Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Mittwoch, 22. August 2007

Amélies bevorzugter Partner?

Wenn ich heute einen Partner wählen müsste, dann wäre meine Entscheidung eindeutig: doch eher einen Mann -natürlich-, allerdings einen, der seine submissiven Wesensanteile kennt und ausleben kann bei Bedarf. Einen "richtigen Mann" also nach meiner Definition.
Ein Macho, ein Alpha-male, ist mir gleichgültig; er ist nur ein eingebildeter Mann und weiss nichts von den Qualitäten, der Power einer Frau (..zu schätzen) und wenn er noch so einen schönen Arsch hat. Aber, dass ich das heute so sehe, hätte ich vor 5 Jahren nicht gedacht; ich hätte es eher umgedreht gesagt.

Es gab eine lange Zeit, in der ich von Männern sexuell die Nase voll hatte. Sie waren für mich immer "zu schnell" und sie wollten oral versorgt werden... Ich fand: meine Belange kamen zu oft kurz, und Geschlechtsverkehr im klassischen Sinne begann mich deshalb irgendwann zu langweilen.

Nach einer Zeit war es auch mit Achatz nicht anders, vor allem nachdem die Kinder da waren, obwohl er sich viel Mühe mit mir gab.
Es war halt das übliche Schicksal von Paaren, meist glaubt man, man wäre die Ausnahme, aber das ist nicht er Fall!
Allerdings brachte er mir bei, es zu „mir gefallen zu lassen“, dass er mich ab und an oral verwöhnte.
Das gefiel mir zwar, aber ich liebte seine "untergebene" Position dabei zunächst überhaupt nicht besonders. Und Achatz war lange dennoch der Macho, der „seine Frau“ besitzen wollte und mit ihr schlief, wie ein Hund sein Revier abmarkt, der keinen Körperkontakt zu mir haben konnte, ohne nicht gleich wieder auf seine sexuelle Befriedigung zu drängen.


Als eine Frau im Fernseher einmal sagte, sie sei doch kein Klo für das Sperma ihres Mannes, fand ich das zwar abstossend, aber irgendwie auch passend. Ich sagte zu Achatz, siehste, wie sie das sieht, so fühle ich es manchmal auch.
Sperma.. egal von wem... macht immer alles feucht, klebrig,es riecht nicht schön und dann: der Kerl schläft sofort ein, während ich gerade erst in Fahrt gekommen bin und dafür auch noch Empfängnisverhütung betreiben musste- es wurde mir einfach zuviel.
Ich fing an, das alles zu abzulehnen geradezu. Könnte ein Mann es nicht auch ganz anders machen? Können Männer nicht mehr, als ihr Standart- Programm? Sind sie nur toll im Bett, wenn sie frisch verliebt sind?

Eine Zeitlang dachte ich tatsächlich, ich würde im Bett in Zukunft nur noch eine Frau ertragen.
Ich erinnerte mich an meine einschlägigen Erfahrungen aus meiner Studentenzeit mit Giggi aus meiner WG, die waren nicht schlecht.

Giggi hatte einen Luxuskörper, der mich ästhetisch anregte, denn sie war so gebaut, wie ich es mir für mich selbst gewünscht hätte.
Sie wusste tatsächlich wo welches Organ an meinem Körper wie funktionierte. Weil es bei ihr genauso war. Das war eine phantastische Erfahrung. Alles ging so lange und ausgedehnt, niemand drängte uns oder war einfach fertig und schlief ein, während ich noch japste vor Hunger auf Exstase.
Allerdings war auch sie egoistisch. Ihr fehlte dieses unbändig eifrige, verrückt um mich Bemühte.
Das haben submissive Männer allerdings ab und an. Sie sind sehr eifrig, aber sie drängen dich zu nichts.

Ein Mann, dessen „submssives Talent“ weit entwickelt ist, kann sich ausschliesslich auf den Genuss, die Befriedigung seiner Frau konzentrieren; er ist überaus sinnlich auf dem Weg dorthin; er erwartet absolut keine Gegenleistung und findet gerade seinen höchsten Genuss in meiner Befriedigung, meiner Lust. Jedenfalls oft ist es so. Wenn er erfahren ist kann er die Bedürfnisse seiner Frau aufspüren, bevor sie selber davon weiß und er kann sie damit zur Raserei bringen.

Es ist sein grösstes Glück, eine verschwitzte, aber voll befriedigte, strahlende Frau im Arm zu halten, die lächelnd bemerkt, dass er immer noch erregt ist und nicht nachlässt sie unendlich sanft in den Schlaf zu streicheln. Vielleicht war hat er dieses mal nicht einmal in sie hinein gedurft und wenn, dann hat er so viele Kondome verwendet, dass er sich verlässlich beherrschen konnte und sie sich um Nichts Sorgen machen musste.
So können Männer auch sein. Sowas gibt es auch. Man kann sie dazu erziehen.
Ich habe es erlebt, und es ist gar nicht so lange her...
(Text nach handschriftlicher Aufzeichnung von Amélie)

Montag, 20. August 2007

Anliegen dieses Blogs

Das Anliegen dieses Blogs ist, eine Diskussion anzuregen:
um die Hingabe eines Mannes an die "liebende weibliche Autorität" seiner Frau, als seinem archaischen Bedürfnis (i.e. mancher Männer oder vielleicht auch vieler Männer...)

Ich habe in den letzten Jahren Einiges gesehen, was das Web zu diesem Thema bietet- die Anzahl seriöser Anliegen und Darstellungen zu diesem Thema, der "FLR" (i.e. weiblich geführte Beziehung) oder "FemDom" (was man schlecht übersetzten kann)
wächst kontinuierlich.

Viele Männer lernen plötzlich ihre eigene Natur erst jetzt richtig kennen, wo sie von anderen darüber lesen können - in wohl geschützter Anonymität.

Sie lernen sich selbst besser kennen und sie lernen ihre eigenen "geheimen" Wünsche einzuordnen.
Woher kommt das, wozu kann es führen, warum ist das so? Was will ich eigentlich?

Submissivität ist mehr oder weniger ausgeprägt und mehr oder weniger bewusst.

Und sehr häufig.

Submissivität ist bei fast allen Männern als natürliche Verhaltensweise in Beziehungen zu Frauen angelegt.
Sie zeigt sich bei jungen Männern, wenn sie verliebt sind und sie ihre Wünsche, ihr Handeln gänzlich den Wünschen ihrer "Angebeteten" unterordnen können.

Sie zeigt sich bei älteren Männern auch zunehmend, - in dauernden Beziehungen oder Ehen. Gute Ehen älterer Leute sind oft geprägt durch die -versteckte- Vormachtstellung der Frau.
Nachlassende körperliche Sexualkraft bei den Männern wird dann oftmals ersetzt durch den Impuls zunehmender Submissivität- so bleibt ihre Fähigkeit für ihre Frau da zu sein erhalten.

Der Gentleman ist ebenfalls so ein Bild des submissiven Mannes. Ein Mann, der seiner Frau zu Füssen liegt. Der Respekt und Achtung vor allen Frauen hat.
Und so sollte es auch sein. Und so lieben es viele Frauen.

Alles dies ist wenig erforscht.
Erfahrene Frauen - wie Elise Sutton- (sie stellt die umfassenste Website zum Thema) ,wissen eine ganze Menge über die "dunkle" Seite der Männer und ihre Ursachen und Tiefen.
Wichtige Dinge und nützliche Dinge sind das, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind- egal wie man die Einschätzungen dieser dominanten Frau bewerten möchte.


Aber die -nach wie vor patriarchale- Forschung scheint diese Thematik zu meiden.
Der "unterlegene" Mann ist noch nicht das Bild, welches "man" wahrhaben möchte.

Dabei ist es offensichtlich, das Mädchen die Jungen und Frauen die Männer an fast allen Plätzen in der Gesellschaft einholen, wenn nicht sogar überholen.
Sie sind emotional, intellektuell, sexuell und sozial den Männern oft weit überlegen.
Nicht immer, aber zunehmend.

Irgendwo im worldwide web habe ich folgenden Satz gelesen:

"Eine Ehe ist so gut wie die Fähigkeit einer Frau, die Energien ihres Mannes richtig einzuschätzen, zu steuern und einzusetzen".

Die sexuell bestimmte Leidenschaftlichkeit der Männer ist für viele Frauen ein unverständliches Phänomen. Das Y- Chromosom veranlasst die Männer um ein Vielfaches häufiger am Tag an Sex zu denken, als Frauen dies tun.

Statt die "übertriebene Sexualität" ihres Mannes zu verurteilen, ins dunkle Abseits zu verbannen, oder schlimmer, seine Sexualität insgesamt zu negieren, wenn die Leidenschaft der ersten Jahre vorbei ist, könnte eine Frau diese aufgreifen und etwas damit anfangen. Sie könnte sie "umdrehen" und auf ihn richten und ihn somit formen, erziehen zu dem, was sie benötigt und zu dem was ihm gut tut.

Aber so, wie es in normalen Ehen und Beziehungen ist, gibt es eine "Realität", von der Frauen wie Männer oftmals enttäuscht und überfordert sind. Der patriarchale Sex hat ausgedient, die alten Abhängigkeiten der Frau existieren nicht mehr. Die Abhängigkeit eines Mannes von weiblicher Macht ist evidenter denn je, wenn er sich ihr nicht entzieht- durch Beruf, Ablenkung, Masturbation,Seitensprünge.

Ist er nicht bereit, von seinen alten Vorstellungen abzugehen, kann die Ehe nicht mehr wirklich blühen (mit Ausnahmen natürlich, wie immer).


Wo die Frauen das Zepter in die Hand genommen haben funktioniert es meist besser. Egal ob Klassisch "vanilla" oder gar in FemDom- oder D/s (Dominanz und Submission)-Beziehungen. Gerade in langanhaltenen Beziehungen und Ehen können D/s - Prozesse gut gelingen, da sie Vertrauen und Zeit brauchen.

Allerdings: Ohne Verständnis für die geheimen und magischen Zusammenhänge von Sex, Lust, Verehrung, Unterwerfung und Dominanz zwischen Mann und Frau, wirken die meisten Praktiken von D/s (Dominanz und Submission) nur abschreckend, zumindest unverständlich oder lächerlich.

Dies ist der Grund, weshalb viele -die meisten- Frauen gegenüber solchen Gedanken ablehnend sind und gerne die Augen davor verschliessen, ihre Männer für "pervers" erklären und am liebsten von diesen "dunklen" Aspekten der Liebe verschont bleiben.

Das ist schade, denn gerade hier schlummert ein riesiges Potential für die Beziehung und für jesen einzelnen der beiden.

Sie muss dafür nicht die Wünsche des Mannes umsetzen. Sie muss im Umgang mit seinen Anlagen nur einen- nämlich ihren- Stil finden.
Eine Frau, die dies vermag und diese Phänomene zu nutzen versteht, kann eine Königin sein und sie kann von ihrem Mann bekommen, was sie will.
Und dann hat auch er, was er will, auch wenn es anders sein mag, als er fantasiert hatte.

Sie kann ihn nach ihren Vorstellungen und Wünschen formen.

Er ist nicht zwingend ein "schwacher Mann". Nach aussen hin meist schon gar nicht.
Im Gegenteil: der Mann, der sich zu seiner Leidenschaft bekennt, seine Frau ganz und bedingungslos verehren zu wollen, ihr mit Respekt und Achtung zu folgen, alles auf sich nehmen will, um ihr zu dienen, ist der männlichste aller Männer, denn er ist offen für seine ureigensten Bedürfnisse, seine eigentliche Bestimmung als Mann. Wird er als solcher "angenommen" wird seine Phantasie sich nicht mehr in "entlegene" Regionen flüchten müssen:
Die Realität seiner
dominanten Frau beschäftigt ihn dann genug...

Er wird vielleicht weniger mit ihr streiten, denn er überlässt ihr dort die Entscheidungen, wo sie es will. Und er entscheidet dort, wo sie es von ihm erwartet.

Er besitzt sie nicht. Sie besitzt ihn. Er ist glücklich in ihrer Nähe sein zu dürfen und nicht eifersüchtig. Er legt seine Sexualität zu ihren Füssen; seine Erfüllung ist letztlich, sie glücklich zu machen.

Ein Ideal, ich weiß. Aber es gibt Leute, die das so verfolgen und leben. Ist der "Macho- Aspekt" einmal infrage gestellt, dann öffnet sich etwas für die andere Schönheit einer Frau, die jenseits der Oberfläche ist. Allerdings wird auch die "Oberfläche" schöner- egal wie andere sie finden, einfach, weil er erkennt, dass sie seine Frau ist.

Sonntag, 19. August 2007

Gesten

Amélies Füsse haben meine besondere Verehrung.
Ich liebe ihre Schlankheit und den gepflegten Schimmer ihrer glatten Haut.
Sie mag es, wenn ich sie massiere und eincreme. Manchmal, wenn wir gemeinsam in der Badewanne liegen, streckt sie mir ihren Fuss vor mein Gesicht, und dann darf ich ihn küssen.
Manchmal zieht sie das Knie auch an und senkt den Fuss auch schon einmal mal auf mein Geschlecht und drückt es nach unten.
Eine klare Geste.

Was Amélie nicht so gerne hat, ist, wenn ich mich vor sie hinknie, auf den Boden, während sie zum Beispiel auf dem Bett sitzt, und wenn ich dann aus dieser Pose ihre Füsse küsse. Dann zieht sie die Füsse womöglich zurück. Das ist ihr zu unterwürfig. Nicht ihr Ding.

Verwöhnen, ja, gehorchen und tun, was sie sagt... ja gerne. Aber Gesten der Unterwerfung,...? Nein, wozu ?!

Mittwoch, 15. August 2007

Du willst, daß ich WAS?!

Diesen Text, den eine "betroffene" Frau an andere Frauen richtet, die vielleicht wie sie selbst plötzlich einmal mit der Submissivität ihres Mannes konfrontiert werden, fand ich einmal bei Clubfem, er ist ursprünglich in Englisch und ich habe ihn übersetzt; Falls ich irgendwelche Rechte damit verletzen sollte, bitte ich um Nachricht. "Cathy" schreibt:

"Für mich war das erste Anzeichen die zunehmende Tendenz meines Mannes, jeglicher Unterhaltung aus dem Weg zu gehen. Nicht, dass er jemals eine ausgesprochene Plaudertasche gewesen wäre, aber das hier war selbst für seine Verhältnisse ungewöhnlich. Dann fing er an, sich zunehmend durch Kleinigkeiten gestört zu fühlen. Da ich spürte, dass ihn etwas wirklich sehr beschäftigen musste, fragte ich, ob er über irgend etwas mit mir bereden wollte. Natürlich sagte er, nein, es sei alles in Ordnung und es gäbe nichts zu besprechen. So ging es eine ganze Weile weiter bis ich wirklich anfing, mir ernsthaft Gedanken zu machen. Dann kamen endlich die Worte, die keine Frau wirklich gerne hört. "Liebling, wir müssen 'mal miteinander reden!" Wenn ein Mann diese Worte gebraucht, ist es, als würde ein Berg anfangen zu sprechen. Eine böse Vorahnung fällt wie ein Vorhang, und Du weißt, es droht eine Katastrophe. Das Ende von allem, was man bisher kannte. Vorbereitet darauf, von ihm zu hören, dass er mich wegen einem Schätzchen aus dem Büro verlassen will oder er vielleicht ein geheimer Axtmörder ist, oder auch eine Art von schwul/bi-sexuellem Kinderschänder, oder irgendwas, setzte ich mein strahlenstes, unverdächtiges Lächeln auf und sagte, "Gut, lass uns reden."

Es kam alles in einem verworrenem plötzlichen Ausbruch heraus. Und während ich zuhörte, ging meine Reaktion von Überraschung über Befremdung und Schock bis zu wirklichen Zweifeln an seiner Zurechnungsfähigkeit und schließlich zu einem leichten Anflug von Ekel (mein Irrtum, wie ich später sehen würde). Was er mir eigentlich erzählte, war, dass er einfach nicht mehr den "Druck" aushalten konnte und er wollte, dass ich die Kontrolle in unserer Beziehung übernehmen sollte.

Zunächst verstand ich eigentlich gar nicht, was er meinte. Als mir die volle Tragweite unseres Gesprächs bewusst wurde, fingen meine Probleme an. Er wollte von mir nicht nur, dass ich die Kontrolle über unser Leben zu Hause übernehmen sollte, sondern auch über seine alltäglichen Tätigkeiten. Ausserdem sollte ich unsere persönliche und sexuelle Beziehung vollständig kontrollieren. Dann ließ er sozusagen die Hosen ganz herunter: Er wollte nicht nur, dass ich die Kontrolle übernehme, sondern, dass ich dies auch in einer strengen, autoritären und ausgesprochen dominanten Art und Weise täte.
Meine Gedanken sprangen in Panik zu Vorstellungen von zähnefletschenden, schwarz-bestiefelten, Peitsche schwingenden Sexgöttinen mit wimmernden, zu ihren Füssen kriechenden Sklaven. Genauso schnell versuchten meine Gedanken alles abzulehnen, was ich da hören musste. Alles, was ich denken konnte war "warum gerade ich?". Womit hatte ich das verdient? Ich fragte mich, wie es möglich war, dass ich diesen Mann solange kennen und lieben konnte, ohne nur die geringste Ahnung von all dem zu haben. Während ich damit kämpfte, meine Fassung zu bewahren, sagte ich einfach, dass dies alles ziemlich neu für mich wäre (die Untertreibung des Jahres), und ich etwas Zeit bräuchte, um alles zu überdenken und mir meine eigene Meinung zu bilden. Ungefähr eine Woche verbrachte ich in der Bibliothek mit dem Gebiet der abnormen Sexualität. Ich suchte Buchhandlungen auf, die Bücher und regelmäßig erscheinende Veröffentlichungen zu diesem Thema in ihrem Angebot haben. Ich wollte so viel Informationen wie irgend möglich bekommen, bevor ich eine Entscheidung darüber traf.
(An dieser Stelle merkt man, das die Schreiberin offenbar noch nicht über Suchmaschine und einen Computer verfügte. Der Text könnte also schon etwas älter sein……Anm. der Übersetzer)

Was ich dabei fand, war wesentlich mehr, als ich erwartet hatte. Und das, was er gerade durchmachte, war überhaupt nichts besonders Aussergewöhnliches.
Es scheint, dass in der heutigen Gesellschaft, Männer mehr und mehr unter Stress geraten -sowohl bei der Arbeit, als auch was das Leben zu Hause betrifft. Es reicht nicht mehr, dass ein Mann eine gut bezahlte Arbeit findet, er muss immer darum fürchten, seine Stellung in der stärker und stärker werdenden Konkurrenz zu behaupten und läuft ständig Gefahr, dass sein Arbeitsplatz in Zukunft wegrationalisiert wird. Was dabei passiert ist, dass dieses ständig wichtige Entscheidungen treffen zu müssen, ihn innerlich ausbrennt. Nach einem Tag der Arbeit, ist es das Zuhause, wo neue und schwierige Probleme auf ihn warten. Die heutige Gesellschaft legt viel Wert auf längst überholte "Macho"-Verhaltensweisen bei einem Mann. Und der leiseste Hinweis, dass er vielleicht nicht dieser starke, verborgene Super-Typ ist, gilt als ein am meisten gehütetes Geheimnis. Daher konnte ich auch nichts davon ahnen, bevor bei ihm nicht die Belastung so groß wurde, dass er es mir entweder offen gestehen musste oder auf irgend eine andere Weise eine Sicherung bei ihm durchbrennen ließ.

Bewaffnet mit meinem neuen Wissen und einem intuitiven weiblichen Verständnis war ich zuversichtlich, dass ich diese neue Situation auf meine üblichen einfache Art bewältigen konnte. Als wir jedoch unsere Unterhaltung fortsetzen und mehr und mehr Details ans Tageslicht traten, kamen bei mir wieder Zweifel auf. Von besonderer Wichtigkeit war es ihm, dass ich die absolute Kontrolle über unser Sexleben übernehmen sollte, da dies eine Hauptquelle der Belastung für ihn war.

Wie die meisten Frauen hatte ich immer angenommen, dass Männer absolut kein Problem mit Sex hätten, dass dies für sie eher eine Art von "ex-und-hopp, dankeschön" Angelegenheit sei. Aber für den schon unter Belastung stehenden Mann, ist es eher so, dass er nun auch die gewünschte Leistung zum entsprechenden Zeitpunkt zu erbringen hat. Da er immer gelernt hat, dass er nach den "Macho"-Regeln dieser Gesellschaft funktionieren muss, denkt er, dass es von grundlegender Wichtigkeit ist, dass er wie dieser starke Supertyp agieren muss. Er sorgt sich, ob er seiner Partnerin wirklich etwas Gutes tut oder ob sie einfach nur daliegt und ihm etwas vorspielt.

Einer Frau, die diese Situation noch nicht selbst erfahren hat, mag das alles so erscheinen wie das Gejammere über ein paar allzu unbedeutende Probleme. Aber für den Mann, der sich in diesen Umständen gefangen sieht, ist es möglicherweise ein ernsthaft kritischer Zustand, der zu wirklichen Problemen in einer Partnerschaft führen kann, wenn die Umstände nicht in geeigneter Weise geregelt werden. Selbst lang-verheiratete Paare haben sich getrennt, weil diese Aspekte nicht ans Licht kamen, und man damit nicht richtig umgegangen ist. Man wird es wohl nicht vermuten, wenn man die Anderen betrachtet, oder sogar seine eigenen Freunde, aber diese Sache wird in der heutigen Gesellschaft einfach mehr und mehr zur Normalität. Ich garantiere dir wirklich, dass -wenn du 15 bis 20 Paare (verheiratet oder nicht) nimmst,- wenigstens eins von ihnen genau das Gleiche auf der einen oder anderen Stufe durchmacht.

Selbst dann, wenn es niemals einen Hinweis auf dieses Problem gab, sollten Frauen sich der Möglichkeit bewusst sein, dass sie irgendwann in der Zukunft davon betroffen sein könnten. Um zu vermeiden, dass sie wie ich mit einem Eimer kalten Wassers übergossen wird, sollte jede Frau eine Vorstellung haben, wie sie damit umgehen kann, falls dieses Problem einmal auftauchen sollte. Daher bin ich dafür dankbar, dass X. der Veröffentlichung dieses Artikels zugestimmt hat.
Da jeder Fall anders ist, kann ich einfach nicht jeder Frau raten, wie sie sich am besten verhält, wenn eine solche Situation sich anbahnt. Ich kann nur sagen, was immer du auch tust: reagiere nicht, als wenn dir etwas Fürchterliches angetan würde (mein ursprünglicher Fehler). Egal wie merkwürdig es klingt, wie ausgefallen oder auch "pervers" es scheint:

Versuche nicht in Panik zu geraten. Versuche eine offene Einstellung zu bewahren und vermeide vorschnelle Entscheidungen. Falls eure Beziehung, egal ob Ehe oder was auch immer, es Wert ist, bewahrt zu werden, dann höre, was er dir zu sagen versucht. Denk daran, er hat dies alles für lange lange Zeit in sich eingeschlossen, und aufgrund der Natur der Sache war es ihm peinlich, dir seine Gefühle zu offenbaren. So hat sich der Druck mehr und mehr aufgebaut. Vielleicht fällt dir auf, das er anfängt mehr zu trinken als bisher, oder falls er bisher nicht getrunken hat, fängt er damit an, länger fort zu bleiben und das heimatliche Umfeld zu meiden. Seine Frustration kann jede mögliche Form annehmen. Und wenn du fragst, ob etwas nicht in Ordnung ist, dann wird er es gewöhnlich einfach bestreiten. Aber diese Dinge lösen sich nicht von selbst und er wird letztendlich zusammenbrechen und es herauslassen müssen.

Das wird dann sehr schwer für ihn sein und seinen eigenen emotionalen und physischen Tribut fordern. Sei nicht überrascht, wenn er sogar dabei weint, es ist derart schmerzhaft für ihn. Als Frauen denken wir alle sehr gern, dass wir ganz gut mit allem umgehen, was so vorkommen kann. Aber wenn (oder falls) dir dies passiert, dann wirst du eine Entscheidung zu fällen haben. "Bedeutet er mir so viel, dass ich damit umgehen will, oder ist das alles einfach nicht der Mühe wert?" Nur du selbst kannst diese Frage wirklich beantworten.

An dieser Stelle sollte ich aber auch erwähnen, dass sich dir viele Vorteile bieten, wenn man die Sache von einem ganz unbefangenen Standpunkt aus betrachtet. Mit den meisten seiner Bedürfnisse danach, dass du die Kontrolle übernimmst, kann nämlich wirklich sehr einfach umgegangen werden. Letztendlich ist das, was er braucht, die symbolische "Unbeschwertheit" einer Halb-Kindheit. Die Belastungen haben das Beste an seinem Erwachsensein aufgezehrt, und nun bedarf er einer autoritären "Mutter"-Figur, die ihm sagt, was zu tun ist und ihm die ganzen frustrierenden Entscheidungen abnimmt. Aber genau wie ein Halb-Kind braucht er gleichzeitig strenge Regeln, die ihm auferlegt werden, und wirkliche Bekräftigung dieser Grenzen. Der Grad der erfoderlich Kontrolle wird von Fall zu Fall ganz unterschiedlich sein. Manche Männer wollen vielleicht nur eine leicht verstärkte Bewusstmachung der Tatsache haben, dass die Frau das Sagen übernommen hat. Während andere vielleicht eine "Mikrokontrolle" bis ins kleinste Detail benötigen.

Obwohl sie sich in gewisser Weise überschneiden, gibt es drei Hauptbereiche, mit denen du es zu tun hast. Das kann zum einen beinhalten, welche Aufgaben und bis zu welchem Grad er in die Hausarbeit eingebunden wird (endlich!), wohin er gehen darf und wann er zu Hause sein muss und Dinge in dieser Richtung. Gleich hier kann ich dir schon sagen, dass allein die Sache mit der Hausarbeit das Ganze schon lohnt.

Ein weiteres Gebiet ist Sex. Du wirst vielleicht spüren, dass er nun ein grösseres Bedürfinis als zuvor hat, dich zu verwöhnen und zu befriedigen.
Ganz plötzlich ist er eifrig, genau die Dinge zu tun, zu denen du ihn all die Jahre zuvor hattest hinbringen wollen.
Alles was ich dazu sagen kann ist: mach das Beste daraus und genieße es... eventuell findest du auch heraus, er braucht es, dass du ihm in seiner sexuellen Aktivität und seiner Befriedigung Grenzen setzt. Dies scheint eine Art Buße oder Opfer zu sein, die er dir zu schulden glaubt. Es fördert auf jedenfall seine Bereitschaft auf deine Bedürfnisse einzugehen. Ob du einige der typischen "BD/SM" (Bondage/Sadomaso) -Elemente mit eurer Sexleben integrierst, hängt von deinen Gefühlen ab, von seinen Bedürfnissen und deiner Bereitschaft, dich darauf einzulassen.

Der dritte Bereich ist Disziplin. Das ist der Bereich, in dem die Grenzen zwischen notwendiger Kontrolle und ausgesprochenem BD/SM unscharf werden. Dieser Bereich ist es, der die meisten Frauen in Panik versetzt. Wie diszipliniert man schließlich einen erwachsenen Mann? Viele Frauen fühlen sich nicht fähig, ihre Rolle so weit auszudehnen. Und da er nun größtenteils nicht ohne Disziplinierung richtig funktioniert, hat die Beziehung darunter zu leiden.
Als erstes und vor allem anderem wird die Disziplinierung für das Brechen von Regeln, Respektlosigkeit, oder auch für fast jeden anderen Grund die Form eines echten, altmodischen, Versohlens oder der Züchtigung des bloßen Hinterns annehmen.
Warum des bloßen Hinterns? Dadurch, dass dies verlangt wird, muss er seine Abwehr gleichzeitig mit seinen Hosen fallen lassen. Unterbewusst wird er gewissermaßen zu dem unartigen Kind, wie ich es oben besprochen habe. Aber welche Form der Disziplinierung auch immer nötig ist, es ist von grundlegender Bedeutung, dass sie 'echt' ist und unangenehm genug für ihn, dass er sie auch tatsächlich in Zukunft vermeiden wollte.
Dies ist der einzige Weg, ihn in die Lage zu versetzen, anhaltendende Änderungen bei sich in sienem Benehmen und seiner Einstellung vorzunehemen.
Wenn er das nämlich von sich aus selbst schaffen könnte, dann hätte er es schon getan und sich die Peinlichkeit erspart, mit dir diese Dinge zu besprechen.
Und noch etwas: - weil du die Disziplinierung für ihn schmerzhaft genug machen musst, um ihn dazu zu bringen, sie in Zukunft vermeiden zu wollen, darum wird er es in dem Moment, wo sie passiert, nicht haben wollen.
Um es klar zu sagen, die meisten Männer sind einfach größer und körperlich stärker als die meisten Frauen. Sollte er deine Disziplinierung plötzlich einfach nicht mehr wollen, so könnte er sie einfach beenden, wenn er nicht körperlich davon abgehalten würde. Genau das darf er dann nicht tun können.
Damit Disziplinierung auch so funktioniert, wie sie es soll, muss er mit absoluter Gewissheit davon ausgehen, dass es weh tut. Realistischer Weise ist der einzige Weg dies zu garantieren, ihn für die Dauer der Disziplinierung in eine Art von Fesselung zu legen. Genau das ist es, warum so viele Frauen so ein Problem mit der Disziplinierung haben, sie empfinden es einfach als zu "abartig" oder sogar als krank.

Aus persönlicher Erfahrung (ja, ich habe das alles schon durchgemacht) weiss ich, dass so etwas schwer fällt, besonders am Anfang. Es widerspricht allem, was dir beigebracht wurde und wozu du erzogen wurdest. Einmal davon abgesehen, was deine bisherige Vorstellung von "Zweisamkeit" mit diesem Mann war. Aber wie ich bereits sagte, wenn du dich entschieden hast, dass eure Beziehung es wert ist, dann solltest du einfach ein paar neue "Tricks"erlernen. Konzentriere dich zunächst einmal auf das gewünschte Resultat der Disziplinierung, nicht auf den Vorgang der Disziplinierung an sich. Erinnere dich, du bist jetzt die Autoritätsfigur und er ist das unartige Kind. Die meisten Frauen haben als Mütter kein Problem damit, ein ungezogenes Kind zu disziplinieren, um sein Verhalten zu korrigieren. Du musst dich einfach nur an den Gedanken gewöhnen, dass dieses spezielle Kind hier etwas grösser und älter ist als du. Du kannst auf diesem Gebiet so kreativ sein wie du nur möchtest.

Nach einem Jahr des einfachen alten Hinternversohlens war ich gelangweilt und entschied mich, etwas mehr Spaß für mich selbst zu haben. So fing ich an, schrittweise mit anderen Formen der Bestrafung zu experimentieren, die insbesondere zu der männlichen Anatomie passten.
Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, aber der Gebrauch von Klammern, Gewichten und veränderbarem elektrischen Impulsen gehören jetzt zu meinem Standart- Repertoire zusätzlich zum guten alten Hinternversohlen. Ob ich denke, dass das "krank" ist? Ich muss zugeben, dass ich mich ganz am Anfang etwas schuldig fühlte, bis ich herausfand, dass ich es in der Tat sogar genießen konnte, Disziplinierung auszuteilen, die er nun brauchte. Du musst dir einfach dessen bewusst sein, dass du nicht sinnlose Gewalt austeils, sondern einfach eine sorgsam gewählte Menge von ziemlicher Unbequemlichkeit. Aber nochmals muss ich betonen, dass, welche Art der Disziplinierung du auch immer wählst, diese echt sein muss und er fühlen muss, dass du es wirklich ernst meinst.

Wenn du es in seinem Kern betrachtest, ist es nicht wirklich anders als die Erziehung eines jungen Hundes. Du musst eigentlich nur die Regeln festlegen, darauf achten, dass er sie strikt einhält und ihn disziplinieren, wenn er vom Weg abkommt. Du wirst sicherlich herausfinden, dass er (wie Kinder und kleine Hunde) dich gelegentlich auf die Probe stellt, um herauszufinden, ob es dir auch wirklich ernst ist. Glaub mir, er hofft wirklich, dass es dir ernst ist und dass du ihm auch nicht das Geringste durchgehen lässt. Falls du in einer grösseren Stadt wohnst, könntest du mit einer der "professionellen" dominanten Frauen Kontakt aufnehmen, die in verschiedenen Anzeigen werben. Sie sind eine gute Quelle für Tipps und Strategien in den Bereichen von Sex und Disziplin und darin, wie man solche Dinge ohne Probleme ablaufen lassen kann. Grössere Städte haben auch Clubs und Vereinigungen, wo dominante Frauen und ihre submissiven "anderen Hälften" sich treffen und Gedanken austauschen. Ob du jemals soweit in diesen Bereich eintauchen willst, um einer Gruppe beizutreten, oder nicht, liegt bei dir. Denke aber daran, dass das, was für jemand anderen gut funktioniert, für dich so vielleicht nicht das Passende ist. Es braucht seine Zeit, um deinen eigenen "Stil" zu finden und ebenso den Ablauf, der am besten zu den Anforderungen deiner besonderen Situation passt.

Wenn du es schaffst, die ersten paar Monate zu überstehen, dann werden die Dinge für euch beide leichter werden. Du wirst eine gewisse Routine bekommen und wenn du wie die meisten Frauen bist, dann wirst du herausfinden, dass da wirklich viel mehr Angenehmes an deiner neuen Rolle ist als Unangenehmes. Ob du es glaubst oder nicht, manche Frauen würden alles dafür geben, in deiner Position zu sein. Das alte Sprichwort "Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, dann mach einfach Limonade daraus." war nie so zutreffend wie in dieser Situation. Sieh dir einfach mal die echten Vorteile für dich an:

1. Er wird deutlich viel aufmerksamer dir gegenüber sein, deinen Wünschen und Bedürfnissen.
2. Du kannst /wirst mehr Hilfe im Haushalt haben (ja,ja!!). Teile ihm einfach nur die genaue Aufgabe zu, die er übernehmen soll, gib ihm Anweisungen und Regeln, wie du es erledigt haben willst und wie oft. Mache ihn strengstens verantwortlich für die Qualität und Zeitgrenzen.
3. Da du nun auch die Regeln für den Sex aufstellst, kannst du alles bekommen, was und wie du es willst, wann du willst und so lange du willst. Lass ihn niemals seine eigene Befriedigung bekommen, bevor du nicht vollständig selbst zufrieden gestellt bist. Tatsächlich ist sogar das Ob, Wann und Wieviel ihm mit sich selbst etwas erlaubt ist, von dir und deiner Maßgabe abhängig.
4. Jede Frau hat zumindest einen Hauch von "Hure" in sich. Dies ist die perfekte Gelegenheit sich "gehen zu lassen" und dabei noch einen positiven Effekt zu haben.
5. Du kannst ihn formen, ganz wie du es dir immer erträumt hast (leugne es nicht). Eine Chance, die die meisten anderen Frauen wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben nicht mit ihrem Mann haben werden.

Wenn diese Situation also jemals in deinem Leben eintreten sollte, betrachte es nicht nur als eine Krise. Versuche es als eine einmalige Gelegenheit zu sehen, die nicht nur euer beider Leben verbessern, sondern auch eure persönliche Bindung stärken kann. Last but not least:

Selbst dann, wenn er es niemals zur Sprache bringt, solltest du vielleicht diejenige sein, die das Eis bricht und versucht, sein Interesse zu wecken. Du kannst nie wissen. Auf jeden Fall sage ich heute: Versuch es - du könntest vielleicht Gefallen daran finden."

(übersetzt von Achatz)

Freitag, 10. August 2007

Über 1000 Besucher auf diesem Blog!


Heute Nacht kam der 1000ste Besucher, das freut uns natürlich. Davon sind etwa 80% aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.
Wir freuen uns über konstruktives Feedback, Kommentare und Anregungen, wie es ja auch schon geschieht. Es interessieren uns auch Links zu deutschsprachigen Blogs oder Sites mit ähnlicher Thematik !

Montag, 6. August 2007

Fragebogen für Ehefrauen


Dies ist der Fragebogen der Lady Fumika Misato mit 20 Fragen für Ehefrauen ; zu finden in englisch auf Ihrer Website "Real Women Don't Do Housework" also der "Marriage Quiz" - "Ehequiz" übersetzt von Achatz



Bei jeder Frage, die du mit "nein" oder "selten" beantwortest notiere Dir einen Strich.

Ansonsten, also bei "ja" oder "häufig" gibt es keinen Strich.

Findest Du, dass…

  • 1. ... du dich deinem Ehemann meist überlegen fühlst?
  • 2. ... du meist frustriert bist, wenn du mit Ihm reden willst ?
  • 3. ... du dich bei anderen Frauen über ihn beklagst?
  • 4. ... du dich oft sagen hörst "ich hatte ihm doch gesagt, aber..."?
  • 5. ... du denkst, die Welt wäre in Ordnung, wenn dein Mann einfach nur täte, was du ihm sagst?
  • 6. ... du auf ihn aufpasst, wenn er sich unterhält, um sicher zu gehen, dass er keinen Blödsinn redet?
  • 7. ... du dich fühlst, als seist du die einzige Erwachsene in der Familie?
  • 8. ... du dich überfordert fühlst mit der Erziehung der Kinder ?
  • 9. ... du ständig Dinge für deinen Mann tust, die er eigentlich selber tun sollte?
  • 10. ... du regelmässig Angst oder Depressionen hast?
  • 11. ... du dich manchmal völlig ausgebrannt fühlst?
  • 12. ... du an Sex kaum noch Interesse hast?
  • 13. ... du über mangelnde Aufmerksamkeit deines Mannes sauer bist?
  • 14. ... du eifersüchtig bist auf seine Hobbies, Freunde und andere Interessen?
  • 15. ... du Phantasien von Scheidung hast und von einem Mann, der dich besser behandelt?
  • 16. ... du dich wunderst, warum du dir gerade diesen Mann ausgesucht hast?
  • 17. ... deine Ehe trostlos ist, weil deine Bedürfnisse nicht beachtet wurden?
  • 18. ... du dich schwer tust, deinem Mann Aufgaben zu geben, ohne dass du sie überwachen musst?
  • 19. ... du gerne häufiger deinen Mann kontrollieren würdest?
  • 20. ... du sauer auf ihn bist, weil er falsche Entscheidungen trifft?
Summe Anzahl deiner Striche: ……………


Auswertung
Was bedeutet die Anzahl der Striche?
weniger als 10
Es wird Zeit, dass du deine Küchenschürze gegen eine Reitpeitsche eintauschst!
Du wunderst dich vielleicht, was zur Hölle du an diesem Mann jemals gut gefunden hast ! Aber bevor du den Scheidungsanwalt rufst, solltest du versuchen, Verantwortung für deine Ehe zu übernehmen und sie reparieren !
Mit ein bisschen Mühe, Geduld und Durchsetzungskraft kannst du eine bessere Ehe haben, als du je dir geträumt hast! Und jeder der dich kennt und euch zusammen sieht, wird dich beneiden. Fang heute an!
10 bis 15
das Leben ist kurz, warum willst du mit weniger zufrieden sein, als du verdienst?
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Sonntag, 5. August 2007

Machtübernahme


Natürlich wären die beiden letzten Postings nicht unbedingt etwas für diesen Blog, wären sie nicht die Beschreibung einer Entwicklung hin zu anderen, neuen Gewohnheiten. Amélie selbst hat mich darauf hingewiesen und gemeint, ich solle mich mit dieser Klarstellung beeilen. Es entstünde sonst vielleicht ein falsches Bild.
Sie hat recht. Wie immer.

Einerseits verschaffte mir die "Küchenthekenpraxis" nicht die gewünschte Befriedigung. Einfach nur "Sex" reichte mir nicht. Ich wollte Nähe, Zärtlichkeit und die körperliche Wärme meiner Frau spüren. Diese vermisste ich im Anschluss eher noch mehr als zuvor.
Quod erat demonstrandum.
Was ich aber am liebsten wollte, war, dass SIE innerlich und äusserlich mit von der Partie wäre, und ich fühlte plötzlich, dass es eher mein Glück wäre, wenn Sie Lust empfände, als dass ich "meine" Befriedigung hätte.
Der kinoreife und ausschließlich sexuelle Vollzug unseres "Ehelebens", von ihr bewusst ins "klinische" Ambiente gestellt, bewirkte in mir bald fast einen gewissen Widerwillen gegen mich selbst und meine Sexualität, während Sie mehr und mehr in dem Ganzen etwas Komisches sah. Es fiel der berühmte Ausspruch, -ist er von Oskar Wilde?, dass Gott viel Humor haben müsse, man müsse nur den Menschen einmal beim Akt zusehen.

Hinzu kam Folgendes: Frech wie sie war, führte sie mir eines Tages einen kleinen Videomitschnitt eines unserer Küchentheken- Meetings vor, den sie heimlich mit ihrer Digitalkamera gemacht hatte.
Ich kam nicht besonders gut dabei weg. Während ihr schimmernder Oberschenkel der im schönsten Licht des späten Nachmittags im Vordergrund vor der Kamera hin und her schaukelte und mit seiner schlanken Eleganz wie für diesen Film gemacht schien und mich bei jedem neuen Betrachten in höchste Verzückung setzen konnte, wirkte die Performance meines Körpers -ich gehe nicht ins Detail- störend, peinlich und ganz und gar überflüssig.

Es löste die Betrachtung dieses Films - Paare sollte so öfter einmal sich selbst dabei filmen und es gemeinsam anschauen- schließlich Veränderungswünsche auf beiden Seiten aus.
Sie begann das alles langweilig zu finden und hatte mir nun gezeigt, wie "unerotisch" die Realisierung meiner Lustfantasien und deren Befriedigung wären- was ich so nicht ganz akzeptieren wollte. Und ich versuchte einen Schritt weiter zu gehen und schlug vor, es dann doch eine Zeitlang herum zu drehen, am selben Platz, wenn sie wollte, und dass ich sie zu bedienen und zu ihrer Verfügung sein müsse, gerade umgekehrt.
Und meine so "so dringend notwendige" sexuelle Erleichterung, mein Drang nach ihrer körperlichen Nähe und das alles...? fragte sie (ich spürte bereits, das es nun irgendwie interessanter wurde für sie....)
Nun, entgegnete ich. Meine "Erleichterung" müsse nach ihren Wünschen, besser: mit ihrer Erlaubnis regelmässig stattfinden, aber so, wie immer sie es wolle: ich, vor ihren Augen, Sie, mit der Hand oder wie immer auch; und die weibliche Nähe hätte ich, wenn ich Sie zwischen den Beinen regelmässig -zumindest aber an den "Küchenthekentagen", die durchaus dann häufiger stattfinden könnten, mit Zunge und Hand zu höchster Lust bringen dürfte.
Hm... sagte sie. Wenn Sie es wolle. (Sie liebt Verhandlungen)
Und ich muss es dir dann auch oral besorgen? fragte sie.
Auf keinen Fall. Meine Lust würde zu anderen Terminen, wie gesagt, ganz nach IHREM Dafürhalten "erledigt". Kurz Sie würde bestimmen. Sex wäre für SIE da.

Von nun an.

Sie schaute mich lange an. "Das war es doch, was du wolltest"... sie schmunzelte.
"Sei vorsichtig mein Kleiner, wenn ich Gefallen daran finde"
"Ich weiß", entgegnete ich.
"Gut" sagte sie "als erstes will du wahrscheinlich, dass du es dir auch nicht mehr selbst machen darfst... stimmts? Dass ich das bestimme, ja?"
"Ich glaub' schon. Ja. Ich würde mich so gut es geht daran halten" ....
"Hmm... so gut es geht...., soso...."

Sie beendete das Thema in dem sie mir lächelnd zwei Tomaten auf den Tisch legte, ein Messer und ein Brett dazu. "Jetzt werden wir erstmal Essen machen...schließlich kommen die Kinder gleich".

Es passierte überraschenderweise, nach dieser "Machtübergabe",..... erst einmal garnichts. Wochenlang. Und auch der nächste erste Samstag im Monat (es jetzt war Mai) verstrich ohne sexuelle Escapaden.

Wenn sie bestimmte, dann war es so. Ich war gefangen in der Konsequenz meiner eigenen Vorschläge. Ich wusste es und schwieg erstmal.

Die Küchentheke.

Vor einiger Zeit- es ist schon über ein Jahr her, kam es zwischen mir und Achatz, meinem Mann, zu einem denkwürdigen und intensiven Gespräch über unser „Intimleben“, welches zu dem Zeitpunkt eigentlich garnicht mehr existierte. Ich hatte seit langem die Lust verloren, und „es“ fand zu seinem Kummer kaum noch statt, vielleicht zweimal im Jahr und dann eher seinetwegen. Wir hatten sonst ein harmonisches Miteinander. Diese Harmonie war offenbar unterlaufen von seiner Unzufriedenheit, von der ich erst an diesem Abend in dieser Ausführlichkeit erfuhr. Achatz ist ein sehr sinnlicher Mann mit ausgeprägter Libido; aber er hatte es aufgegeben mich weiter zu bedrängen, weil er einsah, dass dies nichts ändern würde. Er hatte mich, nachdem ein paar Anläufe von ihm, mich zu mehr „Kontakt“ zu verführen, schief gelaufen waren, geschont. Ich dachte, damit wäre das Problem für ihn erledigt. Und alos für mich. Wie ich heute weiß, haben Frauen nur sehr vage Vorstellungen von der Sexualwelt ihres Mannes. In meiner Generation- ich bin gerade über 40, halten Frauen eigentlich nicht viel davon, die Männer diesbezüglich zu verstehen und sind froh, wenn sich ihre Männer mit anderen Dingen beschäftigen, das ist klassisch. Es ging ihm aber nicht nur um Sex.
Er wollte ausdrücklich wahr- und ernst genommen werden in seinem sexuellen Verlangen. Ich hatte es ignoriert.
Es ging ihm ferner um die Thematisierung eines Sachverhalts, den er als gegeben ansah: Dadurch dass er sich- nichts Ungewöhnliches für Männer- nach mehr Intimität und Sex sehnte, glaubte er abhängig von mir zu sein, von seiner Frau, die er liebte.

Er versuchte, mir dieses nicht zum Vorwurf zu machen, aber er tat es natürlich doch... Es ehrte ihn (und vielleicht auch mich), dass er nicht bei anderen Frauen suchte, was er vermisste. Ich hielt Sex einfach nie für so wichtig, freute mich, wie gesagt, nur noch von Zeit zu Zeit daran- manchmal auch ohne sein Beisein, wie ich zugeben muss.

Folglich sah er mich als eine natürliche Überlegene, weil ich ihm die Erfüllung seines Bedürfnisses nach Sexualität je nach Laune gewähren konnte oder aber nicht- wie meistens-. So gesehen war seine Sicht der Dinge, abhängig von mir zu sein, nicht ganz falsch. Als ich das hörte, war mein erster Gedanke, dass diese Ehe eben so ist, damit muss er klar kommen. Inzwischen und seid Langem schon wurde er damit aber nicht fertig, denn entgegen meiner Annahme, dass Männer solche Probleme irgendwie in Selbsthilfe lösen können, was vielleicht auf Männer zutreffen mag, die nicht jede Nacht neben einer Frau verbringen „müssen“, die sie begehren.
So ging alles viel tiefer bei ihm und entwickelte sich zu einer komplex- unerfüllten Sehnsucht nach seiner Frau, nach weiblicher Energie im Allgemeinen und dem Leben ansich, welches an ihm vorbeizuziehen drohte, wobei er bislang die Chancen verpasst hatte, mir davon zu berichten, weil er befürchtet hatte, mich damit unter Druck zu setzen und somit seinen Stand noch zu verschlechtern.
Das Thema beherrschte aber seine Gedanken mittlerweile „Tag und Nacht“, wie er mir gestand.
Ob er lieber getrennte Schlafzimmer wollte, damit die Anwesenheit seiner Frau ihn nicht mehr so reizte und quälte?
Nein, das wollte er natürlich schon gar nicht, das war absurd. Lieber leiden, als es nicht sehen. Nun, bei einer solchen, getrennten Lösung würde schließlich auch mir etwas fehlen. Was noch schlimmer schien war, dass er sich deshalb minderwertig fühlte, als ein Verlierer, weil er in diesem für ihn so wichtigen Lebensbereich keinerlei Erfüllung fand, ja nicht einmal einen Gesprächspartner. Und weil ich ihn „biologisch“ nicht anzuerkennen schien.
Wie er es sah, hielt ich nicht nur meine Schenkel meistenteils geschlossen für ihn, sondern ich hatte auch abgelehnt, mich mit den Blickwinkeln seiner männlichen Sexualität auseinanderzusetzen.
Das stimmte genau.
Ja, ich hatte bei dem Thema, wie ich jetzt bemerkte, Schuldgefühle.
Ich hatte einfach von Nichts diesbezüglich mehr etwas wissen wollen. Instinktiv spürten wir auf einmal beide, dass wir aus Bequemlichkeit im Umgang unsere (auch sinnlichen) Potentiale nicht ausschöpften. Dies betraf nicht nur den Sex, damit hätte ich leben können, denn er ist vielleicht nur ein Symbol, es betraf unsere Vertrautheit allgemein; sie war Routine geworden: Berufe, Kinder und Sport (ich reite und Achatz ist ein guter Langläufer) ließen uns wenig Spielraum- das Übliche für ein Ehepaar im "besten Alter".

Gefühle diesbezüglich können Männer in der Regel noch viel weniger ausdrücken als Frauen, die ihre Emotionen manchmal schneller in Worte geben als sie auftauchen.
Männer können dies aber am allerwenigsten gegenüber ihren eigenen Ehefrauen.
Dies ist offenbar ein weit verbreitetes Phänomen. Auf jeden Fall zeigte sich erst später im Gespräch wo der Hase hinlief. Ich war erschrocken, wie sehr mein Achatz unter unserem Beziehungsstatus litt, aber er hatte offenbar in langer Grübelei , von der ich nichts wusste, eine Lösung für unser Dilemma gefunden. Hierzu hatten wohl auch intensive Nachforschungen im Internet beigetragen

Er unterbreitete mir die Vorstellung von einer Ehe, in der die „Führung“ von der Frau ausging, also von mir. Er schlug mir vor, eine "Probezeit" auszumachen, in der ich bestimmen könnte, was und worüber ich wollte und wieviel ich wollte und er hätte zu „gehorchen“, mehr oder weniger bedingungslos. Ich war nicht unbedingt erschrocken, aber verwundert und versprach, darüber nach zu denken und beschloss jedoch, zunächst mehr über seine Hintergründe heraus zu finden. Was er damit meinte, und wie dies zu deuten war, wusste ich nämlich noch nicht.

Als Bedenkzeit bat ich mir mindestens 4 bis 6 Wochen.... Es begann alles also damit, dass ich das so entschied.

Doch die Zeit war noch nicht herum, da fergab sich wieder so ein Gespräch, diesmal mit mehr Betonung auf Sex. Männer haben offenbar ebenso wie Frauen ihre Zyklen und seine Gedanken und Ideen wechselten in Abhängigkeit von seinem aktuellen Sexualtrieb, der sein Denken und Fühlen um so stärker zu beeinflussen schien, je weiter er von der letzten sexuellen "Erleichterung" entfernt war. So wollte er unbedingt wieder Veränderungen seiner frustierenden Situation herbeiführen.

Da kam mir diese "Nuttenidee". Damit wollte ich eigentlich seine Gefühlslage auf den Punkt bringen oder karikieren, ich weiß es nicht. Ich spürte plötzlich eine "Macht", ihm eine Gelegenheit zu geben sich abzureagieren und gleichzeitig in Folge davon diese Diskussionen los sein; vor allem die Bereiche seiner Forderungen oder Wünsche, die ich für "daneben", abwegig oder wie immer man das bezeichnen möchte, hielt.

Aus diesem Grund hielt ich die Idee "mit der Küchentheke" für witzig und geschickt. Sie besagte, dass ich -wie eine Nutte- mich für ihn zur Verfügung stellte, ohne meine innere Beteiligung,-es sei denn ich hätte Lust darauf- mit der Bedingung, dass er mir nicht wehtäte natürlich. Es war in der Tat eine Sache, den "heiligen ehelichen" Verkehr zweier Liebender auf eine so neutrale und beinahe mechanische Ebene zu ziehen! Aber Achatz konnte im Bett immer so schwärmerisch und überschwenglich sein, und ich bin mehr so das Mädchen, das denkt: er sagt jetzt bloß deshalb so schöne Dinge zu mir, weil er f..... will, er meint es gar nicht so.

Das "mit der Küchentheke" war also tatsächlich mein Einfall, nach der Devise "Augen zu und durch" oder so ähnlich. Oder: jetzt zeigst du es ihm einmal.

Und: auch wenn meine Rolle äußerlich betrachtet dabei die der "Hingegebenen" und des "Objekts" war, ich fühlte mich -gerade bei diesem Akt- am Hebel der "Macht", wenn so ein Ausdruck passt und das machte es mir gleichzeitzig auch unheimlich. Denn Macht ....wollte ich gar nicht. Damals nicht.

So kam es, dass die sogenannte FLR, an der Achatz so interessiert ist, sich von diesem Tag in unsere Ehe schlich; mehr oder weniger. Und ohne, dass wir es gleich bemerkten.

(Text nach handschriftlichen Notizen von Amélie)

Freitag, 3. August 2007

Naked Lunch

Bei all den Informationen und Gedanken will ich die eigene Geschichte nicht vergessen; wie es dazu kam, dass meine Submissivität sozusagen aus der hintersten Ecke meines Bewusstsein in der Vordergrund und in unser eheliches Leben gelangte. Wie dann ein Schreck war und dann eine Patsituation und schließlich wir auf den Weg kamen, die Dinge zu nehmen wie sie sind. Und weiter dahin, dass schließlich Amélie es ist, die diesen Lebensstil geniest, denn sie hat inzwischen erkannt, dass der Lebensstil einer Frau mit einem "unterworfenen" Mann nicht ein perverser Lebensstil ist, bei dem die Frau mit hohen Hacken, Lederrock und -BH, einer Peitsche in der Hand ihren Mann den Fußboden mit einer Zahnbürste reinigen lässt- oder, schlimmer noch, den passiven und z.B. gefesselten Mann bedient, indem sie ihn auf welche Weise auch immer (nach seinen Wünschen!) quält.

All das ist es nicht, oh nein!- auch wenn viele männliche Fantasien dies wollen (meine tun es nicht, oder nur sehr selten). Nein, Amélie sah, dass das Leben bequemer und einfacher für sie sein kann, wenn sie weiß, wie sie was von ihrem Mann bekommt. Und wie sie mit ihm das Leben führen kann, welches sie sich wünscht.

Aber, wie gesagt, das ist eine längere Geschichte.

Angefangen hat alles vor vier Jahren. Ihre Unlust am Sex konnte damals nicht größer sein. Es fand "Nichts" mehr statt.
Nun ist "No Sex" für einen Mann sowieso sehr schwierig auszuhalten. Für einen Mann mit "submissiven" Talenten ist es ein Ding der Unmöglichkeit- wie wir auch schon bei aruondherfinger.com lesen konnten, etwa hier woraus ich zitiere:
"Das ist wichtig zu wissen in jeder normalen Ehe, aber es ist total entscheidend bei submissiven Ehemännern. Ein Mann mit „erweckter“ Submissivität sehnt sich ausgesprochen stark nach sexueller Energie (die Sie getrost „sexuelle Aufmerksamkeit“ nennen können) von seiner Frau; mindestens genau sovieloder aber noch viel mehr, als er sich nach körperlichem Sex sehnt."

Submissiv veranlagte Männer, oder solche, bei denen diese Struktur, die ja eigentlich eine naturgegebene ist, offen zu Tage tritt (also offen für sie selbst oder ihre Partnerin) , diese Männer also können gar nicht richtig leben, wenn ihre Sexualität nicht wenigstens wahrgenommen wird von ihrer Partnerin-.

Entsprechend ging es mir schlecht und ich fing an, mit Amélie darüber zu reden, dass ich von meiner Frau mir nichts mehr wünschte, als dass sie regelmässig mit mir Geschlechtsverkehr haben würde und: dass ich mir vorstellen könne, wenn sie "bestimmte".

Sie fragte, ob ich denn nicht einfach masturbieren könnte.
Ich wies sie darauf hin, dass das absolut nicht dasselbe sei. Frauen stellen sich die Sexualität der Männer offenbar nur als einen ausgesprochenen mechanistischen Vorgang vor, den man entsprechend an und ausschalten könnte.
Meine Einwände aber leuchteten ihr erstaunlicherweise ein. Sie willigte also ein, darüber nach zu denken.

Beim nächsten Gespäch fiel ihr dann eine interessante "Lösung" ein, nämlich dass sie "sich ihrem Ehemann zur Verfügung stellen" wollte, wenn es denn dem "Ehefrieden dienen" würde, und ich somit also nicht in ein Bordell zu gehen brauchte.

Ja, sagte ich, es komme mir nicht nur auf eine Frau an sich an- das sowieso- sondern auf sie. Eben auf Amélie: ich müsste eben mit ihr schlafen -ab und an- um sie sexuell zu spüren und zu wissen, wo mein Platz sei in der der Welt.

Das gefiel ihr irgendwie; sie schwieg für einen Moment, was selten ist.
So schlug sie vor, dass wir sowieso immer dann Sex haben würden, wenn sie dazu Lust hätte (ich hätte ja sowieso immer welche) und dazu, -wenn sie lange Zeit keine Lust hätte, was ja zur Zeit der Fall war- würde sie sich "mir hingeben", alle drei Monate, wenn es nicht anders ginge.

Alle drei Monate! ich hätte an zweimal in der Woche gedacht, was sie natürlich auf keinen Fall wollte, sie sei schließlich keine Hure..... es sei denn, sie hätte Lust darauf, was ja vielleicht auch einmal wieder der Fall sein könnte- sie gab sich da hoffnungsvoll.

Es ging lange hin und her, was vielleicht auch an ihrer Lust an Verhandlungen aller Art liegen könnte. Man kann mit ihr handeln.

Schließlich sagte sie, dass sie- aber nur völlig passiv, wobei ich sie mit einem Gleitgel "einschmieren" müsse, damit er ihr nicht wehtäte- einmal im Monat "die Beine breit machen würde" für mich, wobei ich aber keine Beteiligung ihrerseits erwarten dürfe!

Ich könnte dann meine "ehelichen Bedürfnisse" befriedigen, um der Gesundheit meiner Prostata und meiner Seele willen und nur, wenn mir Masturbation nicht ausreiche.

Sie entwickelte dann in der Tat ein gewisses Gefallen an dieser Regelung, weil sie von nun an keinerlei Diskussionen mehr hatte mit einem erregten Ehemann und sich auch nicht mehr entschuldigen zu müssen glaubte, wenn sie sich nach dem Gute Nachtkuss im Bett nachts zu Seite drehte.

Nach zwei Wochen, es war der vereinbarte erste Samstag im Monat, die Kinder waren wie üblich dann bei ihren Großeltern, erinnerte sie von sich aus an unsere Verabredung und legte sich mittags, nur mit einem T-shirt bekleidet rücklings auf unsere Küchentheke, so dass ich "es" im Stehen tun könnte. Die nackten Beine mit Halbschuhen und leicht gespreizt.
Ein göttlicher Anblick.
Sie wollte also das Prosaische des Ganzen betonen, vielleicht um mir die Lächerlichkeit meiner Bedürfnisse klar zu legen.

Es wirkte aber im Gegenteil besonders aufregend und faszinierend für mich.
Ich sagte, ich fände es besser, sie würde auch ihr Hemd ausziehen, woraufhin sie entgegnete, dass "ganz nackt im Puff extra kosten würde"...aber sie sei schließlich kein Unmensch... und ob ich jetzt endlich "machen wollte " oder nicht.
Sie zog tatsächlich ihr Hemd aus und outete sich somit quasi als Mutter Theresa.

Mir wurde klar, dass ich eine wundervolle, humorvolle und sehr großzügige Frau geheiratet hatte, die mich zudem nach all den Jahren noch ausserordentlich erregte und liebte sie in diesem Bewusstsein so sehr, dass "alles" sehr schnell ging, wie von ihr beabsichtigt.

Vom Moment meines Orgasmus an, schien sie wieder vollkommen die Trümpfe in der Hand zu halten.
Natürlich hatte ich alles "sauber zu machen", ein Gummi zu benutzen und sie schön abzutrocknen, vom Gel usw.
Tatsächlich haben wir es dann öfters so gemacht, wenn auch nicht immer wieder auf dem Küchentisch und wenn auch nicht immer ganz ohne ihre Beteiligung. Manchmal wurde sie auch selber erregt dabei und bat mich "warte....", begann mich zu küssen und mich zu (ver)führen, damit ich zunächst sie zum Orgasmus brächte.
Sie hielt sich exakt an unsere Abmachung. Und konnte es einmal nicht Samstagsmittags geschehen, dann wollte sie es am Sonntag.
Es ging einige Zeit so. Wenn man einen Monat keinen Sex gehabt hat, findet man(n) alles toll, was die eigene Frau einem anbietet, vorausgesetzt, man findet sie aufregend und weiblich -reizvoll und das war und ist allemal der Fall.

Es stellte sich aber heraus, dass dieser "Deal" durchaus auch seine Kehrseite für mich hatte. Dadurch, dass sie sozusagen sich für mich "zur Verfügung" stellte konnte sie andererseits mehr von mir erwarten und ich stellte fest, dass sie in der Folgezeit viel bestimmender, direkter und umfassender wurde in ihren Forderungen.
"Bitte sauge heute Abend noch Staub im Wohnraum....und räum die Spülmaschine aus, bis ich vom Reiten wieder zurück bin", ...das hätte sie früher fragend und höflicher formuliert. Jetzt war klar, dass ich das und das zu tun hatte, da sie schließlich auch etwas lieferte. Ich stand in ihrer Schuld, denn das was sie für mich tat, war kaum aufzuwiegen.

Kein Wunder, dass sie ihr eigenes Vergnügen am gemeinsamen Sex, wenn er denn "gemeinsam" war, eher herunterzuspielen suchte. Nicht bewusst, aber doch mehr oder weniger. Nach der Devise: wir machen das hier (..oder ich mache das hier..) nur für dich.

Sie ist eben keine Venus, sondern eine Minerva, eine Geschäftsfrau, eine Strategin und Kämpferin, die ihre Edelsteine zu zählen und zu nutzen weiß: die Juwelen der Minerva eben.

Und dies zeigte in der Tat neue Aspekte unserer Ehe, auf denen sich etwas aufbauen liess und lässt, -denn es ist ein Prozess-, was man eine Frauen- geführte- Ehe nennen kann, eine FLR (female led relationship)..... in der die Frau die sexuelle Bedürftigkeit des Mannes herausfordert, kanalisiert und nutzt- zu ihrem Vorteil und: durchaus im Sinne beider Partner.