Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Freitag, 8. August 2008

Was ist eine FLR ?

(Foto: Minnewyork.com)

Eine FLR (=female led relationship) oder ist eine -meist länger dauernde 'Weiblich geführte Beziehung' oder eine Ehe auf der Grundlage von Liebe und Vertrauen zu einander, bei der
folgendes gemeinsam als vereinbart gilt:
Die Frau bestimmt, der Mann gehorcht.


Das heisst bei einer FLR:
1.- sie legt fest, ob sie alle Bereiche oder nur einige wesentliche bestimmen will.
2.- er gehorcht ohne Widerrede, Diskussion und Streit. Sie hört seine Meinung wenn sie will.

3.- sie bestimmt über seine Ejakulationen nach ihrem Gutdünken
4.- sie diszipliniert und straft ihn, wie sie es passend findet und will.
Die natürliche Neigung des Mannes, sich weiblicher Autorität unterzuordnen, wird wahrgenommen, akzeptiert und unterstützt von beiden, wobei der Wunsch der Frau, von ihrem Mann verwöhnt zu werden und ihn zu dominieren tendentiell zunehmen wird.


Dazu gilt erläuternd:
-dass die Frau oder das Paar gemeinsam zunächst festlegen kann, in welchen Bereichen, wenn nicht in allen, sie das Sagen haben soll und in welchen Bereichen der Mann nach wie vor selbst bestimmen soll.

-dass die Frau im Wesentlichen wahrscheinlich über Geld- und Finanzfragen, Fragen der Ehe, wie Sexualität, Erziehung der Kinder, Aussenkontakte, Freizeit etc. entscheiden kann
-dass der Mann ihr bedingungslos zu gehorcht- ohne zu streiten, die Wünsche und Anordnungen seiner Frau zu kritisieren oder zu hinterfragen, ohne Diskussionen und Widerrede. Wenn sie es wünscht wird sie aber seine Meinung hören und anschliessend entscheiden.
Ein wichtiger Punkt ist:
-d
ass die Frau nicht nur selbstverständlich über gemeinsame Sexualität bestimmt (die ausschliesslich nur dann und nur auf die Weise so stattfindet, wie sie es will), sondern auch -und dies ist essentiell-, über die Häufigkeit der Ejakulationen des Mannes, die sie unbedingt kontrolliert und auf ein für sie sinnvoll erachtetes Maß reduziert- (während ihre eigene Sexualität völlig unabhängig ist).

Die Regel dazu
heisst :

Sex ist zum Vergnügen der Frau da und zum Vergnügen des Mannes nur dann, wenn sie es erlaubt. (nach Elise Sutton).
Sein Orgasmus bedarf deshalb immer ihrer Erlaubnis oder Duldung.
Wenn die gewünschte Enthaltung ihm auf 'mentalem Weg' nicht möglich ist, oder wenn sie ihm misstraut und er weiter heimlich und ohne ihre Duldung masturbiert, dann kann sie dieses Ziel zum Beispiel mit Hilfe eines neuartigen Penis-Verschlusses durchsetzen, zu dem nur sie den Schlüssel hat durchsetzen.

Die Frau hat jederzeit das Recht ihren Mann zu disziplinieren und zu bestrafen, wann und wie immer sie es richtig und passend für ihn oder die Beziehung findet, wenn sie will, auch unter Anwendung von körperlichen Strafen (z.B. Strafarbeiten, Schläge)


Dabei ist der Lebensstil und das Ziel einer FLR allerdings keineswegs 'sadomasochistisch', sondern ist eine besondere Partnerschaft mit unterschiedlichen, hierarchischen Rollen in einem alternativen Lebensstil, in dem archaische Bedürfnisse beider Seiten einbezogen werden.

Der Mann hat weder einen Anspruch auf ‚Liebe‘, noch auf 'Strafe' noch auf 'die Frau' an sich oder 'Versorgung' durch sie.
Er ist im Gegenteil dazu verpflichtet, ihr zu helfen, so gut er kann in allen Bereichen, in denen sie es wünscht oder von ihm fordert. Hierzu hat er seine ganze Kraft einzusetzen.
Dass er sich seiner Frau unterwirft, bedeutet nicht, dass er passiv ist und auch nicht, dass er sich etwa anderen unterordnet.
Mann und Frau begeben sich beide freiwillig in eine solche Beziehung, nach ihrem eigenen Geschmack und Wünschen.

Innerhalb der Grenzen, die ihre individuelle Liebe und Vertrauen zueinander setzen verfügt die Frau im Sinne des Paares über ihn, über seine Kräfte, über seine Zeit - nach ihrer Einschätzung, Entscheidung und Intuition.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Feuchte Träume von Alice S.???

Na, das ist ja schlimmer als vor 150 Jahren im schlimmsten Patriarchat! Zurück in die Verhangenheit, nur mit umgekehrten Vorzeichen! Damit ist niemandem gedient, außer evtl ein paar Typen mit kaputter Psyche.

Abgesehen davon halte ich diese Aufteilung noch mehr für naturwidrig als die frühere und jedenfalls noch viel einseitiger, als es jemals im puren Patriarchat war.

Martina hat gesagt…

Martina hat geschrieben....
Heute schwinge ich mich mal auf und schreibe auch einen Beitrag.

Wir haben uns in einem Club kennen gelernt. SM hatte mich als weiblichen Single angezogen, wie eine neugierige Katze. Das war meine Eintrittskarte in eine Tabuzone, wovon viele reden aber doch keiner etwas damit zu tun haben will, weil ach so dirty. Eine Arbeitskollegin, zugleich dicke Freundin, vertraute mir an, dass sie mit ihrem Lebensgefährten öfter mal in SM-Clubs geht und auf Fetischbälle. Sie lud mich ein, mir diesen „Schmuddelkram“ mal vor Ort anzuschauen, da ich schließlich auf der Suche war. Fest an ihre Seite geklammert, ging ich dann einfach mal mit, dann noch einmal und dann öfters. So kam ich damit in Berührung und lernte bei so einem Ball später auch meinen heutigen Mann kennen. Mein Faible war nicht weibliche Dominanz, sondern der Spaß am Verkleiden, das ich schon als Kind gerne machte. Aus dieser Wiederentdeckung ist nun eine eigene individuelle und ganz persönliche Beziehung entstanden, eine ganz und gar nicht harte SM-Variante, die ich/wir eben als eine hier mit FLR bezeichnete Partnerschaft bezeichnen können. Eine Fibel oder ein ABC-Buch für SM brauchte ich nicht, irgendwie ergab es sich von selbst aus den Dingen, die ich von Bernd erfuhr. Das ist nicht dieses Studio- oder Club-SM mit dark room in Kellergemäuern oder Katakomben, sondern sexuelle Dominanz für den Hausgebrauch und für den Alltag. Das ist gut vergleichbar mit der hier in MV geschilderten Ehe von Roswitha und Manfred, deren Texte wir übrigens regelrecht aufgesogen haben.

Ich habe in unserem Reihenhäuschen ein eigenes Zimmer, ein sorgsam hergerichtetes Frauenidyll, worin ich weitestgehend mein Jugendzimmer konserviert habe. Eine alte Kommode vom Speicher meines Elternhauses, die ich in meiner Kindheit immer besonders neugierig durchsucht habe und selbst als Versteck gerne verwendet habe, ist bis heute mein Versteckplatz für meine besonderen Utensilien. Hierin sind meine Ledersachen, Röcke, Kleider, Handschuhe, Stiefel, die ich nur für die intimen Stunden trage. Oben auf steht ganz unverdächtig mein alter Globus mit historischen Kontinenten, eine Spieluhr, ein mehrarmiger Kerzenleuchter, ein Barometer, ein kostbarer alter Parfumzerstäuber (natürlich stets gut gefüllt mit meinem Lieblingsduft), ein Stapel alter Bücher (englische Erziehung) aber auch meine Glocke und meistens der Rohrstock, den ich gegenüber allen anderen Instrumenten in der Kommode vorziehe. In den Schubläden wie gesagt, sind besonders ausgesuchte Kleidungsstücke, das kleine Schwarze aus feinem Leder, viel Spitzenwäsche und Nylons in allen Farbnuancen und eben das kleine gemeine Sortiment an Schlaginstrumenten, Gerten, Teppichklopfer. Auch ein Strafbuch mit fortlaufenden Aufzeichnungen. In diesem Zimmer schlüpfe ich in meine Rolle, bevor ich zu Bernd gehe oder ihn empfange. Bernd darf dieses Zimmer nicht betreten. Auch meine beiden Töchter, jetzt sind sie schon außer Haus und studieren und wohnen in anderen Städten, kennen dieses Zimmer nur beiläufig. Das geheime Zimmer war einfach nur vorhanden aber für keinen, außer mir reserviert. Das war eben mein Zimmer, so wie jeder für sich eines hatte, mein privates Refugium.

Anfangs, das ist jetzt fast zehn Jahre her, spielten wir in diesem Zimmer den Rollentausch. Ich hatte mich extra entsprechend angezogen und Bernd wurde dann dominiert, sprich streng erzogen. Das war Theaterspielen und keine Femdom-oder FLR-Beziehung. Bernd mimte so eine art unterwürfigen Butler, Sekretär oder Internatszögling, während ich als strenge Lady verkleidet ihn zum Gehorsam trimmte und mich dann an seiner Manneskraft bediente. Schon damals war es nicht dieses gesehene Club-SM mit Ledergeschirr, Hundeleine und Handschellen, sondern unser eigenes SM, wenn man es so bezeichnen will. Ich mochte daran dieses aufstylen wie ein Glamourgirl und war wie das arrogante Denver-Biest aufgetakelt mit Straps und Lederkostüm, probierte Frisuren und Wäschecreationen, während ich im Alltag das unauffällige Lieschen Müller war.

Mit der Zeit, wo ich mit Bernd diese stundenweisen Spielchen zusammen machte, verlagerte sich meine Lust am Verkleiden immer mehr in den Alltag hinein und damit stiegen auch meine Möglichkeiten, die Regeln zu bestimmen. Mama will’s noch mal wissen, hörte ich unisono von meinen Töchtern. Ich habe in Bernd, ähnlich wie Roswitha’s Mann Manfred, einen völlig wahnsinnigen Verehrer für alles an glamourös wirkender Weiblichkeit. In Wirklichkeit ist er kein richtiger SMer, sondern ein unterwürfiger Huldiger sämtlicher Reize, die eine Frau zum Blickfang machen. Dabei genügen klitzkleine Attraktionen und am besten sind es so viele wie möglich an einer Frau. Er ist in Wirklichkeit nicht schmerzgeil, sondern er braucht die weibliche Strenge. Er braucht die Strenge vom Aussehen her, in der Sprache, Gestik und Mimik. Als unvermeidliche Konsequenz ergibt er sich dieser resoluten Frau im Gehorsam, ist gewillt ihr zu dienen und ihre Strafen zu erdulden, er braucht sozusagen eine strenge Hand. So verstehe ich mich auch nicht als Domina sondern „nur“ als dominant schillernde und nur teilweise dominante Frau an Bernd’s Seite. Bernd war bei seinen Besuchen in Clubs und Events nicht auf der Suche nach einer Frau die Lust darauf hat ihn zu quälen oder dies gar tun, weil sie Männer verachten. Er hatte ein ganz spezielles Profil, das die imaginäre Frau möglichst erfüllen sollte und das glaubte er nur in entsprechenden speziellen Kreisen zu finden. Bei unserer ersten Begegnung entsprach ich nur dadurch seinem Wunschbild, weil ich gute Beine und gute Brüste zu bieten hatte. Die Verkleidung die mir meine Freundin verpasst hatte, sprach ihn nicht sonderlich an, rote Ledercorsage, Hotpants, Netzstrumpfhose und Stiefel. Ich bin nach unseren ersten Gesprächen sehr vielen Irrtümern und Klischees aufgesessen. Auch er. Es gab zu Beginn zwischen uns allenfalls eine bessere Bekanntschaft, die sich zu einer Freundschaft festigte. Mehr und mehr kam aber sein wahrer Kern hervor und dann wurde mehr daraus. Ich empfand keinerlei Verachtung für seine eingestandenen Gefühle. Ganz im Gegenteil, obwohl mir vieles total fremd war. Meine bisherigen Männer hatten andere Dinge im Kopf, Wohnmobil, Motorrad, Autorennen, Angeln und so weiter. Die hatten keinen Sinn für die schönen Dinge und bemerkten höchstens mal, wenn ich einen Rock trug. Bernd war völlig anders. Ich begann diesen einen Mann besonders zu lieben, um dessen höchst intime Schwächen für die weiblichen Reize wie ein Musikinstrument zum Schwingen zu bringen. Dieses schillernde Element war mir bislang nicht wichtig, wenn doch ich es eigentlich so gerne hatte. Doch immer nur an anderen. Ich hatte es zugeschüttet mit moralischen Bedenken und Angst davor negativ aufzufallen. Was war das plötzlich für eine komplizierte Kiste. Sollte ausgerechnet Bernd nun der Prinz sein, der mich entzauberte und noch dazu als Halbdomina. Bislang hatte ich keine Ahnung von derlei seltsamer Erotik, wusste nur das, was meine Freundin mir im Vertrauen steckte und was ich bei den paar Abenden gesehen hatte. Ich fand das alles sehr bizarr, hielt mich an meinem Glas und meiner Zigarette fest, umgeben von Sklaven und Herrinnen, Master und Dienerinnen. Bei meinem ersten Besuch mit ihr zusammen im Club trug ich eine Perücke. Es lief alles wie hier in diesem Beitrag auch, ziemlich durcheinander. Als ich später mal mit Bernd alleine im Club ins Gespräch kam, outete er sich mir gegenüber mit einer verzweifelten Offenheit und ich hatte ihm nichts zu erzählen von wegen besonderen Gelüsten an SM-Erotik, keine dunklen Vorlieben, geschweige Erfahrungen. Es war schon fast peinlich nichts entsprechendes dagegen halten zu können. Doch der Teufel steckte im Detail, als ich ihm von meinen Vorlieben erzählte, die jedoch nichts besonderes wären, da sie wohl alle Frauen hätten: schicke Schuhe, schicke Klamotten, Kosmetik, alles was eine „Lady“ ausmacht. Immerhin. Doch die Gewagtheit, die Bernd gefiel, diese schillernde Attraktion zu sein unter all den anderen Frauen, hielt ich für alles andere als damenhaft zu dem Zeitpunkt. Die Frauen, die ich im Club sah, fand ich aufs erste interessant, doch viel zu martialisch. Ich tastete mich dennoch wie auf einem Hochseil balancierend in die Thematik hinein, balancierte mehr und mehr auch auf den immer höheren Schuhen, die mir schon immer gefallen hatten, ich aber nie für meinen Typ passend empfand. Zuerst war es mehr Bernd zuliebe, doch dann entdeckte ich meine eigene Leidenschaft dafür. Ich lief darin herum und fühlte mich gut, je höher, je besser. Das was Bernd mir erzählte, entsprach durchaus meinen eigenen Vorstellungen, wie ich mich reizvoll „verkleiden“ wollte. Allmählich fielen meine Bedenken in Etappen. Ich wollte es selbst tun, für mich. Ich wurde selbst aktiv und hielt es auch für mich besser, die Initiative zu ergreifen, um selbst die Kontrolle für die fremden Dinge zu behalten. Aus diesem Wollen wurde dann schnell die Tat. Schillernd, ja pompös und schon fast majestätisch fühlte ich mich bei meinen ersten öffentlichen Versuchen, nicht im Club oder auf einem Ball, sondern im Kaufhaus, beim Schaufensterbummel oder im Cafe. Das Spiel mit dem Feuer begann mit frivolen aber doch stilvollen Outfits, mit denen ich sehr ladylike außer Haus ging. Anonym mit großer schwarzer Sonnenbrille auf der Nase aber mit einem verschärften Lederrock und spitzen hohen Absätzen wie Spikes schlenderte ich mit offenem Mantel durch die Geschäfte. Die Blicke der Männer registrierte ich nur zu Beginn. Später dachte ich, sie würden mir alle wie ein Herde winselnder Hunde hinterher kriechen. Es war immer das gleiche Erlebnis. Was mich anfangs anwiderte, diese unverschämten Blicke, begann ich mehr und mehr auszukosten und meine Macht über den Gaffer zu genießen. Es animierte mich regelrecht, besonders arrogant und kapriziös zu verhalten.

So entstand eine Beziehung zu Bernd, wie ich sie bislang nicht kannte. Ich die Frau, sollte die Regeln aufstellen, was er mir alles gutes tun solle. Freiwillige Verpflichtungen und von mir erteilte Verbote, insbesondere was sein Sexualleben betraf, legte er in mein Hände.
Bernd wollte meine Strenge kennen lernen, die ich selbst nicht genau kannte. Wenn ich das Wochenende bei ihm verbrachte, begann das Wochenende am Freitagabend, wo ich wartend auf einem Barhocker in der Küche saß, um mir bei seinem Eintreffen den Respekt, den Gehorsam und seine Unterordnung vorführen zu lassen. Bernd sank auf seine Knie, küsste meine natürlich extrem hohen Schuhe und ich erlaubte ihm meine Beine bis zur Rockkante liebkosen zu dürfen.

Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze für die Männer brechen. Auch ich war vor meiner Neugier keine Frau, die Schuhe mit 12 cm Absätzen in ihrem Schrank hatte, geschweige sie öffentlich getragen hätte. Viel zu anstrengend und auffällig. Diese Einstellung habe ich radikal geändert und alles, aber wirklich alles, was ich vormals aus allzu vernünftigen Gründen zusammen gekauft hatte über Bord geworfen. Ich vergesse auch im Alltag meine Position der Herrin nicht, wenn auch nur mit dem Gefühl der hohen Hacken und einer gewiss etwas übertriebenen Weiblichkeit. Es ist eine altmodische Weiblichkeit, die in der heutigen Zeit nicht mehr so auffällig getragen wird. Ich hingegen genieße diese Weiblichkeit, die jene besondere Spezies von Mann scheinbar so sehr vermisst, dass sie sich gleich in Demut der Weiblichkeit unterordnen. Es ist schon so, wie es hier in MJ schon mehrfach propagiert wurde, diese provokante Weiblichkeit, unentrinnbar, das Vollweib von Kopf bis Fuß, von früh bis spät. Wenn man sich mal die Männeraugen bewusst macht, bekommt man Einblicke in ihre Welt der Träume. Alles an so einer auffälligen Frau ist mit einem sichtbaren Reiz intensiviert, ihre Bewegungen, ihre Art wie sie sich gibt, wie oft sie sich durch die Haare und ihre Hände ästhetisch bewegt, die feingliedrigen Hände, lange Fingernägel, das Gangwerk, wogend und gestelzt, vom Absatz bis zur Frisur. Stilsicher und einfach unwiderstehlich wie sie sich kleidet, auch darunter versteht sich von selbst, ist nicht das gewöhnliche einfache, sondern das umwerfende. Bernd stand wie ein verdörrter Christbaum in Flammen, als ich meine für altmodisch gehaltene Meinung kundtat und ein gewisses Verständnis für die Strapsliebe der Männer äußerte. Von da ab schien er wie ein verliebter Gockel und verehrte mich schon im voraus, wenn ich welche tragen würde. Auch das wurde zu einem Klebstoff unserer Beziehung. Für Bernd ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, so sagt er, als wäre es ein Wunder der Erde, wenn eine Frau im 21. Jahrhundert Strumpfhalter trägt. Damit bin ich wieder bei FLR. Bernd liegt mir zu Füßen dafür, im wahrsten Sinne des Worte. Ich, als Männerversteherin in Sachen Straps und Co, genieße die gefühlte Macht, die er mir blind zugesteht. Ich sage blind, weil er sich dem Umstand ausliefert und bereit wäre Dinge zu tun, die ich aus Liebe nicht im Leben verlange. Bestens Beispiel, Geld abliefern oder ihn als Sklaven verleihen. Oh nein, insoweit haben wir eine stinknormale Beziehung, allerdings mit weiblicher Autorität streckenweise scharf gewürzt. Bernd bekommt es auch mit, wenn wir zusammen unterwegs sind, die scheuen Blicke der Männer, wie sie mit den Augen das harte Hämmern meiner hohen Absätze suchen, wie sie sich nach mir umdrehen und glotzen. Auch das ist ein wichtiges Stück seiner Neigung, dass ich die Besonderheit unter den Frauen verkörpere, an deren Seite er als ihr männlicher Begleiter, quasi als ihr Gigolo wahrgenommen wird. Es ist eine Mischung aus Stolz und der Unterordnung, die jedoch keiner außer ihm weiß. Die dominant schillernde Frau an seiner Seite lässt für die gaffenden Leute die Vermutung zu, dass er derjenige ist, der ihre Strenge abbekommt, aber auch ihren fordernden Sex. Wenn ich mich so dominant aufgestylt unter das Volk begebe, hat das seinen Preis der ständigen Beobachtung und des Auffallens. Anfangs war es ungewohnt und dementsprechend unangenehm für mich. Wie gesagt, mittlerweile koste ich es aus.

Was ist FLR hieß es. FLR kannte ich nicht als gebräuchliche Abkürzung für eine von der Frau dominierte Partnerschaft. Bei der Bezeichnung Femdom kann man es bereits erahnen.
Ich kenne und genieße die Szenarien, wie sie hier in MV oder anderen Seiten mit weiblicher Dominanz gemütlich auf der Couch liegen, die Arme über dem Kopf und die Hände im Nacken, während ich meinen Bernd beobachte wie er sich splitterfasernackt am anderen Ende der Couch abmüht, mit Zunge und Mund meine von hohen Absätzen strapazierten Füße zu verwöhnen.

Da ich das Häuschen seit dem Auszug meiner Töchter ganz für mich habe, lässt sich FLR oder Femdom natürlich auch völlig ungestört leben. Ich lasse mich von Bernd ganz gerne mal nackt bedienen. Er serviert mir Kaffee und Kuchen und muss sich dabei von mir anfassen lassen, ohne eine Regung und schon gar nicht eine Erregung zu zeigen. Dann schicke ich ihn wieder weg. Vielleicht um ein Instrument, damit ich es gleich bereit habe für ihn. Zu meiner Lust an der Verkleidung gehört ein Perfektionismus, weshalb auch das Zubehör große Bedeutung hat. Wenn ich also daheim als strenge Dame des Hauses fungiere, gehören ein Rohrstock oder eine Gerte zu mir wie eine Handtasche beim Ausgehen. Mehr an Ausrüstung brauchen wir nicht. Das wäre mir zuviel und außerdem zu offensichtlich und höchst verdächtig.

Wir haben viel unverdächtiger einen großen Korbsessel im Wohnzimmer, der mir einerseits als eine Art Thron dient. Zum anderen ist es er sehr praktisch für jegliche Art von Züchtigungen, weil Bernd vielerlei Posen zum Bestrafen einnehmen kann. Stehend über die Rückenlehne gebeugt , kniend mit dem Kopf auf der Sitzfläche, über die Armlehne gebeugt. Was vorher in meinem Zimmer stattfand, kann seit geraumer Zeit im Wohnzimmer, im Wintergarten, überall im Haus möglich sein.

Was Bernd und ich jeder Frau ans Herz legen möchten, die ein FLR oder Femdom-Ehe ausprobieren möchten ist folgendes: Die Überlegenheit der Frau muss zunächst auf ein stabiles Fundament gestellt werden. Es muss eine so tiefe Begierde des Mannes entstehen, dass er der Sklave dieser Begierde wird. Nicht Sklave der Frau, sondern Sklave der Begierde, die jene Frau für ihn entfacht. Vor seinem inneren Auge muss sie immerzu präsent sein, nicht als Fantasie, sondern als sein echtes eigenes Eheweib. The beauty of power – Frauenpower hat viele Gesichter und die muss man sich gemeinsam erschließen. Ich musste mich erst daran gewöhnen anmutig mit Tippelschritten zu laufen, als wären meine Beine das wichtigste wie bei einem Fußballstar. Da waren auch noch viele andere Dinge, die zum Repertoire einer zumindest dominant schillernden Frau gehörten. Ich die „Henne“ musste schließlich meinem „Ei“ bzw. dem männlichen Küken etwas beibringen, damit es „hot for teacher“ seiner strengen Lehrerin gehorcht.

Heute ist das alles eine angenehme Lebensart zwischen Bernd und mir. Ich strecke abends meine Beine aus, mache es mir bequem und dann fällt es mir leicht, dazu auch einen passenden Gesichtsausdruck einer majestätisch, hoheitsvoll arroganten Eitelkeit auf zu setzen. Zu dem Überfluss an Bequemlichkeit will ich dann auch die Wohltat einer Fussmassage gleichzeitig zu einem Glas Rotwein, vielleicht eine kleine Knabberei, ein gutes Buch, ein spannender Film, eine Romanze, vielleicht schöne klassische Musik oder ein paar Modemagazine. Bernd mag diese Überspanntheit an mir und mir tut es gut, auf diese Weise verwöhnt zu werden. Er kniet oder sitzt dann am anderen Ende der Couch und muss seinen Job erfüllen, gut erfüllen. Wir haben auch einen barocken Schemel mit Polsterung angeschafft, der mir als Fußstütze dient, ich habe ein Glöckchen, um ihn zu rufen und ich mag es, wenn er meine Füße wäscht. Bernd mag es wenn ich daheim Nylons und Pantoletten trage, die er mir dann stets an- und ausziehen darf. Daraus kann sich rasch sehr viel mehr entwickeln. Wenn ich unzufrieden bin mit seiner Ausführung oder wenn ich es mich stimuliert. Es kann sein, dass er ganz unerwartet eine ordentliche Portion Hiebe bekommt oder aber dass wir im Bett landen. Bernd mag es, nein es törnt ihn ungemein an, wenn ich eine Autorität am Leib habe, die zu meinem altmodischen weiblichen Stil passt. Ich habe mir viel von Minervas Juwelen angelesen, was das betrifft. Es ist eine gütige Strenge, aber auch ein scherzendes Verlangen, das unsere gegenseitige Liebe begleitet. Bernd kam jetzt gerade in mein Zimmer und fragte, was ich denn so lange hier schreiben würde. Schon das dritte Mal. Ich sagte „Geh nach oben und zieh dich aus. Ich warte hier auf dich. Je länger du brauchst, umso länger hau’ ich dir den Arsch.“ Er ging und kam schnell zurück. Das Schreiben hat mich in eine rasante Stimmung versetzt, die Bernd jetzt abbekommt. Mein Ton für seine Fragerei war deutlich. Da steht er nun, doch ich will meine letzten Zeilen zu Ende bringen. Ich lasse ihn noch ein wenig im Wohnzimmer auf mich warten und werde mit ihm dann über sein störendes Quängeln ein ernstes Wörtchen reden.

Meine Freundin hat mir von sich ein paar schöne Spielereien erzählt. Zum Thema Ungeduld fällt mir diese gerade noch ein. Ihr Sklave muss stehend an der Wand nur mit seiner Stirn eine Orange fest halten, während sie auf der Couch liegt und liest beispielsweise. Dennoch versucht sie ihn soweit abzulenken, dass er seine Blicke nicht von ihr lassen kann. Klar, dass er den Hintern voll bekommt, wenn die Orange fällt, weil er ihrem hochgezogenen Rock mit den Strapsen oder was auch immer nicht widerstehen konnte.
Valerie ist ein verrücktes Weib und führt ein sehr abenteuerliches Leben. Schon öfter, wenn ich mit ihr alleine ausging, verriet sie mir folgendes. Ich klingelte, stand wartend vor der Tür. Sie sagte mir ins Ohr, nachdem sie herauskam. „Hinter der Türe habe ich einen nackten Mann, lasse mir zum Abschied noch die Füße küssen.“ Dann sagte sie wieder laut, „ach Martina da bist du ja ich komme gleich.“ Dann lehnte sie die Tür wieder zu, verschwand für einige längere Sekunden dahinter und kam dann endgültig mit einem freudigen Lächeln heraus. Tatsächlich hörte ich den hinter der Türe versteckten Mann mit küssenden Geräuschen. Sie war dann wie aufgedreht und lächelte mich triumphierend an: „Männer sind ein Geschenk des Himmels, nicht wahr?“

Martina mit Bernd
(der Name meiner Freundin Valerie ist geändert)

Roswitha hat gesagt…

FLR klingt so wie eine Designer-Ehe, die man gerade anpreist, weil es angesagt ist. So etwas kommt nicht einfach so zu Stande, weil es populär ist. Beide, Mann und Frau zahlen einen Preis – mehr oder weniger – um dann eine langfristige Einrichtung zu haben, wie eine Wertanlage. Guter Vergleich finden wir.

Egal wie das Kind heisst, FLR oder Femdom. Es ist eine auf Perfektion ausgerichtete Partnerschaft. Der Mann in seiner Rolle als Kavalier und die über die Maßen damenhafte Frau als zentraler Punkt. Das ist eine Wellness-Ehe für Mann und Frau. Diese „Wellness“ hat seinen Preis in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Für den Mann bedeutet es Mehrarbeit, Zuständigkeiten, Disziplin, Gehorsam, Verbote, schmerzliche Erfahrungen und Verzicht. Das ist sein Preis für die Vorzüge einer hocheleganten Ehefrau mit allen erdenklichen Raffinessen. Auch für die Frau hat es seinen Preis, all diese Bequemlichkeiten zu erlangen. Der Aufwand den man dafür betreibt mag vielleicht noch eine Art tägliche Muße sein, sich immer eine andere Kreation weiblicher Attraktivität vor dem Spiegel zu schaffen. Es ist schlicht der Wille, einfach gut auszusehen, bei jeder Gelegenheit und erst recht gegenüber dem Mann. Bei Femdom oder FLR ist hier sicher eine höhere Meßlatte. Und deshalb ist man als Frau hier schnell etwas besonderes, sobald man in die Öffentlichkeit schreitet. Das besondere in der Öffentlichkeit zu sein, bedeutet, dass schnell Blicke an mir heften. Man wird anders wahrgenommen in der Öffentlichkeit, wenn man als Frau auf 12er Absätzen durch eine Fußgängerzone oder durch die Geschäfte schreitet. Etwas besonderes zu sein ist ein schönes und positives Gefühl. Doch nur wenn man auch das negative dabei überwinden kann und selbstbewusst genug ist, seinen eigenen Stil, das besondere, mit innerlicher Ruhe durchzusetzen. Gerade unter Frauen ist Eifersucht und Neid untereinander rasch im Spiel. Neid kann bei unzufriedenen Leuten manchmal Verachtung auslösen. Doch diese missgünstigen Leute können einem egal sein, die sich über einen schon ihre Mäuler zerreißen, wenn ich im etwas kürzeren Etuikleid und hohen Schuhen außer Haus gehe. Das habe ich schon erlebt und dennoch hat sich mein Wille durchgesetzt, es weiterhin zu tun. Basta. So sehr ich mich einst dagegen verwehrt hatte, verteidige ich heute meinen Stil der ausgefallenen weiblichen Eleganz. Ich erinnere mich an eine Glanzrolle von Monica Bellucci als „Malena“, wo sie über den Marktplatz schreitet und alle Blicke auf sich zieht und allen Männern den Kopf verdreht. Auch ich kenne das Gefühl sehr gut und es dauerte, dieses Gefühl zu mögen. Es ist störend, wenn man glaubt jede kleinste Bewegung würde verfolgt von unzähligen Augen, als würde dauernd jemand durch das Schlüsselloch auf einen schauen. Ich habe sie schon oft erlebt, die verächtlichen Blicke der Frauen, wenn ihre Männer etwas zu auffällig gaffen für etwas wonach sie sich eben sehnen. Das ist eben das besondere und ich sage das nicht aus einer Überheblichkeit heraus. Ich tue eben das besondere und deshalb löse ich einen Drang bei den Männern aus, den man als Begierde bezeichnen kann. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und es gehört heute einfach zu mir dazu, diese besondere kopfverdrehende Weiblichkeit in der Öffentlichkeit zu verkörpern. Ich habe als Frau doch selbst Augen im Kopf und so bemerkte ich nach und nach, welche „Besonderheiten“ diese kleinen Aufsehen speziell erregen. Da geht man mal ohne BH und die Brüste liegen wie schwere Tropfen im Kleid, da sitzt man mal mit übereinandergeschlagenen Beinen auf irgendeiner Wartebank, oder es sind verräterische Umrisse der Unterwäsche, die sich abzeichnen, und schon fängt alles Feuer um mich herum. Soll es doch. Warum denn nicht. Es ist doch wunderbar, sich aus dem grauen Sumpf heraus zu heben und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich spiele damit mittlerweile und es gehört irgendwie ja auch zu meiner innerehelichen Dominanz, die ich dadurch etwas nach außen trage. Ich kann mir gar nicht oft genug mit den Händen über den Rock streichen, im Sitzen die Handflächen über die Beine entlang gleiten lassen oder spielerisch durch die Haare fahren. Es genügen oft Kleinigkeiten, die einen Mann schon zur Raserei bringen. Da bastele ich mir nur einen Ohrring ans Ohr und es sieht schon verwegen aus mit den langen Fingernägeln oder lasse einen Schuh ganz unbewusst unter dem Tisch wippen und schon errege ich Aufmerksamkeit, ohne sie absichtlich zu wollen.
Als „Brandstifterin“ bekommt man entweder bewundernde oder neidvolle Blicke, sowohl von Frauen, als auch von Männern. Letztere neigen öfters jedoch zu geradezu unverschämten Halsverdrehungen. Manche Frauen bezeichnen es ordinär, wenn sich eine ihrer Reize bewusst ist und diese offen zur Schau stellt. Sicherlich gibt es da eine Grenze des guten Geschmackes. In „Malena“ tritt sogar ein tragische Folge jener aufreizenden Schönheit ein, als die junge Frau von den einheimischen Frauen brutal verstoßen, geteert und gefedert wird.
Was hat das alles mit FLR oder Femdom zu tun. Sehr sehr viel. Denn es ist dieses besondere Weib, das die Besonderheit, diese Wellness für sich beanspruchen kann. Es kommt nicht von ungefähr. Das geht nicht so einfach, wie es auf Hochglanzbildern, Filmen und Geschichten vorgegaukelt bekommt. Da muss man als Frau schon auch einiges investieren, um die ganzen Annehmlichkeiten andererseits einfordern zu können. Ich betreibe einen regelrechten Kult aus meiner Weiblichkeit und mein Mann wird in diesem Zustand der akuten Begierde zum Kavalier und Diener. Mehr noch. Was für andere als nostalgische Überspanntheit aussieht, ist für Manfred und mich eine alltägliche Kür. Mit Nostalgie meine ich nun nicht, wie früher Strapse zu tragen, was allerdings auch zutrifft, sondern das übertriebene Gebaren der Frauenverehrung, der servilen Haltung des Mannes, der guten Manieren und so. Gesittete Verhältnisse, die sich schon im Auftreten offenbaren, kennzeichnen eine von der Frau dominierten Ehe, auch wenn ihre Weiblichkeit oftmals als unmoralisch hingestellt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin als doch offenherzige und zeigefreudige Frau sogar ziemlich moralisch und konsequent. Meine Dominanz äußert sich durchaus an ordnungsliebender und perfektionistischer Tendenzen als an geistloser Gleichgültigkeit. Genau diese Eigenschaften sind kennzeichnend für mein öffentliches Auftreten, wo meine akkurate Weiblichkeit ziemlich konturenreich und geschärft publik gemacht wird, perfektionistisch eben als Ausfluss der inneren konsequenten Ader in mir. Diese ans Licht gehievte Persönlichkeit hat mich überhaupt erst zu einer Femdom-Ehefrau werden lassen. Das hat Manfred nun davon, könnte ich scherzhaft behaupten. Aber doch ja , das hat er nun wirklich davon, schließlich drängte er doch auch so voller Sehnsucht danach. Vor seinem inneren Auge hatte er immerzu Stilikonen, Frauen mit kurzen Kleidern, hohen Schuhen, Straps und allerlei anderen Fetisch-Firlefanz. Genau davor wollte er seinen Respekt bezeugen und in die Knie gehen. Die hohe Priesterin muss darin ihrem Rang auch gerecht werden und weitaus disziplinierter und konsequenter handeln können, als der Mann je in der Lage ist. Sonst hätte sie ja auch nichts an ihm zu erziehen.

FLR oder Femdom ist zum einen immer etwas Ausgefalleneres, was nicht jede Frau hat und zum anderen doch etwas alltägliches ist. Wenn ich zu Hause luxuriöse Pantoletten trage, ist das so etwas, was ich meine. Selbst zu Hause und somit nicht in der Öffentlichkeit bin ich noch immer gerne Dame von Welt. Ich mag es zwar auch sehr gemütlich, aber selbst da mache ich gerne eine gute Figur und lege gewohnheitsmäßig Wert auf mein Äußeres. Dazu zählen auch die Schuhe, in denen ich die Tür öffnen kann, wenn es läutet. Genau das ist es, wo man für eine überspannte Ziege gehalten wird, weil ich es blöd finde, wenn dann der Nachbar, der Zeitungsmann oder der Postbote vor der Haustüre steht und die werte Dame steht in Birkenstocks, barfuss oder in Socken da... Was sich seit Jahren wunderbar mit Manfred’s Träumen ergänzt, ist diese perfektionistische Gewohnheit von mir und weil er mir dauernd dies Luxusteilchen an- und ausziehen muss bzw. darf. So hat sich mein vergrabener Perfektionismus mit seinem Wunsch nach Unterordnung ineinander verzahnen und verstricken können. Unerwartet steckten hier sehr viele Synergieeffekte, wie man das heute wissenschaftlich nennt. Manfred ist für meinen weiblichen Kult sehr empfänglich und fühlt sich, seitdem ich mich darin wie eine Puppe auffällig schmücke, gelegentlich sogar bedroht davon. Von mir geht jene oft zitierte Gefahr aus, die Männer oftmals überfällt, wenn es darum geht eine auffällig attraktive Frau anzusprechen. Manfred verspürt es als inneres Gefühl der ständigen Anspannung in meiner Gegenwart. Ganz unbewusst erzeuge ich manchmal bei ihm den Drang nach sexueller Betätigung, also wiederum diese heimliche Begierde des Mannes. Ich bedrohe diesmal sogar den eigenen, also den wichtigsten Mann aller Männer. Und somit habe ich ihn in wie einen Spatz in der Hand. Ich kann ihn lenken und führen diesen lieben Mann, meinen Schatz, wenn ich das will. Manfred wollte immer diese Dominanz der Frau in Kombination mit dieser ausgefallenen, altmodischen, konservativen Weiblichkeit, die Dominanz von Busenstolz und Rock. Er wollte als Mann immer unter diesem hochhackigen Pantoffel der Frau stehen, den er mir immer wieder hingehalten hat. Diese mögliche und sogar gepriesene weibliche Dominanz in der Ehe hat klare Ursachen und Auslöser. Manfred ist total fixiert von diesem weiblichen Kult. Darin verwurzelt ist seine romantische Vorliebe nach dieser bittersüßen Kombination aus Liebe und Strenge, die er sich von mir gewünscht hatte. Blindlings war es allemal für ihn, sich derartiges zu wünschen, wenn ich an das bedrohliche, an die mögliche Folge seiner Wünsche denke. Ich sage heute öfters mal zu ihm: „Denk daran ich weiß ein paar Dinge über dich,“ und spiele damit auf seine Vorlieben an, wenn er nicht gehorchen will. Normalerweise drohe ich mit anderen Dingen, werde streng im Tonfall und in der Wortwahl oder verhänge eine Bestrafung. Ich kann meine weibliche Dominanz gegenüber Manfred aber auch auf diese ebenso zermürbende Weise spüren lassen und ihm die Abhängigkeit von Straps und Strumpf auftischen, so nach dem Motto, du liebst es doch, wenn ich ... dies oder jenes .... trage. Meine täglich angewandten weiblichen Mittel sind also schon eine latente Gefahr und der Auslöser der Unterordnung für ihn. Sein Gehorsam hat durchaus etwas mit Bedrohung und Erpressung zu tun und nicht nur weil er selbst diese Unterordnung für sich erregend findet. Er ordnet sich nicht von sich aus unter in dieser Ehe, sondern er erliegt dem raffinierten Weib, in persona also mir. Das ist der Punkt. Anders geht es nicht. Wenn ich nun weiß, dass mein Mann auf gewisse Dinge abfährt und mir das zueigen mache, in dem ich ihn tagtäglich damit konfrontiere, ist das schon eine ständige Druckausübung, die auf seine Sexualität abzielt. Ich dränge ihn allein dadurch in die Ecke, wenn ich mit Rock und Pumps den Alltag mit ihm verbringe, verführe ihn gewissermaßen zu seiner Unterordnung mit meiner hochwirksamen Medizin, die ich ihm hochdosiert verabreiche, weil ich um seine Sucht weiß. Manfred ist süchtig danach und ich gehe sehr verantwortungsvoll mit seiner Abhängigkeit um. Freilich füttere ich ihn ständig und gieße gewissermaßen das Bäumchen. „Ich habe mich doch nur ein bisschen für dich hübsch gemacht, mein Schatz“, weise ich ihn oftmals zurück, wenn er aus seiner Not heraus zärtlich werden möchte und dabei den ausgelegten Köder berühren und liebkosen möchte. Doch zum Wesen dieser weiblich dominierten Ehe gehört nun mal meine Entscheidungsgewalt. Ich verbiete ihm diese Lüsternheit zum einen mit eiserner Autorität und unter dem Zeichen von Moral und Sitte oder bediene mich ihr mit warmherziger Güte und natürlich dem Eigennutz. Manfred will in dieser Ehe gewiss nicht nur von sich aus dienen und sich fügen, weil er dann glücklich ist. Das Gegenüber gehört ganz wesentlich schon dazu, um diese Unterwürfigkeit überhaupt auszulösen. Insoweit hält er sich von sich aus sicherlich an keine selbst auferlegten Regeln innerhalb der Ehe, was beispielsweise sexuelle Betätigungen betrifft, sondern braucht hierzu schon die Vorschriften, die ich ihm erteile.

Ich mag ja trotz aller modernen Innovationen und Fortschritte der Neuzeit durchaus diese altmodischen Dinge von Zucht und Ordnung und deshalb fällt es mir vermutlich mittlerweile ziemlich leicht diese konservative Weiblichkeit zu verkörpern und alles danach auszurichten. Vor kurzem sah ich in einem Einrichtungshaus in einem ausgestellten auffällig asiatisch dekorierten Schlafzimmer ein Paravent, wie früher in den Hollywoodfilmen aus den 50ern, wo sich die Frau nicht vor dem Mann so ohne weiteres ausgezogen hat. Ich sagte zu Manfred, dass ich so etwas total gut fände. Hinter der „spanischen Wand“ als Sichtschutz könnte ich mich dann ungestört ausziehen und er könnte nur noch die dunklen Umrisse und Schatten sehen. Währenddessen könnte ich mich mit ihm unterhalten, einen strengen Dialog führen, ihn schon in Position befehlen und Stück für Stück meine Wäsche und meine getragenen Nylons über die obere Kante lege. „Dann kämst du nicht mehr in Versuchung, mir unverschämt auf den Busen zu starren...“, befand ich leise, „... und ich bräuchte dir nicht so oft den Arsch hauen dafür!“ Ich inspizierte die dünne Seidenbespannung und dirigierte Manfred hinter die Wand, um die Durchlässigkeit zu testen. Auch das wäre eine Alternative, wenn er dahinter müsste, während ich mich wie gewohnt im Schlafzimmer an- und ausziehe. „Nein, der Reiz läge doch genau in der Vorstellung meines Körpers, während der Entblätterung“ klärte Manfred mich sorgenvoll auf und schon hatte er mir wieder einen Grund zur Autorität geliefert. Diese vermeintliche nostalgische Hollywoodromantik konnte ich mir bei ihm lebhaft vorstellen, wie er vor dem Paravent Stielaugen bekommt und nicht nur das. Für die lüsterne Vorstellung hinter dem Paravent stellte ich Manfred am gleichen Abend noch mal kurz zur Rede und ließ mir die Vorstellung im Detail erläutern. Ich erläuterte ihm dann meine Sichtweise ohne der milchigen Bespannung eines Paravent, worauf Manfred schnell die Folgen seiner Neugier zu spüren bekam, als ich halb ausgezogen seine Vorstellung wahr machte...

Auf die Frage was ist eine FLR passen diese Schilderungen über unseren mittlerweile jahrelang gemeinsam begonnenen Lebensstil, so ungewöhnlich die Konstellation auf den ersten Blick auch sein mag. Vieles, eigentlich fast alles, aber nur fast, haben wir darüber bereits berichtet. Ich kenne die Bilder, die Filmchen, die Geschichten, wo Männer vor der Frau und Herrin niedergekniet die hingestreckten Strumpfbeine küssen und lecken, während die Madame ihren Aperitif zu sich nimmt, liest oder telefoniert. Geradezu ein Idyll der Verehrung und Liebe, worin sie sich seine Zunge auf der ihren zergehen lässt, entspannt und mit geschlossenen Augen ihren Körper weit öffnet für seine intime Aufgabe. Da liegt dann auf dem Nachtkästchen der Frau unter dem warmen gelben Schein des seidenen Lampenschirmes ihre Reitgerte als wäre es ein belangloser Gebrauchsgegenstand. Hochnäsig stolzieren die Damen auf den höchsten Absätzen wie auf dem Laufsteg und es umgibt sie ein Schein der Autorität, der der Nacktheit des erwachsenen Mannes das fürchten lehrt. Ihr Blick ist messerscharf und wenn sie spricht ist es besser zu gehorchen, damit man ein Lächeln zur Belohnung bekommt. Diese Bilder sind grundsätzlich gewiss keine wahnwitzigen Hirngespinste aus der Fantasiewelt notgeiler Männer, sondern durchaus ernst zu nehmende Gedanken und Charakterzüge, die für ein erfülltes Sexualleben entscheidend sind, vergleichbar mit Homosexualität. Das ist kein geistloser Pornokram und keine perverse Verirrung und keine Krankheit wie ich es anfangs irgendwo dazwischen angesiedelt hatte, weil ich mich nicht auskannte. Je ernsthafter und tiefgründiger ich mich damit beschäftigte, um so spannender wurde das Thema. Es lag nicht nur an mir, sondern auch an der Methode, wie es mir gezeigt wurde.
Manfred und ich sind nicht Teil der „Szene“, worin sich so mancher und manche sicherlich im Kreise Gleichgesinnter gleich wohler und zu Hause fühlt. Wir haben uns beide und das genügt. Diese FLR, um diese Bezeichnung anstatt Femdom-Ehe zu verwenden, ist eine außerordentlich verlässliche Beziehung. Ich bin darin genauso liebevoll aber eben auch phasenweise streng und weiß mich durchzusetzen. Der Rohrstock gehört bei uns, wie jeder Leser/in von Minervas Juwelen mittlerweile weiß, ganz selbstverständlich dazu und ich zögere nicht, ihn konsequent einzusetzen, dass der Mann gerne einlenkt.

Manchmal witzeln wir, wie lange wohl unser derzeitiges Leben so weitergehen wird wie bisher. Im Ruhestand, fernab der Arbeitswelt kann ich mir auch schöne Bilder ausmalen, ich und Manfred allein in einem verlassenen Schloss. Er als ergrauter Diener, der mir auch als mein Chauffeur noch immer treu ergeben ist und mich bei all meinen Ausflügen und Reisen begleitet. Ich hingegen als gepflegte gealterte Lady und noch immer perfekte aber launische Diva auf einer Jauslounge, trage noch immer spitzenumrankte Unterröcke und Luxuspantoletten und läute nach meinem unterwürfigen Kavalier nicht nur zum Teeservieren. Noch immer wird der devote Gentleman Schwierigkeiten haben, mir Nylons anzuziehen und wird meine erzieherischen Methoden fürchten. Noch immer werde ich mir seiner Hingabe und seiner Verehrung sicher sein können, auch wenn ein straffer Busen und glatte lange Beine Geschichte sind.

P.S. Übrigens: Anstatt des Paravent habe ich mir vor kurzem eine andere fernöstliche Kostbarkeit geleistet. Ein traditionelles chinesisches Kleid. An Weihnachten trage ich ja meistens ein festliches Cocktailkleidchen. Heuer wird es dieses chinesische Etuikleidchen. Hochgeschlossen liegt die Seide hauteng am Körper an, endet kurz über dem Knie mit zwei hohen seitlichen Schlitzen. Das ist ein schlichtes aber doch ungeheuer weibliches Kleid mit Brokatverzierungen das ich für das schönste Fest heuer tragen werde. Manfred hat es noch nicht gesehen, aber soviel sei hinsichtlich dem Thema FLR schon mal verraten. Er wird sich diesen Schlitzen am heiligen Abend nicht entziehen können und es droht ihm eine „schöne Bescherung“ wenn er sich nicht beherrschen kann.

Roswitha und Manfred grüssen aus ihrem Urlaubsdomizil

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen ,

auf dieser Seite lese ich seit Längerem im Geheimen mit. Der Beitrag von Freddy hat mich animiert auch einmal zu schreiben.

Ich glaube nicht, dass Freddy ein Psychopath ist. Die Situation in der er sich befindet ist, so glaube ich, völlig normal und nicht ungewöhnlich für Männer mit Femdom-Wünschen. Ich bin überzeugt, dass er mit seiner Beschreibung die Lage vieler anderer schildert. Ich persönlich habe mich in deinem Beitrag wiedergefunden.

Die Unterschiede zwischen Realität (Frau, Kinder ,Beruf und Umfeld) und Träumen/Kopfkino stellen immer das Problem dar. Lösen lassen sich diese Schwierigkeiten nur dann, wenn die beiden Hauptpersonen auf einander zugehen und irgendwann auf ähnlicher oder am Ende gleicher Wellenlänge funken. "Wie sag ich es meiner Frau?" ist die Problemstellung. Wenn der weibliche Part dabei blockiert und die ersten Andeutungen und Gesprächsansätze mit der Einordnung in die Perversenschublade und der Bemerkung: "Ich will dir doch nicht weh tun" abwürgt, dann entwickelt sich das Bemühen der Traumumsetzung zu einem Kampf gegen Windmühlen.

Die ersten Assoziationen gehen doch immer in die Richtung peitschenschwingender Dominas zur Befriedigung des Geschlechtstriebes. Wenn der Mann erst einmal dort eingeordnet und sein Interesse als pervers abgestempelt ist wird die Ehefrau von dieser Sichtweise nicht mehr abweichen. Ich glaube, dass eine erforderliche Grundvoraussetzung auf weiblicher Seite eine große Offenheit in sexueller Hinsicht ist.Der Einordnungsprozess wird nur dann nicht stattfinden, wenn der Gegenpart unvoreingenommen, offen den Träumen des Partners begegnet. So kann ich nur all die Paare, die auf dieser Seite schreiben, beglückwünschen, dass ihnen dieser Schritt gelungen ist.

Eines möchte ich aber noch anmerken. Zwischen dem Wunsch Kopfkino (ab und zu ein Hintern voll, als Bereicherung im ehelichen Schlafzimmer) bei seiner Ehefrau zu erleben und einer real gelebte FLR-Beziehung ist sicher ein erheblicher Unterschied. "Die Geister die ich rief" sagt glaube ich alles. Deshalb muß jeder für sich selbst entscheiden, ob er bereit ist das Wagnis der Veränderung einzugehen.

Anonym hat gesagt…

Hi,

mich würde interessieren wie oft und wann "er" denn kommen durfte seit der Blog existiert... ich würde da vielleicht - wenn sowas technisch machbar ist - eine Art Kalender anregen. (Nur mal als Idee)
Man redet zwar ab und zu über Intervalle aber wie es sich dann auswirkt ist irgendwie schwer rauszulesen.

eines muss ich noch loswerden: Super Blog! Mehr davon!

lg

Anonym hat gesagt…

Hallo,

gibts euch noch? Schon lange kein Lebenszeichen mehr gehört/ gelesen.

maren glitzer hat gesagt…

Meiner Ansicht nach muss man als Frau keinen Preis oder nicht generell einen Preis für dies Art der Ehe bezahlen. Wenn die Vorbedingungen von vorne herein stimmen beispielsweise, welche Kröte soll da für mich als Frau zu schlucken sein, um so eine weiblich geführte Ehe oder Partnerschaft führen zu können. Ich arbeite in einer namhaften Drogeriekette als Kosmetikfachfrau und bin es gewöhnt immerzu in ansprechender weiblicher Kleidung geradezu weiblicher Uniform zu gehen. Minirock in Kombination zu High-Heel-Pumps wären für mich also gewiss kein Preis, den ich zahlen müsste, auch wenn ich die „mörderischen Pumps abends gerne ausziehe und in die Ecke stelle. Wenn ich also einen Mann hätte, der mich dafür anbetet und mir zu Füßen liegt, der mir abends die Füße liebkost, massiert, wäscht, mich bedient und verwöhnt, was will ich mehr. Wenn ich ihn mit Spitzenwäsche, die ich auch liebe und meinetwegen sogar Straps noch mehr in diesen Zustand der Ergebenheit bringe, warum denn nicht. Nun bin ich trotzdem derzeit und schon etwas länger Single. Fände ich einen neuen Partner, der in meinen völlig gewohnten weiblichen Gepflogenheiten eine so sehnsüchtig erträumte Alltäglichkeit erfüllt bekommt, dass er sich mir auf Knien unterordnet, warum nicht. Wenn ich für meine Weiblichkeit verwöhnt werde, darüber hinaus bedient werde und einen aufmerksamen Gentleman und Liebhaber sicher an meiner Seite haben kann, ist das kein Aufwand und kein notwendiges Übel. Es ist doch meine Sache von Beginn an wie ich mich präsentiere, mit oder ohne Mann. Ich habe kein Problem damit Aufsehen zu erregen und ich will selbst als gutaussehende, sogar besonders gut aussehende Frau brillieren. Das ist keine Mühsal für mich und für viele andere, die mir im Job begegnen. Ganz im Gegenteil, wir Frauen stehen uns doch stundenlang vor den Spiegel und sind immerzu bemüht, möglichst gut auszusehen. Da kommt es doch wie gerufen, wenn ein Mann das zu schätzen weiß, wenn er eine Antenne dafür hat und dieser ersehnten Frau den Alltag so bequem wie möglich gestalten will. Er, der Mann zahlt sehr wohl einen Preis durch seinen doch erheblichen Mehraufwand. Rein die ganzen Zusatzaufgaben die er auf sich nimmt. Daneben schüttet er sein Herz aus mit intimsten Dingen, wenn man die erträumte Strenge anwendet und hat den Mann dadurch wieder in der Hand. Wenn die für mich nicht ungewöhnlichen Dinge für ihn eine so große Wichtigkeit bekommen, würde ich das sofort aufgreifen und meine Freude dran haben, mehr denn je. Ich hätte noch mehr so Spitzenfummel und durchsichtiges am Leib. Bei mir müsste der Mann mich nicht bitten, zu hohen Absätzen und Minirock zu greifen. Das ist mein tägliches Brot. Ich denke da würde so mancher ein Paradies vorfinden, weil ich darin selbst die erste bin, mit allen weiblichen Tricks meine Kurven zu betonen oder sie möglichst vorteilhaft zur Geltung zu bringen. Ich kenne das umgekehrt, dass der Mann genervt ist vom Highheel-Geklapper und von ständigen Kontrollen, ob dies und jenes noch richtig sitzt oder nicht verlaufen ist. Ich weiß nicht, wie ich mich mit der Strenge zurecht finden würde, aber eine hohe Kunst sehe ich nicht darin, den von meinen Reizen durchtriebenen Mann in Zaum zu halten, nur weil er vernarrt nach meinen Nylons ist oder so. Ein bißchen Strenge steckt in jeder Frau, ganz ohne Femdom. Ich könnte mir durchaus vorstellen, meine weiblichen Gewohnheiten angereichert mit bissiger Autorität zu verkörpern, so nach Art - das strenge Fräulein Müller -eben mit hochnäsiger Affektiertheit, zugleich hoch moralisch, aber ganz unbewusst und beiläufig ungeheuer sexy. Ich kenne diesen Typ Frau, wo man meint deren Kopf sei nicht fest mit dem Hals verbunden, so wie er vornehm zu den vorsichtigen Tippelschritten umher taumelt und die Umgebung nach bewundernden Blicken sondiert, eingebildet und blasiert. Irgendwie kann ich mich in einen Mann hinein denken, wenn er so eine damenhafte Madame sieht, wenn er darauf abfährt und sich nach ihrer Schärfe sehnt. Ich kann mich hinein fühlen, welch sexuelle Anziehung er dabei verspürt und in diesen Typ Frau seine Gebieterin hinein interpretiert. Es muss ähnlich sein mit meiner Hingezogenheit zu männlicher Souveränität, gepaart mit Gelassenheit und humorvollem Esprit bei einem am besten auch noch gut aussehenden Mann. Wenn so eine damenhafte Frau auf einen entsprechend gepolten Mann trifft, denke ich, zahlt sie keinen Preis für die besondere Behandlung durch ihren Verehrer. Sie betreibt den ganzen Aufwand schon allein für sich und tut dies trotz aller unangenehmen Begleiterscheinungen der hohen Stöckelschuhe und kalten Miniröcke etc. Hier muss die mehr oder weniger resolute Dominanz der Frau im Grunde genommen auch nicht vom Mann speziell gewünscht werden. Sie könnte es von sich aus sein und Strenge verkörpern, ohne jeglichen Hinweis des Mannes.
Er, der Mann hingegen zahlt sehr wohl einen Preis, freiwillig oder unfreiwillig, wenn die weiblichen Reizmittel bei ihm wirken und er sich regelrecht ergeben muss vor ihrem gefährlich erscheinenden Bild als resolutes Vollweib. Auch diese Sorte scheinheiliger Männer glaube ich zu kennen, wenngleich ich keinen bisher als Partner hatte. Jene Heimlichtuer, die immerzu auf weibliche Reizzonen fixiert sind, auf volle Brüste, stramme Beine, knackige Hintern. Unscheinbare Männer sind das, die nicht auffallen, allenfalls positiv, doch hinter ihrer Fassade sind diese Unschuldslämmer von erotischen Fantasien durchtrieben und vom Sex beherrscht. Da kann ich mir gut vorstellen, wie diese hyperaktive innere Lust nach Erziehung und Strenge schreit oder seitens der Frau für nötig erachtet wird. Noch dazu wenn man ihm draufkommt, dass er vielleicht masturbiert und der Verdacht liegt nahe.
Jedenfalls bin ich um vieles wacher geworden, wenn ich einen Mann kennen lerne, seit ich beim Internetsurfen auf die so geheimnisvoll lautende Seite Minervas Juwelen gestoßen bin. Ich achte viel mehr auf actio und reactio, wenn ich mir die gewohnten Stilettos bewusster als je zuvor anstecke und im kurzen Rock auf Blickfang gehe. Sobald ein Mann auf mich aufmerksam wird, studiere ich ihn und denke, na mein Kleiner, worauf stehst du wohl. Ich experimentiere mit meinen Reizzonen und heize ihm heimlich und auf subtile Weise ein. Innerlich blicke ich auf ihn berab. Schnell weicht der zunächst noch hungrige auffressende und förmlich ausziehende Blick dann aus und sucht verschämt die Flucht in unbedeutenden Dingen. Viel lieber würde sein Blick noch auf mir ruhen und noch länger seine Begierde füttern. Meine Gedanken kreisen derweil nicht weniger in sexuellen Vorstellungen, wenn ich darüber nachdenke, ob das nun so ein Mann ist, einer der es braucht, den Hintern voll zu bekommen, oder der es stumm aber tapfer hinnehmen würde, wenn ich von mir aus diese weibliche Dominanz verkörpern würde, wenn ich ihm ohne sein Zutun eröffnen würde, horch zu, ich bestimme die Regeln und gib acht, weil du sonst meinen Rohrstock kennen lernen wirst. Wie wäre das wohl. Würde ein Mann davon laufen, oder würde er sagen, endlich habe ich gefunden, wonach ich so lange gesucht habe.
Noch immer bin ich auf der Suche nach dem richtigen Mann, aber viel exquisiter ist mein Geschmack nun auf eine Sorte Mann nun ausgerichtet, der meinen Aufwand zu schätzen weiß, mehr noch, der bereit ist mich dafür zu vergöttern. Warum habe ich darauf bislang verzichtet? Was ich hier in dem neugierig machenden Blog Minervas Juwelen zu lesen bekam, hat mich bestärkt, meine Weiblichkeit in dem Sinne wie bereits Tag für Tag beruflich zwangsläufig bedingt, besonders attraktiv und sexy zu machen. In der Drogerie habe ich natürlich zu 99 Prozent mit Frauen zu tun, gepflegte Frauen und schönheitsbewusste Frauen, manche sind wirklich auffällig attraktiv. Da stimmt dann auch alles, der Schmuck die Kleidung, die Frisur, die langen Fingernägel. Männer sind hier völlig außen vor, sind zu 99 Prozent gar nicht dabei oder stehen genervt und mit regelmäßigem Blick auf die Uhr daneben, wenn ihre Frauen sich Kosmetik aussuchen oder probieren. Es geht hier um rein feminine Angelegenheiten und so erlebe ich das auch jeden Tag, dass wir Frauen dabei unter uns sind. Deshalb war es für mich ziemlich ungewöhnlich von Männern hier in Minervas Juwelen zu lesen, die einen sehr feinen Spürsinn für die femininen Dinge haben. Nie zuvor hatte ich davon gelesen, dass es einen Mann sexuell antörnt, wenn eine Frau in feinen Nylonstrümpfen in einen Stöckelschuh hinein- oder herausgleitet oder er bekommt vom Geräusch nachschnappender Pantoletten Gefühle oder wird von aneinaderreibenden Strümpfen ganz geil. Für mich war das neu, dass ein Mann hellhörig wird auf das Klacken hoher Absätze und er wie Eis in der Sonne zerschmilzt, wenn eine Hand über ein glattes Strumpfbein gleitet. Für mich standen ganz andere Dinge immer im Vordergrund, möglichst viel Busen, knackiger Po, schlanke Beine, wo ich meinte, derlei feste Größen würden einen Mann im Bett interessieren. Freilich ist eine hübsche Verpackung oftmals wichtiger als der Inhalt, doch dafür hatten meine bisherigen Männer wenig Sinn. Ihnen gefiel mein Aussehen und sie schmückten sich mit meiner Attraktivität, aber keiner sprach ein Wort darüber, was mein tägliches Kostüm mit Nylons und Stöckelschuhen für sie bedeutete. Für mich war das eben nie etwas besonderes. Ich konsumiere alle diese typisch weibliche Zubehörteile.
Nun lese ich, wie eminent wichtig diese urweiblichen Dinge für eine Vielzahl an Männern wohl sind, die wahre Feinschmecker darin sind und sich in diesen Frauendingen mehr auskennen als so manche erfahrene Frau. Und weil eben diese Dinge eine so enorme Wichtigkeit haben, sind sie - hört, hört - bereit sich für alles aufzuopfern und sogar zu leiden für ihre Angebetete. Ich will mich nun nicht als herrische Frau künftig sehen, aber schlecht fände ich das nicht, wenn mir mein Geliebter dies und jenes erledigt, nur weil ich es in Stöckelschuhen und engem Miniröckchen verständlicherweise nicht tun kann. Soviel Wertschätzung für meine schönheitsbewussten Tugenden hatte ich leider noch nie. Irgendwann wird der Prinz vielleicht noch erscheinen und meine Art nicht nur zu schätzen wissen, sondern mich auf Händen tragen. Auch die Möglichkeiten, die ich als Frau dann hätte, haben mir schon beim Lesen mancher Beiträge hier ein Lächeln entlockt.

Wie würde ein Mann wohl reagieren, wenn ich ihm sagen würde, ich beginne mit dir morgen eine strenge Erziehung und übrigens, stell dich schon mal darauf ein, dass du von nun ab von mir den Arsch versohlt bekommst, nötigenfalls auch mit einem Rohrstock oder irgendwas.
Andererseits denke ich, wie würde ich reagieren, wenn ein zuckersüßer Mann zu mir sagen würde, bitte Schatz erzieh mich und zwar auf die alte Methode mit strenger Zucht, damit ich dir für immer gehöre. Wie ist das wohl für ein Paar einerseits verliebt und vertraut Händchen zu halten und andererseits so schulmäßige Erziehungs- und Abstrafungsszenarien abzuhalten, wie gelesen in einer Art wöchentlicher Inspektion oder so und auch immer wenn eine geringste Verfehlung aufgedeckt wird. Ich habe mich in die angesehenen Femdom-Bilder hinein gedacht und konnte mir durchaus vorstellen, selbst bequem und entspannt nach einem Arbeitstag in der Drogerie mich vom Mann daheim verwöhnen und bedienen zu lassen, wie Kleopatra auf dem Sofa zu liegen und Anweisungen zu erteilen. Hält mich der Mann für verrückt, wenn ich mir wie eine Kaiserin die Füße küssen lasse, damit ich meine Dominanz und Macht gegenüber dem Mann trimphierend demonstriere, anstatt oder zusätzlich den gewöhnlichen Küsschen auch Mund und Bäckchen. Wird er es auch tun, nur weil ich mich feminin kleide und sorgfältig herrichte, wird er mir sogar gehorchen dafür, wie ich es gelesen habe? Ist er mir hörig, weil ich es persönlich als schick betrachte, diese entweder für altmodisch oder sexistisch verteufelten Strapse zu verwenden?
Ich finde das alles spannend, doch mir fehlt im Augenblick ein Mann, der hoffentlich etwas feinsinniger ist als die bisherigen. Ich werde jetzt sehr viel mehr darauf Acht geben und meine Netze auswerfen, um zu sehen, wie die Reaktion ausfällt. Auch meine Sinne sind dadurch jetzt geschärft und wissen um bislang völlig ungeachtete Begleiterscheinungen meiner weiblichen Natur. Mein täglicher Gang zu einem Supermarkt, um mir für die Pause mal etwas zu essen zu besorgen, ist nun ein viel bewussterer Ausflug, auf dem ich genau darauf achte, wie sehr ich Aufsehen bei den Männern und Boys errege, allein durch ein aufrechtes hüftschwingendes Gangwerk, vielleicht in nachschnappenden Pantoletten. Derlei Auftritte helfen mir sogar, ekelhafte oder unsympathische Leute besser zu verkraften. Da werfe ich mich dann in die Brust und stolziere innerlich. Ich bin nicht unfreundlich aber distanziert dabei, meine Bewegungen werden überlegt und dadurch vornehmtuerisch. Und wenn mir einer ganz blöd kommt, denke ich mir, wie ich diesen fiesen Kerl wohl erziehen würde, wenn er unter meiner Fuchtel wäre. So wie unseren stellvertretenden Filialleiter, er hätte nichts zu lachen, wenn ich mal die Gelegenheit für eine private Rohrstocksause unter vier Augen hätte. Freilich, er hat eine Chefin, die ihm den Posten weggeschnappt hat und nun hat er das Nachsehen auf ihre schnappenden....


tschüssie, maren glitzer

Achatz hat gesagt…

...die Länge und Qualität der Kommentare übersteigen mal wieder bei weitem unsere Postings: Bravo und vielen Dank! So ist es prima: viel zu lesen und viel zu lernen.

'A' und 'a' sind zur Zeit noch urlaubsmässig 'busy'; wir werden später berichten denke ich. Auch die Frage des 'Kommens', die ein anonymus stellt werden wir genauer prüfen.
Einstweilen: bis bald.

klausi1952 hat gesagt…

freundlicher Gruss an maren!
Sie beschreiben sich als eine dame die gerne ihren Beruf aber auch Ihr leben in der schönheit geniesst!
Kleopretra,natürlich gibt es solche männer,die gerne verwöhnen!Bin halt etwas älter mit meinen noch 55 jahren,aber war ich doch 25 jahre lang der diener meiner eheherin,reden und offenheit sind wichtig,sorry,diese welt besteht ,leider in meinen augen,nur noch aus jeans!Kenne diese anders,denn ich horche auf,wenn ich nur das klackern der schuhe höre,wenn frau duftet,wenn frau weiblich ist!
Ja ich liebe und verehre die weiblichkeit!höre ich den satz(noch heute):ich bin doch emanziepiert,von eine frau,muss ich leicht lächeln!
Warum?
Ganz einfach ,diese erkennen nicht die möglichkeiten in sich.'Leider!"

Ich kann als Mann nur schreiben,oh wie schön ist weiblichkeit,da wird FEMDOM oder FLR zum inneren Genuss!!

Da gab es noch eine Bemerkung einer Vorschreiberin,sinngemäss:Was ist wenn der Busen fällt,was ist wenn die Beine nicht mehr soooo schön sind,was ist wenn der Poo nicht mehr knackig ist???
Antwort:In einer echten FEMDOM Beziehung,die offen besprochen wird,spielt dieses keine Rolle!!!!!!
Sie würden immer!!!!schön aussehen und einen Mann haben ,der SIE nach der Arbeit bedient!!!

Ganz lieber Gruss von Klaus.

Anonym hat gesagt…

Eine kleine Anmerkung. Du schreibst:


>> -dass die Frau im Wesentlichen wahrscheinlich über Geld- und Finanzfragen, Fragen der Ehe, wie Sexualität, Erziehung der Kinder, Aussenkontakte, Freizeit etc. entscheiden kann
-dass der Mann ihr bedingungslos zu gehorcht- ohne zu streiten, die Wünsche und Anordnungen seiner Frau zu kritisieren oder zu hinterfragen, ohne Diskussionen und Widerrede. Wenn sie es wünscht wird sie aber seine Meinung hören und anschliessend entscheiden. <<


Bedingungslosen Gehorsam finde ich kritisch. Egal, worum es geht. Bedingungslose Folgeleistung der Wünsche anderer ohne Diskussion kann im Beruf problematisch werden, im Freundeskreis, in der Politik und ja, auch in einer Beziehung. Diese Bedingungslosigkeit kann schnell dazu führen, dass die Bedürfnisse des unterlegenen Beteiligten übersetzen und negiert werden.
Nimm mal die Aussenkontakte: In einer perfekten Beziehung könnte sich der Sub auf die Anordnungen seiner Domme (oder die Sub auf die Anordnungen ihres Doms) einstellen, ohne dass dies für Sub schädliche Auswirkungen hat. Denn erstens wäre Subs Hingabe an Domme so groß (fast schon fanatisch), dass er bereit ist, dieses Opfer zu bringen und dass er dabei sogar Erfüllung findet. Und zweitens würde seine Domme ihm keine Anordnungen erteilen, die ihn (mental) schädigen, die negative Auswirkungen auf ihn und die Beziehung haben. Denn schließlich ist sein Wohlbefinden ihr ja nicht egal und da sie ihn kennt, kann sie seine Möglichkeiten abschätzen. Und deswegen wird sie ihm wohl kaum Aussenkontakte in dem Maße verbieten, dass es ihn psychisch kaputtmacht. Und das, was sie von ihm erwartet, wird er wohl ertragen können/wollen. Das ist jedenfalls die Theorie.

In der Praxis kann das allerdings auch manchmal nicht so positiv verlaufen: Domme geht zu weit, Sub ist überfordert, Sub vermisst was, Domme will etwas anderes und versteht Sub nicht, etc. Kann passieren, denn auch wir Dommes sind ja schließlich keine Gedankenleser. ;o) Es ist in der Praxis nicht alles harmonisch, nicht alles kann erfüllt werden, ohne dass es dem Betroffenen schlecht geht.
Wenn Du Sub jetzt in dieser Situation sogar noch die Möglichkeit nimmst, seine Bedenken vorzubringen, die Entscheidung seiner Herrin anzuzweifeln und stattdessen bedingungslosen Gehorsam forderst, kann das zu noch größeren Problemen führen. Beispiel: Der Lady gefällt es, ihren Sub sozial weitestgehend zu isolieren, damit er sich weniger auf seine sozialen Kontakte und mehr auf seine häuslichen Pflichten konzentriert. Für Sub ist das übel, weil er z.B. eine Verwandschaft hat, die ihm wichtig ist, weil er Freunde hat, die ihm wichtig sind und weil er Hobbies hat, die er braucht, um Kraft zu tanken. Er hat nicht das passende 'Mindset', um den rigiden Anforderungen gerecht werden zu können.

Bedingungsloser Gehorsam? Absolute Hinnahme ohne Diskussion und Zweifel? Hier, in so einer Situation? Destruktiv, meiner Ansicht nach.

Gerade wenn das Machtgefälle extrem ist und der submissive Part keine oder nur weniger Taboos hat, muss er doch die Möglichkeit haben, sich mitzuteilen und auch mal die Notbremse ziehen zu dürfen. Sonst kann sich die FLM im schlimmsten Fall in eine Hölle verwandeln... in eine Beziehung, in der er immer zurückstecken muss und die ihn nur noch erdrückt.
Kann sein, dass es Subs gibt, die diese Art von mentalem Druck sogar schätzen und sehr leidensbereit sind, bis hin zu völliger Rechtlosigkeit, aber die Mehrheit ist es meiner Einschätzung nach NICHT. Dem sollte man Rechnung tragen. Du sieht das irgendwie viel zu radikal.


Karin