Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Samstag, 29. September 2007

Copuline

Das Internet ist voller Entdeckungen und Anregungen ....
Zum Beispiel haben sich angeblich Wissenschaftler mit besonderen weiblichen Hormonen beschäftigt, die in der Scheide produziert werden und mit denen Frauen Einfluss nehmen können auf Männer, die über ihren Penis (oder ihrem Mund) damit in Kontakt kommen.
Ebenso wie bestimmte geruchlose Duftstoffe (Pheromone), die beide Geschlechter produzieren und welche z.B. bei Männern einen Anstieg des Testosteronspiegels bewirken können. Die Attraktivität der Männer erhöht sich möglicherweise durch diese Duftstoffe, allerdings nur, wenn die Frau zyklisch auch dafür aufnahmefähig sei.

Es gibt Männer, die stehen total darauf, am getragenen Höschen ihrer Liebsten (es muss nicht nur die Liebste sein) zu schnuppern. Das hat eben seine Gründe. Es macht sie an: sie produzieren anschliessend wohl mehr Testosteron.

So gibt es eben auch die sogenannten 'Copuline' und die Theorie / These, dass Männer, die längere Zeit beim Coitus verharren (können) diese Stoffe der Frau durch ihren Penis aufnehmen und dadurch in einen ausgeglicheneren Zustand versetzt werden, 'friedlicher' werden. Sie sollen (unbewusst natürlich) eine stärkere Tendenz zu einem fügsamen Verhalten der Frau gegenüber verspüren. Hin zu einer deutlichen Steigerung submissiven Empfindens auf Seiten des Manns. Natürlich setzen dies einige Frauen ein und bringenihre Männer dazu möglichst lange in ihnen zu verweilen...

Copuline sollen angeblich direkt im Gehirn des Mannes Einfluss nehmen- und Veränderungen dort nachhaltig bewirken.
Das bedeutet auch, dass Gedanken,
die ein Mann jetzt hat oder die jetzt dem Mann eingegeben werden, besser in seinem Gehirn verankert werden.
Sie bleiben länger in seinem Gehirn.
Anders als der Anstieg von Testosteron, der nur kurzzeitig ist und das Gehirn nicht direkt beeinflusst.

Es heisst weiter, dass dies seit alters her ein Grund sein könnte, weshalb die Frauen intuitiv zu lang- ausgedehntem Verkehr neigen, um die Männer sozusagen 'hormonell zu zähmen. Genau das aber scheuen Männer eher, sie sind sozusagen auf der Flucht davor und bevorzugen zunächst einmal lieber den schnellen Liebesakt.

Sind die Männer allerdings erst einmal 'gefügig' gemacht durch die vaginale Infusion, dann kann sich dieses Bedürfnis auch umkehren: die Frauen wollen möglichst heftig und möglichst gleich einen Orgasmus, während manche (längst nicht alle!) Männer mit zunehmender Dauer der Beziehung Geschmack daran finden, die sexuelle Betätigung zeitlich auszudehnen.

'Copuline' werden natürlich sehr gut auch durch den Cunnilingus übertragen, weshalb diesem, wenn ihn ein Mann ein paar mal wirklich intensiv durchgeführt hat, ein gewisses Suchtpotenzial zukommt.
Es gibt viele Männer, die regelrecht süchtig nach dem oralen Kontakt mit der Vagina ihrer Frau werden, wohl aufgrund von diesen Sekreten, den 'Copulinen', die sie auf diesem Wege verabreicht bekommen. Und offensichtlich nimmt ihre Neigung, sich der Frau unterzuordnen, dabei signifikant zu. So weit die Thesen dazu


Kurzer Artikel hierzu siehe auch hier
oder zu Oxytoxin hier

Mittwoch, 26. September 2007

Zeit für Geschenke...

...für alle, die für ihre Dame, Lady oder ihren Schatz noch nichts zu Weihnachten haben: Versucht es mal mit einem guten Dildo.

Es ist ein uneingennütziges Geschenk, doch: Geübter Umgang damit kann Euch Männer in vielen Situationen bei Eurer Angebeteten weiterhelfen.
Amélie steht nicht so sehr auf Vibratoren -("das Gebrumme macht mich nur nervös"), sie benutzt den, den sie hat immer ohne Strom- als Dildo eben.

Ein "richtiger, harter", der endlos so steht, nicht spritzt und von sensibler Hand geführt wird, das kommt von Zeit zur Zeit gerne zum Einsatz. Der Vorteil: niemand kann "zu früh" kommen oder erschlaffen.
Und Man(n) kann voll auf seine Aufgabe achtgeben, ohne auf sich selbst aufpassen zu müssen.

Dazu hat die Verwendung eines Dildo, entweder geführt durch die Dame selbst oder durch ihren Mann den erzieherischen Effekt, den Mann auf seinen Platz zu verweisen: Sie braucht sein Naturteil nicht unbedingt, um glücklich zu sein. Nein wirklich nicht.
Ihre Lust ist von seiner Lust entkoppelt.
Seine Befriedigung- wenn sie denn gewünscht ist- muß in keinem Zusammenhang mit der ihren stehen, die nun einmal in einer Weiblichen Ehe den Vorrang hat.

Ist es nicht für den Mann ein tolles Gefühl, seine Liebste an den Rand und weiter bis in den Himmel zu bringen und selbst dabei -ohne Mühe- unter Spannung, das heisst: in liebevoller Präsenz zu bleiben?
Ja, das ist es!

Und ausserdem kann es auch sein, dass Madame einmal ganz allein ist oder sein will und so einen Dildo gar zu gerne dabei hätte, nicht aber ihren Mann.
In Shanghai, einer Stadt in der längst die Frauen den Ton angeben, kam neulich ein deutscher Journalist der FAZ in einen "Adult-shop".
Dort waren kaum Männer zu finden. Die große Überzahl der Kunden in dem Laden seien Frauen gewesen, die -ohne jede Hemmung- sich untereinander austauschten über die Vor- und Nachteile einzelner Toys und "den Dildo so geübt prüfen wie eine Gurke" siehe letzter Abschnitt dort:
(siehe Artikel)

Besonders schöne Dildos haben wir bei Nobras Bauchladen entdeckt- einer Site, die auch zudem sehr lesenswert ist. Dazu gibt es ein Userforum.... Das Paar (Nina und Jan) baut seit längerem diese wunderschönen Teile in vielen verschiedenen Formen und Farben, die z. T. mit und ohne Strom betrieben werden können. Sie sind leider nicht ganz billig, aber schliesslich ist es für einen guten Zweck :-). Und: man soll nicht am falschen Ende sparen.

Zum Schluss noch ein lustiges und anregendes Lied von jungen Damen für alle Damen jeden Alters bei YouTube -man muss dazu glaube ich volljährig sein (hier).

Mittwoch, 19. September 2007

Das hat was...

Meine Frau Amélie (oder auch meine Lady Amélie) hat sich gefreut, dass ihre Worte in diesem Blog etwas bewirken konnten bei manchem Leser.
Nach der Lektüre der Übersetzungen von Lady Misato's, wie sie findet, brillianten Ratschlägen (Real Women don't do Housework) ... sagte sie zu mir:

'Schreib doch noch Folgendes...: natürlich, 'sagt sie, 'wäre es Achatz am liebsten, von mir gefesselt zu werden und dann irgendwie behandelt zu werden. Aber den Gefallen tue ich ihm nicht.
Nicht immer. Schließlich heisst FemDom, dass die Frau regiert und nicht, dass sie (nur) das tut, was ihren Mann anmacht, oder?
Aber sie regiert mit dem, was ihn anmacht, dann geht es viel einfacher, Lady Misato habe wirklich ein paar gute Ideen dazu'.
Amélie habe sich inzwischen eine Menge Gedanken gemacht, solle ich schreiben.
Etwas zu tun, was Sinn macht: nämlich was den (Ehe-)Mann aus seiner männlichen Pascha- Gemütlichkeit aufweckt und ihm Beine macht, DAS tut sie gerne.

So zum Beispiel auch ihm ab und an mal liebevoll einen Klapps (oder mehrere!) auf den nackten Arsch zu geben, das sei eine sehr sinnvolle Beschäftigung für eine Frau und eine überraschende Erfahrung für sie obendrein:
es aktiviert ihn wie nichts, findet sie, anschliessend ist er wirklich voll DA, passt auf und -am Wichtigsten! - er hört zu, was seine Frau ihm sagt!
DAS lohnt sich wirklich- nie habe sie ihren Mann so wach und alert gesehen, nachdem sie 'es' einmal ausprobiert und ihm ein paar hinten drauf gegeben habe.

Und so voller Dankbarkeit und Liebe sei er plötzlich...

Wobei ich, wenn es ein paar mehr 'Klappse' werden, ja jederzeit zur Seite treten könnte und ausweichen oder weglaufen, weil es (mitunter höllisch!) brennt auf den beiden Arschbacken; ... die zarte Amélie ist beileibe nicht zimperlich!
Ich haue aber nicht ab, weiche nicht aus, ziehe den Schwanz nicht ein, auch wenn ich es noch so sehr wollte...
Dass ich dann da an meinem Platz bliebe und 'es' -"für sie"- aushalte...
Das imponiert ihr irgendwie.

Es gibt ihr Power- da habe die
"Szene" recht...es ist ein 'Powerexchange' (Machtaustausch), weil ich nicht auswiche und still halte, und zwar ausschliesslich, weil SIE es so will und nicht, weil Fesseln mich halten..

Das
hat was, sagt sie.

Insofern wünscht sie sich manchmal, sie hätte diese Praxis schon früher entdeckt, (aber irgendwie wollte sie "an dieses Thema" eigentlich lange nicht "ran".
Das hätte ihr -und mir- eine Menge Ärger sparen können.

Und deshalb hat
Amélie mich beauftragt einen Text zu übersetzen. Er hat keinen sexuellen oder sadomasochistischen Inhalt und widmet sich besonders und ausschließlich dem reinen Hinternversohlen (Ehefrau versohlt Ehemann) in Ehen.
Diesen Text sollte ich den Blog zu stellen (...war länger in Arbeit: die Anleitungen des Disciplinary Wives Club)

Alos Hose (des Mannes) 'runter und eine kleine Tracht verpassen, das sollte das verbriefte Recht jeder Ehefrau sein, dann gäbe es weniger Probleme: mit der Hausarbeit, der Kinderbetreuung, mit dem Sex, mit dem Geld, - mit allem. Ganz einfach.

Aber die Frauen kommen gar nicht erst darauf, es so zu versuchen. Sie scheuen sich.
Weil sie denken, die Männer fänden das unmöglich. Oder es sei unpassend.
Weil sie denken, dass hätte etwas mit perversem Sex oder S/m zu tun.
Dabei hat es damit eigentlich erstmal garnichts zu tun. Oder anders.
Eine heruntergelassene Boxershorts ist weder sexy, noch sind ein paar Klatscher hinten drauf erotisch, oder?

Findet jedenfalls Amélie...

Die Männer bringen ihre Frauen, wenn überhaupt jemals, meist selber drauf, was ja eigentlich verrückt ist. Aber die Männer wollen 'diszipliniert werden', obwohl es saumässig wehtun kann und obwohl sie es manchmal in dem Moment, wo es passiert, nicht mehr haben wollen.
Sie wollen es aber (wenn es nicht gerade 'passiert'), sie sehnen sich geradezu danach, vermutlich, weil sie instinktiv wissen, dass es ihnen gut tut, wenn ihre Frau das für sie tut- und sie liebevoll, doch mit fester Hand- "liebender weibliche Autorität" eben- in ihre Schranken weist.
Da ticken Männer aus vor Begeisterung, wenn sie die Weibliche Autorität wirklich so 'spüren' können.
Und die Frauen?
Wie gesagt: merkwürdigerweise haben die meisten absolute Hemmungen "so etwas" zu tun.
Sie wollen schliesslich friedliebend und 'gewaltfrei' sein.
Dabei hat Disziplinierung mit Gewalt weniger etwas zu tun, als mit einer Form von 'Massage', Behandlung,Therapie, Übung oder Ritual.

Am ehesten ist es eine Art 'Knöpfedrücken'.

Ungewöhnlich, aber sehr wirksam.
Es entspricht dem Bild des starken Mannes nicht, sich so von einer Frau verhauen zu lassen.
Aber: eine Frau will einen Mann, der stark ist für SIE, doch schwach vor ihr und der ihr folgt, gehorcht- nicht sklavisch, sondern einfühlsam und mitdenkend.

Weil die meisten Männer diesbezüglich sehr, sehr schwerfällig sind, ist das eben eine gute Erfindung mit dem Hinternversohlen....(englisch: spanking), nicht als sadistischer Akt, sondern als liebevolle 'Korrektur'- das ist der Punkt.

Es stärkt sie. Es wirkt.
Es stärkt seine Liebe zu seiner Frau.

Und nebenbei: die Liebe "danach"... is better than ever.
Das, hat Amélie gesagt, soll ich ruhig auch noch schreiben.
Als ob wir hier Werbung machen wollten für etwas.

Sonntag, 16. September 2007

Klassisches Muster

Des öfteren bekomme ich jetzt Kommentare und Briefe von Leuten, die diesen Blog entdeckt haben und über ihre Beziehung berichten.
Besonders Männer, die sich gerne ihren Frauen offenbaren und unterordnen würden, aber es nicht hinbekommen.
Jetzt berichtete ein Anonymus in einem Kommentar (hier) von seiner "Beziehung" mit seiner Geschäftspartnerin, die keine erotisch, sexuelle, wohl aber eine -beinahe erotische- submissive Beziehung seinerseits zu ihr ist.
Natürlich gehört es hier, wie bei jeder solchen Beziehung, dazu, dass die Frau die Art von Nähe festlegt, die ihr angemessen erscheint. Sie arbeiten über viele Jahre erfolgreich zusammen, wobei sie bestimmt wie und was gemacht wird. Das ist ein klassisches Muster und vielleicht kennt jeder von uns "Gentlemen" eine Frau, mit der er "nichts hatte", für die er aber alles getan hatte oder hätte. Eine Frau, die ihn mühelos lenken und bestimmen konnte (durchaus nicht unbedingt mit harschen Worten). Und er? Machte, was sie wollte und war irgendwie glücklich dabei.
Die Keuschheit ist dann oft sogar eine Art Voraussetzung dafür, dass es funktioniert. Wenn wenn Sexuelles hinzukommt, verändern sich die Dinge meist und oft verlieren sie dann ihren Charme und ihre Leichtigkeit. Diese Fähigkeit der Männer ist schon seit altersher bekannt und von Nutzen. Wie man z.B. bei Wikipedia, hier, über die schöne Helena lesen kann, gab es seit Alters her die Möglichkeit, die Ansprüche der Männer an begehrten Frauen zu "kanalisieren", und ihre Bereitschaft für sie da zu sein, zu erhalten, ohne dass sie sie "besitzen" konnten.
Der Vater von Helena lies einfach alle Bewerber um sie schwören, dass sie Helenas Gattenwahl anerkennen würden und gegen jederman verteidigen würden.
Er vertraute dabei auf ein interessantes Phänomen.
Eben auf das submissive Potential der Männer, welches mitunter höher steht, als alles andere. Es lenkt sozusagen das sexuelle Verlangen um und verwandelt den sex- und machtbesessenen Mann in einen zivilisierten Ritter, der die Schöne auch dann noch schützt, wenn sie einem anderen gehört (oder er dieser....).
Allerdings führte dieses Verhaltensmuster, gefordert für jene schöne Helena -in mythologischer Sicht- dann zum Krieg um Troja.
Es zeigt, dass Submissivität im Prinzip immer schon angelegt war und auch dass dieses auch nicht bedeutet, dass ein Mann, der seine Submissivität "lebt" ein Weichei wäre. Das Gegenteil ist der Fall: es ist ein Mann, der seine Kraft kennt und sich anderen - eben seiner "Angebeteten", aber nicht nur ihr, zur Verfügung stellt. Ein Mann sollte dieses anstreben, aber dabei auf gute Weise kritisch sein, damit dieses Potential nicht missbraucht wird.