Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Donnerstag, 20. März 2008

Full Service im Angebot (V) - Intermezzo

(Fortsetzung von Full Service im Angebot (IV) )

Amélie hat in einer Auszeit, wie sie es nennt, wieder einmal im Netz herumgestöbert und bei dieser Gelegenheit sich die neueren Posts auf MJ angeschaut. Sehr überrascht ist sie über die mittlerweile vielen Teilnehmer und Schreiber, das rege Interesse! Ja, es ist wirklich wunderbar!
Was meine Geschichten angeht, da findet sie, ich nutzte meine dichterische Freiheit allzusehr aus……, das musste ja kommen.
Was sie damit meinte? Nun ja. Die Szene in der Küche (Full Service (III) ) wäre in Wirklichkeit doch harmlos für mich gewesen, und der Anlass für die "Strafe", die ja eher eine Auszeichnung sei, also der Anlass (Onanie) sei nicht so wichtig. Ich wüsste doch, dass ihr das ziemlich egal sei- zu meinem Leidwesen vielleicht, aber es sei nun einmal so, sie interessiere sich nur in Grenzen für meinen Schwanz und dessen Bedürfnisse- mehr schon für meinen Hintern, wenn er schön gerötet sei (Gekicher!).

Ich sagte, dass man schon ein bisschen ausschmücken müsste, wenn die Leser nicht gelangweilt sein sollten. Und die Szene in der Küche- ich hätte sie eben so ähnlich empfunden. Ausserdem könnte ich ihr gerne mal den Hintern versohlen, wenn sie vergessen hätte, wie weh eine Reitgerte täte auf einem Hintern.
Es tut dir ja nicht wirklich weh, wenn du … geil bist, sagte sie.
Worauf ich erwiderte: Moment, so ist das nicht. Dank der Endorphine, die an sich ein schönes Erlebnis sind, keine Frage, empfindet man den Schmerz anders, aber wehgetan hat es trotzem. ..und zwischendurch eben so, dass man es nicht mehr haben wollte.
Sollte es ja auch, entgegnete sie freute sich stolz.

Und sie und Lucille hätte auch keinen Champagner getrunken sondern- überhaupt keinen Alkohohl, nun ja zumindest am Anfang nicht- (wie Frauen das eben heute zu tage tun) nur Mineralwasser und/ oder Weinschorle. Und geschlemmt hätten sie auch nicht, das wäre bei meinen Kochkünsten ja auch nicht möglich gewesen.....
Also, entgegnete ich, wenn ich schriebe, wie sich zwei mineralwassertrinkende Frauen einen Abend lang darüber unterhielten, wie bestimmte Yogaübungen sich auf Menstruation oder Menopause ausgewirkten, so wäre das keine Geschichte, die jemand in diesem Blog lesen wollte.

Ich fragte, wenn sie den ganzen Abend nur Selters getrunken hätten, wieso sie denn dann am Schluss einen solchen Schwipps gehabt hätte?
Da hätte ich denn auch wieder recht.
So konnten wir uns einigen: wenn die Geschichte lustig ist, dann muss sie nicht in jedem Detail stimmen, das geht gar nicht. Wenn die 'essenz' stimmt. Mit der Onanie ist es komplizierter: ihre Missachtung meines Schwanzes geschieht ja mit System: das hat ja etwas Verächtliches, Demütigendes. Alles was damit zusammenhängt 'verdient eben nicht ihre Beachtung', warscheinlich, weil es eben so für mich angemessen ist- aus erzieherischen Gründen. Auf der anderen Seite findet sie es schon 'eine Grundvoraussetzung' dass die männlichen Energien, wobei wir wieder bei den Juwelen der Minerva wären, für die Dame des Hauses reserviert, aufgespart, enthalten usw. wären. Das ist selbstverständlich und nicht der Rede Wert.

Es ist also verboten wird aber eigentlich nicht bestraft. Ausser: frau sucht gerade einen Grund. Okay, soweit habe ich es verstanden.
Kontrollieren könne sie es eh nicht, sagt sie. Und ein Verschluss? Dazu hätte sie sich auch früher schon geäussert: Aufwand, zuviel Umstand etc., und die Kosten!

Allerdings kam bei dieser Gelegenheit heraus, dass sie unter anderem den Blog "Der Schlüssel" (inzwischen scheinbar eingestellt) mit Interesse verfolgt und gelesen hat. Ja, Lisa dort mache es gut, sagte Amélie und ihr erster Gedanke sei gewesen, als von 'März' die Rede gewesen sei (dass Paul dann wieder mit ihr schlafen dürfe) ..sie hat ja nicht gesagt welcher März in welchem Jahr, hihi. Auf diese Idee ist ja ein Kommentator dort auch gekommen.
Immerhin ist sie von dort auf einen Link zum KG- Forum gestossen, wo Keuschheitsverschlüsse und Vorrichtungen diskutiert werden. Da fand sie lustig; die selbstgebastelten KG- Anleitungen haben sie interessiert, so sparsam!

Eine Lösung gefiel ihr besonders: eine Röhre, verklebt am 'Organ' mit Leukoplast und dort auf dem Leukoplast mit einem Filzer unterzeichnet die Lady.

Das machen wir das nächste mal mit dir! Wenn du wieder 2 Tage unterwegs bist: Kleine Röhre (für dich reicht das ja) und Leukoplast und ich beschrifte es so, dass ich auf jeden Fall hinterher sehen kann, ob du oder jemand es aufgemacht hast oder nicht………genial!
Ein wunderbarer, temporärer Verschluss für eheliche Treue und kostengünstig dazu!!
Ich würde also doch auf diesem Wege eines Tages (April 2008 wahrscheinlich) noch zu einem Keuschheitsverschluss kommen, einem temporären low cost Modell zwar, aber immerhin... und Amélies Unterschrift auf meinem Penis wäre eine wunderbare Vorstellung, die mich auf jedenfall davon abhalten würde, mich vor einer fremden Frau auszuziehen, allerdings (I swear it!) hatte ich das eigentlich auch nicht vor...
Leider war ich dann ein bisschen frech und sagte: einen Cunnilingus verhinderst du damit aber nicht. Also müsste man mir eigentlich auch noch die Zunge verkleben, sagte sie, das wäre sowieso für die Umwelt verträglicher.... Also wieder ein Punktsieg für Amélie.

Ich weiß nicht, ob die Kritik an meiner Erzählweise mich jetzt davon abhalten soll, den Rest der Geschichte von dem Valentines -Wochenende noch zu erzählen. Ob Amélie mich jetzt bremsen wollte weiter zu berichten? Ich weiß es nicht. Könnte aber sein, denn, wie gesagt, so nüchtern, wie es anfing ging es nicht weiter……
Ich glaube, mein einziges Problem ist die Zeit, es zu schreiben, denn ich neige eben zur Weitschweifigkeit- leider.
Und die Zensur natürlich, mit der ich jederzeit rechnen muss…… Also, liebe Leserin und lieber Leser, lasst Euch überraschen, ob und wie es weitergeht mit dem "Full Service im Angebot"……

Sonntag, 16. März 2008

Full Service im Angebot (IV)

(Fortsetzung von Full Service im Angebot (III) )

Wie in Folge III beschrieben, war ich von meiner konsequenten Frau 'zurechtgestutzt' worden, fühlte mich aber keineswegs miserabel, sondern wie gesagt sogar ausgesprochen gut: Ich spürte deutlich dieses warme Glühen auf meinem Hinterteil, welches nur beim Hinsetzen und bei bestimmten Bewegungen noch etwas schmerzte und mich an sie und diese ungewöhnliche Begegnung mit ihr in der Küche erinnerte. Meine 'sexuelle Unruhe', die ich offenbar gezeigt hatte, ohne es zu wollen, war, wie immer nach solchen 'Sitzungen', nicht mehr so drängend und beherrschend, meine Zuneigung zu Amélie aber spürte ich voller Energie, auch mein Wunsch, ganz für sie da zu sein und zu tun, was sie von mir verlangte oder erwartete. Ein bekanntes Phänomen. Ich konnte Bäume ausreissen für sie.
Meinem Geschenk an sie (zum Valentinstag) entsprechend, wollte ich also gerne das ganze Wochenende ihren Wünschen folgen.

So bereitete ich also alles um so penibler für den "Damenabend" vor, den sie geplant hatte, und an dem ich als Helfer und Diener verfügbar sein wollte und sollte. Selbstverständlich erhielt ich von Amélie genaue Anweisungen, wie das Essen- ein leichtes Fingerfood- vorzubereiten sei. Ihre Freundin Lucille hatte selbst einen hohen Qualitätsstandart und galt als verwöhnt in kulinarischer Sicht. Ich habe schon einmal über einen Besuch dieser Freundin, die uns beiden sehr ans Herz gewachsen ist, berichtet (hier).
Die Saucen zum Lachs und den Krabben, das Brot, die Salate dazu- ich will es nicht im Einzelnen beschreiben, aber es waren eine Remoulade und eine selbstgemachte Sauce Cumberland dabei; alles war gut ausgedacht von Amélie und die Herrichtung wurde streng von ihr überwacht. Dazu waren der Champagner, Weisswein und Wasser zu vorzubereiten, ein passender, nicht zu leichter Rotwein für den Bedarf, später, richtig temperiert zu halten.
Die Vorbereitung der Wohnräume, die ich saugte und wischte, sowie mit dem Staubtuch durchzugehen hatte, benötigte ebenfalls seine Zeit. Am Ende hatte ich mich selbst erneut zu reinigen (duschen) und dann dieses rote Damenhöschen anzulegen (unsichtbar natürlich), welches sie mir zugedacht hatte, wohl um mir eine "entmännlichte" und unterworfene Position -für andere im Normalfall unsichtbar- zu verpassen. Dazu trug ich darüber eine schwarze Hose und ein weisses Hemd, wie eine Andeutung von 'Service' eben.
Ich bin kein begeisterter Damenwäscheträger, das heisst, ich ziehe keinen Lustgewinn daraus, Damenwäsche am Körper zu tragen. Das sollte man aber eigentlich haben, um die Unbequemlichkeit besser ertragen zu können, wenn man sein Geschlecht irgendwie in einem "scharf geschnittenen" Damenhöschen unterbringen will: es funktioniert nämlich gar nicht, nichts findet ausreichend Platz und Halt, die Dinge werden irgendwie zusammen und beiseite gedrückt und vermitteln ein unkomfortables Gefühl von Enge, welches ich als störend empfinde.

All dies war spürbar und mir bewusst, als es klingelte und Lucille in der Haustür erschien.
Lucille ist groß und sportlich und hat im Kontrast dazu einen recht grossen, weichen Busen, den ich allerdings - dies sei klargestellt- , nur vom Ansehen und -zumindest halb-bekleidet kenne.

Wie schon erwähnt hatte Amélie mir im Vorgriff sehr hangreiflich zu Verstehen gegeben, dass allzu gierige Blicke auf Lucilles Dekolleté einen unerzogenen, tölpelhaften Eindruck machten und mir also untersagt waren. Natürlich würde Amélie jede Unterstellung von Eifersucht zurückweisen, dies schon allein deshalb, weil sie selbst natürlich nicht nur in dieser Hinsicht keinen Vergleich mit Lucille zu scheuen brauchte das schreibe ich nicht nur, weil sie dies sicherlich demnächst lesen wird…).
Amélie schätzt es durchaus, dass und wenn ich für die Reize der Frauen empfänglich bin, schliesslich will sie, dass ich freiwillig bei ihr bleibe und nicht wegen unterdrückter Gefühle oder gar aus Mangel an 'männlichem' Antrieb. Sie findet aber eben, dass der zivilisierte Gentleman sich nicht wie ein Kaninchen verhält, was immer sie damit meinen könnte.

Sie hatte einmal gehört, dass die traditionelle chinesische Frau nach Konfuzius zu ihrem Mann sagt: Appetit holen kannst du überall, aber gegessen wird zuhause.
Eine weise Regel, finde ich, nicht ganz ungefährlich, aber doch meistens wirksam und für den Mann in den meisten Fällen: zumutbar.

Ich würde also Lucille heute abend bestenfalls in die Augen sehen und ihr nicht so oft auf den Busen starren und das auch nur, wenn es möglichst keiner bemerkt; jeder Schuljunge muss bereits lernen , wie man das macht.
Nachdem ich ihr aus dem weiten Mantel geholfen hatte und bereits in ihrer Duftaura gefangen war, konnte ich schon im Augenwinkel wahrnehmen, was der 'Stein des Anstosses' sein könnte, wenn ich nämlich auch nur einen Moment unachtsam mit mir selber wäre und meinen Blick auf das warf, was sich in diesem Fall mit dem Wort Dekolleté nur unzureichend beschreiben lässt:
Man musste es einfach himmlisch finden.

Eine Herausforderung also.

Amélie erschien, auch sie hatte sich zurecht gemacht und ihr Outfit stand an Raffinesse und weiblicher Eleganz dem ihrer Freundin in nichts nach, wenn es auch -bewusst- deutlich dezenter wirkte. Obwohl beide bereits die besten Jahre einer Frau erreicht haben, verstanden sie es klüger als viele junge Frauen ihre Vorteile zu inszenieren und ihre 'Schwachstellen' unsichtbar zu machen. Für mich ist es so.

Die Damen küssten und herzten sich und versanken anschliessend unmittelbar in den Fauteuils mit einen nicht enden wollenden Redeschwall.
Es war bald sehr gemütlich im Wohnraum. Die schicken Schuhe lagen allesamt verstreut auf dem Teppich, die langen nackten Schenkel und Füsse beider Damen elegant auf Fusshockern.
Lucille hatte zudem ihre Strickjacke abgelegt und zeigte zu allem Erwähnten auch noch entblösste Schultern. Nun war ich wirklich in Nöten, denn wo sollte ich hinschauen, um nicht gänzlich als Eunuch zu erscheinen. Und schliesslich musste man irgendwie in ihre Näghe blicken, um beim Nachschenken nicht daneben zu giessen, oder?

Lucille war schnell eingeweiht, dass ich heute -aufgrund eines Geschenkes an Amélie eine ausschliesslich dienende Rolle haben würde, sie könne sich dieses Umstandes, d.h. meiner Person, deshalb "jederzeit" bedienen, was natürlich zu kleinen Anzüglichkeiten führen musste, wie zum Beispiel "..macht er wirklich alles??"- und zu Gekicher.
Lucille war begeistert, ihr Mann würde sich so eine Geschenk nicht im Traum einfallen lassen.
Also war es klar, dass ich heute der Diener im Hause war, zur freien Verfügung der Damen, ein Gedanke, der mir durchaus Herzklopfen bereitete, auch wenn ich zugeben muss, das jegliche erotischen Fantasien diesbezüglich deplatziert waren.

Mich hielten sie also dauernd 'auf Trab', denn es gibt vielerlei Wünsche, die Frauen entdecken, wenn es einen gibt, der sie besorgen will. Nicht nur was Essen und Trinken angeht, es mussten auch Urlaubsfotos, Zeitschriften mit entlegenen Artikeln über Pferdezucht und Jeansjacken, edle neue Handschuhe und der neue Pullover gesucht und herbeigeschafft werden, so wie hier und da etwas aufgewischt, wo etwas auf dem kleinen Tisch danebengegangen war.
In den 'Leerzeiten' konnte ich in der Küche Aufräumarbeiten in Angriff nehmen.

Soweit ich das Gespräch mit verfolgen konnte ging es zunächst um alles, was Frauen brennend und Männer überhaupt nicht interessiert.
Im späteren Verlauf konzentrierte man sich aber doch auf Anderes und Persönlicheres.
Lucille ist eine schienbar resolute Frau, die ihr Pferd, ihre Hunde, ihr Personal und ihre Kinder nach einem fairen Prinzip von 'Zuckerbrot und Peitsche' (wobei letzteres allenfalls beim Pferd wörtlich zu nehmen war) absolut 'im Griff' hatte und erfolgreich regierte und steuerte.
Im Herrschaftsbereich von Belohnung und gelegentlicher Konsequenz oder gar Bestrafung schien allerdings nicht ihre Ehe mit Norbert zu liegen, in der sie eher eine unterlegene Rolle spielte und dies 'eigentlich' auch so in Ordnung fand. Wir berichteten bereits darüber.

Ihr Mann, Norbert, ein ziemlich beschäftigter Banker, entzog sich vollends ihrem Einfluss, neigte zu familiärer Teilnahmslosigkeit, lausigem Machoverhalten im Bett und ....schien auch nicht immer treu zu sein, was Lucille bei seinen vielen Auslandsaufenthalten auch schwerlich in der Kontrolle haben konnte.
Ein klassicher Fall das Ganze.

Es dauerte nicht lange, da fiel der Blick auf mich, als ich vom Champagner nachgoß. Lucille machte mir Komplimente, was für ein mustergültiger Ehemann ich zu sein schien und mehr Komplimente noch an Amélie die sie fragte, wo sie "so einen wunderbaren Mann" wie mich gefunden habe und an sich binde.

Amélie lächelte geheimnisvoll, sichtlich geschmeichelt und entgegnete ihr, das sich soetwas nicht finden, wohl aber zurechtbiegen, sprich: heranziehen liesse.
"Du meinst, ohne dich wäre er genauso ein Macho, wie mein Norbert??" Amélie sagte klar: ja.
Sie sprachen bereits über mich, als sei ich gar nicht im Raum, ein Zeichen, dass meine Rolle allseits akzeptiert war.
"Da sind sie alle gleich, wenn sie nicht ab und an was auf den Arsch bekommen.." entgegenete Amélie, mich breit anlächelnd. Lucille lachte auch, das gefiel ihr, doch ihre Reaktion zeigte, dass sie es nicht buchstäblich verstanden hatte, sie sagte:
"Ich verstehe, was du meinst, mein Norbert würde mir aber was husten, wenn ich ihm Vorschriften machen wollte, schliesslich schleppt er die Kohle heran..!"
Zu meinem Ärger wurde ich von Amélie jetzt eiskalt ausgewiesen und in den Keller geschickt um 'vorsichtshalber' noch nach Wein zu sehen, den ich dann im Kühlschrank vorhalten sollte.

Als ich nach einer Weile zurück in den Wohnraum kam, waren sie offenbar schon bei den modernen Lebensstilen angelangt, wie dieses zum Beispiel eine Weiblich bestimmte Ehe sein könnte. Es wurde spannend. Das Thema des Wochenendes war schliesslich mein Wunsch gewesen sozusagen.
"Wenn du diesbezüglich immer nur tust, was, wann und wie er es will, musst du dich auch nicht wundern..." hatte Amélie gerade gesagt. Mir war klar, dass sie soeben bei den beschränkenden Massnahmen im Sexualleben einer Ehe angelangt war, mit denen in unserem Fall so überaus erfolgreich operiert wurde.
"Und das lässt sich Achatz so ohne Weiteres...gefallen?" erwiderte Lucille, wobei sie beim letzten Wort ihre Stimme senkte, denn nun hatte sie mich zurückkommen sehen.

"Danke, es ist genug erstmal", sagte Amélie zu mir, fast etwas ärgerlich, sie ergänzte: "ich rufe dich schon, wenn ich dich wieder zu etwas brauchen kann" und wandte sich gleich wieder mit etwas gesenkter Stimme Lucille zu, bis ich die Tür von aussen geschlossen hatte.
Mir wurde heiss und kalt.
Wenn Amélie jetzt unter dem Einfluss des Champagners und der Klagen Lucilles dazu übergehen würde die Weiblich Geführte Ehe zu propagieren..., wer weiß, vielleicht käme sie doch noch auf den Gedanken, ihrer Freundin die Spuren, die sie mit konsequent- weiblicher Hand und ihrer Reitgerte auf meinem Hintern hinterlassen hatte, vorzuführen:
sie brauchte nur zu verlangen, dass ich den Damen meine Hinterseite präsentierte, mit dem unsäglichen Höschen, welches ich herab zu ziehen hätte, um jene Spuren, die noch deutlich sichtbar waren, offenzulegen....
Faszinierende Vorstellung! Würde ich aber nicht tun...alles kann mal zu weit gehen, dachte ich.
Natürlich würde Amélie es kaum wagen, die Situation meiner Unterwäsche und die Farbenpracht darunter der Freundin offenzulegen oder ihr gar das Foto auf dem Handy zu präsentieren, auf dem sie mich nach unserer Strafaktion festgehalten hatte. Nein, in diesen Dingen war ihr die absolute Diskretion bisher immer das Wichtigste. Aber man wusste nie bei ihr.... Ich war erst einmal verunsichert.

Zumindest aber würde sie Lucille früher oder später -zunächst einmal ohne die eigenen Verstrickungen zu nennen, in Teile der Mysterien und Möglichkeiten einer Weiblich Geführten Ehe einweihen, das spürte ich.
Amélie liebt es an Grenzen zu gehen, und ich wurde Gefühl nicht los, dass sie in Lucille eine Freundin sah, die sie vielleicht eines Tages auch ganz einweihen könnte in die Dynamik unserer Ehe, wie wir sie seit einiger Zeit 'lebten', mehr und weniger. Gab es erst eine 'Mitwisserin', würde sich unser Leben vielleicht zusätzlich verändern, wer weiß.

Die Damen schienen sich heute abend bestens zu verstehen, wie meistens, wenn sie ungestört beieinander waren. Meine Gegenwart war unerwünscht, so wurde ich gebeten, bzw. mir wurde 'erlaubt' mich 'zurück zu ziehen' .
Ich verzog mich ins Bett.
Mein Abend war indessen noch nicht beendet. Es wurde zwar spät bei den Damen, aber das bedeutete nicht, dass meine Frau nicht tief in der Nacht noch einmal auf meine 'Dienstbarkeit' zurückgriff und mich in den Wohnraum orderte.
Wollte sie mich etwa vor der Freundin auf die Probe stellen?

Doch davon in der nächsten Folge.
(wird fortgesetzt)

Dienstag, 11. März 2008

Nadines Weg

Nachdem uns Nadine geschrieben hatte (siehe Kommentar zu dem Post "Around Her Finger : Frage und Antwort"), dass sich ihr Mann "offenbart" hatte mit seinem Wunsch, quasi eine Weiblich geführte Ehe zu haben fragte sie um Rat, wie sie damit umgehen sollte. Sie bekam dazu eine Reihe von qualifizierten Antworten, die auch für andere "betroffene" Frauen hilfreich sein können.
Lange hatten wir von Nadine nichts gehört. Jetzt hat sie jedoch einen neuen Kommentar zu dem Post "Around Her Finger : Frage und Antwort" hinterlassen, in dem sie erzählt, wie sie mit ihrem Mann und seinem Wunsch umgegangen ist- wir drucken ihr Schreiben wegen des grossen Interesses auch hier auf der "ersten Seite":
(Zeichnung: © unbekannt)

Hallo Amélie, Achatz und alle fleissigen Schreiber!

Zuerst einmal vielen Dank. Bei so vielen Antworten auf meine Frage habe ich ein schlechtes Gewissen erst jetzt zu antworten. Also Danke, ihr habt mir sehr geholfen das Ganze mit meinem Mann besser zu verstehen.
Irgendwann habe ich mich daran gemacht meinen Vermutungen, dass meine Mann ziemlich ausgeprägte Fantasien von Femdom hatte, zu folgen und habe mir die schauerlichsten Sites angeschaut, die ich finden konnte. Nach der Devise: die Darstellungen haben alle den gleichen Motivationshintergrund- so wie beschrieben von Elise Sutton - auch auf Eurem Blog- so konnte ich das alles besser verstehen.


Ich will deshalb von meinen ersten Erfahrungen berichten, die nicht einfach, doch bisher relativ positiv sind.
Was ich schliesslich gemacht habe, war folgendes: wir hatten ein "freies Wochenende" in einem romantischen Hotel. Beim Abendessen habe ich meinen animiert, dass er ein bisschen mehr trank als sonst und dann habe ich ihm ein Experiment im Bett vorgeschlagen. Als wir dann auf dem Zimmer waren habe ich ihn nach Plan behandelt: ich habe ihn sich die Augen verbinden lassen, dann sollte er sich nackt ausziehen und einfach auf' s Bett legen. Ich hatte noch eine Flasche Champagner bestellt und ihm davon gegeben. Er war so in gelöster und offener Stimmung und da ich ihn nackt und mit verbundenen Augen vor mir hatte, würde ich sagen: er war auch in sogenannter submissiver Stimmung. Dann habe ich mein "Experiment" gemacht, mich ich an ihn gedrängt und ihn unerbittlich ausgefragt, dabei war meine Hand dort, wo ich seine Begeisterung für meine Themen und Fragen am ehesten feststellen konnte.
Bald bekam ich heraus, was ich wissen wollte; dass er eben genau so gestrickt war, wie es überall in der einschlägigen Literatur beschrieben ist. Mittlerweile kenne ich mich aus. Mit fester und strenger Stimme gefragt, konnte ich ihn locken und spüren, wie ihn das anmachte.
Also hörte ich schliesslich viel mehr, als er mir am Anfang anvertraut hatte, wie sehr er sich nämlich danach sehnte, sich sexuell und körperlich zu "unterwerfen" - unter mich wohlgemerkt, nicht nur zum Spiel, sondern auch "wirklich". Eine Vorstellung von ihm war natürlich auch, dass ich "sehr streng" zu ihm wäre, also ihn demütigen würde und ihm körperliche Schmerzen bereiten sollte, wenn er nicht gehorchte. Mir wurde ehrlich gesagt heiss und kalt, obwohl ich inzwischen wusste, dass so etwas kommen musste.
Ich fand es zwar peinlich und ich war froh, dass ich ihm die Augen verbunden hatte, das erleichterte manches, aber ich war sehr zärtlich zu ihm und unterstützte ihn, sich weiter zu zeigen.
Ich antwortete ihm, dass ich vor allem seine geheimen Fantasien kennenlernen wollte; was ich aber damit anfangen würde, das wüsste ich noch nicht. Sein Herz klopfte dabei.
Wenn er wirklich wollte, dass ich das Komando übernähme, dann könnte ich das mit ihm nur versuchen, aber ich wüsste nicht ob ich dann noch Respekt vor ihm haben könnte oder noch bereit sei, mit ihm zu schlafen, wenn er es wünschte. Ferner würde ich festlegen, wie meine "Herrschaft" über ihn aussähe und nicht er.

Dabei ging mir selber auf, dass ich in den vergangenen Jahren eigentlich immer (nur) mit ihm Sex hatte, wenn er es wünschte. Ich war deshalb eigentlich nicht mehr so wild darauf, war aber gewohnt, es einfach über mich ergehen zu lassen. Ich fühlte mich auf einmal wie eine ganz typische langweilige Ehefrau. Plötzlich wurde mir klar, dass unser Sexleben überhaupt nicht wirklich befriedigend war, zumindest für mich nicht. Ich konnte auch darauf verzichten. Eigentlich war unsere Ehe auf dem Weg in eine Krise, wenn ich es recht betrachtete, denn Sex und alles was damit zu tun hatte, hat einen grossen Stellenwert für ihn.
Auch darüber konnte ich mit ihm plötzlich sprechen. Es war eben nicht nur eine Öffnung für ihn, dieses Gespräch, sondern auch für mich. (Schliesslich hatte auch ich etwas getrunken!)
Er sagte, dass ihm es bewusst wäre, dass er keinen Anspruch auf irgendetwas von mir hätte und dass sich alles verändern könnte, aber er wolle dies riskieren, es ginge nicht anders: wie ich es wollte, so sollte es sein, wenn wir nur einmal eine Veränderung wagen könnten und ich das Heft in die Hand nehmen würde dabei.
Es gab keinen Zweifel, es war ihm ernst.
Dann habe ich ihn weiter und intimer ausgefragt, denn er war tatsächlich sehr offen, wie nie zuvor.
Ich bekam Dinge heraus, die ich hier nicht im Einzelnen beschreiben möchte.

Ich sagte schliesslich, okay, ich stimme einem Versuch zu, allerdings nur zu meinen Bedingungen und dass ich zur Probe ihm also jetzt Aufträge geben würde und erwartete, dass er gehorchte und dass er genau das täte, was ich von ihm verlangte und dass ich sehr konsequent sein würde, wenn er sich nicht daran hielte. Und über Sex und das alles bestimmte ab jetzt allein ich. Aber Garantien für irgendwas gäbe es nicht.

Da schien er total glücklich zu sein.
Allein die Ausdrucksweise erregte ihn ausserordentlich, so sehr dass er mich schliesslich bat, mit ihm zu schlafen. Ich war perplex. Wollte er nun "Femdom" oder Sex auf Bestellung wie gehabt? Ich fand das unpassend und inkonsequent. Ich hatte schliesslich auch den Hintergedanken gehabt, dass ich ihn mit den veränderten Bedingungen jederzeit unbeschadet "zurückweisen" könnte.
Damit fing ich jetzt gleich an.
Offenbar hatte ich ein bisschen "Blut geleckt" , so sagte ich ihm jetzt knallhart und für ihn sehr ungewohnt: ich denke nicht daran, jetzt mit dir zu schlafen, nur weil dir danach ist, diese Zeiten sind vorbei. Du beherrscht dich jetzt. Ich will jetzt, dass wir schlafen gehen.
Das wirkte Wunder! Wir hatten es dann aber sehr kuschelig und vertraut miteinander, so, wie lange nicht mehr. Die Sache fing an, mir zu gefallen.

Inzwischen sind viele Wochen vergangen und ich fühle mich manchmal, aber nicht immer, wohl in meiner dominanten Rolle: es ist etwas einsam zuweilen, weil ich garnicht immer besonders stark bin. Auf der anderen Seite hat er sich völlig gewandelt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Der Macho kommt nur noch manchmal zum Vorschein. Dann kann ich ihn daran erinnern, was wir ausgemacht haben und er reagiert sofort positiv darauf und hört auf mich- meistens.
Er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab und tut wirklich alles und noch mehr, was ich ihm sage.
Allerdings lasse ich ihn seit längerem nur noch selten, sehr selten für seine Masstäbe, an mich 'ran', obwohl ich spüre, wie er innerlich bettelt;
Ich weiß nicht, ob und wann ich das ändern werde, bzw.wie er damit umgeht, denn kontrollieren tue ich ihn noch nicht, das wird aber vielleicht später kommen. Immerhin muss ich mich nun nicht mehr als Opfer fühlen, wie Richard schrieb sondern, weil ich die Dinge selber in die Hand genommen habe, sehe ich durchaus Vorteile für mich in diesem Lebensstil. Es ist -wie Wolfgang schreibt- so: seine 'Erniedrigung' verringert die Distanz zwischen uns deutlich- ich war mir nie seiner so sicher und es macht Spaß viel von ihm zu verlangen und viel von ihm zu erwarten.
Streng, gar sadistisch oder ähnliches bin ich nie zu ihm, aber zunehmend konsequent. Ich spüre mit wachsendem Gefallen den 'Reiz der Macht', die ich jetzt habe und ich weiß, dass ich sie austesten und ausdehnen werde, auch wenn ich nicht weiß wie, aber dass ich ihn sexuell mit Vergnügen 'zappeln' lasse, gehört für mich unbedingt dazu.
Es ist das wirksamste 'Erziehungsmittel', ohne Frage, es war mir nie so bewusst, weil ich immer dachte es sei nur zu (seinem) Vergnügen da.

Vielleicht ist es auch meine Rache für jahrelange Eheroutine. Alles geht ihm natürlich zu langsam und mein Mann drängt manchmal, ich solle 'mehr' mit ihm 'tun', aber dann reagiere ich sauer und erinnere ihn an unsere Verabredung und die heisst: nach meiner Facon oder garnicht.
Ich sehe nämlich, dass wir beide viel dazu lernen und bewusster miteinander umgehen; ja es läuft irgendwie besser, wenn auch noch lange nicht optimal.
Ich respektiere ihn für seine Offenheit und bin letztlich froh, jetzt mehr über uns beide zu erfahren.
Wenn ich ihn 'disziplinieren', das heisst bestrafen will, dann schicke ich ihn übrigens zum Joggen fort oder lasse ihn im Gästezimmer schlafen, das findet er sehr degradierend., aber er macht mit. Auch habe ich ihm schon einmal ein Fussballspiel im Fernsehen verboten: das hätte man filmen müssen sein Gesicht. Aber er hat tatsächlich nicht geschaut und stattdessen eine umfangreiche Besorgung für mich erledigt.

So ist der Stand der Dinge.

Ich habe bereits viel dazu gelernt, vor allem auch in meiner Vorbereitung durch die vielen Kommentare hier- dafür nochmal vielen Dank.Vielleicht geben Euch meine Erfahrungen auch etwas.
Und vielleicht kann ich nach einer Zeit wieder Positives berichten. Ich wünsche es mir.

Nadine