Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Around Her Finger : Frage und Antwort

Hier einmal eine Frage und die Antwort dazu aus dem Blog von Aroundherfinger.com; dort gibt es eben vieles aus der "Praxis", wir haben einfach mal das Aktuellste ausgewählt- den Brief einer Frau, die mit dem Outing ihres Mannes, submissiv zu empfinden auf interessante Weise umgegangen ist, (Original: hier.)
Nach anfänglichem Zögern liess sie ihn seine Fantasien aufschreiben. Dies ist eine wunderbare Idee für Paare: schickt Euch doch einmal Emails mit Euren intimen Fantasien. Nach der Devise: "Was ich gerne einmal ausprobieren würde (mit dir)". Rückfragen / Dialoge sind erlaubt
, aber nur per mail...? Wäre das nicht mal eine gute Übung für den 4.Advent?


Also hier, übersetzt natürlich:

Liebe Emily, mein Mann kam mit seiner submissiven Veranlagung etwa vor einem Jahr heraus. Er hatte wohl auch oft auf Ihre Website (aroundherfinger.com) geschaut, hatte mir damals aber noch nichts davon erzählt. So dachte ich zunächst, sein Interesse an all diesen Dingen sei einzigartig bei ihm.

Aber wirklich, dass es so viele (Ehe-) Männer gibt wie ihn, und dass es so eine Site wie die Ihre überhaupt gibt, hat mich total überrascht!
Rückblickend muss ich sagen, dass es ein Fehler von ihm war, mir nicht gleich Ihre Site gezeigt zu haben. Ich bin erst aufgrund meiner eigenen Initiative selbst darauf gestossen- Monate nachdem er damit herausgerückt war.
Wenn ich gewusst hätte, das dies ein häufiges Thema bei Ehepaaren ist, und wenn ich ihre Arbeit und Erfahrung als Quelle früher hätte nutzen können, das wäre eine grosse Hilfe für mich gewesen.

Wir haben
am Anfang definitiv damit gekämpft! Ich war zwar zögerlich, jedoch immer offen für die Idee, in unserer Ehe bestimmen zu können. Aber es schien, als ob mein Mann und ich das nie ganz abstimmen konnten. Wie Ihnen ja auch viele andere in Briefen geschrieben haben, schwankte er in seiner Haltung mir gegenüber hin und her, und in seinem Engagement im Bezug auf diese Sache, von der er sagte, dass sie im das Wichtigste sei.
Ich glaube das rührte von meinem Mangel an Verständnis dessen, was er eigentllich von mir brauchte.

Er sprach nur im Generellen darüber, dass er mir dienen wollte, dass ich regulieren sollte, wie oft er einen Orgasmus haben könnte und blah, blah, blah.

Aber er kam nicht eindeutig damit heraus, dass er eigentlich recht konkrete Ideen entwickelt hatte, was ich zu tun hätte, um ihn zu motivieren, und diese Ideen waren ein bisschen ausserhalb des Generellen.


Mich hat neulich Ihr Rat an eine Frau begeistert, die ihren Freund ein Tagebuch schreiben lassen sollte. Ich hatte nämlich einen ähnlichen Gedanken, nachdem dies alles losging mit meinem Mann. Ich gab ihm also die Aufgabe, mir eine Geschichte auf zu schreiben, wie ein Fantasie- Tag mit mir für ihn aussehen könnte. Ich hatte zwar nicht vor, mein Leben um diese Fantasien herum neu zu gestalten, aber ich wollte einen Einblick in seine Gedankwelt gewinnen. Ich bat ihn also hypothetisch "Den perfekt- submissiven Tag mit meiner Frau" nieder zuschreiben.
Was ich lernte, war demnach, dass er mich weitaus autoritärer wünschte, als ich das bisher war. So weit, dass es für ihn geradezu erniedrigend sein müsste.
Ich glaube, das war für mich der grösste Brocken, den ich aus dieser Übung lernte. Ich war einverstanden mit der "liebevollen weiblichen Autorität", die er vor mir ausgebreitet hatte, als er zum ersten Mal vorschlug sie auszuprobieren, und ich war auch einverstanden damit, so, wie Sie das auf Ihrer Site beschreiben, aber es schien so, als wolle er ein bisschen mehr.


In dieser Geschichte dreht sich zum Beispiel seine Fantasie- Version von mir -nachdem er mir das Frühstück ans Bett gebracht hat-, auf die Seite und kommandiert ihn, ihren "Hintern zu verehren". Meine Fantasie- Erscheinung sagte ihm dann, wenn er diesen Job gut machte, dass ich ihn später an mir "heruntergehen" lassen würde an diesem Abend. Dann drehte ich mich um und nahm noch ein Schläfchen, während er mein Hinterteil verschwenderisch mit Küssen bedeckte.

Als er dann am Abend Dinner servieren muss, muss er dies ohne Kleider tun und er muss neben mir knien, während ich esse. Nur wenn ich aufstehe und den Tisch verlasse kann er etwas essen. Und dann "belohne" ich ihn, indem er mir oralen Sex geben darf an diesem Abend.
Weiter schreibt er von mir, dass ich währenddessen mit meiner Freundin telefoniere und ihr erzähle, wie gehorsam er in letzter Zeit gewesen sei. Am Ende des Abends knotet mein Fantasie- Selbst ein kleines Band um seinen Penis zur Erinnerung, dass ich bestimme, und dass er keinen Orgasmus haben wird, bis ich es erlaube.

Zum einen war es sehr hilfreich, ihn dies aufschreiben zu lassen. Ich erkannte so, dass ich offenbar an Häufigkeit und Intensität meiner Kontrolle über ihn noch zulegen könnte.
Während ich die Intensität, die mein Fantasie- Selbst da vor mir ausgebreitet hatte, nicht so mochte, wurde ich doch etwas kühner und so übernehme ich nun gelegentlich Rollenspiele, die etwas über meine Komfortzone hinausgehen.
Dies hat definitiv den Effekt, dass konstante Stabilität bei ihm in seiner Dynamik erreicht wird, und dies verschafft mir all die Intimität und Kommunikation in unseren "Ausfallzeiten", nämlichen den romantischen Vanilla- Aspekt der LFA (Loving female Authority), an dem mir so lag.

Weiterhin aber fühle ich mich inzwischen zunehmend wohl in meinem neuen Rollenspiel. Ich finde es jetzt viel angenehmer die Dinge mit ihm zu tun und an ihm zu tun, die ich vorhin als "erniedrigend" bezeichnet hatte.

So ist meine Frage jetzt: Was denken Sie? Was halten Sie von diesem Fantasie- Szenario, welches ich zusammengefasst habe? Gehe ich da zu weit? Ich will zugeben, ich finde es ganz angenehm, die dominante Gattin zu spielen. Gibt es einen Punkt, wo ich zu weit gehe und beginne, die "normale" Beziehung zu missbrauchen?
Bedenken Sie bitte, dass der LFA- Teil in unserer Beziehung noch relativ klein ist im Bezug auf all die anderen Interaktionen und den Austausch den wir sonst noch haben. Die Dinge laufen genauso wie immer, mit der Ausnahme, dass wir jetzt besser kommunizieren.
Und, abhängig von Ihrer Antwort, was soll ich als Nächstes tun?
Danke im Voraus Janet aus T.


Die Antwort von Emily: (frei übersetzt)
Ihre Idee, ihn seine Fantasie aufschreiben zu lassen ist brilliant! Ich glaube, dass die Fantasie- Szenarien von sehr vielen submissiven Männern Inhalte haben, die den von Ihrem Mann geschilderten ganz ähnlich sind. Zum Beispiel begeistern sich submissive Männer besonders für die Popo's von Frauen. Viele mögen auch Fuss-fetische, ein Hintern- fetisch stärkt metaphorisch die Demut eines Mannes. Seine Nacktheit, wenn er Ihnen das Dinner serviert, hat die gleiche Funktion. Auch wenn es Ihnen zunächst unangenehm ist, er will sie auf diese Weise bedienen, und es ist ein Akt von Freundlichkeit, wenn Sie dies akzeptieren und ihn dies so tun lassen. Ich glaube nicht, dass es zu weit geht im Rollenspiel, wenn Sie ihm dies ab und an erlauben. Dasselbe denke ich über das Band. Es ist eine Art ihn daran zu erinnern, dass Sie die Verantwortung für sein sexuelles Vergnügen übernommen haben. Alles dies taugte bestens dazu den gewünschten Effekt zu haben, nämlich eines konstant hohen Niveaus von Intimität und offener (vanilla) Kommunikation, die eine richtig durchgeführte "Weiblich bestimmte Ehe" eben bietet.
Ich glaube die Tatsache, dass Sie sich mehr und mehr wohl fühlen können mit seinen Szenarios ist nur gut. Nehmen Sie Ihre Autorität ruhig wahr. Drosseln Sie diese Dynamik auf ein Level, welches für Sie passend ist und Sie werden sich immer wohl fühlen innerhalb seiner vor- konzipierten Grenzen, die er haben mag.

Mein Verdacht ist natürlich, dass er in seiner Fantasie- Geschichte immer noch etwas zurückhält und schliesslich doch noch recht neugierig ist über das hinaus, was er Ihnen mitgeteilt hat.

Als einen nächsten Schritt bitten Sie ihn doch fünf Aktivitäten zu schildern, die ihn neugierig machen, die Sie beide aber noch nicht ausprobiert haben. Dann suchen Sie von diesen ein oder zwei aus, mit denen Sie einverstanden sein könnten und die einen kleinen Schritt nach vorne bedeuten.

Gehen Sie sparsam und liebevoll damit um, um seinen Sinn für Demut zu stärken.

Ihre Beziehung wird als Ergebnis nur stärker werden!

Kommentare:

Nadine hat gesagt…

Hallo Amélie und Achatz,
ich bin auch eine "betroffene" Frau, so muss ich mich nun nennen, deren Mann plötzlich vor zwei Wochen mit diesem Thema angekommen ist.
Ich bin eigentlich ein bisschen sauer auf ihn. Wir sind schon 15 Jahre verheiratet und jetzt erst sagt er mir, dass er sich am liebsten -"im Bett" aber auch sonst- "mir unterworfen" will. Er meint jedoch, es habe sich erst so entwickelt in den letzten Jahren. Wir hatten eigentlich nie ein sexuelles Problem!
Dabei schont er mich sicherlich mit seinen Formulierungen. Wenn ich verschiedene Websites zu diesem Thema der Dominanz von Frauen etc. anklicke, habe ich einen Verdacht, den auch Emily äusserte: manche Scheußlichkeiten dort sind nicht weit entfernt von dem was er sich wünschen würde, wenn er mich nicht schonen wollte.
Offenbar ist dies ein Schicksal von vielen Frauen, welches sie sich nicht ausgesucht hätten. Ich kenne jedenfalls keine, die sich von vorne herein nach einem "unterwürfigen" Mann gesehnt hätte (auch wenn dies ja Vorteile haben mag...).
Hinzu kommt, dass ich mich früher oft genug über "solche Sachen" negativ geäussert hatte. Er weiß deshalb eigentlich genau: mit mir geht so etwas nicht. Aber trotzdem hat er nun einmal dieses Verlangen, und dass er es schliesslich "gestanden" hat, rechne ich ihm hoch an. Aber es bedeutet Wünsche, die ich ihm nicht erfüllen kann, jedenfalls nicht so, wie er sich das vorstellt.

Also haben wir ein Problem, mit dem wir umgehen müssen, und zu dem ich noch Rat suche.

Da mein Englisch nicht besonders ist, bin ich froh, hier wenigstens etwas über die Hintergründe erfahren zu können, die ich schon jetzt besser verstehe als früher.
Mein Eindruck, dass ich es bei meinem Mann mit einem "seltenen Exemplar" zu tun habe, und dass ich hilflos und allein damit in der Welt bin, hat sich inzwischen -dank Internet- verflüchtigt: Siehe den schönen Beitrag von heute: Frage und Antwort von Emily. Mir geht es eben ähnlich, wie dieser Frau, nur dass ich noch nicht so wagemutig bin wie sie und nicht aus meiner "Komfortzone" heraus kann. Aber wenn es stimmt, dass eine Frau ihre Art von Dominanz ganz nach ihrem eigenen Stil ausüben kann, dann habe ich vielleicht eine Chance, das Ansinnen meines Mannes in halbwegs passable Bahnen für mich / für ihn zu dirigieren. Darüber habe ich hier schon einiges gelesen. So auch den Rat, mir eine Bedenkzeit zu nehmen- ich habe ihn um zwei bis drei Monate gebeten. Dafür möchte ich Euch danken- ich freue mich sehr über die realistische "Hilfestellung für betroffene Frauen."

Achatz hat gesagt…

Ich hatte gehofft, dass von den Lesern jemand einen Kommentar zu Deinem Schreiben schickt, aber es ist nicht der Fall. Wenn Ihr Euch wegen der unterschiedlichen Bedürfnislage nicht trennen wollt - auch das ist eine Option-, dann hast Du doch eigentlich schon einen Lösungsansatz gefunden: Du kannst die Regeln Eurer Beziehung machen. Und damit bist Du eigentlich schon dominant. Je mehr Du dies mit D/s Praxis "anreichern" kannst, desto besser für ihn und Euch. Aber: das ist ein langer Weg, der an sich schon Spaß macht. Am Ende könnte es sein, dass Du es nicht mehr misse wolltest. Denn: die Verehrung und die "Dienstbereitschaft" Deines Mannes kannst Du jetzt schon einfordern und geniessen, wenn Du es willst. Lass Dir Zeit und berichte dann und wann, wie es weiter geht bei Euch!

Roswitha hat gesagt…

Nach relativ langer Zeit melde ich mich im neuen Jahr zurück und wünsche ebenso ein tolles neues Jahr. Wie ich sehe, sind einige wieder sehr interessante Beiträge dazu gekommen und zu einigen Dingen, die mir so vertraut erscheinen, möchte ich mich wiederum äußern. Außerdem möchte ich gerne versuchen ein wenig Hilfe zu leisten bei diesem Beitrag von Nadine, schließlich war ich einmal in einer ähnlichen Situation.

Nun das erste Gebot ist, Ruhe bewahren. Es ist durchaus nichts ungewöhnliches daran, wenn ein Mann sich die dominante Frau wünscht. Das ist eine Erkenntnis, die ich erst jetzt so beantworten kann, obwohl es nicht mehr groß von Bedeutung ist, denn ich muss mich mit meinem eigenen Mann auseinandersetzen und nicht mit dem Rest der Welt. Auch das ist eine der Wahrheiten, was kümmert mich die Männerwelt insgesamt, ich richte das Blickfeld auf meinen Mann, den ich schließlich liebe und mit dem ich alles teile. Es ist wahr, welche Frau wünscht sich von vorneherein einen unterwürfigen Mann. Darauf kommt man normalerweise nicht. Doch so einfach kann man das nicht abhandeln und Achatz hat vollkommen recht, am Ende wirst Du es nicht mehr anders wollen. Man muss die eigene Balance mit der Materie finden und in sich hinein fühlen, auch einmal die eigene Fähigkeit zur Strenge fühlen. Ich kann nur empfehlen, sich viel Zeit dafür zu nehmen und dieser Sache Priorität einzuräumen. Hier ist jedoch schon zum ersten Mal weibliche Durchsetzungskraft gefordert, denn auf den Mann wartet man vergeblich, denn er ist der abwartende. Er wartet darauf, was geschieht, wie ihm geschieht, er ist der passive Part in dem Femdom-Dickicht und das von Anfang an.

So wie in vielen anderen Dingen, muss ein Schritt nach dem anderen erfolgen und man kann nicht mit Laufen beginnen, wenn man das Gehen noch nicht beherrscht. Da muss ich zustimmen, Stufe II geht nicht bevor nicht Stufe I angefangen wurde, wie bei einem Regler an der Waschmaschine oder am Herd... Es ist ja auch so, dass eine Beziehung oder Ehe sich entwickelt mit der fortlaufenden Zeit. Beide Partner entwickeln sich und muss achten, sich nicht auseinander zu entwickeln. Als Frau schaue ich deshalb auf die Ausrichtung des Mannes auch in sexueller Richtung, weil ich möchte, dass er mich begehrt. Umgekehrt schaut der Mann auf mich, weil er mich begehrt und mich stolz wie ein Gockel herzeigen möchte. Ich denke Femdom ist auch nichts für eine junge verliebte Partnerschaft, wo eben die frische Verliebtheit überwiegt, es sei denn beide können sofort mit der Über- und Unterordnung zurecht kommen. Femdom ist meines Erachtens etwas für die schon gereifte Frau ab 30. Da muss eine Abgeklärtheit, Ruhe und eine gewisse Führungsqualität für sexuelle Begegnungen mit dem darin völlig unfähigen Mann erkennbar sein. Männer sind von Natur auf darin unfähig, hier eine bestimmende Rolle zu übernehmen, weil sie von viel zu vielen Einzelheiten von der Frau abhängig sind, ganz nach dem Motto „i have the pussy, i make the rules“.

Zuerst muss ein grundlegendes Fundament geschaffen werden, wie bei einem Gebäude, damit alles was darauf nun aufgebaut wird, tragfähig wird. Die Grundsteinlegung ist auch bei einer Femdom-Ehe am Anfang eine elementare Angelegenheit, wo die Schwächen des Mannes eine ganz wesentliche Rolle spielen. Man könnte es damit vergleichen, wie mit dem Kauf eines Geschenkes für den Gatten an Weihnachten oder zum Geburtstag. Hierbei frägt man sich doch auch, was könnte ich am besten tun. Man durchleuchtet den Mann, achtet auf seine Gewohnheiten und Vorlieben und erforscht seinen Charakter. Gleiches steht bei weiblicher Dominanz am Beginn. Es ist eine sehr genaue Analyse und dann kann man als Frau beginnen, täglich sich der Aufmerksamkeit des Mannes mehr und mehr zu nähern. Das ist ein schleichender Prozess, an dessen Ende die weibliche Macht und Unterordnung des Mannes steht. Man muss als Frau nur einmal damit beginnen, diesen Prozess kontinuierlich zu betreiben und Tag für Tag in das alltägliche Leben jene besonderen Vorlieben integrieren. Das sollte nicht all zu schwer sein, aber es ist eine sehr gesteigerte Form von zur Schau gestellter Weiblichkeit. Es ist eine aggressive Weiblichkeit, bestimmt, doch dies ist der Schlüssel. Das Benutzen von hochhackigen Schuhen gerade im Hausgebrauch, Nylonstrümpfen Spitzenwäsche und dergleichen vieles mehr ist der Einstieg für eine weiblich dominierte Ehe. Nun könnte man sagen, ich definiere mich als Frau doch nicht nur über Stöckelschuhe, Rock und Spitzenunterwäsche. Das ist sicher richtig, doch es sind unsere ureigensten weiblichen Qualitäten von Schönheitsgefühl und Eitelkeit, derer man sich nur bedienen muss und die es gilt an die vorderste Front zu bringen. Als ich vor rund 7 oder 8 Jahren damit angefangen habe, war der Schritt radikal, obwohl ich einiges an aggressiver Weiblichkeit an meiner Mutter noch als Kind erlebt habe. Gut, das war die Zeit von mörderischen Bleistiftabsätzen, engen Bleistiftröcken, von Nylons und Strumpfgürteln. Dies in die heutige Zeit zurück zu transferieren, bedeutete für mich etwas außergewöhnliches zu tun und nicht so zu sein als die anderen Frauen. Doch genau das will ja der Mann. Das treibt ihn ja an und im Endstadium der Verehrung und Begierde will er sogar der unterworfene und nahezu sexuell hörige Liebhaber dieses Rasseweibes sein. Auch ich musste vieles lernen in der Zeit des Umbruches und mich neu orientieren. Ich hatte zum Glück nebenbei einen gute Freund gewonnen, der mich aufgrund ihres Berufes als Visagistin stilistisch und mit ihren Erkenntnissen aufgeklärt hat. Es war für mich ein wertvoller Berater, gerade weil er ein bekennender schwuler Mann war. Er konnte mir die männliche Sichtweise auf weibliche Reize viel besser aufzeigen als der eigene Mann und er zeigte mir, wie ich meinen Stil als zukünftige elegante Lady viel mehr ausreizen konnte. Sein Motto war immer Konturen schärfen, meine Gnädige. Konturen im Gesicht, Konturen der Frisur, gut das war sein Job, feinste Linienführungen und geschwungene Formen wie beim Design eines Gegenstandes. Doch auch Konturen in der Kleidung, als Fortsetzung seiner Kunst an Augenbrauen und Lippen brachte er mir nahe. Er schwärmte geradezu davon, wenn wir über weibliche Eitelkeiten und dem ganzen Zubehör dafür sprachen und wir lachten viel, während er mich zum Vamp machte. Andererseits verteufelte er alles was ihm geschmacklos und gewöhnlich erschien. Er modellierte meine Fingernägel zu gleichmäßig langen schmalen Ellipsen und verglich sie mit den Blüten und Blättern bei Blumen, wer schneidet hier diese weich geformten Spitzen zu geraden Kanten ab, nur ein törichter Banause. Man kann sich viel von der Natur abschauen, alle geschwungenen Formen, schließlich sei die Heckflosse eines alten Cadillac das beste Beispiel. Dieser schwule Visagist hob mich auf das Podest, wo mein Mann mich nicht hinaufbekommen hatte. So bekam ich auf Umwegen aber richtig Lust mich täglich aufzutakeln und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er brachte mich spielerisch auf einen Pfad von geradezu bestechender weiblicher Eleganz, den ich sonst nur an anderen Damen bewunderte. Ich wollte mich täglich selbst übertreffen, nahm mir seine Ratschläge zu Herzen und war voller Stolz wenn ich einen Termin bei ihm hatte und ihm seine Ratschläge vorführen konnte. Nutznießer war mein Gatte und unsere Ehe wurde mit frischem Wind entfachte, da sich meine ganze Lebensweise änderte. Von da ab begann ich auch schon eine gewisse Distanz und Dominanz auszustrahlen, wenn mir mein Mann dabei täglich zusah wie rasch und fix ich plötzlich dabei war, ob beim Schminken, beim Frisieren, beim Anziehen von Wäsche und Nylons und bei der kategorischen Auswahl von möglichst steilen Schuhen. Diese Sicherheit darin baute ich zu einer Perfektion und zu einer Selbstverständlichkeit aus, woraus sich letztendlich das Fundament für meine weibliche Dominanz entwickelte.

Wer vor Neuem Angst hat, bleibt immer hinter seinen Möglichkeiten zurück. Auch das lehrte mich mein schwuler Freund, ohne zu wissen, welchen sexuellen Hintergrund mein ganzes Unternehmen hatte. Als schwuler Mann hatte er natürlich reichlich Erfahrung mit Ängsten aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung.

Das kann man aber erst leicht sagen, wenn man diese Angst überwunden hat und das neue angepackt hat und dies nicht nur halbherzig, sondern richtig. Sich auf die Ausrichtung des Mannes einzustellen hat meiner Meinung auch nichts mit Topping zu tun. Ich treffe ja nur vorbereitende Maßnahmen, um meine Ziele, die zwar gewiss neue Ziele sind, zu erreichen. Das sind Maßnahmen für mein späteres Topping, so sehe ich das heute. Ich traf meine Maßnahmen, um damit etwas neues zu bekommen, auch wenn ich sehr skeptisch von dem Unternehmen an sich war und weil komischerweise ich an der Spitze der Bewegung stand, obwohl der Ehemann der treibende war. Wenn ich aber gewartet hätte, würde ich heute noch auf seine Initiative warten und er auf die meine. Nichts hätte sich verändert, die Fronten hätten sich verhärtet und wir wären vermutlich geschieden. Zum anderen schien es mir schon von Abfolge mehr und mehr klar, dass sich der Mann natürlich erst dann unterordnen kann, wenn die Voraussetzungen dafür vorhanden sind. Ich erklärte mir das wie ein besonderes Klima für exotische Pflanzen und meinen Mann betrachtete ich mit seiner Unterwürfigkeit ja als Exoten. Also schuf ich in freundlicher Kooperation mit meinem schwulen Freund dieses Klima einer höchst aggressiven Weiblichkeit. Ich analysierte förmlich die Vorlieben meines Mannes und anstatt mich damit anzufeinden, wurden mir Nylons und Stöckelschuhe zu wertvollen Verbündeten. Wenn ich wusste, womit ich ihn anstacheln konnte, tat ich das auf eine ganz beiläufige und nahezu ungewollte Weise. Ich war plötzlich so (so wie er mich immer sehen wollte) und reagierte irritiert , mehr und mehr abweisend , wenn er dumme Fragen über meine Veränderung stellte, da ich zu Hause keinen Schritt mehr ohne eine hohen Schuh am Fuß machte und dergleichen andere reizvolle Aufzüge zu meinen Tagesgewohnheiten wurden.

Als ich meine Entscheidung getroffen hatte, von den Möglichkeiten einer Femdom-Ehe Gebrauch zu machen, ging ich strikt nach dieser schrittweisen Methode vor. Gut ich habe auch lange gezögert und mit meinem Mann vielerlei Diskussionen geführt, aber heute muss ich einräumen, wie unglaublich wertvoll der Schritt war. Ich habe also damit begonnen, mich bewusst zu verändern, wann immer ich die Gegenwart des Mannes einplanen konnte oder wir gemeinsame Zeit verbrachten. Anfangs war ich sicherlich noch etwas unsicher darin, auch wenn es mir nicht total fremd war, mich mit Rock und Straps herzurichten und ständig auf hohen Absätzen zu laufen. Doch mit jedem Tag mehr kam eine Sicherheit und Routine. Mit jedem Tag kam mehr Schnelligkeit und Gewandtheit und genau das wird dem Mann zur Falle, wenn die Besonderheit zur Regel wird. Die Schwierigkeit ist, diese Besonderheit für sich selbst mit Leichtigkeit zu praktizieren, wenn man im Hinterkopf noch die Angst hat, aus der Reihe zu tanzen.

Als das Fundament sich gefestigt hatte, ging der Rohbau und der Innenausbau relativ rasch voran. Die grundsätzliche Entscheidung pro Femdom stand dann ja nicht mehr zur Debatte. Da war ich dann schon in der eindeutigen Richtung unterwegs und mein Mann staunte Bauklötze. Auch diese Entscheidung ist ein Meilenstein gewesen, eine klare Ansage nach der Devise, na warte, mein Lieber, jetzt sollst du mich kennen lernen. Ist der Entschluss gefasst, geht es unabdingbar zum nächsten Schritt, auch wenn man bei Null anfängt. Man darf diese Entscheidung dann nicht in Vergessenheit geraten lassen, sondern beginnen mit ihr zu leben in allen Lebenslagen. Dazu gehört auch ein gewisse Lernprozess, Hemmungen abzustreifen, ganz klar, und Dinge zu tun, die einem ganz und gar nicht geläufig sind. Man mutiert nicht von einem Tag auf den anderen zur Domina. Aber man kann seine Weiblichkeit und die mächtigen Werkzeuge, die man hat, wie Elise Sutton es auf so hilfreiche Art beschreibt , entfesseln und den Mann damit konfrontieren. Ich büßte nichts ein von meiner Liebenswürdigkeit meinem Mann gegenüber, wurde aber angepasst an mein Äußerliches mehr und mehr konsequent, wirkungsvoll oder sanft bestimmend. Ich hatte den Spieß umgedreht und war nun von mir aus, so wie er es sich immer gewünscht hatte und es entstand eine Dynamik darin, die ihm fremd und nicht mehr zu bremsen vorkam. Plötzlich war er in der passiven Rolle und brauchte und konnte nichts mehr beeinflussen. Es war plötzlich so authentisch und nicht gekünstelt, was immer den faden Beigeschmack wie eine künstliche Sauce hat. Nun war es ganz dicht und wie bedrohlich vor seinen Augen, das raffinierte Weib, ihre Strapse etc...

Es war nun so, als würde ich ihn liebevoll verachten für seine Vorlieben und drohte ihm schon deshalb den Hintern zu verhauen, weil er sich so übersteigert nach all den weiblichen Firlefanz wie Straps, Strümpfe Schuhe usw. sehnt. All das was ich nun als meine neugewonnene Leidenschaft vor seinen Augen tagtäglich zelebrierte, wurde ihm jetzt als Fehlverhalten ausgelegt, wenn er sich daran ergötzte. Daraus entstand nun auch seine Abhängigkeit mir gegenüber, denn all die Besonderheiten wollte er keinesfalls aufs Spiel setzen. Ich hatte das Heft nun mehr und mehr in die Hand genommen und legte mir ein immer größeres Register an dominanten Üblichkeiten an. Mein Sprachgebrauch veränderte sich ebenso und wurde variabler. Ich konnte meinen Tonfall von einer Sekunde auf die andere von der lieben und netten Ehefrau zur herrischen Internatsleiterin abkühlen. Wo ich anfangs dachte, die Sehnsucht meines Gatten nach weiblicher Dominanz würde mir keine Luft
mehr für meinen Einfallsreichtum lassen, sah ich nun meine Möglichkeiten darin ständig wachsen. Freilich glich ich sie immer auch noch mit den Fragmenten seiner Vorstellungen und Fantasien ab, doch die Ängste vor all den unmöglich erscheinenden Umgangsformen und Methoden als strenge Gebieterin bröckelten zusehends. Wenn man sich gedanklich einfach mit den Möglichkeiten dieser aggressiven Weiblichkeit und weiblicher Dominanz in allen möglichen Tagessituation auseinandersetzt, kommen viele Ideen in den Kopf, an die man sich später erinnert, wenn man sich morgens herrichtet oder dann, wenn man mit dem Mann zusammen ist. Mit Freude sah ich, wie ich den Mann plötzlich zu Hausarbeiten aller Art einbinden konnte. Und wie war ich verblüfft, wie gut und gerne er das machte. Diese Rezeptur kennt doch jede Frau im Grunde genommen, wie sie ihren Mann um den Finger wickelt. Bei einer Femdom-Ehe passiert das in großem Stile rund um die Uhr und nur mit drastischeren Mitteln und Konsequenzen. Welcher Mann kann einer Frau eine Bitte abschlagen, wenn sie im sexy Outfit ausgesprochen wird. Also – und bei einem devoten Mann ist diese Veranlagung ganz besonders ausgeprägt vorhanden und das gilt es sich nutzbar zu machen.
Bei meinem Mann jedenfalls gehörte es zu seinem Verständnis, diese weiblich Dominanz zu akzeptieren und sich meiner aggressiven Weiblichkeit unterzuordnen. Ich musste es nur tun und diese Autorität ernsthaft anwenden. Und da Kleider Leute machen, ist das dann gar nicht mehr so ungewöhnlich gewesen. Da bekamen ein paar wenige Worte plötzlich eine nie für möglich gehaltene Zauberkraft und drohender Zeigefinger wirkte plötzlich auch ohne Worte.
Auch den Mann in seiner Begierde zu frustrieren und ihn zu beschämen, ist eine Variante weiblicher Dominanz, die ich erst allmählich verstand und ohne die ich mir meine Dominanz nicht mehr vorstellen könnte.

Gehorsam und Disziplin zu verlangen und ihm zu erlernen sind in der Abfolge dann die nächsten Meilensteine, worin sowohl positive und negative Sanktionen große Bedeutung bekommen. Verbote wie bei einem kleinen Kind, nur mit Themen für einen erwachsenen Mann werden dann ebenso zum selbstverständlichen Bestandteil einer Femdom-Ehe wie die Pflichten des Ehemannes. Das muss man sich einfach mal durch den Kopf gehen lassen und dann einführen, genau so wie die Anschaffung eines Rohrstockes oder einer Reitgerte. Aus der Drohung wurde dann bitterer Ernst. Auch das ist eine klare Folge der getroffenen Entscheidung, sowohl für die Frau in der aktiven, als auch für den Mann, es zu erdulden. Wo ich ihn anfangs noch liebevoll verachtete für seine Vorlieben, wird dem Mann dann schon deshalb der Hintern verhauen, weil er sich so übersteigert nach all den weiblichen Firlefanz wie Straps, Strümpfe Schuhe usw. sehnt, respektive, wenn er sich das geringste Fehlverhalten erlaubt. Das ist für den Anfang eine wunderbare Methode Strenge und Dominanz auszuüben, denn eine Erziehung mit entsprechenden Manieren und Verhaltensregeln, gibt es zu dem Zeitpunkt ja noch nicht.
All das was ich nun als meine neugewonnene Leidenschaft vor seinen Augen tagtäglich zelebrierte, wurde ihm jetzt als Fehlverhalten ausgelegt, wenn er sich daran ergötzte oder wenn ich den Verdacht oder Eindruck hatte.
So kamen immer auch Verhaltensregeln in unseren Alltag, die dieses neue Verhältnis zwischen uns festigten und besiegelten. Dazu gehört mich huldvoll zu begrüßen, mit Liebe und Hingabe, zärtlich und demütig, mit Schuhe oder Füsse küssen, auf Knien, so will ich das sehen, wenn mir danach ist. Es macht dann genau so viel Freude, den Mann dabei zu beobachten, wie er sich verzückt meinen Füßen widmet oder sich als
willenloser Diener meiner Befehlsgewalt unterordnet, als würde er mit Liebe eine Köstlichkeit für mich zubereiten.
Derlei Dinge werden in der Fortsetzung dann immer mehr verfeinert, korrigiert und beanstandet, und natürlich auch sanktioniert. Aus dem Mann soll schließlich ein perfekter Gentleman und Liebhaber für die Frau geformt werden und das kann für ihn ein sehr schmerzlicher und folgenreicher Weg werden. Ich glaube ich habe vor der Benutzung des Rohrstockes zu Beginn mehr angst gehabt, als mein Mann. Diese Situation wandelt sich schnell ins Gegenteil, je öfter man sich ganze Abende oder gar ganze Wochenenden damit vertraut gemacht hat. Je mehr Zeit man sich nimmt und sich miteinander beschäftigt, um so tiefer wird die ganze Beziehung und inniger die Liebe, ich hielt es nicht für möglich, aber es ist so, auch wenn die Strafe gelegentlich tagelang schmerzt.

Da man aber trotz allem eine warmherzige Frau bleibt, das eine schließt das andere letztlich nicht aus, findet der Mann sich natürlich auch in meinen Armen wieder, um getröstet und aufgefangen zu werden. Wenn ich ihn an seine Grenzen bringe, dann fange ich ihn auch wieder fürsorglich auf, auch das ist Verantwortung und Stärke einer dominanten Ehefrau. Gleiches geschieht, wenn ich die Schulter meines Mannes brauche, schließlich habe ich auch schwache Momente.

Und so setzt sich dann eingebettet in ein ganz normales Leben fort. An den Tagen, wo der Mann die Spuren der Strafe noch spürt, ziehe ich mich noch immer entsprechend an und richte mich her und mehr als ihm lieb sein ist. Und wenn dieses Stadium erreicht ist, wo es dem Mann täglich schwindelig wird, wenn die Gattin sich morgens anzieht und herrichtet, dann ist es an der Zeit sich wieder den zweiten Schritt vorzunehmen und Autorität auszuüben. Frauen erwachet, kann ich nur sagen. Probieren geht über studieren. Ich war auch sehr zurückhaltend, doch als ich meine Entscheidung getroffen hatte und das Fundament für eine Femdom-Ehe durch einen leicht radikalen Schnitt meiner gewohnten Haltung im täglichen Leben änderte, gefiel mir dem Mann zu zeigen, wer der „Herr“ im Hause ist.

Es ist heute so, wenn wir an einem Tag im Flur an der Garderobe aufeinander treffen, dass sich unsere Blicke treffen, einerseits verliebt und andererseits die Gewissheit unserer besonderen sexuellen Beziehung in den Augen funkelt, wo ich jederzeit die Möglichkeit habe, den Mann augenblicklich zu befehligen. Man kann sich das alles erschließen Im Grunde genommen ist es ein Segen, wenn derlei Vorlieben und Empfänglichkeit nach aggressiver Weiblichkeit beim Gatten so deutlich auftreten, dass er sich angesichts einer in diesem Sinne agierenden Frau ihrer zur Herrlichkeit glorifizierten Weiblichkeit vollkommen ergibt. Es mündet letztendlich in schönen Stunden mit wunderbar beglückenden Sex und einer innigen Liebe zueinander, wie sie selten ist.
Man muss einfach mit allem einmal beginnen und das erste Mal ungewöhnlich erscheinende Dinge tun. Beispielsweise den Mann eigenhändig zu masturbieren und seinen Samenerguss nicht nur auszulösen, sondern genauestens zu beobachten, war eine für mich nie zuvor gemachte eigene Aktion – bei Licht. Das sind Erfahrungen, die man einfach mal machen muss und wo man sich in das unbekannte vorwagen muss. Das zweite Mal ist schon wesentlicher einfacher und der zweite Versuch ist meist auch besser als der erste, also wiederholt es sich leichter. Je kürzer die Abstände in den Versuchen, um so besser und nachhaltiger ist der Effekt. Das gilt für die praktische Anwendung von Femdom innerhalb der Ehe, wie für die ersten Schritte bei einem Kind. Ein verständnisvolles Ohr für die tiefsten Sehnsüchte des Mannes können für uns Frauen beängstigende Wahrheiten bedeuten, die uns dann lähmen, den Schritt zur Verwirklichung sperren. Ich denke, wenn Frauen heute fähig sind, Jets zu fliegen und zum Mond zu reisen, wie leicht ist es im Gegensatz dazu, sich mit dem eigenen Mann vertraut zu machen, der in seiner Sexualität, trotz absonderlich erscheinender Auswüchse, primitiv geartet ist, und das meine ich gewiss nicht abwertend, denn ich geniesse es sehr, daraus meine gehobene Stellung jeden Tag einzunehmen. Madame oder Herrin zu sein ist ein Inbegriff von Luxus und Eleganz für mich geworden, gleichzeitig Ehefrau und Würdenträgerin einer aus Liebe gespendeten Macht und sexueller Begierde zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass daraus irgendwann ein Siegeszug um die Welt werden könnte. Es ist jedenfalls herrlich bedient zu werden, nicht nur im Urlaub und in allen persönlichen Bedürfnissen.

Ich hoffe in meiner Beschreibung, wo sich einiges meiner bisherigen Texte wiederholt hat, einen Anreiz und Hilfestellung für Nadine und andere Leserinnen geschaffen zu haben. Ich kann nur sagen, genau auf den eigenen Mann zu achten und dann das unmöglich erscheinende zu beginnen. Jeder Tag ist kostbar und heutzutage wird viel zu wenig Zeit wird für das Zusammenleben von Mann und Frau investiert, dass sogar der gemeinsame Sex verkümmert, obwohl er einen so hohen Stellenwert auf der ganzen Welt zu haben scheint.

Richard hat gesagt…

Liebe Nadine,

Deine Mann ist ein Glücksfall für Dich. Du würdest den grössten Fehler begehen, dich selber nach dieser Aussage Deines Mannes als Opfer zu sehen. Im Gegenteil, es ist die Chance Dein Liebesleben mit dem gleichen Mann, welchen Du liebst, aufzufrischen und zu vertiefen. Glaub mir, es hat ihm unheimlich viel Kraft gekostet, bei Dir seine tiefsten Wünsche und Träume vorzubringen. Unter Umständen hat er Jahre für diesen Anlauf gebraucht, vor allem weil er auch wusste, dass Du nicht unbedingt begeistert über seine Wünsche sein würdest. Er hat das Risiko von Dir eine Abfuhr zu bekommen ganz bewusst auf sich nehmen müssen, weil er auch weiss, dass, wenn Mann und Frau in der Ehe weitergehen wollen, die Lügen zwischen den Partnern ausgeräumt werden müssen. Es sind die neue Zeichen von Hochachtung und Vertrauen, die er Dir entgegen bringen will.

Er appelliert an Deinem Mutterinstinkt. Nimm den kleinen Jungen in Deinem Schoss auf. Bestrafe ihm, wenn Du es für richtig hälst. Er wird Dich auf Händen trägen und Dir bis zum Ende seines Lebens treu und ergeben sein. Er wird Dich gegen jede Verunglimpfung von aussen wie eine Löwe verteidigen. Im Herzen wissen wir Männer ganz genau, dass Frauen viel rationeller und nüchterner denken können als Männer. Darum dichten wir unseren Frauen manchmal Eigenschaften an, die es nur im unserem Hirn (Fantasie!) gibt.

Jeder Mensch hat dominante und unterwürfige Gefühle in sich selber. Es kommt nur auf die Ausprägung an. Betrachte Dich selber mal kritisch. Ich kann mir an Hand Deines Schreibens kaum vorstellen, dass Du gar keinen dominante Züge aufweist!
Roswitha hat Recht, indem sie in Ihrer letzten Zeile schreibt, dass man sich Zeit für die Liebe nehmen sollte. Auch Rom ist nicht an einem Tag gebaut.

Das Liebesleben bleibt im Laufe der Jahre nicht immer so, wie es mit 20 war. Auch wenn Dein Mann jetzt nichts gesagt hätte, wärt ihr Beide eines guten Tages doch gezwungen gewesen, Änderungen in der Beziehung zu schaffen, damit die Sexualität nicht vorzeitig stirbt,

So erachtet es meine Frau -jetzt nach 38 Jahren Ehe- als einen Vorteil, ein Spiel zu haben, dass uns Beide sexuell anregt. Sie muss nur ihre Peitsche holen, um das Spiel der Befriedigung miteinander zu spielen. Sowohl bei der Frau als bei dem Mann ist die Sexualität im Kopf, auch wenn Beide über 60 sind, voll da. Jedoch macht der Körper nicht immer mehr so flott mit. Meine Frau bestimmt die Spielregeln ganz strikt. Hauptregel ist, dass auch mit der Gerte die Gesundheit nicht gefährdet wird. An diese Regel hält sie eisern fest, obwohl ich selber ab und zu wildere Vorstellungen im Kopf habe. Sie gibt mir mit der Gerte aber nur soviel, wie es uns gut tut.
Denn so ab und zu höre ich aus unserem Bekanntenkreis, dass es ein Privileg ist, im unserem Alter überhaupt noch miteinander spielen zu können.

Und noch etwas; Gehe die Spielerei mit Humor an. Es ist nicht so böse, wie man uns gemeinhin weißmachen will. Böse ist nur echter Sadismus ohne Gefühle oder Liebe. Betrachte es als gemeinsame Entspannung, gegen Stress und Depressionen. Die Wirkung ist 100 mal besser als alle Pillen der Welt gegen diese Symptome. Es ist ja ein gemeinsames Geheimnis, das Ihr miteinander hüten solltet.
Viel Erfolg zusammen auf dem neuen Weg.

Richard

Simone hat gesagt…

Ich möchte mich auch als Betroffene zu den Themen äußern und vielleicht ist dadurch auch eine Starthilfe für andere Betroffene möglich, allein deshalb, weil es kein Einzelschicksal ist, wenn man überhaupt davon sprechen kann, denn am Ende, kann ich nur ein sehr positives Fazit ziehen. Ich selbst komme aus Salzburg und bin sehr froh darüber, endlich auch eine deutschsprachige Internetplattform aufrufen zu können, wo es um weibliche Dominanz, gerade auch in sexueller Interpretation in einer Ehe oder festen Partnerschaft, geht. In Österreich gibt es sehr wohl eine aktive SM-Szene, doch soweit will ich mich ehrlich gesagt persönlich schon nicht vorwagen und ich kann mich aus beruflichen Gründen nicht soweit integrieren. Ich führe ein kleines Geschäft in exclusiver Adresse und somit ist ein Outing in dies Richtung aus moralischen Erwägungen überhaupt nicht vorstellbar. Meine eigene Biografie hat mich, wie könnte es anders sein, über meinen Ehemann zu der Materie Femdom gebracht. Er hat auch Minervas Juwelen entdeckt.

Ich war zuvor zwölf Jahre lang mit einem anderen Mann zusammen, dem ich viel zu spät die Koffer vor die Türe gestellt hatte, wie ich heute, wo ich klüger bin, mit Freude über meine neu gefundene Liebe, sagen kann. Nie zuvor erfuhr ich soviel Wertschätzung von einem Mann nachdem ich nach meiner Trennung schon jeglichen Glauben an die Liebe und eine glückliche Ehe verloren hatte. Doch der siebte Himmel trübte sich rasch ein, als mir dieser wunderbare Mann von seiner devoten Neigung erzählte und er tat es, als wäre es eine unheilbare Krankheit, die das Sterben der noch kurzen Beziehung schon miteinkalkulierte. Gut, im eigenen Land wusste ich wohl von Leopold Sacher Masoch und dem Roman Venus im Pelz und wusste natürlich auch von der Existenz von Sadomasochismus, von Männern und Frauen, die darin glücklich sind, wenn sie ihre Passion ausleben können. Meinerseits verspürte bis dahin ich keinerlei eigene Wünsche nach passiver oder aktiver Betätigung. Aber von einem Tag auf den anderen stand ich nun wie von einer schlechten Nachricht verständigt vor dieser Wahrheit, wonach dieser Mann, den ich sofort ins Herz geschlossen hatte, in mir eine grausame Frau haben möchte. Warum ausgerechnet ich, finde keinen normalen Kerl, dachte ich. Sehr schnell fand ich heraus, warum gerade ich diesen doch rundum so wunderbaren Mann ansprach. Es war, weil ich so ziemlich alle Attribute an Weiblichkeit für ihn verkörperte, die übrigens mein anderer Mann zuvor überhaupt nicht wahrgenommen gehabt hatte. Für meine sicherlich nicht unattraktive Erscheinung war er abgestumpft und lachte mich aus für meinen ganzen Aufwand. Nun lernte ich das andere Extrem kennen, als wäre es eine Lebensaufgabe. Der neue Mann nun kannte die richtigen Worte, die eine Frau hören will. Der Grund, warum ich wie eine Venusstatue sein erotisches Interesse auf mich zu ziehen vermochte, war meine sicherlich nach außen gerichtete feminine Eleganz und möglichst hohe Attraktivität, was im Grunde genommen wirklich keine ungewöhnliche Sache für eine Frau ist. Das ist für mich eine längst verselbständigte Gewohnheit und natürlich mein ganz persönlicher Geschmack, wenn ich deswegen gerne in sehr hohen Schuhen laufe, auch wenn das Vergnügen gelegentlich beschwerlich werden kann. Doch wenn ich mich im Spiegel betrachte, brauche ich ganz einfach ein abgerundetes Bild von Kopf bis Fuß, von der Gucci-Brille bis zum Pfennigabsatz eines rassigen Schuhes. Nun, so begann eine für mich völlig unbekannte Beziehung, wo ich mich ganz allein wie auf einem fremden Planeten fühlte, wo ich zwar wusste, dieser Mann liegt mir zu Füßen, jedoch nicht wusste, was ich damit anfangen sollte. Bislang kannte ich die Sexualität des Mannes als etwas rein körperliches, doch bei meinem Neuen begann die Erotik zunächst im Kopf. Beim ihm war Erotik so, wie man es aus französischen Filmen kennt, wo das Liebesspiel zelebriert wird, wo es knistert vor Verlangen und Sehnsucht. Er erzählte mir auf meine Neugier hin, vom Entstehen und die inhaltlichen Bestandteile seiner Fantasien, seine geheimen Wünsche und Begierden. Sein größtes Glück auf Erden bedeutete, wenn dabei Wirklichkeit und Traumwelt ineinander gehen würden über und er nun mit mir aus dem Alltag ausbrechen könnte, um all jenes zu erleben. Ich für mich sollte mich in einer ungewohnten wie kühnen Rolle neu erfinden, in dem ich meine verselbständigte feminine Eleganz zum Zwecke der Machtausübung und Strenge über den Mann bewusst nutzen sollte. Zunächst lachte ich ihn aus über soviel männliche Leidensfähigkeit und wertete es jedoch als ungeheures Kompliment, wenn mir soviel Verehrung zuteil wurde. Ich spürte es ja in unseren täglichen Begegnungen, wie höflich, aufmerksam und zuvorkommend dieser Mann war, wie er mich hofierte und verzärtelte. Die ersten sexuellen Begegnungen waren romantisch und beglückend wie lange nicht. Doch nun kam Unsicherheit in meine gefühlte Euphorie, als ich die hohe Erwartungshaltung des Mannes vermutete, mich für ihn zur Herrin zu verwandeln. Das war die Kehrseite der Medaille, die mich beunruhigte und mir auf der Seele lastete. Die neue Partnerschaft war zu schön, viel zu schön, um sie durch kategorisches Ablehnen dieser zweifelsohne ja doch reizvollen Rolle aufs Spiel setzen zu wollen. Ich wollte kein Spielverderber sein und schon gar nicht wie eine Frau dastehen, die zu dumm ist einen Mann im Bett glücklich zu machen. So holte ich mir insgeheim Input wo und wann ich nur konnte und fühlte mich wieder wie allein auf einem fremden Planeten, als ich einen regelrechten Kosmos im Internet zum Thema weibliche Dominanz vorfand. Nachdem mich diese Rolle der Herrin in ihrer konkreten Gestalt einigermaßen durchdrungen und ich sie für mich selbst gedanklich angenommen hatte, ging es darum, sie umzusetzen. In zunächst für lächerlich erachteten Rollenspielen trat ich also wie zur Premiere als ein aristokratisch herrisches Weib auf die Bühne, das jedoch unter den aufmerksamen Augen und Ohren meines passiven Dieners, sich in kapriziösen Posen versuchte und nicht wusste, ob das alles richtig ist, was ich sagte und verlangte. Meine Positur und meine Gestik hatte ich zuvor vor dem Spiegel ausprobiert und ich musste dabei hellauf lachen, als ich mich jeweils mit schwarzen Strapsen und festgezogenem Dutt betrachtete und mein Programm gedanklich ablaufen ließ. Ein ganz wesentlicher Faktor meiner positiven Haltung zu der an sich ja sehr ernsten Angelegenheit der Über- und Unterordnung, war meine innerlich schmunzelnde Betrachtungsweise. Ich sah darin keine unlösbare Aufgabe, dominant zu sein und warum sollte der geliebte Mann zum Feind in meinem Bett werden, wenn er alles tut, was ich sage und möchte. So schlecht war die Perspektive ja nicht, beschwichtigte ich mich und mein Lampenfieber. Dominant sein heißt ja wie in allen anderen Lebenssituationen auch, wo man sich persönlich durchsetzen will, dass man vorher nachdenkt, bevor man zu handeln beginnt – nicht mehr und nicht weniger. Das musste ich schon von Kind auf lernen, mich durchzusetzen und meine Mutter lehrte mich, stark zu sein.
Im konkreten Fall meiner neuen Rolle hieß es, dass die Handlungen ein Ziel verfolgen, einen besonderen Sinn haben müssen, zudem damenhaft und würdevoll sowie maßvoll, weil man ja den geliebten Mann vor oder unter sich hat. Es hieß gewiss nicht, dass man keine Fehler machen darf, aber man darf sich durch Fehler oder unvorhergesehene Vorkommnisse und Schwierigkeiten nicht aus der Bahn werfen lassen und die Flinte zu früh ins Korn werfen, wenn man meint, es wäre nichts besonderes gewesen. Wichtig ist vor allem, zu achten, dass alles dem eigenen Typ entspricht, damit es nicht zu sehr aufgesetzt wirkt. Selbstsicherheit kann enorm elegant wirken, aber auch eine lässige Art ist oftmals Zeichen einer bestechenden Souveränität. Sowie zum Ausgehen oder wie jeden Morgen, bevor ich ins Geschäft fahre, nutzte ich den Vorgang des Ankleidens bislang dafür und holte mit der ausgewählten Kleidung auch die Charakterzüge hervor, die ich für mich ausstrahlen möchte. Dies erfolgte nun insbesondere und stärker als je zuvor mit einer noch gewagteren Weise für die Begegnungen mit meinem neuen Mann. Ich nutzte auch jede freie Zeit dafür, mich in eine Art hoheitliche Position zu setzen und mich auf sein Erscheinen einzustimmen und um ihn dann gleich übergangslos mit einer gewissen hochnäsigen Arroganz zu empfangen. Diese zeitlich begrenzten Begegnungen weiteten sich dann mit durchaus nicht unerfreulichen Wirkungen in den Alltag hinein aus. Am Anfang war ich völlig erstaunt und nicht weniger erfreut, was der Mann alles von sich auch tat. Es war dann schon selbstverständlich, dass er sich um vielerlei Dinge kümmerte, meinen Garten, mein Auto, meine Einkäufe, mein Essen, einfach alles... Das verselbständigte sich mit der Zeit und wurde zur Normalität. Ich kam dann also nach Hause und fand ein gemachtes Nest zum Wohlfühlen. Einfach wunderbar, nach allem was ich bisher von Männern gewohnt war, die sich bedienen und aushalten ließen. Es lag dann nur an mir, welche Besonderheiten ich mir bei unseren Begegnungen einbildete. Ich brauchte nur noch zu sagen, was ich gerne hätte und es schien, als hätte ich plötzlich magische Fähigkeiten, wenn ich nur einen Raum betrat oder meine Beine übereinander schlug. So hatte ich die positive Folge meiner Bereitschaft, die dominante Seite durchaus zu probieren, unmittelbar am Leib verspürt und um so weniger machte sie mir Probleme. Ganz im Gegenteil, ich hatte langsam Angst, das ganze könnte sich am Ende bis zur totalen Sklaverei entwickeln. Ich ließ ihn immer mehr und schon regelmäßig Dinge zum Wohlbefinden seiner Herrin organisieren, vorbereiten oder anrichten. Machst du mir ein Bad, hast du die Reinigung geholt, wo ist mein Mantel, wo bleibst du so lange, ich hätte gerne Kaffee, machst du mir einen Termin beim Friseur, legst du mir ein Nachthemd heraus, ... Es war so leicht, ihn zu schicken und zu kommandieren. Was ihn betraf, ließ ich mir auch besonders prickelnde Aufgaben als Teil meiner neuen Bequemlichkeit einfallen. Welch wunderbares Gefühl der Erhabenheit und der Ergebenheit war es, wenn er am Morgen vor der Bettkante kniete und mir am ausgestreckten Bein die zurecht gelegten Nylons überstreifte und elegante Satinpantöffelchen herbeiholte und auch die behutsamst ansteckte. Derlei kleine Episoden ergänzten unseren Alltag, der immer gewohnteren und vertrauteren Partnerschaft, neben viel beruflichen und geschäftlichen Notwendigkeiten beiderseits. Am Wochenende war ich immer bei ihm und die Nachbarn kannten mich längst. Die Fassade einer ganz normalen intakten Liebesbeziehung zwischen einer ganz normalen Frau, wenn auch augenfällig in ihrer äußerlichen Erscheinung, und einem geschiedenen Mann, der nun wieder eine neue Flamme hatte, verriet ganz und gar nicht, was sich hinter der Haustüre abspielte. Ich war bei ihm noch nicht zu Hause und doch ich hatte einen Hausschlüssel bekommen, gerade für die besonderen Treffen am Freitagabend. Seine Schuhe waren schön ordentlich an der Garderobe parallel abgestellt. Schon daran konnte ich ablesen, dass er bereit ist und auf mich, wie befohlen oben im Schlafzimmer wartete. Meistens stand sogar ein kleiner Blumenstrauß auf dem Tischlein daneben – für mich mit einem kleinen Grußkärtchen. Wenn ich dann zu ihm ging, kam es zu unserer spannenden Begegnung wo unsere Blicke sich zuallererst trafen. Die Wiedersehensfreude wurde mit der nun gewonnenen Ernsthaftigkeit meiner dominanten Seite mehr und mehr übergangen. Wenn er noch nicht fertig war, sich auszuziehen, lehnte ich mich lächelnd in die offene Türe und schaute so lange zu. Dann, wenn er nackt vor mir stand, trat ich ein. Mit einem verlangsamten Wimpernschlag und einem leicht gespitzten Mund signalisierte ich ihm, dass er mich küssen darf und ich keine besonderen Pläne hatte. Sagte ich aber „fang an“, wusste er sofort, dass ich mich mit ihm auf strenge Weise auseinandersetzen würde und er mir nun ohne Begrüßungskuss auf den Mund die Füsse/Schuhe liebkosen muss, wie er es von mir in den ersten Rollenspielen gelernt hatte (natürlich hatte ich mich seit meiner Konfrontation mit der Materie vielerlei Anregungen geholt, wie man derlei strenge Szenarien gestalten kann). Hatte ich keine besonderen Pläne, konnte ich ihn wieder anziehen lassen oder hatte meine Freude daran, wenn er sich nur in Shorts sogar nackt im Haus bewegte (und mich bediente). Wie man daraus schließen kann, ist die Neigung meines Mannes auf fruchtbaren Boden gefallen und ich muss sagen, dass ich nichts von allen verrückt anmutenden Dingen wieder zurückdrehen möchte. Auch diese Aussage, sollte jeder Frau helfen, die sich schwer tut, die so sehnsüchtig gewünschte weibliche Dominanz zu verkörpern. Was ist schon dabei, wenn ich prall und aufreizend im kurzen Unterkleid in meinen vier Wänden umherstöckelnd den ganzen Tag verbringe und ich meinen Mann zum glücklichen Wahnsinn treibe, wenn er sich mir gehorsam unterordnen darf oder muss. Man bleibt die gleiche Person, die man immer schon gewesen ist. Auch der Alltag geht ja weiter und nach außen hin bleibt alles gleich. Seit ich nun mit diesem Mann sogar verheiratet bin, bringe ich meine dominante Weiblichkeit mit einem wissenden Verständnis für den Mann ein und schenke ihm darin eine gütige Wärme und Sicherheit. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, dem Mann dieses Gefühl geben zu können, ihn trotz seiner Macken zu lieben, besser gesagt, ihn für diese Macken zu lieben. Auch er gibt mir alles was ich an Sicherheit und Liebe in einer glücklichen Ehe beanspruche zurück. Er wünschte sich als unser geheimes Eheversprechen von mir, ich möge ihm in allen seinen Aufgaben und Pflichten nicht nur Gehorsam, sondern auch Disziplin beibringen, da er in mir die Frau seines Lebens kennen gelernt habe – und für die es sich lohne zu leiden, wie jener Severin für seine angebetete Wanda. Nun, das war zwar das schönste Kompliment das ich je hörte, doch der Zusatz mit dem Leiden, bedeutete auch, dass ich diesen Mann als seine Ehefrau nicht nur befehligen konnte, sondern ihn ständig kontrollieren und auch züchtigen würde. Bislang hatten scharfe oder wirkungsvolle Worte gereicht, doch nun kam die nicht überraschende Expansion für weitergehende Aktivitäten. Zu diesen unterwürfigen Respekt vor der Ehefrau, wo er sich mir nicht widersetzen darf, kam zwangsläufig die Notwendigkeit von erzieherischen Maßnahmen, um diesen Respekt auch durchzusetzen. Es war klar, dass es irgendwann kommen würde. Wieder sah ich mich an Wanda erinnert, die dieselben Fragen wie ich hatte. Und was ist, wenn ich immer mehr verlange von dir, fragte ich ihn, ob er denn keine Angst hätte, wenn ich ihn schlagen und bestrafen würde wie einen unfolgsamen Hund. Die Antwort war, sein Vertrauen und die Liebe die er spüre, sei so wunderbar, dass er keinerlei Angst davor habe. Gleichzeitig bat er mich, nicht mehr länger zu zögern und ihm ganz nach alter Sitte den Hintern zu verhauen. Ich kannte das weder von meiner Kindheit, noch verspürte ich derlei Drang, jemanden mit Schlägen ur Räson zu bringen. Mir waren die Bilder bei meinen Recherchen am Computer nicht verborgen geblieben, Frauen mit Rohrstock und Reitgerte, Frauen mit dem Mann über ihren Schoß mit herunter gezogenen Unterhosen, Frauen mit angestrengten Gesichtsausdrücken, voller rabiater Wallung und Empörung, um das offenbar begierige und unverschämte Temperament des Mannes nach ihren weiblichen Reizen zu bändigen. Es sah nach wirklich festen Schlägen mit der Hand aus oder es waren beim Gebrauch von einem Instrument rote Striemen sichtbar. Geradezu grotesk und albern, dachte ich im ersten Moment, als ich die Bilder sah. Hier brauchte ich schon klare Erklärungen und vernünftige Begründungen meines Mannes, was ihn dazu treibt, sich von einer Frau verhauen und bestrafen zu lassen. Auf der einen Seite konnte er für sich selbst keine plausiblen Erlebnisse anführen, die diesen Wunsch lebenslanger Frauenherrschaft in ihm ausgelöst hätten. Gut, in der Zeit gab es resolute Frauengestalten in allen Schichten und Fakultäten, aber keine spezielle, die seine unterwürfige Natur ausgelöst hatte. Dafür bestätigte er jedoch, wonach jeder Mann sein Leben lang eine Art Mutterfigur brauche. Gemeint ist damit nicht eine Frau, die ihm alles macht, sondern eine starke weibliche Persönlichkeit, die ihn durch ihre Autorität prägt, die ihm Sicherheit Halt und Geborgenheit ebenso gibt wie die Linien für sein Leben und Verhalten. Seiner Ehefrau bekommt ab dem Knabenalter die Rolle der Erzieherin und Zuchtmeisterin zu, die männliche Sexualität in den Griff zu bekommen, sich den ständigen Versuchungen der lockenden weiblichen Reize zu widerstehen. Das tut sie in sehr drastischer Weise a) in dem sie durch eigene stark hervorgehobene Reize die Aufmerksamkeit auf sich projeziert und an sich bindet und b) in dem sie den Mann regelrecht abrichtet durch mitunter strenge Erziehungsmethoden, ihm Disziplin lehrt und moralische Stütze ist. Dies relativierte meine ablehnende Haltung nun doch wesentlich, denn ich wollte nicht ein gewalttätiges Weib sein, eine Furie oder das von lack, Leder und Peitsche bestehende Klischee einer Domina mit Trauschein ausfüllen. Mit dem mütterlichen Fürsorgegedanken konnte ich mich schon wesentlich besser anfreunden, auf der einen Seite die liebende und auf der anderen Seite die strenge strafende Frau zu sein. Diese Art Mutterfigur hat man als Frau ja ohnehin genetisch mitbekommen und auch wenn man sie gegenüber dem eigenen Mann nicht einräumen will, tun wir Frauen es ja doch irgendwie. Welche Frau kann schon behaupten, sie würde ihren Mann nicht hin zu positiven Entwicklungen beeinflussen zu wollen. Man sagt ja auch, hinter jeder großen Karriere eines Mannes würde eine starke Frau stehen. Es sind Frauen mit Herz und Verstand, die letztendlich im Hintergrund die Fäden ziehen und sie wissen, wie mit den Marotten ihrer strahlenden Pantoffelhelden umzugehen ist und entscheiden mitunter ganz wesentlich durch weibliche Raffinessen, was zu tun ist. Nicht selten bezeichnen die erfolgsgewohnten Männer nach mehreren Ehejahren die Ehefrau liebevoll als Mama. Ich dachte bis vor kurzem bei weiblicher Dominanz in erster Linie an raffinierte subtile Schachzüge der Frauen, wenn sie ihre Männer still und zielstrebig manipulierten und sicher ist gelegentlich auch eine herbe Bevormundung oder Autorität anzutreffen. Von Rohrstock und strenger Erziehung im ehelichen Bereich hatte ich keine Vorstellung. Außer bei einer Karikatur der Ehefrau mit dem Nudelholz in der Hand hielt ich es für unmöglich, wonach eine Ehefrau ihrem Mann den Hintern versohlen würde. In früheren Zeiten, wo die Prügelstrafe bei Kindern noch angewandt wurde, mag so mancher Ehemann auch unter die Räder geraten sein, aber heutzutage? Gut, ein an sich drücken und leichte Schläge auf den Hintern sind ein Signal, das seit Urzeiten auf den Menschen wirkt, das weiß man. Dieses genetisch bedingte Signal vermittelt Geborgenheit, Sicherheit und baut angeblich emotionalen Stress ab. Mütter wenden dieses Signal instinktiv ganz sicher auch heute noch an, wenn es darum geht, Kinder zu beruhigen. Die Prügelstrafe ist jedoch geächtet, auch wenn ich meine, dass ein paar Schläge bei der Erziehung oftmals nicht schaden würden. Auch werden Anzeichen der emotionale Stimmung durch eine Weiterleitung zu schwacher Signale verhindert, wenn nicht drastische Reaktionen gezeigt werden, wie bei einem Fehlverhalten. So sehe ich die weibliche Dominanz mit der Brille einer sehr fraulichen und mütterlich agierenden Gemahlin und habe mein Klischee von der peitschenschwingenden Domina in Lack und Leder ad acta gelegt. Dadurch konnte ich viel schneller zu dem eigenen Bild einer einesteils strengen Ehefrau und andererseits liebevollen und gutmütigen Partnerin finden. Autorität steckt in jeder Frau, das ist naturgegebener Instinkt, sonst könnte sie ihre vorgesehene Bestimmung der Aufzucht des Nachwuchses nicht gerecht werden. Diese Erkenntnis brachte mich zu dem Ergebnis, diese Autorität wie ein Werkzeug zu probieren und zielgerichtet zu verwenden. Meine zweite Erkenntnis half mir ebenso auf die Sprünge, die lautete, mein neuer Partner würde seine Neigung nicht abstreifen können und vieles heimlich tun, tun müssen, weil es in ihm steckt. Und eine dritte Erkenntnis stimmte mich um, da dieser geliebte Mann mir eingestand, ich wäre die richtige Frau für eine so sonderbare Beziehung mit Über- und Unterordnung. Anfangs konnte ich die Begeisterung und Euphorie nicht richtig einschätzen, weil so vieles meiner weiblichen Gepflogenheiten sich seit meiner Jugend verselbständigt hatten, was mein äußerliches Bild betrifft. Ich war und bin kein dümmliches Modepüppchen, sondern eine durchaus wagemutige geschmackvolle reife Frau, was der neue Verehrer an meiner Seite mit einer untrüglichen Fähigkeit und Gewissheit zu einer feinen strengen Autorität assoziierte. Dieser Zusammenhang war mir neu, nur weil ich privat und im Geschäft hohe Absätze bevorzugte, kurze Röcke und alles, was Männer scheinbar in stärkerer Dosis sich zwar herbeisehnen aber dann doch nicht so recht vertragen und sich in die Unterwürfigkeit flüchten. Insoweit stimmte also der Rahmen, das Klima, da ich die ideale Besetzung für einen auf deutlich unterstrichene Weiblichkeit fixierten Mann darstellte. Da stimme ich wie in so vielen Ansichten und Beschreibungen von Roswitha mittlerweile vollkommen überein, wo sie die Chronologie einer Femdom-Ehe aufschlüsselt, wo zuerst die Attraktion der Frau der erste Schritt ist, ihre Verwandlung und danach der zweite Schritt der Unterordnung des Mannes erfolgen kann, wenn sie ihn nahezu sexuell hörig gemacht hat. In diesen Prozess passen danach auch die unterwürfigen Verhaltensweisen des Mannes gegenüber der Frau als Akte der Verehrung und als Zeichen der Hingabe und Begierde. Und dazu passen dann auch die für mich angenehm wirkenden Bilder einer in plüschiger glamouröser Puffambiente eingebettete Madame, die ich in meiner Person plötzlich nicht mehr wie einen Fremdkörper sah. So ergänzten sich die Dinge und ich kam mir vor wie im Wellness-Hotel, wenn ich es mir bequem machen konnte und meinen Verehrer alles mögliche auftragen konnte, damit Madame sich wohlfühlte. Nebenbei weckte das auch meine unmoralische, lustbetonte Seite, mein kleines Luder in meiner Seele, das sich einfach holt, was es braucht. Plötzlich ging es dann doch ganz einfach, wenn ich anstelle eines Kaffees oder einem Glas Wein oder irgendwas anordnete, er solle sich ausziehen. Als hätte ich einen Hausdiener, was in der österreichischen Geschichte und Kultur in der Aristokratie und im Bürgertum ja lange Zeit Tradition war, konnte ich mir den Mann zum gehorsamen Lustobjekt zu Willen machen, wie ich es bei Wanda von Dujanew und ihrem glühenden Verehrer Severin noch mit großer Skepsis gelesen hatte. Damals hatte ich Angst vor dem Titel und der Anrede – Herrin. Bin ich überhaupt eine Herrin, fragte ich mich in dem Stadium erster Gehversuche, wo ich mich einige Stunden am Tag in diese Rolle vorwagte. Zumindest was mein Getue und meine distanzierte Art betraf, konnte ich mich rasch verwandeln, eine Peitsche hat ich allerdings nicht. Aber weil ein weißer Kittel noch keinen Arzt macht und eine Peitsche in der Hand keine Herrin, war das kein Mangel, weil ich ohnehin nicht zuschlagen wollte. Also machte ich es über meine eigenen Mittel, mir Gehör und Gehorsam zu schaffen. Autorität hat man oder ist man. So wurde ich „authentisch dominant“ und umging den Kunstgriff, eine Peitsche wie ein nötiges Utensil zur Hand zu nehmen, mit der Hoffnung es möge gelingen. So kam ich zu der Erkenntnis: Ich herrsche eigentlich ganz gern. Ich leite gerne an. Ich führe gerne. Der Wunsch nach weiblicher Dominanz hat viele Gesichter und ich bastelte auf einmal selbst an dem Modell, wie es sich für unsere Ehe darstellen ließe. Es basierte auf den Konsens mit dem Mann, auf die wünschenswertere Form von weiblicher Strenge und nicht auf rücksichtslose Grausamkeit, die er ebenso ablehnte. Somit eröffnete sich uns ein gemeinsamer Rahmen, ein Spielfeld mit Grenzen, und das half mir, meine letzten Ängste zu vergessen. Der unerreichbare Status Herrin schmolz auf ein alltagstaugliches Maß mit hochhackigen Schuhen und schwarzen Strapsen und ähnlichem Glamourzeug einer Madame zusammen. All die reizvollen Accessoires sollten allerdings bewusst nebensächlich bleiben und dadurch die Gier um so mehr schüren. Ja, ich beabsichtigte, ihn auf diese Weise verrückt zu machen. Was für den Mann so wichtig an dieser zelebrierten Weiblichkeit erschien, sollte meinerseits ein völlig unspektakulärer Lebenswandel sein, und doch wusste ich in meinem Bewusstsein um die erregende Wirkung all der Dinge, sobald er sich in meine Reichweite begeben würde. So entstand auch ganz von selbst eine gewisse Abhängigkeit des Mannes und für mich eröffnete sich die Machtposition nach dem Prinzip, wenn du mich haben möchtest, dann begib dich in meine Hände und tu was ich dir sage. Ich nahm ihn in Besitz. Je öfter ich von den Möglichkeiten meiner Autorität Gebrauch machte, um so leichter fiel es mir in Wort und Tat. Auch darin stimme ich mit Roswitha heute völlig überein, wonach sorgsam gewählte Worte und eine Art eigene Sprache, im Stil einer Internatsleiterin, als die erste Stufe weiblicher Strenge vieles bewirken können, nur darf der Stil nicht unter das Niveau einer Madame fallen. Und es muss wiederum authentisch sein. Wenn man sich gedanklich in die traditionelle englische Erziehung zurück versetzt, und in österreichischen Schulen waren die Methoden zur gleichen Epoche nicht viel anders, kommt schnell darauf, diese Atmosphäre ins heimische Wohn- oder Schlafzimmer zu bekommen. Madame nimmt sich dann den schüchternen Knaben zur Brust und nimmt sich seiner heimlichen Begierden an. Daraus lässt sich auf wunderbare Weise authentische Strenge aufbauen und daraus lässt sich eine streng-romantisch aufgeladene Spannung erzeugen. Auf Knien lasse ich ihn mit beiden Händen über die Beine streichen. Ich nehme seine Hände und führe sie. Später führe ich sie langsam immer weiter nach oben zum Busen. Ich lerne ihm die Behutsamkeit und zeige ihm die Stellen, wo ich seine Berührung haben möchte. An einem Tag später stelle ich die Frage: Warum habe ich dich heute Abend bestellt. Um zu lernen, wird er aufsagen, auf Knien und. „Bist du vorbereitet?“, frage ich weiter. Wehe wenn ich dann ein Nein höre.
Mittlerweile haben sich zu den authentischen Worten auch authentische Strafen ergeben. Auch das passierte auf ganz natürliche Weise, wie in der Kindererziehung auch, wenn der Geduldfaden reißt, wenn Worte nichts nutzen, wenn ich mich durchsetzen muss, um meiner Position weiterhin gerecht zu werden. Ich wollte es ursprünglich gar nicht, aber es ganz automatisch. Das ist dann schon so, dass er mich ernst nimmt. Niemals hätte ich mir das je zuvor zugetraut, doch als es vollbracht war, fühlte ich mich nicht wie befürchtet mies und brutal, sondern fand unerwartet Freude an der Wirkung meiner Zauberhand. Weder einen Kinderpopo und erst recht keinen Männerarsch hatte ich bislang versohlt. Die nächsten Male habe ich ihn dann richtig versohlt, weil mein Mann sich im Nachhinein darüber lustig gemacht hatte. Man kann auf diese Art süße Rache üben, ihn Buße tun lassen und das Gefühl der Überlegenheit auskosten, die für den Rest des Lebens anhält - wenn er zappelt und jammert, schlage ich fester zu – kein Pardon mehr.
Ich versuchte, etwas von unserer Entwicklung so zu zeigen, wie es wirklich gekommen ist. In der Tat war zu Beginn die eingestandene Unterwürfigkeit des Mannes für mich schwer zu verstehen, weil ich selbst keinerlei Berührungspunkte mit der Materie im weitesten Sinne hatte. Eine Seite wie Eure „Minervas Juwelen“ können da viel Pionierarbeit leisten, wenn Femdom als Bereicherung und feste Installation in einer ansonsten ganz normalen Ehe auf seriöse Weise dargestellt wird. Dafür vielen Dank und wir freuen uns weiterhin auf interessante Beiträge, die bei uns nicht spurlos vorüber gegangen sind.

Gruß Simone
Hier noch ein paar frivole Tipps von mir an Nadine und andere Betroffene, die mir noch so eingefallen sind zum Schluss:
Beginne den Tag mit einem Blick in den Spiegel. Beisse leicht auf die Unterlippe, kneife die Augen ein wenig zu und sage „na warte, heute zeig ich’s dir!“ Hebe den Kopf, sei hochnäsig und fahre mit den Händen durchs Haar. Mit diesem Gefühl ziehst du dich an. Einen Tag lang ziehst du das einfach mal zum Ausprobieren durch. Diesen Tag wiederhole dann so oft es geht.
Gehe auf eingebildete Weise durch das Stadtzentrum, eine Fußgängerzone, trage dein kürzestes Kleid, setze dich in ein Cafe oder Straßenlokal und lasse dich mit übereinander geschlagenen Beinen und Stöckelschuhen bewundern.
Lass dir vom Mann ein paar Strümpfe zur Arbeit bringen und täusche eine Laufmasche vor. Weise ihn darauf hin, dass es Strümpfe für Straps sein müssen. Es muss natürlich nicht stimmen, aber die Botschaft ist für den Mann von entscheidender Wirkung.
Wenn ihr im Sommer gemeinsam zum Baden geht und du bislang dein Bikini-Oberteil nicht abgenommen hast, um deinen Busen zu bräunen, ändere diese Gewohnheit. Der Mann soll den ganzen Tag deinen Busen vor Augen haben. Veranlasse, dass deinen Mann den Verschluß jeweils zu bedienen und warne ihn, auch nur versuchsweise auf deinen nackten Busen zu starren, für die ganze Zeit.
Gehe in eurer Wohnung grundsätzlich mit hohen Schuhen, egal wofür. Ob nackt oder mit offenem Bademantel, ob im Nachthemd oder in Lockenwicklern, mit fertiger oder halbfertiger Garderobe, im Unterkleid oder eingewickelt im Handtuch. Kein Schritt mehr ohne hübschen Schuh am Bein.
Wenn ihr gemeinsam in den Supermarkt geht, wähle dazu einen engen Rock der so spannt, dass du nur kleine Schritte machen kannst und sehr hohe Absätze. Laß ihn den Wagen schieben, gehe vor ihm her und zeige mit dem Zeigefinger was du haben willst. Alles andere macht er. Zeige so die Entschlossenheit die sich in deinem Gangwerk äußert.
Im Zustand oder im Gefühl der totalen Abhängigkeit lässt du dir die Schuhe küssen. Er soll dir seine Ergebenheit vorführen. Laß ihn das vorexerzieren und korrigiere ihn in der Ausführung, damit das alleinige Vorexerzieren nicht genügt, nein er muss es sogar so machen, wie du es ihm vorsagst.
Zieh dir zum Fernsehen am Abend mal eine schwarze Netzstrumpfhose ohne Höschen und einen engen Rollkragenpullover an. Vielleicht besorgst du dir auch noch ein paar hohe Plüschpantöffelchen für zu Hause.
Gehe öfter mal in Lockenwicklern, einem offenen Bademantel und Strapsen durch die Wohnung zum Blumengiessen oder während Sie mit Ihrer Freundin oder mit Verwandten telefonieren, einfach aus ganz profanen Anlässen, aber höchst aufreizend. Beobachte ihn dabei ohne Worte.
Gehe morgens stets mit noch offener Bluse von Zimmer zu Zimmer, wenn du den Tag beginnst.
Twinsetjäckchen eignen sich aufgrund der wärmenden Wirkung sehr gut, dass man darunter „oben ohne“ oder nur mit einem schönen Büstenhalter gehen kann, egal ob drinnen oder draußen. Durch die Anordnung der Knöpfe kann man jederzeit variieren, wie viel man zeigen möchte. Eine beliebte Kombination für einen Tag zu Hause ist auch ein spitzenverziertes Unterkleid mit einem wollig weichen Twinsetjäckchen und knisternden Nylons.
Mit dem Handy ist es heute eine praktische Sache, dem Mann unterwegs Anweisungen zu geben, was er bei seiner Ankunft zu hat.
Stell dir eine „Femdom“-Kollektion in ihrem Kleiderschrank zusammen, die zunächst separat gehalten wird und immer weiter wachsen kann. Kurze Bleistiftröcke, dazu passende Blusen und kurze enganliegende Pullis, auf Figur geschnittene Kostüme, Minikleidchen, Kittelschürzen.
Verabschiede dich vom braven Mädchen und von Jeans und Turnschuhen.
Gehe mit ihm zusammen in eine Kunstausstellung und nimm dafür ein Kostüm nur mit einem ausladenden BH darunter.
Gehe mit Schuhen ins Bett.
Gebe dich künstlichen Visionen hin und denke dir aus wie, du den submissiven Nerv des Mannes treffen könntest (beim Friseur, im Wartezimmer...)
Schöpfe deine Lebenslust und zelebriere deine Macht. Es ist gut, sich mächtig zu fühlen. Das Fühlen der Dominanz bewirkt, dass man sich als Frau ganz anders bewegt, und das wiederum erzeugt noch mehr Dominanz. Ein wunderbarer Kreislauf. Geniesse dich dabei.
Verschwende keine Gewissensbisse für deine Dominanz.

Naguri hat gesagt…

Liebe Nadine, ich weiss wie du dich fühlst. Auch ich bin in unsere BDSM Beziehung mit einem Knall hineingezogen worden. Nun sind wir 5 Jahre zusammen und nach vielen Tränen, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Lesen, Lernen und Probieren haben wir eine tolle Beziehung die uns beiden viel bringt. Aber eins musst du dir merken - du hast nie ausgelern.
In diesem Sinne
grüsse
Naguri

Richard hat gesagt…

Liebe Naguri

Du habst recht, man ist auf diesem Thema nie ausgelernt. Aber möchtest Du es anders? Es ist doch schön, wenn man wenigstens darüber reden kannst. Ich wurde frech im Raum stellen, ob es nicht die bessere Alternative ist, als bei der erste Schwierigkeit von einander weg zu rennen! Schon im Mittelalter haben die Frauen schon die Geschicke der Erreignisse beeinflusst. Mehr als man so denkt. Damals konnte die Frau sich keine grosse Gedanken machen. Sie wählte den Weg der Beeinflüssung ihr Oh, so mächtige Ehegatte. Und ehrlich gesagt, so mächtig sind unsere liebe Frauen noch immer, aber sie möchten es lieber nicht so zeigen.

Richard

Franziska und Wolfgang hat gesagt…

Es dauerte einige Zeit, bis ich bzw. wir diesen Beitrag fertig stellen und überarbeiten konnten und ich zögerte lange, ob ich ihn abschicken sollte, weil mein Mann recht unschlüssig war. Mein Name ist Franziska und ich bin über 25 Jahre mit dem gleichen Mann verheiratet, Wolfgang und ich, Fannie. Das Problem, eine Betroffene wie Nadine zu sein, stellte sich für mich schon vor über 20 Jahren. Unser Intimleben ist schon nach fünf Jahren Ehe ratenweise eingeschlafen. Ich fand dann während dieser Zeit zufällig in einer Schublade zwischen einer Sammlung von Videokassetten mit Actionfilmen plötzlich eine Handvoll andere Filme dazwischen sortiert. Oh je, sieh mal da, Pornofilme. Das war also das Late-Night-Programm für ihn, wenn ich früher zu Bett ging, sieh an. Und als würde das nicht genügen, waren das auch noch Filme mit SM, soviel war am Cover schon zu sehen. Das waren keine Pornofilme im herkömmlichen Sinn, wo in Nahaufnahme der Geschlechtsakt in höchsten Tönen der Lust zu sehen gewesen wäre. Immer wenn ich alleine zu Hause war, holte ich einen Film aus dem Versteck, um zu sehen, womit sich mein Mann heimlich beschäftigte. Zu meinem Erstaunen waren da ganz andere Aufnahmen, als ich es erwartet hatte. Keine Dominas in Lederkorsett und schenkelhohen Schnürstiefel. Ich kannte Die flambierte Frau aus dem Kino und hatte einmal ein ausführliches Interview von einer professionellen „Lederfrau“ in der Cosmopolitan sowie eine mehrteilige Reportage über Dominas im Stern gelesen. Deshalb erwartete ich eine Folterkammer in den Videos und die neunschwänzige Peitsche. Aber nein, nichts davon war zu sehen, keine Foltermethoden, keine der erwarteten Perversionen, wie ich es gelesen hatte. Das eine Mal wartete eine ganz normale Frau zu Hause auf der Couch und der Mann kam zu spät. Gut, die Frau war sehr elegant gekleidet, aber nicht im Sinne was ich mir von einer Domina erwartete. Damals in den 80er Jahren war der Domina-Stil Teil der Modetrends und deshalb war ich auf Leder und Lack pur eingestellt. Der gut aussehende Mann in Anzug und Krawatte musste sich vor ihr ausziehen, auf die Knie gehen und ihre Schuhe küssen, das waren dann aber schon richtig rassige hohe Pumps. Eine kurze Anweisung genügte und er gehorchte wie ein Roboter ohne ein Wort. Kein lautes Geschrei, kein wildes Befehlen. Sie behandelte ihn wie einen Schuljungen und sprach zu ihm, als hätte sie ihn völlig in ihrer Hand. Als wäre er ihr Kammerdiener, der für ihr leibliches Wohl zu einer Art Allzuständigkeit abgerichtet war, musste er ein Gedeck mit Tee servieren und bekam dafür zum Lohn ihre Audienz in Straps und Strümpfen, wie sich kurz danach unter ihrem Rockschlitz herausstellte. Später bestrafte sie ihn dann mit einer Reitgerte für seine Unpünktlichkeit bis er wimmerte und schwor, es würde nie wieder vorkommen. Sex fand in der Form statt, in dem der Mann wie in Hypnose nach dem Erhalt der Strafe die Frau oral bedienen musste, und zwar haargenau nach ihren Anweisungen handelnd. Soviel zu dem.
Ein anderer Film handelte eine Ewigkeit allein damit, wo ein junger nackter Mann einer auf einer Wohnzimmercouch sitzenden Frau die Sandaletten und Nylons anziehen musste, während sie nebenbei eine Illustrierte durchblätterte und gelegentlich von einem Glas Sekt nippte. Eine Weile schaute ich zu und drückte auf Schnellvorlauf, bis auch die Frau auf der Couch mit dem Unvermögen des Mannes ungeduldig geworden war. Sie beanstandete die Ungeschicktheit des jungen Mannes und ließ sich die Strümpfe wieder ausziehen. Weil ihr die Ausführung seiner Arbeit missfiel, weil sie nicht schnell genug und zu stümperhaft gewesen war, versohlte sie dem armen Kerl dann mit der Hand dermaßen den Hintern, dass er über ihren Schoß liegend nur so zappelte und schluchzte. Es war so eine Art exerzieren, als Strafe für eine scheinbar zum wiederholten Male mangelhaften Übung. Auch überhaupt wegen seiner missratenen Art, immerzu nur an das eine zu denken und weil er sich deshalb so ungeschickt anstellte, begründete die Frau die Notwendigkeit der Strafe. Sein Problem für sein Unvermögen läge einzig und allein darin und hielt ihm seine Erektion als Grund allen Übels vor. Er musste sich hinstellen und die offensichtliche Erektion eingestehen, die sie wie bei einer Tauglichkeitsprüfung untersuchte. Sie schimpfte ihn richtig aus für seine Schwächen gegenüber weiblichen Reizen und er konnte nichts dagegen vorbringen, da sie ihn in allen seinen sexuellen Schwächen wie einen Suchtkranken unter ihrer Abhängigkeit hielt. Danach drückte sie ihn an sich, masturbierte ihn tröstend mit langen schwarzen Lederhandschuhen und mit mitfühlenden Worten, während er wie ein Säugling ein klein wenig an ihrem Busen naschen durfte. Den Samenerguss fing die strenge Dame in dem leer getrunkenen Sektglas auf und begutachtete die Menge, bevor sie ihren Jüngling dann weiter unterrichtete, wie er nach ihren Vorstellungen geschickt und flink darin werden müsse, sie zu bedienen und damit er den für dringend notwendig erachteten Strafen künftig entgehen könne. Beide waren in einer Harmonie und Innigkeit in der Übereinkunft von der Verabreichung ihrer körperlichen Strafen verschmolzen wie ein lange zusammengehöriges Ehepaar. Sie bestellte ihn für den nächsten Tag, um die Übung erneut und besser zu wiederholen und drohte ihm mit der wie zufällig auf dem Tisch liegenden Reitgerte, die sie als Druckmittel mit einem berstenden Schlag an den dicken Wulst der Armlehne der Couch knallte. Morgen würde sein Hintern über dieser Armlehne liegen, machte sie ihm die Hölle heiß und dann würde die Reitgerte in gleicher Weise auf seinen nackten Hintern treffen. SM hatte ich mir anders vorgestellt, nicht in Wohnzimmeratmosphäre, sondern so wie man es eben aus den Berichterstattungen aus SM-Studios zu der Zeit kannte, mit ledernen Masken und verschnürten Körpern.
In den drei anderen Filmen waren ähnliche Handlungen in heimeliger, fast ehelicher Zusammengehörigkeit, wo die Frauen ihre Männer ordentlich mit Rohrstock und Gerte in die Mangel nahmen, bis sie weinerlich um Vergebung flehten und ihre Schuhe leckten. Ich war dennoch entsetzt von den Bildern, von der lieblosen Härte der Hiebe, von den Striemen und der völligen Willenlosigkeit der Männer. Das waren keine Schauspieler, die mussten wirklich selbst auf Schmerzen stehen, so echt war alles. Ich stellte die Filme immer wieder säuberlich zurück in das Versteck und sprach nicht mit meinem Mann. Ein paar Mal versuchte ich, ihn beim heimlichen Ansehen zu überraschen, aber es glückte mir nicht.

Eines Tages blies ich zum Angriff. Es war zur Weihnachtszeit und mir war eigentlich nicht nach Zwietracht. Doch je länger ich in mir die Gewissheit herum getragen hatte, um so mehr drängte es mich nach Abrechnung. Wie du mir, so ich dir. Ein befreundetes Pärchen kam abends zu Gast und kurz vor dem Eintreffen, erwartete ich meinen Mann im Schlafzimmer. Ich rief ihn zu mir und tat so, als würde ich mich für den Besuch noch umziehen. Zu seinem Erstaunen fand er mich nur in meiner besten schwarzen Unterwäsche vor. Auch einen Strumpfhaltergürtel, den ich heimlich den ganzen Tag schon trug. Ich saß am Bett und hatte einen alten Teppichklopfer neben mir, der früher bei meiner Großmutter als drohendes Instrument für meine Unarten als Schulmädchen auf dem Dachboden hing.
Mein Mann war nun genauso geschockt, wie ich gegenüber seinen Heimlichkeiten. Ich stand auf und nahm den Teppichklopfer zur Hand. Aber...äh war seine erst Reaktion. Ja..., ja Fannie!...stammelte er und wurde rot im Gesicht.

Ich schleuderte ihm zur Antwort ein paar lapidare Worte entgegen: „Das ist es doch was du willst.“ Oh ja, ich war bissig wie eine Natter. „Das ist es doch, womit du dich heimlich beschäftigst - und jetzt zieh dich aus“, ordnete ich mit zorniger aber ruhiger Stimme an. Er kannte mich, wenn ich mit meiner Stimme ruhig wurde, war nicht mehr zu spaßen. Es war, als hätte er aus lauter Verwirrung kurz einen Aussetzer. „Zieh dich aus“ , wiederholte ich doch nochmal mit einem wütenden Zornanfall auf sein unwilliges Zögern, als hätte sich in dem kurzen Befehl meine ganze angestaute Enttäuschung ein Ventil gesucht.

Nie habe ich diesen Moment vergessen, wie unseren ersten Kuss. „Aber Fannie, das kannst du doch nicht machen...“, seufzte er ohne in meine auf ihn wie Raketen gerichteten Augen zu blicken und begann schließlich doch langsam die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. „Was hast du vor, wir bekommen doch dann Besuch“, versuchte er mich zu besänftigen, aber ich stand ungerührt vor ihm und dachte nur: wie du mir – so ich dir. Als er fertig war und splitternackt vor mir stand, zischelte ich wie ein Schlange, im Flüsterton aber voller Rachsucht: „Auf die Knie!“ Beim zweiten Mal sank er stumm zusammen und kauerte in tiefer Verbeugung auf dem Flokati. „Aber Fannie, hör mich an“, hörte ich ihn weinerlich klagen, wie aus einer Mischung von Furcht, Glück, Scham und Schreck zugleich, weil ich nun über sein Intimleben Bescheid wusste. „Fannie, bitte...“ schluchzte er und vergrub sein Gesicht am Boden zwischen meinen Schuhspitzen, so peinlich war ihm die Situation. Aber ich ließ nicht locker – wie du mir so ich dir - und machte genau das, was ich in den Filmen gesehen hatte. Ich ließ ihn dann weiter ganz nah vor mir knien. Weil ich auf stille Art richtig wütend war, konnte ich auch richtig kaltschnäuzig anordnen. „Lass es mich erklären...“ sagte er geknickt, aber ich war nicht zu versöhnen. „Wie lange geht das schon“, fragte ich ihn und spielte damit noch mal konkret auf die Filme an. Er wusste sofort, was gemeint war. „Schon immer“, gestand er schüchtern ein. Er stotterte, wie sehr er dagegen schon seit seiner Jugend ankämpfe, aber es wäre immer nur noch schlimmer geworden im Laufe der Zeit.
„Von nun ab, weht ein anderer Wind, das verspreche ich dir“, so verkündete ich forsch, wie den Beginnen einer neuen, unerfreulichen Epoche . Er küsste mir ohne Aufforderung die Zehenspitzen meiner extra hohen Pumps, die ich mir zwei Tage zuvor nur für den Auftritt gekauft hatte.
Diesen ersten Auftritt vergesse ich mein Leben lang nicht, als ich dann zum ersten Mal meinen Mann übers Knie legte und ihm eigenhändig den Hintern versohlte – wie ich es in seinen versteckten Filmen gesehen hatte. Meine Handflächen brannten und auch sein rot gewordener Hintern, davon war ich überzeugt. Es war mir gleichgültig, mehr noch, es sollte ihm ruhig wehtun, Wolfgang sollte schon etwas von meiner Wut spüren. Deshalb habe ich ihm dann auch noch einige doch recht stramme Schläge mit dem Teppichklopfer verpasst. Es machte mir nichts aus, sein Wehklagen zu hören, schließlich hatte er mich schon so lange Zeit hintergangen. Ich zog mich danach wieder fertig an und kurz darauf kam auch schon unser Besuch. Auch mein Mann war bis dahin wieder angezogen und ließ sich gegenüber dem befreundeten Ehepaar nichts von seiner Schmach anmerken. Auch ich versuchte so natürlich wie möglich zu sein, aber es war schwierig. Nachdem unsere Freunde gegangen waren, ging ich ohne ein Wort über das Geschehen zu verlieren zu Bett, abwartend auf seine weitere Reaktion. Er schwieg vor sich hin und irgendwann schlief ich ein.
Am nächsten Morgen ließ ich ihn nicht im Bett liegen bleiben wie sonst, sondern schickte ihn zum Kaffee kochen – während ich liegen blieb. Ich hatte die feste Absicht, ihn genau mit diesen Dingen leiden zu lassen, die ich in den Filmen gesehen hatte. Als er zurückkam, ließ ich mir die Nylons vom Vortag anziehen und die schwarze Wäsche, einen Rock und eine Bluse, wie in einem der heimlichen Filme. Mein Mann schämte sich. Zum einen für seine Heimlichkeiten und zum anderen für die Schmach der Bestrafung. Ohne Worte befolgte er allen meinen Anweisungen als eine Art Wiedergutmachung und um wieder zur Normalität zurück zu kehren. In meiner Methode hielt ich mich an das was ich in den Filmen gesehen hatte. Ich verabreichte ihm die Medizin, die durchaus bitter schmeckte, wenn ich ihn herum kommandierte und ihm allerlei Dinge auftrug, die bislang ich gemacht hatte. Mein Druckmittel war ebenso simpel wie genial in der Wirkung. Mit Redensarten wie „Du magst es doch so, nicht wahr“ und „du magst doch diesen hohen Schuhe und meine Strapse, also tu, was ich dir sage“ brach jeder Versuch von Widerstand oder Widerwilligkeit.

Noch ein paar weitere Tage hielt die unterkühlte Stimmung an. Wo wir sonst über dies und das redeten, waren beide weitest gehend stumm. Wenn, dann war ich schnippisch und immer kurz angebunden, kein Lächeln, nichts, unsere Küsschen zum Abschied nur oberflächlich. Aber ich reizte ihn bewusst mit allen Tricks weiblicher Verführungskunst. Diesen Wesenszug glaube ich hat jede Frau parat, wenn ihre Liebe verschmäht wurde, die Reaktion von na warte, jetzt sollst du sehen, wen du vor dir hast. Ich spielte dennoch die ahnungslose und spürte erstmalig die Überlegenheit über den Mann während meiner raffinierten Schachzüge bei jedem Schritt und jeder Pose. Es war mir nicht fremd, wie man als Frau Busen und Beine wirkungsvoll einsetzen kann, auch wenn ich mich nie für einen Typ hielt, der das nötig hätte. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus. „Fannie, wir müssen mal reden“, fing er an.

„Dann rede!“ sagte ich spröde und machte es mir in herrischer Pose bequem, um mir sein längst fälliges Geständnis über seine Scheinfrömmigkeit anzuhören.
Mein Mann offenbarte mir dann zur Rechtfertigung seiner versteckten Filme den Lebenslauf seiner Sexualität. Es war erschütternd und gleichzeitig doch interessant, was mir mein eigener Mann bislang alles verschwiegen hatte. Da lebten wir Jahre lang miteinander und er verriet mir nicht das geringste davon. Es war eine Leidensgeschichte, immer mit dem Hoffnungsstrahl am Horizont, ich würde irgendwann diese verborgene Lust in ihm von selbst erkennen und dann mit liebevoller Intriganz damit beginnen, mit Strenge und Straps seinen intimen Neigungen zu begegnen. Er wartete geduldig aber frustriert, dass ich seine dunkle Seele durchschauen würde und dann die passenden Antworten mit Weiblichkeit und Strenge geben würde.

Ich hielt es für unmöglich, ständig diesen Wechsel von Ehefrau und Domina vollführen zu können. Wie sollte ich auf der einen Seite normale Ehefrau mit Halbtagsjob und andererseits strenge Gebieterin für ein, zwei Stunden oder am Wochenende sein. Das funktioniert nicht so einfach, wie wenn man eine Schallplatte auflegt und kurz die gewünschte Seite abspielt, die Vorderseite normal und die Hinterseite streng. Das wollte auch Wolfgang nicht so, wie wenn man schnell ein Programm zur sexuellen Erheiterung abspult und dann wieder auf Normalbetrieb zurückstellt. Aber rund um die Uhr war auch keine Lösung, weder für mich, noch für ihn.

Die Heimlichkeit verstand ich nach der Erklärung, wie schwer er sich selbst mit seiner sonderbaren Sexualität tat. Klar, es konnte nicht leicht sein, sich aus vielerlei Ängsten heraus gegenüber der geliebten Ehefrau zu offenbaren. Er wollte auch nicht in die kranke Ecke gestellt werden. Zum anderen war da aber auch noch der nächste Schritt, wenn er sich die Filme nicht nur ansah, sondern dabei auch onanierte, aufgrund seiner ungeheueren sexuellen Erregung, die ihn immerzu übermannte, wie er sich ausdrückte. Besuche in Bordells verneinte er von vorneherein und glaubhaft, aber in Sexshops zum Kaufen der Filme war regelmäßig. Es war meinem Mann jedoch zutiefst peinlich, auf meine Nachfrage, ob er denn beim Anschauen der Filme auch onanieren würde, dies einräumen zu müssen. Er wollte das gar nicht verleugnen. Das geschehe ganz automatisch, er könne nicht anders, sagte er. Anfangs sträubte er sich noch dagegen, wollte sich dem Bewusstsein, mich mit seinen heimlichen Aktionen zu hintergehen, zur Wehr setzen. Aber der Trieb war stärker. Er fühlte sich schäbig und kehrte sich auch deshalb im Laufe der Zeit völlig ab von mir, während ich nicht wusste, warum er nie mehr Sex haben wollte und weshalb Sex, wie ich ihn kannte, für ihn nie so wichtig war. Nun wusste ich es. Es war das falsche Programm und sein Pulver war bereits verschossen, wenn er mit mir zusammen war. Alle meine Nachforschungen, woran es liegen könnte, fanden eine ernüchternde wie simple Erklärung. Gefallen konnte sie mir trotzdem nicht. Als Ersatz für mich war eine eigenständige Form der Sexualität gewachsen, die nur seinem persönlichen Lustgewinn diente. Die Auslöser der Lust waren so stark, dass er sich ihr hingab und sich erleichterte. Auch wenn er sich selbst dabei miserabel fand, tat er es. Wie schwach und jämmerlich klang das in meinen Ohren. Der Mann onanierte, anstatt seine Lust mit mir zu teilen. Ich kochte innerlich und doch wollte ich vernünftig mit der Realität umgehen. Da war ein Problem, ein großes Problem und es musste gelöst werden, schnellstens. Irgendwie brachte es mich auch zum lachen. Ich kannte diesen Mann schon aus der Schulzeit und merkte jahrzehntelang nichts von seinen heimlichen Vorlieben. Er war die Sandkastenliebe meiner älteren Schwester, später Mama’s Liebling, dann mein Verlobter, kurz darauf mein Mann und das bis heute noch. Ich war froh einen pflegeleichten liebenswürdigen Mann zu haben, dem ich nicht die getragenen Unterhosen vom Boden fischen musste und der nicht in Kneipen rumhing wie all die anderen, der eigentlich keinen nennenswerten Makel hatte, wie man es von anderen gestressten Beziehungen hörte, wenn die Frauen sich beklagten. Wolfgang ist auch fleißig und treu und er liebt mich, doch wie ein Handicap für mein Glück, hatte ich nun einen ganz anderen dunklen Punkt erfahren müssen - er braucht eine Frau mit Peitsche.
Meine Liebe war durch den Schreck nur kurz in Turbulenzen geraten, doch in meinen Augen änderte sich nicht viel, er und ich blieben im Grunde genommen ja die gleichen. Natürlich sah und sehe ich ihn heute schon mit anderen Augen und seitdem ich die Entdeckung über seine dunkle Sehnsucht gemacht hatte, ging ich nicht mehr so naiv durchs Leben. Mama’s Liebling hatte es faustdick hinter den Ohren, soviel war mir nun klar. Ich hatte nun ein ganz anderes Bild von ihm und wusste, was er in einer Frau sieht, wenn sie sich entsprechend aufreizend gibt. Meiner gewohnt liebevollen Heiterkeit im Umgang mit ihm folgten jetzt zwangsläufig herrische Reaktionen auf alles, was sich mir dafür aus der Fülle seiner sexuellen Schwächen anbot. Mein Kopf war voller Gedanken was dies betraf und alles andere war plötzlich nicht mehr so wichtig – und das war gut so. Die mir anerzogene passive Seite, das brave Mädchen, die gute Schülerin, die ordentliche Ehefrau, passte allerdings nicht mehr so recht ins Bild. Die Unarten des Burschen waren gewiss keine Angriffsfläche für eine zarte romantische Jungfer, sondern brauchten ein rassiges Weibsbild zur Antwort. Ob ich wollte oder nicht, so musste ich mich schleunigst in die aktive Rolle begeben und mich in eine Art liebevolles Luder/Bestie/Furie verwandeln. Es war auch klar, dass diese nur zeitweise dominante Rolle nach dem Plattenspielerprinzip nicht funktionieren könne. Es musste in den Alltag verwoben werden, mal mehr mal weniger. An dieses Stelle gebe ich ganz und gar der Meinung von Roswitha recht, wo sie sagt, es müsse authentisch und damit ganztags sein, damit die Wirkung nicht künstlich und damit lächerlich wirken könnte. Es kommt nicht darauf an, ob man den ganzen Tag streng oder normal ist. Wesentlich ist, dass ich streng sein kann, und ich meine wirklich streng, auch wenn es nur eine Minute lang ist. Selbst wenn man den ganzen Tag im Ledermini und Stilettos unterwegs ist, heißt das nicht, dass der Umgang mit dem Mann gleichzeitig immerzu herrisch sein müsste. Nein, ganz im Gegenteil, ich bin nicht anders als ich es sonst gewesen bin. Neu dazu gekommen ist jedoch die Möglichkeit, herrisch zu sein und das jederzeit und ohne zeitliche Eingrenzungen - so lange ich der Meinung bin, dass es erforderlich ist. So konnte ich das ganz gut mit dem Alltag in Einklang bringen. Es war nichts anderes, wie wenn man gegenüber einem Kind oder bei einem Hund, bei einer Katze zeitweise Autorität walten lässt, um sich zu behaupten oder das Verhalten desjenigen zu beeinflussen. Da gehört die Ernsthaftigkeit dazu, dass eben dann der Mann dies oder jenes zu tun oder zu unterlassen hat, dass es kein Spiel ist, sondern eine ernsthafte, absolute und unwiderrufliche Dominanz der Frau ist. Nur so war es möglich, weibliche Dominanz mit dem Alltag in Einklang zu bringen.
Ich habe seit dieser Zeit, wo aus dem ersten Schock eine immer stärkere Aufbruchstimmung entstanden ist, die Schlüsselreize des Mannes herausgefunden und wende sie bis heute konsequent an. Es ist im Grunde genommen ein so primitiver Auslösemechanismus für die Unterwürfigkeit des Mannes. Und es stimmt ganz gewiss, wie ich in den Beiträgen hier mehrfach gelesen habe, wonach eine übertriebene Sehnsucht des Mannes die Ursache der Unterwerfungslust ist. Da bin ich absolut und felsenfest davon überzeugt und das ist der Schlüssel für jede Frau. Der Mann schmilzt dahin, wenn ich in seinem Blickfeld sitzend nur die Beine übereinanderschlage und eine Pantolette schaukelt am bestrumpften Fuß, wenn ich eine Illustrierte lese und mein Fuß wippt nervös. Egal wo man ist, die Blicke der Männer sind sofort da. Roswitha hat es schon ausführlich und wiederholt beschrieben und ich meine das kann jede Frau. Auch achte ich wie auf einen neu entdeckten Luxus seit der Zeit ganz besonders darauf, immerzu mit Schuhen mit möglichst Absätzen zu gehen, gerade zu Hause, von Zimmer zu Zimmer, selbst die kürzesten Strecken. Kleine Ursache, große Wirkung – ja das hat ungeheure Wirkung, schon morgens beim Ankleiden vor dem Spiegel des Schrankes zumindest Schlafzimmerschuhe mit Absätzen zu tragen. Da genügten dann nur wie nebenbei hingeworfene Worte als Anweisung und schon spurte mein Mann wie ein aufgezogenes Uhrwerk. Auch den Beitrag von der ehemaligen Domina (Ingeborg) kann ich nur bestätigen, wo sie den Grund für die Unterwerfung des Mannes belächelnd feststellt: das alles nur wegen ein Paar Nylonstrümpfen... Da regt sich fast Mitleid mit dem Mann und um so lieber trage ich sie jetzt mit Genugtuung und Genuss. Das ist dann auch wie das Verabreiche einer Medizin gegenüber dem Mann, die ihn süchtig werden lässt, wo man als Frau dann wunderbare Werkzeuge hat, echte Autorität einzusetzen, um Disziplin und Gehorsam zu erreichen.

Ich habe dann im Laufe der Zeit einfach die verschiedenen Klaviaturen probiert. Manchmal sind es die weichen Töne und manchmal schlägt man eben einen verschärften Ton an. Freilich funktioniert das nicht im Schlabberlook und Gesundheitslatschen. Wenn man es als Frau zu schätzen weiß, wenn ein Mann plötzlich alles für einen tut, fällt es ihr nicht schwer, sich mit der dominanten Rolle immer besser anzufreunden. Auch das ist meine feste Überzeugung geworden und ich halte bis heute daran fest. Ich arrangierte mich mit den Schlüsselreizen des Mannes und wuchs mit jedem Tag mehr in die Rolle der dominanten Frau, ohne mich von ihm dazu animieren lassen zu müssen. Ich sah es als ein Art Luxus, nun diese Rolle in der Ehe zu übernehmen. Es durfte kein Druck ausgeübt werden, denn wenn er mich immerzu gebeten und gedrängt hätte, meinetwegen immerzu diese hohen Schuhe und Strapse zu tragen, wäre die Unternehmung und vermutlich die ganze Ehe gescheitert. Nein ich musste mich selbst und mehr und mehr damit arrangieren und aus mir selbst heraus diese dominante Weiblichkeit erschließen, damit ich es als wohltuende Methode für meine ungeahnten Möglichkeiten entdecken konnte. Das ganze brauchte genauso positive Endergebnisse wie wenn man sich das Rauchen abgewöhnt, um sich zu motivieren, ganz neue Wege zu gehen.
Gleichzeitig lernt man auch die Spezies Mann erst richtig kennen, wenn man ihnen vermeintlich entgegen kommt mit Straps und derlei weiblichem Allerlei. Plötzlich reden sie und fühlen sich zu Hause, wie am Ende einer langen Reise, so kam es mir zeitweise vor. Männer sind wie Welpen, wenn es um ihr Intimleben geht. Wie junge schüchterne Knaben vertrauen die starken Männer ihr ungeschütztes Glied nur ungern einer anderen Person an. So kam mir Wolfgang plötzlich vor, als ich die dominante Rolle verkörperte und ich seine Nacktheit nicht nur unter der Bettdecke oder unter Dusche zu Gesicht bekam. Mein Wissen über seine Sexualität und wie ich sie mehr und mehr zu meinem Nutzen gebrauchen konnte, machte aus ihm eine Art ungezogenes Früchtchen, einen Flegel der eine strenge Hand brauchte und daraus keimte meine bislang unbekannte dominante Ader. Zahm und zuvorkommend war er jetzt ohnehin schon, wenn ich nur äußerlich wie eine strenge Frau gekleidet war. Wenn die Frau gewisse aufregende Dinge plötzlich an sich hat, wenn diese Dinge zur Alltäglichkeit werden, dann laufen alle anderen Beziehungspunke auch auf einmal wie von selbst, wie in einer schönen nie endenden Romanze. Ja ich habe seitdem eine scheinbar endlose Romanze, mal zärtlich mal streng.
Unsere sexuelle Beziehung ist zum glück wieder kuriert. Über die Schlüsselreize war der erste Schritt, die Aufmerksamkeit des Mannes wieder zurück zu gewinnen. Die in seinem Kopf gewachsene Sexualität, wo er sich mich zwar heiß ersehnt aber bereits ausgeschlossen hatte, durfte keinesfalls weiter bestehen. Ich musste an die Stelle der Filme treten und das verlorene Gebiet wieder zurück erobern. Das ging nur über konsequente Veränderungen bei mir selbst. Wolfgang zu einer anderen Art Sexualität zu bekehren, wäre ein aussichtloses Unterfangen gewesen. Im Leben rückwärts zu gehen und kleinere Brötchen zu backen ist immer eine leidige Sache. Da war bei Wolfgangs Sexwelt schon zu viel fortgeschritten und einen Rückschritt hätte er niemals lustvoll empfinden können. Das war ganz klar für mich. Also machte ich mich auf den Weg zu ihm, um diese Welt zu erschließen und Anwenderin dieser liebevollen Intriganz zu werden. Gleichzeitig gab es jedoch striktes Pornoverbot und Onanierverbot, unter Androhung von Strafe, Strafe und nochmals Strafe. Neben meiner Veränderung ist es somit auch für Wolfgang wie eine bittere Pille der Umerziehung gewesen. Doch die dunkle Sehnsucht des Mannes in seiner Unterwerfungslust ist es ja, eine strenge Erziehung der Frau zu erfahren und insoweit hatten wir ein gute gemeinsame Basis gefunden, nun zu zweit zu agieren. Es war mein Bestreben und mein Vorsatz, meinen Mann auf meine Person zu fixieren und ihm keinerlei sexuellen Ekapaden zu erlauben. Wolfgang musst in mir seine sexuelle Heimat haben und nicht in künstlichen Handlungen von Schauspielern. Die Mischung von Liebe und Strenge vergleichbar wie bei einer Mutter war die Zauberformel, eine Mixtur einer verrückt machenden weiblichen Raffinesse und ernsthafter Autorität,
Ich stimme hier auch mit dem Beitrag von Simone völlig überein, wenn sie eine gewisse mütterliche Zuwendung oder Zuspruch beschreibt. Gerade im Zustand der vollständigen Erektion und im Stadium der größten Begierde, ist, der Mann zahm wie ein Lamm und gleichzeitig ist er ist innerlich nervös und zappelig wie ein wilder Hengst. Da kann man sich als Frau, als Auslöserin dieser Erregtheit scheinheilig, gütig und verhätschelnd dieser Not annehmen und ihn entweder barmherzig im Schoß aufnehmen oder mit der Hand den brodelnden Vulkan weiter zum Wahnsinn treiben. Der Mann frisst wie ein Vögelchen aus der Hand, so brav und unterwürfig ist er dabei, wenn er es kommen lassen darf. Auch derlei gegenseitige sexuelle Vertrautheit kannte ich nicht in den ersten Jahren unserer Ehe. Sex war meistens eine Sache von Ex und hopp und fertig. Das ist lange her und vergessen.
Mit Wohlgefallen und Güte nehme ich mich heute seiner Erektion an und stelle ihm die Erlösung in Aussicht, wenn er artig ist. Es ist ein beglückendes Gefühl, zu sehen, wie es den Mann schüttelt vor Erregung, wie ein Vulkan vor dem Ausbruch und wenn dann die weiße Lava hervorschießt. Auch selbst habe ich nach und während dieser Entdeckungszeit das Gefühl von richtigem Hunger auf Sex dabei bekommen. Ich genieße heute jeden Orgasmus, der nicht mehr Glückssache ist, sondern den ich wie Essen und Trinken jetzt haben kann, wenn mir danach ist. Auch das war der mir fremde Luxus, den ich durch weibliche Dominanz kennen lernte, den Mann für die eigene Lust zu nutzen. Das genieße ich heute sehr und Wolfgang fühlt sich in der Rolle des gehorsamen Dieners ja sowieso am wohlsten. In der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, lasse ich meine Hand in seinen Schoss wandern und stimuliere den Penis meines schlafenden Gatten. Die Erektion erwacht meist schneller als der schlafende Mann. Dann jedoch lasse ich mich lieben und drehe mich zufrieden wieder zur Seite, wenn ich bekommen habe was ich wollte.
Ich bin keine intellektuelle, studierte Frau und habe keine sexuellen Abenteuer und Erfahrungen in jungen wilden Jahren erlebt, wie es andere in ihren Erzählungen über tabulosen Sex durchblicken lassen. Für mich waren Liebe und Sex immer untrennbare Weggefährten und davon bin ich noch immer überzeugt. Irgendwie beneidete ich jedoch andere Frauen darum, obwohl ich nicht wusste, wie ihr Sexualleben letztendlich tatsächlich war. Vielleicht habe ich mittlerweile so einiges nachholen können und habe bis heute dafür eine doch gelegentlich stürmische Zeit mit noch immer demselben Mann.
Es ist unglaublich wie sich die Verhältnisse insgesamt gewandelt haben. Ich war es gewohnt, die Hausarbeiten allein zu machen, ganz nach dem althergebrachten Prinzip der Rollenverteilung, auch wenn ich halbtags arbeitete. Jetzt ist diese Rolle größtenteils auf den Mann übergegangen. Er bekommt einen Steifen wenn ich ihn zu Aufgaben kommandiere oder wenn er Hausarbeiten macht. Wolfgang hat meine Schürzen bekommen und es ist ein gewohntes Bild geworden, wenn er sie zu Hause in der Küche trägt. Er gefällt sich darin, wenn ich im Gegenzug als elegante Hausdame auftrete, perfekt von Kopf bis Fuß auf Schönheit bedacht. Diese neue Aufgabenverteilung war natürlich auch eine gute Einstiegshilfe in die angekündigte neue Epoche, die für Wolfgang unangenehme Folgen . Die Peitsche seiner strengen Hausfrau war zu Beginn der Kochlöffel. Den gab es durchaus als ernsthafte Konsequenz für schlechtes Benehmen und später vorwiegend den uralten Teppichklopfer. Standesgemäß als hohe Dame des Hauses sollte etwas später eine Reitgerte mit verchromten Griff zu meinem persönlichen Instrument werden.
So wie ich anfangs geschockt war, muss ich heute einräumen, dass ich froh bin, wirklich froh, diesen ungewöhnlichen Schritt gemacht zu haben. Vielerlei Facetten des Lebens haben sich nebenbei dazu aufgetan, die sich sonst nie ergeben hätten. Alles an Kosmetik, Mode und Schönheitslust hatte ich vormals nicht oder viel zu wenig für mich in Anspruch genommen. Ich wäre vermutlich immerzu ein Mauerblümchen bis ans Lebensende geblieben. Heute bin ich ein lebenslustiges Weibchen, nicht mehr zurückhaltend und abwartend, sondern offensiv und lebenshungrig. Ich bin aufgeblüht an der Sache und das ist eine Folge meiner neuen Lebensart, die ich über den Weg der sonderbaren Sexualität meines Mannes erfahren habe. Ich habe Lust auf die schönen Dinge des Lebens, größere und kleinere Dinge sind zu meinem persönlichen Luxus gereift und auch eine ausschweifende Sexualität, sogar mit eigenen kleinen Fetischen und Gelüsten. Die Angst vor den Phantasien des Mannes ist geschmolzen und mein eigener Tatendrang verblüffte meinen Mann, überforderte ihn sogar gelegentlich. Ich liebte jetzt die Provokation, die Wolfgang noch heute zum Verhängnis werden kann. Die gelesenen Tipps von Simone gehen absolut in diese Richtung und ich fand sie teilweise mehr als probierenswert, soweit sie überhaupt noch neu für mich waren. Die Provokation des Mannes mit Stilmitteln einer bewusst gelebten und nahezu frivol dargestellter Weiblichkeit ist eine Grundvoraussetzung, um Macht über den Mann ausüben zu können. Ich konnte als Frau nur Macht ausüben, wenn ich sie mir zuvor geschaffen habe, zuerst vor dem Spiegel und dann im Kopf. Erst dann konnte ich bestimmen und bestrafen.
Es nicht so, dass ich über sein Leben bestimme und er um alles fragen und bitten müsste. Welch schrecklicher Gedanke für ihn und für mich zugleich. Auch davor hatte ich große Angst, mein Mann würde durch die Bevormundung rund um die Uhr und in allen Lebensbereichen nicht mehr lebensfähig und ich trüge am Ende die Schuld an seinem Elend der totalen Unterwerfung. Die Ehe mit meiner dominanten Seite beherrschte unser Leben nicht Tag und Nacht und tut es bis heut nicht. Aber doch gibt es Elemente im täglichen Leben, wo Wolfgang dann und wann gefordert ist, entweder von sich aus oder auf meine Aufforderung. Da gibt es die grundsätzliche Höflichkeit und das gebührliche Benehmen gegenüber einer Dame und darüber hinaus auch mittlerweile übliche und lieb gewordene Tätigkeiten, kleine Hilfsdienste oder alleinige Zuständigkeiten. Wolfgang ist darin seit Jahren nun schon erzogen, als Garant für meinen ganz persönlichen Service zu dienen. Das ist kein Jux, sondern eine vorschriftsmäßig praktizierte Verantwortlichkeit. Gut, die Schürze musste ich ihm nicht zwangsweise verpassen, weil er es ja gerne machte, für mein leibliches Wohl zu sorgen. Auch täglich für meine Schuhe zuständig zu sein, machte ihm nichts aus, angesichts der schönen Aussichten, nachdem stetig und munter hoheitsvolle Stiletto-Absätze Einzug hielten. Wäsche aufhängen, Geschirrspülen, Staubsaugen, Abfalleimer, Bettenmachen, Rasenmähen, , Einkaufen gehen, Reinigung....., das sind für Wolfgang die vermeintlich unangenehmen Folgen. Das ist alles nicht so schlimm sagt er und ein gerne bezahlte Preis für aufregende Stöckelschuhe, Rock und Straps, für jene übertriebene Sehnsucht für alle diese Dinge, damit die Sehnsucht in Erfüllung gehen kann und damit die Frau Gründe hat, streng mit dieser Sehnsucht umzugehen. Wenn man diese Logik erst mal verstanden hat, ist es gar nicht mehr so schwer, sich als Frau darauf einzustellen und danach zu handeln. Ich musste die Bequemlichkeit ganz neu lernen, tatenlos auf der Couch liegen zu können, während Wolfgang in der Küche oder sonst wo beschäftigt war. Wolfgang offenbarte mir seinen Wünsche, die noch weitergingen als gewöhnliche Hausarbeiten und die speziell sexuell eingefärbte Dienstleistungen waren. So wurde eine hohe Kunst daraus, mit der Zunge die Schuhe oder die Zehen zu umkreisen, sozusagen als Vorstufe für das spätere Lecken meiner Klitoris. Es gab regelmäßig Abende mit geschlossenen Jalousien, die für Wolfgang zu einer Art Examensprüfung wurden, wo er mir seinen Ausbildungsstand vorweisen musste, und ich ihn nackt herum kommandierte. Es stellte sich heraus, dass ich mir viel zu sehr meinen Kopf darüber zerbrach, was ich alles tun müsste, sollte, könnte. Es musste keine große Show sein, wie sich schnell herausstellte. Statt Showtime genügten ein paar klare resolute Anweisungen für Aufgaben die ich erledigt haben wollte, während ich las oder einen Film schaute. Wolfgang sollte meine Füße verwöhnen dabei oder ich lernte ihm nebenbei, mir die Strümpfe an- oder auszuziehen, wie ich es in dem Pornostreifen gesehen hatte. Das war keine Kunst, sondern Dominanz im Stil der strengen Gouvernanten, wie sie anno dazumal schon von Frauen praktiziert wurde. Da passte mein uralter Teppichklopfer ganz gut ins Bild und Wolfgang besorgte mir schon im Frühstadium meiner dominanten Gehversuche einen richten Rohrstock aus Bambus für die verpatzten Examensarbeiten (ich wusste schon nicht mehr, was ich zuerst nehmen sollte – Gerte, Bambusstock, Teppichklopfer, Kochlöffel – so euphorisch war Wolfgang über meine Dominanz auch wenn er nach dem Gebrauch jedes Mal die Spuren kritisch besah) . Gehorsamsübungen und Rituale können jeden Abend erfolgen, zu jeder Gelegenheit, ohne großes Brimborium. So wie Roswitha schreibt, genügen drei Worte: „zieh dich aus“ und schon ist Feuer auf dem Dach. Das ist alles nicht so schwer, man muss es nur ein paar Male gemacht haben und dann bekommt man die nötige Ruhe, um die Überlegenheit und Hoheit über den Mann ausstrahlen zu können, die ihn so fasziniert. Ruhe und Bedachtsamkeit sind Wesenszüge, die einer Frau Stärke verleihen und die wiederum lässt jede Bewegung würdevoll und ästhetisch werden. Darin liegt der Zauber der Verführung, der die Erfahrenheit der Frau verspricht und auch die besonderen Methoden, dem Mann und ihr gleichermaßen Lust zu bereiten. Sie, die Frau, jedoch entscheidet immer, was geschieht, denn nur sie ist im Besitz der Quelle jener Lust und dem echten Gegenstück, wofür der männliche Penis anschwillt. Kein anderes Mittel ist besser als die leibhaftige Frau, sagt Wolfgang und am liebsten die eigene. Er muss es wissen.

Mehrere lange Beiträge sind hier schon mit gleicher Grundaussage zu lesen. Ich hoffe, dass auch unsere Geschichte noch dazu beitragen kann, Frauen oder Paaren als Anleitung und Anschubskraft zu dienen. Die Ohnmacht der Frau kann schnell zur Macht werden, wie man sieht. Wolfgang hat einiges an Ehrlichkeit zu dem Text beigetragen, den ich seit längerem schon angefangen hatte, um vielleicht anderen Frauen zu helfen, über ihren Schatten zu springen, wenn sie schockierendes Material bei ihrem Mann finden oder in seinen Fantasien. Nadines Erfahrungen mit ihren ersten Schritten würden uns sehr interessieren, aber auch alle anderen „normale“ Paare, die eine Ehe oder Beziehung mit installierter dominanter Frauenherrschaft führen.

Liebe Grüsse aus dem Sauerland,
Fannie und Wolfgang
P.S.: unser Beitrag sollte zu den anderen Texten in der Rubrik als Antwort auf Nadine's Kommentar.

Wolfgang hat gesagt…

Zusatz von Wolfgang:

An Nadine oder alle anderen betroffenen Frauen:
Es gibt in der Natur des Mannes eine einzige sehnsüchtig gewünschte Niederlage, nämlich die, der puren, raffinierten Weiblichkeit zu unterliegen. Der perfekten Diva will der feinfühlige Mann seine Demut und Unterwürfigkeit beweisen, deren weibliche Raffinessen er wie gefährlich blitzende erotische Signale mit all seinen Sinnen empfängt. Sie dominiert ihn damit verführerisch und weiß es vielleicht noch gar nicht, was sie mit ihrer Weiblichkeit anrichtet. Es ist ein zwanghafter Wunsch, dieser Weiblichkeit zu erliegen und sich mit unnachgiebiger Strenge, oder aber liebevollem Zwang sanft aber bestimmend an das Ziel der Erlösung zu kommen. Auf dem Weg dahin muss er ihr beweisen, dass er es wert ist, in ihren Augen zu bestehen und auch stark genug ist, ihr die Lust und die Erlösung zu verschaffen. Dafür lässt er sich sogar in die Knie zwingen und akzeptiert, sich zu ihrem Untertan machen zu lassen. Er lässt sich abrichten und benutzen, einzig zu dem Zweck seiner Herrin, jener personifizierten und glorifizierten Dame, zu gefallen. Die Erniedrigung vermindert die Distanz für ihn. Wenn sie ihm erlaubt ihre Schuhe und Füße zu küssen, ist damit die Vorstufe zum Glück der Erlösung erreicht. Je mehr sie ihm schrittweise abverlangt, um so höher steigt er in ihrer launischen Gunst. Er lässt sich sogar peitschen und schlagen dafür, so stark ist die Sehnsucht nach der Frau, die ihm alles zu schenken vermag, was ihm ihre damenhafte Erscheinung verspricht. Und er ist stark und tapfer genug, ihre Hiebe auszuhalten, damit er ihr als Liebhaber tauglich ist. Sie darf ihn führen und lenken, ihn lehren und strafen, wie es kein anderer tun dürfte. Ein hoher Preis für scheinbar primitive Gelüste, jenen viel gerühmten und geliebten Raffinessen purer Weiblichkeit, die sich mit Straps und Strumpf offenbaren, mit Stöckelschuhgeklapper und klaffenden Ausschnitten, mit der rundlichen Fülle eines Busens und der Festigkeit langenr wohlgeformter Beine. Der Anblick und der tiefe Wunsch nach Berührung kann die Leidensfähigkeit des Mannes schon auslösen. Wenn die gepflegte Hand der Frau mit langen roten Krallen flach über ihre glatten Strumpfbeine fährt oder die Nylons hörbar aneinander wetzen, wenn die Beine übereinander geschlagen werden, wenn das seidige Unterkleid raschelt, weil der enge Rock bei jedem Schritt spannt, wenn eine elegante Pantolette am Fuss nervös schaukelt, dann kann ein Mann wahrlich verrückt werden und dann wünscht er sich nur noch, dieser Frau zu unterliegen, ihr zu dienen und ihr zu gehorchen.
Ich möchte meiner Frau Fannie an dieser Stelle sagen, wo wir so vieles gemeinsam geschafft haben, wie sehr ich sie liebe und ich möchte ihr für alles danken, für ihre Geduld und für ihre Weiblichkeit, wie ich sie hier beschrieben habe und wie sie mich immer wieder verrückt macht. Fannie, du bist mein größtes Glück auf Erden!

In Liebe und Ergebenheit
Dein Wolfgang

Nadine hat gesagt…

Hallo Amélie und Achatz, hallo an alle fleissigen Schreiber!

Ja zuerst einmal vielen Dank. Bei so vielen Antworten auf meine Frage habe ich schon ein schlechtes Gewissen erst jetzt zu antworten. Also meinen Dank, ihr habt mir so sehr geholfen das Ganze mit meinem Mann zu verstehen.
Irgendwann habe ich mich daran gemacht meinen Vermutungen, dass meine Mann ziemlich ausgeprägte Fantasien von Femdom hatte, zu folgen und habe mir die schauerlichsten Sites angeschaut, die ich finden konnte. Nach der Devise: die Darstellungen haben alle den gleichen Motivationshintergrund- so wie beschrieben von Elise Sutton - auch auf diesem Blog- so konnte ich das alles besser verstehen.

Ich will deshalb kurz von meinen ersten Erfahrungen berichten, die nicht einfach, doch bisher relativ positiv sind.
Was ich schliesslich gemacht habe war folgendes: wir hatten ein "freies Wochenende" in einem romantischen Hotel. Beim Abendessen habe ich ihn animiert, dass er ein bisschen mehr trank als sonst und dann habe ich ihm ein Experiment im Bett vorgeschlagen. Als wir dann auf dem Zimmer waren habe ich ihn nach Plan behandelt: ich habe ihn sich die Augen verbinden lassen, dann sollte er sich nackt ausziehen und einfach auf' s Bett legen. Ich hatte noch eine Flasche Champagner bestellt und ihm davon gegeben. Er war so in gelöster und offener Stimmung und da ich ihn nackt und mit verbundenen Augen vor mir hatte, würde ich sagen: er war auch in sehr submissiver Stimmung. Dann habe ich mein "Experiment" gemacht, mich ich an ihn gedrängt und ihn unerbittlich ausgefragt, wobei ich meine Hand dort hatte, wo ich seine Begeisterung für meine Themen und Fragen am ehesten feststellen konnte.
Bald bekam ich heraus, was ich wissen wollte; dass er eben genau so gestrickt war, wie es überall in der einschlägigen Literatur beschrieben ist. Mittlerweile kannte ich mich aus. Mit fester und strenger Stimme gefragt, konnte ich ihn locken und spüren, wie ihn das anmachte.
Also hörte ich schliesslich viel mehr, als er mir am Anfang anvertraut hatte, wie sehr er sich nämlich danach sehnte, sich sexuell und körperlich zu "unterwerfen" - unter mich wohlgemerkt, nicht nur zum Spiel, sondern auch "wirklich". Eine Vorstellung von ihm war natürlich auch, dass ich "sehr streng" zu ihm wäre, also ihn demütigen würde und ihm körperliche Schmerzen bereiten sollte, wenn er nicht gehorchte. Mir wurde ehrlich gesagt heiss und kalt, obwohl ich inzwischen wusste, dass so etwas kommen musste.
Ich fand es zwar peinlich und ich war froh, dass ich ihm die Augen verbunden hatte, das erleichterte manches, aber ich war sehr zärtlich zu ihm und unterstützte ihn, sich weiter zu zeigen.
Ich antwortete ihm, dass ich vor allem seine geheimen Fantasien kennenlernen wollte; was ich aber damit anfangen würde, das wüsste ich noch nicht. Sein Herz klopfte dabei.
Wenn er wirklich wollte, dass ich das Komando übernähme, dann könnte ich das mit ihm nur versuchen, aber ich wüsste nicht ob ich dann noch Respekt vor ihm haben könnte oder noch bereit sei, mit ihm zu schlafen, wenn er es wünschte. Ferner würde ich festlegen, wie meine "Herrschaft" über ihn aussähe und nicht er.

Dabei ging mir selber auf, dass ich in den vergangenen Jahren eigentlich immer (nur) mit ihm Sex hatte, wenn er es wünschte. Ich war deshalb eigentlich nicht mehr so wild darauf, war aber gewohnt, es einfach über mich ergehen zu lassen. Ich fühlte mich auf einmal wie eine ganz typische langweilige Ehefrau. Plötzlich wurde mir klar, dass unser Sexleben überhaupt nicht wirklich befriedigend war, zumindest für mich nicht. Ich konnte auch darauf verzichten. Eigentlich war unsere Ehe auf dem Weg in eine Krise, wenn ich es recht betrachtete, denn Sex und alles was damit zu tun hatte, hat einen grossen Stellenwert für ihn.
Auch darüber konnte ich mit ihm plötzlich sprechen. Es war eben nicht nur eine Öffnung für ihn, dieses Gespräch, sondern auch für mich. (Schliesslich hatte auch ich etwas getrunken!)
Er sagte, dass ihm es bewusst wäre, dass er keinen Anspruch auf irgendetwas von mir hätte und dass sich alles verändern könnte, aber er wolle dies riskieren, es ginge nicht anders: wie ich es wollte, so sollte es sein, wenn wir nur einmal eine Veränderung wagen könnten und ich das Heft in die Hand nehmen würde dabei.
Es gab keinen Zweifel, es war ihm ernst.
Dann habe ich ihn weiter und intimer ausgefragt, denn er war tatsächlich sehr offen, wie nie zuvor.
Ich bekam Dinge heraus, die ich hier nicht im Einzelnen beschreiben möchte.

Ich sagte schliesslich, okay, ich stimme einem Versuch zu, allerdings nur zu meinen Bedingungen und dass ich zur Probe ihm also jetzt Aufträge geben würde und erwartete, dass er gehorchte und dass er genau das täte, was ich von ihm verlangte und dass ich sehr konsequent sein würde, wenn er sich nicht daran hielte. Und über Sex und das alles bestimmte ab jetzt allein ich. Aber Garantien für irgendwas gäbe es nicht.

Da schien er total glücklich zu sein.
Allein die Ausdrucksweise erregte ihn ausserordentlich, so sehr dass er mich schliesslich bat, mit ihm zu schlafen. Ich war perplex. Wollte er nun "Femdom" oder Sex auf Bestellung wie gehabt? Ich fand das unpassend und inkonsequent. Ich hatte schliesslich auch den Hintergedanken gehabt, dass ich ihn mit den veränderten Bedingungen jederzeit unbeschadet "zurückweisen" könnte.
Damit fing ich jetzt gleich an.
Offenbar hatte ich ein bisschen "Blut geleckt" , so sagte ich ihm jetzt knallhart und für ihn sehr ungewohnt: ich denke nicht daran, jetzt mit dir zu schlafen, nur weil dir danach ist, diese Zeiten sind vorbei. Du beherrscht dich jetzt. Ich will jetzt, dass wir schlafen gehen.
Das wirkte Wunder! Wir hatten es dann aber sehr kuschelig und vertraut miteinander, so, wie lange nicht mehr. Die Sache fing an, mir zu gefallen.

Inzwischen sind viele Wochen vergangen und ich fühle mich manchmal, aber nicht immer, wohl in meiner dominanten Rolle: es ist etwas einsam zuweilen, weil ich garnicht immer besonders stark bin. Auf der anderen Seite hat er sich völlig gewandelt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Der Macho kommt nur noch manchmal zum Vorschein. Dann kann ich ihn daran erinnern, was wir ausgemacht haben und er reagiert sofort positiv darauf und hört auf mich- meistens.
Er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab und tut wirklich alles und noch mehr, was ich ihm sage.
Allerdings lasse ich ihn seit längerem nur noch selten, sehr selten für seine Masstäbe, an mich 'ran', obwohl ich spüre, wie er innerlich bettelt;
Ich weiß nicht, ob und wann ich das ändern werde, bzw.wie er damit umgeht, denn kontrollieren tue ich ihn noch nicht, das wird aber vielleicht später kommen. Immerhin muss ich mich nun nicht mehr als Opfer fühlen, wie Richard schrieb sondern, weil ich die Dinge selber in die Hand genommen habe, sehe ich durchaus Vorteile für mich in diesem Lebensstil. Es ist -wie Wolfgang schreibt- so: seine 'Erniedrigung' verringert die Distanz zwischen uns deutlich- ich war mir nie seiner so sicher und es macht Spaß viel von ihm zu verlangen und viel von ihm zu erwarten.
Streng, gar sadistisch oder ähnliches bin ich nie zu ihm, aber zunehmend konsequent. Ich spüre mit wachsendem Gefallen den 'Reiz der Macht', die ich jetzt habe und ich weiß, dass ich sie austesten und ausdehnen werde, auch wenn ich nicht weiß wie, aber dass ich ihn sexuell mit Vergnügen 'zappeln' lasse, gehört für mich unbedingt dazu.
Es ist das wirksamste 'Erziehungsmittel', ohne Frage, es war mir nie so bewusst, weil ich immer dachte es sei nur zu (seinem) Vergnügen da.

Vielleicht ist es auch meine Rache für jahrelange Eheroutine. Alles geht ihm natürlich zu langsam und mein Mann drängt manchmal, ich solle 'mehr' mit ihm 'tun', aber dann reagiere ich sauer und erinnere ihn an unsere Verabredung und die heisst: nach meiner Facon oder garnicht.
Ich sehe nämlich, dass wir beide viel dazu lernen und bewusster miteinander umgehen; ja es läuft irgendwie besser, wenn auch noch lange nicht optimal.
Ich respektiere ihn für seine Offenheit und bin letztlich froh, jetzt mehr über uns beide zu erfahren.
Wenn ich ihn 'disziplinieren', das heisst bestrafen will, dann schicke ich ihn übrigens zum Joggen fort oder lasse ihn im Gästezimmer schlafen, das findet er sehr degradierend., aber er macht mit. Auch habe ich ihm schon einmal ein Fussballspiel im Fernsehen verboten: das hätte man filmen müssen sein Gesicht. Aber er hat tatsächlich nicht geschaut und stattdessen eine umfangreiche Besorgung für mich erledigt.

So ist der Stand der Dinge.

Ich habe bereits viel dazu gelernt, vor allem auch in meiner Vorbereitung durch die vielen Kommentare hier- dafür nochmal vielen Dank.Vielleicht geben Euch meine Erfahrungen auch etwas.
Und vielleicht kann ich nach einer Zeit wieder Positives berichten. Ich wünsche es mir.

Nadine