Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Freitag, 4. April 2008

Tagesablauf -eine Beschreibung

(Der Folgende Beitrag ist aus einem Kommentar von Roswitha und Manfred :)

Lieber Achatz, folgender Beitrag zum Thema Beschreibung Tagesablauf. Wir wussten nicht, welche Überschrift wir nehmen sollten, also hängen wir es mal hier an die letzte. Vielleicht passt es irgendwo besser dazu.


Mehrfach wurde die Idee, einen Tagesablauf zu beschreiben hier als wunderbare Idee gepriesen, also sagte ich zu Manfred, das Osterwetter ist sowieso mies, machen wir doch mal auch den Versuch und setzten uns mit dem Laptop ins Bett, um gemeinsam einen Tag zu skizzieren. Es nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht und so haben wir mehrere Tage für den Ablauf eines Tages gebraucht.

Nun, die Tage sind natürlich ganz individuell verschieden, haben wir festgestellt, aber es gibt gewisse Standards, die charakteristisch für das besondere Verhältnis zwischen der an sich latenten Dominanz der Frau, also mir und der Unterordnung des Mannes, also bei Manfred zu Tage treten. Es sind Abläufe, die zu einer täglichen Routine geworden sind.
Was man auch vorausschicken muss: Wir sind im Prinzip ein ganz normales Paar und sind wie in eine schrecklich nette Familie, optisch vergleichbar mit Peggy und Al Bundy, nur nicht so verdummt, albern, idiotisch und verrückt. Weiterhin sind wir beide berufstätig, leben in einem kleinen Reihenhaus, mit kleinem Garten.
Die Femdom-Ehe ist im Alltag nicht so spektakulär, wie mancher vielleicht mutmaßt. Freilich sind Besonderheiten immerzu präsent und für uns spürbar, die den Unterschied zu einer „normalen“ Ehe ausmachen. Einmal ist Femdom im Hintergrund, einmal im Vordergrund. Es wechselt wie kalt und warm, je nach Bedarf und weil über allem die gegenseitige Liebe steht, geschieht alles mit Augenmaß und nicht grenzenlos. Mal ist es zärtliche Liebe, mal harte Schule. Das ist also gewiss keine Hardcore-Story und auch nicht jenes viel zitierte 24/7. Vielleicht so etwas wie Second Life. Was wir beschreiben ist aber auch kein Spiel sondern konkreter, tatsächlicher Tagesablauf.

Wir müssen vorausschicken, dass die Rahmenbedingungen für unsere Femdom-Ehe natürlich sehr günstig sind. Von Vorteil sind die unterschiedlichen Arbeitszeiten, Roswitha hat Gleitzeit von 12/13 Uhr bis 19/20 Uhr an vier Tagen die Woche, während Manfred täglich ab 08.30 h oder 09.00 h arbeitet und abends früher zu Hause ist.

Morgens beginnt der Tag mit dem leise piepsenden Signal des Weckers - Manfred’s Wecker. Manfred steht mindestens eine halbe Stunde früher auf und macht Kaffee, deckt den Frühstückstisch.

Dann wenn mein Wecker tönt, kommt er zurück. Ich warte darauf und genieße den Duft des Kaffees, der durchs Haus zieht. Manfred kniet an meiner Bettseite. Ich setze mich auf, wir wünschen uns einen guten Morgen mit einem Kuss. Ich fahre ihm vielleicht durch die Haare und frage wie er geschlafen hat oder so etwas in der Richtung. Dann setze ich mich an die Bettkante und Manfred steckt mir die Hausschuhe an. Sie stehen dort vor meinem Nachtkästchen, wo er sie mir am Abend zuvor ausgezogen hat.

Es liegt ganz an mir, was ich dann tue oder möchte. Vielleicht verlange ich nach meinem Morgenmantel und gehe ins Badezimmer, oder ich möchte, dass Manfred mir aus dem Nachthemd hilft, damit ich gleich etwas anderes anziehen kann. Er muss dann das Nachthemd ordentlich über einen Bügel hängen und dann an einen Türhaken. Vielleicht, wenn ich schon weiß, was ich anziehen möchte, gebe ich ihm Anweisungen, die jeweiligen Stücke aus dem Schrank zu nehmen und mir sorgfältig aufs Bett zu legen. Meine Tonlage ist liebevoll und doch mit einem feinen Unterton an Strenge. Meine Statur ist von den hohen Schuhen erhöht und sie machen jeden meiner Schritte schon morgens erhaben.

Normalerweise muss Manfred zurück in die Küche, um ein kleines Frühstück, Toast und Müsli, zu machen, es sei denn, er darf mir gleich beim Anziehen der Unterwäsche helfen, wenn ich mich bereits vor dem Kaffee/Frühstück (halbwegs) anziehe. Bei hellen Sachen warte ich bis nach dem Frühstück, um Flecken zu vermeiden. Meistens sitze ich Manfred im Unterkleid oder mit Twinsetjäckchen und BH gegenüber, das ist zugleich sehr reizvoll aber in erster Linie praktisch für mich, um meine hellen Blusen vor Flecken zu schonen.

Es gibt Situationen, wo ich Dominanz und Strenge mit etwas Raffinesse und Geschick leicht provozieren kann. Zu beanstanden gibt es immer etwas oder ich spreche eine Ermahnung aus, etwas gefälligst ordentlich zu machen, sich zu beeilen oder sich zu bemühen. Der Sprung vom alltäglichen „normalen“ Umgang zu einer ernsthaften, resoluten Tonlage ist jedoch kurz. Manfred’s Unbeholfenheit ist ebenso leicht zu bewerkstelligen und so sind auch hier schon am frühen Morgen Gelegenheiten oder besser gesagt mehr oder weniger Notwendigkeiten der Strenge. Er reicht mir einen falschen Büstenhalter, gibt mir einen falschen Rock, nimmt eine falsche Strumpffarbe, räumt das falsche Teil nicht ordentlich zurück, vergisst den Schrank zu schließen – irgendetwas ist immer, Kleinigkeiten, die ich mehr oder weniger bemängeln kann. Auch beim Anziehen ermahne ich ihn zur Disziplin. Da heißt es dann eben mal „gib acht auf meine Strümpfe“, „schau mir nicht unter den Rock“ (wenn ich an der Bettkante oder auf meinem Stuhl sitze - meine Röcke enden grundsätzlich über den Knien, insoweit ist die Gefahr immer groß, dass seine Blicke auf Wanderschaft gehen, „schau mir nicht auf den Busen“ (wenn Manfred die Knöpfe der Bluse schließen muss, weil meine Fingernägel sie nur schwer fassen können oder wenn Manfred mir vor dem Spiegel den BH zuhakt). Wir haben Regeln, die Manfred immer einhalten muss, wie das Anziehen der Schuhe beim Aufstehen oder das Verschließen meines Büstenhalters. Viele Male sage ich morgens dann nur „Manfred ich warte“ oder so ähnlich, wenn der Zeitpunkt da ist. Er muss dieser Aufgabe unverzüglich nachkommen, egal womit er gerade beschäftigt ist. Derlei Vorgänge verlaufen ruhig und routiniert ab. Durchaus werde ich mal energischer im Ton, bin genervt oder weise Manfred mit strenger Rede zurecht, z. B. wenn etwas nicht ordnungsgemäß erfolgt, was er zum x-ten Male schon gemacht hat, wie Häkchen verschließen oder Reisverschlüsse zumachen. Gelegentlich verhänge ich bei schludrigen Nachlässigkeiten oder Unbekümmertheit sogar eine Strafe, die er dann abends oder an einem anderen Tag verpasst bekommt, damit das wieder anders wird. Zur Verdeutlichung: Ich werde nicht aufbrausend, wenn Manfred beispielsweise ein Glas zerdeppert oder für ein anderes unbedeutende Missgeschick. Da sage ich dann „wie ist das denn passiert, pass auf, verletz dich nicht“, oder „soll ich dir helfen.“. Anders ist es, wenn es einen erotischen Bezug hat. Wenn er einer anderen Frau lüstern auf die Beine geschaut hat oder wenn er einem Reiz erliegt oder daraus resultierend gegen eine Regel (Erziehung) verstößt. Dann sage ich: „Was fällt Dir ein!“ Er bestreitet es obligatorisch, „ich hab überhaupt nicht geschaut“. Ich: „Du hast so geschaut und zwar so wie du auch bei mir immer schaust. Ich kenne diese Blicke schon. Spare dir deine Ausreden. Damit machst du es nur noch schlimmer - du weißt was ich meine.“

So navigieren immer zwischen normal und erotisch durch den Tag hindurch.

Es geht weiter. Manfred fragt nach, ob das Bad frei ist, duscht und rasiert sich. Dann zieht er sich an und kommt an den Frühstückstisch, wo ich für gewöhnlich schon sitze. Oftmals ist die Reihenfolge umgekehrt, wenn ich zuvor im Badezimmer bin. Wie es sich eben ergibt. Ich komme dann hinzu, wenn alles fertig ist, oder lasse mich von ihm holen. Ich reagiere allergisch auf Rufe. Manfred kommt deshalb zu mir und teilt mir ruhig und leicht untertänig mit, dass der Tisch gedeckt ist. Wir trinken dann gemeinsam Kaffee und jeder hat ein Stück Zeitung, die Manfred vom Postkasten neben der Haustüre mitsamt der gelieferten Brötchentüte geholt hat. Es wird über aktuelle Geschehnisse gesprochen, politisiert und einfach nur miteinander gesprochen, über Nachbarn, über das Wetter, über die Arbeit, etc. Wir unterscheiden uns hier nicht von anderen Eheleuten, die morgens in vertrauter Zweisamkeit frühstücken und das eine oder andere bereden. Manchmal gebe ich ihm Aufgaben, die erledigt werden müssen, Kleider zur Reinigung bringen oder holen und derlei Dinge.

Manfred räumt dann ab, es sei denn ich bleibe noch sitzen und frühstücke weiter, schaltet wenn nötig den Geschirrspüler an, während ich mich Anziehen gehe (wenn noch nicht erfolgt) oder ins Badezimmer, um mich weiter herzurichten.
Für den Fall, dass ich Manfred zum Ankleiden dabei haben möchte, rufe ich ihn. Bevor er das Schlafzimmer betritt, muss er anstandshalber klopfen, wenn ich mich darin (vielleicht gerade nackt oder halbnackt ) befinde. Natürlich lasse ich ihn normalerweise gewähren, aber alles erfolgt mit Ordnung und Disziplin, schließlich habe ich den Rang einer Herrin inne.

Im Sommer lasse ich mir schon morgens die Füße von ihm eincremen, damit sie später in den hohen Schuhen weicher bleiben. Manfred muss sich dann beeilen, um rechtzeitig ins Büro zu kommen. Je nachdem, wie sehr ich ihn in der früh beanspruche, reizt er seine Gleitzeit aus. Er muss die Betten machen, wenn es zeitlich noch geht, ansonsten macht er es am Abend, wenn er kommt.

Ich gehe erst sehr viel später außer Haus und komme abends entsprechend später nach Hause.
In der Zwischenzeit bevor ich gehe, sehe auch ich nach dem rechten und erledige das eine (auch kleine Hausarbeiten!) oder andere, schreibe Briefe (auch Kommentare für MV), telefoniere, bin am Computer, lese, kümmere mich um die Blumen, auch um den Garten, etc.(nicht zu vergessen mein Strafbuch), gehe ins Nagelstudio, zur Kosmetik usw. Es ist also nicht so, dass ich mich völlig ausblende. Auch ich mache mal kleine Besorgungen für den gemeinsamen Haushalt (mehr jedoch Kosmetik, Mode, Schuhe) oder kümmere mich um die Wäsche. Wenn wir beide zu Hause sind, lasse ich mich jedoch durchweg bedienen und nehme die Vorzüge einer Herrin Madame Roswitha gerne entgegen. Da genieße ich die Bequemlichkeiten ganz bewusst und finde es in völlig Ordnung, wenn Manfred vieles alleine machen muss (das ist eben der Preis für hohe Absätze, lange empfindliche Fingernägel, enge Röcke etc. schon aus rein praktischen Erwägungen, doch dafür opfert er sich ja gerne).

Wir verabschieden uns an der Haustüre mit einem Kuss. Ich nehme ihn dazu immer fest mit den Händen im Nacken oder streiche ihm mit der Hand über den Kopf. Dann wünschen wir uns einen schönen Tag, erinnern uns gegenseitig an wichtige Dinge und treffen die Vereinbarung wer wen anruft: „Rufst du an, oder soll ich dich heute...?“ Am späten Vormittag gehe auch ich außer Haus.
Am Nachmittag telefonieren wir dann eben kurz oder wenn es sonst etwas wichtiges gibt.
Manfred kommt gegen 18 Uhr nach Hause, manchmal auch etwas früher, nur gelegentlich selten später als ich. Er erledigt auf dem Nachhauseweg die Einkäufe und verräumt die ganzen Sachen. Dann heißt es für ihn Abendbrot zu machen. Oftmals kocht er eine Kleinigkeit und deckt den Tisch. Daneben hat er vielleicht den Müll weggebracht und andere Dinge erledigt.

Wenn ich nach Hause komme, brauche ich nur noch Platz zu nehmen. Zuvor jedoch kommt eine Begrüßung, die entweder „normal“ oder alà Femdom sein kann. Entweder ich gehe auf ihn zu und küsse ihn in gleicher Weise, wie ich ihn morgens verabschiedet habe, dann bin ich Roswitha – ganz normal. Gehe ich dagegen sofort auf Distanz wenn ich nach Hause komme, weiß Manfred gleich was los ist. Nicht Roswitha ist soeben eingetroffen, sondern Madame.
Ich sage dann zur Begrüßung „Du weißt was du zu tun hast“, oder „Weißt du nicht was du zu tun hast“, während ich irgendwo einen Sitzplatz (die Wohnzimmercouch oder der –sessel) suche und theatralisch Platz nehme. Manfred geht dann vor meinen übereinandergeschlagenen Beinen auf die Knie. entweder er beginnt in erlernter Reihenfolge meine Schuhe zu küssen oder ich verlange nach meinen Hausschuhen. Die bringt er dann auch sofort und kniet wieder unter meinen wachsamen Augen, da er sie mir gleich anstecken muss. Es kann dann immer sein, dass er ungezogen oder unbeholfen ist und ich ihn beanstanden muss, „schau mir nicht unter den Rock“ oder „steck sie mir ordentlich und ganz an den Fuß“ oder „pass auf meine Strümpfe auf“.

Wenn Manfred mich schon an der Türe empfängt und auf einen Kuss spekuliert oder ich ihm in einem Zimmer begegne, bekommt er zuvor sofort den Befehl: “Auf die Knie“. Auch hier kann ich sofort Dominanz und Strenge provozieren, in dem ich ihn wiederum kleinlich ermahne: „Zeig’ mir wie du es gelernt hast“, „Schau mir nicht unter den Rock“, „gib acht auf meine Strümpfe“, „ich habe zwei davon“, „nimm die Hände weg von meinen Beinen“ (wenn sie, wie Manfred es erklärt, manchmal wie von selbst unter den Rock wollen).

Egal, ob ich „normal“ nach Hause komme oder „distanziert“, ist Manfred’s erste Aufgabe, dann mir aus dem Mantel/Jacke zu helfen und das Stück auch ordentlich an seinen Platz zu hängen. Gute Manieren gegenüber einer Dame und besonders mir als seiner Frau gegenüber sind Gesetz und es gilt zu jeder Tageszeit. Für gewöhnlich ist das jetzt der erste Moment an dem Tag, wo er mich ganz angezogen sieht und nach einem kleinen Küsschen auf die Wange, sage ich ihm, welche Hausschuhe (ja ich habe mehr davon, helle und dunkle) er mir bringen soll.
Spätestens hierbei lasse ich mir gerne die Füße (Zehen) küssen, als eine Art tägliche, regelmäßige Respektsbezeugung und Gehorsamsübung. Ich frage dann für gewöhnlich nach der Post, lasse sie mir bringen. Manfred macht nach der kurzen Unterbrechung weiter während ich lese, oder ich habe genug. Ansonsten beanspruche ich Manfred zunächst nicht, weil er normalerweise gerade mit dem Abendbrot beschäftigt ist. In dieser Zeit entspanne ich mich dann ganz gerne und lege mich auf die Couch, lese, oder schaue ein Vorabendmagazin im Fernsehen. Klatsch und Glamourwelt lenken mich wunderbar ab von der Arbeit.

Meist dauert es nicht mehr als eine dreiviertel Stunde und Manfred beginnt, den Tisch zu decken. Es kostet ihn Überwindung, nicht zu auffällig auf meine hingestreckten Beine auf der Couch zu starren (anfangs kostete es mich Überwindung, ihm nicht zu helfen). Dabei ergibt sich vielleicht erneut die Notwendigkeit verbaler Zurechtweisungen: „Was fällt dir ein...“ Wie kommst Du dazu..., Wo sind Deine Augen!“ „Hab ich Dir erlaubt, mir auf .... zu blicken“, „Hab ich Dich doch wieder erwischt, hmm mein Lieber...“, „glaubst eigentlich ich würde es nicht merken, wo Du dauernd hinstarrst...“, „woran denkst Du gerade, während Du immerzu auf meine Beine starrst?“ Auch das ist Femdom-Alltag, ihn in seinen alleine ausgeführten Arbeiten zwischendurch zu beanstanden, wenn er einen Blick auf meine bequeme Haltung wirft. Das erinnert ihn und bestärkt ihn zugleich, mich als Madame zu verehren und zu bedienen.

Wenn ich abends noch Kundentermine habe, komme ich später nach Hause. Manfred wartet dann mit dem Abendessen und vertreibt sich die Zeit mit dem Computer oder mit Fernsehen. Er ist dann oben in seinem „Arbeitszimmer“. Er hört nicht, wenn ich komme und ich setze mich erst, ziehe im Wohnzimmer meine Pumps aus und reibe mit den Händen an den Zehen und Füssen. Ich rufe dann meinen „Manfred!“ wie meinen Butler zu mir, mehr oder weniger gereizt im Tonfall. Wenn er nicht hört, komme ich zu ihm. „Hallo Schatz“ ist die normale Begrüßung, „ich habe dich gar nicht kommen gehört“. Gelegentlich habe ich Manfred schon mit „anstößigen“ Seiten erwischt und dann wurde aus der „normalen „ Begrüßung sofort eine Szene, die ich ihm für seine Schandtat machte. Da ist dann die Stimmung sofort gekippt und Manfred weiß, dass es Folgen haben wird, egal wie dann der Abend verläuft.

Jedenfalls sitzen wir uns dann am Tisch zum Abendessen gegenüber und reden wieder wie jedes andere „normale“ Ehepaar. Dabei kann es bereits klar sein, ob noch ein strenges Programm wartet oder aber es bleibt „normal“. Es kann also durchaus sein, dass ich Manfred nach Beendigung seiner Arbeiten ganz normal begegne ohne ihn nach vorheriger Weisung nackt erwarte, damit er die nötige Nachhilfe gleich bekommt. Denkbar ist aber auch, dass ich mir eine etwaige Strafe für einen viel späteren Zeitpunkt merke, auch Tage später (Strafbuch?).
Grundsätzlich ist es gang und gäbe, dass ich mir für die Zeit nach dem Abendessen Gutes angedeihen lasse und Manfred dazu einspanne. „Ich möchte im Anschluss ein Fußbad“ - „ich hätte dann gern einen Tee“, - „lass mir ein Bad ein“, „ich möchte mich nach dem Essen umziehen“. Da bin ich dann gerne eine gut umsorgte Herrin mit einem wohl erzogenen Mann. Ob Normalbetrieb oder Femdom, Getränkeservice und dergleichen gilt immer, rund um die Uhr.

Ist es nach dem Essen schön reichlich spät geworden und ich sehr müde bin, möchte ich mich im Wohnzimmer abschminken. Ich verlange dann nach meinem kleinen Körbchen, worin ich meine Schmink-Ausstattung habe, die ich nur zu Hause verwende, während Manfred mir im Wohnzimmer vielleicht sogar die Füße wäscht oder massiert. Nicht jeder Abend ist mit derlei All-Inclusive-Service, doch, um zu verstehen, wie sich das alles zuträgt, dienen diese kleinen Beispiele. Das ist also nicht jeden Tag, dass ich bade oder mir die Füße gewaschen oder eingecremt werden. Ich entscheide das nach meinen Bedürfnissen und danach hat sich Manfred dann zu richten.

Für gewöhnlich gehe ich nach dem Abendessen ins Badezimmer und ziehe mich um. Was ich im Büro für zu gewagt halte, trage ich zu Hause. Ich komme dann ins Wohnzimmer zurück, habe mir die Haare für den nächsten Tag gewaschen. Sie duften dann und sind füllig wie eine Wattehaube. Ich setze mich anmutig und nehme das Fernsehprogramm zur Hand, das auf dem Tisch vor mir liegt. Manfred ist vielleicht noch in der Küche beschäftigt oder sitzt bzw. liegt bereits vor dem Fernseher.

Wieder ganz normal, ein Abend vor dem Fernseher. Zuerst die Frage, ob wir dies oder jenes ansehen wollen. Es ist ganz und gar nicht so, dass derlei alltägliche Dinge von mir bestimmt werden. Sowohl er und ich sprechen es aus, wenn ein besonderer Wunsch oder Interesse besteht – übrigens in allen Fragen. Da unterscheiden wir uns nicht von einem „normalen“ Ehepaar. Freilich bestimmt und entscheidet gewiss nicht der Mann allein, wie man oft hört. Na gut, wir kommen also überein – und so wird’s dann gemacht (wie vieles andere auch, das uns beide betrifft). Ihm zuliebe und mir zuliebe wird alles toleriert und auf beiden Seiten werden Opfer gebracht (Liebe ist, wenn ...).
Vielleicht lasse ich mir jedoch gelangweilt von (seinem) Fernsehprogramm eine Zeitung, ein Modejournal oder einen Katalog bringen und blättere darin. Ich suche mir eine Ersatzbeschäftigung, lese ein Buch oder so.

Wenn mir danach ist, bitte ich Manfred, dass er mir meine Füße „verwöhnt“ – die Betonung liegt auf verwöhnt. Das passiert dann so nebenbei, während ich lese, ein Rätsel löse oder zwischendurch doch fernsehe. Ich beschäftige mich also anderweitig und erachte es als schöne nebensächliche und zwischen uns übliche Sache, wenn ich einfach dasitze oder –liege und eben zu meinem Rock dünne Nylonstrümpfe anhabe, die für Manfred etwas besonderes sind. Ich schenke Manfred kaum Beachtung und wende mich meinem Zeitvertreib zu. Für ihn ist es alles andere als eine Lappalie, mich leicht oder gewagt bekleidet zu sehen. Er küsst jeden Zentimeter davon mit Wonne und klebt mit seinen Lippen an meinen Füssen. Gelegentlich werfe ich einen kontrollierenden Blick nach unten und ermahne ihn wiederum, mir nicht unter den Rock oder auf den Busen zu schauen oder weise ihm eine besondere Stelle zu. Manfred soll auch wissen, dass ich Stichproben mache und dass es Folgen hat, wenn ich ihn beanstanden muss. Er soll mich nicht auffressen, weil ich mich dann nicht konzentrieren kann und es mich mehr stört, anstatt guttut.

Für eine halbe Stunde lasse ich mir die Wohltat angedeihen. Dann darf Manfred sich entspannen, es sei denn mir fallen noch (provokante) Kleinigkeiten ein, so wie „Hast du im Schlafzimmer meine Strümpfe von gestern weg geräumt“- „ Sind da welche?“ – „Sonst würde ich es doch nicht sagen.“ Manfred muss dann natürlich gehen und das noch zu meiner Zufriedenheit erledigen. Das fällt ihm gelegentlich etwas schwer, doch das sind die Geister die er rief.
„Bringst du mir etwas zu trinken mit?“ füge ich hinzu und schon ist er wieder ganz brav und gehorsam.
Egal wonach mir ist, Manfred serviert es mir auf meinen Wunsch: Auf einer Etagere vielleicht Trauben oder Süßigkeiten, auf einem Tablett eine Portion Tee mit Konfekt oder eben nur ein Getränk, sei es ein Glas Wein oder Mineralwasser (natürlich kann er ebenso trinken und essen wonach ihm ist).
Dieser von ihm erbrachte Service ist keine Demütigung oder Gemeinheit gegenüber ihm, sondern ein Anrecht, mein Privileg, wenn ich schon diesen ganzen damenhaften Prunk an mir betreibe. Er will das von sich aus, will mir jeden Wunsch von den Augen ablesen.
Eine gewisse Strenge oder besser gesagt festgelegte Rangfolge ist immerzu in der Atmosphäre, weil ich mich von Manfred bedienen lasse (lassen kann). Er steht somit immerzu gleichzeitig in der Pflicht und unter Beobachtung. Damit ist er auch unter Druck, ob alles ordentlich, rasch genug ist usw. Andererseits ist er bei der Erfüllung der Aufgaben stets der Versuchung meiner drastischen Weiblichkeit ausgesetzt, sich an mir mit den Augen oder mit den Händen aufzuladen und daraus sexuelle Gedanken und seine Fleischeslust zu nähren. Deshalb kann es ach gut sein, dass ich Manfred zwischendurch auch mal schnell die Hosen runterziehe und ihm mit der Hand den Arsch haue, wenn er sich etwas ungehöriges geleistet hat, und/oder ihm eine Notiz ins Strafbuch mache.

Es ist jedoch völlig offen, wie jeder Abend verlaufen wird. Es liegt daran, was ich tun möchte, was ich sage, wie ich es sage, wie Manfred sich verhält oder benimmt – nichts muss, könnte aber sein. Vielleicht ist er mürrisch oder besonders willig, aufmerksam oder leidenschaftlich. Jeder hat das Recht so zu sein, wie ihm gerade ist (Manfred mit Einschränkungen aufgrund der Erziehung bzw. bei Pflicht zum Gehorsam). Wenn Manfred müde oder anderweitig beschäftigt ist, halte ich mich zurück und nehme Rücksicht darauf. Im anderen Falle merke ich vielleicht seine besondere Leidenschaft, während er mir mit dem Mund die Füße verwöhnt, um mich vielleicht für mehr zu stimulieren. Dann liegt es wiederum an mir, ob ich darauf eingehe, ob ich Lust auf mehr habe. Ich merke natürlich, wenn ihn die gefüllte Praline antreibt, wie er mich wie eine Katze umschmeichelt.
Es kommt natürlich sehr darauf an, woran ich gerade interessiert bin und wie meine Tagesform ist. Läuft ein guter Film oder eine interessante Reportage, bin ich gerade über einem spannenden Buch oder möchte Manfred sich eine besondere Sendung ansehen (Stichwort Sport, Fußball, Formel 1 usw.) ansehen.
Natürlich kann und könnte ich jederzeit den Abend (und zu jeder Tageszeit) den Verlauf abrupt verändern. Ich kann/könnte ihm natürlich auch einen Fußballabend gründlich vermiesen – tue es auch, wenn er es verdient. Als Herrin kann ich auch mal launenhaft sein und allein deshalb besonders genervt und streng sein (darin liegt übrigens eine große Gefahr, deshalb bin ich sehr wachsam mit mir selbst). Aber auch das ist so bei einer Femdom-Ehe, dass sich mal eine besondere Reizbarkeit zumindest geringfügig am Partner entlädt.

Das Gegenteil zum Normalbetrieb ist, wenn ich unser Losungswort ausspreche „zieh dich aus“ oder wenn ich sage „ich würde dir dringend raten, mich mit Herrin anzusprechen“, dann weiß Manfred sofort, was los ist.

Wenn ein Film oder das Fernsehmagazin zu Ende ist, kann es wie aus heiterem Himmel sein und er muss sich ganz ausziehen. Egal ob ich es energisch anordne, es ihm zuflüstere oder ihm beiläufig sage wie eine süffisante Randbemerkung. Der Wendepunkt in unserem Tagesablauf wird dadurch ausgelöst und die Weichen sind damit eindeutig auf Strenge gestellt, sei es für einen Erziehungsabend, für eine fällige Lektion oder als Urteil für eine gerade mal notwendig gewordene Strafe. Für einen gewissen Zeitraum von unbestimmter Länge bestimme alleine ich den Verlauf des unmittelbar folgenden und verfüge über das Schicksal des Mannes, der ab dann absolut keinen eigenen Gestaltungsspielraum mehr hat. Es heisst noch lange nicht, dass ich besonders streng bin, aber ich bin ab der Sekunde Madame und Herrin für ihn. Natürlich ist die Gefahr für einen roten Hintern stark erhöht und normalerweise sorge ich dafür, dass für diesen Tagesabschnitt ein Instrument in Griffnähe ist.

Da gibt es auch keine Widerrede, keinen Protest, kein Murren (wehe!). Ab da, wo es ausgesprochen ist, gilt es. Der weitere Ablauf kann nun wiederum viele individuelle Elemente haben, Verhör, Gehorsamsübungen, Bestrafung, Sex mit einseitiger oder beidseitiger Befriedigung, alles ist möglich. Vielleicht wird das Geschehen ins Schlafzimmer verlagert oder man bleibt im Wohnzimmer und schaut nach einer kurzen Lektion von wenigen Minuten die Spätnachrichten – als wäre nichts gewesen.

Übrigens finde ich es auch auf amüsante Weise reizvoll, wenn Manfred mich mal nackt unter der Schürze bedient. Oftmals weise ich ihn auch an, sich nach dem Abendessen seinen Schlafanzug anzuziehen. Auch das ist eine sanfte Methode, die Über-/unterordnung stets durch die Gegensätzlichkeit gegenwärtig zu halten, die ihm Kleidung nicht oder nur spärlich zugesteht, während ich Luxus mit Seide und Spitzen auf der Haut trage. Zudem ist auch der Aspekt der ständigen Aufsicht ein wichtiges Kriterium im Ablauf der gemeinsam verbrachten Stunden. (Stichwort sexuelle Kontrolle, dünne Pyjamahose, Unterhose aushändigen usw.). Ich habe immer Sicht und sofortige, freie Zugangsmöglichkeit, während er schutzlos meinem Blick oder Zugriff ausgesetzt ist.

Wie auch immer, am Ende eines Tages fügt sich alles wieder in Wärme und gnädiger Zuwendung mit liebevollen Worten, wenn alles wieder gut ist. Dann kehrt man wieder in den Alltag zurück, lautlos und spricht nicht mehr über das Gewesene. Man landet weich in der Wirklichkeit, geht mit einem Lächeln zur Tagesordnung über. Wir schauen uns mit ernsten aber wissenden Blicken in die Augen, wenn Manfred mit brennendem Hintern aufstehen darf oder wann immer eine Phase der Strenge in die Normalität übergleitet. Auch hier ist ein Losungswort sehr hilfreich, damit für beide die Aufhebung der besonderen Regeln und Rechte klar ist. Ich sage dann, „liebst du mich“, oder „sag mir, dass du mich liebst“ und Manfred spricht mich in seinem Liebesschwur wieder mit Roswitha an.

Ein Blick zur Uhr sagt uns, es ist Zeit zum Schlafengehen.

Bevor bei uns die Lichter gelöscht werden, sind wir wieder „normal“. Als vorletzte Tagesepisode ist vielleicht noch eine Dienstleistung zu erwähnen, die wie ein Ritual vor dem Schlafengehen – mit oder ohne Strengephase davor – stattfindet. Es ist eine romantisch devote Aufgabe für Manfred im Schlafanzug (auch das verordne ich ihm gelegentlich zuvor, nackt oder im Schlafanzug ins Bett zu gehen – Stichwort wiederum sexuelle Kontrolle) mir im schwachen gelben Schein der Nachttischleuchten meine Strümpfe auszuziehen, während ich meine Haare kämme. Während ich dasitze, an meiner Kommode oder am Bettrand, muss Manfred die Strümpfe fein säuberlich aufrollen wie eine Dita von Teese beim Ausziehen das Bein, ganz behutsam zentimeterweise langsam abwärts. Morgens muss Manfred die Strümpfe aufrollen und mir zum anziehen überreichen. Das Anziehen erledige ich in aller Regel selbst, schon aus Zeitgründen. Schon das Aufrollen ist für Manfred nicht so einfach wie das klingt (Vorsicht Lock und später Laufmasche). Wie oft sage ich, „So wird das nichts! Du liebst Strümpfe und benimmst dich wie ein Anfänger!“
Das Abrollen vor dem Gang zu Bett ist Routine mittlerweile aber durch die Gewohnheit nicht weniger pikant. Am Bettrand, bevor ich meine Beine ins Bett hieve, lasse ich mir die Hausschuhe ausziehen. Vielleicht lese ich noch, vielleicht möchte ich gleich schlafen. Manfred verschwindet noch kurz im Badezimmer bevor er sich ins Ehebett legt und mir mit einem Kuss eine gute Nacht wünscht. Wir schlafen dann auch ganz „normal“ oder können mal nicht so gut schlafen, haben auch mal ein Wehwehchen wie ganz „normale Leute“ auch. Ach ja und gelegentlich masturbiere ich Manfred vor dem Einschlafen, wenn ich der Meinung bin, ihn an meine Verfügungsgewalt und seine verlorene sexuelle Selbstbestimmung erinnern zu müssen. Das geschieht kurz und lautlos. Das ist ein liebevoller und doch bezwingender, fast gewaltsamer Akt, der ihn meine Verfügungsgewalt über seinen Penis und seinen Samenerguss spüren zu lassen. Das was ihm strikt verboten ist, liegt nun buchstäblich in meiner Hand. Die gefühlte Macht bzw. Machtlosigkeit erfolgt nicht nur durch brennende Hiebe und Strenge sondern gerade auch durch die Vornahme einer höchst intimen Handlung durch die sozusagen „fremde“ Hand der Frau. Die Vollkommenheit meiner Macht wird dadurch demonstriert und dem Mann bis unter die Haut vorgeführt. Es geht nicht um Schande, aber um das Ausgeliefertsein, die Bloßstellung, weil ich über alle Schwächen des Mannes im Bilde bin und Herrscherin bin über das intimste und wohl intensivste Gefühl beim Abspritzen. Er ist nicht mehr Herr über seine Erektion und muss sich gefallen lassen, wie eine Kuh gemolken zu werden.
Der Grund dieser Ausführlichkeit zum „durchschnittlichen“ Tagesablauf ist mit dem Gefühl begründet, das Manfred Tag für Tag in sich trägt, wenn er mir begegnet. Deshalb war es Manfred wichtig, dies hier auch einmal zu beschreiben, wie es ihm Tag oder Nacht ergeht. Nicht nur wie es sich anfühlt, wenn er mir nach einer Rohrstockstrafe am nächsten Tag unter die Augen tritt, war ihm wichtig, sondern auch das Gefühl der völligen innerlichen Nacktheit, weil es nichts intimes gibt, was mir verborgen wäre. Das ist eine Ausgeliefertheit und Schutzlosigkeit, die ich hingegen als Überlegenheit und Macht über ihn verspüre. Manfred sagt, seine Schwächen hätten eine weitere anders geartete und empfundene Schwäche ausgelöst. Aus der anfänglichen Sucht ist eine Hilflosigkeit geworden, jedoch nicht bis zum Stadium der Hörigkeit, weil ich die Grenzen meiner Macht einhalte und sie niemals missbrauchen würde. Dieser Wunsch nach weiblicher Dominanz, der mir vor etlichen Jahren noch krank erschien, ist in Wahrheit so grundehrlich und offenbart für mich das Innerste meines Mannes wie ein Geschenk aus Liebe. Heute weiß ich es besser, er ist ein sehr kreativer Gourmets mit der besonderen Vorliebe der absolut femininen Weiblichkeit und Tiefsinnigkeit des geistigen Gutes und echter männlicher, ja ich sage richtige Geilheit. In mir suchte er nicht nur die solide Ehefrau, sondern die auf seine Bedürfnisse fixierte Traumfrau, Göttin, Herrin und Zuchtmeisterin. Demütigung oder Schmerz hat er nie gemeint und bei mir gesucht, sondern immer nur mich, damit ich seine innersten Gefühle entzaubere.

Überhaupt geht es bei uns niemals um Demütigung, um Gefühle zu verletzen und bloßes Schmerz bereiten, nur um dem anderen weh zu tun, je besser je doller – nein, niemals!


Die Tagesabläufe sind unter der Woche von der Arbeit bestimmt und deshalb relativ gleich, es sei denn, wir gehen abends einmal weg oder bekommen Besuch und dergleichen. Auch darin unterscheiden wir uns nicht von anderen Paaren.

Die große Ausnahme ist jener Tag, wo ich ein rotes „E“ in den Terminkalender male. Das sind zwei drei Tage im Monat, meist freitags, wo „Erziehung“ auf dem Plan steht. Es muss schon etwas wichtiges dagegen stehen, um diesen Termin zu verschieben. An dem Abend nehme ich mein Strafbüchlein mit ins Wohnzimmer und Manfred muss pünktlich erscheinen, meist 20.30 Uhr oder 21 Uhr. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass an dem Abend eines meiner Instrumente in sehr deutlicher Weise zur Anwendung kommt. Es ist eine Art Nachhilfestunde mit verschiedenen Programmpunkten mit Wiederholungs- und Übungsaufgaben zur Erneuerung und Festigung des Femdom-Verhältnisses. Zugleich ist es ein Rapport und ein Gericht. Letztendlich ist der ganze hier skizzierte Tagesablauf das Resultat dieser Erziehung. Sie hat irgendwann mit der ersten Stunde als eine Art Ausbildung begonnen, um Manfred auf diese Tagesordnung zu bringen. Damit wurden die Inhalte gemeinsam verinnerlicht und lebendig.
An so einem „E“-Tag findet dann ein intimes Verhör (Sag es mir lieber gleich, wenn es etwas gibt, das du mir zu sagen hast, bevor ich es herausfinde...) da werden Benimmregeln abgeprüft und es werden Gehorsamsprüfungen abgenommen, ich stelle Manfred mit Gewissensfragen auf die Probe über seinen Gehorsam, seine Aufgaben, Pflichten und Verbote, lasse mir seine gelernten Aufgaben vorführen (... Strümpfe!), trainiere seine Geschicklichkeiten im Umgang mit Unterwäsche und kontrolliere seine sexuelle Erregbarkeit. Das ist wie ein kleiner Parcour zum Abrichten eines Hündchens oder bei einer Zirkus-Dressur. Heute beginnt die Erziehung meist mit einem Blick in das Strafbuch. Er leitet das Programm ein und gibt Aufschluss, wie intensiv die Erziehungsstunde auch das Gesamturteil letztendlich hinsichtlich möglicher Strafe ausfällt. Anschließender Sex kann enthalten sein, muss jedoch nicht sein, mal so, mal so, je nach Lust. Das entscheide ganz alleine ich, was und wie und wenn, ob Manfred auch darf (also, die Frage „darf ich kommen?“). An einem „E“-Abend ist die Praline natürlich gefüllt und ich halte Manfred mehrere Tage lang an der Kante.
Am Freitag endet dann die Arbeitswoche für uns jedenfalls.

Am Wochenende hingegen sind die Tage ganz individuell und meist mit sehr viel mehr Femdom gespickt, als es an Wochentagen möglich ist. Vielleicht fahren wir weg in eine andere Stadt oder sind bei Sonnenschein auf der Terrasse, vielleicht machen wir einen Einkaufsbummel oder einen Tagesausflug zu Freunden, Verwandten, an einen See, in eine andere Stadt. Manfred ist dann nicht nur mein Ehemann, Gentleman und Geliebter, sondern zugleich auch mein Chauffeur und Kofferträger, Butler und Liebhaber. Morgens und abends sind die Abläufe identisch, doch der gemeinsam verbrachte Tag, birgt natürlich viel mehr Gelegenheiten für ein Über-/unterordnungsverhältnis. Der Gestaltungsrahmen ist größer und dadurch auch intensiver.

Dieser Tagesablauf ist kein „Wunschprogramm“ und Manfred ist für mich darin keinesfalls ein Sklave, sondern er bleibt in erster Linie mein hochgeschätzter und geliebter Ehemann. Er ist nur deshalb zum anfangs selbsternannten „Pantoffelhelden“ und Hausmann aus eigenem Wunsch geworden, weil er ein Liebhaber und Gourmet besonderer und sehr feinfühliger Vorlieben ist. Die erfülle ich ihm als liebende Ehefrau sehr gerne und einfühlsam. Die Besonderheit an diesen Tagesabläufen ist, dass die Besonderheit meiner Weiblichkeit die Gewohnheit für uns beide geworden ist. Es ist eine Art Luxus für mich geworden und daraus entspringt das ganze Spektrum einer Femdom-Ehe. Ich bewundere selbst den Effekt hoher Schuhe, oder wenn ich meinetwegen Strapse und enge Röcke anziehe. Es ist die ständige Kombination mehrer absolut unfehlbarer Eye-Catcher, öffentlich und doch diskret. Diese Kombination auffälliger Eleganz mit Stil und Niveau, versprüht feminines Sex-Appeal mit vielen kleinen und großen Reizen. Ich bin und fühle mich sehr attraktiv dabei, die gierigen Blicke der Männer und die neidischen Blicke der Frauen bestätigen mir es tagtäglich. Auch das gehört zum Tagesablauf an allen Tagen! Zweifellos habe ich eine interessante Ausstrahlung und ich pflege mich sehr und kleide mich jedem Anlass entsprechend seriös und auch gerne sehr sexy und reizvoll. Ich habe durch Manfred gelernt, diese Ausstrahlung und Ausschmückung zu genießen. Der Aufwand dafür ist nicht unerheblich und darf in der Beschreibung unseres Tagesablaufes auch nicht fehlen. Aber er zahlt sich aus. Manfred soll sich ergötzen an meinen nylonbestrumpften Füssen, Beinen, Busen, Intim-Bereich und an meinen hohen Schuhen, ich bin schließlich seine Frau. Was unsere Femdom-Sache betrifft, ist ihm das natürlich strengstens untersagt, da werde ich dann sofort aufbrausend und sage „hast du gesehen, was du sehen wolltest“ oder „siehst du jetzt, was du immer schon sehen wolltest“. Nach außen hin dringt nicht viel von unserer internen Besonderheit. Aber ich gelte rundherum schon als Frau mit dem selbstbewussten Faible zur Sinnlichkeit mit charmanter Dekadenz, um es mal so auszudrücken. Auch das ist ein Stück Tagesinhalt, eine Art tägliche Gefahr, nichts von unserem „Doppelleben“ nach außen dringen zu lassen.

Es bleibt die spannende Frage, wann und wie oft wir Sex bei den Tagesabläufen haben und bei welchen Gelegenheiten. Auch darin sind wir unspektakulär „normal“. Manchmal haben wir morgens schon Sex und manchmal die ganze Woche nicht. Sex ist eine Lust für mich, für Manfred eine Droge, und zugleich eine Art Fürsorge, als Ausgleich für die Aufopferung und Verehrung des Mannes.
Sex ist die schönste Bestätigung für meine Weiblichkeit, Manfreds Begierde zu spüren und zu erfüllen. Sex ist bei uns neben der Fleischeslust den Orgasmus wie eine Delikatesse zu genießen auch speziell Belohnung und Druckmittel, ganz klar. Aber dieses Zaubermittel der Verführung wendet schließlich jede andere Frau auch an, wenn sie ihren Mann für irgendetwas um den Finger wickelt und ihm tollen Sex in Aussicht stellt. Warum auch nicht, das ist doch schön.

Das ist also der Versuch, einen Tag von früh bis spät zu skizzieren. Aus dem Versuch dies in eine kurze Zusammenfassung zu pressen ist gründlich misslungen, doch dafür bekommen die interessierten Leser und Leserinnen einen tieferen Einblick des täglichen Ablaufes unserer Ehe, wo wir beiderseits bemüht sind Alltag und Femdom ineinander fließen zu lassen (was oft nicht so einfach gelingt, wie es hier zu lesen ist). Es brauchte am Anfang seine Zeit, bis jede Ungereimtheit beseitigt war, doch das Ergebnis ist bis heute jeden Tag die Sache wert. Vielleicht schreiben wir über die sich unterscheidenden Abläufe an Wochenenden noch mal einen gesonderten jedoch somit gekürzten Tagesbericht und zeigen darin etwas intensiver die Konsequenzen einer Femdom-Ehe auf. Alles in allem gehen trotzdem sehr fürsorglich miteinander um und führen eine mustergültige Partnerschaft, in der es auch mal Differenzen und Meinungsverschiedenheiten gibt. Da hat Femdom natürlich nichts verloren. Hier ist eine klare Trennlinie erforderlich, aber es hilft ungemein, sich schnell wieder gütlich zu einigen.



Grüße, Roswitha und Manfred

Kommentare:

Toby hat gesagt…

Hallo Roswitha und Manfred,

vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick in Eure Femdom-Ehe. Ich bin selbst sehr daran interessiert eine solche Ehe zu finden. Ich denke, meine Frau und ich können sehr viel aus diesem Kommentar lernen. Einiges finde ich sehr reizvoll, andere Dinge weniger. Aber es kommt ja auf jede Beziehung an, wie man es auslebt. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber um diesen Weg zu finden, ist dieser Bericht sehr hilfreich.

Zoby

Tatjana hat gesagt…

Nachdem mir der „revolutionäre“ Link von einer Freundin, in deren Verteiler ich unter vielen anderen Frauen vorkomme, mit freundlicher Empfehlung gemailt wurde, werfe ich gelegentlich einen Blick auf diese Seite mit dem geheimnisvollen Titel Minervas Juwelen.

Nachdem ich diesen langen Bericht über einen ganz gewöhnlichen Femdom-Wochentag gelesen habe, kann ich mir nun viel mehr darunter vorstellen. Wow, da bin ich mal gespannt, dachte ich mir, was mein Liebster dazu sagt, wenn ich die Sache für mich ausprobieren möchte. Das stellt alles bisherige auf den Kopf. Dennoch ist diese Handhabung mit den umgekehrten Rollen gar nicht so unbekannt, dachte ich mir zwischen den Zeilen. Ich war voriges Jahr in Italien zu einer Hochzeit eingeladen. Als ich mir beim Lesen des Berichtes diese Madame Roswitha bildhaft vorstellte, sie beschreibt sich ja auch wie Peg Bundy, erinnerte ich mich an diese Feier. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, als ich alle die italienischen Frauen sah. Man versammelte sich am großen Vorplatz bei der Kirche des Städtchens, der zugleich Marktplatz war. Hier traf sich die ganze geladene Gesellschaft. Die Frauen waren herausgeputzt und jede auf ihre persönliche Art sexy, egal wie alt. Es war im Herbst und natürlich war es warm. Die meisten hatten ein knappes Kleidchen, kurz, schwarz, schlicht oder kamen im Cocktailkleid, oder im enganliegenden Kostüm. Jede von ihnen war eine Madame auf ihre Art, egal ob jung oder alt. Einige trugen kunstvolle Hüte, die mich an englische Pferderennen erinnerten. Am auffälligsten waren jedoch ihre mondänen Sonnenbrillen Marke, vermutlich Gucci, D&G etc. und vor allem die für Italien nicht verwunderlichen Schuhe der Damen. Sie alle stöckelten ausnahmslos mit unglaublich hohen Sandaletten, Pumps und Pantoletten wie auf filigranen Spikes elegant mit Hüftschwung auf dem alten Pflaster – ob jung, ob alt . Die Männer waren teilweise ein Stück kleiner dabei. Das Geschnatter unter all den Verwandten war interessant zu beobachten und es wurde um die Wette repräsentiert. Später in der Kirche endete das Stimmengewirr und die Schritte der Stöckelschuhe sorgten für ein vorsichtiges Geklapper. Die Männer waren den ganzen Tag lang zwar die Platzhirsche und benahmen sich wie stolze Gockel. Doch auf den zweiten Blick war klar, dass da überall die Frauen die Fäden in Wirklichkeit zogen. Zwar hatten diese Damen oder besser, Madames eine sehr fürsorgliche und mütterliche Art, wie sie mit ihren Männern umgingen, doch zwischendurch hörte man auch resolute Töne. Schon ihre forsche teilweise aggressive Art zu reden verriet einiges und auch die zierlichen aber kraftstrotzenden Staturen dazu mit den fest und prall quellenden Oberweiten und den kräftigen sonnengebräunten Waden, geölt oder unter feinsten Nylons. Trotz ihrer warmherzigen, redseligen und erfrischenden Art, konnte rasch ein Tornado hervorbrechen, wenn man einen falschen Nerv trifft. Sie sprühen richtig vor Energie. Die Damen erinnerten mich an Sophia Loren und andere südländische Rasseweiber aus alten Hollywoodfilmen. Aber auch daran, wie ihnen die Männer zu Füssen gelegen sind, diesen Sexgöttinnen. Italien muss längst ein Femdomland sein, dachte ich, als ich nun neuerdings envon Roswitha und Manfred las. Die italienischen Frauen, die ich kennen gelernt habe, birgt scheinbar von Natur aus auch beides in sich, gütige Wärme und temperamentvolle Strenge. Den gleichen Eindruck macht mir der italienische Mann. Nach außen hin Macho, wie kein anderer, aber kaum stemmt die Frau die Hände in die Hüften und schlägt einen anderen Ton an, kniet er vor dem Saum ihres Unterrockes und schwört jeden Eid. Beim Lesen der Blogs habe ich so allerhand Denkanstösse bekommen. Ich halte es für durchaus möglich ein "normales" Leben mit diesen besonderen sexuellen Neigungen harmonisch zu vereinen. Man kann mit „Kleinigkeiten“, wie Roswitha es beschreibt und ja auch aktiv betreibt im Alltag sexuelle Spannung aufbauen und einen Teufelskreis in Gang setzen, wo der Mann nicht mehr entkommt. Am Ende steht sogar die beiderseitig akzeptierte Gefügigkeit des Mannes, zumindest die sexuelle. Ich konnte mir beim Lesen die kurzzeitig aufflammenden Szenerien gut vorstellen, wo der folgsame Manfred gegenüber der Madame ganz einfach unterlegen ist, sobald sie in ihren hohen Hausschuhen den Raum betritt oder ihn delikate Behilflichkeiten ausführen lässt. Es ist den ganzen Tag über eine gut funktionierende und wirksame Demonstration der Weiblichkeit und deshalb scheint es zu jeder Sekunde möglich, den Mann zu beherrschen, den um den Finger gewickelten Mann. Wenn die Frau den Schalter umlegt, ist ein anderes Programm an der Reihe. Klug fand ich auch die Bemerkung, wo die Besonderheit der Frau eine Angewohnheit ihrerseits ist, ein persönlicher Luxus. Diese Besonderheit macht sie zur Königin und ihn zum Lakai. Auch die Sichtweise, sich speziell für den Hausgebrauch, wo man zusammen mit dem Partner ist, sich besonders sexy zu präsentieren, anstatt nach der Arbeit alles fallen zu lassen, fand ich im Nachhinein vollkommen zutreffend. Roswithas Vergleich mit Peg Bundy macht es mir leicht, sich ein besseres Bild zu dem geschriebenen zu machen. Ich erinnere mich noch an den Fashion-Stil von Peg Bundy, auch wenn sie eine doofe, dumme Hausfrauenrolle verkörpern musste. Beine und Busen waren immer stark betont. Ein an sich diskriminierendes Frauenklischee in der Kombination von dumm aber sexy wurde meisterhaft inszeniert, aber dadurch auch zur Kultfigur. Das gepflegte aufgedonnerte Weibchen ständig mit der Nagelfeile und mit dem Sitz der Frisur beschäftigt, ein Möchtegern- Luxusweibchen, immer steile Pantolettchen und leicht geschürzt, das kann ich mir als Ikone männlicher Sexfantasien ganz gut vorstellen, und als Krönung glamourös mit Straps und Neglige. Ich glaube, am erfolgreichsten sind die Frauen, wo in der Kombination sexy anstatt dumm intelligent steht und wo darüber hinaus die Komponente sexy auf intelligente Weise eingesetzt wird. Diese letztere Kombination trifft auch auf diese mit dem Kürzel Femdom bezeichnete Gemeinschaft von Mann und Frau zu. Die Bezeichnungen von Gourmet und guter Geist treffen auf beide Partner zu und das harmoniert wohl auch sehr gut. Was bei Roswitha und Manfred sich über die Jahre eingespielt hat, scheint ein für beide gewinnbringendes und nicht unentzifferbares Konzept zu sein, ein glückliches dazu. Die Besonderheit(en) der Frau, die für sie Gewohnheit sind lassen die Frau für den Mann zu etwas ganz besonderem werden. Das ist der Schlüssel für ihre Macht, weil sie Anwenderin und Genießerin besonders geschätzter und für den Mann wichtiger Wesenszüge ist. Sie ist die Kultfigur, die Ikone für ihn, der sich ihr sogar unterwirft. Ich stelle mir das auch romantisch vor, weil diese Abhängigkeit ja auch starke Sehnsucht bedeutet. Wenn sich beide für längere Zeit nicht gesehen habe, kann sie sagen, „na hast du Sehnsucht gehabt nach meinen Beinen, rotlackierten Nägeln, Strapsen, schwarzen Büstenhaltern usw. So kann sie auch rasch und jederzeit eine erotische Episode beginnen, eigentlich ohne den ganzen Spezialfundus, wie man ihn bei einer Domina erwarten würde. Das gilt für Equipment genauso wie für Inventar und Kleidung, d.h., wenn ich damit jetzt anfangen wollte, habe ich eigentlich ziemlich alles was ich brauche. Wenn ich in meine Schränke sehe, finden sich bereits ein paar verschärfte Dessous, auch Strapse und zumindest ein Paar verschärfte Pumps (für besondere Tage) sollten auch dabei sein. Für eine Grundausstattung reicht es, zudem an der gewöhnlichen Bluse ein Knopf mehr offen und kein Schritt mehr ohne hohe Hacken, besonders zu Hause, das alles gefällt mir auch selbst. Das allein kann es aber noch nicht sein. Sicher muss man sich als Frau schon auch eine entsprechend dirigierende und bestimmende Art zulegen und den Ton angeben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, diese aktive Seite zu leben oder lernen zu leben. Das hat was. Ja wirklich. Anstelle von Rohrstock (für Fortgeschrittene) kann vorerst ein Kochlöffel oder meine Haarbürste gute Dienste leisten, wenn meine Hand nicht reichen sollte, was ich nicht glaube.
Diese weibliche Dominanz für den Hausgebrauch zeigt sich als untrennbare Kombination von psychischer und physischer Herrschaft (zeitlich abgestuft) in Verbindung mit dauerhafter erotisierender Weiblichkeit. Das kann doch so schwer nicht sein, dies auch im Alltag eben zu „leben“, so als ganz normale Frau. Roswitha und Manfred haben den Bogen scheinbar schon längere Zeit heraus. Schon während des Lesens sind mir einige Gedanken durch den Kopf gegangen, wie ich meinen Stundenplan mit Bequemlichkeiten und Privilegien ausgestalten würde. Insoweit ist das wirklich eine geniale Idee, sich einen Tagesablauf im Kopf zu planen. Eine wunderbare Vorstellung, die mich sofort an Urlaubstage erinnerte, wo man sich nicht selbst um alles kümmern muss. Hausarbeit ist eine schwelende Streitfrage bei uns. Und den Männern (insbesondere meinem) schadet es gewiss auch nicht, wieder zu lernen was man unter „korrektem“ Benehmen versteht. Die Grundregeln nach der guten alten Schule des „guten“ Umgangs (Knigge ist ja wieder sehr angesagt) ist sicher am besten in Person einer Herrin vermittelbar. Ich glaube das probiere ich auch. Mein Lebenspartner ist italienischer Abstammung und daher täte es ganz gut, weil ihm das Temperament einer italienischen Frau schon manchmal fehlt, so wie ich es damals bei der Hochzeit und bei unseren wie ich feststelle zu wenigen Besuchsreisen beobachtet habe. Trotz seinem herzerweichenden amore mio könnte es also künftig pronto, sforzati... für ihn heißen. Ach ja und die italienische Signora heisst übersetzt Herrin. Also, da haben wir es doch schon.

Danke an der Stelle für den auf den ersten Blick befremdlichen Blog über einen rein sexuell orientierten gegensätzlichen Lebenswandel, der bei näherem Betrachten beispiellos lehrreich und zugleich unterhaltsam ist. Wenn diese Inhalte mehr und mehr Frauen erreichen, könnte daraus ein beachtlicher, folgenschwerer Sinneswandel werden, wo nicht mehr die Männer diktieren.
Da ich unter der Woche ziemlich viel unterwegs bin und wenig Zeit für den Liebsten habe, hoffe ich sehr auf den von Roswitha und Manfred erwähnten Tagesablauf für ein Wochenende. Ich habe zwar schon eigene Gedankenspiele im Kopf und meine höchsten Pumps sind auch schon im Dauereinsatz, doch das Wochenende einer Femdom-Ehe würde ich schon auch gerne noch erfahren, um weitere Anknüpfpunkte für den eigenen Lebenswandel zu bekommen. Auch wenn mir vieles noch zu heftig erscheint, habe ich Appetit auf das ganze. Ich weiß noch nicht, ob und wie viel ich aus den Erfahrungen anderer Paare (auch Naguri lese ich mittlerweile) für mich abschauen kann, doch die ersten Gehversuche (auch was die Schuhe betrifft) sind vielversprechend. Es fühlt sich im ersten Moment schon komisch an, richtig mit Ernst und ohne einem Lächeln im Gesicht mit dem Partner umzugehen, als hätte er eine Nacht in einem fremden Bett verbracht. Ungewohnt ist auch die Selbstverständlichkeit zu finden, sich anders zu kleiden und daraus sogar eine eigene Selbstgefälligkeit zu entwickeln. Auch die Frage „was ist los mit dir“ habe ich schon mehrfach mit kühler Reaktion und unterdrücktem Lächeln hinter mich gebracht, „was soll schon sein“. Es war interessant zu sehen, wie mein Liebster plötzlich verunsichert wurde, als er sah, ich kann auch anders. Die eigene Zielstrebigkeit nach Veränderung erleichtert es ungemein, die dominante Seite wirklich authentisch und ungekünstelt zu leben, innerlich und äußerlich. Das habe ich bei mir selbst festgestellt. Das Leben wie eine Madame birgt ja in der Tat vielerlei Vorzüge in sich, auch wenn es sich bislang nur für die freien Tage für mich möglich wäre. Unserer Liebe hat meine andere Seite bislang nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Als Gegenleistung gibt es ja auch viel mehr von mir zu sehen und damit beginnt der Teufelskreis von Femdom, genau an der Stelle wo der Macho seine Schwachstellen hat. Ich stelle neuerdings auch ein möglichst komplettes Ensemble an weiblichen Blickfängen zusammen, wie ich es hier oftmals gelesen habe und wie ich es an meinen italienischen Genossinnen vorher beschrieben habe. Das ist etwas persönliches, privates, das neuerdings zu einer wichtigen Sache geworden ist und das nur mir gehört, dieser leise Drang nach Perfektion, wie passen Lippenstift, Frisur, Strümpfe usw. Ich stecke mitten in dem Prozess der Veränderung und spreche nicht darüber. Niemand außer ich weiß, wenn ich mit Strapsen unter dem Jeansrock zum Supermarkt gehe. Nie zuvor hätte ich an eine fühlbare Überlegenheit gegenüber dem starken Mann geglaubt, zu dem man immer nur aufschaut. Es funktioniert ganz gut auch anders herum. Man muss es nur selbstbewusst anpacken. „Fang ganz unten an“, sagte ich kürzlich ziemlich monoton bei einem gewohnten Anflug von Manneslust, wo ich mich sonst immer rasch im Rückzug ergab. Mein Aufstand war heimlich geplant und die Lust war provoziert durch meinen kurzen Rock und jenen hohen Pumps. Den von meiner Führung überraschten und verwirrten Liebhaberblick begegnete ich gleich ein zweites Mal ohne eine Spur von Liebenswürdigkeit: „Du hast schon richtig gehört.“ Siehe da, es geschah, wie ich es wollte, ohne weiteres, und es tat richtig gut. Auf meine Weisung zog er sich aus wie für eine Sportstunde. Es reizt mich auch sehr, die Geilheit des Mannes zu kontrollieren und sie letztendlich ganz alleine für mich zu haben.
Ein Mann, der sich seiner Partnerin so weit nähern will, sich ihr unterzuordnen, und ihr von diesem Wunsch erzählt, der will die Beziehung nicht kaputt machen, sondern sie weiter entwickeln und bis unter die Haut spürbar machen. Doch diese Erkenntnis ist sicher nicht leicht zu ergründen und vermutlich nicht für jeden Kerl zutreffend.

Immer wieder höre ich derzeit, ich würde etwas im Schilde führen. Misstrauische und skeptische Blicke verfolgen mich auf Schritt und Tritt. Große Verwunderung herrscht auch über meinen Sinneswandel, nun gerne so manches Wochenende nach Italien zu fahren, was zuvor für mich immer ein Gräuel gewesen war, weil ich mir wie ein Anhängsel vorkam und nicht verstand, was gesprochen wurde. Ich brauche unbedingt neue Schuhe, erkläre ich ihm und ich habe eine Liste vieler anderer Dinge. Doch erst brauche ich Schuhe.



Weiter so...
Tatjana

Richard hat gesagt…

Liebe Tatjana

Ich habe Deine Beitrag und Gedanken mit Interesse gelesen. Ich gehe völlig mit Dir einig, dass „la Mama“ in Italien den Dienst ausmacht. Ich denke, dass es die Kompetenz-Einteilung zwischen Mann und Frau ist, die in Italien oder Spanien viel strikter ist als bei den Nord Europeer. Alles was mit Haus und Kinder zu tun hat ist Frauensache, alles was mit Geld verdienen zu tun hat ist Männersache. Dass tönt in Deine Ohren vielleicht völlig altmodisch, aber es ist besser , Du akzeptiert es vorerst als gegeben. Die Realität hinkt immer 50 Jahre den neuehesten Auffassungen nach.
Da eigentlich jeder Mann seine Mutter in seine Frau sucht, bist Du auf den richtigen Weg. Es ist für eine Sudländer keineswegs abwegig, wenn Du als Verantwortliche für den Haushalt, mal die Peitsche schwingen lässt. Es staunt mir deshalb nicht, dass die Spanier jetzt 9 Frauen gegen 8 Männer in die Regierung gewählt haben. In schlechten Zeiten hofft man immer mehr auf die Vernunft von „La Mama“ als von den Zechkumpanen. Deine Funktion als Ehefrau ist für eine Sudeuropäer eine hoch angesehene Funktion. Damit darfst Du Dich im privaten Bereich alles erlauben bis hin zu Deiner Peitsche. Den Vorteil dieses Denken ist, dass wir nicht unsere männliche Wünsch als Nordling gegenüber unsere Frau definieren müssen als Femdom-ehe. Für Ihm ist alles klar. Wenn seine Frau noch mehr Sex ausstrahlt als seine Mutter, um so glücklicher wird er sein.
Ich lebe selber auf der Scheidelinie zwischen Nord und Süd, obwohl ich und meine Frau in Nordeuropa geboren sind, lieben wir die Mentalität unsere Südnachbaren.
Mal in meiner leben war ich als Buchhalter gerufen von einem Italiener und es stellte sich heraus, dass meine Funktion mehr als Eheberater gedacht war. Sie, eine gediegene Nordschweizerische Frau und er eine initiative Italiener. Nun, das Geschäft ist gut gelaufen und sie sind jetzt nach 35 Jahre immer noch verheiratet. Das hat mich im Stillen gefreut. Selber muss ich meine Frau, womit ich 38 Jahre verheiratet und auch aus Nordeuropa stammt, richtig provozieren, damit sie ihre Reitgerte holt um mich zu versohlen. Und denn macht sie es gar nicht so zimperlich. Das angehen der Sache ist einfach anders, aber die Wünsch der Männer bleibt der selbe. Bitte schreib mir, wenn Dir etwas in meiner Ausführungen nicht klar ist. Hauptsache man macht etwas aus seinem Partnerschaft (Ehe)

Liebe Grüsse Richard

Anonym hat gesagt…

Anfangs dachte ich, was man nicht so alles entdeckt, wenn man sich an langweiligen Feiertagen die Zeit mit Surfen vertreibt. Je mehr ich begriff, worum es in Minervas Juwelen geht, um so länger las ich und bekam mehr und mehr Interesse. Für eine noch jung verheiratete Frau dachte ich, bräuchte man sich nicht mit Themen über Sex Gedanken machen, wie es ohnehin schon in allen Frauenzeitschriften nachzulesen ist: Die 10 Regeln für besseren Sex, wie Sex wieder spannend wird, das Einmalseins für den Orgasmus, die geheimen Tips für guten Sex mit dem Partner usw.
Als ich nun diesen Tagesablauf mit dem Bild von Al und Peggy Bundy gefunden hatte, konnte ich nicht anders als bis zum Schlafengehen zu lesen.
Es war wohl die beste Gebrauchsanleitung, die ich jemals gelesen habe. Man grübelt ja öfters mal über besonders aufreizende Gestaltungsmöglichkeiten für das Sexleben und dabei ist man auch schon mal auch zu der heutzutage sehr populären SM-Thematik gekommen. Ich konnte jedoch niemals von Ledermasken, Lackstiefeln,Brustwarzenklammern und Peitschengeknall einen Reiz für den persönlichen Hausgebrauch abgewinnen.
Aber diese Geschichte mit dem Tagesablauf als dominante Ehefrau hat mir wirklich gut gefallen und es ist für eine "normale" Frau sicher eine gewiss nicht unmögliche Form der sexuellen Rollenverteilung innerhalb der Ehe oder Partnerschaft. Das ist nicht so bizarr und kalt, und im Grunde genommen steckt eine sehr innige Liebe dahinter. Ich konnte mich mit der Vorstellung sofort anfreunden, zum einen den Mann mit all dem Wissen das die Frau hat fürsorglich mit Sex zu belohnen und andererseits sehr autoritäre Strenge walten zu lassen. Das ähnelt durchaus dem Mutter-Kind-Verhältnis, wenn man den Kopf des Mannes zum Busen führt, damit er die Frau artig möglichst gut verwöhnt und gehorsam ist, während sie auch die Person ist, die ihm den Arsch versohlt.
Es war eine lohnende Lektüre und vielleicht gibt es noch mehr davon. Wenn ich Zeit habe, werde ich mir alle weiteren Themengebiete noch durchlesen. Wie gesagt, endlich mal eine brauchbare und alltagstaugliche Gebrauchsanleitung für Home-SM unter Normalos, die zur Nachahmung tauglich ist. Bravo! Ich werde mir den Tagesablauf gewiss noch mehrmals durchlesen und könnte mir vorstellen, so einiges abzukupfern, denn Madame steht mir sicher auch gut und es birgt vielerlei Vorteile für mich als Frau.

Cheriè

Achatz hat gesagt…

Das ist ein sehr anschaulicher Beitrag, der auch an die seelischen Essenzen einer solchen Beziehung rührt. Bei uns ist vieles anders, das 'Thema'vielleicht weniger präsent, aber in der grundsätzlichen 'Grammatik' der Ehe ähnlich angestrebt und gelebt.
Vielen Dank Euch für diesen Einblick Roswitha und Manfred!

Roswitha hat gesagt…

Welch wunderbare Metapher: Grammatik. Warum bin ich selbst nicht darauf gekommen. Ich errinere mich noch an meine ersten Englischbücher im Gymansium. Ich hatte extra ein Heft nur mit Grammatik gekauft. Ja das ist es. Wie bei einer Sprache besteht die Femdom-Ehe aus einem Grundstock an (bedeutungsvollen) Vokabeln, der "Grammatik" und vielleicht noch entsprechenden Betonungen.
Die Vokabeln sind feste Grössen(hier trifft der Begriff der Semantik zu, weil z. B. einem Straps ja schließlich eine besondere Bedeutung zukommt), Liebe, Strenge, Vorlieben, Schwächen, Fetische, Sex, Weiblichkeit, Demut, Strafe, Aufgaben und Pflichten, Gehorsam etc. Die Grammatik ist nun die Kunst, diese Vokabeln, mit ihren Bedeutungen so zu kombinieren und zu verwenden, dass ein Sinn daraus entsteht. Die Betonung ist die feine Nuancierierung, den Sinn mit der richtigen Dosis auszudrücken.
Mit dieser Metapher kann man sehr gut verständlich machen, dass Femdom für jede Frau ebenso schnell erlernbar ist, wie eine Fremdsprache, wenn der Mann sich auf diese Weise mit ihr "verständigen" will. Die Grammatik ist meist das schwierigste an der Sprache und es braucht feststehende Regeln damit man verständlich wird. Umgangssprache ist vergleichbar mit Femdom im Alltag. Viele Paare verstehen sich nicht, weil sie nicht die gleiche Sprache sprechen, glaube ich. Bei Femdom ist geklärt, wer den Ton angibt, wie und womit und deshalb ist dem Konflikt oft schon der Nährboden entzogen. Deshalb ist es auch leicht erklärbar, wurum eine Femdom-Ehe harmonischer und beständiger ist als andere Paarbeziehungen zwischen Mann und Frau. Die Frau ist akzeptiert und wird respektiert, freilich aufgrund gewisser Besonderheiten. Aber auch ich musste erst mit viel Beharrlichkeit, Energie, Mut und Leidensfähigkeit des Mannes davon überzeugt werden, wie unvergleichlich innig und vertraut man dadurch vereint wird, wenn ich das Sexualleben des Mannes total in die Hand nehme und überhaupt die Herrschaft in eine Hand kommt. Diese "Grammatik" führt deshalb nicht gleich zu einem Martyrium oder fürchterlicher Zwangsherrschaft in der Ehe. Sie ist eine logosch aufgebaute und verständliche Systematik, die einfach nur ausdrückt, wenn man gewisse Vokabeln variabel verwendet, dass es dann für gewisse Bereiche eine eindeutige Bestimmung gibt, mit Regeln und Pflichten, und wenn es anders nicht geht auch mit spürbaren Sanktionen. Die Betonung regelt letztendlich, wie dosiert das eine oder andere zum Ausdruck kommen soll. So einfach ist Femdom.

In Kürze wird Manfred den Tagesablauf eines Wochenendes fertig haben und ich werde die "Grammatik" kontrollieren, bevor er ihn zur Veröffentlichung freigibt.

Roswitha

Manfred (und Roswitha) hat gesagt…
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