Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Freitag, 24. April 2009

Kniestoss

Als die 'weibliche Dominanz' in unserer Beziehung/ Ehe Einzug hielt entstanden auch ein paar neue Rituale, wie sich denken läßt.

Zum Beispiel hatte sich einmal der nackte, gefesselte Ehesklave mit auf dem Rücken gebundenen Händen vor seiner -elegant gekleideten ('kleines Schwarzes') Lady 'zu einer Aussprache' einzufinden.

"Deine Performance im Bett war das letzte Mal nur mässig" begann sie ihre kleine Rede, während sie inspizierend um mich herumschritt.
Sie blieb stehen und wog meinen Penis in ihrer rechten Hand. "Und dass dieser da zu klein ist, ist zwar bedauerlich, aber keine Ausrede- es fehlt dir eben an Passion……."
Mein Penis fand diese Demütigung erregend und versuchte der unterstellten Kleinwüchsigkeit entgegenzuwirken.
Sie trat vor mich hin. "Schau mal, was ich für dich habe... spreiz doch mal deine Beine auseinander."
Ich befolgte es und stellte meine Füsse auf einen Abstand von fünfzig Zentimetern.
Ehe ich mich besinnen konnte, war sie ganz nahe an mich herangetreten und berührte mit ihren Lippen die meinen. Während unsere Lippen einander zärtlich berührten, was mich noch mehr anmachte und ich -wehrlos und an den Händen gefesselt-, sehnsüchtig den Duft ihres Mundes und ihres Gesichts wahrnahm, hob sich langsam ihr Knie und rammte es mir dann in den Schritt- genau dorthin, wo Männer es nicht so gerne haben. Eine perfide Idee, getreu dem Motto "Eis und Heiß", das wir im Laufe der Experimente als besonders aufregend empfanden.

Es war deutlich spürbar, doch mein Schmerz hielt sich noch in Grenzen, das "Erotische" überwog. Die getroffenen 'Teile' können normalerweise einigermassen gut ausweichen, wenn 'man' nackt ist. Nach rechts und links und oben und unten.
Anders ist es dagegen, wenn man bekleidet ist.

Bei uns ist diese Art der Aufmerksamkeit ein kleiner Brauch geworden, wenn ich mal nicht ganz aufgepasst habe, frech war oder ungehorsam, dass Amèlie mich fordernd anlächelt: "Beine auseinander!", worauf hin ich sofort die Beine zu grätschen habe.
Dann tritt sie vor, wartet einen Moment um es auszukosten, denn sie weiß, dass ich das erregend finde. Dabei geniesst sie selbst gleichzeitig ihre Macht, die ich ihr über mich gebe.
Sie beobachtet mich, wie ich ihre Attake und den Schmerz erwarte und ob ich ausweichen wollte. Das kann lange Sekunden dauern, oder auch nicht. Dann stösst sie schnell ihr Knie zwischen meine Beine, was, je nachdem, wie und was sie gerade 'trifft', ganz gemein schmerzen kann.
Anschliessend lacht sie und gibt mir einen saftigen Kuß- zur 'Entschädigung' wie sie meint.

Das Ganze ist natürlich ein Femdom- Ritual, mehr Spaß als ernst; Frauenpower zielt exakt auf das Symbol männlicher Potenz.
Manchmal ist es aber eben doch auch ein bisschen mehr, als nur Spaß, denn sie verwendet es auch mal, wenn sie sauer ist- man weiß nie- und dann kann es unangenehm werden für mich, zumal, wenn ihr Knie mehrmal hintereinander zum Einsatz kommt.
Auf jedenfall blieb bisher unter uns und ich lasse es mir gerne gefallen, weil es mich, wie gesagt immer irgendwie erregt, mich ihr so auszusetzen und weil es meistens diesen saftigen Kuss gibt. Und dafür lasse ich mir gerne alles Mögliche gefallen und so muss es ja auch sein.


Aber auch sie scheint es zu schätzen, weil es ein einfaches und sehr effektives Ritual ist. 'Sitzt' die Attake, dann kann der Mann anschliessend ausserordentlich folgsam werden....

Es ist schon etwas her, als wie bei unseren Freunden zum Essen waren.
Da vollzogen wir dieses Ritual auch in Gegenwart von anderen.
Wir standen mit Rolf und Eva nach dem schönen Essen bei ihnen in der Küche und hatten noch 'ein letztes Glas Wein'.
Ich hatte wieder einmal eine unpassende Bemerkung gemacht, natürlich nur im Spaß, als Amèlie -scheinbar auch nur im Spaß, mich vor den anderen bloßstellte und mich anherrschte. "Los mach deine Beine breit, du brauchst eine Strafe."
Und ich, reflexartig sozusagen, errötete, wegen meiner Faszination, trotz oder auch wegen der anderen, die wohlgemerkt von der speziellen Dynamik unserer - Ehe allerhöchstens ansatzweise etwas wissen, ahnen.
Ich zögerte aber.
"Los, na wird's bald..." Amèlie lächelte siegessicher. Für einen Moment hasste ich diese Sicherheit bei ihr, dann fügte ich mich und spreizte meinen Schritt.
"Das ist es, was du verdienst..." sagte sie. ich bemerkte, dass sie schon ganz schön einen sitzen hatte. (Natürlich hatten wir einmal vereinbart, dass es kein 'Hard- Play' unter Alkoholeinfluss geben sollte. Aber in einer solchen Beziehung zählt am Ende nur die Stimmung, die Einschätzung der Frau. Und vor den Freunden eine Diskussion anzufangen, mit der ich ihr Ansinnen hätte zurückweisen wollen, das wäre ein Kampf geworden, den ich verlieren würde. Und ein Hard-Play war es ja nun auch nicht wirklich).

Unmittelbar darauf spürte ich ihr Knie ziemlich heftig in meinem Geschlecht -nur einmal und das hatte genau gesessen. Ich musste mich leicht vorbeugen und mir wurde ein bisschen schlecht. Zudem war mir das ganze wahnsinnig peinlich. Wollte sie jetzt unsere ganze Beziehung bekanntmachen?
Diesmal hatte die Breitseite meine empfindlicheren Teile gut erwischt.
Ich spürte, dass ich zudem auch ziemlich erregt sein musste, was man hoffentlich nicht registrieren würde.
"So gehört sich das" flötete Amèlie zufrieden und "das kommt davon, wenn man seiner Frau freche Antworten gibt", und an die Freunde gewandt, ergänzte sie doppelsinnig: "das ist das Einzige, was bei ihm richtig zieht!"

Die Freunde staunten nicht schlecht, doch nach einer Schrecksekunde gab es befreiendes Gelächter. Rolf meinte zu mir: "Ich wäre ja nicht so blöd, die Beine zu spreizen, da musst du dich auch nicht wundern, wenn du eines Tages die Eier weg sind.."
"Naja.." erwiderte ich, "du weisst nicht, was mir sonst blühen würde, wenn ich es nicht täte...." Eva wiegelte ab: "...das erzählst du besser beim nächsten mal. Rolf ist mit dieser Art von Frauenpower noch nicht so vertraut wie ihr! Das hat er noch vor sich!" Sie schüttelte sich vor Lachen. "Und ich will nicht, dass er abgeschreckt wird" woraufhin wieder allgemeine Heiterkeit herrschte.
Dann fügte sie zu Amèlie hinzu: "Du musst mir das mal beibringen, wie du das machst... ich glaube, diese Technik könnte was für uns sein- vorausgesetzt, seine Organe funktionieren hinterher noch"
Amèlie zeigte sich begeistert: "Oh gerne, wir trinken mal ein Gläschen unter Frauen zum Thema. Klar funktionieren seine Organe noch, pinkeln kann er jetzt auf jedenfall noch!"
Die Lacher waren dieses mal auschliesslich auf Seiten der Frauen. Ich wollte noch irgendwas ergänzen, aber Amèlie schob mich zum Hauseingang: "Ihr Männer könnt dann ja bei Gelegenheit gegenseitig eure Tränen bei einem Glas Milch trocknen".

Sonntag, 5. April 2009

The Loop- Die Schlinge

Das Folgende ist wieder aus dem Online -Buch "Sexual Power for Women - A Real-World Guide to Sexually Enslaving Your Man" von Georgegann Cross übersetzt. (heisst etwa: "Sexuelle Macht für Frauen, eine Real- Anleitung, wie Sie Ihren Mann sexuell versklaven" es ist im Original hier zu finden.
Kapitel 3 heisst: 'In which we examine the Loop', das ist also die Untersuchung des Loop- der Schlinge. Es behandelt eben etwas, was wir unsicher mit 'die Schlinge' übersetzen; könnte auch Schleife heissen. Auch Lasso würde passen; eben eine Art mentales Seil, dass eine Frau um ihren Liebhaber, Mann schlingt, welches sich enger zuzieht, weil der Mann sich in ihm verfängt, unweigerlich, und weil es den Mann dazu veranlasst, seine Widersprüche zwischen seinem Machtanspruch und seiner Lust offenzulegen, verwundbar zu werden- zumindest vor der und für die Frau, die er im Anschluss dafür umso mehr liebt. Wir fahren also fort:

Mit Patricks schicksalhaftem Besuch bei mir an jenem Samstag habe ich eine Situation geschaffen, die sehr gut eine wenig beachtete Wahrheit in der Beziehung zwischen den Geschlechtern demonstriert.
Diese Wahrheit ist von höchster Bedeutung für eine Frau die 'Sexual Power' will. Um es gleich zu benennen: Wenn ein Mann erregbar ist und die sexuelle Chemie zwischen euch so stimmt, dass du ihn normalerweise erregen kannst und er physich unfähig wäre, dir zu widerstehen, dann kannst du seinen Orgasmus provozieren: sein Wille allein kann das nicht verhindern!


Es ist leicht zu verstehen, warum diese Wahrheit so wenig bekannt ist. Diese Situation kommt einfach nicht oft vor im Leben der meisten Leute. Ein Mann ist selten in der Position, dass er sich gegen das, was eine Frau mit ihm vorhat, wehren wollte und wenn das einmal der Fall wäre, dann geschieht das nicht in der Gegenwart einer Frau, die sexuelle Absichten hat
.
Selbst bei Paaren, die mit Bondage spielen, bleibt die Situation ungewöhnlich;
wenn der Mann gefesselt ist, wird die Frau mit Stimulationen, die sie ihm anbietet nicht gerade den Wunsch in ihm provozieren wollen, ihr zu widerstehen.

Wir sind übrigens kulturell gewöhnt, Männer so zu sehen, dass sie immer eifrig sexuelle Erlösung wollen.
Wir sind nicht gewöhnt zu denken, dass ein Mann einmal ungewollt sexueller Reizung ausgesetzt wäre und versuchen wollte, sich dieser zu widersetzen.
Das macht die Sache also sehr rar. Diese Situation gibt es so selten, weil kaum eine Frau daran denkt, sie zu inszenieren.

Aber nicht alle Gesellschaften haben so eine Sicht auf die Dinge. Der Antropologe Bronislaw Malinowski beschrieb in seinem Wälzer "Das Sexualleben der Wilden" den Stamm der 'Yausa' in den südlichsten Dörfern der Trobriand- Inseln.

Sie hatten ein eindrucksvolles Ritual des sexuellen Angriffs, verübt an einem jungen Mann durch eine Gruppe von Frauen. Nach Malinowskis Informanten zogen die Frauen zuerst das Scham- Blatt von ihrem Opfer ab, so dass er anschliessend nackt herumläuft und nicht verstecken kann, was mit ihm geschieht.

Dann warfen sie ihn auf dem Boden, hielten ihn dort fest, präsentierten ihm ihre Genitalien und stimulierten seinen Penis, bis dieser hart wurde; anschließend ist eine von ihnen auf ihn gestiegen und hat ihn gevögelt bis er kam.

Wenn ihn dass nicht schon ausreichend geschwächt hatte, übernahm ihn eine weitere Frau.
Am Ende war der Mann total ausgelaugt. War das dann der Fall, urinierten die Frauen auf ihn, .... besonders auf sein Gesicht und oft schlugen sie ihn dann auch noch.
So eine historische Geschichte ist allerdings ein bisschen viel für eine sanfte und verwöhnte Person wie mich, und ich will nicht, dass das jetzt Mode in Kalifornien wird, aber sie trifft meinen Punkt. Das männliche Opfer bei den Yausa, wenn es einmal so einer Mädchen- Gang in die Arme gelaufen war, wusste genau Bescheid, was ihm blühte, kannte genau das Skript.
Es war trotz allem ein altes Ritual und allgemein bekannt auf den Inseln.

Immerhin, auch wenn sie sein Schamblatt zerstörten, auch wenn er von der Besudelung wusste, die ihm durch sie bevor stand, er konnte nichts dagegen tun, dass sein Schwanz hart wurde, wenn die richtige Stimulation verwandt wurde und er konnte nichts dagegen tun, dass er kam, wenn sie ihn vögelten.
Die Macht der Weiblichkeit ist evident unwiderstehlich.

Es gibt zwei Faktoren, die kennen zu lernen für das Unwiderstehliche wichtig sind: Der eine ist Selbstvertrauen. Selbstvertrauen verstärkt deine sexuelle Ausstrahlungausgesprochen und macht es noch schwerer, dir zu widerstehen- ein Effekt der noch zunimmt, wenn dein Man nicht in der Lage ist, einzugreifen in das, was du tust. Selbstvertrauen schützt dich auch vor Bluffs, natürlich. Wenn du so eine Szene veranstaltest, wie ich das mit Patrick gemacht habe, besonders, wenn du es mit dem Ziel tust, Einfluss auf Probleme mit ihm in der Beziehung zu nehmen, dann wird mancher Mann dich bluffen wollen, um dich zum Aufhören zu bringen, sobald er begreift, was du vorhast und er wird das tun, während er nackt, gefesselt und hilflos vor dir liegt. Mit einem enttäuschten Ton, der dich schuldig fühlen lassen soll, wird er dich fragen, ob du nun 'so eine' geworden seist, und dass das, was du mit ihm da vorhast, ihn total abtörnt. Er hofft dabei, dich zu stoppen, bevor du die Chance hast, deinen eigenen Eindruck zu bekommen, nämlich davon wie sehr es ihn anmacht. Er wird dir sagen, dass du ihn nie, nie wieder sehen wirst. Er wird dir noch mehr sagen, wovor ich dich jetzt warnen könnte. Was immer er sagt, du begegnest dem allen am Besten mit gesundem selbstbewusstem Auftreten.
Du wirst nicht immer Erfolg damit haben, aber meistens.
Wenn du kein Selbstvertrauen hast, wenn du dich bluffen lässt, dann wirst du aber nie Erfolg haben.


Der zweite der Faktoren, die kennen zu lernen für die Unwiderstehlichkeit wichtig sind, ist: wenn du deinen Mann kontrollieren willst, dann muss er wissen, dass er dir nicht widerstehen kann und er muss wissen, dass du das weißt. Es ist wirklich unbedingt nötig, dass du ihm das demonstrierst, so wie ich das Patrick gezeigt habe und dass du es wiederholt so machst in deiner Beziehung. Mag sein dass es gar nicht so klar war, dass Patrick versuchen würde mir zu widerstehen. Er machte keine große Show daraus, denn wenn er das getan hätte, dann wäre er umso mehr peinlich berührt gewesen, als das Unvermeidliche ihn schließlich überwältigte. Und er wusste von Anfang an, dass es das tun würde.
Patrick versuchte zunächst aus verschiedenen Gründen nicht zu kommen. Diese Gründe hatte ich ihm gegeben, mit dem Ziel einen Widerstand aufzubauen, den ich dann brechen würde. Einer war, dass ich weiter mit seinem Schwanz spielen wollte, wenn er bereits 'danach' übersensibel geworden war, solange, bis er mir versprochen hätte, mein Liebes- Sklave zu werden. Dem zuzustimmen und das Versprechen zu geben, das war ihm prekär genug und das öffnete mir auch die Möglichkeit, dass ich seine Sensibilität auch in der Zukunft wieder benutzen könnte, entweder zwingend, so wie an diesem Nachmittag, oder aber einfach nur als Spiel. Er hatte zuvor niemals eine Geliebte, die diese Möglichkeit auch nur kannte, geschweige denn daran interessiert war und das ließ ihn sich schrecklich verwundbar fühlen.

Ein weiterer Grund für seinen Widerstand war, dass ich mich anschickte ihm beim Ejakulieren zuzuschauen. Das war ihm ebenfalls sehr peinlich. Sicherlich war er schon ein Dutzend mal in meiner Möse gekommen, aber da hatte ich keine Augen.
Sicherlich hatte er auch andere Geliebte zuvor gehabt und bestimmt gab es häufiger auch manuelle Stimulationen die zum Orgasmus bei ihm geführt hatten. Und natürlich war auch klar, dass ich bereits in meinem Alter und bei meiner Erfahrung die Ejakulationen von einigen Männern gesehen hatte und das oft.

Trotzdem, an diesem Nachmittag war seine emotionale Realität- wie die Szene sich für ihn nun anfühlte, dass er gefesselt war von einem verrückten Teenage- Girl, das ihm einen Orgasmus entlockte, einfach um ihn ejakulieren zu sehen. Und anschließend würde sie sich über ihn lustig machen.
Und dann gab es noch einen Grund für Patrick, Widerstand zu leisten, einen großen: Sein Orgasmus würde bestätigen, dass das, was ich mit ihm machte in der Tat ein absoluter Turn- on für ihn war. Es zeigte, dass er absolut von der Idee angemacht wurde, mein Liebes- Sklave zu sein und von der Fantasie, vor mir stehen zu müssen, mit hervorstehendem Penis, in der Erwartung, dass ich ihn kommen sehen würde, im Wissen, dass ich genau weiß, wie empfindlich sein Schwanz danach wäre, wenn er gekommen ist, und dass ich mit dieser seiner Sensibilität dann spielen würde.
All das lief in seinem Kopf ab und auf Grund meiner Worte wusste er nur zu genau, dass ich das wusste.
Er schämte sich extrem, dass er von all dem so angemacht war und diese Peinlichkeit erregte ihn zusätzlich mit dem Gefühl, dass meine ganze Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet war und die Kontrolle über seinen Körper übernommen hatte, und dass ich seine privatesten Gedanken und Gefühle kannte, dass er kein Versteck mehr hatte und dass er so auf intimste Weise mir ausgesetzt war. Will man die Quintessenz aus diesen Erklärungen benennen, dann haben wir hier die einfachste Beschreibung der psychologischen Schlinge (Loop), bei der sich ein Mann in folgender Situation wiederfindet:
Es ist ihm peinlich, dass er so angemacht ist und es macht ihn wiederum an, dass es ihm so peinlich ist.
Ich nenne das eben die Schlinge', wegen dieser Form- einer sich selbst verstärkenden Kreisform, die aus zwei Komponenten gemacht ist, jede nährt die andere. Die Art und Weise, wie ich die Kontrolle über die Sexualität eines Mannes übernehme ist also so, dass ich diese Schlinge in seinem Kopf installiere und sie weiter ausbaue, indem ich das eine für seine sexuelle Erregung tue und das andere zu seiner Beschämung.
So einfach gesagt klingt die Schlinge vielleicht verrückt, weit hergeholt. Im angemessenen Kontext von Umständen und Erlebnissen, wie es an jenem Nachmittag mit Patrick war, als er versprach meine Liebes- Sklave zu werden, da wird es aber ganz plausibel; weicht aber eben ab von dem was die Leute sonst so gewohnt sind, aber es ist so plausibel wie jede offensichtliche Wahrheit.
In den weiteren Kapitel (meines Online- buches) findest du eine Reihe von Szenarien, die die sexuelle Dynamik der weiblichen Domination illustrieren und 'der Schlinge' kommt dabei eine tragende Rolle zu. Du kannst dort auch eine Menge technischer Ratschläge finden und viele zielen wiederum auf 'die Schlinge' ab.
Vielleicht sind sogar einiger dieser Szenarien in ihren Umständen so ähnlich deiner Situation, dass du sie ohne Mühe ebenso durchführen kannst mit guten Ergebnissen.
Du machst es am besten erstmal so, wie ich empfehle, nur um 'die Schlinge' zu verstehen und die Möglichkeiten, die sie bietet und dann gehst du natürlich deinen eigenen Weg.
Deine Begleitumstände sind letztlich vielleicht etwas anders als bei den Paaren, die in diesem Buch beschrieben werden, deine Persönlichkeit wird anders sein, als die aller anderen Frauen und Ähnliches gilt für deinen Mann.

Wenn du ein gutes Verständnis von der Schlinge gewonnen hast, dann brauchst du keine Anleitung mehr; du weißt was du dazutun willst und du wirst auf dem Wege deine eigene Methode schon finden. Das Wissen um die Schlinge befähigt dich, sie optimal einzusetzen, all die richtigen Dinge zu sagen und zu tun, das Bewusstsein deines Liebhabers zu festigen, dass du seinen Körper kontrollierst, dass du seine privatesten Gedanken und Gefühle kennst und dass er kein Versteck mehr vor dir hat, und dass er auf intimste Art dir in jeder Weise ausgesetzt ist.


Na klar! Wenn du den Eindruck erwecken willst, dass du eines Mannes privateste Gedanken und Gefühle kennst, dann ist es das Beste, dass du sie auch wirklich kennst. Wenn das schon alles wäre über 'die Schlinge', dann wäre das Potential schon großartig genug, aber da ist noch mehr.

Erstens hat die Schlinge die Angewohnheit, sich bei Männern geradezu ins Hirn einzubrennen- sie wird schnell der gängige Auslöser für seine Erregung. Wenn du deinen Körper an ihn drückst und ihn küsst, dann wird nicht nur sein Schwanz hart, sondern er wird gleichzeitig verlegen werden, weil er weiß, dass du es genau fühlst. Ohne dein weiteres Zutun erregt ihn seine eigene Verlegenheit noch mehr und: weil du weißt, dass es ihm so peinlich ist und angesichts der Vorstellung, was du alles mit seinem Schwanz und auch mit seiner Scham anstellen könntest.
Ja sogar dein Lächeln selbst reizt ihn, wegen der Geheimnisse die du kennst und wird zu einem mächtigen erotischen Stimulanz.
Zweitens ist die Schlinge suchterzeugend!
Dein Liebhaber beginnt zu fantasieren, ja sich danach zu sehnen, Szenen mit dir zu erleben in denen der Verlust seiner Kontrolle sich als peinlich für ihn erweist.
Seine Fantasien halten ihn in Erregung und die Tatsache dass er weiß, dass du es bist, die seine Fantasien in die Realität umwandeln kann.

Infolgedessen braucht er dich jetzt viel mehr, als das in einer normalen Beziehung der Fall wäre. Und weil er dich braucht, will er dir gefallen und dir Freude machen.
Und seine Sucht nach der Schlinge (und nach dir) kannst du in Beziehung zu anderen, destruktiveren Schwächen setzen, die er vielleicht hat, und das gibt dir einen gewissen Grad von Einfluss, um diese zu kontrollieren.
Drittens und am besten von allem ist, dass 'die Schlinge' einen Mann dazu bringen kann, dich mit einer wirklich phänomenalen Intensität zu lieben.

Wir Frauen lieben ja traditionell unsere Männer mehr, als diese uns lieben. Das war so, weil wir uns vielmehr öffneten für sie, ihnen alle unsere Geheimnisse sagten und so akzeptiert wurden.
Und das passierte schon ziemlich am Anfang einer neuen Liebesbeziehung. Später dann, wenn die Beziehung alltäglicher wurde, dann blieben wir dabei, mitzuteilen, was für uns wichtig war, nur wurden unsere Worte dann kaum noch gehört und als trivial hingestellt. Nicht so schön wie am Anfang, aber immer noch besser, als die möglichen Alternativen: besser als zurückgewiesen zu werden und besser als dazu verdammt zu sein, alles im Innern versteckt zu halten, so wie die Männer das tuen. Ja, am Anfang der Beziehung zu uns, da sind Männer auch oft sehr geöffnet uns gegenüber und teilen ihre Geheimnisse mit uns.
Liebe bedeutet den Austausch von Verwundbarkeiten und eine Beziehung, die nicht mit einer wechselseitigen Offenlegung beginnt, kommt nicht weit.
Männer sind allerdings erzogen, über allem und jedem, dem sie begegnen, eingeschlossen ihre Frauen, als ein Meister zu stehen, deshalb finden sie es bald wichtig, Barrieren gegen uns aufzustellen, ihre wunden Stellen zu verbergen und alles zu tun, um uns zu kontrollieren.
Bei diesem Prozess verlieren sie das Gefühl für ihre eigene Liebe und das allerdings ist ein großer Verlust.

(Frauen, die verbittert sind, weil sie unterdrückt sind, werden sagen, dass Männer den Frauen unsagbar viel mehr Leid antaten- uns viel unmenschlicher behandelt haben, als sie sich selbst geschadet haben. Das bestreite ich nicht, aber die Frage interessiert mich nicht. Männer dominieren mich nicht; ich dominiere sie. Und das tue ich zum Wohle beider und nicht zum Schaden von einem von beiden. Ein Gedanke, der meinen Enthusiasmus für das Schreiben dieses Buches besonders nährt, ist die Überzeugung, dass vielleicht nur wenige Frauen, die die Kontrolle über ihren Mann übernehmen, so dumm sein werden und dem männlichen Vorbild folgen indem sie sich selbst der Nähe berauben, die ursprünglich ihre Beziehung so reizvoll machte.)

Die Schlinge, das ist die Verwundbarkeit der Männer, die sie mit dir teilen müssen.
Wenn er nicht die extreme Wahl trifft, die sexuelle Beziehung mit dir ganz abzubrechen, dann kann er die Schlinge gar nicht umgehen; du hast sie zum Bestandteil eines jeden sexuellen Kontaktes mit dir gemacht. Und wenn du ihn einmal angemacht hast, dann kann er gar nicht anders, als seine Gefühle zeigen, auch wenn er so wortkarg ist wie Patrick, sein Körper wird dir alles sagen.
Wenn du das kommentierst, was du siehst, auch wenn du nur "Mm ..hm" sagst, dann wird er wissen, dass du weißt…

Es ist vielleicht nicht ganz klar, dass die Schlinge eine Verletzlichkeit darstellt für ihn. Wir Frauen sind da pragmatischer in solchen Dingen, aber Männer erfahren sie ausnahmslos so.

Ein Mann muss die Kontrolle haben- über sich selbst, seine Frau über seine ganze Welt.
Die Schlinge ist der Verlust der Kontrolle über sich selbst, seine Frau über seine ganze Welt. Die Schlinge ist der Verlust der Kontrolle über seinen eigenen Körper und seine Psyche, ein Verlust der so -einmal abgesehen von einem Zustand der Trunkenheit- gesellschaftlich nicht sanktioniert ist.
Das wird erst recht nicht als alltäglich angesehen, jedenfalls bisher noch nicht, und so macht er sich Sorgen, er sei pervers. Der Horror! Er hat ein dunkles Geheimnis! Andere Leute könnten das herausbekommen! Vielleicht kann man es im ansehen!
Es gibt jeden Grund für ihn, sich verletzlich und unsicher zu fühlen.
Da seid ihr also, ihr beide und er teilt eine bedeutende Verletzlichkeit mit dir.

Er beginnt zu fühlen, dass er dich liebt. Wenn du ihm zeigst, dass die Schlinge eine liebenswerte Seite an ihm offenlegt, wenn du ihm zeigst, dass es dir egal ist, dass er pervers ist, wenn du ihm zeigst, dass seine Erregung zusammen mit seiner Scham ein hübsches Spiel ermöglicht und ihm zeigst, dass er dir trauen kann und dass du das schätzt, wenn er dir traut, um ihm einen sicheren Platz zu geben an dem er genießen kann, was er fühlt, dann wird er definitiv starke Liebesgefühle zu zu dir entwickeln und zwar sehr.


Gehe nicht so weit und sage ihm, er sei
nicht pervers, oder dass du so ein hübsches Spielzeug nicht verlieren willst, denn das würde seine Verletzlichkeit nur verwässern und damit das Gefühl dieses mit dir zu teilen und damit sein Liebesgefühl zu dir. Wenn dein Mann sich an die Schlinge gewöhnt hat und an seine Liebe zu dir, dann wird seine Liebe Teil der Schlinge. Wenn du etwas sagst oder tust, was seine Verlegenheit intensiviert, dann wird er seine Verliebtheit wieder intensiver spüren.
Wenn du siehst, dass das passiert, dann kannst du ihn damit aufziehen, dass er dich nur lieben würde, weil du ihn verlegen machen kannst. Tue das aber mit Akzeptanz und Zuneigung, dann wird es die Schlinge stärken und wieder etwas zu seiner Beschämung, seiner Erregung und seiner Liebe hinzufügen.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, weshalb die Schlinge hilft, das Liebesgefühl eines Mannes aufzubauen- einen eher primitiven Grund.
Liebe wird durch scharfe Bilder des/ der Geliebten genährt- Schnappschüsse, die vom Bewusstsein umrahmt sind, wenn du so willst.
Diese Wahrheit ist vielleicht ähnlich der, mit der dieses Kapitel begann, aber sie ist deshalb nicht weniger richtig und wenn du darüber nachdenkst, wirst du merken, dass es mit deiner eigenen Erfahrung übereinstimmt:

Wenn du so eine Szene installierst, wie ich sie mit Patrick beschrieben habe, dann wird es so sein, dass dein Mann total auf dich achtet.
Er wird nicht etwa seine Augen schließen und sich in seiner eigenen Welt verlieren, wie Männer das so gerne beim normalen Sex tun.

Er beobachtet dich.

Er hört dir zu.
Er entwickelt eine scharfe Wahrnehmung für alles, was um ihn herum geschieht.

Und wenn es dann vorbei ist, dann erinnert er sich genau an jedes Wort, was du gesagt hast, jede Bewegung von dir, jedes Detail deines Aussehens, deiner Stimme und deines Duftes. Und aus Gründen, die tief in unserem Stammhirn vergraben liegen, liebt er dich dafür.
Patrick setzte seine Beziehung mit mir fort, als mein Liebes- sklave für siebenundzwanzig Monate.
Offenbar war nicht der Grund, dass er sich an sein Versprechen gebunden fühlte, während er an mein Bett gefesselt war.
Er blieb, weil ich die erregendste Sexualpartnerin für ihn gewesen bin, die er jemals kennen gelernt hatte, weil er eine intensivere Liebe spürte, als er sich je hatte vorstellen können und er fühlte sich mehr geliebt und akzeptiert, als das jemals zuvor der Fall war.

Das ist es, was die Schleife vermag.


© by permission of Georgeann Cross 1997 - Sexual Power for Women