Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Freitag, 22. Februar 2008

Hinweis auf Kommentare (aktualisiert)

Aktualisiert wird wieder einmal der Hinweis auf die Kommentare(unten im Anschluss) zu "Around Her Finger : Frage und Antwort", dort in den Kommentaren Nadines Frage, die von den Eröffnungen ihres Mannes, sich ihr unterwerfen zu wollen völlig überrascht war; sie war befremdet und wusste nicht, wie sie damit umgehen soll.
Es gibt zahlreiche Antworten dazu inzwischen von Achatz, Roswitha, Richard und Simone, sie sind zum Teil sehr ausführlich und alle lesenswert

Inzwischen hat sich auch ein Paar, Fanni und Wolfgang dazugesellt - ihre Kommentare hier im Anschluss - auf den Beitrag von Wolfgang haben wieder Severinus und Richard reagiert und geschrieben. Wichtige Beiträge sind dieses alles zum Verständnis des "männlichen" Verlangens, sich einer Frau unterordnen zu wollen.

Neuerdings folgten auch Annette (sie sogar mit drei langen Beiträgen), Jürgen und Naguri mit sehr lesenwerten Kommentaren : es ist also eine Menge los zur Zeit!
Wir freuen uns und bedanken uns für die vielen und qualitätvollen Beiträge, die allesamt die Weiblich Geführte Ehe beschreiben, definieren und dazu verhelfen, sie zu verstehen, zu nutzen und zu leben!!

(Wir würden uns auch freuen, wenn Nadine uns einmal berichtet, wie sie heute darüber denkt und wie es ihr und ihrem Mann geht...
Sie hat sich vor einiger Zeit- privat und nichtzur Veröffentlichung- gemeldet, sich entschuldigt, weil sie diese Site erst nicht wiederfinden konnte und will sich nun zu den vielen Kommentaren demnächst äussern. Nur soviel sei gesagt: sie hat sich scheinbar mit ihrem Mann auf den Weg gemacht. Vorerst bedankt sie sich sehr für Euren Rat zu "Nadines Frage".
Inzwischen sollte sie schliesslich einigen interessanten Lesestoff hier gefunden haben, mit dem sie ihren Mann, aber auch ihre eigene "Position im Spiel" besser deuten kann.)

Kommentare:

Franziska und Wolfgang hat gesagt…

Es dauerte einige Zeit, bis ich bzw. wir diesen Beitrag fertig stellen und überarbeiten konnten und ich zögerte lange, ob ich ihn abschicken sollte, weil mein Mann recht unschlüssig war. Mein Name ist Franziska und ich bin über 25 Jahre mit dem gleichen Mann verheiratet, Wolfgang und ich, Fannie. Das Problem, eine Betroffene wie Nadine zu sein, stellte sich für mich schon vor über 20 Jahren. Unser Intimleben ist schon nach fünf Jahren Ehe ratenweise eingeschlafen. Ich fand dann während dieser Zeit zufällig in einer Schublade zwischen einer Sammlung von Videokassetten mit Actionfilmen plötzlich eine Handvoll andere Filme dazwischen sortiert. Oh je, sieh mal da, Pornofilme. Das war also das Late-Night-Programm für ihn, wenn ich früher zu Bett ging, sieh an. Und als würde das nicht genügen, waren das auch noch Filme mit SM, soviel war am Cover schon zu sehen. Das waren keine Pornofilme im herkömmlichen Sinn, wo in Nahaufnahme der Geschlechtsakt in höchsten Tönen der Lust zu sehen gewesen wäre. Immer wenn ich alleine zu Hause war, holte ich einen Film aus dem Versteck, um zu sehen, womit sich mein Mann heimlich beschäftigte. Zu meinem Erstaunen waren da ganz andere Aufnahmen, als ich es erwartet hatte. Keine Dominas in Lederkorsett und schenkelhohen Schnürstiefel. Ich kannte Die flambierte Frau aus dem Kino und hatte einmal ein ausführliches Interview von einer professionellen „Lederfrau“ in der Cosmopolitan sowie eine mehrteilige Reportage über Dominas im Stern gelesen. Deshalb erwartete ich eine Folterkammer in den Videos und die neunschwänzige Peitsche. Aber nein, nichts davon war zu sehen, keine Foltermethoden, keine der erwarteten Perversionen, wie ich es gelesen hatte. Das eine Mal wartete eine ganz normale Frau zu Hause auf der Couch und der Mann kam zu spät. Gut, die Frau war sehr elegant gekleidet, aber nicht im Sinne was ich mir von einer Domina erwartete. Damals in den 80er Jahren war der Domina-Stil Teil der Modetrends und deshalb war ich auf Leder und Lack pur eingestellt. Der gut aussehende Mann in Anzug und Krawatte musste sich vor ihr ausziehen, auf die Knie gehen und ihre Schuhe küssen, das waren dann aber schon richtig rassige hohe Pumps. Eine kurze Anweisung genügte und er gehorchte wie ein Roboter ohne ein Wort. Kein lautes Geschrei, kein wildes Befehlen. Sie behandelte ihn wie einen Schuljungen und sprach zu ihm, als hätte sie ihn völlig in ihrer Hand. Als wäre er ihr Kammerdiener, der für ihr leibliches Wohl zu einer Art Allzuständigkeit abgerichtet war, musste er ein Gedeck mit Tee servieren und bekam dafür zum Lohn ihre Audienz in Straps und Strümpfen, wie sich kurz danach unter ihrem Rockschlitz herausstellte. Später bestrafte sie ihn dann mit einer Reitgerte für seine Unpünktlichkeit bis er wimmerte und schwor, es würde nie wieder vorkommen. Sex fand in der Form statt, in dem der Mann wie in Hypnose nach dem Erhalt der Strafe die Frau oral bedienen musste, und zwar haargenau nach ihren Anweisungen handelnd. Soviel zu dem.
Ein anderer Film handelte eine Ewigkeit allein damit, wo ein junger nackter Mann einer auf einer Wohnzimmercouch sitzenden Frau die Sandaletten und Nylons anziehen musste, während sie nebenbei eine Illustrierte durchblätterte und gelegentlich von einem Glas Sekt nippte. Eine Weile schaute ich zu und drückte auf Schnellvorlauf, bis auch die Frau auf der Couch mit dem Unvermögen des Mannes ungeduldig geworden war. Sie beanstandete die Ungeschicktheit des jungen Mannes und ließ sich die Strümpfe wieder ausziehen. Weil ihr die Ausführung seiner Arbeit missfiel, weil sie nicht schnell genug und zu stümperhaft gewesen war, versohlte sie dem armen Kerl dann mit der Hand dermaßen den Hintern, dass er über ihren Schoß liegend nur so zappelte und schluchzte. Es war so eine Art exerzieren, als Strafe für eine scheinbar zum wiederholten Male mangelhaften Übung. Auch überhaupt wegen seiner missratenen Art, immerzu nur an das eine zu denken und weil er sich deshalb so ungeschickt anstellte, begründete die Frau die Notwendigkeit der Strafe. Sein Problem für sein Unvermögen läge einzig und allein darin und hielt ihm seine Erektion als Grund allen Übels vor. Er musste sich hinstellen und die offensichtliche Erektion eingestehen, die sie wie bei einer Tauglichkeitsprüfung untersuchte. Sie schimpfte ihn richtig aus für seine Schwächen gegenüber weiblichen Reizen und er konnte nichts dagegen vorbringen, da sie ihn in allen seinen sexuellen Schwächen wie einen Suchtkranken unter ihrer Abhängigkeit hielt. Danach drückte sie ihn an sich, masturbierte ihn tröstend mit langen schwarzen Lederhandschuhen und mit mitfühlenden Worten, während er wie ein Säugling ein klein wenig an ihrem Busen naschen durfte. Den Samenerguss fing die strenge Dame in dem leer getrunkenen Sektglas auf und begutachtete die Menge, bevor sie ihren Jüngling dann weiter unterrichtete, wie er nach ihren Vorstellungen geschickt und flink darin werden müsse, sie zu bedienen und damit er den für dringend notwendig erachteten Strafen künftig entgehen könne. Beide waren in einer Harmonie und Innigkeit in der Übereinkunft von der Verabreichung ihrer körperlichen Strafen verschmolzen wie ein lange zusammengehöriges Ehepaar. Sie bestellte ihn für den nächsten Tag, um die Übung erneut und besser zu wiederholen und drohte ihm mit der wie zufällig auf dem Tisch liegenden Reitgerte, die sie als Druckmittel mit einem berstenden Schlag an den dicken Wulst der Armlehne der Couch knallte. Morgen würde sein Hintern über dieser Armlehne liegen, machte sie ihm die Hölle heiß und dann würde die Reitgerte in gleicher Weise auf seinen nackten Hintern treffen. SM hatte ich mir anders vorgestellt, nicht in Wohnzimmeratmosphäre, sondern so wie man es eben aus den Berichterstattungen aus SM-Studios zu der Zeit kannte, mit ledernen Masken und verschnürten Körpern.
In den drei anderen Filmen waren ähnliche Handlungen in heimeliger, fast ehelicher Zusammengehörigkeit, wo die Frauen ihre Männer ordentlich mit Rohrstock und Gerte in die Mangel nahmen, bis sie weinerlich um Vergebung flehten und ihre Schuhe leckten. Ich war dennoch entsetzt von den Bildern, von der lieblosen Härte der Hiebe, von den Striemen und der völligen Willenlosigkeit der Männer. Das waren keine Schauspieler, die mussten wirklich selbst auf Schmerzen stehen, so echt war alles. Ich stellte die Filme immer wieder säuberlich zurück in das Versteck und sprach nicht mit meinem Mann. Ein paar Mal versuchte ich, ihn beim heimlichen Ansehen zu überraschen, aber es glückte mir nicht.

Eines Tages blies ich zum Angriff. Es war zur Weihnachtszeit und mir war eigentlich nicht nach Zwietracht. Doch je länger ich in mir die Gewissheit herum getragen hatte, um so mehr drängte es mich nach Abrechnung. Wie du mir, so ich dir. Ein befreundetes Pärchen kam abends zu Gast und kurz vor dem Eintreffen, erwartete ich meinen Mann im Schlafzimmer. Ich rief ihn zu mir und tat so, als würde ich mich für den Besuch noch umziehen. Zu seinem Erstaunen fand er mich nur in meiner besten schwarzen Unterwäsche vor. Auch einen Strumpfhaltergürtel, den ich heimlich den ganzen Tag schon trug. Ich saß am Bett und hatte einen alten Teppichklopfer neben mir, der früher bei meiner Großmutter als drohendes Instrument für meine Unarten als Schulmädchen auf dem Dachboden hing.
Mein Mann war nun genauso geschockt, wie ich gegenüber seinen Heimlichkeiten. Ich stand auf und nahm den Teppichklopfer zur Hand. Aber...äh war seine erst Reaktion. Ja..., ja Fannie!...stammelte er und wurde rot im Gesicht.

Ich schleuderte ihm zur Antwort ein paar lapidare Worte entgegen: „Das ist es doch was du willst.“ Oh ja, ich war bissig wie eine Natter. „Das ist es doch, womit du dich heimlich beschäftigst - und jetzt zieh dich aus“, ordnete ich mit zorniger aber ruhiger Stimme an. Er kannte mich, wenn ich mit meiner Stimme ruhig wurde, war nicht mehr zu spaßen. Es war, als hätte er aus lauter Verwirrung kurz einen Aussetzer. „Zieh dich aus“ , wiederholte ich doch nochmal mit einem wütenden Zornanfall auf sein unwilliges Zögern, als hätte sich in dem kurzen Befehl meine ganze angestaute Enttäuschung ein Ventil gesucht.

Nie habe ich diesen Moment vergessen, wie unseren ersten Kuss. „Aber Fannie, das kannst du doch nicht machen...“, seufzte er ohne in meine auf ihn wie Raketen gerichteten Augen zu blicken und begann schließlich doch langsam die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. „Was hast du vor, wir bekommen doch dann Besuch“, versuchte er mich zu besänftigen, aber ich stand ungerührt vor ihm und dachte nur: wie du mir – so ich dir. Als er fertig war und splitternackt vor mir stand, zischelte ich wie ein Schlange, im Flüsterton aber voller Rachsucht: „Auf die Knie!“ Beim zweiten Mal sank er stumm zusammen und kauerte in tiefer Verbeugung auf dem Flokati. „Aber Fannie, hör mich an“, hörte ich ihn weinerlich klagen, wie aus einer Mischung von Furcht, Glück, Scham und Schreck zugleich, weil ich nun über sein Intimleben Bescheid wusste. „Fannie, bitte...“ schluchzte er und vergrub sein Gesicht am Boden zwischen meinen Schuhspitzen, so peinlich war ihm die Situation. Aber ich ließ nicht locker – wie du mir so ich dir - und machte genau das, was ich in den Filmen gesehen hatte. Ich ließ ihn dann weiter ganz nah vor mir knien. Weil ich auf stille Art richtig wütend war, konnte ich auch richtig kaltschnäuzig anordnen. „Lass es mich erklären...“ sagte er geknickt, aber ich war nicht zu versöhnen. „Wie lange geht das schon“, fragte ich ihn und spielte damit noch mal konkret auf die Filme an. Er wusste sofort, was gemeint war. „Schon immer“, gestand er schüchtern ein. Er stotterte, wie sehr er dagegen schon seit seiner Jugend ankämpfe, aber es wäre immer nur noch schlimmer geworden im Laufe der Zeit.
„Von nun ab, weht ein anderer Wind, das verspreche ich dir“, so verkündete ich forsch, wie den Beginnen einer neuen, unerfreulichen Epoche . Er küsste mir ohne Aufforderung die Zehenspitzen meiner extra hohen Pumps, die ich mir zwei Tage zuvor nur für den Auftritt gekauft hatte.
Diesen ersten Auftritt vergesse ich mein Leben lang nicht, als ich dann zum ersten Mal meinen Mann übers Knie legte und ihm eigenhändig den Hintern versohlte – wie ich es in seinen versteckten Filmen gesehen hatte. Meine Handflächen brannten und auch sein rot gewordener Hintern, davon war ich überzeugt. Es war mir gleichgültig, mehr noch, es sollte ihm ruhig wehtun, Wolfgang sollte schon etwas von meiner Wut spüren. Deshalb habe ich ihm dann auch noch einige doch recht stramme Schläge mit dem Teppichklopfer verpasst. Es machte mir nichts aus, sein Wehklagen zu hören, schließlich hatte er mich schon so lange Zeit hintergangen. Ich zog mich danach wieder fertig an und kurz darauf kam auch schon unser Besuch. Auch mein Mann war bis dahin wieder angezogen und ließ sich gegenüber dem befreundeten Ehepaar nichts von seiner Schmach anmerken. Auch ich versuchte so natürlich wie möglich zu sein, aber es war schwierig. Nachdem unsere Freunde gegangen waren, ging ich ohne ein Wort über das Geschehen zu verlieren zu Bett, abwartend auf seine weitere Reaktion. Er schwieg vor sich hin und irgendwann schlief ich ein.
Am nächsten Morgen ließ ich ihn nicht im Bett liegen bleiben wie sonst, sondern schickte ihn zum Kaffee kochen – während ich liegen blieb. Ich hatte die feste Absicht, ihn genau mit diesen Dingen leiden zu lassen, die ich in den Filmen gesehen hatte. Als er zurückkam, ließ ich mir die Nylons vom Vortag anziehen und die schwarze Wäsche, einen Rock und eine Bluse, wie in einem der heimlichen Filme. Mein Mann schämte sich. Zum einen für seine Heimlichkeiten und zum anderen für die Schmach der Bestrafung. Ohne Worte befolgte er allen meinen Anweisungen als eine Art Wiedergutmachung und um wieder zur Normalität zurück zu kehren. In meiner Methode hielt ich mich an das was ich in den Filmen gesehen hatte. Ich verabreichte ihm die Medizin, die durchaus bitter schmeckte, wenn ich ihn herum kommandierte und ihm allerlei Dinge auftrug, die bislang ich gemacht hatte. Mein Druckmittel war ebenso simpel wie genial in der Wirkung. Mit Redensarten wie „Du magst es doch so, nicht wahr“ und „du magst doch diesen hohen Schuhe und meine Strapse, also tu, was ich dir sage“ brach jeder Versuch von Widerstand oder Widerwilligkeit.

Noch ein paar weitere Tage hielt die unterkühlte Stimmung an. Wo wir sonst über dies und das redeten, waren beide weitest gehend stumm. Wenn, dann war ich schnippisch und immer kurz angebunden, kein Lächeln, nichts, unsere Küsschen zum Abschied nur oberflächlich. Aber ich reizte ihn bewusst mit allen Tricks weiblicher Verführungskunst. Diesen Wesenszug glaube ich hat jede Frau parat, wenn ihre Liebe verschmäht wurde, die Reaktion von na warte, jetzt sollst du sehen, wen du vor dir hast. Ich spielte dennoch die ahnungslose und spürte erstmalig die Überlegenheit über den Mann während meiner raffinierten Schachzüge bei jedem Schritt und jeder Pose. Es war mir nicht fremd, wie man als Frau Busen und Beine wirkungsvoll einsetzen kann, auch wenn ich mich nie für einen Typ hielt, der das nötig hätte. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus. „Fannie, wir müssen mal reden“, fing er an.

„Dann rede!“ sagte ich spröde und machte es mir in herrischer Pose bequem, um mir sein längst fälliges Geständnis über seine Scheinfrömmigkeit anzuhören.
Mein Mann offenbarte mir dann zur Rechtfertigung seiner versteckten Filme den Lebenslauf seiner Sexualität. Es war erschütternd und gleichzeitig doch interessant, was mir mein eigener Mann bislang alles verschwiegen hatte. Da lebten wir Jahre lang miteinander und er verriet mir nicht das geringste davon. Es war eine Leidensgeschichte, immer mit dem Hoffnungsstrahl am Horizont, ich würde irgendwann diese verborgene Lust in ihm von selbst erkennen und dann mit liebevoller Intriganz damit beginnen, mit Strenge und Straps seinen intimen Neigungen zu begegnen. Er wartete geduldig aber frustriert, dass ich seine dunkle Seele durchschauen würde und dann die passenden Antworten mit Weiblichkeit und Strenge geben würde.

Ich hielt es für unmöglich, ständig diesen Wechsel von Ehefrau und Domina vollführen zu können. Wie sollte ich auf der einen Seite normale Ehefrau mit Halbtagsjob und andererseits strenge Gebieterin für ein, zwei Stunden oder am Wochenende sein. Das funktioniert nicht so einfach, wie wenn man eine Schallplatte auflegt und kurz die gewünschte Seite abspielt, die Vorderseite normal und die Hinterseite streng. Das wollte auch Wolfgang nicht so, wie wenn man schnell ein Programm zur sexuellen Erheiterung abspult und dann wieder auf Normalbetrieb zurückstellt. Aber rund um die Uhr war auch keine Lösung, weder für mich, noch für ihn.

Die Heimlichkeit verstand ich nach der Erklärung, wie schwer er sich selbst mit seiner sonderbaren Sexualität tat. Klar, es konnte nicht leicht sein, sich aus vielerlei Ängsten heraus gegenüber der geliebten Ehefrau zu offenbaren. Er wollte auch nicht in die kranke Ecke gestellt werden. Zum anderen war da aber auch noch der nächste Schritt, wenn er sich die Filme nicht nur ansah, sondern dabei auch onanierte, aufgrund seiner ungeheueren sexuellen Erregung, die ihn immerzu übermannte, wie er sich ausdrückte. Besuche in Bordells verneinte er von vorneherein und glaubhaft, aber in Sexshops zum Kaufen der Filme war regelmäßig. Es war meinem Mann jedoch zutiefst peinlich, auf meine Nachfrage, ob er denn beim Anschauen der Filme auch onanieren würde, dies einräumen zu müssen. Er wollte das gar nicht verleugnen. Das geschehe ganz automatisch, er könne nicht anders, sagte er. Anfangs sträubte er sich noch dagegen, wollte sich dem Bewusstsein, mich mit seinen heimlichen Aktionen zu hintergehen, zur Wehr setzen. Aber der Trieb war stärker. Er fühlte sich schäbig und kehrte sich auch deshalb im Laufe der Zeit völlig ab von mir, während ich nicht wusste, warum er nie mehr Sex haben wollte und weshalb Sex, wie ich ihn kannte, für ihn nie so wichtig war. Nun wusste ich es. Es war das falsche Programm und sein Pulver war bereits verschossen, wenn er mit mir zusammen war. Alle meine Nachforschungen, woran es liegen könnte, fanden eine ernüchternde wie simple Erklärung. Gefallen konnte sie mir trotzdem nicht. Als Ersatz für mich war eine eigenständige Form der Sexualität gewachsen, die nur seinem persönlichen Lustgewinn diente. Die Auslöser der Lust waren so stark, dass er sich ihr hingab und sich erleichterte. Auch wenn er sich selbst dabei miserabel fand, tat er es. Wie schwach und jämmerlich klang das in meinen Ohren. Der Mann onanierte, anstatt seine Lust mit mir zu teilen. Ich kochte innerlich und doch wollte ich vernünftig mit der Realität umgehen. Da war ein Problem, ein großes Problem und es musste gelöst werden, schnellstens. Irgendwie brachte es mich auch zum lachen. Ich kannte diesen Mann schon aus der Schulzeit und merkte jahrzehntelang nichts von seinen heimlichen Vorlieben. Er war die Sandkastenliebe meiner älteren Schwester, später Mama’s Liebling, dann mein Verlobter, kurz darauf mein Mann und das bis heute noch. Ich war froh einen pflegeleichten liebenswürdigen Mann zu haben, dem ich nicht die getragenen Unterhosen vom Boden fischen musste und der nicht in Kneipen rumhing wie all die anderen, der eigentlich keinen nennenswerten Makel hatte, wie man es von anderen gestressten Beziehungen hörte, wenn die Frauen sich beklagten. Wolfgang ist auch fleißig und treu und er liebt mich, doch wie ein Handicap für mein Glück, hatte ich nun einen ganz anderen dunklen Punkt erfahren müssen - er braucht eine Frau mit Peitsche.
Meine Liebe war durch den Schreck nur kurz in Turbulenzen geraten, doch in meinen Augen änderte sich nicht viel, er und ich blieben im Grunde genommen ja die gleichen. Natürlich sah und sehe ich ihn heute schon mit anderen Augen und seitdem ich die Entdeckung über seine dunkle Sehnsucht gemacht hatte, ging ich nicht mehr so naiv durchs Leben. Mama’s Liebling hatte es faustdick hinter den Ohren, soviel war mir nun klar. Ich hatte nun ein ganz anderes Bild von ihm und wusste, was er in einer Frau sieht, wenn sie sich entsprechend aufreizend gibt. Meiner gewohnt liebevollen Heiterkeit im Umgang mit ihm folgten jetzt zwangsläufig herrische Reaktionen auf alles, was sich mir dafür aus der Fülle seiner sexuellen Schwächen anbot. Mein Kopf war voller Gedanken was dies betraf und alles andere war plötzlich nicht mehr so wichtig – und das war gut so. Die mir anerzogene passive Seite, das brave Mädchen, die gute Schülerin, die ordentliche Ehefrau, passte allerdings nicht mehr so recht ins Bild. Die Unarten des Burschen waren gewiss keine Angriffsfläche für eine zarte romantische Jungfer, sondern brauchten ein rassiges Weibsbild zur Antwort. Ob ich wollte oder nicht, so musste ich mich schleunigst in die aktive Rolle begeben und mich in eine Art liebevolles Luder/Bestie/Furie verwandeln. Es war auch klar, dass diese nur zeitweise dominante Rolle nach dem Plattenspielerprinzip nicht funktionieren könne. Es musste in den Alltag verwoben werden, mal mehr mal weniger. An dieses Stelle gebe ich ganz und gar der Meinung von Roswitha recht, wo sie sagt, es müsse authentisch und damit ganztags sein, damit die Wirkung nicht künstlich und damit lächerlich wirken könnte. Es kommt nicht darauf an, ob man den ganzen Tag streng oder normal ist. Wesentlich ist, dass ich streng sein kann, und ich meine wirklich streng, auch wenn es nur eine Minute lang ist. Selbst wenn man den ganzen Tag im Ledermini und Stilettos unterwegs ist, heißt das nicht, dass der Umgang mit dem Mann gleichzeitig immerzu herrisch sein müsste. Nein, ganz im Gegenteil, ich bin nicht anders als ich es sonst gewesen bin. Neu dazu gekommen ist jedoch die Möglichkeit, herrisch zu sein und das jederzeit und ohne zeitliche Eingrenzungen - so lange ich der Meinung bin, dass es erforderlich ist. So konnte ich das ganz gut mit dem Alltag in Einklang bringen. Es war nichts anderes, wie wenn man gegenüber einem Kind oder bei einem Hund, bei einer Katze zeitweise Autorität walten lässt, um sich zu behaupten oder das Verhalten desjenigen zu beeinflussen. Da gehört die Ernsthaftigkeit dazu, dass eben dann der Mann dies oder jenes zu tun oder zu unterlassen hat, dass es kein Spiel ist, sondern eine ernsthafte, absolute und unwiderrufliche Dominanz der Frau ist. Nur so war es möglich, weibliche Dominanz mit dem Alltag in Einklang zu bringen.
Ich habe seit dieser Zeit, wo aus dem ersten Schock eine immer stärkere Aufbruchstimmung entstanden ist, die Schlüsselreize des Mannes herausgefunden und wende sie bis heute konsequent an. Es ist im Grunde genommen ein so primitiver Auslösemechanismus für die Unterwürfigkeit des Mannes. Und es stimmt ganz gewiss, wie ich in den Beiträgen hier mehrfach gelesen habe, wonach eine übertriebene Sehnsucht des Mannes die Ursache der Unterwerfungslust ist. Da bin ich absolut und felsenfest davon überzeugt und das ist der Schlüssel für jede Frau. Der Mann schmilzt dahin, wenn ich in seinem Blickfeld sitzend nur die Beine übereinanderschlage und eine Pantolette schaukelt am bestrumpften Fuß, wenn ich eine Illustrierte lese und mein Fuß wippt nervös. Egal wo man ist, die Blicke der Männer sind sofort da. Roswitha hat es schon ausführlich und wiederholt beschrieben und ich meine das kann jede Frau. Auch achte ich wie auf einen neu entdeckten Luxus seit der Zeit ganz besonders darauf, immerzu mit Schuhen mit möglichst Absätzen zu gehen, gerade zu Hause, von Zimmer zu Zimmer, selbst die kürzesten Strecken. Kleine Ursache, große Wirkung – ja das hat ungeheure Wirkung, schon morgens beim Ankleiden vor dem Spiegel des Schrankes zumindest Schlafzimmerschuhe mit Absätzen zu tragen. Da genügten dann nur wie nebenbei hingeworfene Worte als Anweisung und schon spurte mein Mann wie ein aufgezogenes Uhrwerk. Auch den Beitrag von der ehemaligen Domina (Ingeborg) kann ich nur bestätigen, wo sie den Grund für die Unterwerfung des Mannes belächelnd feststellt: das alles nur wegen ein Paar Nylonstrümpfen... Da regt sich fast Mitleid mit dem Mann und um so lieber trage ich sie jetzt mit Genugtuung und Genuss. Das ist dann auch wie das Verabreiche einer Medizin gegenüber dem Mann, die ihn süchtig werden lässt, wo man als Frau dann wunderbare Werkzeuge hat, echte Autorität einzusetzen, um Disziplin und Gehorsam zu erreichen.

Ich habe dann im Laufe der Zeit einfach die verschiedenen Klaviaturen probiert. Manchmal sind es die weichen Töne und manchmal schlägt man eben einen verschärften Ton an. Freilich funktioniert das nicht im Schlabberlook und Gesundheitslatschen. Wenn man es als Frau zu schätzen weiß, wenn ein Mann plötzlich alles für einen tut, fällt es ihr nicht schwer, sich mit der dominanten Rolle immer besser anzufreunden. Auch das ist meine feste Überzeugung geworden und ich halte bis heute daran fest. Ich arrangierte mich mit den Schlüsselreizen des Mannes und wuchs mit jedem Tag mehr in die Rolle der dominanten Frau, ohne mich von ihm dazu animieren lassen zu müssen. Ich sah es als ein Art Luxus, nun diese Rolle in der Ehe zu übernehmen. Es durfte kein Druck ausgeübt werden, denn wenn er mich immerzu gebeten und gedrängt hätte, meinetwegen immerzu diese hohen Schuhe und Strapse zu tragen, wäre die Unternehmung und vermutlich die ganze Ehe gescheitert. Nein ich musste mich selbst und mehr und mehr damit arrangieren und aus mir selbst heraus diese dominante Weiblichkeit erschließen, damit ich es als wohltuende Methode für meine ungeahnten Möglichkeiten entdecken konnte. Das ganze brauchte genauso positive Endergebnisse wie wenn man sich das Rauchen abgewöhnt, um sich zu motivieren, ganz neue Wege zu gehen.
Gleichzeitig lernt man auch die Spezies Mann erst richtig kennen, wenn man ihnen vermeintlich entgegen kommt mit Straps und derlei weiblichem Allerlei. Plötzlich reden sie und fühlen sich zu Hause, wie am Ende einer langen Reise, so kam es mir zeitweise vor. Männer sind wie Welpen, wenn es um ihr Intimleben geht. Wie junge schüchterne Knaben vertrauen die starken Männer ihr ungeschütztes Glied nur ungern einer anderen Person an. So kam mir Wolfgang plötzlich vor, als ich die dominante Rolle verkörperte und ich seine Nacktheit nicht nur unter der Bettdecke oder unter Dusche zu Gesicht bekam. Mein Wissen über seine Sexualität und wie ich sie mehr und mehr zu meinem Nutzen gebrauchen konnte, machte aus ihm eine Art ungezogenes Früchtchen, einen Flegel der eine strenge Hand brauchte und daraus keimte meine bislang unbekannte dominante Ader. Zahm und zuvorkommend war er jetzt ohnehin schon, wenn ich nur äußerlich wie eine strenge Frau gekleidet war. Wenn die Frau gewisse aufregende Dinge plötzlich an sich hat, wenn diese Dinge zur Alltäglichkeit werden, dann laufen alle anderen Beziehungspunke auch auf einmal wie von selbst, wie in einer schönen nie endenden Romanze. Ja ich habe seitdem eine scheinbar endlose Romanze, mal zärtlich mal streng.
Unsere sexuelle Beziehung ist zum glück wieder kuriert. Über die Schlüsselreize war der erste Schritt, die Aufmerksamkeit des Mannes wieder zurück zu gewinnen. Die in seinem Kopf gewachsene Sexualität, wo er sich mich zwar heiß ersehnt aber bereits ausgeschlossen hatte, durfte keinesfalls weiter bestehen. Ich musste an die Stelle der Filme treten und das verlorene Gebiet wieder zurück erobern. Das ging nur über konsequente Veränderungen bei mir selbst. Wolfgang zu einer anderen Art Sexualität zu bekehren, wäre ein aussichtloses Unterfangen gewesen. Im Leben rückwärts zu gehen und kleinere Brötchen zu backen ist immer eine leidige Sache. Da war bei Wolfgangs Sexwelt schon zu viel fortgeschritten und einen Rückschritt hätte er niemals lustvoll empfinden können. Das war ganz klar für mich. Also machte ich mich auf den Weg zu ihm, um diese Welt zu erschließen und Anwenderin dieser liebevollen Intriganz zu werden. Gleichzeitig gab es jedoch striktes Pornoverbot und Onanierverbot, unter Androhung von Strafe, Strafe und nochmals Strafe. Neben meiner Veränderung ist es somit auch für Wolfgang wie eine bittere Pille der Umerziehung gewesen. Doch die dunkle Sehnsucht des Mannes in seiner Unterwerfungslust ist es ja, eine strenge Erziehung der Frau zu erfahren und insoweit hatten wir ein gute gemeinsame Basis gefunden, nun zu zweit zu agieren. Es war mein Bestreben und mein Vorsatz, meinen Mann auf meine Person zu fixieren und ihm keinerlei sexuellen Ekapaden zu erlauben. Wolfgang musst in mir seine sexuelle Heimat haben und nicht in künstlichen Handlungen von Schauspielern. Die Mischung von Liebe und Strenge vergleichbar wie bei einer Mutter war die Zauberformel, eine Mixtur einer verrückt machenden weiblichen Raffinesse und ernsthafter Autorität,
Ich stimme hier auch mit dem Beitrag von Simone völlig überein, wenn sie eine gewisse mütterliche Zuwendung oder Zuspruch beschreibt. Gerade im Zustand der vollständigen Erektion und im Stadium der größten Begierde, ist, der Mann zahm wie ein Lamm und gleichzeitig ist er ist innerlich nervös und zappelig wie ein wilder Hengst. Da kann man sich als Frau, als Auslöserin dieser Erregtheit scheinheilig, gütig und verhätschelnd dieser Not annehmen und ihn entweder barmherzig im Schoß aufnehmen oder mit der Hand den brodelnden Vulkan weiter zum Wahnsinn treiben. Der Mann frisst wie ein Vögelchen aus der Hand, so brav und unterwürfig ist er dabei, wenn er es kommen lassen darf. Auch derlei gegenseitige sexuelle Vertrautheit kannte ich nicht in den ersten Jahren unserer Ehe. Sex war meistens eine Sache von Ex und hopp und fertig. Das ist lange her und vergessen.
Mit Wohlgefallen und Güte nehme ich mich heute seiner Erektion an und stelle ihm die Erlösung in Aussicht, wenn er artig ist. Es ist ein beglückendes Gefühl, zu sehen, wie es den Mann schüttelt vor Erregung, wie ein Vulkan vor dem Ausbruch und wenn dann die weiße Lava hervorschießt. Auch selbst habe ich nach und während dieser Entdeckungszeit das Gefühl von richtigem Hunger auf Sex dabei bekommen. Ich genieße heute jeden Orgasmus, der nicht mehr Glückssache ist, sondern den ich wie Essen und Trinken jetzt haben kann, wenn mir danach ist. Auch das war der mir fremde Luxus, den ich durch weibliche Dominanz kennen lernte, den Mann für die eigene Lust zu nutzen. Das genieße ich heute sehr und Wolfgang fühlt sich in der Rolle des gehorsamen Dieners ja sowieso am wohlsten. In der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, lasse ich meine Hand in seinen Schoss wandern und stimuliere den Penis meines schlafenden Gatten. Die Erektion erwacht meist schneller als der schlafende Mann. Dann jedoch lasse ich mich lieben und drehe mich zufrieden wieder zur Seite, wenn ich bekommen habe was ich wollte.
Ich bin keine intellektuelle, studierte Frau und habe keine sexuellen Abenteuer und Erfahrungen in jungen wilden Jahren erlebt, wie es andere in ihren Erzählungen über tabulosen Sex durchblicken lassen. Für mich waren Liebe und Sex immer untrennbare Weggefährten und davon bin ich noch immer überzeugt. Irgendwie beneidete ich jedoch andere Frauen darum, obwohl ich nicht wusste, wie ihr Sexualleben letztendlich tatsächlich war. Vielleicht habe ich mittlerweile so einiges nachholen können und habe bis heute dafür eine doch gelegentlich stürmische Zeit mit noch immer demselben Mann.
Es ist unglaublich wie sich die Verhältnisse insgesamt gewandelt haben. Ich war es gewohnt, die Hausarbeiten allein zu machen, ganz nach dem althergebrachten Prinzip der Rollenverteilung, auch wenn ich halbtags arbeitete. Jetzt ist diese Rolle größtenteils auf den Mann übergegangen. Er bekommt einen Steifen wenn ich ihn zu Aufgaben kommandiere oder wenn er Hausarbeiten macht. Wolfgang hat meine Schürzen bekommen und es ist ein gewohntes Bild geworden, wenn er sie zu Hause in der Küche trägt. Er gefällt sich darin, wenn ich im Gegenzug als elegante Hausdame auftrete, perfekt von Kopf bis Fuß auf Schönheit bedacht. Diese neue Aufgabenverteilung war natürlich auch eine gute Einstiegshilfe in die angekündigte neue Epoche, die für Wolfgang unangenehme Folgen . Die Peitsche seiner strengen Hausfrau war zu Beginn der Kochlöffel. Den gab es durchaus als ernsthafte Konsequenz für schlechtes Benehmen und später vorwiegend den uralten Teppichklopfer. Standesgemäß als hohe Dame des Hauses sollte etwas später eine Reitgerte mit verchromten Griff zu meinem persönlichen Instrument werden.
So wie ich anfangs geschockt war, muss ich heute einräumen, dass ich froh bin, wirklich froh, diesen ungewöhnlichen Schritt gemacht zu haben. Vielerlei Facetten des Lebens haben sich nebenbei dazu aufgetan, die sich sonst nie ergeben hätten. Alles an Kosmetik, Mode und Schönheitslust hatte ich vormals nicht oder viel zu wenig für mich in Anspruch genommen. Ich wäre vermutlich immerzu ein Mauerblümchen bis ans Lebensende geblieben. Heute bin ich ein lebenslustiges Weibchen, nicht mehr zurückhaltend und abwartend, sondern offensiv und lebenshungrig. Ich bin aufgeblüht an der Sache und das ist eine Folge meiner neuen Lebensart, die ich über den Weg der sonderbaren Sexualität meines Mannes erfahren habe. Ich habe Lust auf die schönen Dinge des Lebens, größere und kleinere Dinge sind zu meinem persönlichen Luxus gereift und auch eine ausschweifende Sexualität, sogar mit eigenen kleinen Fetischen und Gelüsten. Die Angst vor den Phantasien des Mannes ist geschmolzen und mein eigener Tatendrang verblüffte meinen Mann, überforderte ihn sogar gelegentlich. Ich liebte jetzt die Provokation, die Wolfgang noch heute zum Verhängnis werden kann. Die gelesenen Tipps von Simone gehen absolut in diese Richtung und ich fand sie teilweise mehr als probierenswert, soweit sie überhaupt noch neu für mich waren. Die Provokation des Mannes mit Stilmitteln einer bewusst gelebten und nahezu frivol dargestellter Weiblichkeit ist eine Grundvoraussetzung, um Macht über den Mann ausüben zu können. Ich konnte als Frau nur Macht ausüben, wenn ich sie mir zuvor geschaffen habe, zuerst vor dem Spiegel und dann im Kopf. Erst dann konnte ich bestimmen und bestrafen.
Es nicht so, dass ich über sein Leben bestimme und er um alles fragen und bitten müsste. Welch schrecklicher Gedanke für ihn und für mich zugleich. Auch davor hatte ich große Angst, mein Mann würde durch die Bevormundung rund um die Uhr und in allen Lebensbereichen nicht mehr lebensfähig und ich trüge am Ende die Schuld an seinem Elend der totalen Unterwerfung. Die Ehe mit meiner dominanten Seite beherrschte unser Leben nicht Tag und Nacht und tut es bis heut nicht. Aber doch gibt es Elemente im täglichen Leben, wo Wolfgang dann und wann gefordert ist, entweder von sich aus oder auf meine Aufforderung. Da gibt es die grundsätzliche Höflichkeit und das gebührliche Benehmen gegenüber einer Dame und darüber hinaus auch mittlerweile übliche und lieb gewordene Tätigkeiten, kleine Hilfsdienste oder alleinige Zuständigkeiten. Wolfgang ist darin seit Jahren nun schon erzogen, als Garant für meinen ganz persönlichen Service zu dienen. Das ist kein Jux, sondern eine vorschriftsmäßig praktizierte Verantwortlichkeit. Gut, die Schürze musste ich ihm nicht zwangsweise verpassen, weil er es ja gerne machte, für mein leibliches Wohl zu sorgen. Auch täglich für meine Schuhe zuständig zu sein, machte ihm nichts aus, angesichts der schönen Aussichten, nachdem stetig und munter hoheitsvolle Stiletto-Absätze Einzug hielten. Wäsche aufhängen, Geschirrspülen, Staubsaugen, Abfalleimer, Bettenmachen, Rasenmähen, , Einkaufen gehen, Reinigung....., das sind für Wolfgang die vermeintlich unangenehmen Folgen. Das ist alles nicht so schlimm sagt er und ein gerne bezahlte Preis für aufregende Stöckelschuhe, Rock und Straps, für jene übertriebene Sehnsucht für alle diese Dinge, damit die Sehnsucht in Erfüllung gehen kann und damit die Frau Gründe hat, streng mit dieser Sehnsucht umzugehen. Wenn man diese Logik erst mal verstanden hat, ist es gar nicht mehr so schwer, sich als Frau darauf einzustellen und danach zu handeln. Ich musste die Bequemlichkeit ganz neu lernen, tatenlos auf der Couch liegen zu können, während Wolfgang in der Küche oder sonst wo beschäftigt war. Wolfgang offenbarte mir seinen Wünsche, die noch weitergingen als gewöhnliche Hausarbeiten und die speziell sexuell eingefärbte Dienstleistungen waren. So wurde eine hohe Kunst daraus, mit der Zunge die Schuhe oder die Zehen zu umkreisen, sozusagen als Vorstufe für das spätere Lecken meiner Klitoris. Es gab regelmäßig Abende mit geschlossenen Jalousien, die für Wolfgang zu einer Art Examensprüfung wurden, wo er mir seinen Ausbildungsstand vorweisen musste, und ich ihn nackt herum kommandierte. Es stellte sich heraus, dass ich mir viel zu sehr meinen Kopf darüber zerbrach, was ich alles tun müsste, sollte, könnte. Es musste keine große Show sein, wie sich schnell herausstellte. Statt Showtime genügten ein paar klare resolute Anweisungen für Aufgaben die ich erledigt haben wollte, während ich las oder einen Film schaute. Wolfgang sollte meine Füße verwöhnen dabei oder ich lernte ihm nebenbei, mir die Strümpfe an- oder auszuziehen, wie ich es in dem Pornostreifen gesehen hatte. Das war keine Kunst, sondern Dominanz im Stil der strengen Gouvernanten, wie sie anno dazumal schon von Frauen praktiziert wurde. Da passte mein uralter Teppichklopfer ganz gut ins Bild und Wolfgang besorgte mir schon im Frühstadium meiner dominanten Gehversuche einen richten Rohrstock aus Bambus für die verpatzten Examensarbeiten (ich wusste schon nicht mehr, was ich zuerst nehmen sollte – Gerte, Bambusstock, Teppichklopfer, Kochlöffel – so euphorisch war Wolfgang über meine Dominanz auch wenn er nach dem Gebrauch jedes Mal die Spuren kritisch besah) . Gehorsamsübungen und Rituale können jeden Abend erfolgen, zu jeder Gelegenheit, ohne großes Brimborium. So wie Roswitha schreibt, genügen drei Worte: „zieh dich aus“ und schon ist Feuer auf dem Dach. Das ist alles nicht so schwer, man muss es nur ein paar Male gemacht haben und dann bekommt man die nötige Ruhe, um die Überlegenheit und Hoheit über den Mann ausstrahlen zu können, die ihn so fasziniert. Ruhe und Bedachtsamkeit sind Wesenszüge, die einer Frau Stärke verleihen und die wiederum lässt jede Bewegung würdevoll und ästhetisch werden. Darin liegt der Zauber der Verführung, der die Erfahrenheit der Frau verspricht und auch die besonderen Methoden, dem Mann und ihr gleichermaßen Lust zu bereiten. Sie, die Frau, jedoch entscheidet immer, was geschieht, denn nur sie ist im Besitz der Quelle jener Lust und dem echten Gegenstück, wofür der männliche Penis anschwillt. Kein anderes Mittel ist besser als die leibhaftige Frau, sagt Wolfgang und am liebsten die eigene. Er muss es wissen.

Mehrere lange Beiträge sind hier schon mit gleicher Grundaussage zu lesen. Ich hoffe, dass auch unsere Geschichte noch dazu beitragen kann, Frauen oder Paaren als Anleitung und Anschubskraft zu dienen. Die Ohnmacht der Frau kann schnell zur Macht werden, wie man sieht. Wolfgang hat einiges an Ehrlichkeit zu dem Text beigetragen, den ich seit längerem schon angefangen hatte, um vielleicht anderen Frauen zu helfen, über ihren Schatten zu springen, wenn sie schockierendes Material bei ihrem Mann finden oder in seinen Fantasien. Nadines Erfahrungen mit ihren ersten Schritten würden uns sehr interessieren, aber auch alle anderen „normale“ Paare, die eine Ehe oder Beziehung mit installierter dominanter Frauenherrschaft führen.

Liebe Grüsse aus dem Sauerland,
Fannie und Wolfgang
P.S.: unser Beitrag sollte zu den anderen Texten in der Rubrik als Antwort auf Nadine's Kommentar.

Wolfgang hat gesagt…

Zusatz von Wolfgang:

An Nadine oder alle anderen betroffenen Frauen:
Es gibt in der Natur des Mannes eine einzige sehnsüchtig gewünschte Niederlage, nämlich die, der puren, raffinierten Weiblichkeit zu unterliegen. Der perfekten Diva will der feinfühlige Mann seine Demut und Unterwürfigkeit beweisen, deren weibliche Raffinessen er wie gefährlich blitzende erotische Signale mit all seinen Sinnen empfängt. Sie dominiert ihn damit verführerisch und weiß es vielleicht noch gar nicht, was sie mit ihrer Weiblichkeit anrichtet. Es ist ein zwanghafter Wunsch, dieser Weiblichkeit zu erliegen und sich mit unnachgiebiger Strenge, oder aber liebevollem Zwang sanft aber bestimmend an das Ziel der Erlösung zu kommen. Auf dem Weg dahin muss er ihr beweisen, dass er es wert ist, in ihren Augen zu bestehen und auch stark genug ist, ihr die Lust und die Erlösung zu verschaffen. Dafür lässt er sich sogar in die Knie zwingen und akzeptiert, sich zu ihrem Untertan machen zu lassen. Er lässt sich abrichten und benutzen, einzig zu dem Zweck seiner Herrin, jener personifizierten und glorifizierten Dame, zu gefallen. Die Erniedrigung vermindert die Distanz für ihn. Wenn sie ihm erlaubt ihre Schuhe und Füße zu küssen, ist damit die Vorstufe zum Glück der Erlösung erreicht. Je mehr sie ihm schrittweise abverlangt, um so höher steigt er in ihrer launischen Gunst. Er lässt sich sogar peitschen und schlagen dafür, so stark ist die Sehnsucht nach der Frau, die ihm alles zu schenken vermag, was ihm ihre damenhafte Erscheinung verspricht. Und er ist stark und tapfer genug, ihre Hiebe auszuhalten, damit er ihr als Liebhaber tauglich ist. Sie darf ihn führen und lenken, ihn lehren und strafen, wie es kein anderer tun dürfte. Ein hoher Preis für scheinbar primitive Gelüste, jenen viel gerühmten und geliebten Raffinessen purer Weiblichkeit, die sich mit Straps und Strumpf offenbaren, mit Stöckelschuhgeklapper und klaffenden Ausschnitten, mit der rundlichen Fülle eines Busens und der Festigkeit langenr wohlgeformter Beine. Der Anblick und der tiefe Wunsch nach Berührung kann die Leidensfähigkeit des Mannes schon auslösen. Wenn die gepflegte Hand der Frau mit langen roten Krallen flach über ihre glatten Strumpfbeine fährt oder die Nylons hörbar aneinander wetzen, wenn die Beine übereinander geschlagen werden, wenn das seidige Unterkleid raschelt, weil der enge Rock bei jedem Schritt spannt, wenn eine elegante Pantolette am Fuss nervös schaukelt, dann kann ein Mann wahrlich verrückt werden und dann wünscht er sich nur noch, dieser Frau zu unterliegen, ihr zu dienen und ihr zu gehorchen.
Ich möchte meiner Frau Fannie an dieser Stelle sagen, wo wir so vieles gemeinsam geschafft haben, wie sehr ich sie liebe und ich möchte ihr für alles danken, für ihre Geduld und für ihre Weiblichkeit, wie ich sie hier beschrieben habe und wie sie mich immer wieder verrückt macht. Fannie, du bist mein größtes Glück auf Erden!

In Liebe und Ergebenheit
Dein Wolfgang

Anonym hat gesagt…

hallöchen achatz - ein kleines lebenszweichen von mir. habe mich lange nicht gemeldet, war aber auch sehr beschäftigt. uns geht es gut - und wir fahren im märz nach London zur club pedestal femdom-party. bin mal sehr gespannt...
liebe grüße
severinus_ls

Achatz hat gesagt…

Danke für die Kommentare. Ich habe die von Franziska und Wolfgang wunschgemäss kopiert und ebenfalls bei Nadines Frage (siehe Posting vom 13.12.2008) engestellt.

@severinus: wir sind gespannt auf einen kleinen Bericht über Deine Londoner Erlebnisse!

Anonym hat gesagt…

nun kam ich endlich dazu, diese großartige, offene Geschichte zu lesen - Franziska und Wolfgang haben es geschafft, aus einer Krise hervorzugehen und ihr Leben zu verbessern - respekt
liebe grüße
severinus_LS

Richard hat gesagt…

Liebe Nadine

Die Ausführungen von Fanni und Wolfgang werden Dir gut tun. Vorallem Wolfgang hat sehr treffend umschrieben, was eine Mann spürt dabei. Ich weiss, es ist ein Dickicht der Gefühle, aber glaube mir, jede Mann mit Gefühl will seine Frau verehren. Die Ausführungen von Fanni deuten auf ein hohes Mass von Besonnenheit hin, was wir Männer eigentlich gar nicht wollen und erwarten. Die Frau kann anscheinend viel mehr verzichten auf sexuelle Stimulation als der Mann und damit fangt das Problem schon an.
Ich hatte vor Anfang meiner Ehe das Problem (Frage: ist es eigentlich ein Problem?) der Verschwiegenheit nicht, weil ich meine Frau bereits vor unsere Ehe aufgeklärt hätte. Wobei ich einräumen muss, dass ich es machen musste auf Befehl einer liebe Freundin. Meine Freundin wusste um das Problem, welche Nadine jetzt hat. Darum wollte sie, dass ich vorher mit der Sprache herauskam. ( Lese mal Domina und Liebe hier im Blog) Damit wusste meine Frau, auf was sie sich mit mir einliess, aber ich denke dass Sie mit 23 Jahren eigentlich noch nicht die Erfahrung hatte, was es bedeutete, wenn eine Mann von ihr Gertenhiebe möchte. Sie hat sie mir gegeben und hatte ihre Lust an die Schläge. Sie hatte damals schon viel Erfahrung mit alle mögliche sexuelle Verirrungen, dass sie froh war eine handfeste Wünsch zu begegnen, die sie erfüllen konnte.
Die Natur und Gesundheit setzt uns, wenn man älter wird Grenzen. Man kann es nennen wie man will, ihre Hormonspiegel ist zu weit abgesunken. In dieser Hinsicht haben wir Männer es besser. Lustigerweise bleiben die sexuelle Gefühlen des Mannes auch im Alter sehr stark. Ob seinem Schwanz noch die Härte wie früher erreicht ist Punkt zwei. Die erotische Gefühle bleiben gleich wie früher. Da kann man sagen, meine Frau und ich benehmen uns wie zwei Halbidioten, aber von der Natur aus, wird Dir nur die Möglichkeit der Sexspiele angeboten. Also nimm sie mit Handkuss an, weil es ist für beide Partner ein wichtiges Element im Leben, womit man später, wenn die körperliche Sexualität verblasst, aus die gemeinsame Fantasien schöpfen kann. Meine Frau hat mich auch striktes Viagra verbot gegeben. Das Risiko einer Herzstillstand kann die Folge sein. Ich klopfe Dich die Samen schon ohne Viagra heraus.

Nadine, da kannst Du böse sein auf Deinem Mann, dass er Dich alles verheimlicht hat und erst jetzt mit der Sprache herausgekommen ist. Verzeihe ihm das, denn es war für ihm ein Dilemma. Gib ihm auf dem Arsch, damit Deine Bosheit darüber genüge getan ist. Er möchte mit seiner Bekenntnis Dir nicht verlieren, aber er gibt Dir das Signal, dass er völlig Vertrauen hat in Dich. Dass muss Du ihm Hoch anrechnen. Natürlich hat es Dich befremdet, weil Du eine rationell denkende Frau bist. Für was soll ich ihm ausklopfen? Im Grunde hast Du auch recht, aber das Blut fliesst wo es nicht gehen kann. Also, bitte nimm Deine Gerte und gib ihm Prügel, damit er merkt Fantasie und Realität sind zweierlei. Seine Bekenntnis zeugt von seine völlige Akzeptanz und Unterordnung Dir gegenüber. Es ist nicht eine Erscheinung die ausschliesslich in der sadomasochistische Riege stattfindet, aber einfach zwischen jede Mann und Frau, die miteinander weiterkutschieren möchten. Die Liebe braucht Geduld. Bedenke, eine Frau bleibt im Laufe der Jahren nicht die Diva, wie Wolfgang so plastisch umschreibt und für den Mann gilt das Gleiche. Auf einmal besteht die Diva und der schöne jungen Mann nur im Euere Fantasie. Gegen diese Zeit sollte das geistliche Polster so stark sein, dass man etwas daraus machen kann. Wenn man es nicht macht oder verschläft, hat man ein noch grösseres Problem; Die Trennung! Jetzt hast Du die Gelegenheit, Deine Ehe aufzubauen wie Du es möchte. Genau in diesem Lebensabschnitt, darfst Du ihm nicht alleine lassen. Als Lohn für Deine Gertenhiebe, erhältst Du einen treue anständige Mann der für Dich wie ein Fels in der Brandung steht. Er vergöttert Dich und er wird Dich auch gegen alle Angriffe verteidigen. Vielleicht stimmt es, dass Männer im Frauenaugen ein bischen Spinnen, aber bitte Verzeihe ihm das. Deine Gerte hilft ihm seine tägliche Frust abzubauen. Alles was man in der Arbeitswelt erlebt, muss eine Ventil haben. Mobbing und Stuhlbeine absagen sind heute ein alltägliches Problem die man überleben muss. Heute ist das Leben in der Arbeitswelt so Hart, dass man froh ist daheim wenigstens Peitschenhiebe von einer liebe Frau, womit man alles besprechen kann, zu bekommen . Vielleicht wirst Du jetzt sagen Du spinnst, aber warte nur, im laufe der Jahre wirst Du merken, dass Deine Schläge womit Du ihm jetzt zum Jaulen bringst, im 20 Jahre eine gute Investition gewesen sind.

LG Richard

Jürgen hat gesagt…

Ich habe als Mann, der sich zu seiner Unterwürfigkeit bekennt, viele Tiefschläge erlebt und möchte nun auch ein paar Zeilen schreiben, nachdem ich aufmerksamer Leser der hier eingestellten Beiträge bin.
Das ganze Leben zieht sich schon wie ein roter Faden mein Frust und meine Enttäuschung über meine nie erhaltene Reflektion meiner unterwürfigen Gefühle gegenüber einer sexuell dominanten Frau. Ein Leben lang suche ich sie schon und keine war dabei, die sich wirklich in mich hineinfühlen konnte und meine aufopferungswillige Veranlagung annehmen wollte.
Kurz zu meiner Biografie: Ich bin heute 46 Jahre alt, arbeite in einer Bank und reise viel durch die ganze Bundesrepublik. Es gab in der Vergangenheit einige längere Beziehungen, die eine Weile gut gingen. Im Grunde genommen habe ich die Suche nach der richtigen Frau nie aufgegeben und bin auch jetzt wieder auf der Suche. Später mehr zum aktuellen Stand.
Warum ich das alles schreibe? Weil ich glaube, dass eine Frau wie Nadine mit ihrem Problem besser umgehen kann, und auch alle anderen Frauen, die das und alle anderen Beiträge hier lesen. Wir Männer können schwer über unsere Sexualität reden. Ich zumindest schreibe deshalb lieber und auch speziell an die Frau meines Herzens. Es ist ja auch so, dass ich mich mit den an die Frau gerichteten Zeilen wohler fühle. Die direkte Aufforderung oder die konkret ausgesprochenen Vorlieben meiner Sexualität sind mir subjektiv zu offensichtlich und konkret und es zerstört meine Vorstellung, die Frau könnte von sich aus etwas in meine Richtung unternehmen. Wenn ich es ihr schreibe, dann ist das nicht so wie das gesprochene Wort zu einer Frau, wenn ich sage, hey ich bin ein Masochist und würde mir von dir dies und das wünschen. Durch das Schreiben versuche ich es auf die weichere Variante und will damit meine Veranlagung weichspülen und ihr die Gelegenheit geben, sich der Sache anzunehmen. Ich will es nur andeuten und ihr dadurch unterschwellig zu verstehen geben, mit welchen Mitteln sie mich verrückt machen kann. Vielleicht ist das aber auch der falsche Weg, ich weiß es nicht. Zusätzlich versuche ich es auf ganz galante Art, immerzu Gentleman zu sein, um auf meine devote Natur hinzuweisen.
Ein kurze Zeitreise in die Vergangenheit, Anfang der 70er Jahre: In meiner Kindheit und später als Jugendlicher bewunderte ich eine Nachbarin sehr, gleich vom Haus nebenan, ein morscher Lattenzaun trennte die beiden Gärten in unserer Straße von einheitlichen kleinen Reihenhäuschen. Ich erinnere mich noch heute an so vieles. Sie war die Frau eines einfachen Bauarbeiters, der die ganze Woche irgendwo in der Republik auf einer Großbaustelle war. Doch sie war eine richtige Madame. Wenn ich heute darüber nachdenke, frage ich mich wie sie zusammenpassen konnten. Als einzige im Viertel trug sie Mäntel mit Pelzkrägen. Als einzige trug sie immerzu elegante Schuhe mit hohen Absätzen, nein ich muss sagen sehr hohen Absätzen. Sie war immerzu auffällig gut hergerichtet, immer Lippenstift und frisch frisiert. An manchen Abenden arbeitete sie als Bedienung in Restaurants und Gaststätten. Ich sah sie oft wegfahren, schön zurecht gemacht, mit kurzem schwarzen Rock und dem kleinen weißen Schürzchen um die Hüfte. Im Winter trug sie eine Pelzkappe wie eine Zarin und engsitzende Schaftstiefel, geradezu selbstverständlich mit hohen Absätzen. Niemals sah ich sie in Hosen, wie es andere Frauen zu der Zeit mehr und mehr taten. Die Nachbarin hatte auch sehr auffällige Fingernägel, viel länger als alle anderen und mir fiel gelegentlich auf, wenn sie mit anderem Farbton lackiert oder ablackiert waren. Erst viel später wusste ich die feine, kaum sichtbare Linie auf ihren hautfarbenen Strümpfen zu deuten und was würde ich heute dafür geben, eine Partnerin zu haben, die diese hauchzarten Nahtstrümpfe genauso alltäglich verwenden würde. Was war das nur für eine außergewöhnliche Frau. Oh wie gerne hätte ich Mäuschen gespielt beim Umziehen in ihrem Schlafzimmer, wie gerne wäre ich als Knabe hinter dem Vorhang versteckt gewesen, um diese großartige Frau nackt oder in Unterwäsche zu sehen. Zeit meines Lebens wollte ich auch so eine richtige Madame. Wieso hatte sie sich an einen Bauarbeiter verschwendet, der ihre so wichtig erscheinende Weiblichkeit, die sie Tag für Tag nur für sich zelebrierte, überhaupt nicht schätzen konnte. Er tat es auch nicht wenn er übers Wochenende da war. Er war ein ungehobelter Klotz und je älter ich wurde, um so eifersüchtiger wurde ich. Mir war klar, was am Freitagabend am Tag seiner Ankunft im Schlafzimmer bei Frau Nachbarin angesagt war. Vielleicht entstand daraus meine unterwürfige Neigung, sich einer Madame, wie Frau Nachbarin es war, ganz und gar zu fügen. Ich wollte genau das Gegenteil von ihrem Mann sein, wollte sie nach Strich und Faden verwöhnen, sie bedienen und ihr alle Arbeiten abnehmen, sie wie ein Gentleman behandeln und zu guter letzt wollte ich ein wunderbarer Liebhaber sein, der zum Lohn für alle Aufopferung in ihren Schoß vordringen durfte. Je öfter ich die Nachbarin sah, um so mehr entstand eine Art Selbsterniedrigung gegenüber einer Frauengestalt, wie sie sie verkörperte. Schon damals träumte ich davon, von einer Frau wie ihr geführt und angeleitet zu werden. Ich kannte ihre Stimme und ihre Art zu reden. Darin lag eine wunderbare Wärme und Güte, wenn sie mit meiner Mutter oder anderen Zaungästen sprach, aber wenn ich hörte, wie sie ihre Tochter am Abend tadelte, wenn sie nach wiederholter Aufforderung nicht rechtzeitig vom Spielen ins Haus kam. Als sozusagen alleinerziehende Mutter, weil der Mann unter der Woche auf Arbeit war, konnte und musste sie ziemlich resolut sein, auch wenn sie danach wieder herzlich lachen konnte. Diese resolute Art hatte mir Respekt eingeflößt und ich war viel artiger als ihr eigenes Töchterchen. Es machte mir Angst, wenn sie mit Schlägen drohte und später wünschte ich mir, Frau Nachbarin würde mir die Hosen herunter ziehen. Wie gerne hätte ich Frau Nachbarin gehorchen müssen...
Was ist nun die Botschaft und der tiefere Sinn dieser wahren Begebenheit im Hinblick auf das Verständnis der Frau für die Unterwürfigkeit des Mannes. Es gibt zweifelsfrei eine stimmige und logische Reihenfolge der zwischenmenschlichen Prozesse. Das klingt sehr theoretisch auch wenn es um zutiefst empfundene Gefühle geht. Punkt eins in der Reihenfolge ist die Madame. Ohne Madame keine Anbetung, keine Vergötterung und somit keine Macht und keine Grundlage für Dominanz. Was ich sagen will: Ihr Frauen aller Welt, nehmt euch ein Beispiel an jener Nachbarsfrau und zelebriert eure Weiblichkeit jede Sekunde am Tag. Es gibt viele viele Männer wie mich, die sich euch zu Füssen werfen und darin ihre ganze Sehnsucht und ihr Lebensglück erfüllt sehen. Es muss doch auffallen, wie sehnsüchtig manche Blicke der Männer einer Frau im Rock mit hochhackigen Schuhen hinterher lechzen. Warum tut diese Frau das und zieht das an und warum schauen die Männer, warum tun sie das? Ist das nicht das einfache Prinzip actio und reactio. Warum hat diese meine Nachbarin das gemacht und warum würde ich einer Frau wie ihr heute am liebsten die Füße küssen und mich von ihr befehligen und kommandieren lassen. Die Frau will sich und damit der Männerwelt gefallen, warum sonst der ganze Aufwand mit Kosmetik, sexy Mode und Stöckelschuhen. Es ist vollkommen richtig, wie Wolfgang es ausgedrückt hat, wonach es die Niederlage gegenüber der hochstilisierten und hochkultivierten Weiblichkeit ist, die uns masochistische Männer so sehr reizt. Wir wollen das Opfer sein, wir wollen uns aufopfern für dieses Weibsbild, einer Madame, wir wollen ihr Opfer sein. Diese Vorstellung des Mannes von seiner Madame haben die Frauen in unsere Köpfe gesetzt, ohne mich jetzt freisprechen zu wollen. Aber ich glaube fest daran, dass in erster Linie die Frau die Initiative in meiner Biografie ergriffen hat, warum ich mich heute ihrem Rock und Straps gefügig ergeben will. Da ist ein Ideal im Kopf gewachsen und das mag man der Frau an seiner Seite nicht sagen, weil man denkt, sie würde das schon wissen, sich danach ausrichten und sich danach verhalten. Wenn das nicht so ist, ist der Konflikt schon vorprogrammiert, weil die Erwartungen des Mannes nicht erfüllt werden – wovon die Frau vielleicht gar nichts weiß. Diese Erwartungshaltung mag man gegenüber der geliebten Frau nicht aussprechen, um sie nicht zu verletzen und auch aus Scham, das gebe ich zu. Ich habe ein Problem und sicher viele andere Männer auch, wenn ich eine Frau darum bitte Strapse, Nylons und Stöckelschuhe zu tragen, damit ich ihr gegenüber besser gehorchen kann, nach dem Prinzip, zeige erst was du anhast, dann bin ich ganz dein. Deshalb schreibe ich derlei Dinge allenfalls, aber auch mit größter Zurückhaltung.
Der tiefere Sinn dieser Geschichte ist also, dass wir Männer zuerst die Venus brauchen, um ihr huldigen zu können. Danach geht vieles wie von selbst, wenn die Frau sich dann ihrer Macht bewusst wird. Deshalb ist der erste Schritt so ungemein wichtig, wo die Frau sich mit dem Klischee der Madame nach individuellen Vorstellungen auseinandersetzt und damit die Zündschnur für eine anhaltende Femdom-Beziehung legt. Zwischen einer Madame und einem Mann besteht eine erotische Distanz. Wie es in anderen Beiträgen schon dargestellt wurde, wird mit den Mitteln der Weiblichkeit eine Höherstellung der Frau künstlich erzeugt und damit eine Hierarchie geschaffen, wo die Frau, selbst die Ehefrau, einen besonderen Rang verliehen bekommt, fernab von Gleichberechtigung und Gütertrennung. Deshalb gilt auch hier wieder jene Reihenfolge, wo der Untergebenen erst aufschaut, wenn eine Distanz zum Höheren da ist. Diese Distanz ist zugleich die Grundlage für Autorität. Zum Klischee einer Madame gehören unbestritten Distanziertheit und Autorität, auch wenn es nur eine Hausfrau wie meine Nachbarin ist. Das Durchdringen dieser Distanz ist dann die Lust des Verehrers, speziell des masochistischen Mannes, wenn er ihre hohen Schuhe küssen darf, ihre Beine berühren darf, als Lohn oder als Teil einer Verpflichtung. Dieses Niederknien und Küssen der Schuhe/Füße ist wie ein Ritual, das die Distanz veranschaulicht und dem Mann seine Unterordnung spüren lässt. Das Tabu der Unberührbarkeit wird nur für ihn aufgehoben für jenen glühenden Verehrer, wenn er der Madame Respekt und Gehorsam zeigt, wenn er ihr huldigt und durch seine Unterwürfigkeit zeigt, wie sehr er ihre zelebrierte Weiblichkeit zu schätzen weiß. Wenn dieser Schritt einmal gemacht ist (Schaffen von Weiblichkeit, Distanz, Autorität) kann zwischen Mann und Frau eine gemeinsame Entwicklung und Steigerung der Beziehung mit weiblicher Dominanz erfolgen. Mit diesem Schritt ist eine Basis geschaffen, eine Gemeinsamkeit, von der aus beide Partner einen gemeinsamen Startblock haben. Für einen masochistischen Mann geht sein Lebenstraum in Erfüllung, wenn eine Frau, so wie Fannie, sich zur Madame verwandelt, sich dann eines Tages hinstellt und sagt, so mein Lieber, ab heute weht ein anderer Wind.
Leider ist mir dieser Lebenstraum versagt geblieben, auch wenn ich etappenweise schöne und aufregende Beziehungen hatte. Damit bin ich wieder bei der Gegenwart. Mein Traum wäre jedoch auch eine Ehefrau mit zwei Gesichtern gewesen, Liebe und Strenge, Freundin und Madame. Niemand außer meinen Ex-Frauen weiß von meiner Neigung. Lediglich eine Arbeitskollegin, mit der ich schon seit über zehn Jahren den Schreibtisch teile, habe ich irgendwann eingeweiht. Sie ist mein bester Kumpel. Irgendwann hatte ich mich verplappert und dann gab es nur noch die Flucht nach vorne. Seitdem ist sie meine Vertraute und Ratgeberin in intimen Dingen und Herzensangelegenheiten geworden. Ihr erzähle ihr von meinen Blind-Dates, von meiner Suche über Inserate und Chat-Partnerinnen. Sogar wenn ich auf Dienstreise mir gelegentlich eine "Madame" für eine Stunde bestelle, erzähle ich ihr das. Wenn Sie mich nach der Rückkehr von einer Reise oder nach einem freien Wochenende mit einem wissenden Lächeln frägt, na wie wars, tuts noch weh, mache ich die Türe lächelnd ganz zu und berichte kurz. Ich kenne solche Begegnungen mit Damen wie Ingeborg (siehe ihren Beitrag zum Thema Around her Finger ) die gewerbsmäßig oder halbprofessionell Hotelbesuche als strenge Madame machen. Ich bin Stammkunde bei einigen Damen in einigen Städten. Für kurze Zeit erfüllt sich dann mein Lebenstraum, wenn eine Madame im engen Lederrock das Hotelzimmer betritt, im Sessel Platz nimmt und sofort den Raum mit Autorität füllt. Der Ablauf ist schon fast Routine. Blicke genügen, natürlich die drei Worte, „zieh dich aus“, niederknien, Madame die Füße küssen, Verhör, Zimmerservice rufen – für Madame ein Glas Champagner ordern, Standpauke für sexuelle Untugenden und Monolog über die Notwendigkeit einer strengen Erziehung. Dann die Frage nach dem Rohrstock, der wie immer vorsorglich mitgebracht im Kofferboden diagonal unter meinen Klamotten bereit liegt. Erst per Hand übers Knie gelegt, bekomme ich meine Strafe für das was mich an Madame so fasziniert. Dann lässt sie sich vielleicht als Steigerung den Rock ausziehen damit ich alles sehen muss. Über das Bett, Tisch oder Stuhl gebeugt, erhalte ich meine bestellte Portion Hiebe. Zum Schluss tröstet sie mich, während sie mich an sich drückt, darf ich mich unter ihren Argusaugen erleichtern, sprich abspritzen. Das Kuvert mit dem Geld hat sie bereits bei ihrer Ankunft vom Fernsehr genommen und in die Handtasche gesteckt. Ich helfe beim Annziehen und mit der Aufforderung "Ruf mich an, wenn du wieder in ... bist, schreitet sie mit wogenden Hüften aus dem Zimmer - "und vergiss den Rohrstock nicht..."
Meine liebe Arbeitskollegin kennt diese Abläufe und frotzelt, wenn sie mal mit einem schwarzen Lederrock ins Büro kommt. Leider ist sie glücklich verheiratet, sonst hätte aus der Freundschaft vielleicht mein Lebensglück werden können. Mit ihr verstehe ich mich blind. So wie ich ihr alle meine intimen Dinge anvertraue, lässt sie über ihre Ehe und speziell über ihre sexuellen Erlebnisse jedoch keinerlei Worte verlauten. Das wäre Verrat an ihrem Mann, das respektiere ich vollkommen und daran sehe ich auch ihre Verschwiegenheit und Vertrauenswürdigkeit. Doch soviel räumt sie schon ein, dass meine Offenheit und meine Erlebnisse für ihre Ehe einen gewissen Einfluss hatten, einen guten. Insoweit wäre ihr Mann mir zu großem Dank verpflichtet, obwohl er nicht im geringsten weiß, woher seine Frau alle Informationen hat, die sie befähigen, ihn verrückt nach ihr zu machen. Einerseits würde es mich schon interessieren und andererseits würde ich darunter leiden, wenn ich wüsste, was sie alles mit ihm treibt und ob sie alles ausprobiert, was sie von mir erzählt bekommt. Gelegentlich bin ich bei ihr zum Essen eingeladen und dann sehe ich etwas klarer, was sie mir nicht sagen darf. Ihr Mann kocht mit Schürze und sie trägt einen knallengen Rock und Schuhe mit 12cm-Absätzen. Sie harmonieren auffallend gut. Meine Kollegin ist keine auffällige Erscheinung, gut sie hat ihr Leben lang auf ihre Figur geachtet, nimmt kaum Make up und variiert ihre Frisuren. Doch ihre Art sich zu kleiden, ist eine Wucht. Wenn wir abends mit mehreren Leuten weggehen, gaffen alle Männer auf sie, obwohl es auf den ersten Blick nicht aufdringlich aber doch sehr feminin und gestreckt wirkt. Wenn ich eine feine Linie auf ihren Strümpfen sehe, weiß ich, was Madame darunter trägt und ich freue mich für sie und ihren Mann.

Derzeit habe ich eine lockere Bekanntschaft zu einer Frau, die sich von ihrem Mann trennen will und die ich sofort, beim ersten Sehen als Madame bezeichnen würde. Wieder einmal bin ich voller Hoffnung, ans Ziel meiner Träume zu kommen und konnte meine Euphorie kaum bremsen, als wir kürzlich unsere erste gemeinsame Nacht verbrachten. Als hätte sie von meinen bislang verheimlichten Gelüsten gewusst, saß sie mir bei der Anreise zum Hotel drei Stunden lang im ICE mit einem schwarzen Ledermini gegenüber und lächelte kühl vor sich hin...

Vielleicht kann auch dieser Beitrag einigen helfen, die Einsichten zu vermehren, bisher nicht gewagtes zu probieren und unausgesprochenes besser zu verstehen.

Jürgen

Annette hat gesagt…

Antwort zu Richard's Kommentar:

Welch wunderbarer Text. Ein Polster für später...

Der Mann ist nicht das Problem, für eine liebende Frau, sondern das völlig Unbekannte, wenn man am Anfang vor einer bisher völlig unbekannten Thematik steht.

Es ist auch ziemlich extrem für den Anfang, wenn der Mann tatsächlich alles herauslässt, was ihn an Femdom fasziniert und wie er sich das im Alltag vorstellt.

Brilliant ist die Idee, den Mann einen Tagesablauf mit allen Varianten und Möglichkeiten aufschreiben zu lassen, wie ein Tag mit der teils sehr dominanten Frau aussehen könnte oder sollte. Das hat mir ungemein weitergeholfen, weil darin zum ersten Mal greifbare Sachverhalte waren, die mir auch einleuchteten.
Gut, da erschrickt man, wenn man davon liest, wenn der Mann sich am Abend nackt auf Knien zu dem Platz annähern nähern soll, wo ich (gerade nach Hause gekommen)ungeduldig sitze, dass er mir die erwartungsvoll hingestreckten Füsse küsst und jedes Mal liegt mein Rohrstock schon quer auf meinem Schoß für den Fall, dass ich ihm für eine Spitzfindigkeit den Hintern versohle.
Leichter fiel mir der Text, wo ich in der Badewanne liegend den Mann mit einem Glöckchen zu mir rufen könne, damit er mich mit meinem Schwamm wäscht, mir etwas zu trinken serviert, mich abtrocknet usw.

Ich hakte ab, was ich für machbar hielt und fragte nach, wo ich durcheinander kam und keine eigene Vorstellung hatte.
Ein Tag kann viel mehr Femdom haben als man glaubt und ob das dann dem Mann wirklich gefällt, ist die Frage. Die Fantasie des Mannes ist das eine, die Machbarkeit das andere. Viele Punkte im Laufe eines Tages sind da durchaus möglich und es ist ja der weit angenhemere Teil für die Frau, weil sie ja ständig die Oberhand hat und sich bedienen lassen kann.
Ich lächelte einerseits, als ich mir den Tagesablauf von meinem Schatz aufschreiben ließ und sagte ihm, er solle es sich gut überlegen, was er mir da empfiehlt. Das klang nicht schlecht für mich. Andererseits sah ich mich in der Rolle einer Furie, also einer negativ befrachteten Frauengestalt.
Ich blieb die gleiche die ich vorher schon war und erinnerte mich jeden Tag ein bischen mehr an den beschriebenen Tagesablauf. Auch kleidete ich mich entsprechend mit viel mehr Noblesse und richtete mich entsprechend meiner Rolle jeden Tag viel bewusster her, damit ich die Dame des Hauses nach aussen hin wirklich klar verkörperte. So funktionierte es ganz gut, mehr und mehr das Aufgeschriebene in den Alltag zu installieren. Da gab es durchaus spannende Momente, ob der Mann auch wirklich bereit ist, ohne Widerspruch jede meiner Anordnungen zu befolgen. Er konnte schließlich nicht mehr zurück, denn er wollte es ja so. Da kann man schlecht sagen, jetzt aber doch nicht mehr. Da muss man als Frau schon mit Augenmass und Güte vorgehen, trotz der so sehnsüchtig gewollten Strenge mit allen Konsequenzen.
Es kann nur Gelingen, wenn man Femdom mit Ernsthaftigkeit und Dauerhaftigkeit betreibt und sich dennoch im Hinterkopf die Liebe bewahrt. Es stimmt schon, wenn ich hier lese, das ist wie bei einer Mutter-Kind-Liebe, wo auch mal Strenge und Konsequenzen sein müssen und dann am Ende einer Strafe wieder die Sonne scheint. Komisch, wenn das mit einem erwachsenen Mann genauso sein soll, nur mit sexuellen Inhalten innerhalb der partnerschaftlichen Begegnung von Mann und Frau.

Mein Tagesablauf ist heute von mehreren Femdom-typischen Begegnungen durchzogen und es liegt an mir, den Drehknopf mehr oder weniger zu schalten. Je mehr ich aufdrehe, um so leichter kommt mir Femdom manchmal vor, weil das schwierige genau der Zwischenbereich ist, wo man nicht weiß, ist es zu normal, zu wenig oder zu viel an Strenge und Damenhaftigkeit. Aber dafür bekommt man schnell ein Gespür, je nachdem, was ich vom Mann haben will.

Anonym hat gesagt…

So, Mann, du willst also die Niederlage, du willst das Opfer sein wenn du mit Dingen alltäglicher Weiblichkeit konfrontiert wirst. Und du willst in der Unterwerfung schmoren und bist dabei glücklich, wenn die Frau dich kommandiert und züchtigt, für die Ungezogenheit, sich für ihre weiblichen zu interessieren. Nun gut, das sollte nicht so schwierig sein für eine Frau, wenn man gesagt bekommt, welche Waffen diese Wirkung haben und wenn man weiß, mit diesen Waffen umzugehen. Da muss man kein Naturtalent besitzen, um das zu beherrschen. Vieles macht man als Frau doch sowieso schon im täglichen Programm, wenn man im Leben steht und ein bisschen etwas auf sich hält. Da geschieht vieles gewiss auch ganz unbewusst, was dem fixierten Mann wie eine Falle vorkommt, wenn er ein Idyll der von ihm verherrlichten Weiblichkeit erspäht, sei es ein wippendes Damenbein an der Bushaltestelle oder ein federnder Busen unter einer Bluse. Dieser eine oder andere Blickfang ist wohl gemeint, der einen von Sehnsucht nach Weiblichkeit gequälten Mann jene Sehnsucht zur Qual macht. Ich glaub, die Botschaft soweit verstanden zu haben. Man macht es bei Femdom eben bewusster und auf extremere Art, mit Kalkül und Raffinesse, mit Vorsatz und Berechnung, mit besonderer Ästhetik und Grazie, mit Kaltschnäuzigkeit und Souveränität, mit der Gewissheit des Sieges und der lähmenden wie erregenden Wirkung jenes Giftes weiblicher Waffen. Und doch soll es unbewusst wirken. Ein bisschen Geschick für eine entsprechende Sprache zu diesem teuflischen Theater und eine Prise Psychologie, um alles zusammen noch provokativer einsetzen zu können und der arme Mann tut alles für seine hochgepriesene Madame.

Ich machte den Versuch, einmal bewusst mit männlichen Gedanken und Augen durch einen Tag zu gehen, um die Welt des unterwürfigen Mannes besser zu verstehen. Nach dem Aufstehen handelte ich schon ganz zielstrebig und bewusst, um zu testen, was die Aufmerksamkeit bei einem männlichen Betrachter sofort anspringen ließe und achtete im ganzen weiteren Tagesgeschehen, was einem Mann da sonst an Weiblichkeit begegnet, die ihm ins Auge sticht. Und auch ich selbst wollte sehen, wie Männer auf meine bewusste Weiblichkeit reagieren. Also morgens nicht schnell schnell alles chaotisch, rein in die Jeans, passendes Blüschen, rasch die Wimpern tuschen, kurz durch die Farben des Malkastens fegen und Lidschatten auftragen, ein flüchtiger Spritzer Parfum und rein in die Schuhe, die vom Vortag gerade zufällig dastehen. Also das ganze mal anders: Schon vom Bett heraus steige ich in hübsche Schuhe, die mich erhöhen und meinen Körper gestreckt sowie das Nachthemdchen noch kürzer erscheinen lassen. Das Nachthemd wird ausgezogen und ich bin nackt aber mit Schuhen, wie elitär. Das ist wie ein Siegerbild im großen Spiegel. Ich zelebriere das Anziehen der Unterwäsche und der extra anstatt Strumpfhosen halterlosen Strümpfe, stelle ein Bein auf die Bettkante wie Sophia Loren. Ich sitze bequem auf dem Stuhl, während ich meine Bluse gemächlich zuknöpfe und Knopf für Knopf meine gepushten Brüste dem wie gebannt zusehenden Ehemann wegsperre. Ich wähle mit Vorsatz einen kürzeren Rock für mein Vorhaben. Stets und unverändert in den Schuhen balanciere ich möglichst mit Schritten wie auf einem Laufsteg ins Bad und schminke mich mit einem Lächeln im Gesicht. Ich plustere mein Haar auf wie unsere Katze wenn sie faucht. Dann betrete ich als Star das Esszimmer, nehme wortlos und mit hochnäsiger Miene zur Kenntnis, dass der Kaffe bereits fertig ist. „Machst du das Bett und bitte räum mein Nachthemd auf“ ist mein Kommentar, während der süße Mann mir die Tasse füllt. Er geht sofort. Ein Wunder ist geschehen.

Ich machte mich auf den Weg und hielt die Augen offen. Im Bus keine Frau, die den Weiblichkeitsfanatiker ansprechen würde. Aber ich bekomme von zwei Herren taxierende Blicke zugeworfen, die wohl bemerkt haben, dass ich als einzige im Umkreis von 25 Metern einen Rock mit Nylons und ziemlich hohen Pumps trage. Als ich ausstieg starrten sie hemmungslos auf meine Beine und die ersten klackenden Schritte mit den hohen Stöckeln. In der Firma, ich arbeite im Büro eines Reiseveranstalters auch keine Beute für einen Weiblichkeitsfanatiker. Von den Kollegen wagt es keiner, mich wegen meiner eleganten Kleidung anzusprechen oder auffallend zu taxieren. Ich ging in die Mittagspause wie gewohnt in die Altstadt, eine hübsche Einkaufsmeile, und jetzt wurde ich fündig, aber auch selbst vielfach zur Beute. In einem Blumengeschäft entdeckte ich ein Musterexemplar an Frau. Hinter der Glasfassade saß sie, jeglichen Blicken ausgesetzt, arbeitend an ihrem Schreibtisch. Die Beine übereinandergeschlagen, seitlich am Schreibtisch vorbei und an ihrem Fuß hing ein schöner hoher Stöckelschuh , während sie telefonierte und sich meiner beobachtenden Blicke nicht scherte. Da würde ein unterwürfiger Mann nun gerne davor knien und der Frau voller Sehnsucht die Füße küssen und wie ein Hündchen auf ihre Befehle warten. Es dauerte nicht lange und ein weiteres Idyll breitet sich vor mir aus, als ich in ein Schuhgeschäft gehe. Zwei junge Frauen sitzen auf der gepolsterten Bank und probieren festliche Sandaletten, wie man sie für einen Ball oder ins Theater trägt. Beide haben schwarze Nylons und schreiten abwechselnd voreinander zur Begutachtung der einzelnen Modelle, natürlich mit hohen Hacken. Der Traumberuf eines unterwürfigen Mannes müsste doch Schuhverkäufer sein, denke ich und gehe schließlich weiter, nachdem ich selbst ein paar Modelle inspiziert hatte.
Um eine Kleinigkeit zu essen, ging ich in ein Straßencafe und saß somit in der Loge für meine Beobachtungen. Natürlich war ich selbst auch wie auf dem Präsentierteller und ließ mich entsprechend würdevoll bewundern, während ich mit extra hoch übereinandergeschlagenen Beinen an der Tasse nippte und die vorbeigehenden Frauen bewertete. Minutenlang Flaute, dann kommt ein Musterexemplar an Weiblichkeit in einem kurzen vorne durchgeköpften Kleidchen, das tief blicken lässt, da der obere und untere Knopf geöffnet sind. Dazu wirklich extrem hohe schwarze Pumps, die den Gang dieses Vollweibes wogend dahinschreiten lassen und ganz sicher. Weil ich selbst so staunte, sah ich die Reaktion der Männer in ihrer Umgebung nicht. Als das Spektakel außer Sichtweite ist, betrachtete ich meine Pumps und sah mit überheblicher Miene zu Boden. Ich stellte mir vor, dort am Boden wäre jetzt ein kriechender Mann, der zu mir aufschaut. Eine gute Übung, fand ich. An meinem Nebentisch setzte sich ein Pärchen mit einem kleinen Hund. Genau diese Perspektive des Hundes musste es wohl sein, die sich der kriecherische Mann aus meiner Vorstellung wünscht, um die langen Beine seiner Herrin bewundern zu können. Ich flirtete mit dem kleinen Hund, bezahlte und ging wieder. Die Männer immer Cafe schauten mir traurig hinterher. Zielstrebig steuerte ich auf einen Supermarkt, um dort wie gewohnt einen Snack zu kaufen. Wider Erwarten treffe ich auch hier ein Superweibchen. Selten genug im Supermarkt, doch wirklich ein Eyecatcher. Eine Lady im Geschäftsfrauenkostüm, kurz, eng, schön geformte lange Beine in hauchfeinen dunkelbraunen Nylons und teuer aussehende Designerpumps schob den Einkaufswagen langsam und suchend durch die Gänge. Wow, ein rassiges älteres Mädchen, dachte ich. Viel Schmuck, braungebrannt und einfach todchic ihr knappes Kostüm. An der Kasse stand ich hinter ihr und sah auf ihre Hochsteckfrisur und auf ihr edles Portemonnaie. Die Frau hatte Klasse und Stil. Die war auch nach dem Geschmack eines unterwürfigen Mannes, sie strahlte schon etwas strenges irgendwie aus. Ich ging zurück ins Büro. Erst auf dem Nachhauseweg mit ein paar Zwischenstationen für Besorgungen konnte ich wieder aufmerksam beobachten. In der Apotheke eilt hinter dem Verkaufstresen eine schwarzhaarige Schönheit mit offener weißer Schürze von Schrank zu Schrank. Ihr sehr kurzer Rock ist schwarz und ihre rassigen Pumps sind so kräftig rot wie ihr dünner Seidenrolli. Der Mann den sie bedient, ist sehr freundlich und überglücklich von dieser Frau anstatt einer anderen bedient zu werden. Vorbei an dem Cafe, wo ich mittags gesessen war, sehe ich eine Frau wie mich jetzt sitzen und siehe da, sie ist aus einem ihrer eleganten Schläppchen geschlüpft und reibt sich unter dem Tisch mit einer Hand eines ihrer bestrumpften Füßchen. Wo es doch genug Männer gäbe, die sich dafür gerne angeboten hätten, quasselt sie mit ihrer Begleiterin am Tisch und spielt nebenbei an ihren Zehen. Im Bus dann noch ein Erlebnis, wie es zu dem Tag passte. Eine etwas fülligere junge Frau hat wie der Mann neben ihr auch nur noch einen Stehplatz. Er ist wesentlich größer als sie und ihr weiße Hemdbluse ist wahrlich gut gefüllt. Zwischen dem letzten und dem vorletzten Knopf klafft eine Lücke und auch der Ausschnitt macht den Weg frei für den Mann neben ihr, ungehindert und fortwährend ihren prall gefüllten Büstenhalter und den Spalt ihres zusammengepressten Busens zu bewundern. Auf dem Weg nach Hause ging ich an einem Autohändler vorbei. Hinter der gläsernen Front direkt am Gehweg fand im Büro wohl gerade ein Verkaufsgespräch statt. Dem Verkäufer mit Sakko und unpassender Krawatte am PC saß eine junge langhaarige Frau im schwarzen Hosenanzug gegenüber. Eine hübsche Frau, aber das besondere waren vor allem ihre schwarzen Pumps, die waren wirklich extrem hoch und wirklich dünn wie ein Bleistift. Sie kreiste unruhig und spielte damit, während sie einfach nur da saß ohne zu bemerken, von mir beobachtet zu werden. Das war noch mal einer jener Augenblicke, wo der Weiblichkeitsfanatiker zerfließt beim Anblick dieser Szenerie.

Zu Hause testete ich später meinen Mann, ohne etwas von meinem Experiment erzählt zu haben. Das Bett war gemacht, mein Nachthemd fein säuberlich aufgeräumt. Während dem Fernsehen schweiften seine Blicke oftmals auf meine angewinkelten Beine auf der Couch und die am Boden stehenden Pumps. Als wir zu Bett gingen, stellte ich wieder ein Bein auf die Bettkante, wie Sophia Loren und rollte meine Strümpfe nach unten. Bevor ich es vergesse. Zuvor ließ ich mir meine Pumps im Wohnzimmer aufräumen und mir die anderen Schläppchen von heute morgen bringen.

Das ist Femdom. Bezwungen ganz ohne Gewalt, nur von stillen Momenten und reizvollen Augenblicken einer glorifizierten Weiblichkeit ist der Mann das Opfer in der Frauenwelt . Natürlich gehen die Fantasien des Mannes noch weiter und gehen in extremere Bereiche. Diese wunderbaren Frauen, denen sie im Alltag begegnen dichten sie dann herrische Züge an und glauben fest an ihre Fähigkeit zur Strenge. Reitgerten und Rohrstöcke tragen diese Frauen nach ihren Vorstellungen in ihren Händen, um sich den ungezogenen Mann gefügig zu machen, der jener vielversprechenden Weiblichkeit erliegt. Das ist am Ende alles nicht so abartig, wie es zu Beginn aussieht, wenn man mit Ruhe an die Sache herangeht. Und dann sieht man auch viel klarer, wie es in dem unterwürfigen Mann aussieht und kann selbst besser darauf reagieren und vor allem handeln, ohne vorgegebenes Drehbuch.

Eine nette Sache als Tip: Mein Mann hat mir zum Geburtstag am Morgen einen Gutschein geschenkt, worin er mir versprach, als gehorsamer Diener alles zu tun, was ich wollte. Wir verwenden das Wort Diener und nicht Sklave. Das war eine gute Kostprobe für mich, das Leben als Herrin einmal zu versuchen.


Nochmal Annette

Naguri hat gesagt…

Die Geschichte von Annette ist sehr interessant. Ich glaube ich werde mich auch mal in eine Einkaufspassage setzen und mich auf die Leute, die da an mir vorbeiziehen, konzentrieren. In unseren letzten Ferien hatten wir eine Invasion von weiblichen Russinnen, die ihre wohlgeformten Körper, mit undurchdringlicher Miene und hochhackigen Schuhen durch das Hotel schoben. Auch ich als Frau habe diese Frauen bewundert, die auf 12 cm hohen Absätzen an mir vorbeischwebten. Vielleicht hat subi's Blick mich nicht gefunden, weil ich in Zehensandalen und übergrossem Tuch rumlief. Naja, ich kann mich nur verbessern. Doch es fällt mir manchmal schwer, auf hochhackigen Pumps und in kurzem Rock, die Bluse so geöffnet, dass es den Ansatz meiner Brust zeigt und dabei versuche die tägliche Hausarbeit zu machen. Denn die Hausarbeit kann ein subi, der den ganzen Tag schwer arbeitet, nicht noch am Abend erledigen. Dafür reicht die Zeit nicht. Ich würde im Wohnzimmer sitzen, alleine, und subi würde Wäsche waschen, Nachtessen kochen, Kühlschrank rausputzen, Bettwäsche wechseln, Kleider bügeln usw. usf. Wer würde denn meine Füsse massieren, mir Wein einschenken und mich sonst verwöhnen? Ich glaube, dass es so eingespielt sein muss, dass beide auf ihre Kosten kommen und es auch Spass macht. Ich arbeite hart an der richtigen Dosierung und obwohl wir erst seit 2 Jahren zusammenleben haben wir schon viel erreicht. Aber es gibt nach wie vor Differenzen und Probleme für die wir eine bessere Lösung finden müssen. Ich finde es immer wieder spannend die verschiedenen Geschichten zu lesen und oft frage ich mich ob es für alle so leicht war - wie es geschrieben steht - oder ob es auch oft ein harter Weg war. Ich bin gespannt auf folgende Artikel.
Grüsse Naguri

Anonym hat gesagt…

Nochmal Annette:

Nach dem ich direkt angesprochen wurde, um auch über die auftretenden Probleme zu sprechen, melde ich noch mal, um dazu etwas zu sagen. Selbstverständlich geht das nicht ohne Probleme und Differenzen in ganz unterschiedlicher Ausprägung und zwar auf beiden Seiten. Wenn da einiges zur Seite geräumt wurde, kommt man am Ende zu den leicht und schön klingenden Geschichten. Ich beginne mal bei mir. Am Anfang stand ich mir selbst im Weg und wusste nicht, was und wie ich mit dem überraschenden Hinweis des Mannes umgehen sollte, als er mich eines Tages bat, ihm doch den Hintern zu versohlen, wenn er mich verärgert habe. Wie, was? Du spinnst. Das war meine Reaktion, doch er hatte es vollkommen ernst gemeint. Er bat mich dann immer öfter, als es einmal ausgesprochen war und dann wusste ich mit der Zeit, wovon dieser Mann nachts träumt. Es ließ nicht nach und immer mehr bohrte er in mich hinein, weil das auch einen sexuellen Hintergrund hatte. Das setzte mich unter Druck und das verträgt keine Frau, ob mit oder ohne gesundem Selbstvertrauen. Irgendwann nach vielen kleinen Differenzen platzte mir dann der Kragen und ich forderte ihn ziemlich wütend auf, mir endlich von vorne bis hinten zu sagen, was in seinem Kopf diesbezüglich stecken würde. Ständig hatte er mir in den Ohren gelegen, mach das doch mal. Es wurde eine schlaflose Nacht daraus, in der wir nebeneinander lagen und er mir sozusagen im Dunkeln Licht in seine innersten Empfindungen gewährte. Es war schwer wie eine Geburt, aber als es endlich heraus war, empfand ich es nicht so schlimm. Das Schreckgespenst zuvor mehr deutlich beängstigender als zum Schluss die ganze Wahrheit. Das unscharfe Bild, das der Mann mir gezeichnet hatte, bekam jetzt Konturen für mich, die ich wiederum als Differenz zu meiner Person empfand. Ich war nicht dieses Weib, wie es im Beitrag von naguri in den Ferien mit den Russinnen erlebt hat. Diese Russinnen sind übrigens ein guter Vergleich, wie ich später auch noch öfters und ebenso in mehreren Urlaubsreisen feststellte. Aber zurück, denn jetzt ich hatte eine konkrete Vorstellung. Ich sollte also ein machtvolles Weibchen verkörpern, aufgestrapst und hochhackig, aufgetakelt und mondän, charmant und raffiniert, liebevoll und autoritär, gütig und ungnädig, zart und hart. Die Amplituden schwangen von einem Extrem zum anderen und das sollte ich nun auf die Reihe bringen. So schwierig diese Bandbreite erschien, hinderte sie mich nicht den Prozess zu beginnen und mit einfachen Mitteln. Das kann doch jede Frau, dachte ich und meinte speziell mich. Warum also nicht mal ausprobieren, was ich bisher nie gemacht hatte und wofür ich auch keinen vernünftigen Grund finden konnte. Ich sprang also vorsichtig über meine ersten Schatten und änderte meinen Stil, meinen bisherigen Geschmack, der auf das zur Schaustellung von Luxus verzichtet hatte. Es sollte nur ein Versuch sein. Es war mir nicht unangenehm, aber komisch war mir schon zu Mute bei den ersten Ausflügen mit jenen 12cm hohen Absätzen. Um meine Unsicherheit zu verbergen, auch im Umgang mit Strapsen und so, machte ich das zunächst, wenn mein Mann für mehrere Tage unterwegs war. Ich weitete meine Testreihe dann mehr und mehr aus, weil es wider Erwarten doch Spaß gemacht hat, trotz dem ganzen Aufwand mit Kosmetik und Klamotten. Das Problem mit meinem Mann schmolz, je mehr sich mein Aufwand vergrößerte. Mein Problem, mich verbiegen zu müssen, damit er mich liebt, war nicht tot zu kriegen, obwohl es mir mehr und mehr Freude machte, mich herzurichten. Da steckte ja auch viel neues, wovon ich keine Ahnung hatte. Make up – wie Frau sich schminkt, Kleidung, wie Frau sich kleidet, denn das will durchaus durchdacht sein, um erotisch zu wirken, und um ladylike zu sein, wie man sich al Frau bewegt, spricht und sich gibt. Ich hatte ja keine Allüren bisher und fand es okay, wenn meine Finger- und Zehennägel wochenlang nicht lackiert waren. Um dieses Gefühl des Verbiegens loszuwerden, schwenkte ich um und redete mir ein, das alles rein für mich zu machen, ganz egoistisch und egozentrisch. Das funktionierte auch ganz gut, je mehr mir die Veränderungen an mir gefielen. Es brauchte auch etwas Geduld, um in sich eine anderes Körpergefühl zu bekommen. Das Gefühl von Sicherheit, Stärke und eben dem Bewusstsein, seine weiblichen Reize mit Absicht in Szene zu setzen, den Vorteil auszuspielen, wenn man von Natur aus mit Beinen und Busen gesegnet ist. Macht war anfangs noch nicht spürbar, nur in der Theorie war mir klar, dass man als Frau gegenüber dem Mann ungeheure Macht ausüben kann, wenn man nur wollte. Aber ich wollte die Macht ja nicht – er wollte sie. Irgendwann war es zu offensichtlich und ich konnte meinen Egotrip nicht weiter verbergen. Schließlich hatten sich gewisse Dinge verselbständigt, die hohen Hacken, die Dessous, wie Frau sich schminkt und kleidet, wie sie spricht und sich bewegt. Ich sagte auch nichts dazu, um ja nicht in Verdacht zu geraten, ich würde ich das alles nur für ihn tun. Glaub’ ja nicht ich würde das nur tun, um dir zu gefallen, sagte ich auf seine ersten Entzückungen und Fragen über gewisse Veränderungen. Erst im Nachhinein kann ich jetzt sagen, wie wichtig, dieser Ausspruch war und mein eigener Unternehmungsgeist, quasi ohne seinen Einfluss zu den hohen Hacken usw. zu greifen. Ich sollte ja ihn dominieren und nicht er mich. Also musste von mir die Macht ausgehen und nicht von ihm. Da gehörte auch eine Portion Mut dazu, sich derart öffentlich zu präsentieren. Doch je öfter ich mich gewagt auf die Piste begab und mich bewusst konditionierte auf Gangart zu achten, hochnäsig die Augenbrauen zu strecken, um so mehr spürte ich auch diese Macht, die Grösse, diese Stärke, die von mir ausging. Mein Charakter änderte sich nicht, nur meine Fassade und mein inneres Gefühl von Stolz und Geltung. In diesem Bewusstsein nahm ich die Besserung des Mannes freudig zur Kenntnis, als er mir plötzlich vorsichtige Komplimente machen konnte. Damit ich meine noch jungen Triebe von Machtgefühl nicht gefährdete, machte ich auf kühl und sagte jedes Mal – wieso, wie kommst du darauf. Ich bemerkte, dass mein Mann nichts mehr davon sagte, mach doch mal, wegen dem Hintern versohlen. Mir musste allerdings klar sein, wie stärker sein Wunsch im Zuge meiner Veränderungen geworden sein muss. Er wagte es nicht mehr zu wünschen, sondern wartete sehnsüchtig auf den Moment, wo es passieren würde. Zuckersüß war er mittlerweile in vielen Belangen, wo es bislang Meinungsverschiedenheiten oder echte Differenzen gab. Plötzlich war es leicht für mich, gewisse Dinge durch zusetzen, gerade auch die Hausarbeiten. Je mehr er mir an Einflussnahme zugestand, um so weiter nahm ich Gebrauch davon. Schritt für Schritt nähert ich mich der Marke, wo ich ihm nicht nur mit Worten meine junge aber doch konsequente Autorität beweisen würde. Auch das war aus heutiger Sicht ein vernünftiger Prozess, erst einmal mit Worten diese Autorität zu beginnen und immer mehr zu steigern. Immer öfter fügte ich meinen Bitten und Wünschen um Erledigung ein paar zusätzliche Ausdrucksformen an und machte daraus eine strenge Version. Insgeheim grinste ich mir eins aber nach außen hin, war die Wirkung schon zu sehen, wenn ich sagte -... ist das klar - .... aber rasch - ...wie lange muss ich noch warten - ....wird das jetzt bald. Von dieser Sprache ging mehr und mehr die klare Botschaft meiner weiblichen Autorität aus und mein Outfit unterstrich diese Botschaften. Die alte Hausmannskost hatte sich schon vorher langsam verabschiedet und wenn ich jetzt von Absätzen erhöht und im engen Rock vor ihm stand, spürte selbst ich die wundersame Kraft, die von mir ausging. Das klingt nun alles wieder ziemlich easy. Das ist es nicht. Ich musste mich schon auch in gewisser weise daran gewöhnen, wie überlegen mich der ganze Aufwand machte und auch an die Fähigkeit, Strenge walten zu lassen. Auch die Dosierung und die Gelegenheiten brachten mich ins Schwanken, weil ich durchaus auch sah, wie praktisch diese Macht für mich wurde. An dieser Stelle komme ich nun zu den Problemen des Mannes. Der hatte plötzlich auch Tendenzen zum Rückzug, wo ihm das ganze zu gefährlich wurde und zu weit ging. Aber was nun – Femdom ja oder nein, nur soweit und keinen Schritt weiter. Wieder das Diktat des Mannes, soweit mache ich mit und das andere mache ich nicht mit. Im Grunde genommen wollte er es und doch nur auf gewisse Weise, wie er es sich vorstellte. Diese Vorstellung war aber auch in meinem Sinne, denn welche Frau will schon ein Ehe-Drachen sein. Somit war die Grundlage für einen gemeinsamen Nenner gefunden. Das ist wie eine Fahrbahn auf der man sich gemeinsam bewegt, ohne von der Fahrbahn abzukommen. In der Tat muss sich das einspielen im Alltag. Einmal geht mehr und das andere Mal gar nichts. Dazu muss auch ein gewisses Augenmaß für die weibliche Autorität gelten gerade bei Situationen wo Femdom zu weit geht aber auch konsequentes Handeln, wo Femdom möglich ist. Das ist ein ständiges Auf und Ab und mal setze ich etwas mit Strenge durch, ein anderes Mal lasse ich sozusagen gerade noch mal Gnade vor recht ergehen, ausnahmsweise. Die Dosierung ist also wie bei anderen Dingen im Leben auch hier die Schwierigkeit. Im Zweifelsfall gilt aber das Wort der Frau und die Beweislast liegt beim Mann, um sich von der Unschuldsvermutung und überhaupt von irgendwas freisprechen zu können. Dennoch soll insgesamt keine grausame Zwangsherrschaft entstehen, sondern einfach eine von der Frau dominierte Ehe, wo der Mann sie vergöttert, verwöhnt und bedient, und das möglichst ausnahmslos. Jenen russischen Frauen im Urlaub konnte ich damit schon vorher den Rang ablaufen, um die bewundernden Blicke meines Mannes unter Kontrolle zu bringen. Der undurchdringliche Blick und ihre freizügig aber von spürbarem Frauenstolz gezeigten Reize sind ein Markenzeichen für ihr Selbstverständnis als Frau und kein billiges Getue. Dieses Klischee wurde schnell zunichte gemacht, nachdem ich mich stundenlang am Strand mit ein paar sehr netten und gut deutsch sprechenden Damen unterhalten hatte. In jeder Russin steckt eine feine Dame und sie zeigt es nach außen, mit allem was sie hat und nach allen Regeln der Kunst. Ich musste meinen Irrtum schnell einräumen, als ich sah, wie viel Herzlichkeit und Kultiviertheit hinter der hochnäsig wirkenden Fassade steckte. Wie Statussymbole tragen sie ihre aufreizenden Pumps und noch vieles mehr, verrieten sie mir bei einem Einkaufsbummel. Der nach außen hin barbarisch wirkende russische Mann, ist in Wirklichkeit am Gängelband ihrer Weiblichkeit ganz zahm, verrieten sie, also auch Femdom. Der Mann hat nur nach außen hin die starke männliche Rolle, in Wahrheit zieht sie die Fäden und trägt das enge Kleidchen mit der Gewissheit dieser Machtverteilung und so purer Selbstverständlichkeit, damit darin kein Zweifel entsteht. Ich fühlte mich wider Erwarten angenehm wohl in Gesellschaft der Damen und konnte spüren, dass auch von ihnen eine gewisse Autorität ausging, gerade im Beisein ihrer Männer.

Dann war da noch das Problem mit dem Verabreichen von Schlägen. Die Aufforderungen, mach doch mal, waren total verstummt und die Erwartung war groß, wann mir der Geduldsfaden für irgendetwas reißen würde. Die nächste Eskalationsstufe meiner forschen Wünsche, schnippischen Antworten und meiner ungeduldigen Genervtheit kam aus einer ganz alltäglichen Situation und ganz unvorbereitet. Wieder waren meine Befürchtungen und meine hohen an mich gerichteten Erwartungshaltungen vor dem Ereignis in sich zusammen gestürzt. Der Lauf der Dinge brachte es wie von selbst. Zum wiederholten Male hatte ich ihn gebeten, dann aufgefordert und ihm letztendlich befohlen, mir im Badezimmer morgens die Heizung aufzudrehen, damit ich später in meinem seidenen Kleidchen nicht friere. Früher brauchte ich das nicht, weil ich mich nicht großartig schminkte und mich sofort in die nächste Jeans presste, Pulli drüber und fertig. Das erneute Unbehagen und die wiederholte Vergesslichkeit wurden dann zur gefährlichen Mischung, die mich eigentlich ganz ohne Angst oder Zurückhaltung eines Tages dazu bewogen, jetzt ist Schluss mein Lieber. Die ganze Vorgeschichte brachte diese Entwicklung in Gang und bis er und ich mich verschaut hatten, lag er schon mit nacktem Hintern über meinem Schoß. Ich war wütend und deshalb ging es ganz schnell. Heute weiß ich nur noch, dass ich ihm das gekippte Fenster im Schlafzimmer vorsorglich schließen ließ und ihm eine ordentliche Standpauke gehalten habe, bevor ich dann noch immer mit der Verdruss mit der Hand auf seinen nackten Hintern einschlug, ohne Rücksicht, ob es zu hart sein könnte. Die Überraschtheit über meine Fähigkeit dies zu tun, kam er st als alles schon vorbei war und mein Mann betröpfelt den Raum verließ, um mir die Heizung aufzudrehen. Später, als er mich glücklich anlächelte, behielt ich einen kühlen undurchdringlichen Blick, als wäre nichts außergewöhnliches gewesen, als eine verdiente Bestrafung. Und meine Antwort für sein erlöstes Grinsen war eine unterkühlte Anordnung, mir auf der Stelle meine Hausschuhe anzuziehen, bevor ich ins vorgeheizte Badezimmer ging. Als seine Augen beim Hinausgehen zur Tür wie Sensoren meine schnappenden Pantoletten verfolgten, drehte ich mich noch mal um und drohte mit den Worten, ihm werde das Lachen noch vergehen. Und so war es dann auch. Nach dem ersten Mal folgte die zweite Lektion und später die dritte. Ich fragte auch die nächsten Male nicht, wie es denn gewesen wäre, sondern hielt mich bedeckt. Meine anfängliche Sorge, ob es sehr weh getan hätte, wurde rasch zu einer Ungewissheit, ob meine Schläge wirklich auch genug Wirkung hätten. Wie mit dem Aufdrehen der Heizung wurden viel andere Aufgaben zum Bestandteil einer häuslichen Erziehung. Ganz ohne Protest und Murren werden mir meine Wünsche erfüllt und oftmals genügt ein Fingerschnipp oder ein Fingerzeig. Es brachte ihm viele weitere Lektionen mit bis dato unzähligen Strafen und mir machte es in der Folge immer weniger aus. Sobald ich eine gewisse Nachlässigkeit feststellte, machte ich von der Möglichkeit der Bestrafung Gebrauch. Selbst die Steigerung, dies auch unter Zuhilfenahme eines Instrumentes zu tun, erhöhte meine Besorgtheit nicht sonderlich. Gespannt verließ ich mich einfach auf mein Gefühl und achtete auf die Reaktion meines Mannes, mehr nicht. Ich brauchte auch kein Rohrstockseminar. Soviel Gefühl traute ich mir zu, auch alleine den Umgang mit dem primitiven Bambusstock zu erlernen. Man braucht einfach nur eine gewisse Frische und Unbefangenheit dazu. Das Problem lag anfangs vielleicht darin, wie viele Hiebe und auch wie viele wofür. Ein Dutzend, ein halbes Dutzend, 10, 20. Keine Ahnung. Das ist immer verschieden und liegt wiederum am eigenen Gespür. Das ist kein Problem, wenn man sich auf sein Gefühl verlässt und mit Ruhe und Gelassenheit vorgeht – und wenn der Mann nicht den Helden spielt und seine echten Gefühle dabei freien Lauf lässt.
Der Preis für den Mann ist ziemlich hoch. Hausarbeiten mit 12 cm Absätzen mit engem Rock und womöglich Straps sind völlig ausgeschlossen für mich. Insoweit habe ich ihn vor die Wahl gestellt. Wie erwartet hat er sich für den Hausmann entschieden und damit die Weichenstellung für allerlei Zuständigkeiten gewählt. Ein paar wenige Dinge mache ich natürlich auch, aber nur wenn nötig und er das nicht leisten kann. Es gibt j auch Zeiten, wo ich das alleine machen kann und mich nicht auf die faule Haut lege, während er arbeiten ist. Probleme traten immerzu dann wieder auf, wo sozusagen das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmte. Also nach dem Prinzip Hausarbeit und Gefügigkeit nur wenn ich nicht zu Flachtretern und Jeans greife. Das passt für ihn einfach nicht in die Landschaft. Ich verstehe das, auch wenn mir andere Vertretrinnen der weiblichen Dominanz darin vielleicht nicht zustimmen und sagen Dominanz ist Dominanz, egal wie ich gerade aussehe. Ohne bedrohliche Weiblichkeit auch kein Opfer also. Doch schon sagte mein Mann, aber nur widerwillig und mit dem Gefühl betrogen worden zu sein, schließlich will man sich ja nur von einer besonderen Frau befehligen lassen. Das ist doch irgendwie auch eine schöne Liebeserklärung. Am Anfang fehlte mir noch die Courage, mich freizügig zu bewegen, ob zu Hause oder unterwegs. Doch ich gewöhnte mich daran und es wurde immer noch etwas extremer. Wenn ich mich heute im Spiegel betrachte und alte Fotos dazu vergleiche, ist aus mir eine richtige Madame geworden, vor der mein Mann zurecht auf die Knie geht und sich glücklich schätzen darf, mir meine Strümpfe zu sortieren oder auszuziehen. Alles das ist keine lustige oder spaßige Angelegenheit, sondern Teil einer echten zutiefst empfunden Verehrung. Die muss echt sein und als solche ausgiebig zelebriert werden. Es wirkt kein noch so schlimmer Rohrstock, wenn der Mann die Frau nicht grenzenlos verehrt. Wenn er es tut, sollte man als Frau daraus die Konsequenzen ziehen. Man kann es lernen.