Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Samstag, 17. November 2007

Fetisch (v.Roswitha)

Wunschgemäß stellen wir Roswithas Text über Fetisch hier vor:

Lieber Achatz, liebe Amelie, als Begründer und Betreiber dieses Blogs möchte ich Euch bitten mir einmal nicht nur eine Kommentierung, sondern einen Beitrag mit Überschrift zu veröffentlichen. Es sind viele grundsätzliche Themen aus dem Bereich Femdom, weibliche Dominanz in der Ehe teilweise durch Übersetzungen aus anderen Internetportalen zu diesem Thema ausführlich vorgestellt worden, wie beispielsweise die Disziplinierung des Mannes. Auch die wunderbare und berührende Geschichte von Richard hat mich dazu bewogen, ohne in Konkurrenz treten zu wollen, eine meines Erachtens noch ausgeklammerte Sache zu beschreiben, die zum Thema Femdom einfach nicht fehlen sollte. Ich spreche von den Fetischen, die ja viel mit Submissivität des Mannes zu tun haben. Es soll gewiss keine Stoffkunde sein wie in so manchem erotischen Ratgeber oder SM-Sachbuch. Vielmehr möchte ich die Beweggründe für die Unterwürfigkeit des Mannes auch aus dem Blickwinkel seiner Sinnesreize - Sehen, Hören Fühlen – veranschaulichen, wo Fetische ja unmittelbar mit ihrer Wirkung ansetzen und schon in der Pubertät des Mannes sexuelle Reaktionen auslösen, die ihn ein ganzes Leben lang nicht mehr loslassen.

In meinen Kommentierungen habe ich bereits einiges dazu durchscheinen lassen, wenn ich vom Gesetz der Begierde, einer Kettenreaktion oder vom Schlüssel für eine Femdom-Ehe geschrieben habe. Es gibt nach meiner Meinung bestimmte Schlüsselreize wodurch letztendlich, und ich glaube in der Vielzahl der Fälle ist das so, die Submissivität des Mannes ausgelöst wird. Diese Unterwürfigkeit fällt also nicht einfach auf den Mann herab, sondern sie befällt ihn durch äußere Einflüsse, die oftmals vor oder während der Pubertät schon den späteren Weg vorgeben, mit vielerlei Auswirkungen für das ganze Leben.


Fetisch – das Zusammenspiel von Hardware und Software in einer Femdom-Ehe


Fetischismus ist eine sehr komplexe Angelegenheit, wenn man die Thematik genauer betrachtet. Es gibt wohl den reinen Fetischisten, der auf Materialien wie Gummi, Leder, Pelz, Lack oder Plastik fixiert ist, andere haben spezielle Gegenstände wie Stiefel, Regenmäntel, Unterröcke, Uniformen, Gasmasken usw. Die Liste ließe sich endlos fortführen. Und dann ist der andere Fetischist, der nur bewundert, der sich nur beispielsweise nur mit dem Fuß der Frau auseinandersetzen will, der andere mit ihren Haaren. Es kann die reinste wunderschöne Hingabe sein, die hier schon die Lust erfüllt, wo ein Fetischist mit verträumten Blicken, ohne weitere sexuelle Vereinigung sein größtes Glück nur durch Sehen und Fühlen erfährt. Einen gemäßigten, natürlichen Fetischismus trägt jeder ein bischen in sich. Davon sind auch wir Frauen befallen, wenn wir Schuhgeschäfte ansteuern, Boutiquen oder Schmuckläden.
Wenn ein Mann sich zu seinem Fimmel für schöne Damenschuhe bekennt, dann ist das auch ein natürlicher Fetisch und er huldigt dadurch einer anmutigen Weiblichkeit. Aber generell der Weiblichkeit so viel Wertschätzung entgegenzubringen, dass schon die unterste Extremität zu erreichen ein Geschenk ist und dankbar angenommen wird, das fördert schon mehr oder weniger eine submissive Neigung des Mannes zu Tage. Oder, dass meine Person so geehrt wird, dass es dem Mann schon eine Zuwendung der Dame ist, wenn er die Schuhe oder Füße küssen und somit berühren darf, oder wenn es mit großer Dankbarkeit aufgenommen wird, wenn er beim An- und Ausziehen behilflich sein darf. Ein an sich rein mechanischer Ablauf wie er in einem Schuhgeschäft tausendfach vorkommt, wird hier zur sexuellen Handlung erhoben. Nur weil ein zart bestrumpfter Damenfuß in einen Damenschuh hinein- oder heraus schlüpft, wird so mancher Mann beim Anblick dieser banalen Anmut schon kirre. Fügt eine Frau noch eine anmutige Theatralik dazu, und agiert bei derlei Handgriffen mit stoischer Ruhe und Gelassenheit, schmilzt ein Mann wie Eis in der Sonne. In so manchen Ausschnitten alter Filmklassiker wurde schon mit affektierter Verführungskunst der Frauen gearbeitet, um Männer zur Weißglut zu bringen. Wohl von jeder der damaligen Filmdivas gibt es eine Szene wo sie ein Bein aufs Bett oder einen Stuhl stellt und vor den Augen ihres feurigen Verehrers, Ehemannes, Liebhabers, Gangsterbosses oder Nachbarjungen ihre Nylons fein säuberlich abrollt.
Für mich steht fest, dass es einen Kreislauf zwischen denen als Fetische bezeichneten Stimulanzien des Mannes eine glasklare Verbindung und Kausalität zur Unterordnungslust gibt. Die Frau, die er auf das Podest stellt, der er den Logenplatz einräumt und sich selbst hingegen ritterlich opfert, hat unverkennbare zunächst nur äußerliche Merkmale. Wenn derlei äußerliche Reize erfüllt sind, hat man nicht selten davon gehört, dass sich ein Mann wegen einer Frau zum Narren macht, so stark kann diese Wirkung sein. Wie viele Ehescheidungen mag es wohl schon gegeben haben wegen rasanter Beine, üppiger Brüste oder aufgrund der Tatsache weil eine Frau gerne raffinierte Unterwäsche trägt oder sich anderer hochwirksamer Scharfmacher bedient. Gar mancher Mann hat durchgedreht, wenn er von seiner Angebeteten verlassen worden ist, die ihn wie keine andere sexuell beherrscht hat, die er glorifiziert hat wegen ihrer subtilen Weiblichkeit. Wie viele Männer gehen fremd, weil sie keinem Rock widerstehen können, weil ihre Begierde nur von einem etwas aufreizenden Rock animiert bereits anspringt und ihren Verstand außer Kraft setzt. Wie leicht ist es demzufolge für eine Frau, die Fäden zu ziehen und einen Mann um den Finger zu wickeln, wenn sie weiß, wo er angreifbar ist, wo er nicht widerstehen kann, wo er leicht verführbar ist. Alles was eine Frau an Informationen über die Lustsensoren des Mannes herausbekommt , kann sie pro-aktiv „gegen“ ihn verwenden, ihn wissentlich mürbe machen.
Ich bin deshalb seit meiner Entscheidung eine Femdom-Ehe zu arrangieren, voll und ganz dazu übergangen, mich sehr sehr bewusst zu kleiden, anders als die Jahre zuvor, wo ich keinen Sinn darin sah, mich tagtäglich mehr als andere aufzudonnern, wo ich andere Prioritäten setzte, mich mit weniger zufrieden gab als heute. Wenn ich mich heute anziehe und im Spiegel betrachte habe ich so eine Art Spaß am Verkleiden, wobei es keine Maskierung in dem Sinne ist. Es ist mehr die feste Entschiedenheit, den Stereotyp einer dominanten Frau möglichst rund um die Uhr zu repräsentieren und an dieser Selbstinszenierung, sprich hinter jeder speziellen Auswahl eines Kleidungsstückes oder der Farbe eines Nagellackes, steckt eine beabsichtigte besondere Wirkung. Wenn man selbst dahinter steht, ist so manche Tortur, (Beine rasieren, die mörderischen Absätze, die Beengtheit der Schritte im knappen Rock, ein abgebrochener Fingernagel, das Laufmaschen-Fiasko, der eingeschnürte Busen) nur mehr sekundär, weil andere Gründe, die weitaus mehr Gewichtung verdienen, viel mehr dafür sprechen. Ich liebe heute die bezwingende Macht meiner Ausstrahlung, unterstrichen durch meine hochgesteckten Haare, mein möglichst perfekt geschminktes Gesicht mit meinen feinen hochgezogenen Augenbrauen und natürlich meiner immerzu sehr weiblichen Garderobe. Ich hüte die dahinter verborgenen dunklen Geheimnisse und Gedanken, die nur ich kenne, die ich nur mit einem Mann gemeinsam teile, der als liebender Ehemann gerne an meiner Seite ist. Aufgrund seiner Offenheit, und seinem Vertrauensvorschuss mir gegenüber, sich derart schonungslos und ehrlich über seine intimen Persönlichkeitszüge zu sprechen, verdient er sich nicht nur meinen Dank und meine Liebe, sondern genau die Frau, die ihm in seinem Kopf seit seiner Pubertät die wildesten Phantasien bereitet. Wie jeden anderen Mann auch, erfüllt es doch gerade meinen Mann mit ungeheurem Stolz, wenn er seine sicherlich streotypen Vorstellungen erfüllt sieht und wenn er eine besonders herausragende Frau im weiten Umfeld der grauen Masse an seiner Seite hat. Es scheint im internen Geschlechterkampf der Männer sehr wichtig zu sein, für die Rangfolge, das Ansehen und für das Ego, denn selbst mit dem Rohrstock lässt sich der Macho nicht austreiben. Mir scheint, als wachse der Mann dabei mit jedem Zentimeter, je höher ich mein Schuhwerk wähle gleichermaßen mit und je gespreizter ich mich bewege, um so höflicher und aufmerksamer wird sein Benehmen. Klar, je mehr Eyecatcher ich an mir sorgsam platziere, um so größer ist der Neid des vermeintlichen Rivalen, der mit gierigem Blick jenes Weibchen abscannt, selbst wenn es der Platzhirsch bewusst händchenhaltend begleitet. So markiert er seinen Besitzanspruch und verweist den Interessenten. Dieser eifersüchtige Begleitschutz des Ehemannes erfüllt nun mich wieder mit ungeheurem Stolz, der mich wiederum wachsen lässt, ein selbstverliebter Hochmut der mich konditioniert und antreibt, mich verrückt-verrucht herzurichten, mich wie eine kapriziöse Diva zu bewegen, egal wie andere darüber denken.
Auf welche Fetische der Mann fixiert ist, muss jede Frau selbst herausfinden, egal welche Wahrheit am Ende für sie herauskommt („alles was er von da ab sagt, kann später gegen ihn verwendet werden....). Dann daraus die eigene Linie zu finden, sich auf seine Intuition zu verlassen und konsequent danach zu handeln, das ist wohl das schwerste für die beginnende Femdom-Frau. Da gibt es keine Universal- Gebrauchsanleitung, denn Allgemeingültigkeit für sexuelle Vorlieben eines Menschen gibt es nicht, allenfalls Ähnlichkeiten. Ich denke, wenn man eine Hitliste erstellen würde, was Männer bei käuflicher Liebe oder sich von ihrer Partnerin wünschen würden, kommt man auf übereinstimmende Ergebnisse, die eine innige Sehnsucht des Mannes nach ausdrucksstarker Weiblichkeit spiegeln. Wenn ich zurückblicke, erinnere ich mich an so manche Damenmode, die sich immer wieder neu erfindet und im Grunde genommen immer wieder zu den Klassikern zurückkehrt. Die in dieser Zeit parallel verlaufende Frauenbewegung war enorm wichtig, aber kurz nachdem die Büstenhalter öffentlich verbrannt wurden, kam die Erfindung des Wonderbras und begann seines Siegeszug über die ganze Welt. Den staunenden Männern wurde nun anders eingeheizt und der wahre Vormarsch der Frau begann, jenseits von Thesen einer Alice Schwarzer und Simone de Beauvoir. Viele Frauen brüsteten sich sprichwörtlich mit Push ups und belebten den Atomic-Busen vor 20 Jahren mit den legendären Spitzkegel-Büstenhaltern, aus der Zeit von Jayne Mansfield und Co. Die Zeit der Filmdivas prägte eine kleine Epoche später ein neuer Superstar namens Madonna und setzte auf die alten aber bis zur Neuzeit bewährten Verführungswerkzeuge der Frauen. Skandalös aber höchst erfolgreich und mit einer endlosen Liste an Auszeichnungen wurde durch die Pop-Ikone der unsterbliche Straps am Damenbein wieder salonfähig, trotz der hochentwickelten Feinstrumpfhosen. In den 80er Jahren wurde der Domina-Look ausgerufen und er wiederholt sich gerade wieder in der Jetztzeit. Schaut man sich heute in der Wäscheabteilung eines Kaufhauses um, hätte man das früher ganz sicher für einen „Intimladen“ gehalten.

Was ich aber sagen will ist - ich denke, heutzutage zählen trotz der ständigen Modeumwälzungen und des enormen globalisierten Angebotes noch immer vermeintlich harmlose Sonderausstattungen aus der Damenabteilung zur Fetischausrüstung für besondere Stunden. Gut, wenn es der Vollgummianzug mit eingebauten Dildo sein muss, dann ist der Mann in einem Studio sicher besser aufgehoben als bei der Mutter seiner Kinder. Doch alles andere sind in Wahrheit doch lächerliche Marotten, wenn ein Mann auf High-Heels abfährt oder auf raffinierte Spitzenwäsche. Diese Verharmlosung soll jedoch keinesfalls die enorme Bedeutung für den Mann schmälern. Nie zuvor konnte ich ermessen und ahnen, welch geheiligte Stücke, spitzenbesetzte Unterröcke oder Strumpfhaltergürtel für einen Mann sein können, bevor ich die Wahrheiten meines eigenen Ehegatten erfuhr. Sein oder besser gesagt, unser Glück war, dass ich darin ähnliche Geschmacksrichtungen feststellte, die ich jedoch bis dato für mich nicht in der Intensität auslebte. Ich war mir genug wie ich war, führte eher ein Mauerblümchendasein, wollte nicht sonderlich auffallen, nicht aus der Reihe tanzen, keinen Anstoß geben. Eben so eine Art fleißiges Lieschen Müller von nebenan, das deutsche Fräuleinwunder in der Light-Version, während mein Mann insgeheim von der strengen Frau Direktor oder der resoluten Studienrätin träumte. Die Gründe lassen sich nicht eindeutig bestimmen, aber ich habe heute eine sehr sehr klare Vorstellung über das stereotype Bild der Frau meines Gatten.
Abgesehen davon, fand ich es selbst auch immer schon schön, wenn eine Frau es versteht, ihre naturgegebenen Vorzüge gut in Szene zu setzen. Und ich mag es, wenn der weibliche Fuß vorteilhaft zur Geltung gebracht wird. Jede Frau schmückt sich doch, um so auch die Blicke auf sich zu ziehen. Schon als Kind interessierte ich mich für die (damals auch) höheren Ausgeh-Schuhe meiner Mutter, die ich unzählige Male aus dem Garderobenschrank räumte. Als junger Teenie probierte ich einmal ein Paar original Nylons aus den 50ern und original Unterwäsche, die sie noch aus der Zeit hatte, um zu probieren, wie man sich als feine Dame anfühlt. Ich bewunderte kolossal ein Paar elegante Schaftstiefel, die sie zu Weihnachten von Papa geschenkt bekam und ich erinnere mich noch ganz genau an ihre im Sommer offenen Riemchenschuhe, ihre schnappenden Pantoletten und „Schläppchen“. Ich liebte in der Zeit jedoch barfuß zu laufen und anderen Fußschmuck, wie Fußringe oder wie in anderen Kulturen (z.B. Indien) das Bemalen von Füßen .
Heute hat mich gewissermaßen die Vergangenheit eingeholt. Ich bin nun in dem selben Alter wie damals meine Mutter und sehe mich im Licht der heutigen Lebensumstände als berufstätige, verheiratete Frau - mit einem Mann voller verrückter Faszinationen im Kopf. Wenn sie allerdings wüsste, welch spezielle Bedeutung meine von ihr als Spleen, oft auch als Überspanntheit belächelte Aufmachung im Hinblick auf meine Ehe hat, würde sie aus allen Wolken fallen. Wenn ich höre „Was sagt denn da dein Mann dazu“ wenn ich sie in Stilettos im Altersheim besuche, könnte ich jedes Mal antworten: „Oh Mamma, stell dir vor, er zieht sie mir an und aus, er küsst sie mir und er putzt sie mir sogar.“ Und in Gedanken füge ich für mich hinzu, „wenn er all das nicht ordentlich macht, nehme ich den Rohrstock...) , während ich ihr erkläre, dass mein Gatte in diesen Dingen völlig unbewandert ist (von wegen).
Immerhin - meine zumeist dunklen Kostüme wirken konservativ, seriös und lassen auf Anhieb keinen Schluss auf unsere Femdom-Ehe zu, wenn man nicht selbst in dieser Richtung unterwegs ist und darüber Bescheid weiß. Ich arbeite in einer Bank, wo dieser Dresscode ohnehin erwartet wird. Früher als ich noch im Schalterdienst war, wurde noch sehr viel mehr auf elegante weibliche Kleidung wert gelegt als heutzutage. Das ist alles ein wenig legerer geworden. Wenn ich mich so umsehe, ist in der Abteilung wo ich derzeit sitze, meine Erscheinung sicherlich immer etwas hochgestochen, wenn ich auf meinen 12 Zentimeter-Pumps einlaufe, die aber dann in der untersten, speziell mit Fußmatte ausgekleideter Schublade meines Schreibtisches geparkt und gegen ein paar andere etwas entschärfte Schuhe getauscht werden. Meine Büro-Basics sind gewiss immer etwas rasanter im Vergleich zu meinen Kolleginnen und von meiner Unterwäsche möchte ich erst gar nicht sprechen, wenn ich so manches biedere Alltagsdessous betrachte, das aus einer Bluse schimmert oder sich darunter abzeichnet. Vielleicht wäre ich ohne meinen Mann heute auch so unscheinbar geblieben und würde noch heute zu anderen hochgestochenen Damen ehrfürchtig aufblicken. Aber es ist anders gekommen. Zu Hause und allgemein privat bin ich noch eine Spur aufreizender und ich mache das ganz bewusst, voller Berechnung. Ich bin eine glücklich verheiratete Frau, wie es jedermann feststellen kann, und habe es ganz gewiss nicht nötig, mich durch anrüchig wirkende Outfits zum Männerfang auf die Piste zu begeben. Meine Kleider und Kleidchen, mein Röcke sind für eine Frau in meinem Alter jeweils um ein paar Zentimeter zu kurz, das mag sein und das soll so sein. Ich mache schon aus Gewohnheit keinen Schritt mehr, wo ich unter meinen Fußsohlen nicht ein Paar hübscher Schuhe spüre,
die mich größer und graziöser und für meinen Mann zu jeder Zeit herrschaftlicher wirken lassen. Er soll schließlich immerzu aufschauen zu seiner sanft lächelnden Herrin, selbst wenn sie nur ins Bad um die Ecke geht. Mir gefällt der Ausdruck, wenn ich es mit einer „Sexualisierung des Alltages“ beschreibe. Als Gegenstück zu den Fetischen ist meinerseits eine Art Exhibitionismus oder besser gesagt eine Kombination aus sehr ausgeprägter Eitelkeit, dem Wunsch nach Bewunderung und einer gewissen Egozentrik entstanden, wo aus Schönheitsgründen alles andere zurückstehen muss. Die einer Herrin standesgemäßen Dünkel gehören nun mal dazu und andererseits provoziere ich ganz gerne Zu Hause gehe ich ganz gerne mal oben ohne nur mit Tanga und einem hautengen Wollwestchen das aufgrund der variablen Knopfreihe tief blicken lässt. Ich verbringe Tage nur in einem Unterkleidchen oder ziehe mir nur zum Hausgebrauch ein streng wirkendes Kostüm an. Ich kombiniere Rollkragenpullover und Straps oder stattdessen eine Netzstrumpfhose für einen verregneten Sonntag auf der Couch, begleite meinen Gatten ganz in Leder und gestiefelt zum Baumarkt oder zum Getränkeholen, trage im Sommer beim Besuch im Freibad kein Bikinioberteil, komme aber im schicken Etuikleid mit Spitzen-BH, wobei mir mein Gatte beim An- und Ausziehen behilflich zu sein hat. Dafür liebe ich es luftig an warmen Sommerabenden und bevorzuge kurze knappe Kittelkleidchen mit einer duftigen Wäschegarnitur darunter, während ich ansonsten viel Aufwand für das eher distinguierte Untendrunter betreibe. Es ist für mich auch ein ungemeiner Reiz in fremden Städten in luxuriöse Hotels zu gehen, dort in der Lobby zu sitzen, mit übereinandergeschlagenen Beinen Kaffee oder Prosecco zu trinken, natürlich hochhackig und entsprechend dem luxuriösen Flair mit Straps und unter Unterkleid unter dem Rock. Wir machen das gerne an Wochenenden, ein bisschen Shopping, ein bisschen Sightseeing, niemand der uns kennt. Ich hatte in irgendeiner Kommentierung bereits erwähnt, wonach meine erste Strafaktion mit meinem Mann in einem Hotelzimmer stattfand. Die einzige Frau in meinem persönlichen Umfeld, die auch gerne im gewagteren Outfit ausgeht ist meine Freundin Lydia. Mit ihr treffe ich mich gelegentlich am Abend auf ein Schwätzchen in einer Bar, wenn sie mit ihrer wöchentlichen Tango- Tanzstunde fertig ist und dann ganz stilecht auf argentinisch im engen seitlich geschlitzten Neckholderkleidchen und Netzstrümpfen erscheint. Da fliegen die Blicke geradezu auf unseren Tisch. Einige Male hatte ich meinen Gatten auch dabei und es waren immerzu ziemlich brenzlige Stunden für ihn, mit so viel erotischer Frauenpower an einem Tisch vereint zu sitzen. Zum anderen war er natürlich gerne Hahn im Nest. Lydia weiß natürlich nicht im geringsten Bescheid über unserer Femdom-Ehe, doch sie ist klug genug, und hat Augen im Kopf, um zu vermuten, dass in gewisser Hinsicht ich das Sagen habe.
Aber um den Kreis zu wieder zu schließen, sprich zur Verdeutlichung der Zusammenhänge, als Beispiel ein normales Alltagsszenario, wie ein meinetwegen geschilderter Abend nach einem Lokalbesuch enden kann, auch nach einem Spaziergang, Einkaufsbummel etc. Es genügt eine einfache Frage, nachdem wir, wieder zu Hause angekommen sind:
„Na hattest Du Spaß mir die ganze Zeit auf die Beine zu starren?“
Er wird überrascht sein und die Frage sofort als Vorwurf auffassen und diesen sogar bestreiten oder zumindest zerreden wollen. Vielleicht gibt er es gleichgültig zu, sagt gar nichts oder schämt sich ohne merkliche Reaktion, weil er ertappt wurde.
Es war aber nur eine Frage. Nicht mehr. Nun was kann aber daraus werden?
Ich kann darauf sagen „ach das dachte ich mir nur so, weil du ständig nach unten schautest. Mir ist das ein paar Mal aufgefallen.“
Ich kann aber auch sagen: „Jetzt tu’ nicht so als wüsstest Du von nichts – geh in Dein Zimmer und zieh dich aus, aber sofort.“
Lautet aber die Frage, „Na hattest Du Spaß, Lydia die ganze Zeit auf die Beine zu starren? sieht es wieder etwas anders aus. In dem Fall lasse ich ihm aufgrund meiner Feststellung keine Zeit zur Verteidigung und schneide ihm sofort das Wort ab: „Zieh dich aus.“ Es ist eine Ungehörigkeit und eine Schwäche obendrein, der Versuchung einer anderen Frau nicht zu widerstehen und sich davon ablenken zu lassen. Eine Rechtfertigung gibt es nicht und deshalb muss er die Konsequenzen spüren. Da lasse ich mir dann Punkt für Punkt aufzählen, was für ihn so aufreizend war. Für jede Erklärung, ihre Netzstrümpfe, ihre hohen Absätze... gibt es einen Sixpack mit dem Rohrstock und zusätzlich eine, meinetwegen 14tägige Karenz, wenn sich der Verdacht einer sich regenden Erektion während meiner Befragung oder der Behandlung herausstellen sollte.
So entstehen auf ganz gewöhnliche Situationen des Alltages schnell besondere, für eine Femdom-Ehe, charakteristische Szenen, die einfach mit den zumeist meinerseits angestifteten Begehrlichkeiten des Mannes zu Stande kommen und worauf es dann zu unvorhersehbaren Ereignissen kommt, wie es sich gerade ergibt. Das entscheide ich je nach Situation, Stimmung und Möglichkeit. Und da bin ich mit meinem Mann einig, wenn ich sage, was zu tun ist, hat er sich danach zu richten. Im großen und ganzen sind es immer wieder die gleichen Themen, die meine weibliche Dominanz auslösen und wofür regelmäßig erzieherische Maßnahmen verhängt werden. Alle möglichen Unzulänglichkeiten im Zusammenhang mit seinen Schwächen für Damenunterwäsche, hohe Absätze usw. wurden und werden ihm damit regelmäßig zum Verhängnis. So findet jede Szene schnell einen Anfang, wenn ich irgendetwas beanstande, ungehörige Blicke oder gar unerlaubte Berührungen, Unbeherrschtheiten, Ungeschicktheiten, allein die Tatsache, sich für meine Dessous zu interessieren, schlechtes Benehmen, Ungehorsam usw. Durch meinen genervten Tonfall oder anhand einer sanften oder resoluten Anordnung ist durch mich entschieden ist, dass es für ihn jetzt Zeit ist, die Wirklichkeit zu wechseln und in die Unterwerfungsidentität zu schlüpfen. Mitte und ein Ende eines Szenarios bestimmen dann Elemente verschiedener Übungen und Strafen, wie man sie aus einer Nachhilfestunde kennt. Ansonsten lasse ich mich bedienen und somit ist der Übergang zum Alltäglichen ebenso rasch hergestellt.

Wie fand ich die Fetische des Mannes genau heraus, um sie später wirksam zu verwenden?
Schon eine harmonische „normale“ Mann-Frau Beziehung lebt von der funktionierenden Kommunikation und so ist es gerade auch in der Femdom-Ehe auch besonders wichtig. Nur im Zusammenspiel der beiden Positionen, strenge Frau, unterwürfiger Mann, im ständigen Hinterfragen- und Nachfragen erfährt die Femdom-Frau, was in ihrem Verehrer vorgeht (ich verweise an dieser Stelle gerne an meine kürzlich erstellte Kommentierung unter der Überschrift Nachtschicht für Achatz vom Oktober 2007, wo ich die Möglichkeiten des Verhöres nach seinen intimen Wahrheiten als Einstieg in die Erziehung des Mannes beschrieb). Der Einstieg in eine Femdom-Ehe kann also gut mit dem Satz der Frau beginnen, „Es ist an der Zeit, dass du dich mir anvertraust, mein Lieber!“ Der Mann wird beim ersten Mal sicher nicht seine ganze Wahrheit offenbaren. Aber er soll möglichst sämtliche Details, beginnend aus seiner Pubertätszeit; und gerade auch seine Fetische aussprechen, alles andere ist Zeitverschwendung. Ich verpackte es als Gehorsamsübung, wenn ich meinen Mann vor mir hatte und ihm mit weiser, fürsorglicher Stimme Anweisung gab: „Du musst mir alles sagen – hörst Du!“ Wenn dann nach meinem Gefühl zu wenig kam, drehte ich meine Strenge auf die nächste Stufe und wurde energischer: „Ist das alles...!“ und drohte in der nächsten Stufe mit dem Rohrstock: „muss ich nachhelfen?“ So kamen wie durch einen Zauber die Worte, die ich hören wollte.
Femdom geht dadurch sehr in die Psyche, geht sehr in das Innerste des Menschen und genau das ergibt diese haltbare Verbindung von Mann und Frau, dieses totale Wissen um den anderen und das blinde Vertrauen. So ist bei unserer Femdom-Ehe einerseits die Säule der Liebe und Partnerschaft und daneben die Säule aus Sex und Partnerschaft. Beides kommt zum Zug mit unterschiedlichen Gewichtungen. Fetische haben in beiden Säulen eine große Bedeutung und deshalb hat in einer normalen Ehe der Mann auch seine Marotten. Bei Femdom wird das ganze jedoch entblößt, herausgeschält aus den Wesenzügen des Mannes und von der Frau bestmöglich verarbeitet, genutzt und gesühnt. Fetische sind für jede Frau ein Glücksfall. Sie muss sie nur enttarnen und zum Kern vorstoßen. Mit den drei Disziplinen Sehen, Hören und Fühlen kann dann einiges bewegt werden, wenn man mit Fetischen jongliert, sie nur einzeln, oder mit allen drei Disziplinen gesamt einsetzt, in Nuancen wohldosiert, oder volles Programm gleichzeitig. Ich sage nur „Küss mir die Schuhe.“

Dieser Text wurde uns zugesandt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Achatz, liebe Amelie,
da ist mir doch in der Eile ein beim Absenden des Beitrages ein Fehler unterlaufen - Roswitha!

Danke fürs Veröffentlichen!

Roswitha hat gesagt…

Lieber Achatz,

ich habe den Beitrag - Sprache - unter den Titel Fetisch gehängt, weil ich ja sonst keine Möglichkeit habe einen Artikel zu einer ganz neuen und anderen Thematik zu übersenden. Ich fände es gut wenn dieser Artikel zur Sprache auch als eigenständiger Blog-Artikel eingereiht würde und nicht unterhalb eines ganz anderen Themenbereiches als Kommentar angefügt ist. Somit kann auch dieses Thema vorgestellt und als Diskussionsgrundlage dienen.

Gruß, Roswitha

Achatz hat gesagt…

Liebe Roswitha,
Vielen Dank nochmals an dieser Stelle für Deine vielen ausfürhlichen Kommentare.
Ich will allerdings Deiner Bitte, Deine Beiträge jetzt statt als Kommentare wieder als Titel zu bringen nicht jedesmal entsprechen.

Ich habe Dir schon einmal im Kommentar zu "Zeitalter der Masturbation" (22.01.07) geschrieben, Du könntest doch einen eigen Blog eröffnen. Deine Antwort war damals:
"Danke auch für den Hinweis, einen eigenen Blog ins Leben zu rufen, wird aber dankend abgelehnt.Es macht mehr Sinn auf bereits vorgegebene Themen, die in Verbindung mit Femdom-Ehen zwangsläufig kommen, Kommentare aus der Erfahrung heraus zu schreiben. Die können selbst bei einem relativ kurz gehaltenen Post sehr ausführlich sein, je nach subjektiv erachteter Wichtigkeit und den damit verbundenen eigenen Kenntnissen dazu."

Ich habe inzwischen gesehen, dass Deine Kommentare/ Text meist tatsächlich sehr, sehr wortreich sind, fast immer wortreicher als die Postings selber. Dagegen ist natürlich auch nichts zu sagen, aber hinsichtlich der Wichtigkeit bin ich kritisch. Ich sehe sie -meist- eher als Kommenmtare, als als Hauptsachen.

Das Thema unseres Blogs hier ist eben eher: Die Verehrung der Frau an sich - in unterschiedlichen Formen, die m.E. auch spirituellen Charakter haben. Dazu Geschichten, Erlebnisse, Gedanken, keine Frage.

Dein Schwergewicht liegt eher in der sexuellen und fetischorientierten Disposition des Mannes, die ich gar nicht leugne, aber nicht immer gegeben und entscheidend finde- zumindest für mich persönlich nicht- von Amélies Ansicht darüber ganz zu schweigen.


Ich schrieb dazu im Kommentar zu "Was ist Weibliche Dominanz"(10.Juni 2007) an Dich: .."die Art von Weiblichkeit, die Du beschreibst, ist nicht die einzige, die dominant wirken muss. Es gibt auch die "elegante", schlichte Form, die sich nicht unbedingt der Dessous, der hohen Hacken etc.bedienen will, um dominant zu sein: es ist oft die selbstbewusste Haltung, die den Mann 'unterwirft'."
Nimmt man allein die Größe der Beiträge, so droht mir das aus dem Ruder zu laufen.
Sie sind natürlich qualitätvoll und werden von vielen gerne gelesen, aber wie gesagt, das ist hier nicht der Punkt.
Deshalb noch einmal die Idee: ein eigener Blog wäre für Dich angemessen! Man kann sich gegenseitig verlinken- ein Netzwerk entstünde unterschiedlicher Ausprägungen zum selben Thema. Ich wäre froh, wenn es mehr in dieser Richtung auf deutsch gäbe!
Viel Grüße !

Roswitha hat gesagt…

Lieber Achatz,

Danke für den neuerlichen Hinweis. Wenn der Eindruck entstanden ist, ich würde hier "Trittbrettfahren" durch meine sicherlich sehr ausführlichen Texte, bitte ich das vielmals zu entschuldigen, das war nie meine Absicht. In meiner Euphorie am Schreiben kenne ich manchmal kein Ende, auch nicht wenn ich Briefe schreibe übrigens. Aus meiner Sicht werde ich weiterhin Eure aufgeworfenen Themen oder Übersetzungen in den Postings kommentieren, vielleicht etwas kürzer, gut. Es wurde ja ohnehin schon viel aus der Welt von Femdom jetzt behandelt und insoweit, geht mir ohnehin die Munition aus. Mir lagen die beiden Themen wie Fetisch und Sprache besonders am Herzen, weil hierzu noch keine konkreten Überschriften da waren und ich dazu gerne aus dem Nähkästchen plaudern wollte - und weil die Themen bisher in den Übersetzungen theoritische Grundlagen bildeten. Einen eigenen Blog traue ich mir nicht zu und das möchte ich auch nicht, ehrlich gesagt. Soviel fällt mir nun auch wieder nicht ein und ich möchte wie gesagt nur zu Sachverhalten und Themen schreiben, wo ich Erfahrung und deshalb meine eigene Meinung habe. Ich werde mich also künftig auf das "kommentieren" beschränken und verspreche Disziplin zur Kurzfassung, also weiterhin Qualität aber weniger Quantität. Mir war durchaus bewusst, dass die Dispositionen von mir und meinem Mann nicht identisch sind mit Euerer konkreten Ausrichtung, aber vielleicht kommt Ihr auch noch in diese Richtung, wer weiß das schon. Andererseits waren die ganzen Übersetzungen ganz im klassischen Stil konkreter weiblicher und durchschlagender Dominanz, also ganz nach der eigenen Ausrichtung. Im Grunde genommen sprechen wir doch von der gleichen Sache, haben nur andere, unterschiedliche Rezepte, und die kann man doch untereinander wunderbar austauschen, wie man das beim Kochen ebenso macht. Die Vielfalt macht die Welt erst bunt und öffnet den Blick für ganz neue Sichtweisen. Vielleicht lasse ich künftig zur Abwechslung meinen Mann mal ran, der mich überhaupt erst auf Minervas Juwelen gebracht hat und nicht genug Mut oder Lust hatte, etwas aus seiner Sicht zu schreiben. Nein, er hat einfach zu wenig Zeit dazu, das ist doch klar, aber ich werde ihn mal danach fragen.

In freudiger Erwartung auf neue Postings,
Roswitha

Achatz hat gesagt…

Danke für Deine Antwort! Ich freue mich, dass Du weiter kommentieren willst, wenn es passt.
Je nach Zeit (die ich im Moment wenig habe... wie Dein Mann..) und Aufwand kann ich dann immer noch entscheiden, wo was hingeschoben werden kann.

Sich ein wenig kurz zu fassen ist übrigens ein guter Vorsatz. Manchmal entsteht sonst der Eindruck, da schreibt einer nur für sich, weil er oder sie es einfach geil findet: man muss eben an den Leser denken.
Und Du hast recht: wir reden im Prinzip von der gleichen Sache. Und wir (A. und ich) werden uns weiterentwickeln, hoffentlich!
Entscheidend ist das Vergnügen an den Eigenheiten und die Tatsache, dass hier inzwischen ab und an zur Sache diskutiert wird.
Viel Spaß weiterhin -.
Achatz

Anonym hat gesagt…

@ Roswitha: Hör nicht auf, bitte!

@ Achatz: Du/ihr natürlich auch nicht. :-)

Dieser Blog ist mindestens der beste, wenn nicht sogar der einzige in deutscher Sprache, in dem es um echte Beziehungen aus dem wahren Leben geht und nicht um Spinnereien.

Ob Orginal-Text oder Kommnentar macht - für mich - da wenig Unterschied, obwohl ich auch Achatz Sicht nachvollziehen kann. Rein "technisch" sind abe die Orginal-Texte lieber, weil man da Neues sofort entdecken kann. Die Kommentare finde ich eher zufällig. Oder habe ich das was übesehen?

Liebe Grüße
Peter-Christian

Achatz hat gesagt…

Hallo Roswitha und Peter-Christian,
auf Anregung von Peter- Ch. und auch wegen des Themas habe ich nun doch den Beitrag "Sprache" aus dem Kommentar zu "Fetisch" hervorgeholt und veröffentliche ihn unter dem 19.11 als Thema - es ist tatsächlich ein eigenes Thema. Okay?
Achatz

Richard hat gesagt…

The taming of the shrew

Liebe Roswitha

Kannst Du diese Story von William Shakespeare erinnern?
Wenn ich Deine Ansichten hier so lese, kommt mir diese Geschichte wirklich in den Sinn. Du bist sehr bewandert in Deiner Männerkenntnis, nach dem was Du in Dein neuester Beitrag über Fetischismus ist sehr fachfraulich geschrieben hast. Du bist zur Erkenntnissen gekommen, die auch für mich neu sind..
Jetzt gebe ich mal meine Meinung über Roswitha wieder:

Um mit KGB-Methoden, die ganze Wahrheit aus Deinem Ehemann zu pressen, um sozusagen das Blut unter seinen Nägel hervorzuholen, durch Abstinenz zu üben, daran glaubst Du wohl wirklich selber nicht.

Ich wurde Dir, obwohl ich ein submissiver Mann bin, mit Deiner Fragerei Paroli bieten. Bis hierhin und nicht weiter! Sobald Du mit Deinem Rohrstock kommst, würde ich Dir Dein Züchtigungsinstrument abnehmen, Dein seidenes Negligé hochkrempeln, Dich über meine Knie legen, und Dir mit Deinem eigenen Rohrstock einige wie Du selber sagst, Sechserpackungen verabreichen. Du wirst schreien und Drohen wie verruckt. Aber es wird Dir nicht nützen, weil ich Dich fest im Griff habe. Ich werde Deine Körperwärme mit vollen Zügen geniessen. Ich werde den Anblick auf Dein hochgekrempeltes Negligé und Deine rote Pobacken nochmals mit vollen Zügen geniessen.
Du bist mir lieb, aber irgendwo gibt es Grenzen. Und auch diese Grenzen solltest Du wissen, wo sie sind. Vielleicht würde ich, wenn Du zermürbt auf den Bett liegst, noch masturbieren um Dich extra zu ärgern. Was mit meinem Leib in der Liebe geschieht ist etwas was ich selber mitbestimme. Du wirst nicht zum Anwalt flüchten um eine Scheidung einzureichen. Ich werde Dich zwingen mit mir zu reden und mir über Deine eigene Jugend zu berichten, was Dich zu Deiner Überheblichkeit gegenüber uns Männern gebracht hat. Denn nur eines habe ich in Deiner Berichte vermisst; Die Veranlagung zur Selbstzerstörung, die in einem Manne viel stärker ist, als bei einer Frau. Bei meiner Person solltest Du Christinas Meinung akzeptieren, wenn sie mir sagte „Du bist ein lieber Masochist, aber ein schlechter Sklave“. (siehe ‚Domina und Liebe’)

Trotzdem habe ich Deine Berichte genüsslich gelesen, aber passe auf, dass Du mit Deiner „Schreckensfrauschaft“ nicht zu weit gehst. Sonst könnte meine Massnahme Dir bei Deinem eigenen Ehemann blühen. Eine Beziehung hat immer zwei Seiten.

Lieben Gruss Richard.

Roswitha hat gesagt…

Oh, da zeigt der Richard sein wahres Gesicht. Submissiv bezeichnet er er sich selbst, aber nur soweit wie es der Mann bestimmt und zulässt. Nein das ist für mich nichts anderes als eine geheuchelte Form der Männerherrschaft, wo letztendlich die Frau unterdrückt wird, nur das zu tun was dem ach so masochistischen armen Herrn beliebt. Da tritt sie hervor die rohe Gewalt des Mannes, ohne Respekt vor der Frau, die nichts anderes macht als die Natur des Mannes anzunehmen, sie aufzugreifen und für beide Freudenfeste der Lust zu arrangieren. Lieber Richard, ich muss es so deutlich sagen, aber Du hast rein gar nichts verstanden, wenn ich Deinen nahezu cholerische anmutenden Ausbruch von Rachsucht sehe, nur weil ich die Submissivität meines Mannes als gegebene Neigung angenommen habe und genau diesen Nerv immer wieder reize. Das ist gewiss keine Grausamkeit, lieber Richard, sondern sehr viel mehr Wärme und Zuneigung als Du vielleicht jemals abschätzen kannst. Da wird kein Blut herausgeholt, vielmehr eine Körperflüssigkeit, die den Männern scheinbar oftmals wichtiger erscheint als alles andere um sie herum, selbst mehr als ihr eigenes Blut gelegentlich. Darf ich Dich an die Empfehlung von Christina aus Deiner Biografie erinnern: Sie wollte dir sagen, wie Mann und Frau nach ihrer Vorstellung in der Partnerschaft mit einander umgehen sollten:
-Seid ehrlich miteinander.
-Bringt einander Hochachtung entgegen. Der eine ist nicht weniger Wert als der andere.
-Benutzt im Streit keine Argumente unter der Gürtellinie. Wörter können viel mehr verletzen als der härteste Peitschenhieb.
Genau nach dieser Formel leben wir und zwar mit einer Präzision, wie ich sie nur seit der Entscheidung für meine dominante Position jemals in einer Beziehung zu einem Mann kennen gelernt habe.
Du hast die Tragweite von Christinas Botschaft bis heute nicht verstanden, als sie dir sagte: „Eine Frau mit Peitsche ist Männern gegenüber ehrlicher.“ Sonst würdest du nicht so reagieren, wenn die Frau die Mittel ihrer Macht anwendet, wohldosiert mein Lieber. Das ist deswegen nicht gleich eine Schreckensherrschaft. Zwischen Schwarz und Weiß sind gerade die vielen vielen Grautöne dafür verantwortlich, dass ein Bild plastisch und interessant wirkt. Auch das ist Femdom nach meinem, nach unserem Geschmack, die vielen Nuancen von zart bis hart. Da war irgendwann das Outing meines Mannes und es war gewiss kein leichtes Unterfangen für mich, die intimen Geständnisse zu sortieren und zu verstehen, geschweige später konstruktiv in die Ehe zu übernehmen. Den persönlichen modus operandi musst du schon den Protagonisten jeweils überlassen und es steht dir schlichtweg nicht zu, derart in Rage zu verfallen, nur weil ich mit meinem Mann genau diese Dinge nun anwende, die ihn nach langem Kampf mit sich selbst dazu getrieben haben, sich mir zu offenbaren. Je mehr ich davon weiß, um so einfühlsamer kann ich mit ihm Femdom gemeinsam erleben. Gerade jetzt, während ich schreibe sieht er sich übrigens das Fussballspiel Deutschland gegen Wales an, genießt ein kühles Bierchen dazu und fühlt sich pudelwohl. Er hat auch sonst gewiss keine Tyrannin an seiner Seite, die er in Gedanken verflucht wegen ihres Rohrstockes und wegen ihrer verordneten Karenz. Ich habe in meinen Kommentaren (und 2 genehmigten Themen!) oft genug darauf hingewiesen, dass natürliche Grenzen unter Eheleuten, die sich ewige Liebe geschworen haben, selbstverständlich als sog. "Schmerzgrenze" vorhanden sind, wenn man sich sowohl während einer strengen Phase, als auch im täglichen Miteinander, noch freundschaftlich in die Augen sehen will. Unsere sehr besondere Ehe ist deshalb so besonders, weil eine besondere Liebe dahintersteckt und die wiederum lässt sich sicherlich auch durch unsere speziellen sexuellen Arrangements begründen. Hier schließt sich ein Kreis der uns noch immer motiviert, genau nach dieser Maxime zu leben. Nein ich habe keinen Feind in meinem Bett und nur die schonungslose Offenheit meines Mannes hat mich zur „Fachfrau“ werden lassen. Noch nie habe ich auf hinterlistige Art und Weise versucht, mich als Hausherrin zu etablieren und die „Fäden in der Hand zu halten“ und eine Überheblichkeit gegenüber Männern ist mir ebenso fremd – ganz im Gegenteil – ich bin Frau durch und durch und wenn ich von Männern respektvoll behandelt werde, gebe ich dies entsprechend zurück. Von einer Berufs-Domina habe ich einmal den klugen Satz gelesen, „wenn du als Domina arbeiten willst, musst du die Männer lieben und musst Spaß haben mit ihren Eigenheiten zu spielen.“ Da braucht es keine Brutalität, da genügen präzise subtile Methoden, ein wissendes Verständnis für den Mann, ein Charisma von Güte und Sicherheit, sehr viel Sinn für Weiblichkeit und freilich auch mal in Kombination mit spürbaren Schlägen auf den Hintern, damit der Mann als der körperlich stärkere wirklich gehorcht. Letzteres ist Dir ja nicht fremd, wie zu lesen war, lieber Richard.
Hoffentlich hat Deine Partnerin den Kommentar, der Deine wahre Natur so unverhüllt offenbart hat, nicht gelesen. Ich fürchte, lieber Richard, in Dir steckt eher ein verkappter Patriarch, und bist nicht nur ein schlechter Sklave, ja nicht mal ein lieber Masochist. Also lass' es und überlege was Du eigentlich willst.

Hab' ich mich klar ausgedrückt, mein Lieber!
Herzliche Grüße, Roswitha (wie versprochen in Kurzform, denn nun gehe ich zu meinem Mann, frage ihn wie das Spiel war und dann sage ich "kommst Du dann..." weil jetzt darf er sich um mich noch ein wenig kümmern und mir beim Ausziehen helfen)- Gute Nacht

Richard hat gesagt…

Meine liebe Hexe Roswitha

Bravo, so gefallen mir Deine Beiträge viel besser.
Diese erzieherische Massnahme war leider für Dich nötig und obendrein hast Du selber indirekt danach gesucht, einmal die geistige Peitsche selber zu erfahren, um zu vermeiden, dass eine liebe Frau wie Du, nicht in 'männliche Grausamkeit' verfallt!

Es freut mich sehr, dass die „verruchte“ Roswitha haargenau verstanden hat, was ich Dir sagen wollte.

Lese Deinen Kommentar unter „Achatz Nachtschicht“ nochmals genau durch. Ich bekam wirklich Mitleid mit Deinem Mann und es war mir sogar als verkappter Patriarch zuviel des Bösen. So hartherzig kann eine liebe Ehefrau doch nicht gegen Ihren Mann sein! Auch nicht in einer Femdom -Ehe.

Ich werde Dir schon noch mal schreiben, wie eine Frau und ihr devoter Patriarch in einer glücklichen Ehe leben kann. Jedoch ist mir jetzt leider die Zeit dazu etwas zu knapp.
Jedenfalls waren Deine Ausführungen über Deine Ehe, wie Du sie jetzt geschrieben hast, viel menschlicher und vermutlich bist Du auch so.

Liebe Grüsse von Deinem devoten Patriarch Richard

Anonym hat gesagt…

Richard dein Kommentar gegenüber Roswitha in Ihrer Rolle als Femdom ist eine absolute Frechheit! Ich habe mir fast den ganzen Blog durchgelesen und muss leider feststellen das du bestenfalls “halbtags“ devot bist und eine echte Herrin gar nicht verdient hast und Sie dich nicht!

You just don’t get the point …