Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Die Geschichte mit der Jalousie

Es gibt offensichtlich einen Unterschied zwischen den "Hieben aus Liebe" im Sinne von Vergnügen und Lust und "Hieben als Disziplinierung" im Sinne von (liebevoller?), Erziehung, auch von richtiger Strafe. Und genau dazwischen irgendwo rangiert das Thema oft bei Weiblich Geführten Ehen, oder?

Amélie hatte sich im Winter, als wir einmal einen sehr ruhigen Abend zusammen hatten, zu den Geschichten auf diesem Blog geäußert. Besonders
interessierte sie das "initiatische Potential" in der Geschichte "Domina und Liebe- eine Lebensschule" von Richard. Später las sie dann noch "Die Feuerwehrübung" von ihm und andere Geschichten. Und natürlich auch 'Full Service im Angebot', da lobte sie meine Beschreibungen, aber auch meine Fantasie. Ja dichterische Freiheiten muss es geben, sagte sie, womit sie klar zu Erkennen gegeben gab, dass aus ihrer Sicht alles ganz anders war, als es sich im Februar zwischen Ihr, Lucille und mir zugetragen hatte; aber schließlich, meint sie, muss es auch gelesen werden…… (eine Folge von Full Service steht übrigens noch aus.)
"Tja", sagte sie neulich "die Geister, die ihr ruft, müsst ihr Männer auch ertragen können, wenn sie dann kommen, da weißt du doch auch ein Lied von zu singen, oder?" Ich wusste nicht, was sie meinte. Bestimmte Sachen verdränge ich einfach.

Sie meinte, dass sich Männer oft Strenge bei den Frauen
wünschen und es dann bereuen wenn diese Strenge Realität geworden ist und es sich garnicht mehr so 'erotisch' anfühlt. Gefühlte Strenge versus erträumte Strenge sozusagen. Die bittere Erfahrung hätte ich doch auch schon gemacht. Ich schaute sie fragend an. Sie schmunzelte. "Willst du nicht unsere Einstiegs- Geschichte mal bringen: ganz realistisch, wie sie war...?" Ich erinnerte mich natürlich jetzt. Sie meinte die Geschichte mit der Jalousie. Sie liegt ein paar Jahre zurück, in den Anfängen dessen, was wir heute unsere Weiblich Geführte Ehe nennen.
"Ja, dann schreib diese Geschichte mit der Jalousie doch mal auf, das passt doch zu deinem Blog oder willst du sie lieber die 'Geschichte vom Zuckerpopo und dem Schwanz' nennen, sie kicherte... ".
Das ist nun schon länger her, aber sie fragt immer wieder danach und läßt nicht locker. Sie sei gespannt, wie ich mein unmögliches Verhalten darstellen würde. "Deine Leser sind bestimmt ganz heiss darauf."


Eigentlich wollte ich mal eine Pause machen mit den Spankingstories bei denen ich das Opfer bin und mich wieder sonstigen Aspekten der männlichen
Submission unter weiblicher Dominanz widmen, aber das läuft ja nicht weg. Also dann.

Anfangs hatten Amélie und ich also 'alles Mögliche' ausprobiert, in wechselnden Rollen, um dann gemeinsam -nach langer Zeit ihres 'Nachhakens', die es brauchte um mich 'geständig' werden zu lassen- festzustellen, dass auf die Dauer eher ich, Achatz, der -dankbarere- Empfänger wäre, was Hiebe betrifft und Amélie besser die gnädig Austeilende wäre, wenn ihr danach ist; aber wann war ihr schon einmal danach?

Ich hatte nie geglaubt, dass sie, Amélie mich jenseits vom Vergnügen einmal ernsthaft 'züchtigen' würde. Es passte einfach nicht zu ihr, und sie fand das selbst sowieso. Wieso sollte sie 'gewalttätig' werden gegen jemand, den sie gerne mag? Schließlich kannte ich meine Frau schon viele Jahre. So eine regelrechte Züchtgungsszene wäre irgendwie peinlich für uns, sie war eine von vielen tollen Fantasien von mir, die mich in schlaflosen Stunden beglückten; aber ich war manchmal froh, dass die Peinlichkeit einer realen Szene nicht vorkam, nein, an eine Realisierung hatte ich nicht geglaubt, zumal sie 'so etwas' bzw. Gewalt in der Ehe kategorisch verurteilte.

Amélie liebte es zwar, derbe Späße und kleine Gemeinheiten zu machen, lehnte es aber, ab 'wirkliche' Strafen anzuwenden. Ob ich das denn wirklich geil fände? Ob ich wüsste, was das bedeutete und so weiter. Ob sie da überhaupt noch Achtung vor mir haben könnte und ob ich vielleicht ein Masochist sei und einmal fragte sie mich deshalb, ob ich nicht lieber zu einer Domina gehen wollte. Nein, das wollte ich ehrlich nun wirklich nicht, habe ich geantwortet. Ich wollte bei ihr sein, nichts anderes.
"Wir sind zwei erwachsene Menschen und keiner 'misshandelt' den anderen" befand sie,
Und als überzeugter Demokrat schwieg ich, wie könnte ich da widersprechen.

Doch die Begriffe haben sich verändert, als wir anfingen zu verstehen, dass 'so eine Handlung' bei einem Paar keine Misshandlung sein muss, sondern einen positivem Effekt für uns beide annehmen kann. Der Begriff der Liebenden Weiblichen Autorität trat in unser Leben. Wir sprachen mehr und mehr darüber und ich fand im Internet Vieles dazu. Manches fand auch sie.
Es musste ein Mann, der sich nach 'Zuwendung durch Züchtigung' sehnt, nicht zwangsläufig ein Masochist sein: Es ist die weibliche Autorität und ihre physische Aufmerksamkeit, nach der er sich sehnt und dazu der Endorphinschub... Und scheinbar half es Frauen
Spannungen körperlich auszuagieren. Half ihr bei Spannungen mit mir. Von Körper zu Körper, sozusagen, auch wenn ein Instrument der Mittler ist. Und dass 'soetwas' einem Mann nichts schadet, sondern dass es ihm sogar richtig gut tut, die 'feste Hand' seiner Frau zu spüren, mag man leicht glauben, nun ja, man(n) muss es einmal erlebt haben.
Seit einiger Zeit hatte sich das alles gewandelt. Seitdem klar war, dass sie das Heft in der Hand haben sollte und ich Elemente der D/s (Dominanz/submssion) liebe. Wie viel davon ausgelebt wurde, das bestimmt eben auch sie, sonst stimmt es ja nicht mit der Autorität.
Was nicht heisst, dass ich nicht mit 'Schutz und Trost' für sie da wäre, wann immer sie das braucht. Wie immer schon. Das Leitbild ist eben eher der 'Ritter' als der 'Sklave'. Oder der 'Ritter seiner Königin' im Alltagsleben am einen Ende der Skala und der 'Sklave einer strengen Gebieterin' - im Bett- am anderen Ende der Skala. Und nun weiter zu unserer Geschichte:

Manchmal kitzelt sie mich abends, wenn sie guter Laune ist und mich 'anfassen' will. Auch selbst angefasst werden will. Dann wehre ich mich, weil ich kitzelig bin, aber gleichzeitig ist mein Körper schnell erregt, was mir peinlich ist, denn sie will eigentlich nur spielen und ich gerne mit ihr, aber mein Geschlecht will .. na was wohl? So widerspricht der Körper dem Geist und genau das gibt ihr noch einmal mehr Macht über mich und das erregt mich umso mehr. Ich wehre mich auch, um sie zu provozieren, ihre Macht auszuspielen. Und wenn ich dann eine freche Bemerkung mache, dann kommt es schon mal vor, dass sie sagt: Bück dich, los, du geiler Bock. Natürlich tue ich das erstmal nicht und wir lachen dabei. Manchmal sagt sie aber dann: "Echt jetzt, los, bück dich, hast du etwa Angst?". Und dann bequeme ich mich doch in die unbequeme Haltung, zum Spaß oder ernsthaft? Ich weiß es selber nicht. Und dann hat sie wie durch Zauberei plötzlich wirklich die große hölzerne Haarbürste in der Hand. Damit gibt sie mir eins auf den Arsch, dass es nur so klatscht. Es tut auch weh; schön weh eben. Und dann noch einen und noch einen bis ich schreie…und sie sagt hör auf zu schreien du Waschlappen, eher höre ich nicht auf.

So war es auch zunächst an dem Abend der Geschichte mit der Jalousie im Bad. Die Führungsstange der Jalousie hatte nämlich sich eines Tages gelöst, lag seit ein paar Tagen auf dem Fensterbrett und meine Aufgabe wäre es längst gewesen, definitiv, dieses schnellstmöglich wieder zu reparieren, da die Jalousie ohne die Reparatur immer auf 'durchsichtig' gestellt war. Das Durchsichtige störte Amélie allerdings überhaupt nicht. Es störte sie meine Bequemlichkeit, eigentlich mein Ungehorsam. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich es also vergessen (Die Gründe sind sehr wohl bekannt, sagt Amélie: ich sei ein faules Stück!) Deshalb griff sie heute nicht nach der Haarbürste, sondern sie griff - naheliegend buchstäblich!- nach dem Acrylglas- Führungsstab der Ikea- Jalousie auf dem Fensterbrett: Mein Pech! Durchmesser ca. 8mm und rund, 75cm lang. Das ist kein allzu langer Hebelarm, aber wer so ein Teil kennt weiß, dass damit nicht zu Spaßen ist, denn es tut gemein weh, wenn einen so ein Instrument trifft. Oder besser gesagt: ein Instrument mit dem man lieber Späße, als den Ernstfall inszenieren sollte... "Naa.......?" rief sie fragend. Als ich furchtsam reagierte, auswich und sogar weglief, wurde sie überraschenderweise richtig ärgerlich und trieb mich vor sich her durch die ganze Wohnung. Sie erwischte mich dabei ein, zweimal ... das tat nicht immer wirklich weh, verschaffte ihr aber Respekt und mir eine Situation, in der ich besser bald um Gnade flehte. Umsonst. Sie hatte, wie sich herausstellte, noch einen weiteren Grund herausgekramt, ärgerlich zu sein, denn ich hatte sie am Nachmittag mit einer "frechen Bemerkung über ihr Gesäss vor anderen blossgestellt, während Henriette daneben stand.." Und damit verhielt es sich so: wir waren auf dem Reitplatz gewesen, wo Amélie gerade ihre Runden mit Candace, einer kräftigen braunen Stute drehte, und ich mit einem befreundeten Paar auf einer Art kleinen Tribüne am Rand sass. Man war bester Laune und zu frechen Bemerkungen aufgelegt. Henriette war dabei, eine sehr grazile Blonde mit sehr feinen Instinkten und herzhaftem Witz, ihre zerbrechliche Schönheit, besonders ihr "süsser Po" war sprichwörtlich unter uns Freunden. Ein Modell- Typ eben. Es kam so, dass Amélie vor unseren Sitzen mit diesem Pferd zum Stehen kam und absteigen wollte. Dabei drehte sich das Pferd weg von uns, sodass wir von dem Ganzen eine Hinteransicht bekamen. Das Pferd hatte einen auffallend starken Schweif, der zudem leicht angehoben war, womöglich, weil es vorhatte, Äpfel abzuwerfen. Und während Amélie sich voller Anmut -doch eben ungewollt mit dem Gesäss zu uns- vom Pferd schwang, sagte Toni, Henriettes Mann, doppeldeutig, scheinbar auf das Pferd bezogen : "Starkes Hinterteil…starker Schwanz." Man kicherte. Das war eigentlich nicht einmal witzig, stimmte aber auf das Pferd bezogen- Amélie hatte ja schliesslich keinen Schwanz. Aber die etwas anzügliche Bemerkung von Toni verriet die männliche Sicht auf das Gesäss meiner Frau und brachte offensichtlich zwei Begriffe zusammen, die ihn beschäftigten. Jeder spürte das. Ich, durch den Anblick meiner Frau andererseits voller "Besitzerstolz" und leicht übermütig geworden, meinte einen wunderbaren Witz gefunden zu haben, indem ich sagte: "Tja, meine Frau und ich passen eben gut zusammen....." Und hatte damit sozusagen den 'Schwanzteil' für mich gepachtet. Dies löste eine Lachsalve der ganzen Gruppe aus. Amélie, die alles gehört hatte, funkelte mich kurz an, nahm dann ostentativ ihre Reitgerte von einer Hand in beide Hände. Dabei wäre ihr fast das Pferd entwischt, weil sie für einen Moment die Zügel auf der Mähne abgelegt hatte. Toni lachte und meinte spaßhaft zu mir: "Jetzt wird's ernst für dich, sie winkt schon mit der Peitsche." Was Machos eben so sagen, ohne eine Ahnung von irgendwas zu haben... Er hatte nicht ganz unrecht. Henriette lächelte nur verhalten, sie wollte das Thema nicht ausweiten, denn sie hatte wohl bemerkt, dass Amélie verärgert war und sie mochte Amélie. Ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen, denn solche Bemerkungen aus meinem Mund mochte sie überhaupt nicht. Ich hatte den Vorfall am Abend vergessen, doch nun sagte sie mir, die Jalousienstange in der Hand, dass sie ziemlich sauer über mich sei, wegen meiner widerlichen Macho- Bemerkung heute Nachmittag. Absolut unfein und zudem könnten schliesslich nicht alle so einen Zuckerpopo haben, wie Henriette. Freche Bemerkungen über andere könne ich machen, aber eine einfache Jalousiestange reparieren, dazu sei ich offenbar nicht in der Lage. Und dann folgte noch eine kleine, aber besser eine lange Liste von Dingen, die ich längst im Haus hätte machen wollen/ sollen, die aber immer noch unverrichteter Dinge waren und ihre schlechte Laune von Tag zu Tag vergrösserten. Aber ein selbsternannter "starker Schwanz!!!"...? Wo der denn wäre und was, bitte, daran zu ihr passen würde und was für ein halbstarker Prolet ich denn sei, etc. Sie hatte natürlich recht. Wie meist. Wie immer meine ich. "Und..." fragte ich, immer noch ein bisschen frech "muss ich jetzt bestraft werden?" Ich habe so eine Neigung, aus Verlegenheit dem furchtbaren Unvermeidlichen freudig entgegen zu laufen, ohne es richtig einschätzen zu können. Ich hoffte wohl auf ein paar erotische Hiebe. Sie hob die Augenbrauen, als hätte ich sie erst jetzt auf eine gute Idee gebracht. "Worauf du dich verlassen kannst..." funkelte sie mich gefährlich an, derselbe Blick wie heute Nachmittag: "los, zieh die Hose aus". Sie schnipste mit der Hand und winkte, dass ich ihr die Hose geben sollte. Es klang nicht unbedingt erotisch. Ich hatte nur einen Pyjama an, denn wir waren auf dem Weg ins Bett gewesen. Und ich gehorchte! Sie ließ sich die Hose aushändigen und legte sie zur Seite. "Und jetzt gehst du ins Schlafzimmer und kniest dich auf's Bett und wartest dort auf mich." Wenn Amélie erotische Vorhaben äussert, dann spricht sie immer eher verschlüssel, nicht so direkt. Dies hier war sehr direkt. Ich sollte mich also ins Schlafzimmer begeben und mit allen Vieren auf das Bett knien und dort auf sie warten? Auch das tat ich! Mit gemischten Gefühlen freilich. Sie ging voraus und räumte die Daunendecken und Kissen auf einen Sessel und liess mich auf dem straff gespannten, weissen Laken Stellung beziehen. Sie liebt es, wenn man auf sie wartet. Ich wartete lange und mir wurde kalt, während sie sich in aller Ruhe im Bad die Haare bürstete. Eigentlich müsste ich am Ziel meiner Wunschfantasien gewesen sein, aber jetzt und hier fühlte ich mich elend und kam mir nach einer Zeit ziemlich dämlich vor; das Deckenlicht im Schlafzimmer brannte, es war viel zu hell. Also stand ich auf, und ging zur Tür, um es von dort auszuschalten. Man würde meinen bleichen Hintern nicht mehr so sehen. Nun war es angenehmer, und ich zündete eine Kerze an, die meist neben unserem Bett steht. Schliesslich kam sie aus dem Bad und sagte: "Das wird heute kein Schäferstündchen... was hast du gedacht?" und: "da du ja Bestrafung willst, wirst du es heute auch mal richtig erleben, da bist du doch sicher einverstanden." Spielte sie jetzt eine Domina oder was? Es war der völlig unpassende Zeitpunkt, fand ich. Lange Pause. Ich schwieg unsicher. Ich wollte ihr anbieten, dass wir uns besser über meine Verfehlung unterhalten sollten und das es mir leid täte. Aber ich wusste, das wäre Feigheit vor dem Feind gewesen, das ging jetzt nicht. Mit leiser katzenhafter Stimme fuhr sie fort: "Und: für den Fall, dass Du es doch nicht mehr wolltest: heute will ich es einmal und das ist das Einzige, was zählt." Ihre Stimme verriet, dass ihre Wut sich überhaupt nicht abgekühlt hatte, im Gegenteil, sie hatte sich neu aufgebaut. Damit pustete sie die Kerze aus und schaltete das Deckenlicht wieder ein. Meine Schande sollte beleuchtet sein. Und, wer wollte, konnte vom Garten aus durch das Badezimmerfenster und die Tür zum Schlafzimmer meinen Hintern auf dem Bett aufgebaut betrachten. Die Jalousie war ja defekt. Wie perfide. Doch ich konnte unter keinen Umständen hier jetzt weg, das war klar. Sie kam in ihrem weiten Bademantel gekleidet und hatte tatsächlich diesen Jalousien- Stab in der Hand - ihre Reitsachen und somit die Gerten lässt sie meist bei den Pferden ("das ist nur für meine Lieblinge"). Sie strich zart mit der Stabspitze über meinen Rücken hinunter zu meinen Oberschenkeln und fuhr genüsslich zwischen meinen Beinen fort. Ein kurzes Klackklack gegen die beiden Innenseiten meiner Schenkel bedeutete mir, dass ich meine Beine zu spreizen hatte. Das kannte ich schon alles von unseren eher spielerisch ausgerichteten Abenteuern. Sie hob mit der Spitze des kühlen Stabes meine Hoden an, wohl wissend, das ich mich nun sehr ängstigten würde. Diese Stäbe sind sehr elastisch und haben ein gewisse federne Schwere. Ich war auf's äusserste gespannt und versuchte das Gegenteil zu zeigen. Doch Lockerheit gelang mir nicht. Dennoch schaute ich mich um, um sie zu sehen. Sie war sah ungeheuer gepflegt und schön aus, mit ihrer Nachtcreme, deren Glanz und Duft ich so gut kannte, ihrem frisch gebürsteten Haar und dieser fremdartigen Entschlossenheit in den Augen, die mich jetzt nicht sehen wollten. Und wie an einem fernen Ufer meiner Sehnsucht klopfte mein Herz beim Anblick ihres schimmernden Brustansatzes bis zum Hals. Sie war schön. Ich dagegen war wie ein gebeugtes Denkmal der Barbarei, grober ungeschlachter Männlichkeit und schamlos unverhüllt dazu und hatte nichts als meinen hässlichen Hintern zu bieten und diese Zumutung für sie, mich züchtigen zu müssen. So kam es mir jedenfalls vor. Sie liess das Ding einmal durch die Luft sirren. Das war das Geräusch aus Filmen, wenn Sklaven gepeitscht wurden. Bei aller Liebe, das hatte ich noch nie besonders anregend gefunden. Ekelhaft, wenn Menschen so etwas wider den Willen eines anderen tun. Nein, das war etwas völlig anderes, als erotische Hiebe. Ich könnte ja fortlaufen. Sie hätte mich nicht gehalten. Aber ich blieb natürlich. Dann wieder Pause. Sie schien alle Zeit der Welt zu haben. Ein Geräusch, wie wenn sie sich die Haare zurück aus der Stirn strich und dann die Ärmel ihres Morgenmantels zu den Ellbogen hinaufschob. Wieder dieses Sirren. Es musste durch die sechseckige Form des Schlaggerätes hervorgerufen sein. Der erste Hieb reichte mir schon. Sie hatte aber erst mit so wenig Aufwand zugeschlagen, dass ich für das Weitere das Schlimmste befürchten musste. Er landete voll auf meiner Hinterfläche. Brannte bös nach... Es folgte eine Ansprache, die mir zeigte, wie sehr ich sie mit meiner dämlichen Bemerkung über ihren Hintern in Gegenwart von Toni und Henriette verletzt haben musste. Und: den Jalousienstab hätte ich zu reparieren. Das hätte ich nun davon, wenn er hier herumläge, würde er eben auch benutzt: Ob ich eigentlich den ganzen Tag nichts Wichtigeres zu tun hätte, als herum zu hängen, mich am Schwanz zu kratzen, den Weibern auf den Arsch zu starren und dann noch zu verkünden, all das passte zusammen und gehöre mir. Jetzt könnte jeder mal meinen Arsch bewundern, er lohnte den Anblick allerdings nicht- durchs Badfenster, wäre das nicht gerecht? Ich kannte diese Art von ihr. Dieses Überziehen, Übertreiben und unter die Gürtellinie treffen, gnadenlos, das tat sie immer schon mal und oft auch vor anderen. Das hatte ich schon oft erlebt und das waren auch Peitschenhiebe; Züchtigungen mit Worten, aber sie sassen. Und im Nachhinein hatte ich immer daraus gelernt: Sie war meistens im Recht. Es folgte ein zweiter Hieb und, völlig unerwartet sofort darauf ein dritter, der seine Vorgänger um das Doppelte an Intensität übertraf. Mein Puls war auf 'extrem' geschnellt. Es zog biestig. Genau genommen war aber keine sinnlose Wut in diesen Schlägen; sie hatten ein gewisses Maß, so schmerzhaft sie zunächst waren. Nein, eine ausgerastete Sadistin war sie nicht. "Wenn dir mein Hintern nicht gefällt, warum gehst du dann nicht zu dieser dürren Frau...mit ihrem Zuckerpopo?" ich nahm an, sie meinte Henriette. Amélie setzte gleich nach: "Meinst du dein Hintern ist besonders eortisch...?" Sie erwartete keine Antworten. Sie gab sie selbst: "Das ist er wirklich nicht!" Und als ich noch nichts antwortete, weil ich befürchten musste, dass meine Stimme meine ganze innere und äussere Instabilität verraten könnte: "Diesen Hintern meine ich...!" und sie schlug wieder auf ihn ein. "Und dass du deinen Schwanz überschätzt, ist ja nichts Neues...." Und dann folgte in rascher Folge Amélies ganze Ladung. Ich habe nicht mitgezählt. Es war nicht zu knapp. Es hat mir dreimal gelangt. Ich zitterte und mir traten Tränen aus den Augen. Die andere Seite der Medaille, die Liebe heisst, dachte ich. So war es für mich und für sie das erste Mal, dass es "ernst" war. Es fühlte sich beschissen an. Kommentarlos lies sie mich anschliessend mit einem "Rühr Dich nicht von der Stelle!" hinstellen. Keine tröstende Zärtlichkeit, wie es immer so schön empfohlen wird. Amélie hält sich an keine Regeln. Das Ganze bei voller Beleuchtung, damit nicht auch der Kern einer erotischen Assoziation in mir aufkam. Nein, jeder sexuelle Gedanke lag hier fern. Kleinlaut bereute ich in diesem Moment, die ganze Szene selbst initiiert zu haben. Ich schämte mich. Und dann bat ich sie von mir aus und mit zittriger Stimme um Verzeihung. Sie antwortete einen Moment nicht, ging dann wieder hinaus ins Bad und sagte vom Türrahmen her nur ein leises, lässiges : "...ist schon okay; jetzt weisst du es, und .... ich hab' schließlich mal einen Grund gebraucht." Da ging mein Herz mir auf. Was ich mir anschliessend mit verdrehtem Körper im Spiegel auf meinem Hintern ansehen konnte, machte mich stolz und dankbar und es brannte wie Feuer. Es ist verrückt, aber ich habe mich in diesem Moment wie neu verliebt in sie. Einen Arzttermin am nächsten Tag habe ich absagen müssen. Es wäre mir zu peinlich gewesen, wenn ich die Hose hätte runter ziehen müssen. Erst nach längerer Zeit sprachen wir darüber. Sie hatte ihre Meinung über "Gewalt" in unserem Zusammenhang etwas revidiert: Es ist besser, man agiert die Aggressionen im Schlafzimmer aus, solange es nur die Frauen sind, die zuschlagen, meinte sie. Dann bräuchte man draussen vielleicht nicht so viele Schlachtfelder, oder? Aber so richtig ausformuliert fand sie diesen Gedanken dann selber noch nicht. Wer weiß!?


Wie gesagt, immer noch war Vieles bei uns Neuland: die Frage war, was das eigentlich für eine Beziehung zwischen Lust- Strenge und wirklicher Strenge im Alltag miteinander sein kann.
Doch dies ist es auch, was uns oft unsicher sein lässt. Deshalb freuen wir uns auch so über Erfahrungsberichte anderer. Die Ehe ist bei uns bis heute kein Zustand, sondern ein Weg voller Überraschungen und manchmal auch unvermuteter Sinnlichkeit und nie gekannter Liebe. Das hätte ich früher nie für möglich gehalten. Und manchmal tut es eben auch verdammt weh.

Kommentare:

Richard hat gesagt…

Lieber Achatz

Es ist lustig, aber Amélie denkt nicht anders als meine eigene Frau. Die Gedanken, welche Du aufgeschrieben hast sind absolut realistisch. Unsere liebe Frau, weiss ganz genau, wenn was bei ihrem Mann fällig ist. Natürlich spottet sie ein bisschen darüber, aber das ist etwas, was wir im Kauf nehmen müssen. Aber anderseits, weiss sie auch genau, dass ihre Reitgerte bindet. Die Diskussion über eine Domina hatten wir auch. Die Domina wird sicher ihr Bestes geben, sofern man ihr Deine Wünsche schildert, aber dennoch ist es für sie schwierig heraus zu finden, was Du möchtest. Eine Mischung von Liebe, Zärtlichkeit und Peitsche. Da ist auch eine Domina überfordert. Es geht hier nicht einmal um was es kostet, es geht um die Bindung und Vertrauen die man ineinander hat. Meine Frau sagt mir, es ist mich lieber Deine Samen von Zeit zu Zeit heraus zu schlagen als das Du Deine Sexgefühle nicht loskommst. So ist es eigentlich auch. Die Frau ist in diese Hinsicht bedeutend nüchterner als wir Männer. Ich sagte ihr, bitte, wenn es Dir gelüstet, ob meine Pimmel Steif oder schlapp ist, Du bist die Herrin im Hause, und bestimmst wann es Dir gelüstest mich eine Abreibung zu geben. Ihre eigenen Sexgefühle kamen damit auch wieder hoch. So kam es vor ein paar Tage am Morgen. Ich fingerte zu viel an ihr herum. Auf einmal sprang sie aus dem Bett, holte ihre Reitgerte aus dem Kleiderschrank und befahl mir ich sollte ein Katzenbuckel machen, damit ich ihre Züchtigung auch wahrnehmen wurde. Nun das habe ich denn auch. Jedes Mal dreimal Klitsch, Klatsch. Ihr Bild war bezaubernd, in ihrem schlanken schwarzen Nachtkleid, ihr fester Zug im Gesicht, es wäre einer Filmaufnahme wert. Trotz das ich nackt war, war kein einziger Strieme blutig, obwohl es doch furchtbar schmerzte. Kurz, wir haben uns Beide amüsiert.

Liebe Gruss Richard

Achatz hat gesagt…

Schöner Beitrag, danke! Wenn von eigenen Erfahrungen berichtet wird ist das viel besser als Fantasien oder Theorien.

Wahrscheinlich würden viel mehr, ja dei meisten Frauen sich dieser einfachen Technik bedienen ihren Mann ein bisschen ruhig zu stellen, wenn sie nur wüssten, wie gut es funktioniert!
Aber dazu sind wir ja hier....

Gruß Achatz