Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Mittwoch, 22. August 2007

Amélies bevorzugter Partner?

Wenn ich heute einen Partner wählen müsste, dann wäre meine Entscheidung eindeutig: doch eher einen Mann -natürlich-, allerdings einen, der seine submissiven Wesensanteile kennt und ausleben kann bei Bedarf. Einen "richtigen Mann" also nach meiner Definition.
Ein Macho, ein Alpha-male, ist mir gleichgültig; er ist nur ein eingebildeter Mann und weiss nichts von den Qualitäten, der Power einer Frau (..zu schätzen) und wenn er noch so einen schönen Arsch hat. Aber, dass ich das heute so sehe, hätte ich vor 5 Jahren nicht gedacht; ich hätte es eher umgedreht gesagt.

Es gab eine lange Zeit, in der ich von Männern sexuell die Nase voll hatte. Sie waren für mich immer "zu schnell" und sie wollten oral versorgt werden... Ich fand: meine Belange kamen zu oft kurz, und Geschlechtsverkehr im klassischen Sinne begann mich deshalb irgendwann zu langweilen.

Nach einer Zeit war es auch mit Achatz nicht anders, vor allem nachdem die Kinder da waren, obwohl er sich viel Mühe mit mir gab.
Es war halt das übliche Schicksal von Paaren, meist glaubt man, man wäre die Ausnahme, aber das ist nicht er Fall!
Allerdings brachte er mir bei, es zu „mir gefallen zu lassen“, dass er mich ab und an oral verwöhnte.
Das gefiel mir zwar, aber ich liebte seine "untergebene" Position dabei zunächst überhaupt nicht besonders. Und Achatz war lange dennoch der Macho, der „seine Frau“ besitzen wollte und mit ihr schlief, wie ein Hund sein Revier abmarkt, der keinen Körperkontakt zu mir haben konnte, ohne nicht gleich wieder auf seine sexuelle Befriedigung zu drängen.


Als eine Frau im Fernseher einmal sagte, sie sei doch kein Klo für das Sperma ihres Mannes, fand ich das zwar abstossend, aber irgendwie auch passend. Ich sagte zu Achatz, siehste, wie sie das sieht, so fühle ich es manchmal auch.
Sperma.. egal von wem... macht immer alles feucht, klebrig,es riecht nicht schön und dann: der Kerl schläft sofort ein, während ich gerade erst in Fahrt gekommen bin und dafür auch noch Empfängnisverhütung betreiben musste- es wurde mir einfach zuviel.
Ich fing an, das alles zu abzulehnen geradezu. Könnte ein Mann es nicht auch ganz anders machen? Können Männer nicht mehr, als ihr Standart- Programm? Sind sie nur toll im Bett, wenn sie frisch verliebt sind?

Eine Zeitlang dachte ich tatsächlich, ich würde im Bett in Zukunft nur noch eine Frau ertragen.
Ich erinnerte mich an meine einschlägigen Erfahrungen aus meiner Studentenzeit mit Giggi aus meiner WG, die waren nicht schlecht.

Giggi hatte einen Luxuskörper, der mich ästhetisch anregte, denn sie war so gebaut, wie ich es mir für mich selbst gewünscht hätte.
Sie wusste tatsächlich wo welches Organ an meinem Körper wie funktionierte. Weil es bei ihr genauso war. Das war eine phantastische Erfahrung. Alles ging so lange und ausgedehnt, niemand drängte uns oder war einfach fertig und schlief ein, während ich noch japste vor Hunger auf Exstase.
Allerdings war auch sie egoistisch. Ihr fehlte dieses unbändig eifrige, verrückt um mich Bemühte.
Das haben submissive Männer allerdings ab und an. Sie sind sehr eifrig, aber sie drängen dich zu nichts.

Ein Mann, dessen „submssives Talent“ weit entwickelt ist, kann sich ausschliesslich auf den Genuss, die Befriedigung seiner Frau konzentrieren; er ist überaus sinnlich auf dem Weg dorthin; er erwartet absolut keine Gegenleistung und findet gerade seinen höchsten Genuss in meiner Befriedigung, meiner Lust. Jedenfalls oft ist es so. Wenn er erfahren ist kann er die Bedürfnisse seiner Frau aufspüren, bevor sie selber davon weiß und er kann sie damit zur Raserei bringen.

Es ist sein grösstes Glück, eine verschwitzte, aber voll befriedigte, strahlende Frau im Arm zu halten, die lächelnd bemerkt, dass er immer noch erregt ist und nicht nachlässt sie unendlich sanft in den Schlaf zu streicheln. Vielleicht war hat er dieses mal nicht einmal in sie hinein gedurft und wenn, dann hat er so viele Kondome verwendet, dass er sich verlässlich beherrschen konnte und sie sich um Nichts Sorgen machen musste.
So können Männer auch sein. Sowas gibt es auch. Man kann sie dazu erziehen.
Ich habe es erlebt, und es ist gar nicht so lange her...
(Text nach handschriftlicher Aufzeichnung von Amélie)

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