Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 20. September 2009

Weiblich Geführte Ehe und Minervas Juwelen

(neu aufgelegt)

Der Begriff "Weibliche Geführte Ehe" oder FLR (female led relationship) steht für uns zunächst für eine Form der "FemDom-Ehe". Die "Weiblich geführte Ehe" funktioniert am besten bei lange dauernden, intakten Beziehungen oder Ehen.
Sie bezeichnet einen Lebensstil des kultivierten Umgangs zwischen Frau und Mann, der nicht unbedingt durch "ungewöhnliche" Elemente geprägt sein muss- diese kann es aber durchaus geben!-, vielmehr ist der Umgang bestimmt durch eine einfache Regel in der Beziehung zwischen der Frau und dem Mann, die lautet:

"Die Frau hat generell das Sagen. Nicht unbedingt in jedem Bereich, aber überall da und soweit und soviel sie es für richtig hält. Sie führt liebevoll mit weiblicher Autorität."

Ein solcher Grundsatz bewirkt bei der Umsetzung eine radikale Veränderung in der Beziehung. Aber nur dann, wenn beide Partner es auch wirklich so wollen. Selbstverständlich freiwillig!

Aber diese Regel ist nicht das einzige Wichtige. Von Bedeutung ist zudem eine Orientierung des Paares, bei der eine "leichter Dreh" stattfindet, nämlich nichts anderes ist als die Einbeziehung und Verwendung von "sexualmagischen" oder sogenannten "D/s ('Dominanz und Submission')- Elementen". 

Ein noch besseres englisches Wort ist 'Power-exchange', welches den Austausch von Kräften bezeichnet, die nämlich bei beiden Partnern zunehmen könnten.


Dieses Thema behandelt unser Blog. Es geht definitiv nicht darum, noch eine weitere pornographische Site zur Bedienung (meist männlicher) Unterwerfungs- Fantasien anzubieten. Vielmehr suchen wir nach Wegen, die FLR oder "Weiblich Geführte Ehe" etwas mehr in das Bewusstsein zu rücken, als eine wunderbare Möglichkeit eines alternativen Lebensstils für ein (Ehe-) Paar.

Dies aus mehreren Gründen:

1. Es gibt sehr viele Ehen, in denen sich die Männer wünschen, von ihren Frauen nicht nur sexuell beherrscht oder dominiert zu werden.
Die meisten Männer trauen sich aber nicht, dieses ihren Frauen zu offenbaren.
Dies führt zwangsläufig und zu Träumereien und Fantasien auf Seiten des Mannes, ohne dass seine Frau überhaupt davon weiß. Es sind aber wichtige und tiefsitzende Persönlichkeitsanteile des Mannes, die ihr so verborgen bleiben. Meist hat sie keine Ahnung von dem, was ihr Mann träumt!

2. Dieser Blog soll Frauen ermutigen, ihre Männer besser kennenzulernen, auf sie zu achten und auf sie zu zugehen und ihnen einen Raum zu geben, sich ihnen zu offenbaren, es kann sein, dass ihr Mann ausgeprägte submissive Träume hat.

Ebenso, wie die Männer ermutigt werden sollen, einen Weg zu suchen, sich ihren Frauen zu offenbaren. Es könnte sich sehr lohnen, ist aber auch ein Risiko, genau weiß man das nicht immer vorher.
Auch wenn ihre Wünsche nur in seltenen Fällen alle umgesetzt werden (können) ist es doch vielleicht besser, sie zu kennen und der 'Liebsten' zu offenbaren, als sie für viele
Jahre dauernd unter der Oberfläche zu halten.
Dies kann allerdings nur ohne den Anspruch geschehen, sogleich in der gewünschten Weise 'bedient' zu werden. Und: je weniger eine Frau sich zu etwas gedrängt fühlt, desto mehr Spielraum bleibt ihr,
zu experimentieren und etwas in sich selbst zu entdecken, was "Weibliche Macht" genannt werden kann.

3. Dieser Blog will Hilfestellung geben für alle die, deren Frau nicht gleich 'Hurra' schreit, wenn sie erfährt, dass ihr Mann submissive Wünsche ihr gegenüber hat. Sie wird zunächst eher erschreckt sein. Die meisten Männer befürchten deshalb zu Recht, dass eine Ablehnung die Reaktion sein wird.
Der Blog will auch den Frauen helfen, die plötzlich mit 'soetwas' konfrontiert werden. Vielleicht wäre auch eine Probezeit einmal etwas, was sie einführen können.

4. Es gibt mildere Formen der FLR, und Formen, die durchaus nicht den Darstellungen der Femdom -Praxis z.B. im Internet entsprechen. Eine vorsichtige und "milde" Vorgehensweise empfehlt sich allemal als "Einstieg" für beide.Und: es braucht Zeit. Es geht auch darum, die sexuellen und submissiven Energien des Mannes dorthin zu lenken, wo sie der Frau 1.angenehmer sind und wo sie 2.der Frau und dem Paar erheblich nützen können.
Es gibt nämlich die Möglichkeit, die Wünsche des Mannes so zu kanalisieren, dass die Frau nicht nur nicht abgeschreckt ist, sondern wirklich entscheidende Vorteile aus diesem Lebensstil ziehen kann; so dass sie weit mehr von dieser Ehe oder Beziehung hat, als sie jemals erwartete:

Ein (submissiver) Mann, der sich unermüdlich und motiviert allen möglichen Aufgaben widmet, die seine Frau für sinnvoll hält, ist für sie von grösserem Vorteil, als ein bequemer Patriarch und Macho, der erwartet, von seiner Frau in jeder Hinsicht bedient zu werden.


Hört ein Mann auf seine Frau und gehorcht und dient er ihr, ohne Vorbehalt und Eigensucht, doch auch ohne Pathos, dann kann ein 'idealer' Prozess für die Ehe entstehen.

5. Die Juwelen der Minerva, das sind die sexuellen und die submissiven Energien des Mannes (es sind bildlich gesprochen quasi seine Hoden), vorausgesetzt, die Frau hat gelernt deren Wert zu erkennen, sie zu nutzen und sie in ihrem Sinne einzusetzen.

Die Juwelen der Minerva, das sind alle diese Energien, wenn sie ein Mann quasi bedingungslos für seine -möglicherweise kühl kalkulierende- Frau einsetzt.
Es ist also nicht so sehr die verführende Venus, die hier gemeint ist, sondern es ist
Minerva, der Typus der pragmatischen Händlerin, der Kauffrau, die rechnen kann, die kämpfen kann.
Die Frau, die klug sein kann.
Viele Frauen sind so.


6. Ziel ist eben den offenen Austausch zwischen beiden Partnern anzuregen. Es lohnt sich! Eine FLR ist nie ein schnell erreichter Endzustand, sondern ein sehr spannender Prozess - zwar mit Rückschlägen, aber ebenso mit überwältigenden Fortschritten. Eben im Austausch, sprich in der Kommunikation der Gefühle werden die Vorteile überwiegen und die Rückschläge minimiert.

Ist die geheime, intimste Seite des Mannes erst 'auf dem Tisch', verliert sie ihre abschreckende Maske und es ergibt sich eine ganz neue Offenheit und Freiheit, die eine unglaubliche Direktheit und Intimität in der Ehe bewirken kann.
Freiheit für die Frau,
Freiheit für den Mann.

Manchmal fällt eine Jahrzehnte alte Last bei ihm ab.
Submissive Anlagen 
verschwinden nicht einfach von selbst, sie nehmen mit wachsendem Alter bei Männern eher zu.

Die Harmonie einer Ehe, in der die Frau 'das Zepter' buchstäblich in die Hand nimmt und in der der Mann seine höchste Erfüllung darin findet, allein für sie da zu sein, sie glücklich zu machen, wird in der Literatur - sprich in vielen Sites, Blogs und Foren zum Thema- vor allem in USA und England immer wieder hervorgehoben.

Dieser Lebensstil der Weiblich Geführten Ehe, bzw. der FemDom- Ehe kommt dem sehr nahe, was viele Frauen sich eigentlich wünschen.

Aber bitte denkt daran: eine Frau wünscht sich wahrscheinlich nicht gerade von vorne herein, einen Mann zu fesseln und ihn mit einer Peitsche zu bearbeiten.
Sie wünscht sich  eher einen starken, aktiven Mann, der auf sie hört und für sie 'spurt'; so wie sie es am liebsten hat. Das kann bei jeder Frau anders aussehen. Ein Mann, der sich kennt und zu dem stehen kann, was er ist.

7. Das  muss nicht eine besonders ausgefallene Lebenspraxis bedeuten. Diese kann sich aber entwickeln.
Wenn die Frau soweit geht wie sie will - und vielleicht ein Stück weiter darüber hinaus, dann wird sie erfahren, welche Potenziale in ihrem Mann stecken, und vor allem, welche Kraft in ihr selbst steckt - und damit in ihrer Ehe.
Sie wird ihre eigene Dominanz erst kennen lernen und -ist dies einmal geschehen- diese wie selbstverständlich allmählich mehr und mehr ausdehnen. Sie wird von selbst herausfinden, was für sie passt und was bei ihrem Mann am besten wirkt, wenn der Mann sie nicht 'pusht'- (dieses bewirkt eher einen Rückschritt oder Stillstand).

Mancher Mann wird sich dann wundern, wozu sein 'zartes Weib' in der Lage ist (und das Weib wundert sich über sich selbst!).

Beide werden staunen, welche  Formen der Liebe möglich sind, welche Intimitäten, wenn das Ego des Mannes erst einmal 'ausser Kraft' gesetzt ist und welche geradezu unglaubliche Kraft sie entfesseln können!


Eine Kraft, die die Frau selbst steuert.
Dies ist die grosse Chance der Weiblich Geführten Ehe.

Die Zeit dafür ist gekommen, dass wir alle mehr über sie wissen und lernen sollten. Frauen übernehmen überall in der westlichen Welt häufiger die Führung in Beziehungen. Und der submissive Mann ist ein ideales Pendant der selbstbewussten Frau.

Es stellt sich heraus, dass die Frauen heute im Prinzip sozial, sexuell, intellektuell, strategisch und emotional in den meisten (nicht in allen!) Fällen Männern überlegen sind.
Deshalb sind neue Formen der Beziehung möglich und nötig.

Deshalb ist die Rolle des Mannes in Zukunft vielleicht eine ganz andere als bisher. Unter Freilegung von tiefliegenden männlichen Wesenschichten, die jahrtausende alt und sehr mächtig sind. Sie sind ebenso männlich wie Körperkraft und Bartwuchs.

Deshalb hat die Sehnsucht vieler Männer, sich ihren Frauen 'zu unterwerfen', nicht nur sexuell, sondern auch in ihrem Zusammenleben einen ganz natürlichen Zweck.

Man(n) muss nur lernen, damit neu umzugehen; nicht pornographisch, sondern 'echt'.
Und das wäre genau das, was sich viele Männer im tiefsten Herzen wünschen.

Merke: ein Mann, der zu seinen Gefühlen und seinem Verlangen steht, die Frau seines Lebens zu
verehren und ganz für sie da zu sein, das ist ein starker Mann und kein Schwächling.

"Um dominant zu sein, spielt es keine Rolle, wie Du ihn kontrollierst, wichtig ist einfach, dass Du ihn kontrollierst.." dies stammt von einer 'Lady Julia'

Viel Spaß allen, die sich auf einen solchen Weg begeben wollen.

(Diesen Beitrag haben wir aktualisiert, wir möchten ihn hiermit wieder einmal 'nach vorne' holen)

Zu Vertiefung / Erinnerung:
 'Für ganz normale Frauen' (geschrieben hier von Amélie) hier

'Für ganz normale Frauen (geschrieben von Achatz) hier

Klassiker: "Was ist weibliche Dominanz", hier.
und ebenso: "Wie Du Deine weibliche Kraft entfesselst", hier.


Und dann noch  ''Eingriffe in sein 'Betriebssystem' ": hier
 "Machen Sie einml eine Probezeit..." hier


Hier zum neuesten Beitrag von Minervasjuwelen

Kommentare:

Roswitha hat gesagt…

Ein wunderbarer frauenfreundlicher, hochwillkommener und nötiger Ansatz !!!
Da habe ich doch gleich wieder eine wunderbare Gelegenheit näher darauf einzugehen und eigene Erfahrungen meiner „weiblichen Ehe“ zu schildern. Ich gebe dem Kommentar aufgrund der herbeigeführten Veränderungen innerhalb unserer Ehe die Überschrift:

Wechseljahr

Um in meiner weiblichen Dominanz glaubwürdig zu sein, authentisch und auch weil es für den Mann ein Motiv geben muss, sich der Frau unterzuordnen musste es Veränderungen geben. Der Wunsch nach Unterordnung ging einzig und allein vom Ehemann aus, aber damit das ganze Prinzip von Femdom stimmig und ausgewogen wird, brauchte es einen Gegenpol, jene archaische , ein bisschen göttliche Frau, königliche Hoheit, strenge Erzieherin, wie es mir angetragen wurde. Das Gesetz der Begierde löst dann jene Kettenreaktion aus, die letztendlich die ganze Erklärung für Femdom ist.
Es ist sicher die feine Kunst einer Frau, den Strichcode Ihres Mannes hinsichtlich seiner sexuellen Ausrichtung in allen Nuancen zu entschlüsseln, was aber auch seine Zeit braucht. Und danach ist das zuvor so schwierig und schwer vermutete doch plötzlich leicht und gibt auch ein wunderbares Gefühl eine Frau durch und durch sein zu können. Durch den Wandel entwickelte sich so etwas wie ein Dresscode für das persönliche Eheglück. In diesem nicht ungewöhnlichen aber eben sehr sehr weiblichen Stil geht man bei Erreichen der Endstufe keine Kompromisse mehr ein und wird mehr und mehr gefestigt ein Leben lang. Da braucht man dann richtig die volle Aufmerksamkeit des Mannes, der Männerwelt überhaupt, egal ob es sich um den eigenen Mann, den Friseur, den Arbeitskollegen oder jeden Mann auf der Straße handelt. Man will die Bewunderung und genießt das Aufsehen, man spielt mit den Blicken den Männer. Als Femdom-Frau liebe ich Kleider und betone meine Weiblichkeit nicht nur - ich zelebriere sie. Jeans und T-Shirt sollen jedenfalls andere tragen, das ist die absolute Ausnahme, das ist nicht mehr meine Welt. Ich trage vielfach nur bestimmte Labels, bin aber immer auf der Suche nach besonders raffinierten Teilen. Anstatt Casual-Look bevorzuge ich Wickeltops und kurze Pencilskirts die sich straff um die Schenkel drapieren, shiny Blusen oder enge Rollkragenpullover die den Busen betonen. Ich liebe meinen Körper und pflege ihn mit größter Sorgfalt von Kopf bis Fuss, treibe Sport und schöpfe daraus viel Energie und Kraft speziell für meine Weiblichkeit. Ich dachte immer man müsste ein besonderer Typ dafür sein, aber ich irrte mich. Mir fehlte nur die Courage und das Stehvermögen, diese Art Frau zu verkörpern, die ich allerorts jedoch selbst voller Respekt bewunderte. Ich erlebe seit meiner Jugend, und nun seit meinem Wechseljahr noch viel mehr, dass Frauen eher auf Distanz zu mir gehen und ich generell mit Männern gut auskomme. Dennoch erlebe ich seit meinem Wandel aber gelegentlich sehr nette Episoden mit „Gleichgesinnten“.
In einem Antiquitätenladen sprach mich eines Tages die Inhaberin an, eine reizende alte Dame, sicher schon an die 70, eine echte Lady alten Schlages. „Herrje Kindchen, was würde ich geben noch mal eine junge Frau zu sein und die heutigen Möglichkeiten zu haben. Ich hatte auch so tolle Beine wie Sie (nun so jung bin auch nicht mehr, dachte ich, aber meine Beine können sich in der Tat sehen lassen – und das war wohl der Grund, weshalb sie mich ansprach). „Ich musste mir es vom Haushaltsgeld wegsparen“, fuhr sie verschmitzt lächelnd fort, „wenn ich mir ein Kleid, einen Büstenhalter oder Strapsgürtel kaufen wollte und es war eine ganze Tagesreise mit dem Zug in die Kreisstadt. Kein Tag würde heute vergehen, wo ich sie nicht herzeigen würde und sie mit allen Tricks schmücken würde.“ Sie bewunderte meine Schuhe und fand entzückende Worte, wie sehr man die Männer mit ein paar Zentimeter verrückt machen kann, „hier bei den Absätzen ein paar mehr oder am Busen nicht wahr und beim Rock ein bisschen weniger.“ Die Türe ging auf und ein Mann kam herein. „So ist es doch, jede Frau ist doch dumm, die ihren Busen oder und seien Sie froh, wenn Sie einen Mann haben, der darauf hereinfällt. Ich bestätigte ihr nur, dass ich ein wunderbar anfälliges Exemplar gefunden hätte und sie gratulierte mir vergnügt. Sie lächelte solidarisch, ging rasch der automatisch aufspringenden Eingangstüre entgegen und wandte sich höflichst dem Herrn zu. Das nette Gespräch löste einen subversiven Impuls in mir aus und für kurze Zeit kostete ich die unmittelbare Anwesenheit des fremden Mannes in dem Laden aus. Ich stolzierte langsam mit hart klackenden Absätzen umher und begutachtete mit arroganten Blicken die antiken Stücke, bis ich vor einem goldumrandeten Wandspiegel stehend die sich an meinem hellen Rock abzeichnenden Strumpfhalter bemerkte. Im Spiegelbild sah ich den Mann, dessen nervöse Blicke immer wieder kurz auf meine Beine steuerten und schritt dann mit einer provozierenden Hochnäsigkeit an ihm vorbei zur Türe, während die alte Dame mir wissend zulächelte. Nur zur alten Dame hin lächelte ich kurz zurück, während sie sich für den Besuch bedankte und mir betont herzlich Guten Tag wünschte. Dann aber hob ich wieder mein Kinn und steuerte mit ernster Miene im Catwalk hinaus. Solche Erlebnisse bleiben in Erinnerung, bestärkten mich in meinem Stil und bescheren mir bis heute ein vormals ungeahntes Vergnügen, egal wo ich bin.
Femdom ist ja im Grunde genommen nichts anderes als eine liebevolle und zugleich machtvolle Ironie gegenüber dem Mann. Meine Strenge ist nichts anderes als liebevoller Spott, weil diese neue so übersteigerte Weiblichkeit beim Mann sofort magnetische und zugleich unterwürfige Reaktionen hervorruft. Ich fühle dabei meine Unentbehrlichkeit und jene Abhängigkeit des Mannes aufgrund der akuten Dringlichkeit innerhalb seiner sexuellen Begierde, wie ein Notstand, den man als Frau plötzlich nur durch reine Gegenwart auslöst. Von daher ist es leicht, den Mann ganz auf sich zu fixieren und ihm Opfer bringen zu lassen, wenn er gegenüber Straps und diverser anderer Reizmitteln wie hypnotisch reagiert. Das Gesetz der Begierde und seine Kettenreaktion eben. Beim eigenen Mann ist es rührend, seine Vorsorge und Fürsorge zu beobachten, nur weil ich auch im normalen ehelichen Alltag dazu übergegangen bin, ganz auf Dame des Hauses zu machen. Und weil es gang und gäbe ist, dies mit allen Stilmitteln weiblicher Eleganz ganz selbstverständlich zu betreiben, obendrein auch mit Elementen eines hoheitlich distanzierten Umganges mit dem geliebten Mann, als wäre er mein persönlicher Sekretär und Liebhaber. Aus dem ausgelösten Notstand heraus lasse ich ihm dann die nötige Dosis an Strenge (wohlmeinend ironisch oder sanft spöttisch, stichelnd) geradezu verhätschelnd spüren: Du magst es doch wenn ich .....trage, nicht wahr mein Liebling...) und dann mache ihm sanft oder unsanft klar, je nach dem, wer das Sagen hat.
Es ist eine feine Linie zwischen Fantasie und Wirklichkeit, die bei Femdom jedoch verwischt in täglichen Begegnungen von Mann und Frau. Wenn die Haustüre hinter mir zufällt beginnt der Privatbereich und ab hier ist unsere Lebensart eine andere (geworden). Ich bin auch nach dem „Wechseljahr“ noch immer eine sehr liebevolle, fürsorgliche und fröhliche Frau, rufe aber meinen Mann zumeist unterkühlt und spitz bei seinem Vornamen oder gebe knappe, schnippische Anweisungen (oftmals auch vergnügt). Dies war anfangs auch eine gewisse Schwierigkeit für mich, sich konsequent daran zu halten, den Mann für alles einzuteilen, wenn man es gewohnt war, vielerlei selbst zu tun, oder weil man es als Verpflichtung ansah, den Mann zu umsorgen (es gibt natürlich immer noch Bereiche wo das so ist – je nach Situation, wenn einfach Bedarf ist). Es begann mit kleinen bedachtsam gewählten Kommandos meist für Handreichungen im täglichen Haushalt, gib mir dies gib mir das, tu dies, tu das. Diese sollten zunächst genügen. Jeder Reißverschluss, jeder Schuh wurde zum Anlass für eine Dienstleistung. Aus Fragen wurden Anweisungen, Anordnungen, Befehle: „Kommst Du?“ (um vom TV aufzustehen und ins Schlafzimmer zu wechseln) - „hast du den Geschirrspüler schon ausgeräumt?“ – „wo bleibst du?“ (heißt soviel wie - komm endlich, um mir zu dienen) „wo sind meine Schuhe?“ – „du fährst mich doch zum Friseur - nicht wahr?“ – „ sind die Betten gemacht?“ -„willst du mir nicht den Reißverschluss zumachen?“ – „warum bist du noch angezogen?“ – „haben wir noch von meiner Lieblingseiscreme?“ – „wieso liegt mein Höschen noch unaufgeräumt am Boden?“ - „siehst du nicht, dass meine Tasse leer ist?“ - „worauf wartest du?“ (kann heißen „fang an“ - Schuhe küssen oder andere offensichtliche Tätigkeiten die keinerlei Aufforderung bedürfen sollten). Man könnte es mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit bezeichnen, die mir zu Beginn fehlte und die ich mir nach und nach aneignen musste. Welche Frau kann schon einfach so einen Raum betreten, sich vor einem Mann entblättern und sagen – „worauf wartest du?“ So ist das gemeint als Vergleich.
Es weitete sich dann aus und ich übernahm Schritt für Schritt auch in intimen Dingen die Kontrolle. „Was hast du den ganzen Tag über, gemacht“ (das ging eindeutig in Richtung sexuelle Kontrolle - hat er an sich rumgespielt, hat er sich an irgendwelchen Reizen. äußeren Einflüssen erregt – also raus mit der Sprache). Es steigerte sich mit denkwürdigen Szenarien im Alltag, wo ich zusehends die Oberhand bekam: „Wer bestimmt hier, hm?“ „Wer?“ - „Wer!“ - Verdopplung der Tonlage: „Wer hier bestimmt hab ich gefragt!!“ Noch Lauter – wer!!! Meine Vormachtstellung wuchs mit jedem Tag en Stück mehr und drängte meinen Mann in die seinerseits erstrebte Unterordnung. Es wurde gang und gäbe und ich überlegte irgendwann nicht mehr, wenn ich mir Gutes angedeihen lassen wollte, meinen Mann dazu einzuspannen und ihn zu missbilligen, wenn ich . Da hieß es plötzlich nur noch beispielsweise „Ich möchte ein Fußbad“, wenn ich nach Hause kam, „ich hätte gern einen Tee“, „lass mir ein Bad ein“, „ich möchte nach dem Essen massiert werden“. Ich lernte zu verstehen, dass dies keine Lieblosigkeit gegenüber ihm war, sondern ein Anrecht, mein Privileg, das ihm gleichzeitig die schöne erotische Aufgabe bescherte, mich aus den Pumps, meinen Nylons zu schälen und mich zu verwöhnen. Das wiederum erforderte einen Lernprozess bei meinem Mann, weshalb regelmäßige Schulstunden anberaumt wurden („ich erwarte dich in einer halben Stunde /... nach dem Essen/ ... nach meinem Bad) zur Erziehung und Ausbildung. So sind viele andere Aufgaben meinem Mann zuteil geworden, die für uns beide Annehmlichkeiten bringen und es ist für beide wirklich absolut okay. Ich will nicht verhehlen, dass die Aufgabenlast gerade im Haushalt nun überproportional beim Ehemann liegt. Er ist es, der mit dem Staubsauger durch die Zimmer fegt, kocht, abwäscht, Kuchen bäckt, Betten überzieht, während ich mich schönen Dingen widmen kann, Modejournale studiere, meine Nägel lackiere, Frisuren und Schminkvarianten ausprobiere, zum Shoppen gehe, etc. Es ist für mich nicht unmännlich, wenn er eine Schürze trägt oder gar demütigend wenn er am Ende einer Woche meine getragenen Nylons wäscht oder meine Pumps poliert. Er ist kein armer Mann, wenn ich dabei sogar noch kontrollieren komme, weil es in Wahrheit sein Glück auf Erden ist, wenn ich seinen Traum von der resoluten High-Heel-Lady erfülle, jenen Dresscode seiner sexuellen Obsessionen akribisch pflege und repräsentiere, wie eine Direktrice. Oh nein, das ist gewiss kein bedauernswertes Schicksal, schließlich ist es allein er, der als erster und am allermeisten von all den Dingen zu Hause profitiert und auch außerhalb der vier Wände die neidvollen Blicke anderer Männer gerne genießt. Er ist ein Self-made-man was dies betrifft. Er wollte es und nun hat er es, wobei ich keinerlei Absicht verspüre, jemanden böswillig zu unterdrücken und meinen Geliebten schon gar nicht. Wenn ich mit verschränkten Armen am Fenster stehe, zusehend wie er im Garten Rosen schneidet oder Wäsche aufhängt (speziell bei meinen Dessous, vor den Augen der Nachbarn), entspricht das genau seiner Denkart, seiner strengen Frau zu dienen, sie zu lieben und ihr zu gehorchen. Sein Platz ist selbst gewählt und besonders der auf Knien oder auf allen Vieren – unter mir. Er träumt deshalb auch nicht wie so viele Männer von Fellatio, wo die Frau sich (oftmals entwürdigend) hinab begibt. Zum Glück brauche ich mir deshalb nicht die Eichel des Mannes als wunderbare Erdbeere vorstellen, um sie mir schmackhaft zu machen, wie so viele andere Frauen. Das Podest, auf das mich mein Mann gestellt hat ist ein sehr sehr komfortabler Platz, auch wenn die 12 Zentimeter öfters beschwerlich werden, das gebe ich an der Stelle schon auch zu. Doch ich würde nie mehr wieder herunter wollen, eher wähle ich den Weg umgekehrt.
Ich weiß heute mehr als je zuvor was in diesem meinen Mann vorgeht, wie er sich fühlt und wohin er sich hingezogen fühlt und ich verstehe jetzt seine Welt. Seitdem verschafft es mir ein gutes Gefühl anstatt Verlegenheit, dieses streng geführte Regiment der Ehefrau mit immer neuen Raffinessen zu arrangieren. Ich spiele damit und denke mir kleine tückische Fallen aus. Was bleibt dem Mann denn übrig, wenn ich beispielsweise eine durchsichtige Bluse trage und mein blanker Busen mit den Brustwarzen durchscheint. Er ist diesem Reiz ausgeliefert und kann sich ihm nicht entziehen. Er hat keine Chance und ich habe sofort die Oberhand, während er mich sofort als göttliches Weib ansieht, das ihn an die Hand nimmt, das ihm Führungskraft und Sicherheit verspricht, sowie unvergleichlich lustvollen Sex.
Ich mache ihn mit vielen Dingen gleichzeitig verrückt und fange ihn auf und ich schenke ihm seine Welt. Allerdings - die Gewichte auf beiden Seiten müssen immer gut in Balance sein und dürfen nicht außer Kontrolle geraten. Das ist die absolut wichtigste Voraussetzung (dies auch als klare Botschaft an alle die Femdom versuchen wollen). Es darf keinen Verlierer geben (Femdom ist eine wirkliche win-win-Kampagne innerhalb einer Ehe, beide Partner ziehen beträchtlich Gewinn daraus und wollen diesen Zustand auch für möglichst lange Zeit). Zur einseitigen Ungleichmäßigkeit darf die Dominanz nicht gehen und es wäre zutiefst kontraproduktiv, weil die Liebe dabei still und heimlich verglüht, wenn der Mann unter der Frau leidet, anstatt ihr voller Freude untertan ist – auch wenn es manchmal sehr wehtut.
Der männlichen Demut muss eine imposante Weiblichkeit gegenüber stehen und sich die Waage halten, sie bedingen einander wie Ying und Yang. Keiner fühlt sich ausgenutzt und tut gerne, was er im Sinne von Femdom gewillt ist zu tun.
So wie wir es eingeführt haben, kann man es eigentlich nicht als rund um die Uhr, als die oftmals zitierte 24/7-Ehe bezeichnen. Im Durchschnitt herrscht vielleicht pro Tag maximal 20 Prozent ein Femdom-Klima zwischen uns, mal mehr mal weniger. Der Rest ist wie bei jedem anderen Ehepaar gemeinsamer Alltag. Meine Dominanz blitzt zwischendurch immer mal auf oder hält mal für eine gewisse Zeitspanne an, je nach dem. Danach geht alles wieder im normalen Trott, wenn mal ein Teil im rasanten Galopp zurückgelegt wurde. Es gibt aber auch Tage, wo es permanent mit weiblicher Dominanz abläuft. Wichtig sind auch Rituale, die für den tagtäglichen Umgang bestimmt und antrainiert und somit jederzeit abrufbar sind (Begrüßungszeremonie, unaufgeforderte Hilfsdienst und Benimmregeln.
Den großen Spiegel aus dem Antiquitätenladen habe ich später gekauft und er dient mir seitdem nicht nur zu meiner eigenen Betrachtung, um mich selbst zu überprüfen, ob alles korrekt sitzt und hübsch an mir aussieht. Das liebgewonnene Stück dient mir zur Gegenprobe, um die Balance darin zu sehen, ob ich dem Mann gegenüber das entsprechende Pendant als strenges Wesen verkörpere, um ihn nach meiner Pfeife (Gerte) liebevoll aber resolut tanzen zu lassen. In erster Linie ist es jedoch mein eigener Mann, dessen nervöse Blicke ich spüren will, und nicht nur wenn ich davor stehe.

Domenique von Sternenberg hat gesagt…

Hallo Lady Minerva(?),
mein Sklave hat mich auf Ihren interessanten Blog aufmerksam gemacht. Nach dem Lesen der ersten Zeilen habe ich mich auch gleich entschieden diesen als Blogroll-Link in mein Netzwerk aufzunehmen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sklaven weiterhin viel Erfolg und Freude mit ihrer fantastischen Arbeit den Femdom-Gedanken weiter zu verbreiten.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Domenique von Sternenberg
www.domenique.wordpress.com

Achatz hat gesagt…

Herzlichen Dank Domenique für die Anerkennung und Verlinkung.Gerne verlinken wir bei der nächsten Gelegenheit zurück.

Dies auch im Namen von 'Lady Minerva'(ein Name der Amélie gefallen könnte, wie sie sagt).

Ivy hat gesagt…

Sehr schöne Beschreibung/Erklärung des "Projekts"... auch wenn ich mich nicht auf eine einzige Ehe/Beziehung beschränke um das auszuleben, was mir vorschwebt - der Ansatz ähnelt sich - werde ich mit Spannung verfolgen, was hier gepostet und diskutiert wird...

Wonnige Grüße,
Ivy - auch gerne Lady Ivy^^

Femdom Mistress hat gesagt…

Sexy beitrag sage ich nur...

Ralf hat gesagt…

Verehrte Ladies,

ich bin hocherfreut dass diese Seite das Thema weiblicher Dominanz in dem richtigen Licht beleuchtet. Wenn die Männer nur ihren falschen Stolz aufgeben würden... sie würden verstehen, wieviel mehr Lust und Leidenschaft sie erleben könnten, wenn sie ihrer inneren Natur, sich der Weiblichkeit und ihrer Schönheit zu unterwerfen nur folgen würden!

Doch hier muss sich erst die Gesellschaft ändern, erst wenn sich die weibliche Dominanz noch weiter verbreitet hat, wird irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem Männer die Angst davor, vor ihren Geschlechtsgenossen durch solch eine Lebensweise ihr Gesicht zu verlieren, überwinden. Wenn das soweit erreicht ist, dürfte die (Pseudo-)vorherrschaft des Mannes schnell zu gunsten der Frau kippen!
Ich wünschte, ich dürfte es noch erleben, das globale Matriarchat, doch leider werde ich so alt vermutlich nicht. Doch die Frauen sind eindeutig auf dem richtigen Wege und es freut mich, wenn diese Seite dazu beiträgt, dass noch mehr Frauen und Männer ihn einschlagen.

Nebenbei möchte ich anmerken, dass die Seite "Fedoland" leider nicht mehr existiert! Ist es möglich, die dort enthaltenen Texte noch irgendwo zu bekommen?

Denn ich möchte über das neue, kostenlose Filesharingsystem "Wuala" - (auf www.Wua.la/de), nämlich eine neue Gruppe als Gegenpol zu der frauenfeindlichen Pornographie errichten, die sich dort vielfach findet.
Meine Gruppe soll heißen: "Femdom ONLY!" und Sie wären natürlich herzlichst eingeladen, diese mit zu unterstützen, durch den Upload von passenden Dateien, Texten, Bildern, Filmen und so weiter!
Alles was nicht Femdom ist, wird sofort gelöscht!
Auch Administratorinnen und Moderatorinnen wären eine schöne Sache!
Ich würde auch selbstverständlich die Leitung der Gruppe an eine Dame abtreten, falls gewünscht.

Meinen herzlichsten Dank für die Zeit die Sie meinen Zeilen gewidmet haben!

In jedem Fall wäre ich auch dankbar, nur ein Backup der Fedoland-Seite erhalten zu dürfen, wenn dieses exisitiert!

Sklave Ralf

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen
Wir das sind ich und meine geliebte Frau versuchen momentan eine Weiblich geführte Ehe aufzubauen wir sind seit 9 Jahren verheiratet und sehr glücklich. Als ich mich vor ca. einen halben Jahr geoutet habe war sie überfordert. Aber wir haben uns zusammengefunden und sind nun auf dem Weg zu einer besseren Ehe.
Was aber unser Problem ist oder besser gesagt das meiner Frau das sie auf der Suche ist nach Berichten von anderen Frauen die auch Probleme hatte wie sie und wie dies sie dann gelöst haben. Sie sagt immer egal was sie liest es hört sich immer gleich an, Der Mann kommt auf die Frau zu und beichtet die Frau macht sich im internet schlau und legt los als wenn sie noch nie was anderes getan hätte. Keine berichtet von ihren Zweifeln und Problemen ob es das richtige ist Villeicht kann uns ja jemand von euch helfen. Vielen Dank im Voraus.

Fred71 hat gesagt…

Hallo noch mal
hab gerade einen Komentar geschrieben aber vergessen mich vorher anzumelden also der letzte Bericht war von mir.
Gruß Fred

Anonym hat gesagt…

Auch wenn ich mich nach einer starken Frau und sexueller Kontrolle sehne... Wie schafft Mann es nur ohne Gürtel keusch zu bleiben? Bei aller Willenskraft länger als eine Woche halte ich es nicht aus ohne an mir zu spielen und länger als zehn Tage ohne zu kommen... trotz Bestrafung würde ich es nicht schaffen. Und das ohne explizit aufgegeilt zu werden... Wie hälst du das aus? ich glaube ich werde es nochmal länger versuchen.. Wie lange bist du manchmal "ohne" und ist der Herrin bewusst wie hart das für Mann ist? Frage an die Dame, so wie ich das verstehe machst du ihn auch ganz bewusst noch scharf? Was für ein (süße) folter! Wie steckt er das weg? Und gleich noch eine Frage, kommt er nicht "sofort" nachdem er länger nicht durfte? Auch würden mich weitere alltagsbeschreibungen der Rituale interessieren... Begrüßung, Bestrafung...
Auf jeden Fall ein super Blog, ihr habt einen weiteren stammleser!

Achatz hat gesagt…

Danke für die Kommentierung! Mich würde das auch interessieren, wie manche Paare männliche Zurückhaltung/ Enthaltsamkeit regeln, kontrollieren.

Bei uns herrscht zumindest Offenheit zu dem Thema und manchmal auch mehr und manchmal weniger Freiheit. Intervalle lassen sich übrigens ausdehnen. Einmal waren es bei 64 Tage. Nach einer Zeit wird es einfacher, da der Testosteronspiegel nach 12Tagen angeblich sein Maximum erreicht hat.
Die Beherrschung dieser Dinge -auch bei 'Kontakt' nach langer Enthaltung ist eine 'hohe Kunst'; es ist möglich, aber erfordert viel Selbstkenntnis und Konzentration und gelingt mit zunehmendem Alter immer besser.

Anonym hat gesagt…

Worshiper

Nun auch von mir einen herzlichen Dank für diesen tollen Blog, der in der Tat eine vernünftige, reale Beschreibung von Femdom im alltag bietet! An anderer Stelle gerne auch mal ausführlicher! Ich habe mir die Freiheit herausgenommen, Werbung für den Blog in meinem Profil bei SpinChat zu machen (http://www.spin.de/hp/Lunas~Juwelen/ und ich habe einen Text in etwas abgeänderter Form zu Ehren meiner Lady Luna vorabgestellt und bitte um ein OK das tun zu dürfen. Wenn das nicht in Ordnung ist, werde ich den Text natürlich wieder entfernen. Bitte um Rückmeldung an: worshiper(ed)hotmail.de
Herzlichen Dank und macht weiter so!

Achatz hat gesagt…

Hallo Worshiper, Deine Seite bei Spin-chat sieht gut aus und ist vielversprechend! Gegen das -leicht abgeänderte Zitat von uns haben wir keine Einwände! Viel Glück!

Anonym hat gesagt…

Kommentar 1
Achatz fragt, wie andere Paare die männliche Enthaltsamkeit kontrollieren. Bevor ich darauf eingehe wie wir das machen, erkläre ich mich kurz da ich ja als anonymer Poster aufgeführt bin. Meine Frau und ich leben eine wachsende FLR. Ich war der treibende Keil, sie hat den Ball aufgenommen und ist mittlerweile die weiterführende und ausbauende Person. Erst einmal war meine Frau eher der Überzeugung, sie habe keinerlei Dominanz inne um so eine Beziehung glaubwürdig aufbauen zu können. Jedoch hat mein Wunsch nach Disziplinierung und Erziehung in ihr einen Funken entfacht, der ihr feuer der Dominanz entfacht hat. Sie hat sich seither sehr verändert – und das meine ich positiv! Ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen, ihre Sicht auf schwierige Dinge ... vieles hat sich für sie zum Guten entwickelt. Sie genießt die Vorteile einer FLR immer mehr und festigt ihr Terrain entsprechend. Meine Erwartungen wurden ebenfalls mehr als erfüllt. Ich habe eine starke Partnerin an meiner Seite, der ich getrost das Ruder überlassen kann. So wie sie mir beim Autofahren voll vertraut und auf dem Beifahrersitz schlafen oder lesen kann während ich fahre, so vertraue ich ihr in den Entscheidungen die sie im Eheleben trifft. Gegenseitiges Vertrauen und Liebe sind für uns unerschütterlich notwendige Fundamente damit das FLR-Glück darauf aufgebaut werden kann. Und so leben wir das auch. Fortsetzung im nächsten Kommentar

Anonym hat gesagt…

Kommentar 2
Interessanter Weise haben wir von FLR noch gar nichts gewusst als wir damit anfingen es zu leben! Unsere Entscheidung war instinktiv und sicher auch von einer gewissen geilen Phantasie getrieben. Na und? Jedenfalls sehen wir uns in allem sehr bestätigt.
Wie hält mich meine Dame also keusch? Erst einmal ist es meine Willenskraft. Sie fordert von mir einfach dass ich es zu tun habe .... Hmmm..... „zu lassen habe“ trifft es wohl eher. Ich folge ihrem Auftrag mit Ehrlichkeit und Energie. Ich bin ein schlechter Lügner. Würde ich gegen die auferlegten Sexualregeln verstoßen, so würde sie es im Handumdrehen merken. Sie testet mich auch entsprechend. Um das zu verstehen muss man etwas mehr über uns wissen. Wir unterscheiden zwischen normaler Keuschhaltung und einer Strafkeuschhaltung. In der normalen Keuschhaltung ist es mir verboten: Jede Erektion, die nicht durch meine Dame aktiv oder passiv hervorgerufen wurde. Sie testet das, indem ich ihr erotische Geschichten vorlesen muss oder auch mal einen Porno sehen muss. Letzteres bereitet mir keinerlei Mühe es zu meistern, denn dieser abgedroschenen Müll lässt mich nur noch gähnen.
Ich darf jederzeit Verkehr mit meiner Dame haben, wenn ich sie höflich bitte und sie einwilligt. Wenn nicht, dann nicht. Es gibt keine Nachverhandlungen. Der Konsum erotischer Medien ist mir erlaubt wenn ich vorher frage. Dazu zählt auch das Internet.
Ich darf Orgasmen haben, wenn ich vorher frage. Diese Frage wird nicht immer mit „Ja“ beantwortet! Sie hat sehr großen Gefallen daran gefunden, mich meines Samens zu berauben ohne dass ich einen Orgasmus erhalte. Das geschieht meist über Tease & Denial bis zum Äußersten.
Mir ist jede Selbstbefriedigung verboten. Das kann sie leicht prüfen, indem sie mich von Zeit zu Zeit einfach zu einer Befragung antreten lässt. Meine Ohren sind es, die mich verraten. Unglaublich!
Das war schon mal das Wichtigste in der normalen Keuschhaltung. Die Strafkeuschhaltung tritt dann in Kraft, wenn meine Dame es für richtig hält oder wenn ein aktueller Anlass es befiehlt. Es gelten die selben Regeln wie vorher, nur schärfer. Orgasmusverbot total (Fragen = unsinnig), erotische Medien total verboten (Fragen = unsinnig), Erektion nur nach vorherigem Fragen (auch wenn Sie es ist die sie hervorruft), Verkehr nur auf ihre explizite Aufforderung.
Meine Dame weiß wie sehr ich ihren Anweisungen treu bin, trotzdem spielt sie gerade mit dem Gedanken mich im Falle der Strafkeuschhaltung zu verschließen. Dieser Akt soll keine Misstrauensbekundung von ihrer Seite sein, betonte sie. Es geht ihr darum, dass ich eine ständig spürbare Erinnerung an meine Königin und ihren schönen (mir gerade vollkommen verwehrten) Geschenken habe. Außerdem betrachtet sie es als zusätzliche Erziehung, wenn ich sie um Aufschluss zur Reinigung bitten muss. Bisher sind wir nicht wirklich fündig geworden bei unserer Suche nach einem passenden Modell. Aber das gehört nicht mehr hierher. Fortsetzung nächster Kommentar

Anonym hat gesagt…

Kommentar 3
Meine längste Strafkeuschhaltung (und nur die werte ich als echte Keuschhaltung, denn in der normalen Keuschhaltung erhalte ich hin und wieder Lusterlaubnis) war so um die 20 Tage. Das mag nicht viel erscheinen, aber wenn man bedenkt wie sehr meine Dame die Lust liebt und sich entsprechend oft von mir in dieser Zeit verwöhnen ließ (auch mit orgasmusloser Penetration!), kann man sich denken dass es wahrscheinlich sogar noch schwieriger war, als wenn Jemand sich selbst (also ohne Partnerin) evtl. die doppelte Zeit abstinent hält!
Wenigstens behrrscht meine geliebte Frau die Techniken zur Entsamung ihres Dieners, auch wenn sie das nur sehr selten anwendet.
Abschließend möchte ich einfach sagen, dass ich diesen Schritt in keiner Weise bereue! Unser vorher schon gutes Partnerleben hat sich dadurch ins excellente transformiert und wir haben Beide gewonnen: Sie hat ein völlig neues Selbstbewusstsein erlangt, ist zufriedener und zielstrebiger. Ich habe die Ketten der männlichen Sexsklaverei gesprengt bekommen und kann mich auf wahre Lebensaufgaben besser konzentrieren. Denn ich habe was ich immer wollte – wozu sollte ich noch suchen?

Den Blog finde ich übrigens sehr gut! Was ich aber vermisse ist eine Abhandlung darüber, dass Frauen die eine FLR leben möchten sich auch Gedanken darüber machen sollten, dass es nicht reicht einen Mann zu unterwerfen um nur noch faul und ungepflegt in der Ecke zu liegen. Denn für mich soll FLR nicht nur ein umgedrehter Spieß der Patriarchischen Eheform sein, damit eine Frau sich genauso benehmen kann wie ein schlechter Ehemann sich das bisher herausnahm. Eine FLR soll eine Wendung zum Besseren sein und keine Rache! Denn das hat ein Mann der FLR leben will nicht verdient.
Es braucht einfach die richtige Frau dafür. Eine Frau, die dieser Aufgabe gerecht wird und nicht die Rosinen herauspickt um davon träge und faul zu werden.
Nur meine Meinung....

Anonym hat gesagt…

Liebe Amélie, lieber Achatz,
meine Frau hat schon lange vor unserer Hochzeit, also vor über 20 Jahren meine submissive Neigung kennengelernt. Sie hat sich eigentlich immer dagegen gesperrt, offensichtlich die Führung zu übernehmen, auch wenn sie schon immer bestimmt hat, wann es bei uns Sex gibt und wann nicht. Kinder und Karriere trugen dazu bei, diese Thema immer wieder zu verdrängen.
Erst euer Blog hat mir den Mut gegeben, meine Neigungen nun endlich mit meiner Frau anzugehen.
Der erste Schritt war, dass meine Frau nun meine sämtliche Orgasmen steuert und merkt, dass das allein mich schon "umgänglicher" macht.
Sie hat einfach seltener Lust auf Sex, als ich, also erleichtere ich mich gelegentlich, aber nur noch mit ihrer Erlaubnis.
Seit neuem nimmt sie mich jeden Abend mit ins Bett, also ist mir kein nächtliches Surfen am PC mehr möglich.
Mir ist schon klar, dass ich noch eine Weile der aktive Part sein muss, der diese Beziehung weiterentwickelt, aber meine Frau hat, glaube ich, begriffen, dass das Verdrängen meiner Neigung auf Dauer auch keine Lösung ist.
Ich werde Euch und Eurer Seite sicher treu bleiben und gelegentlich mal berichten, wenn mir wieder ein weiterer Schritt gelungen ist.

Anonym hat gesagt…

@ Ralf

FeDoLand ist wieder online...

http://FeDoLand.org

Anonym hat gesagt…

>> denn es kann sein, dass ihr Mann ausgeprägte submissive Träume hat, es sind weit mehr, als wir alle wissen.
Es ist sogar sehr wahrscheinlich so. Das Potenzial ist sehr groß. <<

Sehr wahrscheinlich klingt nach >50%. Das finde ich übertrieben, besonders wenn ich beachte, dass du von ausgeprägten Träumen sprichst. Meiner Erfahrung nach (also das was ich von meinem Umfeld/Szene und aus Foren so kenne) ist das Potential nicht allzu viel größer als für das Dominant-Sein oder Vanilla sein. Und in den meisten Fällen sind die submissiven Träume auch nicht so sehr ausgeprägt, sondern bewegen sich im moderaten Bereich. Ich würde sagen: Je extremer die Träume, desto weniger Leute träumen es.
Und ich halte die Menge der Submissiven, die nur an den sexuellen Bereich denken, für größer als die Menge der Submissiven, die auch im Alltag dominiert werden wollen. Das soll nicht so klingen, als würde ich Alltags-Subs für Ausnahmeerscheinungen halten. Wie du sagtest, gibt es viele davon. Aber auch wieder nicht so große Massen, wie es in diesem Text rüberkommt.

Karin

gernedevot hat gesagt…

Nachdem Ich nun seit 14 Tagen täglich diesen interessanten Blog verfolge, muss ich feststellen, das ist genau das was ich die ganzen Jahre suchte. Eine wunderbare Seite. Ich habe die Texte förmlich aufgesaugt. Ich habe heute meinen allerersten eigenen Blog veröffentlicht. Ausschlaggebend dazu war diese Seite. Hier mein Blog:
http://gernedevot-endlichangekommen.blogspot.de/ ich hoffe er funktioniert auch.
Macht weiter so mit dieser Seite ich finde sie Toll.
Liebe Grüße Roland

gernedevot hat gesagt…

Leider der falsche Link:
Hier der richtige. http://endlichangekommen.blogspot.de/%C2%A0?m=1