Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 16. März 2008

Full Service im Angebot (IV)

(Fortsetzung von Full Service im Angebot (III) )

Wie in Folge III beschrieben, war ich von meiner konsequenten Frau 'zurechtgestutzt' worden, fühlte mich aber keineswegs miserabel, sondern wie gesagt sogar ausgesprochen gut: Ich spürte deutlich dieses warme Glühen auf meinem Hinterteil, welches nur beim Hinsetzen und bei bestimmten Bewegungen noch etwas schmerzte und mich an sie und diese ungewöhnliche Begegnung mit ihr in der Küche erinnerte. Meine 'sexuelle Unruhe', die ich offenbar gezeigt hatte, ohne es zu wollen, war, wie immer nach solchen 'Sitzungen', nicht mehr so drängend und beherrschend, meine Zuneigung zu Amélie aber spürte ich voller Energie, auch mein Wunsch, ganz für sie da zu sein und zu tun, was sie von mir verlangte oder erwartete. Ein bekanntes Phänomen. Ich konnte Bäume ausreissen für sie.
Meinem Geschenk an sie (zum Valentinstag) entsprechend, wollte ich also gerne das ganze Wochenende ihren Wünschen folgen.

So bereitete ich also alles um so penibler für den "Damenabend" vor, den sie geplant hatte, und an dem ich als Helfer und Diener verfügbar sein wollte und sollte. Selbstverständlich erhielt ich von Amélie genaue Anweisungen, wie das Essen- ein leichtes Fingerfood- vorzubereiten sei. Ihre Freundin Lucille hatte selbst einen hohen Qualitätsstandart und galt als verwöhnt in kulinarischer Sicht. Ich habe schon einmal über einen Besuch dieser Freundin, die uns beiden sehr ans Herz gewachsen ist, berichtet (hier).
Die Saucen zum Lachs und den Krabben, das Brot, die Salate dazu- ich will es nicht im Einzelnen beschreiben, aber es waren eine Remoulade und eine selbstgemachte Sauce Cumberland dabei; alles war gut ausgedacht von Amélie und die Herrichtung wurde streng von ihr überwacht. Dazu waren der Champagner, Weisswein und Wasser zu vorzubereiten, ein passender, nicht zu leichter Rotwein für den Bedarf, später, richtig temperiert zu halten.
Die Vorbereitung der Wohnräume, die ich saugte und wischte, sowie mit dem Staubtuch durchzugehen hatte, benötigte ebenfalls seine Zeit. Am Ende hatte ich mich selbst erneut zu reinigen (duschen) und dann dieses rote Damenhöschen anzulegen (unsichtbar natürlich), welches sie mir zugedacht hatte, wohl um mir eine "entmännlichte" und unterworfene Position -für andere im Normalfall unsichtbar- zu verpassen. Dazu trug ich darüber eine schwarze Hose und ein weisses Hemd, wie eine Andeutung von 'Service' eben.
Ich bin kein begeisterter Damenwäscheträger, das heisst, ich ziehe keinen Lustgewinn daraus, Damenwäsche am Körper zu tragen. Das sollte man aber eigentlich haben, um die Unbequemlichkeit besser ertragen zu können, wenn man sein Geschlecht irgendwie in einem "scharf geschnittenen" Damenhöschen unterbringen will: es funktioniert nämlich gar nicht, nichts findet ausreichend Platz und Halt, die Dinge werden irgendwie zusammen und beiseite gedrückt und vermitteln ein unkomfortables Gefühl von Enge, welches ich als störend empfinde.

All dies war spürbar und mir bewusst, als es klingelte und Lucille in der Haustür erschien.
Lucille ist groß und sportlich und hat im Kontrast dazu einen recht grossen, weichen Busen, den ich allerdings - dies sei klargestellt- , nur vom Ansehen und -zumindest halb-bekleidet kenne.

Wie schon erwähnt hatte Amélie mir im Vorgriff sehr hangreiflich zu Verstehen gegeben, dass allzu gierige Blicke auf Lucilles Dekolleté einen unerzogenen, tölpelhaften Eindruck machten und mir also untersagt waren. Natürlich würde Amélie jede Unterstellung von Eifersucht zurückweisen, dies schon allein deshalb, weil sie selbst natürlich nicht nur in dieser Hinsicht keinen Vergleich mit Lucille zu scheuen brauchte das schreibe ich nicht nur, weil sie dies sicherlich demnächst lesen wird…).
Amélie schätzt es durchaus, dass und wenn ich für die Reize der Frauen empfänglich bin, schliesslich will sie, dass ich freiwillig bei ihr bleibe und nicht wegen unterdrückter Gefühle oder gar aus Mangel an 'männlichem' Antrieb. Sie findet aber eben, dass der zivilisierte Gentleman sich nicht wie ein Kaninchen verhält, was immer sie damit meinen könnte.

Sie hatte einmal gehört, dass die traditionelle chinesische Frau nach Konfuzius zu ihrem Mann sagt: Appetit holen kannst du überall, aber gegessen wird zuhause.
Eine weise Regel, finde ich, nicht ganz ungefährlich, aber doch meistens wirksam und für den Mann in den meisten Fällen: zumutbar.

Ich würde also Lucille heute abend bestenfalls in die Augen sehen und ihr nicht so oft auf den Busen starren und das auch nur, wenn es möglichst keiner bemerkt; jeder Schuljunge muss bereits lernen , wie man das macht.
Nachdem ich ihr aus dem weiten Mantel geholfen hatte und bereits in ihrer Duftaura gefangen war, konnte ich schon im Augenwinkel wahrnehmen, was der 'Stein des Anstosses' sein könnte, wenn ich nämlich auch nur einen Moment unachtsam mit mir selber wäre und meinen Blick auf das warf, was sich in diesem Fall mit dem Wort Dekolleté nur unzureichend beschreiben lässt:
Man musste es einfach himmlisch finden.

Eine Herausforderung also.

Amélie erschien, auch sie hatte sich zurecht gemacht und ihr Outfit stand an Raffinesse und weiblicher Eleganz dem ihrer Freundin in nichts nach, wenn es auch -bewusst- deutlich dezenter wirkte. Obwohl beide bereits die besten Jahre einer Frau erreicht haben, verstanden sie es klüger als viele junge Frauen ihre Vorteile zu inszenieren und ihre 'Schwachstellen' unsichtbar zu machen. Für mich ist es so.

Die Damen küssten und herzten sich und versanken anschliessend unmittelbar in den Fauteuils mit einen nicht enden wollenden Redeschwall.
Es war bald sehr gemütlich im Wohnraum. Die schicken Schuhe lagen allesamt verstreut auf dem Teppich, die langen nackten Schenkel und Füsse beider Damen elegant auf Fusshockern.
Lucille hatte zudem ihre Strickjacke abgelegt und zeigte zu allem Erwähnten auch noch entblösste Schultern. Nun war ich wirklich in Nöten, denn wo sollte ich hinschauen, um nicht gänzlich als Eunuch zu erscheinen. Und schliesslich musste man irgendwie in ihre Näghe blicken, um beim Nachschenken nicht daneben zu giessen, oder?

Lucille war schnell eingeweiht, dass ich heute -aufgrund eines Geschenkes an Amélie eine ausschliesslich dienende Rolle haben würde, sie könne sich dieses Umstandes, d.h. meiner Person, deshalb "jederzeit" bedienen, was natürlich zu kleinen Anzüglichkeiten führen musste, wie zum Beispiel "..macht er wirklich alles??"- und zu Gekicher.
Lucille war begeistert, ihr Mann würde sich so eine Geschenk nicht im Traum einfallen lassen.
Also war es klar, dass ich heute der Diener im Hause war, zur freien Verfügung der Damen, ein Gedanke, der mir durchaus Herzklopfen bereitete, auch wenn ich zugeben muss, das jegliche erotischen Fantasien diesbezüglich deplatziert waren.

Mich hielten sie also dauernd 'auf Trab', denn es gibt vielerlei Wünsche, die Frauen entdecken, wenn es einen gibt, der sie besorgen will. Nicht nur was Essen und Trinken angeht, es mussten auch Urlaubsfotos, Zeitschriften mit entlegenen Artikeln über Pferdezucht und Jeansjacken, edle neue Handschuhe und der neue Pullover gesucht und herbeigeschafft werden, so wie hier und da etwas aufgewischt, wo etwas auf dem kleinen Tisch danebengegangen war.
In den 'Leerzeiten' konnte ich in der Küche Aufräumarbeiten in Angriff nehmen.

Soweit ich das Gespräch mit verfolgen konnte ging es zunächst um alles, was Frauen brennend und Männer überhaupt nicht interessiert.
Im späteren Verlauf konzentrierte man sich aber doch auf Anderes und Persönlicheres.
Lucille ist eine schienbar resolute Frau, die ihr Pferd, ihre Hunde, ihr Personal und ihre Kinder nach einem fairen Prinzip von 'Zuckerbrot und Peitsche' (wobei letzteres allenfalls beim Pferd wörtlich zu nehmen war) absolut 'im Griff' hatte und erfolgreich regierte und steuerte.
Im Herrschaftsbereich von Belohnung und gelegentlicher Konsequenz oder gar Bestrafung schien allerdings nicht ihre Ehe mit Norbert zu liegen, in der sie eher eine unterlegene Rolle spielte und dies 'eigentlich' auch so in Ordnung fand. Wir berichteten bereits darüber.

Ihr Mann, Norbert, ein ziemlich beschäftigter Banker, entzog sich vollends ihrem Einfluss, neigte zu familiärer Teilnahmslosigkeit, lausigem Machoverhalten im Bett und ....schien auch nicht immer treu zu sein, was Lucille bei seinen vielen Auslandsaufenthalten auch schwerlich in der Kontrolle haben konnte.
Ein klassicher Fall das Ganze.

Es dauerte nicht lange, da fiel der Blick auf mich, als ich vom Champagner nachgoß. Lucille machte mir Komplimente, was für ein mustergültiger Ehemann ich zu sein schien und mehr Komplimente noch an Amélie die sie fragte, wo sie "so einen wunderbaren Mann" wie mich gefunden habe und an sich binde.

Amélie lächelte geheimnisvoll, sichtlich geschmeichelt und entgegnete ihr, das sich soetwas nicht finden, wohl aber zurechtbiegen, sprich: heranziehen liesse.
"Du meinst, ohne dich wäre er genauso ein Macho, wie mein Norbert??" Amélie sagte klar: ja.
Sie sprachen bereits über mich, als sei ich gar nicht im Raum, ein Zeichen, dass meine Rolle allseits akzeptiert war.
"Da sind sie alle gleich, wenn sie nicht ab und an was auf den Arsch bekommen.." entgegenete Amélie, mich breit anlächelnd. Lucille lachte auch, das gefiel ihr, doch ihre Reaktion zeigte, dass sie es nicht buchstäblich verstanden hatte, sie sagte:
"Ich verstehe, was du meinst, mein Norbert würde mir aber was husten, wenn ich ihm Vorschriften machen wollte, schliesslich schleppt er die Kohle heran..!"
Zu meinem Ärger wurde ich von Amélie jetzt eiskalt ausgewiesen und in den Keller geschickt um 'vorsichtshalber' noch nach Wein zu sehen, den ich dann im Kühlschrank vorhalten sollte.

Als ich nach einer Weile zurück in den Wohnraum kam, waren sie offenbar schon bei den modernen Lebensstilen angelangt, wie dieses zum Beispiel eine Weiblich bestimmte Ehe sein könnte. Es wurde spannend. Das Thema des Wochenendes war schliesslich mein Wunsch gewesen sozusagen.
"Wenn du diesbezüglich immer nur tust, was, wann und wie er es will, musst du dich auch nicht wundern..." hatte Amélie gerade gesagt. Mir war klar, dass sie soeben bei den beschränkenden Massnahmen im Sexualleben einer Ehe angelangt war, mit denen in unserem Fall so überaus erfolgreich operiert wurde.
"Und das lässt sich Achatz so ohne Weiteres...gefallen?" erwiderte Lucille, wobei sie beim letzten Wort ihre Stimme senkte, denn nun hatte sie mich zurückkommen sehen.

"Danke, es ist genug erstmal", sagte Amélie zu mir, fast etwas ärgerlich, sie ergänzte: "ich rufe dich schon, wenn ich dich wieder zu etwas brauchen kann" und wandte sich gleich wieder mit etwas gesenkter Stimme Lucille zu, bis ich die Tür von aussen geschlossen hatte.
Mir wurde heiss und kalt.
Wenn Amélie jetzt unter dem Einfluss des Champagners und der Klagen Lucilles dazu übergehen würde die Weiblich Geführte Ehe zu propagieren..., wer weiß, vielleicht käme sie doch noch auf den Gedanken, ihrer Freundin die Spuren, die sie mit konsequent- weiblicher Hand und ihrer Reitgerte auf meinem Hintern hinterlassen hatte, vorzuführen:
sie brauchte nur zu verlangen, dass ich den Damen meine Hinterseite präsentierte, mit dem unsäglichen Höschen, welches ich herab zu ziehen hätte, um jene Spuren, die noch deutlich sichtbar waren, offenzulegen....
Faszinierende Vorstellung! Würde ich aber nicht tun...alles kann mal zu weit gehen, dachte ich.
Natürlich würde Amélie es kaum wagen, die Situation meiner Unterwäsche und die Farbenpracht darunter der Freundin offenzulegen oder ihr gar das Foto auf dem Handy zu präsentieren, auf dem sie mich nach unserer Strafaktion festgehalten hatte. Nein, in diesen Dingen war ihr die absolute Diskretion bisher immer das Wichtigste. Aber man wusste nie bei ihr.... Ich war erst einmal verunsichert.

Zumindest aber würde sie Lucille früher oder später -zunächst einmal ohne die eigenen Verstrickungen zu nennen, in Teile der Mysterien und Möglichkeiten einer Weiblich Geführten Ehe einweihen, das spürte ich.
Amélie liebt es an Grenzen zu gehen, und ich wurde Gefühl nicht los, dass sie in Lucille eine Freundin sah, die sie vielleicht eines Tages auch ganz einweihen könnte in die Dynamik unserer Ehe, wie wir sie seit einiger Zeit 'lebten', mehr und weniger. Gab es erst eine 'Mitwisserin', würde sich unser Leben vielleicht zusätzlich verändern, wer weiß.

Die Damen schienen sich heute abend bestens zu verstehen, wie meistens, wenn sie ungestört beieinander waren. Meine Gegenwart war unerwünscht, so wurde ich gebeten, bzw. mir wurde 'erlaubt' mich 'zurück zu ziehen' .
Ich verzog mich ins Bett.
Mein Abend war indessen noch nicht beendet. Es wurde zwar spät bei den Damen, aber das bedeutete nicht, dass meine Frau nicht tief in der Nacht noch einmal auf meine 'Dienstbarkeit' zurückgriff und mich in den Wohnraum orderte.
Wollte sie mich etwa vor der Freundin auf die Probe stellen?

Doch davon in der nächsten Folge.
(wird fortgesetzt)

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