Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Freitag, 9. Mai 2008

Morgen ist Vatertag (Geschichte)

Okay, sagte sie sich. Sie hatte diese ewigen Diskussionen mit ihrem Mann satt. Seit Tagen, nein seit Wochen drangsalierter er sie wieder mit seinen Forderungen nach Sex. Vorwurfsvoll. Weil sie verheiratet wären. Und und und……
Eigentlich drangsalierte er sie seit sie verheiratet waren.
Hatte denn ein Mann Natur- Recht auf Sex, und hatte seine Frau ihm Sex zu 'geben'...oder was? Leben wir noch im Mittelalter?
Oder in der Steinzeit ? (wahrscheinlich war es damals ganz anders, nämlich so, dass die Frau dem Mann damals die Leviten las, wenn er mit steifem Schwanz in ihre Höhle kam und sie 'flachlegen' wollte, nein, die Steinzeitfrau hätte ihm sonstwohin getreten, wenn sie gerade nicht in Stimmung war……sie hätte ihm eins hinten drauf gegeben- das Natürlichste der Welt!)
Aber heute ? Sie hatte es so satt.
Natürlich hatte sie Spaß am Sex- oder besser einmal gehabt.
Ab und zu und, wenn er sensibel mit ihr war. Aber so, wie es in den letzten Jahren ablief, war es ihr langweilig geworden.
Gerade zu eklig erschien ihr Mann ihr jetzt manchmal. War er überhaupt noch attraktiv für sie? Nein. Sicherlich nicht: sein Bauch hing, das weisse, behaarte Fleisch seiner Schenkel und Arme- ein Mann über 50 eben, nicht mehr.
Natürlich, auch sie war nicht mehr die Jüngste, aber die Männer schauen ihr nach, immer noch. Nach wie vor. Sie war gepflegt. Sehr sogar und sie spürte, dass die Männer sie mochten. Ihre direkte Art. So etwas ist geradezu alterslos attraktiv.
Und sie 'hatte' noch immer etwas, wie man sagt. Sonst wäre ihr Mann nicht so scharf auf sie- und das nach all den Jahren Ehe. Ja, es lag auch daran, dass sie ihn nicht immer 'ranliess' in den letzten Jahren, das erhöht den eigenen Wert vielleicht, ohne dass sie darauf spekulierte.
Sie wusste nicht viel darüber.
Aber sie spürte, dass er sie kaum anschauen konnte, wenn sie nackt war, ohne dass er steif wurde. Nicht, dass ihr das wichtig war. Im Gegenteil, es belastete sie manchmal gerade zu und machte ihr ein schlechtes Gewissen. Denn sie wusste, dass er 'es' dann am liebsten mir ihr tun wollte.
Sie spürte dabei irgendwie Macht. Sie wollte aber eigentlich gar keine Macht.

Jetzt kam sie darauf, weil sie so eine Seite gelesen hatte im Netz. Nicht so etwas Pornographisches, nein. Aber wenn sie genau las, war es der Hammer: eine Frau kann einem Mann geben, was er braucht, ohne dass sie etwas tun muss, wozu sie gerade keine Lust hat, also Sex. Wie geht so etwas?
Der Punkt ist, ein Mann braucht etwas anderes, als er denkt, dass er braucht.
Kann es sein, dass Männer ein bestimmtes Verlangen nach Unterordnung unter die Frau haben, das ihnen gar nicht bewusst ist? Oder das sie sich nicht eingestehen?
Nachdem sie diese Website gelesen hatte, war ihr klar:
Sie würde ihren Mann 'testen': Er braucht vielleicht sehr die starke Hand seiner Frau. Und dies auf seinem Arsch. Dass sie daran nicht früher gedacht hatte!
Und es konnte sein, dass er sogar regelrecht davon träumte von ihr 'dominiert' zu werden und sich nur nicht traute ihr mit 'so etwas' zu kommen.

Nun, sie würde es erfahren. Heute Abend.
Dann könnte sie von ihm bekommen, was sie von ihm wollte, sie brauchte nicht mehr 'Ausreden' erfinden, wenn sie keinen Sex wollte, er aber geil wie Nachbars Dackel war.
Und was wollte sie eigentlich von ihm?
Die Liste war so lang. Es gab so vieles, was sie gerne besser hätte von ihm. Sie würde ihm das beibringen. Darum ging es doch. Sie würde es zumindest ausprobieren....

Morgen ist Vatertag, mein Lieber. ....in der Nacht davor werden wir eine schöne Begegnung haben miteinander. Und diesen Abend sollte er nicht vergessen. Es wird die Nacht sein, in der sie den 'Spieß' umdreht. Auf die Weise, wie eine Frau das macht, also liebevoll, aber bestimmt.

Offenbar ließ sich etwas machen, was seinen geheimen Bedürfnissen, seinen Sehnsüchten entsprach- er wusste es vielleicht nicht einmal selbst- und was auf der anderen Seite ihr half: ihre Wünsche durchzusetzen...mit Lust und mit List.

Wenn auch nur annähernd stimmte, was auf dieser Seite stand, dann würde er ihr in Zukunft aus der Hand fressen.
Dazu würde sie über ihren Schatten springen müssen und ihn mit ihrer 'Strenge' konfrontieren: und mit ihm selbst.
Sie würde ihm sagen, dass sie ihm den Hintern versohlen wird.
Von nun an, wann immer sie es angemessen fände. Das ist alles.
So wie es einem Mann in seinem Alter zukommt und gut bekommt, wenn seine liebevolle Frau das tut; für ihn, für beide, und für sie selbst.
Es würde ganz einfach sein und er würde zum ersten Mal begreifen, wie das gehen wird in Zukunft zwischen ihnen. Und es wird gut sein, dachte sie.

Dann war es soweit.
Es ging ganz einfach. Am Abend sagte sie nur kurz zu ihm: 'Heute Abend gibt es 'gemeinsame Spiele' - ob er Lust dazu hätte. Okay. Sie träfen sich im Schlafzimmer um halb Neun. Sie erwartete, dass er pünktlich sei. Ein bisschen dieser Ton. Schärfer, deutlicher, wie eine Lehrerin fast.
Er schaute auf und versprach da zu sein.
Am Abend trafen sie sich. Ja, sie hatte sich fein gemacht. Das kleine Schwarze und ihre Beine, die zur Geltung kamen, das Dekolleté, keine Frage, das mochte er noch immer. Er kam-wie immer- in Jeans und T-shirt. Okay, er hatte etwas abgenommen, aber es war immer noch zu viel.

Sie setzten sich gegenüber auf den grossen Sesseln neben den Betten. 'So', sagte sie, 'darf ich heute mal alles bestimmen?' Sie schlug die Beine übereinander, dass er sie besser sehen konnte. Überrascht schaute er sie an. Etwas amüsiert könnte man sagen. 'Nun gut', antwortete er, da sei er mal gespannt. 'Nein', sagte sie, 'ich will Deine Zusage, dass Du heute Abend absolut das machst, was ich will, egal was es ist.'
'Hm, sagte er, wenn es mit Sex zu tun hat, ist das okay..'
Sie lächelte listig: 'es hat auch mit Sex zu tun, aber nicht nur'
'Hm', sagte er wieder, 'wie weiß ich denn, dass Du mich nicht umbringen willst?' 'Vertrauen', sagte sie, 'Vertrauen...das ist alles. Ich tu' Dir schon nichts Böses. Wirst sehen.'
'Okay' , er sprach fast zögerlich. 'Bin ich mal gespannt, wirklich.'
Dann sagte sie ihm, er solle alle seine Kleider ablegen und sie aufs Bett legen.
Das tat er tatsächlich. Er blieb einfach so vor ihr stehen, mitten im Raum. Er war leicht erregt, wie sie feststellte, es war ihm auch peinlich, er hielt seine Hände 'davor'.

Er mag das, sagte sie sich. Er mag es, wenn ich ihn kommandiere. Wenn er sich ausliefern muss.
Sie stand auf, ließ ihn nackt stehen, nahm seine Kleider und trug sie aus dem Raum - sozusagen um ihm die Flucht in Kleidern zu erschweren.

'Und jetzt,' sagte sie, 'kniest Du vor mir'.
'Und Du', sagte er, 'Du bleibst angezogen?'
'Ja klar, das bleibe ich. Ich sehe angezogen besser aus, als nackt, findest Du nicht?'
'Finde ich nicht', antwortete er 'Du siehst nackt sehr geil aus.'
Und er fügte hinzu, dass er sich selbst jetzt zu nackt fühle, wenn sie angezogen daneben stehe ,und diese Beleuchtung stelle ihn irgendwie bloss. Er sähe ausserdem nicht gut aus, so nackt.
'Du hast völlig recht' sagte sie ' Du bist keine 30 mehr…'
Sie schaltete die Deckenbeleuchtung aus. Nun brannte nur noch eine kleinere Lampe am Bett. Ein wärmeres, angenehmeres Licht verbreitete sich im Raum.
Sie nahm sich zusammen. 'Besser? Auf die Knie hatte ich gesagt', sie verschärfte ihren Ton, ohne laut zu werden 'Du solltest jetzt gehorchen..sonst…'
Er sackte auf seine Knie und schaute sie verwundert an: 'Sonst was?'
Sie lächelte und entgegnete sanft: 'Du wirst es nicht glauben, aber wenn Du Dich an Dein Versprechen, mir zu gehorchen, hälst, wie ein Mann, dann wirst Du es tun und wenn Du zögerst wirst Du eben wehrlos gemacht'. Sie machte eine Pause.
Er schaute sie fragend an: 'dann mache mich besser wehrlos', er lächelte herausfordernd.
'Wie Du willst……'
Sie ging mit zwei Schritten auf den großen Sessel zu, auf dem ein Morgenmantel lag. Sie hob den Mantel auf und brachte zu seiner Überraschung zwei kurze Seile zum Vorschein. Sie nahm eines und trat an ihn heran.
Er lachte unsicher.
'Gut, dass es Dir Spaß macht' sagte sie 'halte Deine Ellbogen hinter dem Rücken zusammen.'
Erstaunlicherweise gehorchte er sofort und ohne Zögern. Sie band seine Ellenbogen zusammen so dass sein Oberkörper spannte und schloss das Seil mit einer festen Schleife.
Natürlich sah sie den Grund seiner Folgsamkeit.
'Ich dachte mir, dass Du einen Ständer bekommen würdest' sagte sie' das heißt für mich, dass ich auf der richtigen Spur mit Dir bin.'

Sie teilte ihm wie beiläufig mit, dass er nun seine Hände nicht mehr vor seinen Schwanz halten könne und dass Sie ihn jetzt 'am Bändel' hätte, er wolle es ja nicht anders. Das schien ihn noch mehr zu erregen.
Sie ließ sich Zeit und betrachtete ihn stehend 'von oben herab' .
'Und jetzt?' fragte er provokativ.
'Jetzt …küsst Du meine Füsse- und zwar ganz zart.' Und dabei schlüpfte sie mit ihren schlanken Füssen aus ihren eleganten schwarzen Schuhen und stellte sich direkt vor ihn hin. Geschickt beugte er sich vor, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und küsste tatsächlich beide Füsse mit Hingabe.
'Sehr schön,' urteilte sie und war nicht verwundert, dass auch diese Geste ihn sehr zu erregen schien.
'Jetzt sage ich Dir, wie Du aussiehst: wie ein alter geiler Bock und ich finde, das bist Du auch, stimmt's?'
'Ja' entgegnete er kleinlaut 'eigentlich hast Du recht.'
'Und meinst Du', fragte sie leise, 'irgendeine Frau auf der Welt ist scharf darauf, sich von so einem alten geilen Bock v… zu lassen?'
Er sagte nichts.
'Antworte' sagte sie scharf.
'Das ist ja wie ein Kreuzverhör', murrte er und schaute auf den Boden.
'Nicht, wenn Du antworten würdest' flüsterte sie, etwas unlogisch.
'Nein, wahrscheinlich keine' sagte er...'Du hast recht' er sprach jetzt sehr leise, aber er war immer noch sehr erregt.

'Genau' sagte sie ' ihr alten geilen Böcke müsst dankbar sein, wenn sich Eure Frauen um Euch kümmern und wenn Ihr ihnen die Füsse küssen dürft', sie setzte sich neben den Knienden in den Sessel und nahm wie beiläufig seinen steifen Schwanz in ihre Hand, bewegte sie auf und ab, gekonnt, so dass es ihn noch mehr erregte und gab ihm einen Kuss auf den Mund. Bald war alles glitschig und feucht bei ihm. Sie würde ihn in wenigen Sekunden 'fertig' machen können, verzichtete aber darauf und unterbrach. Sie kannte ihren Mann genau. Er stöhnte.
'Ich will' sagte sie wiederum eindringlich und leise, wobei sie zwar die Bewegungen ihrer Hand stoppte, den Griff aber nicht lockerte, ich will, dass Du begreifst, dass eine gute Beziehung zwischen uns nach all den Jahren am besten funktioniert, wenn Du mehr auf mich hörst, ja mehr noch: mir gehorchst und wenn Du Respekt vor mir hast - das fängt beim Sex an und hört aber beim Sex nicht auf, kapiert?' Sie hielt inne: 'Pass auf, wehe, Du spritzt hier in die Gegend..'
Sie ließ ihn für kurze Zeit los, dass er sich entspannen und beherrschen konnte. Er stöhnte wieder.

Dann fuhr sie fort: 'Ich sehe, dass es Dir gefällt, was ich mit Dir mache und wenn ich Dich ein bisschen, sagen wir mal, 'beherrsche', ich werde es schon nicht übertreiben. Aber ich werde damit weiter gehen. Ich habe soeben beschlossen…eine neue, ganz einfache Regel einzuführen, nämlich die, dass ich Dich schlagen werde, und zwar wann immer ich es angemessen finde, das ist alles; was hälst Du davon?'

Er zitterte. Sie spürte, dass sie ihn bis an die Grenze erregt hatte, nicht so sehr durch ihre Handbewegungen, sondern durch ihre Worte und ihre unzweifelhafte Bereitschaft, ihn ernsthaft dominieren zu wollen.

'Ich brauche Deine Antwort nicht wirklich, ich kann sie sehen und fühlen'; nun war sie es, die lachte.

Unter dem Morgenmantel hielt sich noch eine Gerte verborgen, die sie jetzt hervorholte.
Eine ganz normale Reitgerte.
'Hiermit wird es heute zum ersten Mal passieren' sagte sie 'Du wirst körperlich spüren, was es heißt, eine starke Frau zu haben…, denn es gilt : Fühlen ist besser als hören. Es wird Dir gefallen, ich weiß es jetzt, dass Du Dich danach sogar sehnst, Du kannst es jetzt ruhig zugeben. Es ist das, was ich heute Abend von Dir hören will und was ich mit Dir vereinbaren werde, hörst Du? Die Regel: wann immer ich es richtig finde und Du willigst vollständig ein...!'

Er war sprachlos. Er nickte ohne zu Zögern.
Sie schaute ihn herausfordernd, aber auch lockend an. Und dann sagte er es ihr, dass er einverstanden sei, mit dieser Regel und dass er diese Regel wirklich wolle und dass sie es versuchen sollten damit.
Ihr Leben würde sich vielleicht total verändern.
Noch hatten sie sich einander so verbunden gefühlt, wie an diesem Abend.

Kommentare:

Richard hat gesagt…

Lieber Achatz

Eigentlich sind wir Männer in den Augen unsere Frau, wie kleine Kinder. Das hat auch etwas mit mutterliche Vorsorge zu tun. Nun, nur so passt das Bild. Im Laufe der Jahren entwicklet die Mutter nicht nur ihre Verhältnis mit ihren Kinder, aber auch mit ihrem bessere Hälfte. Ich könnte mich Vorstellen, das die Femdom Gedanke vor allem aus diesem Grund entsteht. Man hängt an, an der Gedanke, wo die Frau am meisten sensibilisiert ist. Sie hat sich früher auch gegenüber ihre Kinder durchsetzen müssen, ohne das wir Männer es bemerkten. Wir waren immer ausser Haus und bemerkten Probleme erst wenn es ganz hoch kam. Man kann mir sagen, wass man will, aber ich bin überzeugt, das viel von diesem Gedankengut hieraus entspringt.

LG. Richard

Achatz hat gesagt…

Schöner Gedanke. Ich fühle mich manchmal tatsächlich ohne es zu wollen, als kleines Kind (und auch so behandelt). Trotzdem wünsche ich mir auch die 'Gefährtin', die 'Geliebte'die mich als 'Erwachsenen' wahrnimmt und fordert.

Richard hat gesagt…

Lieber Achatz

Danke für Deine Bericht. Jetzt nur nicht die positiven Gedanken verlieren. Abgesehen von unsere Veranlagung, hat man als Mann mit andere Männer immer das Quardrat der Ansprüche an die Ehefrau diskutiert.
Die ideale Ehefrau ist:

25% Hure
25% Gefährtin und Kumpel
25% Mutter
25% Hausfrau

Dieses Bild entspricht die ideale Frau. Wenn Amèlie das sieht, bekommst sie sicher eine Lachkrampf. Aber trotzdem wird sie überlegen ob nicht etwas Wahres dran ist. Wir beanspruchen natürlich im privaten Bereich hauptsächlich die Mutter und die Hure. Abteilung Haushalt kann mann delegieren. Abteilung Kumpel muss man sich erarbeiten, indem man auf gewisse Punkte den eigenen Kopf durchsetzt. Die Aufstellung kommt nicht von ungefähr. Es ist das Resultat Erfahrungen von Generationen. Lasse ich es Dir so sagen:"Wünschdenken enspricht nicht die Realität, aber man kann versuchen Wünschdenken und Realität so nah möglich an einander zu stricken,was in den meisten Fälle auch gelingen wird.

Herzlichem Gruss Richard