Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Donnerstag, 19. Juli 2007

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Dank an "Roswitha" für den sehr ausführlichen Kommentar zum meinem letzten Posting gestern.
Dieser Kommentar scheint die männliche Betrachtungsweise sehr gut zu kennen.

Die Konsequenz in der Durchführung einer FLR (Frauengeführten Ehe) ist vielleicht ein Problem dabei und die Tatsache, dass die "Vorteile" für die Frau oft lange Zeit nicht ersichtlich sind, vor allem, solange sie das Gefühl hat, nur die Sehnsüchte ihres Mannes zu bedienen.
Dies ist häufig der Fall, zumal wenn der Mann "von unten" dominiert (topping from the bottom) um der Frau klar zu machen, wie sie ihn zu dominieren hat.
Das ist natürlich absurd, aber sehr oft der Fall.

Männer sind es in der Regel, die diesen zunächst Lebensstil entdecken und wollen- zu recht bemerkt Roswitha, dass sie oft garnicht wissen, was die Konsequenz wäre. Sie sind oft schon lange damit beschäftigt und wissen deshalb "alles besser"; geradezu ein Knock- Out- Phänomen für eine Frau und eine FLR.
Die eigentliche FLR wird natürlich im Grunde allein durch die Frau bestimmt- egal, wie sie ihn behandelt oder was sie z.B. anzieht.
Auch was für sie Luxus wäre, mag für jede einzelne Frau etwas Anderes sein.

Auch gibt es Frauen, für die ein "demütiger" oder "devoter" Mann ein Horror ist, die aber durchaus zu schätzen wissen, wenn ihr Mann- ohne viel Aufhebens- tut, was sie (sich) wünscht und sie wie eine Göttin behandelt... Aus diesem Grund hat sich- zum Beispiel bei Fumika Misato (siehe Real Woman Don't Do Housework) das Bild des "Ritters" gegenüber dem Bild des (Ehe-)Sklaven durchgesetzt.

Mit dem Bild eines starken, für sie kämpfenden "Ritters" können sich viele Frauen leichter anfreunden, als mit dem Bild eines "Sklaven", den sie dann auch noch (nach dessen Phantasien)"behandeln" müssten.
Der submissive Mann sollte also dann kein passiver Mann sein, kein Opfer, sondern ein aktiver Verehrer seiner Frau, der sich anstrengt, das Leben seiner "Göttin" zu verschönern und der glücklich ist, sie glücklich zu machen.

Ich unterscheide hier also etwas:
Zu einer FLR passt also der "Ritter" vielleicht besser, während der "Sklave" in eine regelrechte "FemDom"- Beziehung passt, die auch eine sadistische Prägung hat; Im Prinzip haben solche Beziehungen dieselben Ursachen: die männliche Sehnsucht, sich einer starken Frau zu unterwerfen- aber in der Ausprägung sind sie unterschiedlich; eben nach dem Geschmack der Frau.
Eine FLR ist ferner kein Zustand, sie ist ein Prozess und dieser kann allmählich ein win/win - Spiel werden.
Doch dazu bedarf es vor allem ausführlicher Kommunikation.
Das ist die wichtigste Voraussetzung (und Ergebnis), nach allem, was ich selbst und was ich auch von anderen solchen Ehen weiss- z.B. auch aus Kontakten im Netz (z.B. Blog eines amerikanischen Paares "Wife Led Marriage"). Entsprechend stimme ich zu:
Der Grad der erreichbaren Intimität und des "Glücks" für beide Partner- dies ist häufig festzustellen- ist in "funktionierenden" FLR- Prozessen deutlich höher, als in 0815- Ehen.

Kommentare:

Roswitha hat gesagt…

Femdom ist bei genauer Betrachtung nichts anderes als eine besonders raffinierte und sehr wirkungsvolle weibliche Intrige mit enormer Tragweite. Der Mann wird dabei gewiss benutzt, aber nicht aus Gemeinheit und Niedertracht. Über allem ist das Zeltdach der Liebe gespannt. Wie wir wissen sind am Ende beide zufrieden und glücklich. Ob man das Konstrukt nun Femdom-Ehe oder FLR bezeichnet, macht wohl keinen Unterschied. Der springende Punkt ist, dass Mann und Frau hierin eine gemeinsame Wellenlänge durchaus finden und sogar ideale Übereinstimmungen finden können, wenn man einfach nur darüber spricht. Die Fronten sind zu Beginn oft verhärtet, weil in der Tat der Mann (vorausgesetzt er ist die treibende Kraft) längst so tief in der Materie steckt, dass die unwissende Frau überfordert ist. In seinem Kopf sind all die Vorstellungen schon seit seiner Pubertät gereift und werden immer noch klarer und ausführlicher mit jedem Tag. Die Ursache zu erforschen ist relativ unwichtig, auch später für die Frau. Anstatt sich über die vermeintliche Katastrophe – Hilfe mein Mann ist pervers – zu bedauern, ist ein kühler Kopf für die Frau, ein sicheres Gefühl über den Zustand der Ehe und Gelassenheit zu empfehlen. Die weitaus schlimmere Diagnose beim geliebten Gemahl wäre sein Eingeständnis homosexuell zu sein oder wenn er die unbändige Lust am aktiven Part hätte, also selbst die dominante oder sogar sadistische Rolle eines Masters zu beanspruchen. Die Probleme bereiten der Frau am Anfang sicherlich die vorhandenen Klischees über die Materie BDSM, die absolut nicht mit dem Idyll des eigenen Eheglückes übereinstimmen. Zwar sind die mittlerweile hinreichend gelüfteten Geheimnisse aus den Dominastudios wohl jeder Frau nicht fremd, aber selbst, nein, ausgeschlossen, auf keinen Fall! Was nun? Da ist die intakte Ehe mit dem Mann, in dessen Kopf aber noch immer Frauen mit der Gerte regieren. Die Sehnsucht des Mannes erzeugt zunächst eine große Verunsicherung, nicht die richtige Frau zu sein, nicht gut genug, nicht gut genug im Bett und überall sieht man als Frau vermeintliche Dominas, denen der Mann hinterher blickt. Die Bankangestellte, die jedesmal im kurzen Mini und hochackigen Stiefeln..., dann die Rothaarige aus der Apotheke mit dem kurzen weissen Kittel..., im Restaurant sitzen sie, im Theater trifft man sie scharenweise im kleinen Schwarzen mit Netzstrümpfen und steilen Pumps, beim Einkaufen sind sie, im Supermarkt an der Kasse, überall sind sie zu sehen, wenn man all die sexy Frauen plötzlich mit den Augen des Mannes sieht und in ihnen die dominante Nebenbuhlerin sieht. Es kommt ein Hassgefühl gegen diese Frauen auf, weil sie scheinbar zu weit aus mehr in der Lage sind als man selbst von sich behaupten kann. Viel besser wäre sich zu solidarisieren, gemeinsame Sache zu machen. Innerhalb kürzester Zeit könnte die Herrschaft der Frauen ausgerufen werden. In Wirklichkeit aber belauern sich die Damen voller Neid und haben ständig Angst, dem Mann könnte die Bankangestellte oder Apothekerin usw. besser gefallen.
In der Tat entsteht nun der Eindruck, die Sehnsüchte des Mannes würden die Frauen dominieren (topping from the bottom). Das wäre wirklich absurd und im übrigen gefällt es dem Mann mit Sicherheit nicht, wenn er für das ganze Zubehör sorgen soll, damit die Frau es ihm wunschgemäß vorführt. Es ist nur die gekaufte Scheinlust an Femdom, wenn er sich all das Zubehör selbst besorgt, damit es seine Frau verwendet. Deshalb ist es ungeheuer wichtig, dieses eigentlich verzweifelte Vorgehen des Mannes einzudämmen. Männer neigen in ihrer unerfüllten Lust, ihre angetrauten Frauen gleich zu überschütten mit entsprechender Garderobe oder greifen nach dem Prinzip - wenn schon denn schon - zu extremen Dingen, die sie an Weihnachten, Valentinstagen und Geburtstagen diskret als zusätzliche Aufmerksamkeit der Frau schenken. Schlimmer ist jedoch Billigware.
Der einzig richtige Weg ist das Bündnis mit dem Mann zu suchen und selbst offensiv voran zu schreiten. Es wäre ein lächerliches Trugbild, das weder Frau noch Mann gefallen kann, wenn der Mann vor ihr kniet, weil sie für ihn mal kurz in die Stilettos gestiegen ist, die er ihr nervös unter den Weihnachtsbaum gestellt hat. Das ist eine Tragödie, wenn Mann und Frau sich derart verkorkst begegnen und wenn währenddessen schon absehbar ist, dass die Stilettos danach wieder im Schrank verschwinden.
Die Ansprüche und Ausgestaltung einer Femdom-Ehe werden sicher immer individuell von den einzelnen Neigungen des Mannes und der Gewogenheit der Frau abhängen. Insoweit werden auch das persönliche Kolorit der Frau, was ihren Luxus betrifft und andererseits die Vorstellungen des Mannes über weibliche Dominanz immer differieren, dennoch müssen sie letztendlich korrespondieren.
Der klassische und gängige Ansatz (und deshalb am weit verbreitetsten) für die Femdom-Neigung liegt jedoch in der Natur des Mannes, wo vielerlei Fetischismen die Besessenheit und Begierde auslösen, die darin gipfeln, sich derjenigen Frau ehrfürchtig und demütig unterzuordnen, die viele diese Attribute für sich vereint. Also ist hier die Wurzel des Übels, wen man so will und darauf stützt und entwickelt sich das ganze Arrangement einer Femdom-Ehe. Man muss als Frau nur tief genug in die Abgründe des Mannes hinab steigen und seine Schwächen erkennen, um dann die weiteren Schritte zu gehen. Hat man dann den Schlüssel einmal gefunden, wird er viele Türen aufsperren. Anstatt sich wie gewohnt ein wenig zurecht zu machen, donnert man sich auf und hat ein unglaublich gutes Gefühl dabei. Man gehört dazu, zu den Hexen des Alltages in ihren Stilettos und Miniröcken und entwickelt mehr und mehr Kreativität und Vergnügen darin. Selbst der Horror vor BDSM verschwindet, wenn man sich gleichzeitig mit seriöser Literatur oder im Internet beschäftigt und vor allem, wenn man der wahren Natur des Mannes auf die Schliche kommt.
Sehr schnell können aus den klischeehaften Vorstellungen ganz nützliche Veränderungen innerhalb der Ehe entstehen. Wenn sich die Betrachtung der Frau wandelt und sie erkennt, dass der Mann ihr dient und nicht umgekehrt, wird Femdom zu einem angenehmen täglichen Komfort. Man kann sich als Frau getrost von vielen Hausarbeiten verabschieden, Staubsaugen, Betten machen, Putzen, Lebensmittel einkaufen, Müll wegbringen, Abwasch, selbst Kochen und sich dafür auf andere Dinge spezialisieren – nämlich die, womit der Mann sich vorher beschäftigt hat: Kataloge mit Reizwäsche, Stilettos, Internetseiten mit Femdominhalten, Spanking, Domestic Discipline, Mistresses usw. Nun kann der Spieß wunderbar umgedreht werden und der Mann kann genau das erleben, wovon er vorher immer geträumt hat. Während die Frau Kataloge durchschaut oder liest, macht er das Essen, serviert ihr Tee usw. oder er verwöhnt ihr währenddessen die Füsse, wie es Madame beliebt. Wie man den unterwürfigen Mann nun bezeichnet, ist egal. Es ist von allem etwas, vom Ritter und vom Sklaven, vom Opfer und Verehrer, vom Diener und vom Liebhaber. Wichtig ist nur, dass er daneben der geliebte und trotz seiner devoten Veranlagung gleich hoch geachtete Ehemann bleibt. Auch wenn man ihn mit richtiger Strenge überzieht, ihn regelrecht beschämt und tadelt für seine sexuellen Schwächen im Rahmen der Erziehung, ihn bloß stellt, ihn wehrlos macht, verlegen und schüchtern, ihm seine Unarten spüren lässt und letztendlich aus realem Anlass und Notwendigkeit sogar nicht zu knapp bestraft. Damit das so bleibt und die Liebe und Vertrautheit sogar noch immens wachsen kann, ist die gegenseitige Kommunikation ungeheuer wichtig. Professionelle Dominas führen mit ihren Klienten vorher ausführliche Gespräche und befüllen mehrseitige Fragebögen über die sexuellen Neigungen des Mannes, bevor die Behandlung beginnt. In einer guten Ehe sollten diese Dinge eigentlich bekannt sein und keine intimen Geheimnisse bestehen. Viele Frauen wären jedoch mehr als überrascht, wenn sie von ihrem Mann einen derartigen Fragebogen absolut ehrlich beantwortet sehen könnten. (Warum nicht? Also los...)
Femdom hat mit Stärke und Festigkeit der Frau zu tun. Die Fetischismen kommen dann ins Spiel, wenn sie diese Stärke und Festigkeit nach außen hin trägt und der Mann sie als dominierendes und dadurch für ihn unendlich attraktives und erotisches Wesen wahrnimmt. Darum blickt er jenen beschriebenen Damen so gerne hinterher, in der Vermutung ihrer dominanten Qualitäten, verbunden mit der Fähigkeit, ihn in seiner quälerischen Erregtheit dermaßen verrückt zu machen für das Grande Finale seines ersehnten Höhepunktes.
Wenn man sich als Frau die sexuellen Betrachtungsweisen des Mannes verinnerlichen und seinen Code entschlüsseln kann, ist der Weg zu Femdom keine so große Hürde mehr. Man muss sich ohne Zweifel damit beschäftigen, denn es ist mitunter etwas komplex und doch ist es andererseits für eine Frau oft so leicht einen Mann total zu manipulieren. Femdom ist am Ende eine Kumpanei mit dem eigenen Mann, ein tägliches Menü mit liebevollen aber raffiniert gesponnenen Intrigen aus verschärfter Weiblichkeit, wofür er sich erregt, gleichzeitig aber fürsorglich aufopfert. Es ist ein Geben und Nehmen, wie bei der Liebe auch. Unter den gegebenen Umständen einer Femdom-Ehe hat die Herrin des Hauses einen unglaublichen Zeitgewinn, und kann sich anstatt mit Haushaltsarbeiten, mit Fragen der passenden Dessous oder besagter Stilettos zu einem speziellen Kleid und vielerlei Fragen zum Thema Weiblichkeit beschäftigen. Man entwirft sich am Ende selbst, um dem eigenen Bild von Madame und jener strengen, autoritären Aura von sich aus gerecht zu werden, wenn man sich in dieser Position einmal eingenistet hat (Analyse des Mannes). Womöglich bedeutet der beginnende Prozess pro Femdom für die Frau auch eine radikale Änderung des Typs. Warum nicht, schließlich sind Frauen auch fähig sich nach 30 Jahren ihre lange dunkelbraune Lockenmähne abzuschneiden, um sich zu einem frechen Blondschopf zu verwandeln. Mit Femdom geht in jedem Fall eine markante Aufwertung der Frau einher.
Die Ausprägung der Neigung und die Vielfalt der einzelnen Passionen des Mannes erfordert eine Art Psychoanlyse. Der Fragebogen einer Domina samt Vorgespräch gehen stark in diese Richtung. Hier muss der Mann seinen Seelen-Striptease klipp und klar ableisten. Ein Großteil der Klienten, so liest man in den regelmäßig erscheinenden Reportagen über die Geheimnisse der dunklen Schreckenskammern, antwortet bei den „weichen“ Fragen unisono: Faible für Leder, Stiefel, Strapse, High-Heels, Nylons, Spitzenwäsche, Gummi, Rollenspiele. Bei den „Hardcore-Fragen“ trennen sich die Wege, wenn es um Schmerzbehandlung, Bondage, Natursekt, Käfig, Klistier, Elektroschock oder Klinikbehandlung geht. Diese Dinge sollten in der Hand von Profis bleiben und haben mit Femdom nichts zu tun. Gleichermaßen muss die Ehefrau schon auch wissen, wie es bei ihrem Gemahl hinsichtlich Sanktionen bestellt ist. Wenn sie sich auf Drängen ihrs Mannes auf Femdom einlässt, wird diese Frage, wohl oder übel, bald auf ihn zukommen. Natürlich gilt auch wieder, dass der Ehemann grundsätzliche keine Entscheidungskompetenz bezüglich Strafmaßnahmen hat (Tragweite). Womöglich erlebt er sein buchstäblich blaues Wunder, wenn die Ehefrau plötzlich mit dem Rohrstock in der Hand erscheint und ihm dann beim ersten Mal schon weitaus mehr von der ersehnten Prozedur verabreicht, als ihm lieb ist. Auch hier ist der Vergleich zwischen Mutter und Kind durchaus geeignet das richtige Mass zu finden, auch wenn heutzutage körperliche Züchtigungen weltweit geächtet sind. In einer Femdom-Ehe leben diese wieder auf, allerdings unter Erwachsenen aber auch wieder nach dem Vorbild der traditionsreichen englischen Erziehung (Femdom ist in UK wohl noch deutlich stärker verbreitet als im deutschsprachigen Raum)
Bei Femdom ist es die Ambivalenz der Abläufe, die für beide Partner eine dauerhaft erotische Spannung erzeugen. Da ist einerseits die Verlockung durch die attraktive, verführerische Frau, andererseits der Mann, spitz wie Nachbars Lumpi, aber mit Verboten und Vorschriften zur Keuschheit erzogen und zum Verzicht gedrillt. Sie füttert und ködert ihn reichlich mit opulenten Rationen ihrer süchtig machenden Weiblichkeit, lässt ihn aber nur soweit gewähren, wie er brav und gehorsam seine Pflichten erfüllt, sowohl im Haushalt, in der Etikette gegenüber Madame und im Bett. Im Gegensatz zur Domina, wo dem devoten Klienten der Intimverkehr völlig versagt ist, verlustiert sich die Femdom-Frau jedoch mit ihrem Zögling, wie es ihr gefällt.
Zum Ende noch ein Wort zur Frage, was die Frau davon hat, wenn sie ihrem Mann den Hintern versohlt. Mag sein, dass die sexuelle Fleischeslust davon nicht stimuliert wird. Zunächst! Um für sich all den Komfort zu erhalten und zu sichern braucht die Ehefrau bei unbefriedigenden Ergebnissen die Befugnis für eine spürbare Sanktion. Hinter alledem, wozu sie den Mann erzieht, sie zu verwöhnen, zu hofieren, zu unterstützen, zu befriedigen, steht immer auch die drohende und letztendlich sichere Bestrafung. Eine die wirklich als solche auch verabreicht wird und ihre Wirkung nicht verfehlen darf. So entsteht tagtäglich ein Gemisch aus freudiger gegenseitiger Zuneigung und Verliebtheit zusammen mit einer im Hintergrund stets fühlbaren Strenge der Frau, die jederzeit sofort abgerufen werden kann. Es ist ein gutes Gefühl für eine Frau, zu wissen wie der Mann immerzu neugierig auf ihre selbst geschaffenen und bewusst in Szene gesetzten Reize fixiert ist, wie seine Augen nervös wandern, um sich ja nicht bei einem der verbotenen Blicke erwischen zu lassen. Es ist immer wieder ein Amüsement, die Wirkung beim Mann zu studieren, sie mit Strenge zu beantworten und den Mann am Ende für sein Dilemma verständnisvoll, wenn auch etwas heuchlerisch zu trösten. Deshalb ist es für die Frau durchaus ein erhebendes Szenario, so ein „Na-warte-Gefühl“ halb vergnüglich, halb bitter ernst, mit gespitzten Lippen und hochgezogenen Augenbrauen, breitbeinig und sachkundig am nackten Hintern des angetrauten Mannes, den Rohrstock anzuwenden. Gleiches fühlt man beim Lauschen der nervösen Antworten des Mannes, wenn er mit der Wahrheit seiner intimsten Geheimnisse heraus muss, wenn ihm Vorhaltungen gemacht werden und wenn darüber äußerst sorgfältig gewacht wird, ob er den Anweisungen und seinen Ausführungen genügend präzise nachkommt. Stimulierend an den lieblos und drakonisch anmutenden Szenarien ist die Vorfreude, um das „Zunächst!“ von vorhin noch zu erklären. Die rasende Begierde des zuvor in strenger Zucht dressierten Mannes kommt am Ende der Frau im Bett zugute, egal auf welche Weise ihr Geliebter sie beglücken darf. Wie auch bei anderen Dressurarten, wird nach der Anspannung gestreichelt und liebkost, auch wenn vorher die Gerte ihren Zweck erfüllen musste.
Herzlichst,
Roswitha
(P.S. eine Frau, die aus wohlbekannten Gründen, viel Zeit zum Schreiben sachbezogener Kommentare zu den ersten Beiträgen dieses noch jungen Blogs hat, in der Hoffnung noch viele interessante Beiträge zu lesen und vielleicht erneut zu kommentieren. Danke auch für die Erstelung dieses wohl bisher einmaligen deutschsprachigen Blogs für dieses Thema – und das obwohl Femdom als eine Art Phänomen der Neuzeit längst in aller Munde ist, und wo Frauen immer mehr in die Führungsrolle schlüpfen, sei es im Beruf oder in der Partnerschaft, sprich Ehe)

Anonym hat gesagt…

[quote][Image]Dank an "Roswitha" fur den sehr ausfuhrlichen Kommentar zum meinem letzten Posting gestern.Dieser Kommentar scheint die mannliche Betrachtungsweise sehr gut zu kennen.Die Konsequenz in der Durchfuhrung einer FLR (Frauengefuhrten Ehe) ist vielleicht ein Problem dabei und die Tatsache, dass die "Vorteile" fur die Frau oft lange Zeit nicht ersichtlich sind, vor allem, solange sie das Gefuhl hat, nur die Sehnsuchte ihres Mannes zu bedienen.Dies ist haufig der Fall, zumal wenn der Mann "von unten" dominiert (topping from the bottom) um der Frau klar zu machen, wie sie ihn zu dominieren hat.Das ist naturlich absurd, aber sehr oft der Fall.Manner sind es in der Regel, die diesen zunachst Lebensstil entdecken und wollen- zu recht bemerkt Roswitha, dass sie oft garnicht wissen, was die Konsequenz ware. Sie sind oft schon lange damit beschaftigt und wissen deshalb "alles besser"; geradezu ein Knock- Out- Phanomen fur eine Frau und eine FLR.Die eigentliche FLR wird naturlich im Grunde allein durch die Frau bestimmt- egal, wie sie ihn behandelt oder was sie z.B. anzieht.Auch was fur sie Luxus ware, mag fur jede einzelne Frau etwas Anderes sein.Auch gibt es Frauen, fur die ein "demutiger" oder "devoter" Mann ein Horror ist, die aber durchaus zu schatzen wissen, wenn ihr Mann- ohne viel Aufhebens- tut, was sie (sich) wunscht und sie wie eine Gottin behandelt... Aus diesem Grund hat sich- zum Beispiel bei Fumika Misato (siehe Real Woman Don't Do Housework) das Bild des "Ritters" gegenuber dem Bild des (Ehe-)Sklaven durchgesetzt.Mit dem Bild eines starken, fur sie kampfenden "Ritters" konnen sich viele Frauen leichter anfreunden, als mit dem Bild eines "Sklaven", den sie dann auch noch (nach dessen Phantasien)"behandeln" mussten.Der submissive Mann sollte also dann kein passiver Mann sein, kein Opfer, sondern ein aktiver Verehrer seiner Frau, der sich anstrengt, das Leben seiner "Gottin" zu verschonern und der glucklich ist, sie glucklich zu machen.Ich unterscheide hier also etwas:Zu einer FLR passt also der "Ritter" vielleicht besser, wahrend der "Sklave" in eine regelrechte "FemDom"- Beziehung passt, die auch eine sadistische Pragung hat; Im Prinzip haben solche Beziehungen dieselben Ursachen: die mannliche Sehnsucht, sich einer starken Frau zu unterwerfen- aber in der Auspragung sind sie unterschiedlich; eben nach dem Geschmack der Frau.Eine FLR ist ferner kein Zustand, sie ist ein Prozess und dieser kann allmahlich ein win/win - Spiel werden.Doch dazu bedarf es vor allem ausfuhrlicher Kommunikation.Das ist die wichtigste Voraussetzung (und Ergebnis), nach allem, was ich selbst und was ich auch von anderen solchen Ehen weiss- z.B. auch aus Kontakten im Netz (z.B. Blog eines amerikanischen Paares "Wife Led Marriage"). Entsprechend stimme ich zu:Der Grad der erreichbaren Intimitat und des "Glucks" fur beide Partner- dies ist haufig festzustellen- ist in "funktionierenden" FLR- Prozessen deutlich hoher, als in 0815- Ehen.[/quote] i agree

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