe liebkost und mich auf Knien ihrer so vermissten schönen Gestalt ergeben. Aber nichts dergleichen passierte. Sie verstand auch nicht, dass ich mich immer mehr zurückzog und meine Treffen mit ihr wegen zeitlichen Gründen verringerte. Wir haben derzeit immer noch Kontakt, sehen uns aber nur noch ein-zweimal im Monat. Wenn ich auf ihr Frage zustimme, ob ich noch mit zu ihr nach oben komme, haben wir gelegentlich auch noch Sex und meistens führt sie mir hierbei eine neue Garnitur ihrer Unterwäsche vor. Im Bad hängen wie immer mehrere Paar Nylons wie extra aufgereiht für meine Voyeursaugen über dem Heizkörper. Der Kuschelsex und unsere romantischen Stunden sind schön, aber es fehlt mir eben ihre Entschlossenheit mich mit ihrem vorhandenen Potential sexuell zu lenken, mich für ihre Lust zu benutzen und zu erziehen. Kein eisiger Blick, kein Oft schon habe ich mir vorgenommen, ihr von Minervas Juwelen zu erzählen. Die Übersetzung über den goldenen Moment hat mir neuen Mut gemacht, ihr mit diesem Text die Augen zu öffnen, egal was danach kommt.

Schöngeist Martin

Anonym hat gesagt…

Der Goldene Moment - ich habe ihn mit Vergnügen und innerlicher Zustimmung gelesen. "Was starrst du so?" Eine der fiesen schnippischen Fragen mit einer eleganten Autorität, die im Kontext zugleich eine Aufgabe oder Verpflichtung suggerieren und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen auslösen und die untergeordnete Position deutlich aufzeigen, wer das Sagen und wer zu gehorchen hat. Auch die Interpretationen zu den folgenden Fragen sind offen und eindeutig zugleich, wenn man sich dazu eine strenge Hausherrin als agent provocateur im Dialog mit ihrem unterwürfigen Hausboy vorstellt. Für einen derartigen Disput fallen mir noch viele Fragen ein im Sinne von „was starrst du so?“

Sind die Blumen gegossen?
Soll ich dir das glauben?
Wie hast du mich anzusprechen?
Wie heißt das?
Haben wir uns verstanden?
Kannst du nicht hören?
Hast du verstanden?
Was hab’ ich gesagt?
Kannst du nicht hören?
Wo bleibst du?
Was ist –siehst du nicht, dass ich mein Höschen/meine Schuhe …. brauche?
Warum ist mein Höschen nicht aufgeräumt?
Lässt du mir ein Bad ein?
Du hast wohl nichts gelernt?
Bist du vorbereitet?
Vielleicht sollte ich dir den Arsch hauen?
Keine Antwort?
Das möchtest du wohl gerne?
Hast du schon wieder vergessen, was du gelernt hast?
Wie lange soll ich noch warten auf….?
Wer hat dir das erlaubt?
Weißt du nicht, was du zu tun hast?
Was soll das werden?
Wird das jetzt bald?
Was haben wir vereinbart?
Wer hat hier das Sagen?
Du weißt genau, was los ist?
Willst du mich nicht bitten?
Was sind das für Manieren?
Wie oft muss man dir das noch sagen?
Hast du wieder nichts gelernt?
Bist du bereit für mich?
Willst du mir nicht sagen…?
Wann wirst du endlich begreifen?
Ist alles ordentlich gemacht?
Muss ich kontrollieren?
Ist mein Kaffee schon eingeschenkt?
Willst du mir nicht aus dem Mantel helfen?
Warum bist du noch nicht ausgezogen?
Sind meine Schuhe geputzt?
Wo sind meine Hausschuhe?
Hast du das Bett gemacht?
Wie lange ist es her, dass ich dir den Arsch gehauen habe?
Muss ich nachhelfen?
Wo bleibt mein Tee?
Mus ich dich schon wieder bestrafen?
Glaubst du ich merke nicht wo deine Augen sind?
Willst du mir nicht behilflich sein?
Gefällt dir mein Busen? (erwischt beim heimlichen Blick darauf)
Was schaust du so? Hast du noch eine nackte Frau/Strapse… gesehen?
Wieso ist das nicht gemacht?
Was fällt dir ein?
Bist du bald fertig?
Hast du mir nichts zu sagen?
Du liebst mich doch, nicht wahr?
Muss ich es zweimal sagen?
Hast du das schon wieder vergessen?
Wie hast du mich zu begrüßen?
Was denkst du dir dabei?
Hab’ ich mich klar ausgedrückt?
Machst du mir den Bikini zu?
Geht das nicht schneller?
Was stellst du dich so an?
Soll ich den Rohrstock holen?
Was ist mit der Unterhose? (wenn Nacktheit angeordnet ist)
Du bist doch sonst nicht so schüchtern?
Glaubst du kannst mich für dumm verkaufen?
Das gefällt dir wohl?
Stimmt’s?
Was - willst du?
Was hab’ ich dir heute Morgen gesagt?
Kannst du mir das da erklären?
Was ist das für ein Benehmen?
Hast du das nun endlich kapiert?
Bist du dir darüber im Klaren, was das für Folgen hat?
Was fällt dir ein?
Wo ist dein Platz?
Du willst doch eine strenge Ehefrau?
Hab ich dir das nicht verboten?
Du weißt, dass das Konsequenzen haben wird?
Was erlaubst du dir?
Das war wohl noch nicht genug?
Gefällt dir was du siehst?
Was denkst du dir eigentlich dabei?

War doch klar, dass mir zu der guten Übersetzung etwas einfällt.

Roswitha

bonnie hat gesagt…

„Quäl dich nicht mein Schatz, überlass das mir.“
Oh ja, diesen Typ Mann kenne ich. Im letzten Beitrag Hut ab hat einer sich selbst am besten beschrieben. Axel. Dein Kopf ist voller Flausen mit dominanten Frauen, die dir Anweisungen erteilen und dir mit allem möglichen schauderhaften Dingen drohen. Ich kenne die Bilder, die in deinem Kopf wie ein täglicher Spuk auftauchen. Im Wohnzimmer die hochhackige Frauengestalt mit den Händen in den Hüften und der nackte Mann der mühsam den Glastisch putzt, der ihr auf Knien die Füße küsst, wenn sie nach Hause kommt. Oh ja du träumst davon jeden Tag vor deine Gebieterin treten zu müssen, deine Unterhose kontrollieren zu lassen und mit einer Erektion erwischt zu werden. In Gedanken liegst du mit entblößten Hintern über die Bettkante gebeugt, wartend auf die schlimme Bestrafung. Auch wie deine strenge Fee aussieht, ist alles fixiert, uniform und doch variabel, mal ist sie nur im schwarzen Unterkleidchen und das andere Mal kommt sie im Lederrock, oder ist es der kurze graue Mini mit Netzstrümpfen? Könnte es sein, dass sie eine spießige Brille trägt und einen festen Haarknoten wie eine Primaballerina hat? Ja – nicht wahr? Der pralle Busen nährt deine Lust wie einen hungrig nuckelnden Säugling und du hängst bettelnd an ihrem Rockzipfel wie ein kleiner Junge, entzückt von den feinen Nylons. Jede deiner speziellen Fantasien sowie die konkrete Vorstellung von der „Traumherrin“ wird immer wieder bis ins allerletzte Detail in Gedanken durchgespielt und hat sich in deinem Gehirn regelrecht festsetzt. Irgendwann ist dann endlich der Zeitpunkt gekommen - die Fantasien drängen nach Realisierung. Es muss sein, sonst zerbrichst du an deinem Lebenstraum. Und plötzlich fürchtest du dich vor dem Rohrstock, hast Zweifel vor Dir selbst, was Du dir da zumutest. Du bist das dumme Pferd, das sich selbst zum Schlächter bringt. Du hast Angst davor, sie könnte sagen, „Du wolltest es doch so“ und dabei hört sie nicht auf dich zu bestrafen oder mit Aufgaben einzudecken. Die Liste deiner Untugenden ist endlos und die Einträge in ihrem Strafbuch mehren sich jede Woche aufs Neue, während du noch immer die Hiebe vor fünf Tagen spürst. Du siehst dich schon im spießigen Pullunder und Schürze in der Küche. Anstatt am Fußballplatz zu stehen, oder in der Kneipe mit Kollegen musst du zu Hause dienen, deine Frau bedienen, umsorgen und gehorsam sein. Welch bitteren Geschmack hat die süße Verlockung plötzlich, die dir mit ihren hochhackigen Schuhen und Strapsen den Mund wässerig macht. Mit dem schönen Bild der dominanten Frau vor Augen siehst du verschwommen die Folgen warum du zögerst. Die Maschine lässt sich vielleicht danach nicht mehr stoppen, die du selbst in Gang gebracht hast, das ist dein Dilemma. Danach sitzt du wie ein Vöglein in einem wunderbaren Käfig, aber du kannst nicht mehr fliegen wie du willst. Es ist das Gefühl wie wenn man vor einem schwindelerregenden Karussell steht und zögert, ob man es probiert oder nicht. Man ist im Zwiespalt, soll ich oder soll ich nicht. Beunruhigend ist das, ständig unter Kontrolle, jederzeit kann dich eine Anordnung treffen und wehe es missfällt der Angebeteten etwas in der Ausführung oder in deinem Verhalten.

bonnie hat gesagt…

Davor hast du Angst Cowboy, dass du nicht mehr aufs Pferd kommst und du von ganz unten aus aufschauen musst. Schon heute senkt sich in Gegenwart von einer schönen Frau dein Blick demütig zu Boden und ihr Blick, den sie auf dich wirft, wirkt wie eine Inspektion, welch umtriebige Gedanken dir durch den Kopf gehen. Künftig wird deine Frau wissen, was in deinem Kopf steckt. Vorbei sind all die Heimlichkeiten und Machenschaften. Wenn sie klug ist, wird sie ihr Wissen erbarmungslos ausnutzen und mit ihren weiblichen Reizen eine suchtähnliche Abhängigkeit beginnen. Mit Erhabenheit kann sie dich machtlosen Bewunderer betteln lassen, wenn sie nur stolz und anmutig irgendwo Platz genommen hat, damit du ihre Füße küssen darfst. Du wirst Angst haben vor ihren Busen, wenn sie in ihren Stöckelschuhen stolziert und sie wird dir das Fürchten lehren, nur wenn sie plötzlich deinen Namen ruft. Die Schamesröte wird dir ins Gesicht steigen, wenn sie dich unerhört anfasst wie ein Gebrauchsstück, das ihr gehört. Sie hat Oberwasser und spürt die Ängstlichkeit an deiner Verlegenheit. Sie ist die Akteurin und lässt dir gar keine Wahl. Als passiver Mann kannst du nur zuschauen und kannst nicht selbst agieren, was eine entschlossene Frau mit dir anstellt. Du kannst nur darauf reagieren in dem du dich fügst, weil sie dich überrollt. Zu sehr bist du damit beschäftigt, sie anzustarren und bist zu langsam für eigenes Handeln. Wenn eine Frau es will, dann macht sie puren Sex und ist nicht nur erotisch. Deshalb hast du schon Angst, wenn du die Frau nur ansiehst, wenn du ihre nachschnappenden Schuhe hörst und erst recht, wenn sie dir in die Hose greift oder dir das Ausziehen befiehlt. Ich mag diese Art Mann sehr gern, weil sie so hilflos und tollpatschig, fast tölpelhaft sind beim Sex. Diese Ungeschicktheit ist nur vorgeschoben, denn in Wirklichkeit sind sie immergeile Triebmenschen, die wie eingangs schon erwähnt, nur Sex im Kopf haben. Um so schöner ist es, von diesen Trieben Gebrauch zu machen und den von meiner Aufmachung faszinierten Mann zu beherrschen. Wenn ich weiß, dass es den Mann glücklich macht, wenn er mich bedienen muss, ja dann lasse ich mich doch bedienen. Jeden Gang, den er für mich tun will, überlasse ich doch gerne ihm. Außerdem macht es doch ungeheuren Spaß, den Mann mit so herrlich einfachen Mitteln verrückt zu machen und mich ein bisschen dramaturgisch zu betätigen, hochnäsig stolzierend und mit einschüchterndem Schuhgeklapper. Warum also zögert ein Mann, sich seinen Traum erfüllen zu lassen, wenn er sich dabei die untergeordnete Rolle aussucht. Ist es tatsächlich die Angst vor der totalen Versklavung oder ist es bereits der Kontrollverlust, wenn die Frau ihm seine Verantwortung beraubt für das intime Treiben. Das würde ich mal genauer wissen. Im Grunde genommen will der devote Mann doch die totale Machtabgabe an die Frau und fühlt sich sogar noch gut unter der Knute. Also Mann was willst du, die Peitsche oder das Zuckerbrot oder von allem ein bisschen? Eine Femdomehe ist sicherlich eine Mischung daraus und deshalb ist es die praktikabelste aber auch schwierigste Variante. Ist das nun eine Form des Matriarchats? Übrigens, was die meisten Menschen (Männer?) nicht zu verstehen scheinen ist, dass eine herrschende Frau nicht deshalb eine Matriarchin ist, nur weil sie eine Frau ist.

bonnie hat gesagt…

Eine im Patriarchat herrschende Frau ist eine Patriarchin! Nur eine im Matriarchat herrschende Frau ist eine Matriarchin. Viele Leute meinen fälschlicherweise, Matriarchat wäre einfach so wie Patriarchat, nur mit vertauschten Rollen. Oder es wird gar mit Frauenherrschaft im Sinne von FemDom verwechselt. Aber Female Domination ist eine ganz andere Geschichte! Der devote Mann verehrt die Patriarchin auf sexueller Basis. Er presst sich selbst in ein Rollenschema, das er vorrangig oder fast ausschließlich mit sexuellen Themen versieht und weniger mit Übertretungen des Alltages. Die Übergänge sind jedoch fließend. Die Frau ist das starke, ihn beherrschende Wesen, sie im sexy Business-Kostüm, er häuslich und bieder in der Schürze. So ist seine Sichtweise. Sie furchteinflößend in Straps und hohen Hacken, er demütig resigniert und schutzlos nackt vor ihrer resolut wirkenden Gestalt. Die devote Natur ist eine beginnende Angst beispielsweise vor dem Busen der Frau und die begründet sich in der mangelhaften Disziplin, nicht darauf zu starren, während die Frau ihre Pracht aufreizend präsentiert und sich halbnackt vor seinen Augen bewegt. Schlechtes Benehmen, kein Anstand, keine Selbstbeherrschung, ungezügeltes Triebverhalten, Sexbesessenheit kennzeichnen den devoten Mann. Andererseits oder gerade deswegen will er kultiviert und domestiziert werden. Spiegelbildlich zu seinen Unarten sehnt sich der devote Mann nach weiblicher Strenge. Er verlangt nach drastischen erzieherischen Methoden, damit sein negatives Konto ausgeglichen wird. Sein Schliff soll allerdings ein besonders vornehmer sein, denn er verehrt ja auch einen besonders vornehmen Frauentypus. Zu seiner Kultiviertheit gegenüber der Angebeteten gehören deswegen alle seine servilen Umgangsformen, ihr zu Füßen zu liegen, ihre Füße zu küssen, vor ihr zu knien und so weiter. Sich normal zu benehmen lernt man normalerweise im Elternhaus oder im Kindergarten.
Der devote Mann will lernen sich besonders zu benehmen. Die Ehefrau ist eine weitere Station in der Reihe der Frauenfiguren im Leben eines Mannes, die ihn erziehen und domestizieren, allerdings hauptsächlich über die sexuelle Schiene, die vorher bei Kindergärtnerin, Lehrerin oder Mutter natürlich ausgeschlossen war. Auch wenn ihn all diese Frauenfiguren sexuell geprägt haben, liegt es nun an seiner Partnerin mit seiner Sexualität umzugehen. Keine der Frauen hat ihm gelernt zu knien, erst recht nicht wie eine ordentliche demütige Haltung auszusehen hat. Deswegen sind die Phantasien des devoten Mannes voller Situationen, worin er von einer Frau angeleitet wird, dies und das zu tun. Er wünscht sich ein Training, Lehrstunden, Nachhilfeunterricht (Sessions). In seinem Klischee sind es oft weibliche Vollzugspersonen die den devoten Mann sexuell reizen und die gewissermaßen legitimiert und kompetent sind, sich seiner anzunehmen. Die Aufgaben und die Manieren die dem Mann auferlegt werden, müssen speziell nach ihren Wünschen erfolgen und deshalb setzen sie eine spezielle Ausbildung des Mannes voraus. Stufenweise, Schritt für Schritt werden Regeln, Verbote und Ansprüche der Frau beschult, wie er ihre Füße zu küssen hat, wie sie ihren Tee serviert haben will, wie sie ihre Füße massiert haben will, wie sie befriedigt und wo sie geleckt werden will. Durch ständiges Praktizieren und Einüben entsteht eine Routine für das alltägliche Leben, weshalb Femdom als ein ehelicher Lifestyle und nicht als zwischenmenschliche Spielerei angesehen werden. So kommt es, dass sich der Mann unaufgefordert um vieles kümmert und ohne spezielle Instruktionen der Frau zu Diensten ist. Das ist reine Erziehungssache, die Frau formt den Mann und er lebt seine Phantasie aus. Im täglichen Miteinander treten selbstverständlich Defizite auf, die die Frau als obere Instanz sanktionieren kann.

bonnie hat gesagt…

Auch davon träumt der devote Mann und hat konkrete Vorstellungen, wie seine Mentorin ihn züchtigt, kontrolliert und diszipliniert. So wird die Beziehung auch ständig lebendig gehalten, in dem der Mann auf Trab gehalten wird und nötigenfalls eine Portion Hiebe bekommt, wann immer die Frau es für erforderlich hält. Von Ohrfeigen und Beleidigungen rate ich dringend ab. Es setzt den Mann viel zu sehr herab, wenn man danach wieder in harmonischer Ehe leben will. Das geht einfach nicht bei einem Liebespaar. Dagegen ist eine handfeste Abrechnung auf den nackten Hintern von Zeit zu Zeit gewiss kein Störfaktor. Ganz im Gegenteil. Es erhöht die Bindung zwischen Mann und Frau. Es ist ein intimer Akt wie der gemeinsame Sex. Wenn ein devoter Mann bei der Anordnung einer Strafe missmutig sagt, „muss das jetzt sein“, ist das in der Regel nur ein vorgeschobener Einwurf. Übers Knie gelegt zu werden oder eine Lektion mit einem Instrument kann ein reinigendes Gewitter bedeuten, das dem Mann hilft seine Rolle künftig wieder besser auszufüllen. Oder es ist für spezielle Unterlassungen oder Missachtungen eine deutliche Erinnerung, sich in Zukunft zu bessern. Konflikte treten bei Unverhältnismäßigkeit und empfundener Ungerechtigkeit auf. Die Befürchtung des Mannes tritt auch dann ein, wenn das Selbstbild der Frau mit der Vorstellung des Mannes zu weit auseinander driften. Die Antriebskraft zu dienen oder den Haushalt zu erledigen wird damit ziemlich reduziert, wenn dem Mann seine Träume zunichte gemacht werden. Es ist schon bei einer normalen Ehe unüberlegt und kurzsichtig, wenn ich als Frau sehenden Auges genau die Dinge verweigere, die meinen Mann verrückt machen. Einen sensiblen devoten Mann trifft das bis ins Innerste. So gern wie er einer Frau in hohen Hacken dient, so verletzt ihn auch die verbohrte Ignoranz der Frau, sich den verrückt machenden Dingen zu verschließen. Zu der autoritären Strenge muss auch die elegante Dame passen. Das sind zwei untrennbare Dinge. Nur dann kann eine spannende gefährliche Liaison aus der an sich normalen Ehe werden, worin die Frau das Sagen hat. Ich kann sehr gut verstehen, wenn der Mann man Angst davor hat, sich vorher zum Idioten zu machen für die Frau und hinterher auch noch zum Prügelknaben zu werden. Es ist eine ungeheuere Courage, die ein Mann aufbringt, sich in diese Achterbahn zu begeben, immerzu rauf und runter, mal soft mal turbulent, wenn er sich der Frau ausliefert. Femdom ist Realität und Phantasie zugleich, doch wo ist die Grenzlinie. Weibliche Dominanz sollte sich primär mit der Sexualität des Mannes befassen und nicht mit seiner Persönlichkeit, die er in seinem normalen Leben darstellt. Hier beginnt die Tabuzone. Aussehen, Beruf, Intellekt und derlei Dinge sind gewiss keine Angriffspunkte für weibliche Strenge und Rohrstock. Für einen devoten Mann wird die Frau zur Patriarchin innerhalb der Ehe und ich denke genau so sieht er seine Rolle als Untergebener aber auch respektierter Ehemann. Er ist gleichwertiger Partner in der Ehe, aber sie ist die maßgebliche Akteurin und im sexuellen Bereich seine Dompteuse. Die weibliche Dominanz nimmt einen gewissen Teil des Miteinanders ein und legitimiert die Frau darin, sozusagen wie Kleopatra zu leben und ihren Mann wie einen privaten Lakaien zu befehligen. Wenn ich als Frau entsprechend selbstbewusst und elegant auftrete, sind Ansprüche an den Mann bis hin zum fast absoluten Gehorsam leicht möglich und es lässt ein ausschweifendes Liebesleben für beide Partner erwarten.

bonnie hat gesagt…

Diese zumindest im Großteil feste Zuordnung der Rollen machen die Partner gegenseitig glücklicher, auch wenn phasenweise ziemliche strenge und schroffe Umgangsformen das Bild prägen. Zu diesem Bild zählen ungewöhnlich anmutende Begegnungen, wenn der Mann seine Lektionen übers Knie der Frau gelegt oder in unterschiedlichen Positionen auf seinen nackten Hintern geschrieben bekommt. Absurd, burlesk, grotesk, erbärmlich und doch mit dem Effekt einer sich aufwärts krümmenden Augenbraue genieße ich das Bild der auf einer Chaiselongue hingegossenen schönen Frau im warmen Abendlicht worin ein eifriger nackter Mann seiner Herrin zu Diensten ist. Gelegentlich blickt sie über den oberen Rand ihrer Zeitung und beaufsichtigt für einen Moment die verwöhnenden Küsse ihres Gespielen. Welch sinnlicher Zeitvertreib. Sein Blick ist demütig gesenkt und so innig vertieft in den anmutigen Fuß. Sie zupft ihren Rock zurecht und er blickt kurz auf ihre flinke Handbewegung. „Schau mir nicht unter den Rock“ fährt ihre Stimme hoch und blickt mit aufgerissenen Augen hinab von ihrem Herrschersitz auf den erschrockenen Liebhaber, der von dem scharfen Ton erstarrt innehält. Der goldene Moment kommt auch in meiner Phantasie vor, wenn ich meine Augen schließe und mir das eben geschilderte Szenario vorstelle. Wie verführerisch wäre es für den Mann, wenn die Frau den Rock ein Stück nach oben zupft. Ist es Gemeinheit oder Kalkül. Oder wie aufreizend wäre es, wenn die Frau mit dem Fingern ihr Pelzchen streichelt, während er ihre Füße liebkost. Und welchen Text würde sie ihm wohl hinfetzen, wenn er sich nicht beherrschen kann. Eine unter die Gürtellinie zielende Gemeinheit darf Femdom niemals sein und schon gar nicht zum groben Missbrauch des Partners führen. Ansonsten ist vieles unbeschwert möglich, selbst wenn es einer „normalen“ Frau vermutlich gar nicht so leicht fällt sich plötzlich zum Rang einer Comtesse oder als Herrin adeln zu lassen und fortan in dieser Position zu leben. Es ist in der Tat nicht kompliziert gegenüber einem Mann die Oberhand zu bekommen, wenn man seine Schwächen weiß und sich selbst mit seinem Bewusstsein soweit umstellt, genau auf diese Schwächen loszugehen. Was bleibt ihm denn anderes übrig, als sich mit Ehrfurcht und Demut zu fügen, denn ablehnen wird es gewiss nicht, wenn man hochhackig und durchsichtig oder halb bekleidet herum stolziert. Klar, dass er innerlich jauchzt und wenn die Frau es geschickt anstellt, liegt er ihr zu Füßen, bevor sie ihn dazu auffordern muss. Gleichzeitig ist es aber auch eine gehörige Überwindung für ihn, wenn er sich ganz und gar ausliefert, mit allen seinen intimen Dingen und auch körperlich. Doch das ist nun mal sein Schicksal, wenn er seine devote Neigung ausleben will, dann sind viele Unbequemlichkeiten mit den Vorzügen abzuwägen. Eine Frau kann ihm die Entscheidung nicht abnehmen aber sie wird ihm rasch den Weg weisen, je mehr sie in der Lage und willens ist, auf seine Bedürfnisse einzugehen. Das ist ihr Beitrag für diese spezielle Form der Partnerschaft und zwar mit hoher Perfektion und Erhabenheit ihre Weiblichkeit zu Markte zu tragen. Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit sind in einer Ehe mit weiblicher Dominanz weitaus ausgeprägter als in einer „normalen“ Ehe. Harmonie steht dabei über der Qual, auch wenn es als quälerisches und einseitiges Beziehungsmodell aussieht. Es ist durch die Regeln, Verbote und dem straffen Erziehungsplan sehr vieles festgelegt und beide halten daran fest. Die Vorzeichen in der Männerwelt werden dabei vertauscht und die Patriarchin macht den Mann zum gejagten Opfer, um ihn mit ihren Waffen zu „erlegen", in Gefangenschaft zu nehmen, um dann fiese Erziehungsmethoden an ihm zu vollziehen, zum Zweck des Komforts der Frau und der Harmonie.

bonnie hat gesagt…

Wenn eine Frau es versteht, ihre Dominanz, unterstrichen durch die passende Kleidung, nach außen zu tragen, ist der devote Mann schnell erlegt. Er wehrt sich nicht und ergibt sich. Vielleicht versteckt er sich anfangs irritiert von seiner eigenen Ungläubigkeit! Vor seinem Fetisch wird er nicht flüchten können. Es wird ihm nichts nützen. Die Frau wird ihn einholen – Sie und seine Fetische! Besser er lässt es zu und ist einfach er selbst, als ewig ein Leben in der Phantasiewelt zu führen. Auch das ist ein Aspekt, alle diese Besonderheiten des Kopfes zu realisieren und sich darauf einzulassen, allerdings im beiderseitigen Willen und dem Bewusstsein, dass es für Mann und Frau nicht einfach sein wird. Das Spiel der Kräfte muss sich einpendeln, wie scharf die Frau und wie schwach der Mann darin agieren und nebenbei ihre ganz normale Ehe oder Partnerschaft führen. Es ist jedoch schon mal gut, wenn man dieses Thema als gemeinsames Projekt immerzu bearbeitet, weil es die Partnerschaft ungemein lebendig hält mit vielen goldenen Momenten.

Bonnie
(Übersetzt von meinem deutschsprachigen Mann Martin)