Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Montag, 5. Oktober 2009

Submissive Männer in Toronto

Hier aus einem Blog ein paar Zitate von Frauen aus Toronto:

Ich glaube, die Kerle sollten pünktlich, aufmerksam auch in Einzelheiten, und hingebungsvoll sein und von einem solchen Kaliber, dass ich Lust habe, sie meinen Freundinnen vorzuzeigen (natürlich nicht in einer Kink- Manier) : offen und bereit dazu zu lernen.
- Eine 27-jährige dominante Frau aus Toronto.

Submissiv sein ist nicht gleich doof sein, schwach und voller Unsicherheit im Selbsbewusstsein. Es bedeutet einfach, dass du immer schon die natürliche Tendenz und das Verlangen gespürt hast, dich hinzugeben, wenn du in der Gesellschaft einer starken, selbstbewussten und wahrhaft dominanten Frau bist, und dein unbändiges Verlangen gespürt hast ihr zu gefallen und ihr zu dienen.
-Eine 50+ -jährige dominante Frau aus Toronto

Tagsüber und in der Öffentlichkeit bist du stark, ein erfolgreicher Mann und gewohnt Verantwortung zu haben und zu entscheiden. Und dann, am Abend möchtest du nichts lieber, als die Zügel aus der Hand geben und MIR erlauben das weitere Vorgehen zu bestimmen. Du sehnst Dich nach dem Moment, wenn du herein kommst und deine urbanen Panzer ablegen kannst, um dich submissiv zu geben und um dein gehorsames Selbst auszuleben. Erforsche deine unterwürfige Seite und dein Bedürfnis einer anspruchsvollen und verführerischen Frau zu dienen und ihr zu gefallen! Deine Rolle ist genau definiert, deine Aufgaben sind klar und du bist begierig, deine Gefolgschaftstreue unter Beweis zu stellen.
-Eine 35-jährige dominante Frau aus Toronto

Kommentare:

Sukrem hat gesagt…

Welch treffende Aussagen.
Tu nur das, was mir gesagt wird.
Frau bestimmt - Mann gehorcht.
Und es funktioniert!
Phantastisch!
Göttin sei Dank.

Sukram

Domenique von Sternenberg hat gesagt…

Alle drei Aussagen finde ich sehr treffend. Die Zweite allerdings gefällt mir am besten, denn sie erwähnt eine für mich wichtige und oft falsch verstandene Eigenschaft von submissiven Männern. Als devoten Partner ist mir ein einigermassen intelligenter, selbstbewusster und gebildeter Mann der sich mir mit Hingabe unterwirft viel lieber. Einen den man auf jedem Parkett an der Leine führen kann. Damit meine ich, er weiss sich zu benehmen und ist mit und ohne seine Herrin nicht hilflos, tolpatschig und unsicher. Einen auf den ich mich verlassen kann. Auch wenn ich etwas schwierigeres wünsche, ist er in der Lage dies jederzeit und überall zu organisieren.

Herzliche Grüsse
Domenqiue

Anonym hat gesagt…

Bonjour, ist es möglich, Sie zu kontaktieren ?

Meine Email : main@debris-x.com

cordialement
debrisX

Roswitha hat gesagt…

Ganz meine Meinung, auch wenn ich vor Jahren wie ein störrischer Esel in eine Femdom-Ehe getrieben werden musste. Ich wollte keinen Hampelmann. Interessant finde ich folgendes: Das, was der Mann selber nicht schafft darzustellen, was er gerne darstellen möchte, versucht er durch eine besonders reizvolle Frau an seiner Seite zu erreichen. Dafür wird so mancher sogar unterwürfig und sehnt sich so sehr nach bestimmten speziellen Reizen. Gegenüber ihr blüht er dann zum perfekten Mann auf und verehrt sie wie eine Göttin, wenn sie ihm all diese Attribute und Details erfüllt. Dazu gehört dann auch die Autorität der Frau, nicht als notwendiges Übel, sonders als Schärfe demonstrierendes Zubehör. Bei meinem Mann Manfred fügten sich alle diese kleinen Details, die er mir im Laufe der Zeit verriet zu einem klar erkennbaren Mosaikbild zusammen, wie er mich sehen wollte und damit ich die für ihn so wichtigen Besonderheiten haben würde, zudem eine herbe aber liebevolle Autorität.
Trotz unserem doch mittlerweile erheblichen und ausgeprägten Lebenswandel mit Femdomepisoden bis ins Alltagsleben hinein, ist er ein Bild von Mann mit starkem Charisma nach außen hin, der freilich nur mir gegenüber ganz anders ist, wenn wir alleine sind. Er hat zwei Gesichter, die ich liebe. Er ist der Mann, so wie ich ihn immer wollte und es wurde so, wie ich es mir genau und doch nie zuvor vorgestellt hatte. Gerade waren wir für ein paar Tage in Italien und ich brachte mir zwei Paar extra steile Korkpantoletten mit nach Hause, die ich seitdem zu Hause ständig trage. Meine Autorität ist allein dadurch wieder ein Stück mehr gewachsen wie auch meine Körpergröße um echte 11,5 cm zugenommen hat. Manfred kommt nach Hause und liegt mir zu Füßen dafür. Ich bin es mittlerweile gewohnt. Es ist die gleiche Position wie noch vor einer Sekunde, wenn ich einfach auf der Couch sitze, doch kaum ist er da und ich ändere meine Rhetorik, kann ich mich verwöhnen lassen, küsst er mir die Füße, während ich ein Glas trinke und fernsehe. Er ist mir in Grunde genommen total hörig, wenn ich das wollen würde, weil ich mittlerweile das ganze Repertoire beherrsche, das ihn verrückt macht und dennoch ist er ein wunderbarer Ehemann, am Boden auf Knien und aufrecht an meiner Seite. Seine schwache Seite, die sich nach Autorität sehnt, habe ich heute auch im Posting "Mindestzeit" einfach beschreiben müssen, weil dies auch zu meinem/unserem Reperoire geworden ist.

Herzlichst, Roswitha

Dunja hat gesagt…

Ich wünschte ich könnte auch schon so autoritär und unverfroren mit meinem Mann umgehen, der sich genau das wünscht, was ich hier auf seine Empfehlung hin zu lesen bekomme.
Gerade habe ich wieder von Roswitha den langen Beitrag unter der Überschrift "Mindestzeit" gelesen, worin es um die sexuelle Kontrolle des Mannes geht. Einfach toll, allein diese Sprache. Mir fällt es schon schwer, frech und spontan zu sagen - zieh dich aus! Diese Rhetorik, als hätte man einen rotzfrechen Bengel vor sich, möchte ich auch demnächst so beherrschen wie sie. Doch nur mit Wiederholung wächst die Erfahrung. Das habe ich schon herausbekommen. Ich rede schon ganz anders, wenn ich es öfters mache. Na warte Freundchen, sage ich mir, du wirst mich noch kennen lernen. Vergnügen und Strenge werden nicht mehr zu trennen sein, wenn ich erst mal zu den richtigen Tönen mit der entsprechenden Sprache gefunden habe. Wider Erwarten macht es mir Spass und Lust diese Femdomgeschichten zu lesen und damit selbst zu experimentieren. Ich habe festgestellt, die Liebe leidet nicht darunter, ganz im Gegenteil. Submissiv schadet also nicht, ich hab's mittlerweile ganz gern so, wenn ich bestimme. Da wächst etwas...

Dunja