Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Zum Valentinstag


Zum Valentinstag heute Gedanken, die den alternativen Lebensstil der "Weibliche Geführten Ehe" angehen. Frauen bekommen immer mehr Macht und Einfluss auch im öffentlichen Leben; dies gilt zumindest in der "westlichen Welt". Es geschieht aus vielen Gründen.
Frauen sind unter anderem selbstbewusster, "freier" geworden und "man" erkennt, dass sie in Vielem den Männern überlegen sind. Aus sich heraus sozusagen.
Zweifelsfrei sind Menschen erst einmal auch dieses: "unabhängige Wesen" (oder streben dieses an) .
Viele sind glücklich auch ohne Beziehung zu oder mit dem anderen Geschlecht. Dabei kann man schon die Nuance ausmachen, dass es Frauen vielleicht leichter fällt, ohne Mann zu leben, als umgekehrt. Vielleicht. Oder andere schreiben und sagen, dass es einem Mann und seiner Gesundheit gut tut in einer Beziehung zu leben zu einer Frau -normalerweise- und dass dieses besser ist für ihn, als alleine zu leben.
Umgekehrt gilt dies nicht einfach so für Frauen.
Das ist der Eindruck.
Etwas delikat ist die Frage, ob und wie "unabhängig" die Macht einer Frau von Männern ist, beziehungsweise wann Macht ihnen von Männern übergeben wird. Besonders im privaten Bereich gibt es das Phänomen, dass Frauen Stärke haben, weil sie Frauen sind und diesen Umstand geschickt inszenieren können. Das ist nichts Verwerfliches. Jede Blume setzt "sich in Szene" und hat ihre Gründe.
Dies ist hier im Blog schon häufig benannt und beschrieben worden zumindest was Frauen anbetrifft. Es geht ja um "Macht der Frau" innerhalb dieser Dauerbeziehung oder Ehe und um die freiwillige Unterwerfung des Mannes.
Einiges dazu haben wir bereits hier erwähnt.
Wir vertreten die Ansicht, dass eine Frau stark, selbstständig und unabhängig sein kann, auch ohne Mann, dass sie aber, wenn sie die "Macht einer Frau" inszeniert und will, bewusst oder unbewusst, erheblich mehr erreichen wird als andere - zumindest bei (ihren) Männern.
Womöglich dann aber auch bei Frauen.


Es ist eine allgemeine Macht geradezu, die eine selbstbewusste Frau für sich beanspruchen kann.
Voraussetzung hierfür ist, dass ein Mann/ Männer ihr ihren Teil der Macht sozusagen "überlassen", freiwillig!
Wenn Männer nicht -ab und an- auf ihre Macht gegenüber Frauen verzichten würden , wäre die Welt nicht schon längst im Eimer?
Weshalb tun Männer dies?
Weil sie ein Verlangen danach verspüren.
Weil sie Frauen gerne Macht über sich geben wollen. Nicht alle und immer- aber immer mehr.
Da wir alle wissen, dass Männer "schwanzgesteuert" sind, wissen wir auch -die Männer wissen es alle, und bei den Frauen wissen es zumindest einige: dass ein Mann von dort her "steuerbar" ist- sogar sehr gut "steuerbar" ist.

Eine Frau, die dieses Steuern bewusst unternimmt und erfolgreich verwendet, verfügt mit einem Mal über ein ganzes Arsenal an "Power"; sie kann auf einmal einer ganzen Menge von Problemen entledigt sein:

- Sie ist nicht mehr angewiesen auf "Schönheit und Jugend", um ihren Mann zu beeinflussen- sondern allein auf ihre "weibliche Macht" (loving female authority)
- Sie hält einen Schlüssel in der Hand zu den "verdeckten", "dunklen" Seiten im Wesen ihres Mannes, die aufschliessen kann.
- Sie kann bei ihm mehr und einfacher erreichen was sie will ("er macht es endlich!")
- Sie gibt der männlichen und ewig "unerfüllten Sexualität" Ziel und Richtung, nimmt ihr damit die (selbst-) zerstörerischen Effekte, ohne dass sie dazu selbst Dinge tun müsste, die sie nicht will.
- Sie erreicht ein hohes Mass an Unabhängigkeit und Freiheit für sich selbst.

Dieses gilt je mehr, desto authentischer sie sich auf ihre "Weiblichkeit" verlässt und je intensiver ihr Mann auf ihre spezifische weibliche Autorität anspricht.
Zu diesem "Ansprechen" gibt es einen Schalter, den "Frau" umlegen kann; dann entdeckt sie plötzlich ihr riesiges Potential in sich, welches sie kaum für möglich hielt. Dann beginnt ein spannender Prozess für beide, Mann und Frau.

Es ist ein Spiel und es ist auch ein bisschen ernst, es ist ambivalent und es funktioniert -mit Glück.
Es funktioniert aber weit besser, wenn Elemente von D/s, also von Dominanz und Submission im Spiel sind- mit Humor, mit Ernst und Konsequenz.
Das ist so, weil im Falle von D/s sehr tiefliegende Ebenen des männlichen Bewusstseins erreicht werden, Ebenen auf denen er sich nicht wirklich gegen seine Frau wehren kann und will. Er will ihr dort dienen und gehorchen wollen und alles für sie tun.
Dies ist irrational und "verrückt", aber es ist so.
Ist seine Submissivität erst einmal aktiviert, dann gehört das Spiel oder die Szene "IHR": sie kann im Prinzip machen mit ihm, was sie will.
Ungezählte Berichte bestätigen dies. Es ist wie "magisch".
Es ist nicht nur bei mir und Amélie so. Mal mehr, mal weniger.
Der Lustgewinn kann für beide immens sein.
Die "praktischen Effekte" (siehe oben) für die Frau ebenfalls.

Man muss es halt ausprobieren.
Zur Ambivalenz von Spiel und Ernst wird demnächst hier noch mehr geschrieben werden, denn es ist ein interessantes Thema, inwieweit Paare eine "Weiblich Geführte Ehe" spielen, und inwieweit sie zudem oder sowieso "echt" sind damit.
Was das alles mit dem Valentinstag zu tun hat, weiß ich auch nicht genau.
Statt einen Floristentag zu haben könnten Mann und Frau über ihre Beziehung nachdenken.
Vielleicht ist die Erinnerung an das erste Verliebtsein von damals eine gute Möglichkeit und dazu heute - oder besser: ab heute mal wieder etwas Neues auszuprobieren.
Eine Idee also für die Unentschlossenen und Frauen wie Nadine (siehe hier), die vielleicht ihren Mann verstehen wollen, aber nicht wissen wie dies anzustellen ist.
Vorsichtig etwas ausprobieren!

Zum Beispiel ausprobieren , dass man sich mal wieder über intime Dinge austauscht.
Oder dass ein Mann einmal seiner Frau die Füsse küsst und Ihr dabei verspricht, dass, bevor er seinen nächsten Orgasmus haben wird, er ihr selbst zunächst dreimal zu einem Orgasmus verhelfen will. Oder Sieben... wann immer sie will. Wie sie will.
Und wenn sie erst einmal garnicht will, dass er dann eben warten wird und solange auch nicht "will".
Oder: dass er am nächsten Wochenende ab Freitag abend 18Uhr einmal ausschliesslich das tut, was sie möchte (auch wenn Sportschau ist.., selbst dann). Bis Sonntag 18 Uhr! Ausschliesslich, was SIE will (und nicht was er will, dass sie es von ihm wollte).

Klingt spannend finde ich, wenn man sich das mal klarmacht, was das alles bedeuten kann.
Darüber vorab schon einmal reden ist aufregend!
Siehe auch die Kommentare zu "Hinweis auf Kommentar" (unten) ,da schreibt Jürgen z. B. "Vielleicht kann auch dieser Beitrag einigen helfen, die Einsichten zu vermehren, bisher nicht Gewagtes zu probieren und Unausgesprochenes besser zu verstehen."
Voilà! Viel Spaß!

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