Eine neue, ganz andere Art von Leidenschaft in einer "Weiblich Geführte Ehe" oder FLR (=Female- Led- Relationship) ? Dieser in den USA und England zunehmend verbreitete Lebensstil verdient es, auch im deutschsprachigen Raum diskutiert zu werden. Wir freuen uns über Kommentare, Einfälle, Geschichten und Meinungen.

Sonntag, 29. Juli 2007

Auf ein Minimum reduziert

Über Kommentare freue ich mich und möchte gerne meine Leser noch einmal animieren, mir ihre Meinung mitzuteilen.

Die Kommentare vertreten oft eine andere Meinung und wenn ich sie hier zulasse, heisst das nicht, dass ich derselben Meinung wäre.....
Zum Beispiel beim Thema Masturbation.

Meine Frau und Lady Amélie hat sich unlängst wieder zum Thema Masturbation des Mannes geäussert. Wir Männer nähmen es viel zu ernst, so wie wir alles um unseren Penis herum zu ernst nähmen.
Es interessiert sie nicht ob ihr Mann masturbiert oder nicht.
Es interessiert sie, ob er, also in diesem Fall: ich, für sie da ist oder nicht. Ob er sich immer auf sie konzentrieren kann, wenn sie es wünscht.
Und da gibt es in der Tat- meint sie- einen Unterschied zwischen einem gerade befriedigten Mann und einem nicht befriedigent, eben "gespannten" Mann.

Letzterer ist einfach ... aufmerksamer, anpassungsfähiger, gehorsamer und eifriger, solange er irgendeine Aussicht auf sexuelen Kontakt hat. Er neigt im "gespannten" Zustand deutlich mehr dazu, sie zu "vergöttern".
Also, sagt sie, habe ich dafür zu sorgen, dass ich mich möglichst standing in so einem Zustand befinde. Basta.
Ein anderer Aspekt: Es ist nicht die Aussicht auf "sexuelle Erlösung" die einen Mann ( i.e. mich) antreibt, für seine Frau da zu sein; nicht nur jedenfalls.
Was mich fasziniert ist das Verlangen an sich, welches ich geniessen kann, das Verehren, die Bewunderung für SIE - an sich.
Mein Verlangen und das erregt werden durch sie, "das Weibliche" und die weibliche Autorität, veranlasst mich für sie da zu sein.
Das ist Erfüllung an sich.
Und das ist genau das, was sie sich wünscht: dass ich alles, was ich für sie tue, nicht für mich tue (im Hinblick auf meine sexuelle Befriedigung) , sondern, weil mir das Für- Sie -Dasein und arbeiten, ertragen von Mühen und Anstrengungen für SIE Vergnügen bereitet.

Und deshalb bleibe ich gerne "begeistert" und im Zustand der "willigen" Spannung.
Diesen Zustand gebe ich nur ungern auf, weshalb ich Selbstbefriedigung -nach Möglichkeit- auf ein Minimum reduziere- es geht mir besser, seit ich es so sehe und auch danach handele.

Amélie würde nie akzeptieren, wenn ich irgendetwas täte oder unterliesse, nur weil jemand - gar sie - mit der Reitpeitsche hinter mir stünde.
Dies wäre absolut gegen ihren Geschmack: sie will, dass ich von mir aus "auf mich achte" und nicht akzeptieren.
Dass und zu welchem Anlass und wie sie doch einmal die Gerte benutzt hat andere Gründe; steht auf einem anderen Blatt, ich werde später darüber schreiben.

Kommentare:

Tixxa hat gesagt…

Ganz realistisches Konzept, finde ich. Funktioniert auch in Vanilla -Beziehungen. Männer sollten am besten einfach selbst drauf kommen, dass weniger mehr ist für sie....dann gäbe es weniger Beziehungsstress. Interessante Site!

Roswitha hat gesagt…

Das mag alles richtig sein, warum der Mann sich in Enthaltsamkeit übt, doch am Ende läuft es doch immer auf das Eine hinaus: Sex. Natürlich gefällt ihm die dominante Art, wie seine Angebetete selbstbewusst spricht und auftritt, wie sie die Beine übereinander schlägt oder die Hände in die Hüften stemmt, wie sie aufrecht geht oder trotz ihrer phasenweisen Strenge liebevoll und warmherzig den Mann umsorgt. Diese ganzen Anziehungspunkte erscheinen ihm als attraktiv und sie wachsen und reifen zur sexuellen Begierde. Wenn der Mann nun masturbiert mit dem Bild der Frau im Kopf, die er an seiner Seite hat, wiegt das zwar nur halb so schwer, doch verstehen kann und will ich es nicht. Ich will diese seine Lust für mich und will sie spüren und geniessen. Warum dieser Alleingang in aller Heimlichkeit und Einsamkeit. Nein, es ist mir gewiss nicht egal, ob er es tut und das weiss er auch nur zu gut. Die Manneslust ist einer der wirksamsten Mechanismen die eine Frau in Händen hat, um den Mann liebevoll zu zähmen oder streng zu dressieren, wie er es möchte.