Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!

Danke für die vielen lieben Kommentare zum letzten Posting- dort gibt es so viel zu lesen, es müsste für die Feiertage reichen.

Der Weihnachtsmann sollte vor allem für die Dame des Hauses im Einsatz sein




Wir wünschen Euch allen ein schönes und lustvolles Weihnachtsfest. Kerzen an, Badewanne zusammen und dann legt Euch mal gegenseitig ein Scheibchen Lachs auf den Bauchnabel und fangt an zu futtern... da gibt es noch unzählige Varianten zu entdecken

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Femdom, ein Lifestyle, ein Konzept ist vergleichbar wie die Frau auf einer Sänfte durch das Leben zu tragen. Das klingt kavaliersmäßig verlockend, doch so einfach ist es sicher nicht. Der Mann muss regelmäßig Dinge zum Wohlbefinden seiner Herrin organisieren, vorbereiten oder anrichten und vielleicht auch regelmäßig einen mündlichen Rapport erstatten. Es kann sein, dass er seiner Herrin immer mitteilen muss wann, wohin und wie lange er sich aus dem häuslichen Einflussbereich ihrer Herrschaft entfernt. Sie kann den Mann sozusagen einschalten wie den Geschirrspüler, damit er für sie das aufgetragene Programm ausführt. Es gehört zum Alltagsbild, zu ihrem Wohlbehagen bedient zu werden. Der Mann existiert in einer neuen Daseinsform als persönlicher Diener und Hausmann, zusätzlich zu seinem 40 Stunden Job. Wenn etwas aus der Reihe tanzt, wenn sie über etwas unzufrieden ist, wird es korrigiert, bis es in Ordnung ist. Nachsitzen hieß es in der Schule, Training heißt es beim Sport, die Bezeichnung Erziehung trifft es am besten beim Konzept Femdom. Der Mann lernt von der eigenen Frau, sie ist seine Lehrerin und eine besonders strenge noch dazu. Er lernt das Gehorchen und allen ihren Kommandos Folge zu leisten. Nach ihrem Befinden leitet sie jeweils die Lektion ein und bestimmt über Inhalt und Verlauf. Eine konsequente Rohrstockzüchtigung als ultima ratio wird dem Flegel die Flausen austreiben. Nichts wird mehr so sein wie vorher, wenn man als Mann einmal eine richtig scharfe Erziehung hinter sich gebracht hat. Unvergesslich ins Gedächtnis eingebrannt wird es sein und dem Mann wird seine Rolle fortwährend im Bewusstsein haften bleiben. Bei jedem nächsten Kuss, bei jedem Streicheln von ihr schwingt künftig ein Gefühl der trügerischen Zärtlichkeit mit, das ihm die erlebte Strenge der Frau in Erinnerung ruft, wohlwissend, dass es sich jederzeit wiederholen kann. Eine immerwährende Ambivalenz gesellt sich zur bisherigen Vertrautheit, die sich in ein Gemisch von Freude und Furcht, von Begierde und Disziplin verwandelt. Trotzdem hält das Band der Liebe fester als je zuvor und das verruchte Geheimnis schmiedet das Glück zu einer vollkommenen Einheit. Lange Zeit und viel Geduld war nötig, um meiner Frau von meiner Veranlagung zu erzählen. Noch mehr Geduld und noch mehr Zeit warte und verharre ich, bis eine Reaktion darauf erfolgt. Außer Absichtserklärungen, die mich Jahr um Jahr vertrösten, gelegentlichen Interessebekundungen für meine außergewöhnliche Sexualität, hat sich nichts geändert. Ich fürchte nun, das Ablaufdatum rückt immer näher und das Spieglein an der Wand wird uns nicht anlügen. Noch wäre Zeit, damit zu beginnen, noch hält die Blütezeit meiner geliebten Rose an, sie ist schöner als je zuvor. Noch könnte sie auf schwindelnd hohen Schuhen ihren Thron besteigen und als dekadente Diva über mich verfügen und regieren. Doch wieder denke ich wehmütig an die neue Jahreszahl, wieder ist ein Jahr vergangen. Wieder vertraue ich auf die Zukunft und hoffe auf ein Zeichen meiner Frau. Erst wenn sie die Liebe zu den Hochhackigen entdeckt, wird sie sie auch tragen, tröste ich mich und dann wird alles weitere von alleine kommen. Jammerschade, wenn man die intensivsten Höhepunkte allein mit seiner Fantasie erleben muss. Auch im neuen Jahr gehen unvermindert die kleinen Erlebnisse weiter, die meine Hoffnung nicht sterben lässt. Ich saß im Wartezimmer, weil ich mir über Neujahr eine Grippe zugezogen hatte. Kaum hatte ich die ersten Seiten einer Illustrierten aufgeschlagen, kam eine ältere Frau mit hochhackigen Stiefel so eng wie eine zweite Haut und ich musste diese Frau unaufhörlich ansehen, ihr Gesicht und ihre Grazie, wie sie mir gegenüber saß,
das eine Bein über das andere schlug. Ich roch ihr Parfum, und nahm die Energie wahr, die sie ausstrahlte und auch die Dominanz die sich in ihrem Wesen spiegelte. Ihr unscheinbares Gesicht ähnelte einer Latinofrau und war trotz der bereits sichtbaren Lebenslinien interessant. Sie war keine herausragende Schönheit, doch die hochgezogenen Augenbrauen und leicht nach unten gezogenen Mundwinkel schufen die Ballung von weiblicher Schönheit, Dominanz und Stärke. Sie musterte mich ganz kurz und dann wippte sie nervös oder gelangweilt mit ihrem Stiefelbein, dessen spitzer hoher Absatz meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Von solchen Begegnungen wird meine Hoffnung seit meiner Jugend getragen, unter dem liebevollen aber sexuell auch sehr strengem Regime einer Frau wie ihr mein Leben zu verbringen, ohne zu wissen wie sie überhaupt ist. Nur die auffällig hohen Stiefelabsätze verleiten mich zur Annahme besonderer Qualitäten der Frau und wecken mein Interesse. Im Grunde genommen möchte ich viel lieber meiner Frau dienen und ihr gehorchen, aber sie gibt keine Signale und verzichtet meistens aus vielerlei Gründen auf Hoheitszeichen, die mich zum glücklichen Diener ihrer weiblichen Reize machen würden. Streng im Sinne von verärgert ist meine Frau bislang nur, wenn ich auf andere reizende Frauen schiele. Sie kann also durchaus streng sein zu mir, soviel wäre schon mal klar und sie weiß auch den Grund und kennt den Adressaten ihres Zornes genau. Warum nur überlässt sie es anderen Frauen, meine sexuellen Sensoren zu elektrisieren, anstatt die eigenen Ressourcen zu mobilisieren. Vielleicht kommt im Jahr 2009 die erhoffte Wende und vielleicht war die Begegnung im Wartezimmer ein erster richtungsweisender Hoffnungsstrahl zum Happy End.

Jedenfalls lese ich bei Euch auch im neuen Jahr wie schön es sein könnte. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.
Gabriel

Anonym hat gesagt…

Ein sehr interessantes Tagebuch zum Thema, leider in Englisch. Vielleicht findet sich ein Übersetzer?

www.mariasdiary.com