Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Dienstag, 13. Mai 2008

… wie die Regeln sich gewandelt haben!


Amélie meint unsere Texte hier würden vielleicht etwas zu einseitig. Sie bat mich den kleinen Text einer Frau, 'Goddess V' zu übersetzen und zu bringen, welchen wir neulich auf einem unserer Lieblingsblogs fanden (hier). Er hat im weiteren Sinne mit dem Thema unseres letzten Posts (Hauptspeise) zu tun.

Männer sollten eine schlechte Angewohnheit überwinden: Ich meine, wo nehmen die Jungs das her, dass grossartiger, guter Sex, also JEDE Art von Sex, sich ausschliesslich um ihren kleinen Kerl zwischen ihren Beinen drehen muss. Ja wirklich- ich sage 'klein'; im Vergleich zu einem 8 Pfund schweren Baby (und ich habe 4 davon herausgebracht) sind ALLE Schwänze ziemlich klein. Ein anderer Gedanke, der vielleicht aufgeblähte Egos aufstacheln wird: Seit VK und ich Femdom praktizieren haben wir weniger reinen Geschlechtsverkehr - sogar sehr viel weniger- und ich habe mehr powervolle Orgasmen als jemals zuvor. Purer Geschlechtsverkehr, egal wie lange er dauert, definiert nicht mehr die Qualität, wie wir Sex miteinander haben. Er kann immer noch dabei sein, aber wenn, dann ist er längst nicht mehr die Hauptsache, so wie das mal war.

M
an kann sagen, dass ich VK's (Kürzel für ihren Mann) Penis eine weniger prominente Rolle zugewiesen habe, wenn wir Sex haben. Versteht mich nicht falsch. Ich habe überhaupt nichts gegen den sexuellen Verkehr. Ich glaube die meisten Frauen würden sagen, dass es durchaus mal Zeiten gibt, da will eine Frau einfach einen guten, harten Fick. Aber ich glaube ebenso, dass das mehr die Ausnahme als die Regel ist. Unabhängig davon mag ich Geschlechtsverkehr nicht so sehr wegen des körperlichen Vergnügens, als wegen der emotionalen Verbindung, die er zwischen zwei Menschen anbietet. Tatsache ist, dass es bei mir mit dem puren Geschlechtsverkehr nie so gut los geht, wie auf andere Weise. Es kam mir immer so vor, dass Geschlechtsverkehr irgendwie für den Mann mehr Vorteile hat, - mehr als für die Frau jedenfalls. Ich habe meine all zu vielen Gefälligkeits- Ficks meiner Zwanziger und Dreissiger inzwischen aufgegeben. Damals hatte ich dem Mann erlaubt, mir Schuldgefühle zu machen, wenn ich mich ihm verweigerte. Da war es leichter, einfach die Beine breit zu machen. Ich bezweifle, ob es eine Frau auf der Welt gibt, die nicht schon einmal ihre Einkaufsliste im Kopf gemacht hat, während ihr Hubby sie vögelte. Ohja, wie die Regeln sich gewandelt haben!

Kommentare:

Richard hat gesagt…

Es ist Interessant diese Gedanke zu Lesen. Ich denke aus der Sicht der Frau liegt es gar nicht so weit daneben. Die innerere Verbindung ist wichtiger als Sex. Aber, dass es auch eine sexuelle Verbindung geben muss, sollte jede Partner klar sein. Wie, zwei Parner es miteinander ausklügeln, ist eben die Kunst eine Beziehung gemeinsam im Leben zu behalten. Schliesslich hast Du damals auch für diese Mann oder Frau entschieden. Damals hättest Du genügend Auswahl um mit eine andere Partner zu Heiraten oder ganz einfach zusammen weiterzuleben. Bedenke hier immer eines. Alleine ist nur alleine. Zwei, wissen mehr. Ich denke, am allerwichtigste ist, dass man Vertrauen zu einander haben kann, wie damals, wann Du Deine Liebe auswählte. In Prinzip kannst Du mit jeder Partner gut leben, wenn Du Sicherheit hast , dass sie oder er für dich wie ein Fels in der Brandung steht. Es geht hier um die Akzeptanz deiner Auserwählte und nachher um die Abstimmung auf einander. Ich habe viele Ehescheidungen hautnah miterlebt und muss feststellen, dass Nummer Zwei meistens nicht viel anders ist als Nummer Eins, nur die Akzente haben sich etwas verschoben. Aus dieser Sicht bin ich froh nie für die Verantwortung meiner Ehe fortgelaufen zu sein. Nur in einer langjährigen Ehe kannst Du Deine Partner sagen, wass Dir im moment Bedrückt oder Sorgen macht. Nur dieses Vetrauen in einander schon macht eine Partnerschaft mehr als Lebenswert.

Liebe Gruss Richard

Achatz hat gesagt…

Danke, da stimme ich zu! Vielleicht gäbe es ja nicht so viele Scheidungen, wenn die Partner es fertig brächten sich gegenseitig mehr zu öffnen, auch wenn das erste Verliebtsein vorbei ist. Viele ziehen sich dann in sich selbst und ihre alten Gewohnheiten zurück.
Und wundern sich dann, wenn der Partner sich von ihnen entfernt.Aber, wenn man es immer wieder mal schafft darüber hinauszugehen und miteinander zurden, ohne zu fordern, dann entsteht mit der Zeit Vertrauen. Vertrauen ist ein wunderbares Erlebnis, wenn man lange zusammenbleiben ist… ein unerwartetes Geschenk sozusagen.

Markus hat gesagt…

Ich finde, auch aus eigener Erfahrung, daß die Einstellung, die der Mann zu seinem eigenen Geschlechtsorgan im Laufe einer weiblich dominierten Ehe entwickelt, sehr entscheidenden Einfluß auf die Qualität des Sex hat.
Es ist ein Lernprozeß für den Mann, aber es lohnt sich, diesen durchzumachen!