Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Full Service im Angebot (III)


(Fortsetzung von Full Service im Angebot (II) )

Natürlich beeilte ich mich. Brachte meine Klamotten in den Keller zur Waschmaschine und sah die Reitgerte an einem Haken hängen gleich an der Treppe unten. Warum die im Keller war, die sie normalerweise im Reitstall aufbewahrte, konnte ich nur ahnen. Die Verwendung in unserem Haushalt war zwar nicht ganz ungewöhnlich, wie man hier annehmen kann, allerdings findet die Disziplinierung des Ehemannes durch seine liebevolle Frau bei uns nur sporadisch statt und eher mit "Gelegenheitsobjekten" wie Badeschlappen, Kochlöffeln oder -bevorzugt- Haarbürsten schwerer Machart. Auch eine Jalousienstange aus Acryl ist mir in Lebhafter Erinnerung, aber das ist eine andere Geschichte. Die Reitgerte löste jedenfalls Herzklopfen bei mir aus. Das war keine Haarbürste....

Ich duschte also schnell aber intensiv, denn ein "rattiger" Geruch (ein Ausdruck, der neu bei ihr war) könnte alle meine Hoffnungen auf ein wie immer geartetes "Schäferstündchen" mit der Dame des Hauses vereiteln. Auf ein Deo verzichtete ich, dass war nicht angesagt.

Und fand mich -paradiesisch unbekleidet- rechtzeitig in der Küche wieder, legte die Reitgerte dezent auf einen Stuhl und ...wartete, so verlegen, wie es eben ist, wenn man leicht verunsichert und "schutzlos" herumsteht.
Ich war gefasst länger zu warten, denn das könnte schließlich schon ein Teil ihrer "Massnahmen" sein. Ich hörte und sah nichts von ihr, ich wusste nicht einmal, wo im Haus sie sich aufhielt. So konnte ich mich -leicht fröstelnd- meinen Vorstellungen hingeben.
Immerhin war diese Situation jetzt absolut ungewöhnlich: wir trafen uns sonst zu den intimeren Angelegenheiten eher nachts und eher an romantischeren Plätzen in der Wohnung: Sofa, Bett oder auch einmal auf dem flauschigen Teppich vor dem Fernseher. Okay, das ist länger her. Aber in der Küche?
Nun, es war eben angemessen. Schliesslich war ich jetzt "Service" am diesem Wochenende und gehörte dorthin, wo die Arbeit ist...
Ich stand nahe dem Fenster und überlegte, ob Frau M. vom Nachbarhaus hier hineinsehen könnte. Aber da stand Amélie schon hinter mir.
Sie sah hübsch aus mit der neuen Frisur, hatte sich ein wenig "frisch gemacht", duftete angenehm und lächelte mich an. Als ob sie meine Gedanken bzgl. Frau M., der Nachbarin erraten hätte, sagte sie: "die ist verreist, sie würde sehr bedauern, wenn sie wüsste was es heute zu sehen gibt in der Küche: Hühnchen rupfen mit meinem Mann..."
Ein bisschen wurde mir jetzt doch klamm.
Sollte ich etwas verbrochen haben, was ich vergessen hatte, und was sie nun ahnden wollte? Etwas Schlimmes? Wenn ich ehrlich bin habe ich meistens irgendetwas etwas Schlimmes verbrochen, wo dem ich nichts mehr weiß, bis mir Amélie drauf kommt.. und ausserdem, sie findet immer was.
Ich war also unsicher, ob dies ein Spaß oder eine schwierige eheliche Abrechnung werden könnte.
Um Zeit zu gewinnen und ein Gefühl für die Situation zu bekommen, machte ich einen kleinen Scherz: zu Rupfen gäbe es kein Hühnchen, allenfalls ein Hähnchen, wenn die Verkleinerungsform von Hahn überhaupt angemessen wäre....
Das war genau falsch, glaube ich.
"Okay" antwortete sie etwas schroffer als erwartet: "du bist zum Scherzen aufgelegt, ich aber nicht!" Sie funkelte mich ärgerlich an: "..und aus einem geilen Hahn ist schnell ein zitterndes Hühnchen gemacht, wenn ich will. Was es zu rupfen gibt, wirst du mir gleich selber sagen..., glaubst du nicht?"

Spielte sie jetzt, oder war es ihr ernst? Jedenfalls spielte sie gut. Ich wusste, wenn ich ihre Echtheit bezweifelte, konnte sie wirklich ungemütlich werden. Das wollte ich mir angesichts meiner lächerlichen Nacktheit und der Gerte auf dem Stuhl nicht leisten.
Dieses gemischte Gefühl, man will es, man kennt es, und es ist trotzdem unangenehm.
Sie konnte auch sehr böse werden und hatte keine Hemmungen, ihren Zorn auch mal in ihre Schläge hineinzugeben, obwohl sie kein Verfechter von Schlägen als "wirklicher" Strafaktion war. Aber man weiß nie bei ihr.
Jetzt, wo doch schon alles so schön bereit lag, machte ich mir meine Gedanken.
Amélie war nicht nach langem Nachdenken zumute ...
"Bücken!" sagte sie kurz und trocken.
Ich folgte ihrer Aufforderung, beugte mich weit nach vorne und legte meine Hände auf die Arbeitsplatte neben der Spüle.
"Füsse nach hinten und Beine mehr auseinander..., so ist es gut", ihre Anweisungen waren knapp und präzise.
Ich senkte den Kopf zwischen meine Ellbogen und sah, nach hinten blickend, wie sie die Gerte vom Stuhl in die rechte Hand nahm, während ich selbst erregt war.
Sie strich mit der Gerte, wobei sie kleine Klopfer machte, mein Gesäß. Sie ließ sich Zeit damit.
Sehr viel Zeit, die mich in eine spezifische Stimmung versetzte....
Sie berührte dann von hinten die empfindlichsten Gegenden zwischen meinen Beinen mit der Gertenzunge, dem kleinen Lederlappen an der Spitze. Das erregte mich.
Dann plötzlich sirrte vernehmlich es in der Luft und es landete ein erster Hieb mitten auf meinem Hintern.
Eher noch angenehm. Zum Anwärmen. Sie fuhr wieder sanft mit der Hand über meinen Rücken, beugte sich vor zu meinem Ohr, dass ich ihren Duft wahrnehmen konnte und flüsterte:
"...da habe ich mich schon den ganzen Tag drauf gefreut..., jetzt bist du fällig".
Nach einigen Sekunden Gedankenpause folgte ein zweiter Hieb, diesmal erheblich schärfer und mit Biß.
Ich nahm mich zusammen. Ich wollte beinahe mit meinem Hintern ausweichen, aber Zurückweichen konnte sie nicht leiden, das wusste ich.
Es würde Schlimmeres kommen, wenn es schon so begann, das war klar.
Zack und Zack: Nummer 3 und 4, die waren bereits unausstehlich und mit diesem deutlichem zweiten Nachglühen tief aus dem Muskel meiner Hinterbacke.
"Angekommen in der Wirklichkeit? ", fragte sie leise, und, als ich zu erkennen gab, dass ich noch nicht genau wüsste, ergänzte sie: "das ist erst der Anfang... das Wochenende hat ja noch nicht einmal begonnen."
Ich stand ziemlich unbequem, meine Knie zitterten bereits.
Mit dem letzten Wort legte sie wieder los, mehrmals. Ich habe nicht mehr gezählt. Es brannte höllisch, und natürlich bereute ich jetzt die Szene.
'Wie kann man bloss so blöd sein und sich freiwillig so seiner Frau aussetzen?'
Meine Güte hatte sie plötzlich eine Kraft im Handgelenk!
Das zu spüren war aber gleichzeitig wieder erregend, sobald ich wieder Luft holen konnte.

Die 'Nähe meiner Frau' war plötzlich die Urkraft, die mich voll ausfüllte, nach der ich mich wieder lange gesehnt hatte. Es war und ist ihre Nähe und auch diese Art von Nähe, die mir gut tut, auch wenn sie mitunter schmerzt, das war mir voll bewusst.
Es erzieht mich, lenkt mich, formt mich und zieht mich magisch an.
Und dabei das dankbare Gefühl, dass sie es auch für mich tut.
Amélie schnaufte, als sie sich (und mir) eine kleine Pause gönnte :
"Da sieht man doch schon was", sagte sie stolz.
Unvermittelt ging es weiter.
Es folgte wieder eine Serie biestiger Schnitte auf meiner Haut. Ich fing aber an, mich langsam etwas daran zu gewöhnen, mehr ertragen zu können, auch wenn ich glühte... sie balancierte mit mir auf so einem Grat, so dass meine Hingabe und mein Einverständnis zunahmen.

Die nächste Pause war dann etwas länger: Nun kam eine Befragung: sie wollte wissen, wann, wo und auf welche Weise ich zuletzt Sex gehabt hätte. Mit ihr natürlich, lange her, in den Weihnachtstagen, das müsste sie doch wissen, sagte ich.
"Und wann hast du zuletzt... onaniert?" schon wieder ein ungewohnter Ausdruck bei ihr.
Ich war völlig überrascht von der Frage und antwortete wahrheitsgemäss und nannte ein Datum, ...es war auch schon länger her, und nur dies eine Mal seit Weihnachten.
"Da schau einer an" sagte sie "deine Meinung zur Masturbation, wie du sie im Blog verkündest, klingt aber anders.. dort schreibst du, wer masturbiert, übt Verrat an seiner Frau.."

Ich wusste nicht genau, ob ich das so geschrieben hatte, aber sie hatte natürlich recht, wie fast immer.
Mir fiel nur dazu ein, dass sie mir immer signalisiert hatte, es sei ihr egal, was ich "im Notfall" täte.
"Ausreden! Notfall..!" äffte sie mich nach.
"Den Notfall kannst du gleich haben: es interessiert mich tatsächlich eigentlich nicht, was du mit deinem Schwanz machst, nur musst darauf gefasst sein, dass du ab und zu den Arsch vollkriegst wegen ihm.., so einfach ist das."
Zak! Das war ihre Art von Logik. Sie tat weh.
Sie lachte leise und klatschte die Reitgerte nochmals auf meine Rückseite, diesmal etwas weniger heftig, so dass es mich wieder anmachte.

"Achja" setzte sie fort: "Noch eine Kleinigkeit", und damit hatte ich wieder einen ziemlichen Beisser auf der Arschbacke, "es passt mir überhaupt nicht, wie du unserer Freundin Lucille immer wie ein Schuljunge auf den Hintern und die Titten starrst.. es ist einfach ungezogen!"
"Oh," sagte ich und zuckte schon unter der nächsten giftigen Attake zusammen. während ich weiter sprach. "Ich bin nun mal ein Mann, aber ich werde ja gerade erzogen" gab ich stöhnend und mit zittriger Stimme zur Entschuldigung und, nach einem weiteren sirrenden Knipser "ich werde versuchen, mich das nächste mal zu beherrschen, okay?"
Ich wusste, das war nicht ganz das, was sie hören wollte, aber ich wollte mich auch nicht ganz verleugnen.
Zu meiner Verwunderung beendete sie fürs erste ihre Aktion. Stattdessen sagte sie: "und jetzt zeig mir doch wieder einmal, wie du onanierst, ich habe es vergessen, los, es ist ein 'Notfall'- bleib so stehen wie jetzt und nimm nur Deine rechte Hand dazu und zeig es mir, aber wehe Du beherrscht Dich nicht."
Ich war natürlich erregt, aber es war mir sehr peinlich so, trotz ehelicher Vertrautheit ist mir das Herumspielen an mir selber vor ihren Augen immer peinlich gewesen. Jetzt schwitzte und zitterte ich, aber ich hatte keine Wahl und tat wie mir aufgetragen war.
Ich ergriff also "die gefüllte Praline" (ein Lieblingsausdruck von hier) mit der Rechten und begann mich zu reiben, den Hintern nach wie vor ihr entgegengestreckt, so dass sie jeden Moment wieder darauf schlagen konnte.
Es war wie die totale Entblößung und Preisgabe.
Ohne dass ich es bemerkte, hatte sie inzwischen ihr Handy hervorgeholt, auf meinen Hintern gerichtet und schoss jetzt ein Foto: rot gestriemt und in "flagranti".

"Das reicht jetzt auch schon..." befahl sie knapp, stolz auf ihr kreatives Foto schauend.
Sie zeigte es mir: es war natürlich großartig. Ich sah keineswegs auch nur irgendwie attraktiv oder gar erotisch aus. Einfach nur peinlich.
Ich spürte Bewunderung für sie, dass sie sich trotzdem meiner annahm. So muss man es sagen.
Sie ist die grossartigste Frau auf der Welt!
Aber niemand auf der Welt würde so ein Foto sehen dürfen, das war klar.

"Du kannst heute abend deine gute Erziehung vor Lucille beweisen. Sie kommt nämlich um acht zu mir, wir wollen einmal einen Damenabend haben. Du wirst uns was Feines zu Essen servieren, Getränke bringen und dich bereit halten für ...unsere weiteren Wünsche. Sie freut sich schon. Und wenn du nicht spurst, werde ich ihr in deinem Beisein erzählen, dass du am ... (sie nannte das Datum) onaniert hast und wenn du das zweite mal nicht spurst, werde ich ihr dieses Foto zeigen..., was hälst du davon?"
Ich war baff. Unser Abend?? Mit Lucille? So ein Mist!
"Das ist gemein und strafbar" maulte ich, "und ausserdem ist es Erpressung"

"Du bist strafbar.." lächelte sie zärtlich,"ich hoffe du spürst es noch eine Zeit".
Ja, ich würde es noch lange spüren.

Die Prozedur hatte mir ausgesprochen gut getan. Seit langem hatte ich mich nicht mehr so erfrischt und stark gefühlt und... voller Liebe und Hingabe für Amélie, die ich in diesem Moment wieder einmal grenzenlos bewunderte für ihre strikte Art, mit mir umzugehen.

Ich hatte also erst einmal die Wohnräume aufzuräumen, zu saugen, das Essen und die Getränke für die Damen zu richten.
"Und wenn du damit einigermassen fertig bist, darfst du dich wieder anziehen und ziehst dieses zuerst an!" Sie warf mir das schicke rosa Damenhöschen zu, welches ich heute nachmittag vermeintlich für sie gekauft hatte.... "auch dieses könnte man nach Erfordernis Lucille vorführen....", sie lachte.

Das konnte ja aufregend werden, mit unserem Wochenende! Eigentlich war mir nach dem anstrengenden Nachmittag und der schweisstreibenden Begegnung mit der "Liebenden Weiblichen Autorität" nach allem anderem zumute, als zwei ständig plappernde Frauen zu bedienen und mich gar noch bloßstellen zu lassen.

Meine Blicke auf andere Frauen verletzten sie manchmal, auch wenn sie es sonst nicht zeigte. Ich sagt es ihr, das es mir leid täte.
"Ist schon okay," sagte sie "ich kenne dich ja, du kannst es heute abend besser machen...",
was immer das heissen sollte.
Oder wollte sie mich etwa "verleihen" an Lucille? Auch so etwas hatte ich schon mal gelesen, dass es das gibt. Aber Bloßstellen und "Verleihen" als Lustsklave, das war nicht Teil unseres Übereinkommens. Gemischte Gefühle. Ich verkneife mir jetzt hier zu schreiben, was ich von "Verleihen" halten würde. Meine Energieen waren wieder einmal, wie es sich in einer solchen Weiblich geführten Ehe gehört, voll auf Amélie konzentriert. Zu 100 Prozent!
Das Wochenende hatte gerade erst angefangen, ich war bestens "zurecht gestutzt" - oder soll ich sagen "erzogen"- für's erste und stand unter einiger Spannung, wieder einmal willens, alles zu tun, was Amélie von mir verlangen würde.

(wird fortgesetzt)

Kommentare:

Richard hat gesagt…

Lieber Achatz

Amélie ist, wenn sie im Form ist wunderbar. Sie nützt deine Angebot richtig aus. Jetzt nimmt sie Dir mal richtig dran, und geniesst es auch. Das ist nur gut so. Sie hat sich nun auch zu den Reitgerte entschlossen. Es geht, wie Du schreibst nicht um den Schmerz, aber um die Bezauberung des ganzen Ritual. Auch Amélie lernt dazu, wie sie mit ihre böse Buben umgehen muss. Deine Geschichte wiederspiegelt das, auf was ich immer noch warten muss.

Mit Gruss

Richard

Roswitha hat gesagt…

Oh la la! Die fabelhafte Welt der Amelie. Sicher kennst Du den Kino-Film. „Sie wird ihr Leben verzaubern“ wurde der Film in der Vorschau angeprießen. Das scheint nun wahr zu werden.....
Oh je, lieber armer Achatz, mir scheint die liebe Amelie hat etwas von meinen Vorgehensweisen gelesen und sich jetzt daran erinnert, wie man mit bösen Buben verfährt, die heimlich an sich herumspielen. Ich bin amüsiert darüber, bin aber auch verwundert übers Richards positive Kommentierung, wo er mich doch so gescholten hat, für meine Methode, dem Mann das Onanieren auszutreiben und ihn über seine intimsten Dinge zu verhören. KGB-Methoden wären es, wenn ich den Mann dazu zwinge vor mir mit Wahrheit herauszukommen, was seine sexuellen Heimlichkeiten und Schwächen betrifft.

Ich verspüre beides dabei, Zorn und Zärtlichkeit. Mein Mann hintergeht mich und weil ich das nicht dulden kann, bekommt er seine verdiente Strafe. Das ist Akt eins, weshalb ich zornig bin. Ich will also sehen und hören, ob er sich mit Disziplin und Gehorsam an mein verordnetes Verbot hält. Die Schwierigkeit darin liegt sicher darin, dass ich ihn Tag für Tag provoziere, um seine ganze Aufmerksamkeit und letztendlich seine ganze aufgestaute Lust und Erregtheit ganz allein für mich beanspruchen zu können. Wenn er mir also etwas zu beichten hat, was mir missfällt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Strafe ziemlich hoch. Im Gegensatz zu Amelie ist es mir nicht egal, was der Mann mit seinem Schwanz treibt. Meine Philosophie ist es, genau diesen Notfall nicht zu zu lassen, und wenn es ihn noch so juckt. Ich habe es ihm verboten und das gilt genauso wie für andere Ungezogenheiten. Eine männertypische Ähnlichkeit besteht scheinbar ja auch in anderen Belangen, wo sich der Mann erdreistet auf andere weiblichen Reize zu schielen. Bei Euch ist es offenbar Lucille. Ich hatte voriges Jahr auch schon meine Freundin Lydia erwähnt, die bei unseren regelmäßigen Treffen in einer Piano-Bar recht gewagt von ihrer Tangostunde kommt und natürlich meinen Mann verleitet, ihre Reize zu bespitzeln. Dieses strikte Verbot einzuhalten ist eine schwierige Prüfung für ihn, das mag schon sein. Es ist jedoch eine Anforderung, die ich an ihn stelle, sich diszipliniert zu verhalten, wenn er sexuellen Anreizen ausgesetzt ist, das gilt für die meinen und erst recht für fremde Reizzonen. Wehe, wenn ich ihn dabei erwische. Nicht bei Lydia und bei keiner anderen Frau irgendwo und auch bei mir sind taxierende Blicke strikt untersagt. Zum anderen ist es eine Verstoß gegenüber seinem Versprechen, mir zu gehorchen. Es ist eine gute Gehorsamsübung, sich nicht für andere Frauen zu interessieren. Klar, dass mir gelegentlich so einiges auffällt, schließlich habe ich auch Augen im Kopf. So wie Annette es beschrieben hat, sind ja durchaus einge Rassefrauen unterwegs, wo Männeraugen sich dann wie angekelbt an ein paar Beine oder Brüste heften. Mitunter komme ich ihm dann dahinter, mir nicht ganz die Wahrheit zu sagen, wenn ich von ihm alles hören will, was er zu meinen Feststellungen zu sagen hat. Es steckt also einiges an Straffälligkeit oder auch nur Verdacht dahinter und deshalb ist es doch ganz klar, was die Folge ist. Also, so wie es Amelie auch gemacht hat: nackt ausziehen lassen, zur Rede stellen, vielleicht ein Kissen unter den Bauch, schön vorbeugen, Beine breit, und dann heißt es tapfer sein.
Wer nicht hören will, und den Verlockungen des Alltages nicht standhalten kann, muss fühlen. Das tut dann auch weh. Meine oft schon beschriebene Sexualisierung des Alltages in meinem eigenen Wirken nehme ich ihm nicht ganz so übel. Dennoch soll er lernen, sich zu beherrschen. Wenn ich mit dem Rohrstock fertig bin folgt sowieso Akt zwei: Zärtlichkeit. Das ist das liebevolle Auffangen des nervösen, zitternden Mannes, der im Stadium der erhaltenen Hiebe folgsam und artig Schwüre für künftige Einhaltung der Disziplin und absoluten Gehorsam leistet. Freilich drohe ich für das nächste Mal das doppelte an. Dabei ist er so anschmiegsam und anhänglich wie ein junges Kätzchen. Liebe und Treue schwört er mir aus tiefster Seele und gerade in diesem Stadium lasse ich mir diese Tiefe Verehrung beweisen. Der Stuhl neben unserem Ehebett wurde seit der Aufnahme von Femdom-Regeln für unsere Ehe zu meinem Thron. Von diesem Thron aus kann ich alles bekommen. Ob es eine Tasse Tee ist oder wie im Stadium nach einer verabreichten Strafe eine wohltuende Demonstration seiner Verehrung mit unaufhörlichen Küssen, wo ich es ihm erlaube. Das ist so eine Art Wiedergutmachungs-Zeremonie, wo ich ihn auch ganz nah an mich drücke und heiße Zungenküsse mit ihm tausche. Ich spüre dabei sein wild pochendes Herz. Zu Akt zwei zähle ich auch, mit dem Schamgefühl tief unter die Haut des Mannes zu gehen. So wie Amelie lasse auch ich mir süffisant zeigen, wie er es mit sich selbst macht. Nackt vor mir, schutzlos und peinlich vor meinen Augen. Ich lasse es mir bis ins kleinste vorführen und schildern, was ihn dabei erregt. Mit KGB-Methode, denn noch immer ist der Rohrstock in der Hand oder griffbereit. Mein Mann hat es in der Hand, ob ich mit Einfühlungsvermögen und Güte reagiere, oder mit einer weiteren Züchtigung fortfahre. Das ist mal so, mal so, je nach dem. Selbstverständlich ist die Vorführung nicht einhergehend mit einem Samenerguss. Gerade bis zur Kante muss er es tun, also vor der Zielgeraden rechtzeitig abbrechen. Dann übernehme ich das Steuer und drücke meinen Mann dabei fest an meinen Körper. Ich streiche über seinen Kopf und verzärtele ihn mit Worten. Es ist als tröste ich ihn für seine Erregtheit und jongliere wieder mit seinen Fetischen. Ich lasse es mir leise aufsagen, was ihn an mir erregt und was er sich wünschen würde. Es kam schon vor, dass ich mit meiner Hand seine Eichel nur sporadisch berührte und damit das Malheur auslöste. Wenn ich milde gestimmt bin, darf er alles berühren und küssen. Der nächste Akt drei ist Sex. Ich bestimme nun wie es weiter geht. Nutze ich die „gefüllte Praline“ im Stadium des absoluten Verlangens, wo ich mir sicher sein kann, dass mein Manfred alles für mich tun wird und sich anstrengen wird, um meine Lust mit einem Orgasmus zu befriedigen. Oder schicke ich ihn weg und frustriere ihn, vielleicht sogar mit einer Karenz als zusätzliche Strafe zum Nachdenken. Oder lasse ich mich von ihm befriedigen, ohne ihm den Samenerguss zu erlauben. Full Service nur für mich. Und das alles nur wegen der übertriebenen Begeisterung für eine aggressive Weiblichkeit, die diesen sonst so grundsoliden Mann zur Marionette macht. Süchtig und abhängig ist er als zählten die Seide und der Chiffon meiner Unterröcke und Negliges zu den Giftstoffen. Noch mehr sind es die feinen Strümpfe aus Nylon und die raffinierten Dessous mit Spitzenverzierungen, die ihn seine Disziplin und den geforderten Gehorsam jeden Tag zur Zerreißprobe werden lassen.

Amelies Idee mit dem Foto ist erpresserisch gut und noch viel böser als meine KGB-Methoden. Richard, was sagst du dazu? Und noch ein rosa Höschen! Die Idee mit dem Bedienen bei einem Damenkränzchen ist ja nicht neu. Auch da kann ich auf Full Service von meinem Liebling zurückgreifen –zum größten Erstaunen der Damen, immer wieder. Es ist ihnen ein Rätsel und das soll ud wird es auch bleiben.

Zum Schluß aber noch eine kurze Episode im Stenogrammstil von unserem letzten Wochenende. Ein ewig geplantes Familientreffen mit schönem Essen in einem Wellness-Hotel. Vorher bekam Manfred eine wirklich satte Portion mit dem Rohrstock, die bewirken sollte, ständig daran denken zu müssen, weil der Hintern nicht aufhören will zu brennen. Hintergrund: Manfred neigt bei solchen Treffen unter Verwandten immer gerne zu einer gewissen Selbstherrlichkeit und Vorwitzigkeit, wenn man mir Bewunderung für meine Weiblichkeit schenkt. Es genügt dann, wenn ich ihn im richtigen Moment nur lächelnd anblicke, um ihn wieder auf die richtige Spur zu bringen. Auch das ist eine peinliche Angelegenheit, im Kreis der Familie mit einem glühenden Hintern zu erscheinen, den einem die eigene Frau verpasst hat. Da braucht es kein rosa Höschen mehr. Dennoch bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt.

Roswitha

Richard hat gesagt…

Liebe Roswiha

Natürlich war Amélie bös, aber sich gleichzeitig bewusst, dass sie auch Mitverursachrin war, dass Achatz sich selber befriedigen musste. Darum finde ich der Anpack von Amélie viel sympathischer und humorischtischer. Meine positive Bewertung bekommt Amélie von mir, nicht weil Achatz es jetzt so weit getrieben hat, aber weil bei ihre sonst so nüchtere Art, jetzt doch mal den Kragen geplatzt ist.
Sie hat eine ganz gerissene Anpack der Dinge um Männer zu Bewegen. Sie weiss ganz genau, dass ihre Peitschenhiebe zum Wohlergehen ihrer Mann dienen, darum weiss sie auch, dass er zusätzlich psychisch einen Druck als Strafe augesetzt werden muss. Ich glaube jedoch nicht, dass Amélie jemals diese Foto als Erpressung nützen wird. Ich, denke als eine Frau so etwas machen würde, wäre das Vertrauen und ihre Ehe dahin.
Für Deine Manfred ist es scheinbar gut, wie Du mit ihm umgehst. Du besitzt die fenomenale Eigenschaft, den ganzen Tag zu Sex aufgelegt zu sein. Das ist für eine Mann sicher nicht unangenehm, und hat er die Möglichkeit seinem Druck bei Dir los zu werden. Zwar muss er sich dann zuerst Dein spanischen Rohr über sich ergehen lasssen, was er sicher nicht unangenehm findet, aber er kommt, wie Du am Ziel. Jedoch im Alltag ist fast nicht möglich. Ich nehme an, dass auch Manfred seine alltägliche Probleme hat um auf seinem Arbeit zu überleben. Damit kommt Deine Rohrstock ihm als angenehme Ablenkung nur mehr als Willkommen.
In Deinem Schreiben bist Du zu direkt und stellst Dich eine Kadaverdizipline vor. Nun, glaube mir, die gibt es nur im Militär, und sogar heute nicht mehr. Warum würdest Du als schöne Frau sorgen haben über die Tatsache, dass Manfred bei andere Frauen selbsherrlich wird und schöne Augen macht. Schiesslich schaut jeden Mann gerne die weibliche Kurven an. Sonst wäre er kein Mann. Ausserdem sichert Manfred sich auf diese Art wieder eine Tracht prügel von Dir, was er auch gerne will. Du kannst ganz sicher sein, dass er an Deine Rohrstock hängst. Und um das geht es Dir. Roswitha, Meine Frau und ich sind etwas älter und können um unsselber lachen. Wir nehmen es nicht mehr so tierisch ernst. Wenn ich Gertenhiebe von mener Frau bekomme und sie sich nachher beklagt ihre Puls macht wegen der Anstrengung weh, mache ich sie einem Kompliment, dass ihre Hiebe gut angekommen sind. Zeige ihr meine Po und sage:"jetzt weiss Du, warum Deine Puls weh macht". Denn grinsen wir Beide.

Deine Patriarch Richard

Achatz hat gesagt…

ja, vielen Dank @Roswitha und @Richard für Eure engagierten Kommentare! Es gibt soviele Varianten Femdom zu leben und jedes Paar entwickelt seine eigenen Methoden und Wege. Zwar kann die Frau über den Stil frei entscheiden, aber sie wird vor allem das anwenden, was bei ihrem Mann wirkt im Hinblick auf das, was sie will, ist es nicht so?
Und sie weiss auch, welche Strafe ein Mann sich wünscht und welche er sich nicht wünscht, aber vielleicht braucht. Dann bekommt er eine Tracht aus irgendeinem Anlass, der eigentlich egal ist. So schien es mir zumindest bei uns gewesen zu sein. Das ist das Schöne an der FLR, dass "man" eben nicht alles in der Hand hat.
Und was den Puls angeht: es ist eben auch für die Lady ein ziemliches Training…

Anonym hat gesagt…

an Roswitha:

Hallo Roswitha

ich erlaube mir mich direkt an Sie zu wenden. Ich weiss allerdings nicht, ob dies so möglich ist.

Ich bin seit 7 Jahren verheiratet und habe seit jeher submissive Gefühle. Meiner Frau habe ich mich bereits ein erstes Mal vor einiger Zeit offenbart und erst kürzlich habe ich Ihr den Link zu diesem Blog gegeben. Ein Blog, welcher von seiner Substanz einmalig ist.
Im Moment ist noch keine Reaktion von meiner Frau erfolgt.

Ich wende mich an Sie um Ihnen einfach mitzuteilen, dass ich total beeindruckt bin, wie Sie die Männerseele durchschaut haben.
Ich finde Ihre Texte so entlarvend und treffend, ja anziehend zugleich, dass ich wirklich auch etwas Respekt/Angst von der weiblichen Führung in der Ehe habe.

Trotzdem sehne ich mich natürlich in meinem tiefsten Inneren danach.

Danke für Ihre Beiträge!

Ich hoffe noch mehr von Ihnen und natürlich den anderen Teilnehmern zu lesen.

Freundliche Grüsse

Reto

Richard hat gesagt…

Lieber Reto aus Bündnerland

Zuerst mal, Du muss nicht unbedingt auf die Konditionen - wie hier geschrieben einsteigen. Es gibt in der Femdom-Ehe auch viele persönliche Wege. Wichtig ist, dass Du auch erfahrst, was Deine Frau anmacht. Sobald, Deine Frau reagiert, kannst Du gemeinsam darüber Hirnen, wie man die Sache angeht. Ich möchte dies und Deine Frau möchte Dass.Zuerst mal zurückgehen, warum Euch einander geheiratet haben und nachher auf diese Basis Aufbauen. Ich glaube, nur so kommt man weiter. Es ist immer die Frage aus Männersicht: "Was hat mich an ihr so gefallen?" Umgekehrt gilt für Deine Frau die gleiche Frage. Nun, keine Angst, es kommt schon gut. Warten wir mal die Reaktion von Roswitha ab, was sie dazu meint.

Liebe Grüsse Richard

Anonym hat gesagt…

Hallo Richard

Besten Dank für die rasche Antwort.

Wie kommst Du auf Bündnerland?
Bin schon eher aus der städtischen Umgebung...

Was Deine Antwort betrifft, so bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich Dich richtig verstehe.

Back to the roots bei einer Beziehung ist sicher sehr gut.
Ich muss allerdings meiner Frau zuerst richtig verständlich machen, was ein FLR sein könnte und, dass ich es mit einer weiblich geführten Ehe ernst meine.

Im Moment hat sie sich diese Webseite leider noch nicht angesehen. Sie weiss kaum, was es bedeuten kann.

Ich denke diese Grundlage muss ich schaffen, damit wir in unseren Gesprächen in die Ausgestaltung der Beziehung eingehen können.

Wir haben es ja heute sonst recht gut. FLR ist da aber schon eine neue "Welt".

Was meinen "Respekt" und meine "Angst" betrifft, so habe ich dies vorallem auf die Macht der Frau bezogen. Ich will mich ja hingeben, es liegt tief in meiner Natur. Fürchte einfach, dass sie mich, wenn sie auf den "Geschmack" kommt, wirklich sehr/zu weit unterwerfen kann.

Heute bin ich mir nicht ganz sicher, ob dies wirklich gut ist.

Jedenfalls bin ich ziemlich beeindruckt von Roswithas Position!

Beste Grüsse

Reto

Richard hat gesagt…

Lieber Reto

Ueber Deine gewählte oder echte Vornahme folgendes:

Es war von mir nur ein Reaktion auf anhieb.
Es gibt keine Name in der Welt, welche so an ein Fleckchen Erde gebunden ist, wie Reto. Dass heisst nicht, dass Du auch in Bündnerland lebst, aber ich vermute stark, dass Deine Würzeln von dort stammen. Der Name Reto ist unübersetzbar und ist in jede Sprache gleich. Sie stammt nämlich aus der Römerzeit für die Menschen, die in die römische Provinz Rätien lebten. Rätien entspricht heute etwa Graubünden. Suche mal im Google, was über Rätien und die Rätoromanische Sprache geschrieben ist. Denn wirst Du meine Reaktion verstehen. Ich interessiere mich einfach für solche Sachen. Die Geschichte und heute sind unzertrennbar verknüpft.
Auf Deine andere Ueberlegungen komme ich noch zurück. Lese mal meine Beitrag "Domina und Liebe" hier im Blog zuerst, wo ich meine Jugenderfahrungen aufgeschrieben habe. Roswitha hat mich darauf ganz bösartig als masochistische Patriarch bezeichnet. Sicher hat sie nicht ganz unrecht, weil ich sie geschrieben habe, wo sie in meiner Augen zu weit geht. Deine Bedenken gegen eine Fendom-Ehe sind nicht unbegründet und es ist gut, wenn Du Dich vorher Gedanken macht. Aber gib mir etwas Zeit über Deine Wünsch nachzudenken. Aber jede Beziehung ist so unterschiedlich als das es Menschen gibt.
Dass macht es einerseits spannend aber anderseits auch schwierig. Denn schliesslich wollt ihr Beide auf einen grünen Zweig kommen.

Mit Gruss Richard

Achatz hat gesagt…

Lieber Reto...das ist interessant, mit dem Räteromanischen, dem ich mich ebenfalls sehr verbunden fühle… wie immer auch. Reto, Deine Bedenken sind sehr verständlich: es ist eine Kernfrage überhaupt. Wird meine Frau meine lustvoll motivierte Unterordnung nicht ausnutzen und mich als 'billige Hilfskraft' missbrauchen? Ich muss sagen, es kommt mir manchmal tatsächlich so vor. Aber das ist das Schicksal von vielen Männern in Ehen auch ohne FLR.
Was, wenn sie wirklich sadistisch wäre und sie mich zu Grunde richtet?
Auch das gibt es. In der Gefahr schwebe ich allerdings nicht. Aber Amélie hat selbst einmal gesagt, so etwas mache ihr bei sich selbst Angst, irgendwo sei es vorhanden……
Solche Fälle gibt es, keine Frage. Meine und unsere Devise ist: spielt damit, habt Humor und integriert in Euren Alltag, was sinnvoll ist.
Für mich heisst dass, ich vertraue mehr und mehr auf Amélies Art , so dass ich mich auch nicht unbedingt wiedersetzen muss, wenn etwas mir selbst als unsinnig oder überflüssig erscheint. Dann wird eben z.B. der Rasen zum zweitenmal gemäht an einem Wochenende, wenn Madame das will, dafür ist es eben FLR. Du solltest irgendwann ein gewisses, nicht blindes Grundvertrauen entwickeln. 'Weiblich geführte Ehe' heilt keine kraputte Beziehung, sie bereichert aber eine einigermassen stabile und liebevolle Beziehung.
Und "Mann" kann lernen, dass er nicht immer Recht hat.
Was die lustmotivierten Spiele angeht: Probezeiten machen, Wochenenden, wie immer auch- die Geschichten des "Full Service……" sind da doch vielleicht eine nette Anregung....
Und das Wichtigste überhaupt: drüber reden, aber nicht pushen. - Ist bei uns leider fast 'verboten', da Amélie keine Psychologismen liebt.
Dann kann man es so modellieren, wie es für beide passt. Roswithas Haltung ist sehr bezogen auf den Mann; sie hat tatsächlich eine Menge Ahnung von der männlichen Psyche und reagiert geschickt darauf, eben auch so, wie Männer es gerne haben.
Nicht alle Frauen, vor allem 'dominante', sind so drauf. Für sie liegt der Reiz in einer gewissen Vereinfachung des alltäglichen Abläufe bis hin zu (Männerthema!) einer sensibleren Sexualität- ich behaupte das jetzt einfach mal, dass für manche Frauen in einer FLR eine ihnen gemässe Sexualität überhaupt erst möglich wird, also : sie bestimmt und hat einen, der 'alles' für sie macht.
Wunderbar, wenn es so funktioniert.
Aber im täglichen Leben möchte ich das vielleicht gerne, bin aber auch ziemlich oft rebellisch und liebe meine Unabhängigkeit, die im vollen Kontrast vielleicht zu meinen sexuellen Unterwerfungs- Fantasien steht. Da fühle ich mich Richard sehr verbunden, der eine Menge Lebenserfahrung zum Thema mitbringt- "Domina und Liebe" ist für mich tatsächlich ein Klassiker, denn diese Geschichte enthält alle Elemente, die für einen so gestrickten Mann von Bedeutung sind.
Die Frau kann solche männliche Rebellion verwandeln indem sie geschickt seine Leidenschaften, eben auch die 'verborgenen', freilegt und 'gegen ihn' verwendet. Roswitha zeigt das sehr exemplarisch , und sie erreicht damit, was sie will.
Hat ein Paar seine Vision / Version einmal gefunden oder besser seinen eigenen Weg- denn angekommen ist man nie ganz- dann braucht sich keiner zu fürchten. Vertrauen, Humor und Liebe - von allem sollte ein bisschen da sein.
Und dann hat man viel viel mehr, als jedem 'Vanillapaar' jemals möglich wäre.
Ich finde als Einstieg für eine Frau immer wieder "Around Her Finger" wunderbar.
take care

achatz

Roswitha hat gesagt…

Manfred hat mich darauf aufmerksam gemacht, wonach sich ein Kommentator im Nachhinein direkt an mich gewendet hat. Er hat mir die Seite gezeigt und ich wende mich kurz dem Verfasser (Hallo Reto) zu. Achatz hat mir ohnehin schon aus der Seele gesprochen. Dennoch antworte ich und nehme mir vor, mich ausnahmsweise mal kürzer zu fassen und ich will mich auch nicht als Femdom-Guru hier engagieren. Nein nein, ich möchte hier nicht zum Consultant für weibliche Dominanz in der Ehe werden, auch wenn ich zugegebenermaßen reichlich Erfahrung mittlerweile habe und wie ich ehrlich zugeben muss, sind es sehr gute Erfahrungen (das muss ich Manfred zuliebe klipp und klar eingestehen).
Insoweit kann ich die Empfehlung an betroffene Frauen nur so weitergeben, sich zum einen sehr intensiv mit der Materie auseinander zu setzen und zum anderen sich dann den eigenen Mann als Forschungsobjekt vor zu nehmen und tief in seine Abgründe hinab zu steigen. Wer sonst als die Ehefrau sollte den Mann in seinen intimsten Neigungen in- und auswendig kennen und das Labyrinth seiner Gelüste, die dunklen Kammern seiner oftmals verheimlichten Sexualität ausleuchten. Wer sonst als die Ehefrau sollte die Zonen kennen, wohin sie ihre Weiblichkeit mit der toxischen Wirksamkeit eines Giftpfeiles ausrichten und treffsicher anwenden kann.
Da kommen schon die Wahrheiten auf den Tisch , wo auch ich am Anfang sagte, mein lieber Mann! Die erste Wahrheit muss die ehrliche Offenbarung des Mannes gegenüber der Frau sein, das Outing, sich in die sexuell untergeordnete Rolle zu wünschen. Vorab muss der Mann also schon ein klares Bekenntnis ablegen, die Dominanz der Frau in der Ehe zu wollen und nicht nur der Verlockung von Filmen, Bildern und Geschichten erliegen. Femdom ist keine schön angemalte Hülle ohne Inhalt, sondern es steckt schon allerlei Substanz in der Sache. Die aktive Seite der Frau ist in Wahrheit vielfach die passive, und angenehmere Seite, denn ich habe vielerlei Bequemlichkeiten, während der an sich passiv bezeichnete Mann eine ganze Menge an Aktivitäten in seiner untergeordneten Rolle leisten muss. Mein lieber Mann hat gerade seine Gedanken sehr aufrichtig offen gelegt, wo er von den Geistern schreibt, die er rief (siehe unter Nadines Bericht). Ein wirklich devoter Mann glaubt daran, dass seine dominante Partnerin höher steht als er, bzw. dass sein Platz unter ihr ist. Dies hat unterschiedlichste Ursachen. Zwischen Manfred und mir hatte es lange Zeit trotz einer funktionierenden Ehe immer kleine Differenzen auf sexueller Basis gegeben. Er war der Schöngeist, ich die Pragmatikerin. Ich ignorierte sein Wunschbild einer hocheleganten Madame und wehrte mich standhaft gegen seine Änderungswünsche. Sein Inbegriff an Weiblichkeit war mir zu oberflächlich. Ich wollte mich nicht durch seine sehnsüchtig gewünschten hohen Absätze, Strapse und enge Röcke definieren, auch wenn mein eigener Schöngeist diese Dinge nicht kategorisch verdammte. Meine Prioritäten stellten diese Dinge jedoch klar zurück, Vernunft und Zweckmäßigkeit kam vor Glamour und Pomp. Diese Reihenfolge änderte sich später. Bei vielen anderen Frauen konnte ich beobachten, dass der Schöngeist an erster Stelle stand. Also waren die Elemente in der Reihenfolge austauschbar.
So wurde mein vorhandener aber unterdrückter Schöngeist mit Leben befüllt und reanimiert. Plötzlich war ich mit Manfred auf einer Wellenlänge, was das betraf. Vereinfacht gesagt, war das der erste Funke, der meinen Weg radikal in eine andere Richtung trieb. In der Chronologie war es der einzig mögliche Weg, mich mit Äußerlichkeiten in die dominante Rolle einzuleben. Zuerst bastelte ich also die schöne Hülle, die Manfred später bewundern und verehren sollte. Da ist sogar ein bischen Exhibitionismus schon auch hinzu gekommen. Doch das ist ja das Salz in der Suppe, diese glamouröse Weiblichkeit, die Frau als lebendes Kunstwerk, voller Eleganz, gestylt und kultiviert, ihre gezüchtete Schönheit als ihr persönlicher Luxus und Indikator für ein gutes Gefühl, Frau durch und durch zu sein. Das macht sie so attraktiv und mächtig.

Im zweiten Schritt, wenn man sich für Femdom entschieden hat, kommen dann weitere Tatsachen auf's Tablett, die den Mann völlig entlarven, ja Reto entlarven.Die Wirkung der schönen Hülle eröffnet unglaubliche Möglichkeiten gegenüber dem Mann. Weibliche Dominanz kann man gleich zu Beginn zur Wahrheitsfindung anwenden. Da sitzt man mit verschränkten Armen unter dem Busen und übereinander geschlagenen Beinen auf der Couch und mit einer ungeduldig wippenden Pantolette am Zeh. Der Anblick allein macht den devoten Mann schon so mürbe, dass nur ein Fingerzeig genügt oder ein leises Kommando „komm einmal her zu mir.“ Wie ein Pudel der vor seinem Frauchen Männchen macht, kniet der Mann demütig vor der eigenen Frau. Eine rhetorische Frage „Hast du mir nichts zu sagen“ kann ein Geständnis seiner intimsten Geheimnisse und interessante „Aha“-Erkenntnisse auslösen.
Nähe und Distanz sind wichtige Faktoren. Durch eine künstliche Distanz, wie sei bei Femdom durch die schöne Hülle und mit Strenge erzeugt wird, wird die Nähe intensiver erlebt - für beide. Es erinnert in der Tat an die durch und durch hierarchisch strukturierte Mutter-Kind-Beziehung. (Ich las irgendwo folgende Passage: In der Begegnung mit der dominanten Frau sucht der Mann unbewusst jene Selbstgewissheit wiederzufinden, die seine frühe Kindheit bestimmte: Das Kind als bloßes Anhängsel der Mutter, ganz und gar abhängig von ihrer Liebe und Barmherzigkeit, nur aus dem einen Grund auf der Welt, weil sie es so wollte, und nur mit dem einen Lebensziel – ihren Erwartungen zu entsprechen.)
Die Beantwortung aller Fragen, was in seinem Kopf vorgeht und die Aufopferung des Mannes, nahezu alles für die Frau zu tun, können schnell den Weg bahnen, das Experiment einer Femdom-Ehe zu beginnen. Allerdings sind die Konsequenzen und Grenzen zu überdenken. Ich denke, bei einem sich liebenden Paar kann man die Sache frei laufen lassen, weil niemand dem anderen Böses will. Die Hierarchie tritt wie ein auf und zu wechselnder Theatervorhang im Alltag zu Tage. Die Strenge kommt und geht. Die Dosis variiert je nach Anlass. Da wird schon auch mal übertrieben, aber gewisse Grenzen werden nicht überschritten. Natürlich ist es ungewöhnlich, dem eigenen Mann den Hintern zu versohlen. Es ist ja auch ungewöhnlich und rational ist es gewiss auch nicht, sich Hiebe zu wünschen. Deshalb wird ein dramaturgisches Spektakel drum herum gebaut, für ein Verhalten welches Strafe verdient. Die Anlässe dafür lassen sich allesamt aus dem sexuellen Bereich ableiten, schlechtes Benehmen, Unverschämtheiten, Unbeherrschtheiten. Auch schlechten Gehorsam zähle ich dazu, Respektlosigkeiten. Auch allzu menschliche individuelle Schwächen machen das Ritual der Bestrafung innerhalb der Femdom-Ehe salonfähig als legitime erzieherische Maßnahme der dominanten Frau. Die Strafe ist die logische Folge eines echten Fehlverhaltens und ist keine lauwarme Schauspielerei. Schon Kleinigkeiten können genügen, so wie neulich, als ich sagte „warum muss ich dich zweimal rufen“ und dann stellte sich heraus, dass er Fußball geschaut hatte und sich nicht losreißen konnte.
Es ist dann für mich als Ehefrau nichts anders wie beim Arzt, wenn der Mann eine Spritze in den Hintern bekommt. Er bezieht eine für mich bequeme Stellung und zieht artig seine Hose nach unten. Man kann den Mann dabei mit einem innerlichen Wohlgefallen studieren und in Ruhe dabei zusehen. Und während er sich auszieht stehe ich da, die Arme unter dem Busen verschränkt, über ihm thronend in einer ungeduldigen Pose (Femdo lebt vielfach von ausgeklügelter Dramaturgie). Ich kann zusätzlichen Druck erzeugen und ihm Angst einflössen: „Na wird das bald oder muss ich nachhelfen.“ Das weitere ist dann auch wie das Verabreichen einer Spritze: Es tut weh, klar und es muss ja auch wirken. Es ist jetzt nicht der Moment der Zärtlichkeit, sondern der Wirksamkeit. Die Rollenverteilung ist klar und der Vorteil liegt eindeutig bei der Frau. Dann ist wie bei einer Ärztin Gefühl gefragt, nicht halbherzig, sondern durchaus mit der nötigen Festigkeit vorgehen, die eine gewisse Sei- ein-Mann-Tapferkeit einfordert. Der Zweck ist nicht möglichst starke Schmerzen, sondern ein möglichst intensives Gefühl stets an der „Schmerzgrenze“ zu erzeugen, wie beim Zahnarzt. Wenn der Mann gut stillhält, ist es rasch vorbei. Wenn das nicht der Fall ist, dauert es eben länger. Auch Manfred versucht öfters im oberen Bereich der Schmerzgrenze zu rebellieren und will ab einem gewissen Stadium seinen Hintern schützen. „Nimm die Hand weg“ fauche ich dann und die Argumente „du machst es nur noch schlimmer“ oder „ich fange wieder von vorne an“, oder „du bekommst sonst das doppelte“, helfen sogleich. Bei der festgelegten Ration gibt es keine Abstriche.

Anfangs als Manfred seine Neigung durchscheinen ließ, dachte ich, seine devoten Fantasien würden sich mit den erotischen Aspekten eines dominant-devoten Spieles beschäftigen. Doch das war es nicht. Die Schauspielerei brachte mich und ihn nicht weiter. Ich wollte sowieso weder eine Entertainerin, noch eine Schauspielerin oder ein Roboter sein, der auf Knopfdruck, der verlangten Rolle entspricht. Dies lehnte auch Manfred völlig ab, auch wenn es zumindest ein Anfang gewesen wäre.
Eingebunden in die bestehende Ehe war sein Bestreben, einen vertraulichen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen ich die Regie führe und entscheide, wohlwissend um die Vorlieben die ihn am meisten reizten. Es sollte ein reales Abhängigkeitsverhältnis zur Ehefrau sein, die als zeitweise unnahbare Person mit zeitweisen Strengeperioden, hierarchisch dem Mann in mancher Hinsicht übergeordnet ist aufgrund ihrer Lebensart als elegante Hausherrin. Sein und mein Verhalten sollten nicht aufgesetzt sein, sondern authentisch. Selbstverständlich mussten jedoch mein Respekt und mein Verantwortungsbewusstsein für die Gefühle meines Mannes sowie seine psychische und physische Unversehrtheit gewahrt werden. Der Schwerpunkt meiner Dominanz und meiner subtilen Aktivitäten sollte ganz eindeutig im erotischen Bereich liegen, worin ich die Devotheit des Mannes auslöse und nutze. Grundsätzlich bevorzuge ich die ruhige, souveräne Art mit einem Schuß Ironie, Sarkasmus und provozierender Weiblichkeit, um meinen angetrauten Probanden zu reizen und gefügig zu machen. Die beidseitig unterstützte Unterordnung des Mannes strahlte unterschiedlich weit in den Alltag, was Hausarbeiten und allerlei Serviceleistungen zu meinem Wohl betrafen, je nach Möglichkeit. Das wird mit Sicherheit bei jeder Frau aber auch in jeder Situation differieren. Ich denke, grundsätzlich wird es für die meisten Frauen ein erregendes Gefühl sein, zu spüren, dass sie von einem Mann grenzenlos verehrt wird. Darüber hinaus empfinde ich das Machtgefühl äußerst prickelnd und amüsant, welches sich schon bald einstellte. Auch die Spannung, die aufgeladene Atmosphäre, das Wechselspiel zwischen Schmerz und Lust haben mich seit Jahren völlig überzeugt.

Also Reto, soviel noch mal als Starthilfe für Ihr bevorstehendes Projekt Femdom. Seien Sie sich aber auch über die Konsequenzen bewusst (J.W. Goethe: Die Geister die ich rief....)
Es kann gut sein, dass Ihre Frau die Chance stärker wahrnimmt als Ihnen lieb ist. Vielleicht stellen Sie hier Ihre persönlichen Vorstellungen vor. Nach wie vor brillant finde ich die Idee, einen gedachten Tagesablauf aufzuschreiben und der Frau zu übergeben. Da findet sich ganz sicher einiges, wozu eine Frau nicht nein sagen und überlegen wird, ob sie das nicht in Zukunft so haben möchte.

Viel Glück und gutes Gelingen
Roswitha (mit Manfred)

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz
Lieber Richard

Es ist wirklich berührend, wie Ihr beide auf meine Kommentare reagiert. Ich finde dies absolut toll.

Leider ist mein Name Reto ein Fake. Ich heisse in Wirklichkeit anders. Ich bin fast ein bisschen beschämt, dass Ihr Euch so mit diesem Namen identifiziert habt und ich Euch auf eine falsche Fährte geleitet habe.


Ich bin zeitlich heute etwas kurz dran. Werde mich so rasch also möglich auf Eure detaillierten Kommentare melden.

Es bleibt mir Euch zu danken.

Beste Grüsse

Reto

Anonym hat gesagt…

Liebe Roswitha

Mein Dankes-Mail für die aktive Teilnahme an meiner Situation hat sich mit Ihrem Mail gekreuzt, deshalb habe ich mich "nur" bei Richard und Achatz bedankt. Ich möchte dies vorab nachholen und Ihnen und Manfred ein echtes "Merci" senden.

Ich bin wirklich beeindruckt, wie in diesem Blog auf meine doch sehr im Anfangstadium begriffene Situation eingegangen wird.

Wenn Ihr einverstanden seid, Richard und Achatz, so werde ich meine Antwort in erster Linie an Roswitha richten und versuchen darin auch auf Eure Kommentare einzugehen.

Zur Einleitung muss ich sagen, dass ich echt beeindruckt bin von Ihrem schriftlichen Engagement, Roswitha.
Ich weiss nicht, wer der begnadete Schreiberling ist, ob Sie oder Manfred, aber es muss derjenigen Person wirklich einfach von der Hand gehen, dass solche umfassende Texte so rasch entstehen können. Bitte verstehen Sie dies positiv. Ich habe Sie praktisch alle begeistert gelesen und hoffe noch mehr zu sehen.

Nun zum Inhalt. Ich habe nicht von ungefähr in meinem ersten Mail an Sie geschrieben, dass Sie die Männerseele erkannt haben. Zumindest was mich betrifft, ziehen Sie an einer Saite, die ganz tief unten anklingt.

Es kommt auch ganz klar 'rüber, dass Sie sehr Spass an Ihrer Position und Rolle haben.

Sie verwenden auch eindrückliche Begriffe (toxisch) oder Bilder (Mutter, Ärztin) usw. Es sind alles Symbole, die mich sehr ansprechen.

So, nun muss ich allerdings in meine Realität zurückkehren.
Ich habe meine Frau zwar bereits mit meinen submissiven Gefühlen konfrontiert, ich habe sie auch auf diese Webseite hingewiesen, sie hat sie sich aber noch nicht angesehen und ist im Moment eher zurückhaltend.

Einen wichtigen Satz aus Ihrem Kommentar nehme ich mit:

"Die erste Wahrheit muss die ehrliche Offenbarung des Mannes gegenüber der Frau sein, das Outing, sich in die sexuell untergeordnete Rolle zu wünschen. Vorab muss der Mann also schon ein klares Bekenntnis ablegen, die Dominanz der Frau in der Ehe zu wollen und nicht nur der Verlockung von Filmen, Bildern und Geschichten erliegen. "

Das habe ich bis jetzt nicht so konkret gemacht. Ich muss mir überlegen dies ins Auge zu fassen.
Ich kann mir vorstellen, dass meine Frau mit einem solchen Geständnis gefordert sein wird, aber es ist möglicherweise ein wichtiger Schritt, dass sie sich mit der Thematik überhaupt auseinandersetzt...

Auch interessant finde ich den folgenden Ratschlag:

"Nach wie vor brillant finde ich die Idee, einen gedachten Tagesablauf aufzuschreiben und der Frau zu übergeben"

Ich denke dies könnte ein praktikabler Schritt sein, auf welchen meine Frau einsteigt...

Von Achatz nehme ich mit, dass Propezeiten eine Möglichkeit für den Einstieg sind. Auch der folgende Hinweis ist mir wichtig:

"Hat ein Paar seine Vision / Version einmal gefunden oder besser seinen eigenen Weg- denn angekommen ist man nie ganz- dann braucht sich keiner zu fürchten. Vertrauen, Humor und Liebe - von allem sollte ein bisschen da sein"

Ich bin wirklich der Überzeugung, dass Vertrauen eine ganz wichtige Rolle spielt.

Hier setzt ja auch mein ursprünglich formuliertes Bedenken der Angst vor der Macht der Frau an.

Ich will Ihnen ein konkretes Beispiel geben.

Ich kann mir vorstellen, dass die Hingabe an die Frau sehr weit gehen kann. Ich kann es mir vorstellen, weil ich es sehr tief in mir spühre und effektiv es mir auch ersehne.

Was ist nun, wenn sie wirklich alles bestimmt?

Ich stehe im Moment vor dem Entscheid eine Weiterbildung anzugehen. Sie wird mir voraussichtlich vom Arbeitgeber bezahlt. Diese Weiterbildung wird mehr als ein Jahr beanspruchen. Sie wird unsere Familie in zeitlicher Hinsicht stark belasten. Die Kinderbetreuung fällt noch mehr meiner Frau zur Last. Mir eröffnet die Weiterbildung ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten.

So, nun meine Frage an Euch alle - sofern Ihr Lust und Zeit habt darauf einzugehen.
Heute würde ich diesen Entscheid mit meiner Frau konstruktiv, aber auch teilweise dissonant, diskutieren und herbeiführen.

In einer echt weiblich geführten Ehe, würde sie vielleicht einfach abwinken und mit ihrer Macht, welcher ich ja zu diesem Zeitpunkt unterworfen wäre, bestimmen. Ich müsste akzeptiern oder besser ich würde widerstandslos einfach akzeptieren.

Darf es soweit kommen? Das beschäftigt mich. Es widerstrebt meinem grunddemokratischen Verständnis. Das Beispiel steht natürlich für viele andere wichtige Entscheidungen.

Ich denke Richard kann meine Überlegungen nachvollziehen:

"Deine Bedenken gegen eine Fendom-Ehe sind nicht unbegründet und es ist gut, wenn Du Dich vorher Gedanken macht."

Es gibt jedoch noch eine ganz andere Komponente in der Diskussion:
Kann ich heute überhaupt noch entscheiden? Femdom steckt zumindest zeitweise so tief in mir drin, dass vielleicht meine Frage nur (noch) akademischer Art ist.
Effektiv, wenn meine Frau positiv reagiert, so bin ich mir nicht sicher, ob ich noch rational argumentieren kann...

So, ich hoffe Sie nicht zu langweilen und bedanke mich noch einmal für Ihr Engagement

Beste Grüsse

Reto