Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Montag, 19. November 2007

Sprache (v.Roswitha)

Auf besonderen Wunsch und auch wegen des Themas habe ich jetzt den Beitrag "Sprache" aus dem Kommentar zu "Fetisch" hervorgeholt und veröffentliche ihn hier an dieser Stelle - es ist tatsächlich ein eigenes Thema, also:

Roswitha hat gesagt…
Ich hatte noch einen Beitrag in der Pipline, den ich hiermit auch vorstellen möchte und worin es um das Thema Sprache bei Femdom geht.
Da ich vormittags immer viel Zeit habe, nutze ich die Zeit zum Schreiben, um zu diesem einmaligen und wunderbaren deutschsprachigen Blog meine Erfahrungen und Ansichten beizusteuern. Leider kommen recht wenig Kommentare von anderen Paaren, Damen und Herren, die ihre Sichtweise in Worte fassen.

Apropos Worte - nun also mein Beitrag:

Sprache - ein Wort kann schmerzhafter sein als der schlimmste Gertenhieb

Eine der größten Hindernisse oder Barrieren bei der Einführung von Femdom in die bestehende Ehe mit all unseren eingefahrenen Tagesabläufen und in dem unsererseits gepflegten Umgang, war eine doch ganz andere Sprachkultur, die naturgemäß dem Unter- und Überordnungsverhältnis angepasst wurde. Ich musste erst in meine neue Position hineinwachsen und mir die Sprache des Entscheidungsträgers aneignen, vergleichbar einer starken Persönlichkeit, die mit Ruhe, Gelassenheit und Leichtigkeit agiert und delegiert. Mit meinen begonnenen äußerlichen Veränderungen hatte ich meinen ersten Schritt dazu schon gemacht, denn weibliche Autorität passte nicht zu Jeans und Wollsocken, doch nun kam der zweite Schritt, diese Autorität auch hörbar in Worte zu fassen. Darin lag nun schon eine gewisse Unsicherheit, wann und wie ich gegen meinen Mann die Stimme erheben sollte, um ihn nicht zu verletzten, zu demütigen, anstatt anzutörnen. Was machte ich mir Gedanken darüber, was ich in den vorgeplanten Szenarien zu ihm sagen könnte. Ich gab mich künstlichen Visionen hin und dachte mir, aus wie ich den submissiven Nerv des Mannes am besten treffen könnte. Ich dachte an Seminare, wo Vorgesetzte in Psychoseminaren „Wie wollen wir miteinander umgehen“ geschult werden. Doch all dieses bracht e mich nicht weiter. Ich schaute mir ein paar der wenig tauglichen SM-Videos meines Mannes an und hielt auch die darin vorkommenden Dialoge für äußerst dürftig. Das war nicht meine Welt und schon gar nicht, wenn eine Domina in primitiver Gossensprache derbe Schimpfwörter benutzte, verbale Demütigungen und übelste Beleidigungen aussprach. Nein, so konnte und wollte ich mich meinem Ehemann gegenüber in keinster Weise präsentieren. Ich fand das richtig ekelhaft und abstoßend. Wenn schon Herrin, dann wollte ich eine ganz andere geistreiche, listige und raffiniert mit strengen Monologen auftretende Herrscherin sein, wo schon im fein ausgewählten Wortlaut eine strenge resolute Wesensart herauszuhören ist. Doch zwischen dieser meiner höchst anspruchsvollen Theorie und der angewandten Praxis bestand dann doch ein großer Unterschied, anfangs zumindest.
Aller Anfang war schwer. Da war zunächst meine große, hochoffizielle Verlautbarung am Abend bei einem Essen im Restaurant, wo ich meinem Mann meinen Schritt unterbreitete. Doch schon dabei merkte ich, wie schwierig es war, ihm unverblümt und kaltschnäuzig zu sagen, dass es von nun ab anders sein werden würde, dass ich beabsichtige, mich mit seiner Neigung ernsthaft auseinander zu setzen und meine Rolle als Herrin wirklich ernsthaft ausfüllen werde, mit allen Konsequenzen. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Bekanntgabe bei unserem Stammitaliener, gerade auch aufgrund der Reaktion meines Gatten. Das Wort Herrin aus meinem Mund riss ihn förmlich aus seiner wohlig entspannten Sitzposition, doch mehr als ein verblüfftes „wie bitte?“ brachte er zunächst nicht mehr hervor, als hätte er selbst noch nie etwas davon erwähnt. „Du hast schon richtig gehört, mein Lieber“, entgegnete ich meinem Unschuldsengel und konterte damit gleich aus meinem in langer Vorbereitung gefassten Mut heraus. Er rückte dann ganz an die Tischkante heran, damit unser nach seiner Meinung pikant werdendes Gespräch möglichst diskret verlaufen konnte. Noch hielt meine Beherztheit an und wieder schoss blitzschnell meine allererste Beanstandung mit Femdomgehalt ab:
„Schau mir nicht so unverschämt auf meinen Busen, als hättest Du ihn noch nie gesehen.“ Mein Mann grinste nur verhalten. Das brachte mich nun ins Schleudern. Ich kannte mich nicht mehr aus. Da war ich nun endlich mental soweit, mit Haut und Haar zur Herrin zu mutieren und dieser Mistkerl stellte meine Ankündigung ins Lächerliche, als wäre es wieder ein Mal ein kurzzeitiger Solotrip seiner exzentrischen Frau. Gleichzeitig spürte ich eine Wut in mir hochsteigen, eine so kochende Wut, wie ich sie nur von manchen Streitgesprächen mit ihm kannte. Von daher kannte ich jedoch meine gängige vernunftmäßige Reaktion, mich mit leiser Stimme aber bedeutungsvollen Worten aus der Affäre zu ziehen. „Lach nicht!“ sagte ich nur mit einer mir ansonsten fremden Arroganz und Kälte und es war als läge ein bereits fertiger Racheplan in meiner Tonlage. Damit war das Gespräch für mich beendet und auch für den weiteren Verlauf des Abends wollte ich das Thema nicht mehr anschneiden.

Im Nachhinein gesehen, hatte die unerwartet befremdende Reaktion meines Mannes aber eine ungemein dynamische Wirkung in mir ausgelöst, die sich bei mir als Trotz äußerte, wie in anderen Bereichen auch. Nach ein paar Tagen hatte ich die mir anders erwartete Ankündigung meiner Vorherrschaft verdaut und ging mit frischem Mut ans Werk, meinen Gatten im Schlafzimmer mit Befehlston und Kommandosprache zu verführen. Wo war aber nun mein Trotz, wo war mein Racheplan und wo waren meine künstlichen Visionen, worin ich so geistreiche Erziehungsstunden abhalten wollte, um mir den Gemahl unwiderruflich untertan zu machen. Gut, er gehorchte aufs Wort, als ich ihm befahl, sich auszuziehen. Doch da war schon wieder ein verlegenes Lächeln bei ihm, das mich selbst in meiner Verlegenheit verriet, in dem ich zurück lächelte. Damit verging ihm das Lachen natürlich nicht. die ganze vermeintliche Autorität war geplatzt. Was folgte war ein rein mechanisches Vorspiel, das keinen so recht antörnte. Er küsste auf meine läppische Anweisung hin artig meine Zehen, küsste danach meine Brüste, bevor wir uns ins Bett legten und Sex hatten, aber nur weil das begonnene Vorspiel eben Sex zum Ende des Geschehens vorsah. Während mein Mann sich mit gespielter Lust abmühte, um das gewachsene Femdompflänzchen, nicht wieder zu zerstören, versuchte ich die Szene mit lauten Anfeuerungsrufen zu retten, worin er mich als seine Herrin betiteln musste, wenn ich sagte, „los komm, mach schneller“ oder „los, komm, ich befehle es.“ So ging das noch ein paar Mal, bis ich zur Einsicht kam, dass dies nicht Femdom sein konnte. Es fehlte am ganzen Fundament meiner weiblichen Autorität, die sich schon vom Alltag her im Schlafzimmer fortsetzen musste und nicht nur von einer Minute auf die andere ein- und ausgeschaltet werden durfte, kurz vor dem Ausziehen. Wir redeten nicht darüber, waren uns aber beide einig, dass meine Ankündigung einer Femdom-Ehe bislang nur kläglich gescheiterte Experimente sein konnten. Wie sollte ich mit meinem Mann in aggressivem Ton sprechen und ihn auf die Knie befehlen, wenn wir gerade zuvor noch wie ein verliebtes Pärchen, das wir ja auch sind, händchenhaltend durch die Einkaufspassagen geschlendert sind.

Die Überleitung vom gewöhnlichen Alltag zur dominanten Phase war das Problem und deshalb musste meine Autorität auf eine viel breitere Basis gestellt werden. Es brauchte ein klares Über- und Unterordnungsverhältnis auch in alltäglichen Dingen, es brauchte Anlässe für meine weibliche Strenge und es brauchte Gründe für eine strenge Erziehung, die dann auch Strafe zur Folge hätte. Nur daraus konnten sich dann auch eine authentische Sprache und strenges Auftreten ergeben. Meine Entscheidung für Femdom bekam dadurch natürlich eine ganz andere Tragweite, weil meine Autorität nun unweigerlich in den Alltag hineinstrahlte, zumindest phasenweise und sich nicht nur allein auf das Vorspiel mit anschließendem Schnellsex bezog. Ich wälzte wieder unzählige Seiten und las und las. SM konnte ich rasch völlig ausklammern, ebenso die unzähligen Homepages professioneller Dominas. Einzig und allein englische Geschichten über Femdom, über domestic discipline, über strict housewives usw. brachten dann eine gewisse Klärung, wie Femdom tatsächlich aussehen kann. Auch fand ich wunderbare Geschichten mit wirklich geistreichen Dialogen, auch wenn es natürlich reine Männergeschichten zum Aufgeilen waren. Doch die darin beschriebenen und verkörperten Frauen entsprachen viel mehr meiner Vorstellung von weiblicher Dominanz als alle meine bislang entstandenen Klischees von ledernen und peitschenschwingenden Dominas für den Hausgebrauch.

So entwickelte sich in einer Phase ohne weiterer sexuellen Annäherungen zwischen meinem Mann und mir, das was wir heute noch haben, nämlich eine Femdom-Ehe die sich immer mehr kultiviert hat und dann an einem Stadium stehen geblieben ist, wo man als verheiratetes Paar zwangsläufig an die Grenzen der gegenseitigen Liebe stößt, sprich an die Schmerzgrenze. Der ganze Alltagsbetrieb bekam jetzt einen Stempel meiner weiblichen Dominanz verpasst. In vielerlei Dingen begann ich affektiert und bequem wie eine königliche Hoheit zu agieren und damit wurde die Wende endgültig besiegelt. Es gab kein Zurück mehr, da mein Mann sich ohne weiteres meinem beschrittenen Weg anpasste und sich fügte. Da gab es kaum Gesprächsbedarf, nur kurzen aber intensiven und vor allem ehrlichen Austausch von Gedanken und Gefühlen. So ergänzten wir uns wortlos und mit blindem Verständnis nach und nach. Um dennoch zum Thema Sprache zurück zu kommen, so griff jetzt diese Sprachkultur ganz anders um sich, nachdem sich meine ganze Autorität ausgebreitet hatte. In vielerlei Dingen unseres täglichen Zusammenseins kommt es vor, dass ich zu Hause wie eine Herrin spreche, ob nur mal ganz kurz oder meinetwegen den ganzen Tag lang, je nach dem. Da ist nichts mehr gekünstelt.

„Manfred!“ rufe ich meinen Mann wie meinen Butler zu mir, eintönig und immer mehr oder weniger gereizt im Tonfall, wenn ich nach ihm verlange, weil ich ihn zu etwas brauche oder was auch immer. Ja, ich spreche oft so in einem Ton, den man von der Schule her kennt, wenn man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Das kommt daher, weil ich meinen Mann mittlerweile vollkommen durchschaut habe in seinen sexuellen Abgründen und weil er für seine Herrin einiges an Fleißaufgaben leisten muss, ganz abgesehen von seinem erwarteten Benehmen. Warum tut er das? Ganz einfach – das ist tief verwurzelt mit seinen sexuellen Neigungen, die ich mir zunutze mache. Nicht mit Gemeinheit, aber wohlbedacht, so dass er und ich dabei glücklich sind und uns ohne bösen Hintergedanken in die Augen sehen können. Ich muss dazu sagen, dass unsere ganzen Rahmenbedingungen für eine Femdom-Ehe natürlich ideal sind. Meine Arbeitszeit ist Gleitzeit von 12/13 Uhr bis 19/20 Uhr an vier Tagen die Woche, während mein Mann täglich ab 08.30 h oder 09.00 h arbeitet und abends vor mir zu Hause ist. Daher kommt es, dass er derjenige ist, der morgens Kaffee kocht und für mich Toast oder Müsli usw. vorbereitet. Ich komme dann hinzu, wenn alles fertig ist, oder lasse mich von ihm holen. Da sitzen wir jeden Morgen mindestens eine halbe Stunde gemeinsam am Tisch und besprechen dies und jenes , ich als Herrin im Nachthemdchen oder Unterkleid, mit Twinsetjäckchen und bereits am frühen Morgen steilen Pantoletten am Fuss, er, der Hausmann mit Hemd und Krawatte. Manchmal gebe ich ihm noch Aufgaben mit, die erledigt werden müssen, Kleider zur Reinigung bringen oder holen und derlei Dinge. Am Abend ist es so, das er normalerweise längst zu Hause ist und Abendbrot gemacht hat, außerdem die Betten aufgeschüttelt, den Briefkasten ausgeleert, den Müll weggebracht, den Geschirrspüler versorgt hat usw. Wenn ich dann später nach Hause komme, weil ich vor allem abends noch Kundentermine habe, setze ich mich erst, ziehe im Wohnzimmer meine Pumps aus und reibe mit den Händen an den Zehen und Füssen. „Manfred!“ rufe ich meinen Mann dann eben wie meinen Butler zu mir, eintönig und immer mehr oder weniger gereizt im Tonfall. Für gewöhnlich ist das der erste Moment, wo er mich ganz angezogen sieht und nach einem kleinen Küsschen auf die Wange, sage ich ihm, welche Hausschuhe er mir bringen soll. Die bringt er dann auch sofort und unter meinen wachsamen Augen, da er sie mir gleich anstecken muss. Es kann dann immer sein, dass er ungezogen oder unbeholfen ist und ich ihn beanstanden muss, „schau mir nicht unter den Rock“ oder „steck sie mir ordentlich und ganz an den Fuß“ oder „pass auf meine Strümpfe auf“. Das ist die Sprache, die ich meine, wie sie nun auf ganz natürliche Weise immerzu aus meinem Munde kommt, bei allen, selbst alltäglichen Vorgängen und Abläufen, wo mein Mann in der untergeordneten Rolle ist. Im Lauf der Zeit steigerten sich diese Szenarien im Alltag, wo ich zusehends die Oberhand bekam. Im Zweifelsfall half ich nach: „Wer bestimmt hier, hm?“ „Wer?“ - „Wer!“ - Verdopplung der Tonlage: „Wer hier bestimmt hab ich gefragt!!“ „ – wer!!! – Na also!“ Meine Vormachtstellung wuchs mit jedem Tag ein Stück mehr und drängte meinen Mann in die seinerseits erstrebte Unterordnung. Es wurde gang und gäbe und ich überlegte irgendwann nicht mehr, wenn ich mir Gutes angedeihen lassen wollte, meinen Mann dazu einzuspannen und ihn zu missbilligen, wenn ich abends nach Hause kam. Da hieß es plötzlich nur noch beispielsweise „Ich möchte ein Fußbad“ - „ich hätte dann gern einen Tee“, - „lass mir ein Bad ein“, „ich möchte mich nach dem Essen umziehen“. Wenn ich sehr müde bin und mich Abschminken möchte, verlange ich nach meinem kleinen Körbchen, worin ich meine Schmink-Ausstattung habe die ich nur zu Hause verwende, während er mir im Wohnzimmer die Füße wäscht oder massiert. Nicht jeder Abend ist mit derlei all-inclusive-service, doch, um zu verstehen, wie sich das alles zuträgt, gebe ich ein paar Beispiele. Ich lernte zu verstehen, dass dies keine Demütigung oder Gemeinheit gegenüber ihm war, sondern ein Anrecht, mein Privileg, wenn ich schon diesen ganzen damenhaften Prunk an mir betreibe, die ihm als Dekoration seines männlichen Stolzes dient. Mir war auch klar, das ihm dabei gleichzeitig die schöne erotische Aufgabe zufiel und ebenso das bzw. Monopol Privileg, mir aus den hohen Pumps zu helfen, mich aus meinen Nylons zu schälen und mich mit seinen gierigen Händen, Lippen usw. zu verwöhnen, nur wenn ich ihn mit seinem Namen rufe. Das ist der ganze Dreh an der Sache und dafür serviert er mir auf meinen Wunsch auf einer Etagere vielleicht Trauben oder Süßigkeiten, auf einem Tablett ein Getränk, oder eine Portion Tee mit Konfekt. Oh ja, ich habe ihn durchschaut und ich habe ihn wie einen Spatz in der Hand. Und deshalb ist es längst keine Schwierigkeit mehr, die Sprache und den Wortlaut mit entsprechender Tönung zu versehen, so als hätte er eben seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit einem Fingerzeig genügt es schon, und dazu noch ein leicht bedrohlicher Unterton, wenn ich „Manfred“ sage und er gehorcht wie ein Hündchen. Natürlich hat der Gebrauch von Rohrstock und Co auch seinen Anteil an seinen artigen Reaktionen, wenn ich mit seinen Vornamen von weitem nach ihm rufe. Aber mein Ruf allein hat mittlerweile schon so einen leichten Beigeschmack von strenger Ehefrau, als stände ich immer schon mit dem Rohrstock wartend in der Tür.
Wenn mir danach ist, kann ich rasch eine erotische Episode beginnen. Ich lasse mir gelangweilt vom Fernsehprogramm eine Zeitung, ein Modejournal oder einen Katalog bringen und blättere darin, während er mir mit dem Mund die Füße verwöhnt, um mich vielleicht für mehr zu stimulieren. Es ist jedoch völlig offen, wie jeder Abend verlaufen wird. Es liegt daran, was ich sage, wie ich es sage. Eine gewisse Strenge ist immerzu in der Atmosphäre, weil ich mich bedienen lasse und mein Mann somit immerzu mit einem Bein in der Pflicht steht und somit unter Beobachtung ist und damit unter Druck, ob alles ordentlich, rasch genug ist usw. Andererseits ist er stets der Versuchung meiner drastischen Weiblichkeit ausgesetzt, sich an mir mit den Augen oder mit den Händen übermäßig aufzuladen und daraus sexuelle Gedanken und Gelüste zu nähren. Oh ja das geilt ihn auf, diese pralle aufreizende Weiblichkeit, wenn ich knapp und kurz geschürzt bin, wenn ich Nylons trage, wenn ich in hochhackigen Schuhe steige, wenn mir mein raffinierter Büstenhalter aus der Bluse ragt.... Damit ergibt sich wiederum die Notwendigkeit verbaler Zurechtweisungen: „Was fällt dir ein...“ Wie kommst Du dazu..., Wo sind Deine Augen!“ „Wo sind Deine Hände...“ „Hab ich Dir erlaubt, mir auf die Beine, Brüste, auf den Rockschlitz, in den Ausschnitt zu blicken“, „Hab ich Dich doch wieder erwischt, hmm mein Lieber...“, „glaubst eigentlich ich würde es nicht merken, wo Du dauernd hinstarrst...“, jetzt reicht mir das allmählich mit Dir, immer sind deine Augen auf meine Beine gerichtet“, „woran denkst Du gerade, während Du immerzu auf meine Schuhe starrst?“ Derlei Redensarten verwende ich ohne jegliche Vorbehalte, weil sie aus echten Situationen heraus entstehen und kein Theater wie früher sind. Sie sind die verbale Reaktion für jegliche Anlässe, die mir mein Mann liefert. Ich lasse mir auch mit Skepsis berichten, wenn er mit einer Arbeit fertig ist oder frage ihn wie einen Schuljungen ab, wenn ich Zweifel daran habe, ob er mir nichts zu berichten hat. Seine Aufgabe ist es prinzipiell an seinen freien Tagen, zu Hause alles zu erledigen, während ich gerade im Büro bin oder auch zu Zeiten wo ich im Nagelstudio oder beim Friseur sitze, regelmäßig Dinge zum Wohlbefinden seiner Herrin zu organisieren, vorzubereiten oder anzurichten. Wenn ich wieder zurück bin, möchte ich wissen, was er alles gemacht hat und ob er sich mit verbotenen dingen beschäftigt hat.
Aus all diesen Situationen heraus, ist nun das Signal, sich vollkommen in die zweite Identität als Herrin und Diener zu begeben nicht mehr schwer. Ich sage nur „Ich würde Dir dringend raten, mich mit Herrin anzusprechen.“ und schon weiß mein Mann, was los ist. Dazu haben wir auch noch ein Losungswort, womit ich aus heiterem Himmel die Möglichkeit habe, den Ernstfall auszulösen und er den Wendepunkt in unserem Tagesablauf auch eindeutig versteht. Drei Worte – „zieh dich aus“- damit wird eine Folge ausgelöst, egal ob ich es energisch anordne, es ihm ins Ohr flüstere oder ihm beiläufig im Vorbeigehen stecke. Die Weichen sind damit eindeutig auf Strenge gestellt, sei es für einen Erziehungsabend, für eine fällige Lektion oder als Urteil für eine gerade mal notwendig gewordene Strafe. Diese drei Worte besiegeln das Schicksal des Mannes für einen gewissen Zeitraum ohne eigenen Gestaltungsspielraum und somit bestimme alleine ich den Verlauf des unmittelbar folgenden Zeitrahmens von unbestimmter Länge. Ich brauch dafür keinen besonders aggressiven Ton, Geschrei schon gar nicht und bestimmt keine Schimpfworte. Nein, es muss mit absoluter Ruhe und Gelassenheit geschehen, den Mann in den totalen Gehorsam zu bringen. Schritt für Schritt betrete ich damit die dunklen Kammern seiner Seele und packe den Mann in all seinen intimen Dingen. Er hat mir längst alles anvertrauen müssen und aus diesem Wissen heraus stricke ich mein Netz, wickle ihn geradezu ein mit Worten, treibe ihn in die Ecke, beschäme ihn und lasse ihm meine Kenntnisse spüren, halte ihm seine Schwächen vor, bin stark in der Position, alles über ihn zu wissen und nötige ihn, mir gefügig und gehorsam zu sein. Wieder behandle ich ihn so, als hätte er seine Hausaufgaben nicht gemacht, gebe ihm durch meine pralle aufreizende Erscheinung das Gefühl von zwanghafter Unterordnung und zeige ihm meine Macht durch meine weiblichen Reize. All dies, habe ich gelernt, lässt sich wunderbar in Worte kleiden, den Mann wie einen Debütanten vorzuführen, nicht demütigend, aber wunderbar wehr- und schutzlos gegenüber den weiblichen Verlockungen, man kann ihn sich nutzbar machen diesen Mann, ihn wie ein Spielzeug behandeln und ihn abrichten wie ein Hündchen – ein liebes Hündchen. Trotzdem sage ich „... untersteh dich!“ spreche ich mit den Worten altmodischer Methoden, die aber wirksam ihren Zweck erfüllten. Zuletzt kommt noch der Akt der Züchtigung. Auch hierbei sind Worte aus dem pädagogischen Sektor schnell gefunden, Redensarten der Korrektur, der Notwendigkeit, der Besserung. Erziehung kann durch Fragen anhand eines Verhöres und der Abnahme von Versprechen erfolgen und die Sprache kann zwischen sanften Tönen der Fürsorge und der schlimmen Drohung variieren. Sie kann zur Höchstleistung animieren, wenn ich sage „streng dich an“, „zeig mir, wie gut du das schon kannst“, „zeig mir, wie sehr du mich begehrst“, „gib dir gefälligst Mühe, oder muss ich dich noch mal bestrafen,“ usw. Am Ende fügt sich alles wieder in Wärme und gnädiger Zuwendung mit liebevollen Worten, wenn alles wieder gut ist, wenn innige Küsse die Worte ersetzen, wenn die Lust verebbt, good boy, er hat alles gut gemacht. Dann kehrt man wieder in den Alltag zurück, lautlos und spricht nicht mehr über das Gewesene. Man landet weich in der Wirklichkeit, erinnert sich mit einem Lächeln, geht zur Tagesordnung über, die doch durchzogen ist von manchen sprachlichen Hinweisen auf das, was im second life abläuft bei einer Femdom-Ehe.
(geschickt von Roswitha)

Kommentare:

Markus hat gesagt…

Eine wunderbare Beschreibung, wie eine weibliche geführte Ehe auch oder gerade besonders durch Sprache geführt wird.

Für ganz entscheidend halte ich den von Roswitha beschriebenen Aspekt, daß der mann seiner Frau in jeder Beziehung schutzlos ausgeliefert ist.

Dazu gehört zum einen, daß er bei Zeiten und vorallem regelmäßig nackt vor seine Frau zu treten hat, während diese selbstverständlich bekleidet ist.
Bei uns hat die völlige Entfernung des Schamhaares eine große Rolle gespielt.
Ich nehme jeden Tag unter der Dusche die Rasur vor und so ist sichergestellt, daß ich wirklich nackt bin, wenn ich vor meine Frau trete. Ich bin im intimsten Bereich stets völlig entblößt.

Aber zurück zur Sprache. Hier kommt sehr deutlich die caring domination zum Ausdruck. Über die Art wie die Frau mit ihrem mann spricht, kann sie je nach Situation die Rolle der Lehrerin oder die der fürsorglichen Mutter einnehmen.

Im Falle der Lehrerin ist die Distanz zwischen der Frau und ihrem mann deutlich größer. Es kommt zur reinen Disziplinierung und zum Erlernen bestimmter Verhaltensweisen, die die Frau von ihrem mann fordert.

In der mütterlichen Rolle, entsteht viel mehr Wärme und es wird viel klarer, daß der mann seiner Frau untergeordnet ist. Im Falle der „Lehrerin“ könnte man soweit gehen zu denken, es handelt sich quasi um zwei Gleichberechtigte und einer der beiden hat irgendwelche Machtmittel gegen die sich der andere nicht wehren kann. Nicht falsch verstehen, mir ist bewußt, daß ich der Frau allgemein und meiner im besonderen untergeordnet bin.
Ganz anders ist dies im mütterlichen oder fürsorglichen Bereich. Hier tritt die Hilflosigkeit, das grundsätzliche Unselbständigsein des mannes erst richtige zu Tage.
Wenn die Frau zum Beispiel mit warmem, fast liebevollem Tonfall sagt „du weißt, daß ich Dich jetzt bestrafen muß. Also ziehe Dich aus und dann sagst Du Deiner Frau, was Du falsch gemacht hast“

Jetzt wird ganz klar, wie abhängig der mann von seiner Frau ist. Wie ein Kind steht er vor der Mutter. Er ist nackt und hilflos und bittet seine Frau förmlich ihn für die begangenen Fehler zu bestrafen, um sich anschließend Füße küssend zurück in ihre helfenden Arme zu begeben. Aus diesem Akt der Bestrafung heraus, wird die Bindung des Mannes an sein Frau immer stärker, bis er schließlich die strafende Fürsorge seiner Frau und Herrin braucht, um den Alltag zu bewältigen.

Markus hat gesagt…

Eine wunderbare Beschreibung, wie eine weibliche geführte Ehe auch oder gerade besonders durch Sprache geführt wird.

Für ganz entscheidend halte ich den von Roswitha beschriebenen Aspekt, daß der mann seiner Frau in jeder Beziehung schutzlos ausgeliefert ist.

Dazu gehört zum einen, daß er bei Zeiten und vorallem regelmäßig nackt vor seine Frau zu treten hat, während diese selbstverständlich bekleidet ist.
Bei uns hat die völlige Entfernung des Schamhaares eine große Rolle gespielt.
Ich nehme jeden Tag unter der Dusche die Rasur vor und so ist sichergestellt, daß ich wirklich nackt bin, wenn ich vor meine Frau trete. Ich bin im intimsten Bereich stets völlig entblößt.

Aber zurück zur Sprache. Hier kommt sehr deutlich die caring domination zum Ausdruck. Über die Art wie die Frau mit ihrem mann spricht, kann sie je nach Situation die Rolle der Lehrerin oder die der fürsorglichen Mutter einnehmen.

Im Falle der Lehrerin ist die Distanz zwischen der Frau und ihrem mann deutlich größer. Es kommt zur reinen Disziplinierung und zum Erlernen bestimmter Verhaltensweisen, die die Frau von ihrem mann fordert.

In der mütterlichen Rolle, entsteht viel mehr Wärme und es wird viel klarer, daß der mann seiner Frau untergeordnet ist. Im Falle der „Lehrerin“ könnte man soweit gehen zu denken, es handelt sich quasi um zwei Gleichberechtigte und einer der beiden hat irgendwelche Machtmittel gegen die sich der andere nicht wehren kann. Nicht falsch verstehen, mir ist bewußt, daß ich der Frau allgemein und meiner im besonderen untergeordnet bin.
Ganz anders ist dies im mütterlichen oder fürsorglichen Bereich. Hier tritt die Hilflosigkeit, das grundsätzliche Unselbständigsein des mannes erst richtige zu Tage.
Wenn die Frau zum Beispiel mit warmem, fast liebevollem Tonfall sagt „du weißt, daß ich Dich jetzt bestrafen muß. Also ziehe Dich aus und dann sagst Du Deiner Frau, was Du falsch gemacht hast“

Jetzt wird ganz klar, wie abhängig der mann von seiner Frau ist. Wie ein Kind steht er vor der Mutter. Er ist nackt und hilflos und bittet seine Frau förmlich ihn für die begangenen Fehler zu bestrafen, um sich anschließend Füße küssend zurück in ihre helfenden Arme zu begeben. Aus diesem Akt der Bestrafung heraus, wird die Bindung des Mannes an sein Frau immer stärker, bis er schließlich die strafende Fürsorge seiner Frau und Herrin braucht, um den Alltag zu bewältigen.