Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Samstag, 17. Juli 2010

Harmonie im Haus, Dominanz und Sex

Aus dem Buch Female Domination von Elise Sutton:

Eine Femdom Ehe sollte die Harmonie im Haus stärken und die Frau sollte sich mit ihrem Mann und seinem Benehmen hinter geschlossenen Türen widmen. Der Ehemann hat ihr Respekt zu zeigen und niemals mit ihr zu streiten. Er hat ihr zu gehorchen in ehrerbietiger Weise, die eben Harmonie im Haus garantiert und eine gesunde Umgebung für das Aufwachsen der Kinder erlaubt. Wenn die Frau ihren Mann während ihrer gemeinsamen Spielzeiten eifrig diszipliniert, sorgt sie so für einen gehorsamen Ehemann und einen liebevollen Vater. Die Kinder werden wahrnehmen, dass ihr Vater ihre Mutter liebt, dass er ein verantwortlicher Mitmensch ist, der im Haushalt arbeitet und eine gute Zeit mit ihnen verbringt. Dies ist eine exzellente Rollenvorgabe für Jungen und Mädchen. Die Kinder werden ebenfalls sehen, dass die Mutter der Kopf des Haushalts ist und das wird für eine Tochter ein grosse Hilfe sein, sie wird nicht dazu neigen den gesellschaftlichen Stereotypen für die Rollen von Mann und Frau zu verfallen.

Keiner der Elternteile sollte jemals seine Kinder zu ihrer Art von Sexualität oder ihrem Lebensstil drängen, auch nicht, wenn sie erwachsen werden. Jeder von uns ist individuell. Wir müssen unsere Sexualität in unserem Tempo erforschen und entdecken. Eltern müssen die Lebenswirklichkeit mit den Kindern teilen und starke Wertvorstellungen fördern. Aber sie sollten keinesfalls D&S oder Femdom mit ihnen diskutieren. Die Kinder werden alles dies auf natürliche Weise von selbst entdecken. Ein submissiver Mann braucht kein Elternteil um ihm diesen Lebensstil zu erklären. Wie wir immer wieder sehen, wird sich sein Verlangen entwickeln und seine Natur wird schliesslich zur rechten Zeit hervortreten.
Zum Schluss wiederhole ich das Folgende. Mann und Frau sind beide geschaffen nach Gottes Bild und sind deshalb besonders wertvoll. Weibliche Dominanz (Femdom) heisst nicht, einen Mann wie Dreck zu behandeln oder ihn zu missbrauchen.
Submission und Versklavung sind in diesem Lebensstil willentliche Submission und freiwillige Versklavung. Der Mann wirft sich selbst für seine Königin oder Göttin zu Boden.
Das ist ein Akt der Hingabe an das weibliche Geschlecht und für den Mann die Offenbarung, dass die Frau ihm übergeordnet ist. Da ist keinerlei Zwang und der kann auch nicht sein. Es ist ein Zustand des Herzens. Weibliche Dominanz ist liebevolle weibliche Autorität und Fortsetzung der gesellschaftlichen Entwicklung hin zu weiblicher Vorrangstellung.

Dieser Lebensstil hat so viele Beziehungen und Ehe gestärkt und verbessert.

Manche sagen, dass es bei Weiblicher Dominanz ausschliesslich um Sex ginge, als ob Sex nichts wichtiges wäre. Sex hingegen ist viel mehr als eine körperliche Funktion und der Lebensstil weiblicher Dominanz ist viel mehr als eine Form von Sex. Sex baut Intimität auf und hat mit Beziehung zu tun und mit Ehe. Dabei können zwei Personen zu einer werden. Sex ist Romantik und Liebe und hat mit Gemeinsamkeit und aneinander gebunden sein zu tun. Sex ist Spaß und Gott hat ihn dazu erschaffen. Sex ist wichtig und weibliche Dominanz ist darüber hinaus noch weit mehr als Sex. Weibliche Dominanz ist sexuell, mental, emotional, sozial und spirituell. Es braucht soviel mehr Vertrauen und Offenheit seine verstecktesten Geheimnisse und die Sehnsüchte der eigenen Seele mit einander zu teilen.
Viel zu viele verheiratete Paare müssen ihre Wünsche voreinander verheimlichen. Wie traurig, dass Menschen ihre innere Wahrheit vor einem Menschen verbergen, mit dem sie ihr ganzes Leben verbringen wollten.
Weibliche Dominanz heisst teilen und umsetzen: sowohl der Wünsche des submissiven Mannes als auch die der dominanten Frau.
Wenn das mit Liebe geschieht ist es einfach nur schön.


By permission/ Original Elise Sutton: femalesuperiority.com
übersetzung von Achatz aus dem Buch Female Domination (7. Reality Check: Staying Grounded with Female Domination)
Das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung: Weibliche Domination Verlag: Carl Stephenson (2008)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz

Es gibt viele Punkte wo ich madame Sutton sicher recht geben muss. Abgesehen, dass sie auch eine geschäftstüchtige Frau ist, bewundere ich ihre ideen und Idealen. Ihre Versuch die Verklemmtheit bei den Liebenden weg zu nehmen ist nur anzufeuern. Ob es nun nur an den Fendom - Ehe liegt oder an gegenseitiges Verständnis sei dahingestellt. Einerseits ist es für ein Mann bequem sich in weiblicher Obhut zu wiegen und damit die Rechenschaft über die gemeinsamen verantwortung auf die lange Bank zu schieben.
Man kann die Fehlentscheide uns Beide in unserem Leben nicht mehr Rückgängig machen. Jetzt nach 40 gemeinsamen Jahren stehen wir da, lieben uns noch immer, aber wissen selber nicht wieso. Aus gewöhnheit oder vertrtautheit oder aus hochachtung für ein ander. Wir suchen Beide nach Punkte wo wir einander wieder treffen können. Die Gefühle sind nicht gestorben aber ruhiger geworden.
Lustigerweise ist die heutige Neo-Viktorianische Mentalität völlig in Gegensatz zu Mrs. Suttons Vorstellungen. Ich wünsche nur, dass ihre Vorstellungen der gegenseitigen Toleranz sich wieder durchsetzen werden. Sie werden schon wierder kommen. Die Frage ist nur, wird Mrs. Sutton die Umschwung noch erleben.

Liebe Gruss Richard

Achatz hat gesagt…

Danke für Deinen Kommentar, Richard.
Neo- Viktorianisch? Wo siehst Du das?
Ein Umschwung könnte schneller kommen, als wir denken und Mrs. Sutton wird vielleicht noch einmal sehr geehrtwerden von Leuten, die sie heute noch nicht verstehen; möglich wäre das ja, aber wer weiß...
Ich weiß es bestimmt nicht.

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz,

ein herzliches Dankeschön für Ihre Mühen mit den Übersetzungen der guten und immer wieder lehrreichen Texte.
Es ist sicherlich für viele von uns d i e Möglichkeit sie zu lesen und zu verstehen.
Liebe Grüsse
Esther

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz

Vielleicht habe ich die Mund ein bischen zu voll genommen. Gut, dass Du Deine Frage stellst.
Neo-Viktorianisches Zeitalter ist eine Erfindung von mir selber. Ich spiele hier vor allem an auf die Doppelmoral der Leute in das Viktorianische Zeitalter ab 1837 bis 1901 (Königin Viktoria von England) Die Zeit die beginnende Industrialisierung in Europa an.
Die Einen Reich und mächtig, die anderen Mäusearm, und froh, dass er genügen verdiente um seine Familie durchzuschleppen. Der Mittelstand ging es nicht unbedingt gut und musste sich wohl oder übel an die Reichen Orientieren, wollten Sie selber überleben. Die verheirateten Frauen hatten anständig und nett zu sein und die Huren waren (offiziell) verpönt. Obwohl von den Männer von Ihnen rege gebrauch gemacht wurde, aber man wollte es nicht wissen und sprach nicht darüber.

Die heutige Zeit hat in gewisse Sinne nach meiner Meinung Parallelen. Die angebliche Freiheit ist nicht so gross, wie manche Leute glauben, weil die offizielle Toleranz zwischen den Menschen in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Es wird alles, was einigermassen ausserhalb der Norm läuft verurteilt. Mitschuldig sind daran die Medien mit ihrer Schlagwörter und Sensationsstreben und Politiker die nach aussen oh so heilig sind aber in Gründe nur ihre eigene Macht auf Kosten von anderen nachstreben.
Es wird vor allem in der Politik verurteilt und beschuldigt als ob jeder ein Krimineller ist. Ganz ehrlich gesagt hat den Staat durch die Privatisierung die Macht aus der Hand gegeben und weiss die Geister die er vor 10 Jahre mit der Privatisierung gerufen hat nicht mehr zu bändigen. Dafür hat Sie die Macht nun in den Händen der Spekulanten gelegt.

Sorry, Achatz, es war nicht ganz in dem Sinn des Blogs, aber Du hast mich darum gefragt. Nächste Mal schreibe ich lieber wieder was über Lust Liebe und Leidenschaft, aber eben auf Kommando geht es auch nicht. Obwohl ich es gut habe mit meiner Frau, aber wir sind beide einfach jetzt mehr mit philosophischen Themen beschäftigt. Frauen wie Mrs. Sutton bewundere ich, weil sie weiser und intelligenter ist als manche Politiker.

Lieber Gruss Richard

Anonym hat gesagt…

Hallo!

Interessanter Blog! Schade, dass er ruht. Vielleicht schaut Ihr mal bei uns vorbei: http://windelcucki.blogspot.de/

Gruß
Tina und Thomas