Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 15. November 2009

Auch mal Schlabberlook…


Amèlie hat der Kommentar einer anonymen Leserin besonders gefallen und sie will, dass wir diesen Kommentar, der zu einem Posting vom 03.11 ("Kommentare ! Bitte mehr Qualität") gesandt wurde, hier nochmals besonders herausstellen:


Hier der anonyme Kommentar:
Als eifrige Leserin dieses Blogs möchte ich einige Gedankensplitter loswerden.
Zuerst möchte ich mich bei Amelie bedanken, dass sie Achatz gestattet Zeit für diesen Blog zu verwenden und natürlich gilt mein Dank auch Achatz der hier missionarisch wirkt.

Diese Seite macht Frauen und Männern Mut, den eigenen Weg zu finden - sie vermittelt das wohltuende Gefühl "normal" zu sein. Was ich mir persönlich wünschen würde, wäre ein wenig mehr Breite hinsichtlich des Frauenbildes. Ich vermute, es wird mehr Damen wie mich geben, die zwar all die Stilmittel weiblicher Dominanz hinsichtlich Outfits nutzen und lieben, aber die meiste Zeit Jeans und bequeme Schuhe im Alltag tragen, einfach weil's bequemer ist und auch weil der Wunsch des Gatten keinesfalls Verpflichtung ist. Und ich möchte allen Frauen, die sich mit dem Thema noch nicht lange beschäftigen, angesichts der Fülle an Phantasien, Mut zusprechen, sich davon nicht stressen zu lassen. Meine Erfahrung ist, dass eine FLR im besten Fall auf Lebenszeit ausgerichtet ist und vieles was frau sich anfangs nicht vorstellen konnte, nach einiger Zeit zur Passion wird.

Daher aus meiner Sicht ein Tipp an die Männer, gerade eine Frau die Ihre Dominanz zu entdecken beginnt, will Regeln aufstellen, will ihre Macht über den Mann ausüben und gerät automatisch in eine Zwickmühle, wenn sie angesichts der oft jahrelang angesammelten Wünsche ihres Mannes - das unterschwellige Gefühl hat - als Wunsch- erfüllerin zu agieren.
Es ist die Aufgabe des Mannes seiner Frau stimmig zu signalisieren, dass es sie selbst ist, die er verehrt und begehrt. Wir Frauen sind zugegeben mit seltsamen Gedankengängen gesegnet und auch wenn wir noch so sehr das Bestimmende und Strenge in uns tragen - es wird uns verleidet, wenn wir uns darauf reduziert fühlen.

Eine die sich nicht scheut auch mal im "Schlabberlook" dem Ehegespons den Hosenboden stramm zu ziehen.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also wenn der Mann eine weiblich geführte Ehe wünscht - dann sollte er dies mit allen Konsequenzen tun. Sie hat das Sagen - ob stilvoll angezogen, oder auch mal im Jogging. Und da darf sie auch energisch darauf bestehen. Entweder - oder. Und dann darf sie ihn auch in der Kleidung züchtigen, die ihr gerade angenehm ist. Reagiert er mürrisch, kann sie ja den Erleichterungstag für IHN verschieben - und für sich selbst trozdem die paradisische Erfüllung ihres Orgasmus fordern. Auf jeden Fall sollte sie eine angekündigte Züchtigung ohne Wenn und Aber durchsetzten. Wir erinnern uns: Er war mit der weiblich geführten Ehe einverstanden und sie wollte es vielleicht nicht - hat sie eingewilligt, sollte es für alle Umstände und Lebensbereiche gelten. Sie ist ja kein Spielzeug, das nach Beleiben wieder abgeschoben werden kann - sondern seine erträumte Eheherrin.

Roswitha hat gesagt…

Ich stimme dem Standpunkt ausdrücklich zu, obwohl ich gewiss die Vertreterin einer ganz anderen Sorte Frau bin. Mein Plädoyer geht insoweit mehrheitlich in eine andere Richtung. So soll es auch sein in einer Kultur der Meinungsvielfalt. Ich will meine Überzeugung auch nicht als Verteidigung der Männer verstanden wissen. Ganz im Gegenteil, ich nehme sie nicht in Schutz, sondern nehme die sexuellen Begehrlichkeiten zum Anstoß meiner Strenge, wie jeder weiß, der meine Kommentare liest und unser spezielles Eheleben kennt. Sicherlich werden mich für meine Auffassung die Männer wieder als seltene Ikone lobpreisen und viele Geschlechtsgenossinnen verteufeln. Wie kann eine Frau den Frauen so in den Rücken fallen. Gerade in dem Punkt, wo Solidarität so nötig wäre und alles gemeinsam Geschaffte zerstört. Was meinen Kleidungsstil anbelangt, erfülle ich in vielen Punkten die Kriterien der Mehrheit aller unterwürfigen Männerphantasien, da bin ich mir ganz sicher. Freilich besitze ich auch eine Jeans und gehe mal in Hosen, doch das ist die große Ausnahme. Wesentlich stärker und dadurch besser fühle ich mich in typischer Frauengewandung. Die Gleichmacherei der Frauenbewegung mit der Männerwelt habe ich schon immer für äußerst kontraproduktiv und schädlich für eine emanzipierte Frauenwelt heute und die der künftigen Generationen angesehen. Gerade der Unterschied zum anderen Geschlecht hebt die Stärke hervor und macht eine Frau eben zur Besonderheit. Wir erleben in der jetzigen Zeit gerade die Entwicklung zurück zur Weiblichkeit und gleichzeitig wächst die Frauenpower in allen Lebensbereichen. Insoweit sehe ich mich in meiner stramm aufrecht gehaltenen Verteidigung von Rock und Pumps bestätigt. Deshalb blicke ich nicht hämisch auf andere herab, die mehr die Schlabberlookvariante bevorzugen. Meine feste Überzeugung und logische Schlussfolgerung ist deshalb aber auch, dass gerade weibliche Dominanz nur durch eine entsprechende Repräsentation der Herrschaft einhergehen kann. Dazu zähle ich auch eigene Disziplin und Haltung. Zur Repräsentation gehören auch gewisse ästhetische Aspekte, auch in Verbindung zu einer unteilbar dazu gehörenden Eleganz. Fettleibigkeit verbietet sich deshalb genauso wie schlampiger Stil in jeder Hinsicht. Da helfen auch keine Tattoos oder Piercings. Meine Philosophie ist hier genauso strikt und folgt einer klaren Linie der Selbstdisziplin. Es muss nach meiner Anschauung schon stimmig mit meiner äußerlichen Erscheinung sein, um Dominanz und Strenge zu verkörpern. Wenn ich die Küche betrete und mit klarer und frischer Stimme meinen Mann frage, „bist du fertig“ braucht es einen ebenso klaren Beweggrund für seine Opferung alle Hausarbeiten zu übernehmen. Das braucht Substanz und eine innere Überzeugungskraft. Ein Blick in den Spiegel wäre sehr hilfreich, um für meine Auffassung zu plädieren. Mit Hängebusen und Jogginganzug funktioniert das meines Erachtens sicher nicht. Sich nur noch vom Wunschzettel des Mannes regieren zu lassen, würde die Machtverhältnisse komplett auf den Kopf stellen. Ganz klar. Doch zum Regieren braucht man die entsprechenden Argumente und die hat man als Frau doch ganz leicht in der Hand. Sicherlich, auch ich habe diese aktive Rolle erst lernen müssen. Siehe da, es machte viel mehr Spaß als ich mir jemals vorgestellt hatte. Schnell war mir klar, dass mein leicht forsches Wesen und die Freude an der bislang unerprobten Führung mich zu einer FemDom-Gattin haben werden lassen. Und an Kreativität mangelt es mir auch nicht. Über die Jahre habe ich zu meinem eigenwilligen Stil gefunden. Aber das Ausprobieren von immer wieder Neuem hat noch lange kein Ende... Ich komme mir dabei manchmal vor wie eine Vampirfrau innerhalb einer Schar frommer Emanzen im Einheitslook ohne Sinn oder Mühe für Stil und Geschmack. Gerade diese Besonderheit, ja ich sage Vampirfrau zu sein, macht einen wesentlichen Teil des besonderen Lebensgefühles aus, eben weibliche Dominanz zu leben.

Roswitha hat gesagt…

Forts.
Bequemlichkeit und Wohlgefühl sind mir gewiss nicht fremd. Ganz im Gegenteil! Zu Hause bin ich Königin. Wenn ich die Schuhe abstreife oder besser gesagt wenn sie mir ausgezogen werden, beginnt mein Wellness. Zu Hause hat meine Bequemlichkeit Priorität, sie ist mein persönlicher Luxus. Meine Bequemlichkeit wohlgemerkt. Das bedeutet eben nicht mich gehen zu lassen, sondern mich mit all den schönen Dingen zu umgeben und mich zudem dabei verwöhnen zu lassen. Das Lebensgefühl von Wohlbehagen, nennt man es Feierabend, Ruhe- oder Erholungszeit, freie Zeit oder Dämmerstunde genieße ich durch meine Freude, mich selbst um nichts mehr kümmern zu müssen. Ich werde bedient. Manfred ist dafür da. Die schönen Dinge, das glamouröse Ambiente bilden den Rahmen dafür. Wenn ich dabei erlöst bin von Stilettoabsätzen oder engen Röcken und Kleidern meiner Tageskleidung, bedeutet das nicht, am Ende des Tages sich mit schmucklosen Allerweltsgeschmack zu begnügen. Nein mein Look bleibt trotzdem der einer Madame, ohne mich dabei einschnüren oder zwingen zu müssen. Die oft so hoch gehaltene Bequemlichkeit anderer Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts ist meines Erachtens ein Vorschub von Gleichgültigkeit und mangelnder Selbstdisziplin. Der Geschmack sei dahin gestellt. Der Schlendrian wird zur Regel und endet in Trägheit und Nachlässigkeit sogar bei sich selbst. Ich weiß, das klingt fürchterlich arrogant, elitär und besserwisserisch. Wie eingangs gesagt, ich stimme dem Standpunkt zu und verstehe auch die Schlussfolgerung, wonach ein unterwürfiger Mann auch gegenüber dem Schlabberlook unterwürfig zu sein hat, schließlich bestimmt sie die Regeln. Ist ja alles richtig und ich respektiere das. Aber bitte liebe Ladies, reagiert nicht weiterhin eifersüchtig, neidisch und zickig auf diejenigen, die den eleganten luxuriösen Look verkörpern. Denn das kenne ich zu Genüge. Das nervt. Und eines ist doch auch klar. Um Herrin des Hauses zu sein, liegt doch nicht allein an der Frage des Outfits. Gewiss, Femdom entspringt vielfach an den Stilmitteln weiblicher Dominanz und Kleidung spielt dabei eine große Rolle, doch man muss auch zu jener Größe hineinwachsen, um diese Dominanz in persona zu sein. Und: Unterwürfige Männer sind oftmals Genießer und kultivierte Herren mit außerordentlich gutem Geschmack. Wenn ich diesen Geschmack teile, mich damit identifiziere und selbst danach strebe, ist es keine Verpflichtung für mich, sondern ein Segen. Manfred und ich haben zum Glück gleichlaufende Linien entdeckt und ausgedehnt. Dadurch entsteht dann jene Passion aus Bewunderung und Verehrung, die in der Unterwürfigkeit endet. Das ist meine feste Ansicht und nach der handle ich und nicht weil ich mich aus Liebe zu Manfred verbiegen würde.

Liebe Grüße,
Roswitha

Sukram hat gesagt…

Hallo Roswitha

Immer wieder toll Deine Kommentare lesen zu dürfen.
Bei uns geht es ziemlich ähnlich zu und her.
Nächstes Jahr steckt mich meine Herrin sogar in eine Butler-Schule. Dort lerne ich mein Handwerk von Grund auf. Ebenso perfekte Benimm- und Sprachregeln.
Die Leitung führt eine resolute Frau von adliger Herkunft. Meine Herrin und eben diese Dame haben miteinander gesprochen.
Rohrstock und Gerte gibts dort nicht, dafür aber eine sehr strenge und perfekte Ausbildung. Dies wurde meiner Herrin zugesichert.
OK, soviel zu "meiner" Situation.
Muss meine Pflichten nun erledigen, andernfalls gerate ich in Schwierigkeiten...

Güsschen Sukram

Anonym hat gesagt…

Hallo Roswitha!
Mein Kommentar war nicht als Spitze gegen Frauen gemeint, die das Gegenteil der Schlabberlookvariante wie du sie nennst bevorzugen, bzw. einen Mix daraus - es ging mir um s sowohl als auch.
Vor allem aber darum jenen, die ihre weiblich dominante Seite erst zu leben beginnen, Druck zu nehmen angesichts dessen was als Ideal propagiert wird.
Nun was das neidisch oder eifersüchtig reagieren der weiblichen Umwelt auf eine ladylike gestylte Frau betrifft - so ist das wohl eher ein allgemeines Problem betreffend des leider noch immer bestehenden Konkurrenzverhaltens unter Frauen. Unschön gerne als Stutenbissigkeit bezeichnet. Aber die trifft jede die innerhalb einer gewissen zufällig vorhandenen Anzahl von Frauen optisch besser aussieht als der Rest.
Und hat dann meiner Meinung nach weniger mit dem Outfit der jeweiligen Trägerin zu tun.
Das Schöne an den Menschen ist ihre Vielfalt und die unterschiedlichen Arten zu leben.
Ich habe mit Begeisterung deine Beiträge gelesen und durchaus so manches als Anregung für mich selbst entnommen.

lg

Sina von X hat gesagt…

Kultivierter Devotismus heißt nicht devot um jeden Preis zu sein. Eine hochkarätige Frau erwartet zu Recht zum Gehorsam vom Mann, einen sauberen Körper, Manieren und die Bereitschaft sich ihr auszuliefern, wenn sie die gleiche Kultiviertheit in ihrer Weiblichkeit vorlebt. Es reizt mich einen gestanden, selbstbewussten Mann zu meinen Füssen zu zwingen. Mehrere Charaktere des Mannes münden in seiner devoten Natur. Dabei ist er zum einen der Genießer, der kultivierte Herr, zum anderen aber auch steckt stets der junge Mann in ihm, der noch etwas Nachhilfe in Sachen gutem Benehmen und Respekt vor einer Dame benötigt. Dieser Devotismus braucht eine Ursache, er ist alles andere als grundlos oder zufällig. Warum sind Männer so sehr bemüht, einer Frau zu imponieren, doch nur wenn ihnen die Frau ebenso imponiert. Es ist ein Hochgefühl diese Verehrung und Bewunderung des Mannes zu erhalten. Dieses Hochgefühl beginnt dann buchstäblich wenn ich z. B. in extra hohe Schuhe (es gibt noch etliche andere „Gefühlsverstärker“) steige, damit ich das imposante Gefühl auskosten kann. Bequem ist das gewiss nicht aber mein Hochgefühl überwiegt. Darin zentriert sich eine Stärke, die sich auf mein ganzes Auftreten auswirkt. Diese Stärke wiederum macht mich zur Besonderheit. Diese Besonderheit bringt die devote Natur des Mannes erst ans Licht, da sich seine sexuellen Schwächen heraus kristallisieren, wenn er sich jener Besonderheit konfrontiert sieht. Wenn ich sehe wie bei der derzeitigen Herbst/Winter-Mode sich nahezu jede Frau in sexy Overknee-Stiefel wagt, die man sonst nur vom Dominagewerbe kennt, breitet sich diese Besonderheit einer weiblichen Kultiviertheit offenbar epidemisch aus wie die Schweinegrippe. Vor kurzem sah ich im Einkaufscenter eine Familie, bestehend aus einem Ehepaar um die 50, der etwa 25 jährigen Tochter mit Kind und ihrem Freund. Die 50jährige trug schwarze langschäftige Stiefel bis weit über die Knie mit hohen Absätzen und ein kurzes Strickkleid. Wirklich toll dieser Anblick! Das war ganz sicher keine Domina und keine sadistische Frau aber eine gewisse Aussagekraft über ihre Persönlichkeit hatte das auch innerhalb des Gesamtbildes. Vielleicht rollt da insgeheim eine neue Revolutionswelle auf die längst bröckelnde Männerherrschaft zu, die sie mit dem Rezept einer besonders offensiven Weiblichkeit nun endgültig von ihren Stühlen kippt? Die Damenmode scheint dies zumindest in allen Bereichen zu bestätigen, sieht man nur auf die Rennaisance von Straps und Retrolook im Bereich Dessous in Kombination mit Federpuschelpantoletten und hautengen Pencilskirts. Die Rückkehr des Glamour alter Zeiten scheint auf breiter Front als Ausdruck stilvoller Weiblichkeit und als persönlicher Luxus der Frau durchzubrechen. Die Frau ist wieder Frau, wie man es bei den Filmstars der 30er bis zu den 60er Jahren kannte. Mit Schlabber-Look ist da jedenfalls nichts zu wollen, das schwächt uns Frauen nur und wirft uns in die Steinzeit zurück.

Sina von X hat gesagt…

Fortsetzung: Der Devotismus des Mannes korrespondiert stark mit dieser Weiblichkeit. Je mehr und je größer die Schnittmengen an Übereinstimmung sind, umso mehr ist der Mann besessen vom Weib und ist ihren Reizen hilflos ausgeliefert, schlimmstenfalls sogar hörig. Der Anmut und der Stolz der Frau entspringen aus gelebter Weiblichkeit und sie eignen sich absolut nicht zur Unterordnung. Viele Frauen haben vielleicht Mühe, das was sie in sich tragen auch auszuüben und ihre Macht gezielt auszuüben, um sich den Sexualtrieb der Männer zu Eigen machen. Vielleicht gehört auch eine gewisse Begabung dazu, Eleganz und Strenge zu seinem eigenen persönlichen Stil zu erheben und daraus folgend mit Forschheit aktiv zu werden. Die Veranlagung des Mannes zur Triebhaftigkeit kann jedoch jede Frau zum Anlass einer sehr deutlichen und klar umrissenen Strenge geben. Schon eine einprägsame optische Erscheinung der Frau kann die Gewissenhaftigkeit des Mannes ungemein erhöhen, das beweist alleine schon das Balzgehabe gegenüber einer attraktiven Frau. Die Devotheit des Mannes ist nur die Steigerung bei erhöhten Reizaufkommen. Jedenfalls gedeihen die männlichen Qualitäten besser oder nur, wenn sie durch eine Frau angeleitet werden. In einem kultivierten Devotismus spiegelt sich die eiserne Disziplin die man als strenge Ehefrau in entsprechend kultivierter Eleganz vorlebt. Das kommt nicht von ungefähr und es geschieht nicht zufällig, wenn ein Mann vor der Frau in Demut verfällt. Es mag sein, dass es eine gewisse Prädestination des Mannes braucht, jene sinnlichen Männer, die sich für Straps und hohe Absätze begeistern und eine Frau dafür anbeten. Sich als solche Frau zu begreifen, fasziniert zu sein von sich und dieser Macht über den Mann, ihn seiner männlichen Überlegenheit zu berauben, kann der Schlüssel für eine besonders gut funktionierende harmonische und einfach großartige Ehe sein. Das klingt nach radikaler Veränderung, hin zu dieser tatsächlich geltenden weiblichen Autorität, zu einer Beziehung, worin die Frau das Sagen hat. Das hat auch mit dem Klischee der Peitschenschwingenden in Lack oder Leder gekleideten Frauen des Gewerbes nichts gemeinsam. Es ist etwas völlig Anderes. In Wahrheit bin ich sanfte Regentin des Spiels um Macht und Ohnmacht, die es liebt ihren Untergebenen, der ihr geliebter Mann ist, um den Verstand zu bringen, seinen Körper zu strafen und seine Seele zu entführen – liebevoll aber auch befehlerisch und kaltschnäuzig. Die verheerende Wirkung ist nicht die eintretende Bereitschaft des Mannes zur totalen Unterwerfung, sondern sehr schnell selbst Gefallen daran und an diesem alternativen Lebensstil zu finden. Ich bin nicht mehr brav. Und nichts ist schließlich langweiliger als brave Mädchen. Offener, zur Schau getragener Sex ist viel ehrlicher als verklemmter. Warum sollte man sich in der heutigen Welt noch über das Luderimage Gedanken machen. Falsche Moralverstellungen und vorgeschobene Bequemlichkeit sind um einiges gefährlicher als Mut zur verruchten Weiblichkeit. Mein tägliches Outfit könnte der erotischen Phantasie eines braven Ehemanns aus der amerikanischen Provinz entsprungen sein und es ist gewiss kein allzu großer Aufwand. Beim Einkaufen bemerke ich oftmals die verunsicherten Herren und ich helfe keinem, ihm die Schüchternheit zu nehmen, sondern fordere sie heraus. Später bei der Rückkehr vom Einkaufen beginnt dann beim Anblick der Plastiktüten die Phantasie meines eigenen Mannes zu arbeiten: Was hat sie gekauft? Das ist meist schon der erste spannende Reiz. Irgendwann wird er mit dem Gekauften konfrontiert, irgendwann. Seine Neugier nach meinen persönlichen rein weiblichen Dingen habe ich ihm längst ausgetrieben und seine Besessenheit damit verstärkt.

Sina von X hat gesagt…

Ja, ich habe ihm beigebracht, wie er sich in meiner Gegenwart zu benehmen hat und ich verstehe mich als anbetungswürdige Frau. Schon in meinem Gesicht lässt sich schnell erkennen wer bei uns das Sagen hat. Ich male und frisiere mir eine anmutige Arroganz vor dem Spiegel. Mein Mann kann nur zuschauen. Manchmal lache ich ihn aus für seine hilflose Ohnmacht gegenüber meiner Reize, beschäme ihn, ziehe es jedoch nicht ins Lächerliche. Ich kultiviere seine Triebhaftigkeit und beobachte, studiere ihn sogar dabei. Immer wieder erstaunt es mich, wie wichtig einem Mann diese Stilmittel ikonenhafter Weiblichkeit wohl sind, um sich derart in kriecherische Demut zu begeben. Eine Frau namens Barbara (Kleine Hexe) hat hier unlängst von der Magie von Nylons geschrieben. Das kenne ich von meinem Mann in Reinkultur. Er serviert mir meine Strümpfe wie kostbaren Wein, wenn ich ihn danach schicke. Blasiert nicke ich sie ab und lasse mir von ihm beim Ankleiden helfen. Nach dem Büroalltag entspanne ich gerne meine müden Füße auf dem Sofa. Ich genieße das total, meine Schuhe auszuziehen und in einem Magazin zu blättern oder so. Meinen Mann macht das bis heute total verrückt, wenn ich mit zarten Strümpfen die Füße gegeneinander reibe. Mit seinen gerade vollendeten 50 Jahren bekommt er davon einen Steifen wie ein junger Knabe, wenn ich es bewusst darauf anlege. Und er ist so wunderbar folgsam dabei. Mit dicken Socken wäre da nichts zu wollen und außerdem fühle ich mich in schicken Nylons sehr wohl.
Was viele Menschen nicht wissen, die Geschichte der mehr oder minder freiwilligen Unterwerfung des Mannes unter die (sexuelle) Kontrolle der Frau ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Aus Runenzeichnungen des homo matriarchalis, einem nordischen Vorläufer des heutigen homo impotens, wissen wir nach Stand der Forschung, dass bei frühen Normannen und Wikingern anders als die populäre Meinung glaubt die Frauen nicht in nur in gesellschaftlichen Belangen, sondern auch in ehelichen Belangen das dominante Geschlecht waren.

Sina von X

Anonym hat gesagt…

Hier findet man sehr intelligente und fundierte Kommentare.

Alle Achtung!