Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 16. September 2007

Klassisches Muster

Des öfteren bekomme ich jetzt Kommentare und Briefe von Leuten, die diesen Blog entdeckt haben und über ihre Beziehung berichten.
Besonders Männer, die sich gerne ihren Frauen offenbaren und unterordnen würden, aber es nicht hinbekommen.
Jetzt berichtete ein Anonymus in einem Kommentar (hier) von seiner "Beziehung" mit seiner Geschäftspartnerin, die keine erotisch, sexuelle, wohl aber eine -beinahe erotische- submissive Beziehung seinerseits zu ihr ist.
Natürlich gehört es hier, wie bei jeder solchen Beziehung, dazu, dass die Frau die Art von Nähe festlegt, die ihr angemessen erscheint. Sie arbeiten über viele Jahre erfolgreich zusammen, wobei sie bestimmt wie und was gemacht wird. Das ist ein klassisches Muster und vielleicht kennt jeder von uns "Gentlemen" eine Frau, mit der er "nichts hatte", für die er aber alles getan hatte oder hätte. Eine Frau, die ihn mühelos lenken und bestimmen konnte (durchaus nicht unbedingt mit harschen Worten). Und er? Machte, was sie wollte und war irgendwie glücklich dabei.
Die Keuschheit ist dann oft sogar eine Art Voraussetzung dafür, dass es funktioniert. Wenn wenn Sexuelles hinzukommt, verändern sich die Dinge meist und oft verlieren sie dann ihren Charme und ihre Leichtigkeit. Diese Fähigkeit der Männer ist schon seit altersher bekannt und von Nutzen. Wie man z.B. bei Wikipedia, hier, über die schöne Helena lesen kann, gab es seit Alters her die Möglichkeit, die Ansprüche der Männer an begehrten Frauen zu "kanalisieren", und ihre Bereitschaft für sie da zu sein, zu erhalten, ohne dass sie sie "besitzen" konnten.
Der Vater von Helena lies einfach alle Bewerber um sie schwören, dass sie Helenas Gattenwahl anerkennen würden und gegen jederman verteidigen würden.
Er vertraute dabei auf ein interessantes Phänomen.
Eben auf das submissive Potential der Männer, welches mitunter höher steht, als alles andere. Es lenkt sozusagen das sexuelle Verlangen um und verwandelt den sex- und machtbesessenen Mann in einen zivilisierten Ritter, der die Schöne auch dann noch schützt, wenn sie einem anderen gehört (oder er dieser....).
Allerdings führte dieses Verhaltensmuster, gefordert für jene schöne Helena -in mythologischer Sicht- dann zum Krieg um Troja.
Es zeigt, dass Submissivität im Prinzip immer schon angelegt war und auch dass dieses auch nicht bedeutet, dass ein Mann, der seine Submissivität "lebt" ein Weichei wäre. Das Gegenteil ist der Fall: es ist ein Mann, der seine Kraft kennt und sich anderen - eben seiner "Angebeteten", aber nicht nur ihr, zur Verfügung stellt. Ein Mann sollte dieses anstreben, aber dabei auf gute Weise kritisch sein, damit dieses Potential nicht missbraucht wird.

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